Beiträge von Dr_Meyer

    gab es heute irgendeine Nachricht?


    die umsätze bei den gold etfs sind dünn,
    der kurssprung rührt offenbar vom comex kontrakte handel her.
    wenn es eine Nachricht war - und nicht nur Markttechnik, dann war es noch keine Nachricht, die breítere Kreise beflügelt hat.

    zu den Preisvorhersagen zu Gold:


    ein Profi Analyst darf sich da natürlich nicht herummogeln.


    Gemogelt wird trotzdem: Maloney z.B. setzt den berühmten "Gold für 800 Dollar"-Tag, an dem Gold hoch genug bewertet war, dass die Goldreserven der FED das umlaufende Bargeld und Giralgeld mit Gold gedeckt hätten, ins Verhältnis zu zukünftigen Prognosen.


    Gold war nur für einen ganz kurzen Moment bei 800 Dollar. so einen Goldspike würden wir nur bei einem Krieg sehen, z.B. einem nordkoreanischen Raketenangriff auf Seoul.


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    Man stelle sich ein Dorf mit 500 Häusern vor: jedes jahr kommt nur ein Haus auf den freien Markt, dass für 100.000€ verkauft wird.


    In einem Jahr kommen aber zwei Leute ins Dorf und liefern sich ein Bietergefecht bis 150.000€.
    einer von beiden muss woanders leben und kann nicht ins Dorf ziehen.


    Obwohl nur ein Haus verkauft wurde und niemand die genauen Hintergründe kennt, fühlen sich alle Dorfbewohner reicher und glauben,
    dass ihre Häuser 150.000 euro wert seien.


    Man stelle sich nun vor, dass im Land aus Landschaftsschutzgründen eine allgemeiner 100jähriger Baustopp verhängt wird.


    Zwei neueankömmlinge mit einem dicken Geldkoffer versuchen Häuser zu bekommen.
    Trotz irrwitzer Preise stösst ihre große Nachfrage praktisch auf kein Angebot.


    Dass die Preise exponentiell hochgehen, ist klar.
    Der Preis hat dann auch nichts mehr mit den Baukosten zu tun, sondern nur noch mit dem begrenzten Angebot.
    Und das Limit sind nicht optimistische Schätzungen, sondern das Limit ist die Masse der Gelscheine in den Geldkoffern der Neuankömmlinge.


    Von den 180.000 Tonnen gold auf der Welt steht jährlich nur ein sehr geringer Teil auf dem Markt zur Verfügung.


    wenn es dazu kommt, dass Inhaber von Schulpapieren und Derivaten ins Gold wollen, geht der Preis exponentiell hoch.


    Letztlich kommt es darauf, ob es Nachrichten und extreme Ereignisse gibt, die dazu führen, dass die Goldbesitzer nachkaufen wollen und die Nichtgoldbesitzer
    welches haben wollen.


    Die Goldnachfrage ergibt sich also aus der Zahl der Papiergeld und Schuldenbesitzer x deren Angst mit Papiergeld und Schulden Vermögen zu Verlieren.


    Da Angst und Gier die Gefühle sind, die einen Menschen voll packen können und das gehirn ausschalten, ist im Rahmen eines Overshoots praktisch fast jede extreme Preissteigerung möglich.
    Eigentlich müsste man aber zu jeder Prognose ein dazugehöriges Szenario dazu schreiben.


    Mir persönlich wäre es eigentlich am liebsten, wenn es nie zu einem extremum kommt und dass der Schadensfall, gegen den ich mich mit Gold versichere, doch nicht eintritt.
    Die Empirie spricht aber dagegen,

    UND WAS SAGST DU HIER DAZU? ;)


    jedes Tool analysiert etwas anderes: manchmal wird für Kurse nur das Londoner Fixing genommen, andere analysieren jede Intraday Tagesbewegung:
    am Chart von Ordre Teutonico sehe ich nicht viel.
    Man kann vor allem eines sehen: dass wir auf hohem Niveau jammern. Gold ist immer noch am oberen Ende der Bollinger Bänder.
    Bei einer devise oder einem Rohstoff, wo Trends über Jahre gehen, könnte Gold bis 1000 dollar fallen, ohne dass der mehrjährige bullishe Trend in Gefahr wäre.


    eine kleine Sache habe ich dann doch gesehen: in diesem Chart zeigt der MACD schon wieder bullish nach oben und auch Stochastik zeigt nach oben.
    Ich frage mich zwar echt, wie diese Indikatoren aus dem seitwärts und abwärts wurtschteln ein so klares signal rausfiltern können,
    aber gut: irgendwo wird es ja sein.
    Die Indikatoren liefern manchmal Fehlsignale, aber sie lügen nicht wissentlich.


    Kitco schreibt:
    The events that have drawn investors to gold have lost their urgency: concerns about sovereign debt are beginning to subside; currencies like the euro are stabilizing; inflation is less of a worry. So far, nothing shocking has leaked so far from the stress tests the European Central Bank are conducting on banks there. Without fundamental news to entice buying, gold prices are drifting.


    Die Angst vor einem Ausfall von Staatsanleihen hat sich gelegt und der Betrag des frisch gedruckten Geldes ist derzeit noch zu klein, um aufs neue Investoren zu beunruhigen.


    Menschliches Verhalten beim Untergang eines sinkenden Schiffes wurde ausgibig untersucht: Menschen verlassen Bekanntes nur ungern.
    (das ist ein Grundgedanke der Evolution: was funktioniert, wird beibehalten, so lange bis völlig klar ist, dass es nicht funktioniert).
    Das Kleinhirn sagt: das draußen bei den Rettungsbooten ist es kalt und nass. In der Kabine brennt noch Licht, es ist warm und kuschelig.
    Vielleicht hat ja der Kapitän eine Lösung gefunden.


    Das Großhirn sagt: Nässe und Kälte sind auszuhalten. Falls das Schiff sinkt, ist das Risiko nicht mehr ins rettungsboot zu kommen, zu groß.


    Und die meisten Investoren halten sich für smart genug, bei einer Krise schnell genug Plätze in den rettungsbooten einnnehmen zu können.


    Derzeit fehlt dem Goldmarkt das große Thema, mit dem für die nächsten Monate eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.
    http://www.boerse-go.de/nachri…i-Fuss,a2240301,b117.html


    Vielleicht dass hier: FED steht Gewehr bei Fuß.


    Egal was Bernenke von Instrumenten murmelt: er hat nur ein Instrument: die Druckerpresse.


    Früher hatte er und TRichet auch die Zinssätze. Jetzt nicht mehr


    Banken verkaufen ihre zu Pfandbriefen gebündelten Immo Kredite nicht mehr an Investoren, sondern lagern sie bei der EZB und bekommen Bargeld dafür.


    wenn die Zinsen so weit steigen würden, dass privatinvestoren wieder Papiere kaufen,
    dann müssten die Staaten Steuern erhöhen, um die Zinsen bezahlen zu können.
    Fed und EZB sind bei 0-1% Zinsen nicht nur Lender of Last Resort, sondern teilweise der einzige Lender.


    Chris Martenson entdeckte, dass 2009 die FED alle Immo kredite des ganzen Jahres aufgekauft hat.


    Dass Vertrauen ins papiergeld ist weit größer als das Vertrauen in Schulden und Schuldner.


    Wenn ein Unternehmer ein tolles Produkt hat, dann kann er darauf bauen, dass es sich auch ohne Werbung irgendwann durchsetzt.
    ein paar Jahre dauert so ein Prozess aber.


    FED und EZB haben eine Strategie, die Vice Versa ist: sie unterminieren ihre Währungen zu Gunsten von Schuldnern und hoffen, dass es nie dazu kommt,
    dass Währungsbesitzer in Massen sich vom Papiergeld abwenden.


    Wenn Erkenntnisse durch die Population wandern, dann ist das ein langsamer Prozess. Aber er funktioniert, dass zeigt das Beispiel von vielen guten produkten,
    die sich nur durch Mund zu Mund Propaganda durchgesetzt haben.


    Geldmenge und Erkenntnis über das Papiergeldsystem sind nicht direkt proportional.
    In den 70ern kam es ohne Geldmengenausweitung zu einer Inflation, nur durch Beschleunigung der Umlaufgeschwindigkeit.
    (Info aus FTD).


    Ich denke, dass die Notenbanker einem Irrtum aufsitzen. Nach meiner Erfahrung in einem Konzern kann ich sagen, dass langsam ablaufende
    Prozesse, bei denen sich Kundenbedürfnisse in einer Dekade wandeln oder sich ganz langsam Innovationen durchsetzen, von Entscheidern ständig falsch eingeschätzt werden,
    da Zeitschienen, die über Jahre laufen, dann aber plötzlich schnell werden, von Menschen kaum zu erfassen sind.


    Wer jetzt Gold kauft, setzt darauf, dass zukünftig Prozesse und Entscheidungen ablaufen, die Entscheidungsträger derzeit noch ausschließen
    und deren Folgen sie aus Angst oder Arroganz oder "gefühlter" Alternativlosigkeit oder Mangel an Zeit zum Nachdenken ausblenden werden.

    Am Freitag sehen wir die 1150. Also warten wird belohnt.


    wo die korrektur noch hinführt? ich weis es nicht: ich würde nicht auf ein bestimmtes Kursziel wetten.


    üblicherweise hat man während eines haussetrends klare auffanglinien: z.b. 100 tage linie, 200 tagelinie,
    psychologiosche marken wie 1190 dollar:
    linien, die früher ein widerstand waren, sind später bei kursverlusten auffanglinien.


    oft verlässt an solchen linien die shorter der Mut und sie streichen Gewinne ein.
    wer shortet, muss zum glattstellen Gold kaufen: d.h. es entsteht ein Nachfrageüberhang.


    bei der derzeitigen korrektur ist ungewöhnlich, dass die Kurse in einem fallenden Messer komplett durch die 38 tage linie durchgeschlagen sind.
    ungewöhnlich war auch, dass es danach einen einwöchigen Seitwärtstrend mit extrem starken Momenten gab, in denen es Kurssprünge bis 15 euro nach oben gab. (In den letzten 12 Monaten hat es niemals wärend einer Korrekturphase solche starken Käufe gegeben)
    für eine klassische Korrektur ist das alles recht ungewöhnlich.



    bei einer ganz klassischen Baisse, da würde es irgendwann die totale Kapitulation der Bullen geben, die Bodenbildung,
    wenn nichtnmal bei extrem positiven Nachrichten der Kurs nach oben zuckt.


    Innerhalb einer jahrelangen haussephase - wie beim Gold - gelten bei einer Korrektur natürlich andere Gesetze:
    da gibt es wärend einer Korekturphase niemals totale Bodenbildung und die Kapitulation der Bullen. es ist schließlich eine Korrektur INNERHALB einer übergeordneten Hausse.


    auf eine solche kapitulation hatte Saiger z.B. im Aug Sept 2009 gewartet: er meinte damals, der Ausbrich sei nicht perfekt,
    erst müsse es einen Rutsch bis knapp unter 900 dollar geben und erst nach enttäuschenden Kommentaren und der Kapitulation der Bullen würde es dann die Mega Hausse geben.



    ingesamt lässt sich also nur etwas banal sagen, dass das schwache Marktumfeld und die gut gefüllten Regale der Goldhändler eine gute Zeit für Goldanleger sind, die im Rahmen einer längerfrostigen Strategie Goldpositionen aufbauen.
    Niemand kann genau sagen, ob die schwächephase noch Tage oder Wochen und Monate dauert.


    man erinnere sich, wie es im Mai war, als viele Deutsche alles gekauft haben, was in den Regalen lag, inkl. 2g-Barren Rose of Dubai und ähnlichen quatsch.
    Mir ist ein Fall bekannt von jemandem, der sein gesamtes Vermögen in ermangelung von alternativen in china silber pandas getauscht hat.


    Beruhigend ist, dass Gold in einer harten deflationären Phase im April Mai gemeinsam MIT dem Dollar gestiegen ist und sich
    wie eine Devise verhalten hat, das ist qualitativ neu und einzigartig

    Hm, habe meine Positionen bei durchschnittlich ca777€/Unze gekauft, aber wenn ich EUR/USD Kursziel 1,60. Wahrscheinlicher sind jedoch etwa 1,97 lese wird mir schon schlecht. Wann wird man einsehen daß ein Wechsel vom Dollar in den Euro als Spekulationsobjekt des Vertrauens wie ein Hüpfen von einem brennenden Haus ins Nächste ist? Fällt Au dann auf 500€?


    Mist, ich denke an meine Kinder für die ich 50% in Au gegangen bin und bin mir plötzlich nicht mehr 100% sicher, ob meine Hände wirklich stark sind oder ob sie nicht doch leicht zu zittern beginnen 8|


    Schönen Abend!


    hast du mal darüber nachgedacht, warum diese Typen diese Prognosen nicht rausgebracht haben, als der euro bei 1,19 stand?
    die meisten prognostiker brauchen was besonders originelles, schliesslich wollen sie Bücher verkaufen und klicks erzeugen.
    die wahrheit ist so viel banaler.


    50% aller comes euro short kontrakte wurden aufgelöst: sowas fördert schon eine gewisse nachfrage.


    natürlich wird gemunkelt, dass in den usa die wirtschaft so crasht, das Ben wieder eine neue Billion dollar für ein konjunkturpaket drucken müsste.
    dann würde zwar in der tat der dollar vielleicht bis 1,90 oder mehr fallen.
    aber gold würde durch die decke gehen, wie bei der ankündigung von QE im Frühjahr 2009.

    was macht jemand, der panik vor der währungsreform hat und beim Kurs von 1: 1,30 alles in Schweizer franken getauscht hat?


    Sobald der Kurs wieder bei 1,36 steht, geht er ins Forum und schreibt, dass ein Franken-Crash droht: möglicherweise sinkt der Franken bis zu 2,0
    Vielleicht bekommt man für den euro bald 3 franken, ach was sach ich,
    10-20, prechter hat sogar ne Prognose aufgestellt, dass der Franken völlig verfällt und man 2000-5000 franken pro euro bekommt.


    ende der satire.


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    beim Kurs von 1230 oder 1240 hatte ich in diesem Thread vor einigen Tagen empfohlen: wer in allernächster zeit sein gold braucht, sollte es jetzt verkaufen oder durch optionen absichern.


    die goldnachfrage in Dubai und singapur ist nach Händlerberichten super. heute beim Kurs von 1178 gab es nach 2 wochen wieder mal eine größere händische order im bereich von 3 mio Pfund beim etfs physical trust.


    irgendwo war zu lesen, dass die Bullionbanken derzeit mit leerverkäufen von 500 tonnen gold auf einen niedergang des heissgelaufenen goldpreises setzen.


    jetzt zeigt es sich wieder mal, dass es sich selbst in den übelsten situationen lohnt, immer in Positionen zu kaufen.


    für jemanden, der bisher tagesgeld hatte, sind volatile kursbewegungen dieser art extrem ungewohnt.


    bei irgendeinem wirklich dramatischen vorgang beim gold, würde die 38 tageslinie wie 100 tageslinie bärisch schneiden.


    nehmt euch mal alte charts mit griechenlandanleihen, lehman brothers: immer zeigte das schneiden der 38 tageslinie die katastrophen lange vorher an.


    im frühjahr diesen jahres gab es während der iwf verkäufe schon mal einen bärischen schnitt: da ich im urlaub war, habe ich mir einen kleinen put gekauft:
    einfach um weniger nachzudenken.


    wer nervös ist, sollte in den kommenden tagen darauf achten, ob der kurs die 100 tageslinie bei 1178 dollar unterschreitet.
    dann könnte man gold absichern.


    man muss sich aber klarmachen, aus was für einer überhitzten situation gold kommt:
    im mai/juni stand in europa die Währung auf der Kippe.
    die eu regierungen machten den eindruck einer zirkustruppe.
    vor dem Bailout wochenende standen 1 Billion staatsanleihen zum verkauf,
    das system war weit aus mehr gefährend als nach der lehman pleite.


    und es gab spekulanten, die gehebelt auf den niedergang des systems gewettet haben, als gäbe es kein morgen.
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    demnächst steht in indien die festival saison an: d.h. die aktuelle marktschwäche fällt genau in den bereich, wo starke physische nachfrage kommt.


    anders als bei aktien haben bei gold fallenden preise bei teilen der kundschaft verkaufsfördernde wirkung.


    (die europäischen kleinanleger kaufen bei steigenden preisen - warum wohl?)


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    zu den Förderkosten: Goldförderung ist engerieintensiv. und die förderkosten sind in den letzten jahren genau so schnell wie der preis gestiegen.
    ich habe mal was von förderkosten von 900 dollar pro unze gelesen: das war vor einem jahr noch der spotpreis.



    kann sein, dass derzeit minen kalte füsse bekommen und ihre produktion auf dem niveau von heute vorwärts hedgen.
    ich denke es aber eher nicht.


    immer, wenn 1200 dollar unterschritten wurde, gab es nachrichten über starke goldkäufe in asien.


    die goldhausse bei gleichzeitigem euro crash hatte im april mai kurzzeitug den eindruck erweckt, gold sei sowas wie ein paternoster:
    man müsse nur aufspringen. so ist es nicht.


    hat sich irgendeiner der gründe, die für Gold sprechen verändert?


    wer erst seit april/ mai 2010 mit dabei ist, sollte die atempause nutzen, um mal ein gutes goldbuch zu lesen und ältere forenbeiträge zu studieren.


    als 1980 gold zu sinken begann, gab es als alternative Bonds mit 12% zinsen.
    derzeit ist nicht akute inflationsgefahr am schlimmsten, sondern die sorge, dass Schuldner nicht zahlen.


    aldi verlässt Griechenland. entweder aus angst vor einer währungsreform - oder weil sie die schnauze voll haben vom griechischen staat,
    der ihnen die MWst nicht erstattet.
    noch nie in der firmengeschichte hat aldi ein land verlassen.


    die derzeitige korrektur ist halb markttechnik, halb Marktpsychologie. die fundamentaldaten sind unverändert.
    falls irgendjemand für Griechenland eine Rettung sieht, kann er ja die Gebrüder Albrecht über den schweren strategischen Fehler informieren.


    ich sehe keinen fehler.



    die aktuelle korrektur kann an der 100 tagelinie verharren - oder sie durchbrechen und momentum gewinnen.


    langfristig dürfte es aber derzeit leichter und billiger sein, vermögen aus dem euro rauszudiversifizieren, als wenn in Athen wieder Autos brennen.

    Habe von einem User eine interessante Frage bekommen: er würde eigentlich sehr sehr gerne weiter Gold akkumulieren, sogar nach einer Dienstmädchenhausse.


    Darin eingeschlossen ist die Frage, wie sehr der Goldpreis nach dem Ende einer Dienstmädchenhausse fallen könnte.


    Was Aktienhaussen betrifft, da ist das Ende einer Dienstmädchenhausse absolut brutal: bei einer klassischen Übertreibung fallen die Kurse danach ins Bodenlose und man muss sogar damit rechnen, dass die Protagonisten der Hausse Pleite machen:


    Ca. 90% der Eisenbahngesellschaften des großen Eisenbahnbohms im 19. Jh gingen pleite, die Louisianna-Gesellschaft ging pleite, die Südseegesellschaft ging pleite, die Dot-Com-Firmen gingen pleite.


    In den 50er Jahren gab es mal eine heftige Hausse der sogenannten Nifty-Fifty (so oder so ähnlich geschrieben). Damals haussierte die Meinung, dass das die 50 ewigen Aktiengesellschaften seien, die weltweit eine so marktbeherrschende Stellung haben, dass sie für immer Gewinne machen werden.
    d.h. bei den Aktien wurde quasi der Gewinn für die nächsten 200 Jahre schon mal eingepreist.


    Die hälfte aller Firmen von damals dürfte noch existieren; unter einem Goldstandard hätte man wohl 30-40 Jahre warten müssen, bis man sein Geld wiedergesehen hätte.


    Dank Inflationierung des Dollar sahen Besitzer von IBM und GE-Aktien ihre Einstiegskurse deutlich eher wieder.


    Interessant ist die letzte Goldhausse.


    In den Köpfen vieler Goldbugs existiert die Idee, dass es 1980 einen Goldspike bis 800 dollar gab und dass man dann bis 2007 warten musste, um wieder Kurse bei 800 dollar zu sehen.


    Ein Blick auf die taggenauen Charts von 1980 zeigt: der Spike bei 800 Dollar war nur eine Sache von Tagen und Stunden: das hatte mit dem Einmarsch der Russen in Afganistan zu tun.


    Lange vor und nach dem Spike haussierte Gold bei 600 Dollar (nach einem Aufstieg von 35 bis 600 Dollar). Und nach dem Spike erklomm Gold dann für eine ganze Weile 700 Dollar.


    http://www.bundesbank.de/stati…evisen&func=row&tr=WU5501


    Bei den unter Bundesbank.de gespeicherten Monatsmittelwerten ist der 800 dollar peak überhaupt nicht zu erkennen.


    Zudem fiel Gold nicht von einem Tag auf den anderen: jahrelang stieg der Dollar leicht, Gold fiel leicht: und so kam es, dass es in DM immer wieder neue Goldhöchstkurse gab.


    Im Jan 1980 gab es parallel zum dollar-hoch einen Kilopreis von 37.400 DM,
    dann ging Gold bis auf 25000 DM runter um im Jan 1983 wieder bei 37900 zu stehen.


    Selbst 1985 als der amerikanische Aktienmarkt brummte und Gordon Gecko der Welt zeigte, dass der U.S. Kapitalismus wieder funktioniert, stand Gold noch bei 25.000 DM.
    Wer beim absoluten Höchstkurs zu 100% eingestiegen wäre und dann bei 25.000 euro fünf jahre später ausgestiegen wäre, hätte 34% verlust gemacht.


    Aber schon für jemanden, der 12 (in Worten: zwölf) Monate vor dem Höhepunkt der Hausse eingestiegen war, bei 15900 DM, hätte 5 Jahre nach dem Höhepunkt der Hausse satte 57 % plus gemacht.


    Für alle, die früher als 12 Monate vor dem Hausse-Höhepunkte eingestiegen waren, sieht die Rechnung natürlich noch besser aus.


    d.h. es kam nicht darauf an, ob man den perfekten ausstiegszeitpunkt findet, sondern darauf an, VOR Eintritt des exponentiellen Preisanstiegs dabei zu sein.


    Beim Goldausstieg hatte man also jahrelang Zeit, um die Lage zu analysieren.


    Zu diesem Zeitpunkt lief die Hausse-Maschinerie wie geschmiert: die Südafrikanische Münze begann Krügerrands in kleineren Stückelungen zu prägen, Mitarbeiter der Dresdner Bank versuchten mit Vorträgen und Hochglanzbroschüren die deutschen Kunden süchtig nach Gold zu machen.


    1981-85 war Dump Money in Deutschland voll im Gold investiert. Und obwohl die Kurse 5 Jahre seitwärts liefen bekam niemand so richtig mit, dass die Hausse vorbei war. Wer sensibel war, hätte wirklich erkennen können, dass der Zenit der Edelmetallhausse überschritten war.


    In Dollar fiel der Kurs vom Hausse-Mittelkurs bei 600 Dollar auf 400 dollar und blieb dort ne Weile.
    Richtig unter die Räder kam der Kurs erst wärend des Brown Bottoms, als Gordon Brown als Schatzkanzler den Verkauf des Goldes der Bank of England anordnete.




    Wenn man davon ausgeht, dass jemand 1980 in 4-5 Positionen Gold gekauft hat und dann mitbekommen hat, dass er in einer Hausfrauen-Hausse ist, dann hätte er je nachdem ob er in Dollarland oder DM-Land wohnt, bei Verkäufen innerhalb von 1-5 Jahren Verluste von ca. 20-34% gemacht.


    Im Vergleich zu dem, was Menschen an lehrgeld gezahlt haben, die die Dot Com Hausse oder die Eisenbahnhausse mitgemacht haben, ist das wenig.


    Wenn jemand 1970 Gold in DM gekauft hätte und 1998 verkauft hätte, hätte sich eine jährliche durchschnittliche Preissteigerung von 15% ergeben.
    Auch wer 1977 gekauft hätte und 1998 verkauft hätte, hätte jährlich nooch 2% plus gemacht.


    (das wäre natürlich unter den Inflationsrate gewesen)


    Nun muss dazu gesagt werden, dass es in den 80er Jahren eine koordinierte Drückung des Goldes gab.
    Auch nach 1990 hielt das an: viele osteuropäische Länder, die ihr Gold sogar über die Zeit des II. Weltkriegs gerettet hatten, durften dem IWF nur beitreten, wenn sie ihr Staatsgold verkaufen.


    Die Goldpreisentwicklung ohne diese massive Drückung hätte anders ausgesehen.
    Ein zweites mal kann so eine massive Drückung nicht veranstaltet werden: das Gold ist nicht mehr in den Händen der Notenbanken.


    Schlussfolgerung: wer beim Gold VOR dem exponentiellen Preisanstieg von 1979 eingestiegen ist, der hätte sein Gold mit gutem gewissen halten können: bis heute.


    Schlussfolgerungen für die Zukunft:


    Auch heute muss niemand angst haben, dass EM Preise so sehr fallen, dass ein Vermögen völlig zerbröselt.
    Einbrüche wie bei aktien im bereich von -50% pro Jahr sind beim Gold nahezu nicht vorstellbar.


    Wie in einem anderen Thread dargelegt, ist es derzeit fast egal, ob der deutsche Kleinsparer nun voll ins Goldfieber einsteigt oder nicht.
    Gold notiert derzeit nahezu bei 2,2 Unzen pro Monatsbrutto: wie 1950 oder 1980.


    Aber Gold stellt nur 0,8% der weltweiten Vermögenswerte dar:
    Anders als 1980 oder 1970 oder 1950 oder 1930: da waren es 10%


    (Und bei den 0,8% ist noch mit eingerechnet, dass der Goldschmuck dem Markt als Devise zu verfügung steht: ich denke, halbwegs frei verfügbares Anlagegold dürfte nur 0,2-6% des weltweiten Vermögens darstellen.)


    Entscheidend für den Goldpreis wird in Zukunft nicht ob deutsche Sparer was von ihrem Gehalt ins Gold stecken, sondern ob ein Teil des fest im Schuldsystem verankerte Big Money aus Anleihen rausgeht und ins Gold rein.



    Da die größten Schuldner die Staaten sind, kann es durchaus sein, dass es nicht zu einer klassischen Hausse kommt, sondern zu Extremen:
    Entweder zeitweise handelsbeschränkungen – oder wiedereinbindung des Goldes ins Finanzsystem.


    Wenn Gold wieder 10% des weltweiten Vermögens darstellt, dann hat es seinen alten Platz wieder eingenommen – und könnte da jahrelang bleiben, ohne dass sein Preis nennenswert sinkt.


    Anders als bei den Dot-Com-Aktien, die von einem Tag zum anderen wie „entzaubert“ schienen, dürften die Gründe, die Schulden und Papiergeld unterminieren und Gold heben so gravierend sein, dass niemand sich einfach mal schüttelt und dann mutig aus dem Gold rausgeht, um Immos, Schuldscheine oder Aktien zu kaufen.


    Von daher könnte man also auch bei dieser goldhausse mit einem sehr langsamen abklingen der hausse rechnen.


    Auf die Frage, ob man auch nach der Hausse noch Gold akkumulieren könnte: ?


    Ich weis es nicht: der Fächer der Szenarien geht dann einfach zu weit auseinander….


    Nehme ich mal den extremen Fall, dass eine Goldhausse mit einem niedergang des Papiergeldsystems, einer Währungsreform und folgenden stabilen Goldunterlegten Währungen einhergeht.
    Es ist ja schön, für hartes geld zu arbeiten. Aber jeder der schon ein paar Unzen gebunkert hat, dürfte es zeitlebens seltsam finden, für 8g Gold pro Monat zu arbeiten.
    Ich weis nicht, ob man große Lust hat, bei 8g Gold Monatslohn noch weiter Gold zu akkumulieren. Vielleicht ist in ein paar Jahren jeder deutsche Goldbug nur noch auf der Verkäuferseite und die reichen Asiaten kaufen uns Unze für Unze alles ab. Who knows..


    Wie es dann weitergeht, das hat damit zu tun, wie die Welt in 10-20 Jahren aussehen wird.
    Für jemanden, der sehr viel Geld verdient, macht es auf jeden Fall sinn, was zu sparen, z.B. in Gold.
    Aber falls in 20 jahren von unserem Wohlstand nichts mehr übrig ist und Europa gegenüber Asien zurückgefallen ist, dann macht es kaum sinn, 8g Gold pro Monat zu sparen: dann sollte man eher in die Bildung der eigenen Kinder investieren oder mit einer Ortsveränderung den Befreiungsschlag versuchen.

    in den letzten Tagen wurden 50 % aller euro dollar short kontrakte abgebaut.


    Comex kontrakte sind nicht die einzige möglichkeit euro zu shorten, aber es dürfte bei anderen Tools nicht anders aussehen.


    das erklärt wohl das Momentum der euro aufwertung der letzten tage.


    falls nicht andere gründe dazu kommen, also z.B. eine massive Kapitalfucht aus den USA wie 2009 oder 2007, dürfte das Momentum der euro aufwertung zurückgehen.


    für goldkäufer bedeutet dass, dass eine verbilligung des goldes durch euro aufwertung zwar wohl noch ein wenig weitergeht,
    sich das momentum aber deutlich abschwächen wird.


    der euro wird an den finanzmärkten nie wieder als europäische dmark angesehen werden, davon gehe ich aus.
    d.h. euro stärke ist eine gelegenheit, um aus dem euro rauszugehen.

    "
    1,50 Kurs Euro/Dollar Kurs nahezu unmöglich..........


    Abwarten, "Doktor", abwarten.......
    es gibt "Experten" hier im Forum, die
    schließen 1,8 - 2,0 nicht aus......
    -------------------------------------------------------------
    ich auch...bitte nicht falsch zitieren.
    falls der dollar schwächer als 1,50 wird, OHNE dass Gold aufwertet, dass wäre unwahrscheinlich.


    dass man 2 dollar für nen euro zahlt, aber gold bei 1200 dollar rumdümpelt? das ist unwahrscheinlich.


    das würde bedeuten, dass der dollar gegenüber dem euro um 53% abwertet, aber Gold in dollar konstant bleibt?


    das ist ne gewagte Prognose.



    alle bisherigen Phasen von Dollarschwäche gingen mit steigenden Gold und Rohstoffpreisen einher.
    Bisherige Dollarstärken gingen mit fallenden Rohstoffpreisen einher - beim letzten Mal stieg Gold aber MIT dem Dollar.


    Grundsätzlich muss man natürlich überlegen, was man mit dem Geld überhaupt machen will, wenn man jetzt seine Goldunzen bei Pro Aurum abliefert.
    Da bieten sich natürlich die mit 10% attraktiv verzinzten Griechenland anleihen an.
    Und einen Tag, nachdem einer der bekanntesten US-Hedgefondmanager 50% seiner Aktien verkauft hat, ist natürlich der ideale Zeitpunkt,
    um bei den aktien "all in " zu gehen.
    Um es kurz zu machen: es gibt nicht viele alternativen zu edelmetallen.


    als nächsten stellt sich die Frage nach dem Zweck des Edelmetallbesitzes.


    keines der Probleme, die zum Goldkauf geführt haben, wurde gelöst.
    Von daher macht es keinen Sinn, jetzt umzuschichten.


    Und vom "Trading" kann bei physischen Unzen ohnehin keine Rede sein.


    Heute bekommt man bei pro aurum 930 euro für ne Unze - oder kauft Krüger für 1001 euro.


    Um in ein paar Wochen Gold für 930 euro zurückkaufen, müsste entweder:
    a) Gold bei gleichbleibendem Euro-Kurs bis 1120 dollar fallen
    b) der euro bis auf 1,391 dollar steigen


    oder natürlich c) eine Mischung aus beiden.


    Um es deutlich zu sagen: das ist durchaus möglich: bei einem perfekten timing aus euro stärke und Gold schwäche könnte tatsächlich der tag kommen, wo man bei Pro aurum wieder Krügers für 930 euro bekommt.


    Gehen wir mal noch weiter: Gold fällt unter 1100 Dollar und der euro schafft es irgendwie bis zu einem overshoot von 1,42
    und bei pro aurum gibt es wieder krügers für 900 euro,
    dann hätte man mit dem Kauf und Verkauf von 10 unzen dann 300 euro gewinn gemacht.


    nach abzug von 20-70 euro spritkosten, hat man dann genug also ca. 250 euro erspekuliert, die man dann a 1% festlegen kann.


    Ein Goldverkauf würde nur Sinn machen, wenn man für immer sein Gold verkaufen will, weil andere Anlageklassen attraktiver sind.
    Kurzfristige Spekulationen mit physischen Unzen sind schlichtweg unwirtschaftlich.


    der euro hatte früher einen Bonus und wurde als eine Art europäische D-Mark gehandelt: selbst bei den heftigsten Aufwärtsbewegungen halte ich eine Rückkehr zu euro-dollar-Kursen bei 1,50 für nahezu unmöglich. Und falls etwas eintritt, dass den dollar so weit abstraft, dann müsste ein dollarverfall mit einer dramatischen gold-aufwertung einhergehen.


    dank charttechnik kann man trendwechsel erkennen, von daher macht eine absicherung mit puts in bestimmten fällen sinn. aber an diesem punkt sind wir bei weitem noch nicht.

    User florian: sozusagen der "Gordon Brown" des Goldseiten-Forums. ;)


    Interessante Idee.


    Zuallererst ist es erstmal nur ein Indiz, das Florian nahe des 2009er tiefpunktes eine verkaufsempfehlung gegeben hat.


    er ist natürlich nicht Gordon Brown: der hat nämlich mit eigenen Verkäufen das Tief noch tiefer gemacht.


    derzeit gibt es viele neue Goldinvestoren in Deutschland: vermutlich werden einige von ihnen die Nerven verlieren und verkaufen.


    erinnert ihr euch an ende 2009, als gold abstürzte: da gab es bei kleinen shops physisches Gold leicht unterhalb des Spotpreises.


    selbst wenn der spotpreis nicht mehr gewaltig sinken sollte, so kann es kurzfristig zu physischem überangebot in deutschland kommen, so dass es wieder Münzen leicht unter dem spotpreis gibt.
    dass wäre dann eine art "Mini"-Bown-Boddem und eine schöne kaufgelegenheit.

    "...
    Derzeit kriegt ihr alle um 1 Unze 650 Euro, Tendenz fallend,
    so
    schauts aus,
    und nicht anders,


    vielleicht wär ein Ausstieg jetzt, so 130 Euro unter ATH
    vielleicht gar nicht das schlechteste, wer weiß was nachkommt !


    Florian[/quote]"



    hallo Florian,
    anhand dieses alten Postings ist zu ersehen dass Du im Frühling 2009, bei 650 euro pro Unze ( Florian: "Tendenz fallend" )
    den anderen Forenmitgliedern empfohlen hast, ihr Gold zu verkaufen: (Florian: "wer weis was nachkommt".)


    ich weis nicht genau, worauf sich die 650 euro pro unze beziehen: rückkaufpreis pro aurum, mittelkurs oder spotpreis?
    In jedem Fall hast Du Deine Verkaufsempfehlung recht nahe am Jahrestiefstpunkt gegeben.


    ich gehe zwar davon aus, dass Gold noch etwas Läger eine gewisse Schwäche zeigen wird,
    aber eine Verkaufsempfehlung von Dir dürfte vom Market sentiment sowas wie eine "Strong Buy" empfehlung sein.
    In 2009 hast Du mit Deiner Verkaufsempfehlung ziemlich nahe am perfekten Einstiegspunkt gelegen.

    Die aktuelle Woche ist extrem schwierig zu beurteilen:
    Auf Jahressicht zeigen manche Indikatoren einen voll entwickelten Abwärtstrend an, der stark genug ist, um noch ein paar Wochen zu halten.
    Das Charttool bei boerse-go.de , das die Intraday Bewegungen noch genauer abbildet, sind aber immer wieder extrem starke Aufwärtsbewegungen zu sehen, die gegen die Theorie einer voll entwickelten wochenlangen Baissephase sprechen.


    Immer wieder gab es in dieser Woche geradezu klassische Missverständnisse zwischen DayTradern und Fundamental-Investoren.


    Die Nachricht über die doppelte Abstufung Portugals am gestrigen Tag führte sofort zu einem Kurssprung bei den Day Tradern. Als dann aber später niemand kam, der den Tradern ihre Positionen abkaufen wollte, bröckelten die Kurse erst langsam, dann stärker und am Ende entwickelte der Ausverkauf so viel Momentum, dass der Kurs nach zwei Stunden nach der Moodys-Abwertung niedriger war als vor der Moodys Abwertung.
    Die Fundamental-Investoren kaufen dauernd und nutzen jeden Preis-Dipp. Rating-Downgrades von Portugal verändern derzeit die Stimmung bei Fundamentalinvestoren nicht: ein Ramschpapierstatus für alle Piigs-Staaten und die Monetisierung der Staatsschulden durch die EZB ist bei den Fundis inzwischen eingepreist. Und genau aus diesem Grund kaufen sie kontinuierlich, aber halt bei Schwächephasen und nicht während eines Preis-Spikes kurz nach der Moodys-Presse-Mitteilung.


    Am Mittwoch und Donnerstag gab es beim Goldhandel an der Comex – wieder einmal – ungewöhnliche Preisbewegungen. Wie an der Grafik von Kitko.com gut zu erkennen, zeigte der Goldpreis bis zum Ende des Londoner Fixing am Nachmittag eine extreme Schwäche, um an beiden Tagen nach dem Londoner Fixing raketenartig nach oben zu steigen.


    Bereits in der Vorwoche war dieses Muster an zwei Tagen erkennbar. Frühere Drückungen in 2008 und 2009 hinter denen man das Goldkartell vermutete, zeigten zum Comex-Start eine Goldpreisschwäche – aber keine Rally nach dem Londoner Fixing.


    Mir fällt dazu nur ein Erklärungsmuster ein: der oder die Marktteilnehmer, die den Handel zum Comex-Start mit Gold-Kontrakten fluten, um den Preis zu drücken, haben (oder wollen) kein Gold zu liefern. Deswegen müssen sie nach dem Londoner Fixing –koste es was es wolle – ihre Kontrakte zurückkaufen. Die Papiergeldverluste bei dieser Aktion scheint der Marktteilnehmer dabei in Kauf zu nehmen.


    Praktisch alle außerbörslichen Geschäfte werden am Londoner Fixing festgemacht. Was immer da läuft: irgendjemand scheint derzeit viel Geld auszugeben, um den sommerlich dünnen Goldhandel für ein paar Stunden zu manipulieren.


    Eine gespannte Ruhe liegt über den Märkten, die aber deutlich unterscheidet von der gespannten Ruhe vor zwei Wochen, als im Vorfeld der Rückzahlung des EZB-Tenders auffallend große Einzelorders beim ETFS Physical Gold gehandelt wurden.


    Irgendein bekannter Hedge-Fond Manager bekannte auf Bloomberg, dass er 50% seiner Aktien verkauft hat. Für eine Zunft, die sonst immer meint, die Windrichtung zu kennen und gehebelt long oder short geht ist das eine starke Aussage.


    Im „Baltic Dry Index“ Thread hatte mich ein Forumsmitglied darauf hingewiesen, dass der auf aberwitzig schwachem Niveau dahinsiechende Baltic Dry Index eher auf eine schwache Nachfrage nach Kohle, Stahl und anderen Schüttgütern in China hinweist. Der HARPERs Index, der die Auslastung von Containerschiffen zeigt und damit Warenströme von Fertigwaren anzeigt, steht deutlich besser.
    Heute meldete dann auch Bloomberg die Konjunkturabkühlung in China.
    Was ist, wenn in China eine echte Rezession beginnt?


    Wenn die Chinesen wirklich so weit in Bedrängnis kommen, dass sie U.S. Treasuries verkaufen müssen, um damit Konjunkturpakete zu bezahlen, dann wird es für die USA sehr eng.


    1930 war die deutsche Wirtschaft recht robust. Es gab auch keine bedeutende Aktienspekulation, keine Kreditexzesse. Aber als die gebeutelten U.S.-Amerikaner 1930 ihr Kapital aus Europa abziehen mussten, da es zu Hause nicht gut lief, stürzte der Kapitalmangel Deutschland in eine tiefe Depression.


    Griechenland hat eine kurzlaufende Anleihe für 5% an den Märkten platzieren können – und kann nun wohl auch griechischen Gewerbetreibenden die monatelang vorenthaltenen Umsatzsteuerzahlungen überweisen. Die Ukraine macht es noch geschickter: der IWF hat Druck ausgeübt, dass vor Hilfszahlungen erst Gewerbetreibende ihre Umsatzsteuer-Zahlungen erstatten bekommen sollen. Die ukrainische Regierung zahlt diese Umsatzsteuerschulden mit Staatsanleihen aus.
    Diese haben einen Kupon von 5%.


    Offizielle Inflationsrate ist 8%, die zweijährigen Inlands-Staatsanleihen haben einen Kupon von 25%. Es ist leicht erkennbar, dass die Gewerbetreibenden in der Ukraine es nicht schaffen werden, die „V.A.T.-Bonds“ ohne Verluste zu verkaufen. Standard-Zins Minus Ist-Zins gleich Höhe des Abschlags. Gegenüber den V.A.T--Schuldnern hat die Ukraine 20% „Haircut“ schon realisiert.


    Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass auch Spanien seine Schuldner mit frisch gedruckten Null-Kupon-Bonds abfindet. Aber nein: Spanien kann seine Bonds ja bei der EZB in druckfrische Euro-Scheine umtauschen. Und die Euro-Scheine genießen derzeit noch das Vertrauen des breiten Publikums. Grund genug, dass man gegenüber dem Euro misstrauisch sein sollte. Zwar sind die neuen Geldscheine ja nicht von den anderen zu unterscheiden, aber auf ca. 20 Mrd. umlaufenden Euros könnte man einen Stempel drauf machen: Null Kupon Anleihe. Estado de Espana.


    Die aktuelle Euro-Stärke bzw. Dollar-Schwäche ist für jeden, der aus den Euros rausdiversifiziert ein Geschenk Gottes, das in dieser Form nicht zu erwarten war.


    Das Volumen der von Spekulanten gehalteten Gold-Optionsscheine mit einem Call auf Gold 2000 Dollar / Unze für Dezember 2011 hat sich seit dem 11. Mai verzehnfacht.
    Gleichzeitig ist das Volumen für kürzer laufende Option von 1500 $/oz für Dezember 2010 um ein Drittel gefallen.
    http://www.goldcore.com/goldco…-surge-more-1000-10-weeks


    Wenn Gold spricht, hält die Welt den Atem an. Wenn der Markt spricht, sollte man zumindest mal zuhören und überlegen, was der Markt uns sagen will.
    Die Kraft des Marktes, Sachverhalte richtig einzuschätzen wird allenthalten gelobt. Dazu gehören aber auch spektakuläre Fehleinschätzungen des Marktes.
    Das Kaufverhalten von Optionskäufern an der Comex zeigt eine gewisse Unsicherheit, was die Entwicklung des Goldpreises für 2010 betrifft, aber eine extrem hohe Sicherheit, dass der häufig diskutierte exponentielle Preisanstieg bei Gold im Dezember 2011 schon begonnen hat.


    Du bist vermutlich auch so ein Anleger, der immer zu niedrigstkursen kauft und zu höchstkursen verkauft?


    wer heute ne Unze zu Papiergeld machen will, bekommt 930 euro bei pro aurum dafür.
    rechne mal durch, um wieviel der Goldkurs sinken muss, damit man später bei pro arum wieder eine Unze für 930 euro kaufen kann.


    selbst mit hellsehereischen Fähigkeiten dürfte es kaum möglich sein, mit physischem Gold bei seitwärtsbewegungen mehr als zwei Kinokarten pro Unze zu erspekulieren.


    außerdem wird immer wieder gesqgt: in Positionen kaufen!
    es gibt manche Tage, an denen eine Krise so heftig aussieht, dass man zu gerne von dieser ehernen Regel abweichen möchte,
    aber sowhl beim kaufen, als auch beim verkaufen hat es sich immer bewährt, Positionen Stück für Stück auf und abzubauen.


    hier im Forum hatten wir übrigens mal jemanden, der im Jan Febr. 2009 zu Jahreshöchstpreise gekauft hatte und im August einen Thread schrieb: Gebt zu, dass wir uns geirrt haben.
    er hat dann eine Woche vor beginn der hausse seine Maple Leafs verkauft.

    bei pro aurum in Berlin gibt es 1 oz Philharmoniker für 988 euros:
    damit billiger als 1 oz barren oder 1 oz Krügerrands.


    die ca. 15 euro weniger pro unze sind dem firmenjubiläum geschuldet.

    Hallo zusammen.
    Ich bin 19 Jahre alt und besitze einen 100g Goldbarren, dern ich gerne zu Geld machen würde, da ich für mein Studium in Zukunft ein Auto brauche. Nun sieht die momentane Situation für mich als Laien recht gut aus. Starker Dollar und der Goldkurs ~50$ unter ATH.
    ABER ich lese jetzt oft was vom Sommerloch, von der anstehenden Hochzeitssaison in Indien etc. also alles Sachen, die einen weiteren Anstieg des Goldpreises zum Herbst hin erwarten lassen.
    Eine Veräußerung des Barrens ist spätestens im November '10 geplant. Da sind dann außerdem Cabrios günstiger :D


    Sehe ich da irgendwas falsch? Würdet ihr jetzt verkaufen oder noch etwas abwarten?


    Danke schonmal!


    für den Barren bekommst Du 3000 Euro, das reicht für 1 Jahr Benzin.
    ...ähm. Was war das andere nochmal, was Du kaufen wolltest?


    Achso, das Auto.


    ich hatte als Student ein Auto und war begeisterter Uno-Fahrer.
    Eine Tankfüllung kostete 22 Mark (heute 12 euro). der 1000er Fire-Motor verbrauchte mit 120 auf der autobahn 5,5 liter,
    das auto wog 780 kilo: das würde heute unter high tech leichtbau durchgehen.


    Dir muss klar sein, dass die Anzahl der Stundenten mit Auto bald wieder auf das Niveau der frühen 60er zurückgehen wird.


    wenn es irgendwie geht, würde ich versuchen, nicht mit der einstiegsdroge autos anzufangen.


    ich mag autos, -versteh mich nicht falsch. aber der autofahrer war bis vor 2 jahren das major target des Steuerstaates.
    inzwischen ist da nichts mehr zu holen, aber autofahren ist selbst für geldverdiener an der grenze der machbarkeit.


    bei einem 3000 euro auto kann es sein, dass Du bald 3000 euro an reparaturen drauflegst.


    um zum barren zurückzukommen: der verkaufszeitpunkt ist ok, gold ist nahe dem all time high.


    es gibt zwar den Spruch: "an einer gewinnmitnahme ist noch niemand gestorben",
    aber Dir muss klar sein, dass die Goldpreise der kommenden Jahre Dir vermutlich die Tränen in die augen treiben werden.


    ---


    außerdem solltest Du mal an denjenigen denken, der dir den Barren geschenkt oder vererbt hat:
    vermutlich wollte er, dass Du eine Rücklage für den Worst Case hast.


    Und Geld für ein Auto ist kein Worst Case


    Wenn ich den Hinweis vor Vor-Poster aufnehme, dass der Baltic dry index weniger die weltwirrtschaft anzeigt, als den Rohstoffhunger Chinas, dann müsste China vor ernsten Problemen stehen:
    Der Baltic Dry Index zeigt – auf niedrigem Niveau – eine nie dagewesene Schwäche an.

    Das beunruhigende an diesem Gesetz ist nicht die Einschränkung des Goldhandels,
    sondern die art und Weise wie mal wieder Gesetze gemacht werden:
    Irgendwo in 1000 Seiten dicken Gesetzesentwürfen werden Dinge eingeschleust, deren Inhalt und Tragweite erst erfasst werden,
    wenn sie bereits Gesetzeskraft haben.
    Den Patriot Act hat niemand durchlesen können, das Gesetz über die Datenerfassung Elena wurde allen erst bewusst,
    als es gültig war.


    das trifft es ganz gut:
    risiko und rendite sind 2 seiten einer Medaille.


    bisher hat gold von einer extremen unterbewertung korrigiert.
    und jeder der auf das ende der unterbewertung spekuliert hat,
    musste bis zum POG 1000 eigentlich nicht damit rechnen, dass es goldverbote, handelsbeschränkungen , staatliche aufkäufe gibt.
    die extremen, exponentiellen Prognosen für gold sind möglich, aber ein "major shift" von schuldpapieren zu EM
    würde zwar mit märchenhaften gewinnen für em besitzer einhergehen - aber auch einem szenario,
    das nicht unbedingt sicherstellt, dass man die früchte seiner spekulation auch einfährt.


    eigentlich wäre es schön, wenn man den status der letzten jahre beibehalten könnte: gold schlägt jedes jahr aktien und anleihen
    und fleißige sparer kaufen jedes jahr nach.


    aber in einem weltweiten umfeld niedrigster zinsen werden zwar die letzten, die noch nicht verschuldet sind,
    (siehe "welt am sonntag" immo-seite)
    dazu gelockt, irgendwas auf pump zu kaufen.
    aber für die, die wirklich sparen wollen die werden irgendwann alle auf edelmetalle kommen.
    die hausse nährt die hausse: steigende kurse ziehen anleger an. irgendwann kommt der punkt wo die nachfrage die preise exponentiell nach oben treibt.


    mich würde mal interessieren, wie es in argentinien war, als die dollarkonten eingefroren wurden.
    wer dollar in cash hatte, war damals sicher king.
    und vermutlich war so ein chaos, dass man mit den baren dollars auch was anfangen konnte.
    für europa bin ich mir da nicht so sicher.
    im heimatland der lastenausgleiche wird man sicherlich schon einen modus finden zwischen denen,
    die ihr geld ins Schulden-Madoff-System gesteckt haben - und verloren haben und denen, die es rausgenommen haben.


    auch bei madoff in den USA versuchen staatsanwälte die madoff anleger, die vor 2 jahren noch erfolgreich rausgegangen sind,
    zu belangen. die sollen ihr geld mit den madoff anlegern, die nichts mehr bekommen haben teilen.


    aber bei EM ist genau das