Beiträge von Buche

    der Chart USD/JPY gibt Hoffnung
    dass der US-Dollar weiter an Wert verliert

    So ist es, Auch der Euro hält sich gut über 1.14 und ein aktueller POG von 1.248 paßt nicht zu der Reaktion in den Minen kurz nach der Fed. Wenn bis zum Freitags-Schluß jetzt nicht noch das dicke Ende nachkommt, wars in meinen Augen nur Abbau von überkauften Kursen.

    Habe WPM wegen dieser Entscheidung sofort in mein Farming Depot aufgenommen.

    Ja, das war wirklich ein schönes vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Fast 15% Plus heute und Dividende gab es heute auch noch eingebucht :D


    Ich sehe sie jetzt auch wieder sehr positiv und habe wieder aufgestockt. Möglich, daß sie nun neu bewertet werden und ihre Bewertungslücke zu FNV und RGLD aufschließen. Als Hintergrund dazu auch Seite 26 und folgende in der November-Präsentation.

    McEwen äußert sich zur Kritik an seiner neulich diskret durchgeführten variablen Geldbeschaffung.

    Danke, Real de Catorce.


    Zwei Auszüge daraus halte ich für wichtig:


    "Not only are we building our Gold Bar mine but we wanted to have funds for exploration targets on our other properties and to also have the capacity to take advantage of attractive growth opportunities."


    Soweit okay. Daß Geld für Gold Bar und weitere Exploration benötigt wird war klar.


    "I believe the time to look for and acquire growth opportunities is right now. The financing is all about being prepared and able to react when we see a value-adding transaction. It could be a joint venture or an M&A transaction."


    Mit $90 Mio kommt er da bzgl M&A nicht weit. Also eine Vorbereitung auf eine erneute baldige Verwässerung.

    Buche...produktionswachstum 10% pro jahr ist doch gut. Das es prozentual runter geht, ist logisch!!
    Man senkt die kosten noch sehr stark. Dann müsste der Gewinn sehr ordentlich aussehen.

    Dionicar, bezüglich des Gewinns bin ich völlig bei Dir.
    "Aufpassen" heißt, daß die Aktie nun in eine neue Phase ihres Lebenszyklus übergeht.
    Kosten+Goldpreis werden in Zukunft den Kurs stärker beeinflussen, das Wachstum weniger.
    Es kann ein wenig dauern, bis dies eingepreist ist.
    Wer dies realisiert, wird auch in Zukunft viel Freude mit dem Wert haben.
    Die Vergangenheit linear zu interpolieren wäre hingegen jetzt nicht so vorteilhaft.

    Danke für die vielen Links zu der Lage in Mexiko! Ohne Kontakte zu Land und Leuten ist die Situation schwer abzuschätzen. Ich verstehe die verfügbaren Informationen so:


    Es geht erst mal um Wahlversprechen. Diese müssen in den staatlichen Organen nun diskutiert, formuliert und umgesetzt werden. Oder auch nicht. Hauptsächlich sollen die Rechte, Arbeitsbedingungen und Löhne der Minenarbeiter gestärkt werden. Die Gewerkschaften natürlich auch. In einigen Reservaten sollen Ureinwohner und Natur besser geschützt werden. Das macht den Bergbau in Mexiko weniger attraktiv, aber nicht unmöglich.


    Die Wallstreet hat dies natürlich genutzt, um einen Abverkauf bei den Produzenten zu orchestrieren. Ich halte mich da völlig heraus, werde nicht mehr nachkaufen, aber auf aktuellen Niveaus auch keine Positionen auflösen.


    Mittelfristig überlege ich mir als Silverbug aber schon, ob Minenaktien noch ein gangbarer Weg sind, um vom Silberpreis zu profitieren. Die historische Kursentwicklung ist katastrophal. Dem Hebel auf Silber stehen wachsende politische Risiken gegenüber. Bis auf die m.E. nicht gut geführte Hecla haben die meisten primären Produzenten zu viele Liegenschaften in Mexiko und Südamerika.


    Daher werde ich in Zukunft freiwerdende Mittel zur langfristigen Anlage verstärkt in Monsterboxen und Barren umschichten. Aufgrund der Mehrwertsteuer eignen sich diese leider nicht zum Traden. Zur kurzfristigen Spekulation schaue ich mir gerade ETFs und Zollfreilager an. Natürlich sind dann Emittentenrisiken und politische Unwägbarkeiten in Europa gegenüber denjenigen der Minen aufzurechnen.

    Da bin ich anderer Meinung. Ich denke Öl wird noch über viele Jahrzehnte der wichtigste Energieträger sein.

    Sehe ich auch so. Nicht zu vergessen die ganzen weitläufigen Gegenden in Rußland, China, Indien, Australien, im Prinzip auch Südamerika und Afrika. Außerhalb der Metropolen kannst Du batterieelektrische Fahrzeuge dort vergessen. Brennstoffzellen sind empfindlich und keiner kann sie dort reparieren. Das wird nichts mit Elektomobilität.

    Anlegen möchte den Betrag im Energiesektor, da ich dort unterinvestiert bin. Die Kurse dort kommen im Moment "so schön" zurück und laden zum Einstieg ein.


    Mal schauen, wo es eine ordentliche Dividende gibt. - Capitalcube Rating
    Royal Dutch - 68
    Total - Seit 1982 wurde die Dividende nie gesenkt! - 50

    Hallo vatapitta,


    sieht so aus als ob wir hier sehr ähnlich agieren; viele Werte aus Deiner Liste habe ich auch unter Beobachtung oder sogar im Depot.
    Ein kleiner off-topic-Hinweis zu den beiden oben zitierten sei mir erlaubt: Sie sind beide m.E. sehr gut, aber ungleiche Zwillinge. Royal Dutch hängt hauptsächlich am Ölpreis, während Total als EuroStoxx-Schwergewicht auch von diesem beeinflußt wird. Mitunter generiert dies günstige oder ungünstige Gelegenheiten in letzterem. Einfach mal darauf achten!


    Viele Grüße,
    Buche

    Negativ ist vor allem der ungelöste Steuerstreit mit den kanadischen Behörden.
    Müssten davon die anderen Royalties nicht auch betroffen sein? Oder was macht WPM anders als die anderen mit Sitz in Kanada?

    Nur zu dem Steuerstreit:
    Ohne die juristischen Hintergründe zu kennen sind die Erfolgsaussichten schwierig zu beurteilen. Ruinieren wird sie der Steuerstreit nicht, aber sich über Jahre hinziehen und bremsen kann das schon. Ein Blick über den Tellerrand zu Cameco zeigt, daß sie nicht die einzigen sind. Dort gibt es einen ähnlichen Streit, der zunächst von Cameco gewonnen wurde und nun von den Behörden wieder angefochten wird.


    Deshalb habe ich die in 174 gemachten Überlegungen beiseite gelegt und bleibe dabei, WPM unterzugewichten und hauptsächlich als kurzfristiges Tradingvehikel zu nutzen.

    WPM meldet Quartalszahlen.


    Im Vergleich zum Vorjahresquartal wird ein Gewinnrückgang um 47.4% gemeldet. Fallende EM-Preise waren sicher nicht hilfreich, aber ein Großteil davon geht auf die Umstrukturierung von San Dimas nach der Übernahme durch FR zurück, was man auch an den Produktionsdaten sieht:

    Ounces produced Q3 2018 Q3 2017 Change
    Silver 5,701 7,595 (24.9)%
    Gold 101,552 95,216 6.7 %
    Palladium 8,817 - n.a


    Ounces sold
    Silver 5,018 5,758 (12.9)%
    Gold 89,242 82,548 8.1 %
    Palladium 3,668 - n.a.


    Ich habe die Werte so aus dem Quartalsbericht übernommen und wiedergegeben. Die Angaben für Silber müssen in 1000 Unzen sein, während die anderen in Unzen sind; anderenfalls sind die Werte nicht plausibel.


    Ein Teil der Produktion wurde noch nicht verkauft, wird also im nächsten Quartal hinzugerechnet. WPM geht davon aus, daß im Durchschnitt immer 2 Monatsproduktionen zwischen "produced" und "sold" unterwegs sind. Wieder etwas dazu gelernt.
    Der Ausblick für 2018 wird aufrecht erhalten. Die Dividende bleibt bei $0,09, wird nach meinen Einschätzungen aber im nächsten Quartal zurückgehen, da die Berechnungsgrundlage immer die letzten vier Quartale sind.


    Mir gefällt, daß das Management ein diversifiziertes Portfolio aus Edelmetallen zusammenstellt. Die Hinzufügung von Palladium war sicherlich ein guter Griff; ab 2021 kommt noch ein Kobalt-Stream hinzu. Kobalt ist unter anderem für Lithium-Batterien wichtig und wird zu 66% in unsicheren Ländern produziert. WPM hat sich hier in Kanada eine Beteiligung gesichert.


    Was nun noch fehlt ist Wachstum durch weitere Projekte. Seit 2014 wachsen sie kaum, und dies sieht man auch am Kursverlauf. Zudem lastet zur Zeit noch ein Steuerstreit mit Kanada auf dem Kurs, der erst im September 2019 verhandelt wird.


    Zur Zeit sehe und handele ich sie als unbegrenzt laufende Option auf einen EM-Korb, die noch zusätzlich etwas Dividende abwirft (z.Zt. ca. 1,5% nach Steuern). D.h. ich betrachte aktuell die EM-Preise und nicht die Wachstumsperspektiven als kursrelevant.


    Ich habe sie momentan untergewichtet in einem Portfolio aus Royalties und mittelgroßen Produzenten. Die darin stark vertretene PAAS fällt nach der Fusion mit Tahoe allmählich aus meinem Beuteschema heraus; daher kann ich mir vorstellen hier etwas zugunsten WPM umzuschichten, wenn der Markt die Quartalszahlen in den nächsten Tagen goutiert.


    Aus diesem Grund wurde dieser Artikel auch etwas länger; vielleicht hilft es ja auch noch jemand anderem bei seinen Entscheidungen. Ergänzungen snd natürlich gerne gesehen.

    Was mir daran gefällt: Sie wachsen organisch durch Exploration, nicht durch Zukäufe. Zudem ist es ihre größte Mine.

    Hätte ich mal lieber die Klappe gehalten: Pan American Silver and Tahoe Resources Create the World's Premier Silver Mining Company


    Ein paar schöne Goldminen als Beifang haben sie sich auf jeden Fall geholt.
    Ob der Deal super wird, hängt aber m.E. davon ab ob sie Escobal wieder ans Laufen bekommen. Da ist noch einiges politisch und sozial wieder gutzumachen.


    Die Altaktionäre werden danach 73% bzw. 68% an dem kombinierten Unternehmen halten. Der Unterschied kommt dadurch zustande, daß ein Teil der Übernahmesumme nur gezahlt wird wenn Escobal den Betrieb wieder aufnimmt. Insgesamt wird der Deal mit bis zu 1.1Mrd $ in Aktien und Cash beglichen.
    Dementsprechend könnte der Kurs nach Verwässerung heute abend einstellig werden. Danke dafür :cursing:


    In meinen Augen: Timing okay, Übernahmekandidat und -prämie fragwürdig. Warum hätte es nicht Fortuna sein können?


    Respekt übrigens an diejenigen, die heute vormittag auf Tradegate und L&S aus dem Ask gekauft haben.

    Klarer Beweis, daß Minenaktien sich nicht grundsätzlich als Langzeitanlage eignen. Natürlich ist hier der Preisverfall des Silbers schon primär ursächlich.


    Andererseits gibt es auch immer wieder Chancen, habe deshalb in denselben Chart den Explorer Silvercrest / SILV gelegt...., 2.Chart.....[..]

    Ganz genau, Edel. Beim Übergang vom Explorer zum Produzenten mag es eine exponentielle Kurssteigerung geben. Irgendwann aber wird jeder (1) Produzent zum Zykliker, den man traden, aber nicht ewig halten darf. Das ist m.E. der Hauptgrund, warum viele Investoren im Minenbereich enttäuscht werden, weil die ausgesuchte Mine einfach nicht wie die nächste Apple oder Amazon immer weiter steigt.


    Wobei in meinen Augen nichts gegen Zykliker spricht; Mit einer Daimler oder BASF läuft es im Prinzip ja genauso ab. Das ist kein exklusives Minen-Problem.


    (1) Ausnahmen bestätigen die Regel: KL z.B. kommt einer Wachstumsstory im Minenbereich schon sehr nahe.

    Edel, LuckyFriday, das sind gute Hinweise, die ins Bild passen.


    Heute haben viele Produzenten mittlerweile Tageskerzen mit langen Lunten (unten). Falls Gold/Silber die 1.200/14 halten, dann sind wir vielleicht gerade zwischen Panikausverkauf und dem Reversal für den Rest des Jahres.


    Würde mich persönlich freuen, da ich in den letzten Tagen, aber nicht mehr heute, noch einige Tradingpositionen nachgelegt habe. Dabei wohl um das Risiko wissend, daß wir charttechnisch gerade an der Klippe stehen.

    [..] Es müsste doch Wege geben wie bei den Ölförderländern, die sich bei einem Preisverfall absprechen und die Förderung drosseln, um die Preise oben zu halten. Oder sehe ich das zu naiv?

    GoldmanSachse, es wäre in der Tat wünschenswert.
    Die Mathematik spricht allerdings dagegen: Soweit ich mich erinnere, tragen die 10 größten primären Silberproduzenten zu ca. 30% der Weltproduktion bei. Nehmen wir an, sie würden jeweils ein Drittel ihrer Produktion zurückhalten, was einigen schon sehr weh tun würde. Dann ergäbe dies insgesamt eine Reduktion der Weltproduktion um 10% - eine vernachlässigbare Größe und ein großer Unterschied zur OPEC.


    Natürlich wird der Markt bei weiter fallenden Preisen einen Rückgang der Produktion erzwingen - aber sicher nicht zur ausschließlichen Freude von uns Mineninvestoren, da wir einige Investments abschreiben werden müssen. Insofern hat der oben von DrK verlinkte Kelsey Williams mit seinem Verriß von Minen im Vergleich zum Physischen schon recht, auch wenn sich hier im Nachhinein natürlich leicht nachtreten läßt.


    Ergänzung: Ein Venture-Capitalist geht davon aus, daß von 10 Werten in seinem Portfolio 9 pleite gehen. Der 10. Wert sorgt dann für den Gewinn. So pessimistisch würde ich ein Minenportfolio nicht betrachten, aber auch nicht darauf setzen, daß alle überleben, wenn der schlechtest denkbare Fall eintritt.
    So, nun genug des Pessimismus. Ab morgen steigts wieder :)

    PAAS meldet Zahlen für das 3. Quartal und rutscht mit $-0.06/Aktie leicht in den Verlust. Ziele für 2018 werden aufrecht erhalten.


    Da sie praktisch schuldenfrei sind und der cash flow sowie die cash position robust bleiben, können sie das mehrere Quartale wegstecken.


    Es zeigt aber, daß der gesamte Sektor zu aktuellen Silberpreisen marginal ist. Das kann so nicht ewig weitergehen. Wenn Silber 2019 nicht steigt, wird eine Angebotsreduktion zwangsläufig kommen müssen.


    Leider gibt es im Silber keinen dominanten Player wie z.B. Cameco im Uran, der einfach mal eine Mine stillegen kann um das Angebot zu reduzieren. Dazu sind zu viele sekundäre Silberförderer unterwegs, denen es ziemlich egal ist zu welchen Preisen sie ihr Beiprodukt verkaufen. Deshalb wird es wohl auf die harte Tour passieren müssen, indem einige primäre Produzenten vom Kurszettel verschwinden. Nicht schön, aber offensichtlich von bestimmten Akteuren so gewollt.

    Leider auch hier schlechte Finanzzahlen zum Q3/18 mit einem Nettoverlust von 13,3 Mio. (0,04/Aktie) USD und einem von 82,7 (Q3/17) auf nunmehr nur noch 37,9 Mio. USD reduzierten Working Capital:


    Zahlen

    Danke fürs Einstellen!


    Ohne Projektentwicklungskosten hätten sie einen hauchdünnen Gewinn gemacht.
    Was mich mehr stört: Die zugekaufte Black Fox war im Q3 bei aktuellen Preisen nicht profitabel (AISC $1285/GEO). Dort besteht m.E. Erklärungsbedarf.

    Da es gerade ziemlich trostlos am Markt ist, pushe ich mal einen meiner Lieblingswerte :D


    Pan American Silver Announces Major Discovery at its La Colorada Mine


    "These are extraordinary exploration results for our La Colorada mine, indicating the potential to substantially expand mineral resources, mine life and ultimately production capacity," said Christopher Emerson, Pan American Silver's Vice President Business Development and Geology.


    Was mir daran gefällt: Sie wachsen organisch durch Exploration, nicht durch Zukäufe. Zudem ist es ihre größte Mine.


    Wird das den Kurs kurzfristig bewegen? Wahrscheinlich nicht. Die Meldung ist eher perspektivisch zu sehen.

    Produktionszahlen für Q3


    "Our gold and silver production met our expectations, with gold production increasing due to the addition of two months of production from the Nevada operations."


    Meiner Ansicht nach etwas schöngeredet. 25% weniger Silber, 21% weniger Blei, 12% weniger Zink.
    Außer des Rückgangs bei Greens Creek sei alles erwartet und im Plan.


    Positiv sicherlich, daß Fire Creek (Nevada) ab Mitte 2019 voll in Produktion geht und man weiteres Potential dort sieht. Außerdem Cash-Position aufgefüllt durch Auflösung von Hedges und Sicherheiten bei Klondex.


    Ich überlege mir gerade mit gemischten Gefühlen, wie es ohne die Klondex-Übernahme weitergegangen wäre.

    Und genau das hätte nicht passieren dürfen, eine kleine Steigerung des Goldpreises führt schon zu dramatischen Veränderungen in den Positionen...absolut enttäuschend.


    timesystem, nicht böse sein, aber ich erlaube mir zu widersprechen. Der absolute CoT-Stand ist nicht so aussagekräftig. Die Änderungsrate und -richtung des Open interest sind wichtiger.


    Nach meinen Beobachtungen steigt der Goldpreis, wenn/solange sich die CoT-Positionen ausdehnen, und umgekehrt.


    Die Phasen, in denen sich der CoT nicht bewegt, sind Ein- bzw. Ausstiegsgelegenheiten.


    Ich habe nachfolgend mal eingezeichnet, was ich meine.



    Demnach haben wir die Einstiegsgelegenheit gerade erst verlassen, und der Zug rollt an.


    Viele Grüße!