Beiträge von Buche

    Ich gehe aber davon aus, dass man dies nur bei US-Aktien anwenden könnte bzw. noch ADRs, die in den USA gehandelt werden.Aber in der Tat sollte man dies nicht außer acht lassen.

    peter98, leider auch bei in D gekauften ausländischen Aktien.


    Ich verweise auf diesen älteren Thread:



    An Aktien in Wertpapierrechnung hast Du kein Eigentum, sondern nur einen schuldrechtlichen Anspruch, den Du auch noch nach Recht im Land der Emittentin (also meist USA/Kanada) durchsetzen mußt.


    Also gute Chancen für den Präsidenten und schlechte für uns/Dich.

    Welche Probleme sollten sich so darstellen, dass die ZB ihre Goldreserven verkaufen um damit Papierforderungen zu erfüllen? Papier schaffen können sie doch bis zum Exzess selbst. Also, bleiben wir realistisch.

    Papier bis zum Exzess schaffen geht nur so lange gut wie das Vertrauen in das Land nicht vollständig zerstört ist. Siehe Venezuela und jüngst auch die Türkei und (mal wieder) Argentinien. Irgendwann bleibt dann nur noch, harte Güter (Öl, Gold, was immer man hat) gegen Waren einzutauschen die man dringend benötigt.
    Ist eine weltweite Währungskrise möglich, in der niemand mehr Euro, Dollar, Yen, Rubel und Yuan haben will? Kann ich mir vorstellen, Zu starke Inflation oder ein Schuldenschnitt in einem der großen Währungsräume können wegen befürchteten Ansteckungseffekten die Flucht aus Papierwährungen lostreten. Dann wird nur noch getauscht - Öl gegen Gold gegen Nahrung gegen Baustoffe usw, Was viele haben wollen und wenige anbieten wird wertvoller; was alle anbieten und tauschen wollen verliert an Wert. Wer heute weiß, wo sich da weltweit ein neues Gleichgewicht einstellt, wird ein Gewinner sein. Ich weiß es nicht und kann nur zum Nachdenken anregen.

    Gold könnte theoretisch schon "pleite gehen" - wenn es niemand mehr haben will oder an Zahlungsstatt annimmt

    Nicht wirklich, denke ich. Nur falls alle Zentralbanken simultan Schwierigkeiten bekommen und versuchen, durch einen Verkauf ihrer Goldreserven liquide zu bleiben, kann dies im Primärmarkrt so eintreten. Also zum Beispiel an den Terminbörsen. Dort wird es zu den gedrückten Preisen dann aber seltsamerweise kein physisches Gold für Endkunden geben.


    Und ich wette mit Dir, daß sich dann ein Sekundär- bzw. Schwarzmarkt bilden wird, in dem Gold um ein Vielfaches höher bewertet sein wird als dies heute der Fall ist.

    Ich habe vor, mich in Zukunft stärker dem Silber und seinen Produzenten zuzuwenden. Dies geschieht unter anderem aus subjektiven bzw. strategischen Überlegungen; es geht mir also nicht darum, jetzt Gold schlechtzureden.


    Unter Anwendung des gleichen Analyseansatzes wie eben beim Gold ausgeführt, zeigt sich natürlich ein ähnliches übergeordnetes Bild: Silber hat die mittelfristige Ebene und den langjährigen Aufwärtstrend nach unten verlassen.




    Die gesamte Bewegung lief jedoch als sauberer Abwärtstrend und es fehlt insbesondere die seltsame Ausverkaufsphase, die wir im Gold hatten. Mir gefällt die Einfachheit und der Rhythmus des Chartbildes. In den ersten drei grauen Kursbereichen machte Silber relativ früh deutlich, daß es unten heraus will. Im aktuellen Kursbereich ist erstmalig ein Ausbruch nach oben möglich. Meine Erwartung wäre dann ein weiterer, höherer grauer Kursbereich, der die Grundlage für einen Shortsqueeze legt. Die im vorherigen Artikel unter b) zum Gold gemachten Überlegungen bezüglich des CoT und der zu spät kommenden Shorts sehe ich hier ebenfalls als gültig an.


    Sollte es doch wider Erwarten noch weiter nach unten gehen, sehe ich bei 13,65 und 12 starke Haltemarken. Für mich ist das ein akzeptables Chance-Risiko-Verhältnis, um schon mal etwas Long zu versuchen.



    Euch allen viel Erfolg!

    Ich war einige Wochen im Urlaub und stelle fest, nicht viel verpaßt zu haben. Zur Nach- und Einarbeitung führe ich eine alte Analyse fort. Nachfolgend der aktualisierte Chart:



    Ich hatte folgende Erwartung aufgestellt: Wenn i) die mittelfristge Ebene nach unten verlassen wird (rot gestrichelt) und damit auch ii) der langjährige Aufwärtstrend gebrochen wird (blau gestrichelt), dann iii) erfolgt ein Ausverkauf an die 1.125.


    Mittlerweile wissen wir, daß i) und ii) eingetroffen sind, aber iii) nicht eingetreten ist. Es gab einen Ausverkauf durch die Unterstützungen hindurch (rot eingekreist); dieser stoppte aber unvermittelt bei 1.160. Eine ernstzunehmende Korrektur des Abwärtstrends gab es aber auch nicht; die Gegenbewegung stoppte nach $50 Gewinn und hängt seitdem in dem jüngsten grauen Bereich zwischen den beiden Widerständen fest. Ich sehe für dieses seltsame Verhalten folgende Erklärungsmöglichkeiten:


    a) Der graue Bereich ist eine stille Korrektur des Abwärtstrends. Das würde bedeuten, daß kurzfristige Shorts eindecken während mittelfristig orientierte Shorts diese Positionen übernehmen. Dies wäre trendbestätigend, würde nach Abschluß der Seitwärtsphase also weiteres Potential nach unten eröffnen. Der vorherige Ausverkauf sowie die aktuellen CoT-Daten unterstützen diese Interpretation zur Zeit nicht.


    Wahrscheinlicher würde dieses Szenario erst, wenn sich der CoT wieder verschlechtert, indem z.B. die Commercials wieder short gehen, ohne daß der Goldpreis vorher angestiegen ist. Ein Herausfallen aus dem Bereich 1.187-1.215 wäre ebenso offensichtlich.


    b) Es gibt liquide und geduldige Käufer, die versuchen den Markt über 1.190 zu halten. Unter 1.200 scheinen große Bids zu liegen, aber man verzichtet (noch) auf Anschlußkäufe über 1.200. Man beachte z.B. das Ereignis vom Freitag, als während einer Minute ein Umsatz von $1.2 Mrd innerhalb von $15 genügend Käufer gefunden hat. Gold für $1.2 Mrd kauft man nicht zum Spaß auf; das dürfte den spontanen Verkäufer überrascht haben. Das sieht für mich eher danach aus, daß nun versucht wird, neue und damit zu spät kommende Shorts ins Leere laufen zu lassen und letztendlich zu schröpfen. Anderenfalls wäre es kräftiger nach unten gegangen. Die aktuelle CoT-Struktur deute ich auch so. Ebenso die Reaktion im Silber, das den Ausverkaufsversuch noch besser wegsteckte.


    Zusammenfassung: Nach Phasen geringer Volatilität kommen auch wieder höhere Schwankungen. Die letzte Tageskerze lag fast komplett innerhalb des sich weiter zuziehenden Bollingerbands (nicht eingezeichnet). Eine Tagesbewegung über $50 würde mich nicht überraschen; nach oben ist für mich per Stand heute wahrscheinlicher als nach unten. Ein Aufspringen in bzw. Absichern gegen die anlaufende Bewegung dürfte ohne große slippage nicht möglich sein. Entweder man ist jetzt bereits positioniert und liegt dann richtig oder falsch, oder man bleibt komplett draußen. Beides ist legitim; ich versuche die long-Variante.



    Euch allen viel Erfolg!

    Das kann man mit einem lachenden und weinenden Auge sehen, oder?


    Kosten senken und Produktion erhöhen ist für den Cashflow bei Endeavour natürlich gut und richtig,
    aber für den Gesamtmarkt bedeutet es mehr Angebot (und Ressourcenabbau) in niedrige Preise.
    Schöner wäre es die Kosten zu senken und dann nur so wenig zu produzieren bzw. zu verkaufen, daß man überleben kann bis die Preise wieder steigen. Die Opec hat es eine Zeitlang mal vorgemacht (heute ist sich dort auch jeder selbst der Nächste), und Goldcorp und First Majestic eine Zeitlang auch wenn ich mich recht erinnere.


    Aber nichtsdestoweniger, schön daß das Mangement bei Endeavour schnell reagiert und so Handlungsfähigkeit zeigt.

    peter98, ein guter Artikel, der allerdings zwei Aspekte vermischt:.


    Die Punkte 1 und 2 sind immer gültig.
    Die Punkte 3-5 waren retrospektiv in den letzten Jahren zutreffend, das muß aber nicht so bleiben.

    Danke, sehr interessant, GoldmanSachse!


    Da die Zahlen vom 2ten Quartal sind, also bevor die Lira-Krise richtig losging, haben sie unter Umständen im August weiter verkauft.
    Einer weniger, der Druck auf den Kurs machen kann.


    LG, Buche

    Dionicar,


    ja es gab Zahlen heute. FR baut zur Zeit viel um und dadurch gab es Abschreibungen und Verluste.
    Ich habe aus dem Bericht für mich folgendes mitgenommen:


    La Encantada und Del Toro haben Verluste produziert, sind aber bereits in der Optimierung.
    La Guitarra wurde stillgelegt.
    Die übernommene San Dimas läuft gut und dürfte das Zugpferd in den nächsten Quartalen werden.


    In meinen Augen haben sie realisiert daß sie mit den momentanen Produktionskosten auf Spot-Niveau nicht weiter kommen und sie arbeiten dran die Kosten zu senken. San Dimas dürfte dafür den notwendigen Cashflow liefern.


    Wenn sie die Kostensenkungen schaffen, wird es eine gute Hebelwirkung auf die Gewinne geben.
    Ich verspreche mir daher nicht kurzfristig, aber nach den folgenden Quartalen Besserung und mag sie immer noch.


    Aber niemand soll sich durch mein Geschreibsel nun gemüßigt fühlen dort einzusteigen - sie gehören sicherlich zu den volatileren und riskanteren Silberminen.


    18Karat: Danke fürs einstellen!

    PAAS meldet erfreuliche Zahlen: Quartalsbericht 2/18


    adjusted earnings von 0.15 auf 0.23 gestiegen
    AISCSOS neue guidance auf 8.50-10 gesenkt
    Ziele erreicht, bleibt schuldenfrei


    Es scheint trotz der widrigen Bedingungen bei PAAS rund zu laufen.
    Zusammen mit FVI, die gestern m.E. ebenfalls zufriedenstellend berichteten,
    sind sie mittlerweile Stabilitätsanker und Schwergewicht in meinem Silberdepot.


    Mal schauen, ob es heute abend wieder eine Squeeze gibt.
    Meine Stücke bekommen die Shorties nicht :D

    Eine Betrachtung von Marin Katusa:


    The Most Important Charts For Your Gold Stocks Right Now


    Auf dem aktuellen Preisniveau seien viele Minen nicht bereit bzw. finanziell in der Lage zu explorieren. Es sei günstiger dringend benötigte Reserven durch Übernahmen zu erhöhen.


    Interessante Charts und Zahlen dazu in dem Artikel!


    Ich lese daraus die Einschätzung daß mit Übernahmekandidaten in näherer Zeit am besten Geld gemacht werden kann. Eine konkrete Prognose zum Verlauf des Underlyings (Gold) gibt er nicht.

    Rob McEwen sieht den Kursverfall im Gold locker (Telefoninterview auf Kitco).


    Ein paar Aussagen:


    - GDXJ hält sich besser als Gold, das sei positiv
    - Es sei unwahrscheinlich, daß sich der S&P verdoppelt sowie daß Gold und die Minen signifikant weiter fallen
    - daher werden Investoren realisieren, daß der Rohstoff-Sektor günstig ist


    - für Konkurrenten mit einzelnen Projekten sieht er kaum Überlebenschancen bzw. Konsolidierungsbedarf
    - die Bewertungen seien momentan sehr günstig
    - deshalb er will seine 30Mio Cash einsetzen um die Produktion zu erhöhen / strategisch passende Projekte zuzukaufen

    Und 1.220,80 - 1.222,00 $ wäre jetzt nachdem die 1.225/26 $ unterschritten wurden ideal.

    Falls jemand jetzt einen Einstieg erwägt, money management bitte nicht vergessen!


    Ein Wochenschluß unter 1.200 käme bestimmten Kreisen sicherlich entgegen, Man könnte dann am Wochenende schreiben (lassen): Aufwärtstrend zuende, Bullenmarkt zuende, Kursziele im unteren dreistelligen Bereich, Minen gehen alle pleite, bla bla bla, und nächste Woche in der Panik sehr billig einsammeln. Dann kommt das Reversal.


    Verzeihung für den Sarkasmus. Ist nur als Fingerzeig zur mentalen Wappnung gedacht. Mir und meinen Positionen geht es gut :)

    Mittelfristig interessante Marken


    Ich experimentiere seit einiger Zeit mit einem Analyseansatz, der von der offensichtlichen Beobachtung ausgeht, daß sich der Markt entweder in Seitwärts-/Konsolidierungsphasen oder in einem Trend befindet.
    Die Konsolidierungsphasen haben oft eine rechteckige Struktur. Läuft der Kurs an die Ober- oder Unterseite des Rechtecks, ist darauf zu achten, ob er dort abprallt und die Konsolidierung fortsetzt. Anderenfalls entsteht ein Trend, der aus dem Rechteck heraus an ein neues Preisziel läuft. Beide Fälle kann man erfolgreich handeln.


    Für den kurzfristigen Zeitrahmen hatte ich die Struktur bereits vor einigen Tagen gezeigt. Im allgemeinen gibt es Trends und Konsolidierungen auf verschiedenen Zeitebenen, und sie sind dort verschachtelt wie man es z.B. auch bei Elliott-Wellen findet. Daher hier nun die größeren Zeitebenen:

    Aus der kürzeren Zeitebene (6 Monate, gelbes Rechteck) ist der Kurs nach unten ausgebrochen. Das nächste Ziel ist die Unterseite der mittleren Zeitebene (1.5 Jahre, rot gestrichelt) bei ca. 1.200-1.220 Dollar. Hier ist ein Abprallen bis an die 1.360 Dollar möglich. Diese Bewegung kann kurz und heftig ausfallen, da die Verkäufer der kürzeren Zeitebene mittlerweile vermutlich zu short sind und dann auf dem falschen Fuß erwischt werden. Fällt der Kurs hingegen nach unten heraus, verkaufen beide Zeitebenen ab und verstärken den Abwärtstrend.


    Die nächste Haltemarke wäre dann die 1.125 als Unterseite einer gut 5-jährigen Konsolidierung. Dreht der Kurs hier, sind Ziele knapp über 1.400 Dollar möglich und beim Überschreiten dieser Marke auch ein neuer Bullenmarkt. Hält die 1.125 nicht, verkaufen alle Zeitebenen ab und man kann sich auf einen längeren Bärenmarkt einstellen.


    Soweit die Bestandsaufnahme. Das alles muß nicht schon in den nächsten Wochen passieren und es kann auch jederzeit heftige Gegenbewegungen geben, die später wieder abverkauft werden. Wichtig ist für diesen Ansatz das Verhalten an den genannten Marken. Auf dem aktuellen Niveau muß ich demnach nicht unbedingt dabei sein, zumal HUI und CoT eher weitere Schwäche andeuten. Beim Erreichen von 1.200 oder 1.300 wird die Sache dann wieder interessant.


    Euch allen viel Erfolg!

    Die Seitenlinie kann auch Charme haben.


    Hallo zusammen,


    ich melde mich mal zurück mit ein paar Überlegungen, was sich im Gold in den letzten Wochen zugetragen hat und was es für die nächste Zeit bedeuten könnte.



    Bestandsaufnahme: Gold hat ein halbes Jahr in einem Preisbereich gehandelt (gelb hinterlegt). Dann erfolgte der Ausbruch nach unten. Ab diesem Moment waren alle (!) Longs unter Wasser, die in den letzten 6 Monaten gekauft hatten. Kehrt der Preis nicht schnell (*) wieder in die gelbe Zone zurück, werden diese ihre Positionen liquidieren.


    Die Profis (= große Investoren) haben ihre Verluste schnell und kompromißlos realisiert. Das war vermutlich schon der rote Balken, der mit einem Pfeil markiert ist.


    Die anderen Anleger verkaufen hingegen ungerne im Verlust. Einige halten irgendwann die Schmerzen nicht mehr aus und verkaufen; andere kaufen im Verlust nach und warten weiter. Sollte der Markt wieder in die gelbe Zone gehen, sind alle froh Plus/Minus Null wieder herauszukommen. Dadurch wird die gelbe Zone zum Widerstand. Unterm Strich kann der Markt so für lange Zeit nicht vom Fleck kommen, bis ein größeres Ereignis den Profis einen neuen Impuls zum Einstieg liefert.


    Interessierte Parteien suchen natürlich weiter unten nach Stops, die sie auslösen können. Unter 1.220 dürften viele Stops liegen, da dort zur Zeit der langjährige Aufwärtstrend liegt. Der Versuch, dies zu testen, könnte gerade angelaufen sein, zumal im Silber gerade ein ähnliches Ausbruchs-Spiel losgeht.


    Für mich ist das deshalb momentan allenfalls ein Tradingmarkt. Größere Investionen werde ich zur Zeit nicht machen, Short sowieso nicht, also insgesamt -> Seitenlinie.


    (*) Schnell wäre wie in dem Fehlausbruch unterhalb des blauen Bereichs. Für den gelben Bereich ist das Zeitfenster für "schnell" mittlerweile zu.



    Habt alle viel Erfolg und keine Schieflagen in den nächsten Wochen!

    Hallo Severin,

    Es ist mir schon klar dass man sich in diesen Foren zu einer Art Perma-Zynismus verpflichten muss,

    mein Zynismus war nicht gegen Dich gerichtet, sondern gegen das Produkt des EFP, das den Markt für mich als Beobachter intransparenter macht. Tut mir leid, wenn Du das persönlich genommen hast.


    Bevor ich auf Deine Punkte eingehe, ein Verweis für Interessierte auf einen Artikel, der das Thema neutral erklärt: Exchange of Futures for Physical (EFP) Explained




    1. ein efp ist kein Lieferversprechen sondern ein Lieferanspruch


    Korrektur akzeptiert. Die beiden Vertragspartner haben Ansprüche auf konkrete Positionen getauscht.



    2. keine Ahnung was du in diesem Zusammenhang mit diffuses meinst.
    Ich weiss, was ein diffuses Versprechen ist, aber was meinst du, worin liegt die Diffusität in einem efp?
    Kannst du mir ein paar Beispiele nennen, was du damit meinst?
    Wie stellst du dir ein efp-Vertrag vor?


    Wir wissen nicht, was die Vertragspartner ausgetauscht haben. Ich zitiere aus den Generally Acceptable Related Position Instruments for EFRPs der CME:



    "Metals.
    For metals contracts, the acceptable related position component
    for an EFP is limited to the specific underlying commodity ( e.g.
    Gold for Gold Futures); although the related position need not be
    deliverable grade of the particular commodity, there must be a
    reasonable level of correlation with the associated futures. The
    related position in an EFR or EOO may be a swap or OTC swap/
    option instrument. Exchange Traded Funds (“ETFs”) are accept-
    able provided that the ETF mirrors the relevant Exchange metal
    product."


    Siehst Du das Problem? Jetzt geht es nicht mehr um Futures, die einen Lieferanspruch auf einen standardisierten Barren darstellen, sondern um etwas, das "angemessen" (reasonable) diesem entspricht. Das ist diffus. Und die Preisfindung wandert in einen außerbörslichen, nicht regulierten Bereich ab.



    3. Ein Fonds hat an der Comex den ganzen Preis für x tausenden oz hinterlegt, aber er ist nicht ans Physische interessiert? [..]



    Oder meinst du, LMBA dürfe sich einfach nach Belieben verweigern, dem Lieferanspruch eines efp-Besitzers nachzukommen?

    Ernstgemeinte Frage: Woher wissen wir, daß ein Anspuch gegen die LMBA besteht und nicht gegen die oben erwähnten "angemessenen" Äquivalente? Magst Du eine Quelle nachliefern?

    Haneu,


    aufgrund von Transaktionsgebühren sollte man sich nicht von einem erfolgversprechenden Trade oder einer Gewinnsicherung abbringen lassen. Der Post war zugegebenermaßen knapp formuliert, daher etwas Kontext dazu:


    Die typischen Minenaktien sehe ich nicht als Langfristinvestment. In günstigen Situationen, wie jüngst im Dezember, steige ich gerne hinzu. Da mir aber der Aufwärtstrend zunehmend wackelig erscheint, und wenn jetzt auch der Effekt des chinesischen Neujahrs (sehr treffend hier von Edel diskutiert) nun wider Erwarten in den nächsten Wochen nicht ziehen sollte, dann bin ich auch bereit, wieder mit 10-20% Gewinn aus den Minen auszusteigen und mein Kapital aus dem Risiko zu nehmen. Einen Teil des Gewinnes lasse ich meist als Freiläuferaktien stehen. Das eingesetzte Kapital kommt als Cash zurück, oder es geht wie jetzt angedacht, zum "Überwintern" bis zum nächsten Zyklus in die Royalties. Dort habe ich mit weniger Volatilität immer noch Exposure gegenüber den Edelmetallen, und regelmäßige Dividenden gibt es dazu. Im besten Fall performen die Royalties dann wie von mir erwartet die Minen aus; im schlimmsten Fall verliere ich den höheren Hebel der Minen, womit ich leben kann.