Aus Goldhotline die aktuelle Einschätzung von Martin Siegel:
Nach wie vor Probleme mit den Produktionskosten...wenn das nicht wäre dann
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Analyse
28.04.05 Perilya (AUS, Kurs 0,94 A$, MKP 158 Mio A$) meldet für das Märzquartal einen Rückgang der Zinkproduktion auf 32.000 t, was einer Jahresrate von etwa 130.000 t entspricht und die geplante Produktion von jährlich 180.000 t weit verfehlt. Die Nettoproduktionskosten erhöhten sich von 0,42 auf 0,50 $/lb, so daß bei einem Zinkpreis von etwa 0,55 $/lb erneut keine wesentlichen Gewinne erwirtschaftet werden konnten. Perilya vermeidet im aktuellen Quartalsbericht Aussagen zur aktuellen Gewinnsituation und versteckt sich hinter Angaben zum Cashflow und dem Cashbestand, der von 13,4 auf 26,3 Mio A$ angestiegen ist. Unklar ist, ob die Erlöse aus dem Verkauf von 19,2 Mio Aktien zu 1,01 A$ an Korea Zink bereits in den Cashbestand eingeflossen sind. Auf der Basis einer jährlichen Produktion von 130.000 t Zink liegt die Lebensdauer der Reserven bei 6,8 Jahren und die Lebensdauer der Ressourcen bei 8,7 Jahren. Sollte es Perilya gelingen, eine Umsatzrendite von 10 % zu erwirtschaften, würde das KGV auf einen Wert von 7,4 zurückfallen. Neben der Broken Hill Mine exploriert Perilya das Flinders Zinkprojekt, in dem bislang eine Ressource von 941.000 t Zink bei einem Zinkgehalt von 41 % definiert werden konnte. Neben den Basismetallbeteiligungen konnte Perilya die Daisy Milano Goldmine in Produktion bringen, aus der eine jährliche Produktion von über 50.000 oz erwartet wird. Die Beteiligung an Strike Oil wird im aktuellen Quartalsbericht nicht mehr erwähnt. Am 31.12.04 (30.06.04) stand einem Cashbestand von 5,1 Mio A$ (31,1 Mio A$) eine gesamte Kreditbelastung von 87,0 Mio A$ (94,6 Mio A$) gegenüber. Die Ernennung von Len Jubber zum Vorstandschef hat die Zuversicht einiger Aktionäre erhöht, das Potential der Perilya in Zukunft besser ausschöpfen zu können und führte trotz des schwachen Quartalsergebnisses in den letzten Tagen zu einer freundlicheren Aktienkursentwicklung. Len Jubber war vorher für Oceana (AUS) tätig. Beurteilung: Perilya enttäuscht mit anhaltenden Produktionsproblemen, einer enttäuschenden Gewinnentwicklung und einer steigenden Kreditbelastung. Selbst der deutliche Anstieg des Zinkpreises führte nicht zu der erwarteten Gewinnsteigerung. Substanz erhält Perilya durch das Flinders Zinkprojekt und die Daisy Milano Goldmine. Wir nehmen unser Kauflimit von 1,20 auf 0,80 A$ und unser Kursziel von 3,00 auf 2,00 A$ zurück. Empfehlung: Halten, unter 0,80 A$ kaufen, aktueller Kurs 0,94 A$, Kursziel 2,00 A$. Perilya wird an mehreren Börsen auch in Deutschland gehandelt (vgl. Kaufempfehlung vom 11.01.05 bei 0,85 A$).