Auszug aus dem Midas Investment Report von Johann Saiger, vom 8.9.2006
Bedrohliche Konstellationen wie im Mai/Juni 2006
Die aktuellen Konstellationen und Verhältnisse an den Kapitalmärkten erinnern sehr stark an die Zeitspanne 9./ 11. Mai bis 13. Juni 2006.
Damals ist der MSCI Welt-Aktienindex von 1.406 auf 1.244 verkommen. Beim Dow Jones Industrial erfolgte ein Kurssturz von 11.670 bis auf 10.699 und der DAX ist von 6.162 auf 5.244 gefallen.
Die Kurseinbrüche an den Aktienbörsen waren begleitet von noch stärkeren Kursverlusten bei den Rohstoff- und Edelmetallpreisen. Gleichzeitig war in dieser Phase eine relative Stärke des US-Dollars bezeichnend.
Bei dieser „Weichenstellung“ sind die (US-) Anleihen die einzigen Gewinner gewesen.
Die Midas-Indikatoren deuten zur Zeit sehr stark darauf hin, dass nunmehr ähnliche Entwicklungen bevorstehen dürften.
In den Charts MSCI Welt-Aktienindex sowie wichtiger internationaler Aktienindizes liegen erstmals seit Mai wiederum Verkaufsignale bei der WEEKLY-Stochastik vor. Die (grüne) Linie der Wochen-Stochastik (...)
Ganz verdächtig in diesem Zusammenhang sind natürlich die erheblichen Kurseinbrüche bei etlichen Rohstoffpreisen und dem Rohölpreis - teilweise schon im Vorfeld. Und absolut dazu passend zeigt der US-Dollar Stärke. Genau dieser Umstand wird dafür sorgen, dass bei einer provozierten Verkaufspanik von Aktien, Rohstoffen und Edelmetallen die Verkaufserlöse - wegen eines scheinbar stabilen US-Dollars - in den USA belassen werden.
Als scheinbar einzig richtige Anlageform präsentieren sich danach
Investments in Anleihen (US-Bonds). Derartige Manöver „haben Tradition“.
Wenn diese Einschätzung zutreffend ist, dann dürften jetzt schwierige Wochen bevorstehen.
(...) dann weist dies auf WOCHENLANG ANHALTENDE TURBULENZEN hin!
Dabei sind meist erhebliche Kurseinbrüche im Wochenverlauf typisch und zum Wochenende sind oft Teilerholungen feststellbar.
IN DEN KOMMENDEN WOCHEN – VORAUSSICHTLICH BIS WEIT IN
DEN OKTOBER HINEIN – IST LIQUIDITÄT TRUMPF!
Die Inflations-Spekulation dürfte nunmehr gekippt werden. Bei allen Aktien-, Edelmetall- und Rohstoff-Investments drohen dabei deutliche bis erhebliche Verluste.
Die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit eines derartigen Szenarios habe ich in den letzten Monaten immer wieder angedeutet. In diesem Zusammenhang wurde mehrmals auf den gewaltigen Überhang von Long-Positionen der Commercials bei den US-TBONDS hingewiesen. Auch, dass die Aktienmärkte heuer nochmals deutlich einbrechen werden, lag im Rahmen meiner Erwartungen. Allerdings habe ich dabei eher für möglich gehalten, dass dies wegen einer dramatischen Zuspitzung der Iran-Krise erfolgen dürfte. Es war in letzter Zeit sehr viel eher wahrscheinlich, dass Sanktionen gegen den Iran verhängt werden und im Gegenzug der Iran mit der Ölwaffe zurückschlagen wird (z.B. Lieferstopp und Schließung der Strasse von Hormuz).
In diesem Fall hätten explodierende Rohölpreise die Aktienbörsen zum Einsturz gebracht und gleichzeitig wären die Goldpreise hochgeschossen.
Das kommt auch noch, aber zuvor will man ganz offensichtlich die Inflations-Spekulanten ausrotten. Die Edelmetalle müssen - wie immer vor den größten Kursanstiegen - noch zu Tiefstkursen von den „zittrigen in die starken Hände“ verlagert werden!
Bei diesem Szenario ist es – wie schon erwähnt – dringend ratsam, Bestände an Aktien, Minenwerten und vor allem Edelmetall- und Rohstoff - Derivaten weitestgehend abzubauen. Call-Optionsscheine mit Laufzeiten bis Dezember 2006 wären dabei extrem gefährdet. Aber auch bei längeren Laufzeiten drohen erhebliche (Zwischen-) Verluste.
Es ist nunmehr für ausreichend Liquidität zu sorgen, denn nach dem erwarteten SELLOUT sind wahrscheinlich noch im Oktober optimale Einstiegschancen mit extrem günstigen Kaufkursen gegeben. Selbst wenn die SAISONALE ZYKLIK der Edelmetalle diesmal im Oktober nicht stimmen und anstatt eines Kurshochs ein Kurstief vorliegen sollte, das nächste SAISONALE KURSHOCH Jänner / Februar wird mit großer Wahrscheinlichkeit wieder stimmen. Dabei wäre typisch, dass die Kursanstiege noch im Oktober / November einsetzen und in den Monaten Dezember bis Jänner / Februar Extremanstiege verzeichnet
werden. Selbst wenn jetzt der Goldpreis bis Oktober nochmals deutlich unter US$ 600 fallen sollte, bis Jänner / Februar 2007 wären trotzdem Kurse von über US$ 1000 möglich und sogar wahrscheinlich!
GEBOT DER STUNDE:
„Bestände abbauen und Liquidität schaffen für einzigartige
Einstiegsmöglichkeiten und Kaufgelegenheiten im Oktober“
In geringem Umfang könnten jetzt Aktien-Index-Puts erworben und Spekulationen auf fallende Zinsen getätigt werden.
JAS