Beiträge von Dr_Meyer

    Ich glaube es gibt da ein grosses Missverständnis was Commercials sind. Sicherlich keine Münzhändler, nicht mal mittelgrosse Goldanbieter. Gibt es grosse Goldverbraucher?
    Beim Silber gibt es laut aktuellen COT 14 Producer/... die Long sind und 20 die Short sind. Ich würde mal ableiten, dass es in dieser Kategorie ingesamt nur 20 bis maximal 34 Händler gibt. Davon dürften 15 Bullion Banken sein. Bleiben noch ein paar grosse Minen die sich vielleicht einen Spezialisten leisten? Bei BHP oder Rio Tinto wird man sicher hochbezahlte Fachleute haben die direkt ohne Bank handeln.
    Die Bullion Banken handeln dafür im Auftrag von vielen tausend kleinen Kunden. Produzenten und Verbaucher. Da sie beide Seiten des marktes kennen, ist es kein Kunststück erfolgreich zu sein.


    logisch, die commercials sind keine Münzhändler. aber sie haben die gleiche strategie wie münzhändler, denn ihr Gewinn soll nicht aus einer erfolgreichen Goldspekulation kommen,
    sondern aus der Marge im Kerngeschäft.

    Letzte Woche, ich meine am Donnerstag, gab es an der Comex das drittgrößte Handelsvolumen mit Goldoptionen.
    Beim ETFS Gold short levered, einem ETF der diverse short Kontrakte hält, gab es in den letzten 5 Tagen auffallend große Umsätze gegenüber den vorangegangen 25 Tagen.


    Diese Umsätze sind alle NACH dem großen Kurssturz vom 27.7. passiert,
    d.h. diverse Marktteilnehmer positionieren sich neu.
    Das kann sowohl sein, dass Anleger mit Goldpositionen sich über Shorts absichern, aber es kann auch sein dass Baisse-Spekulanten den Tiefpunkt sehen und ihre Shorts verkaufen.


    Wenn Trends laufen, gibt es häufig nur dünne Umsätze, da zahlreiche Martteilnehmer das Ziel des Trends als noch nicht erreicht ansehen und drin bleiben.
    Sehr hohe Umsätze deuten oft eine Trendumkehr an, d.h. wenn auf hohem Niveau die Umsätze plötzlich anschwellen, ist die Trendumkehr nach unten nahe.


    Derzeit, auf niedrigem Niveau würden hohe Umsätze bei Optionen und dem short levered ETF dafür sprechen, dass die bisherige Phase der Korrektur vorbei ist und sich Marktteilnehmer ENTWEDER in Position bringen, um von einer viel stärkeren Korrektur zu profitieren (oder sich davor abzusichern) ODER dass Baisse-Spekulanten das Ziel der Korrektur als erreicht ansehen und aussteigen.


    Es gibt das Gerücht, dass die FED in den nächsten Tagen mit einem neuen Staatsanleihe-Aufkaufprogramm und weiteren monetären Lockerungen an die Öffentlichkeit gehen wird. (Das deckt sich mit den bisherigen „Gewehr bei Fuß“ Positionen der FED und der Ansicht Greenspans, dass die USA bereits wieder in der Rezession ist „eine abschwächung eines schwachen Aufschwungs ist im Prinzip einer Rezession gleichzusetzen“


    Technisch orientierte Anleger müssten meiner Ansicht anhand der charttechnischen Impulse des 27.7. immer noch auf Baisse spekulieren. Aber falls es wirklich Insider gibt, die genaue Kenntnis über das neue QE-Programm der FED haben, dann dürften sich diese Insider vermutlich mit Long-Positionen in Euro, Gold und Yen eindecken.

    zu den Commercials, die short gehen:


    ich habe mal mit einem deutschen Goldhändler gesprochen, der ohne Ende shortet:
    einfach aus der Überlegung raus: wenn Gold steigt, wird er den Lagerbestand reißend los,
    wenn der POG sinkt, dann sinkt nicht nur sein Warenbestandswert, sondern auch die Kunden kommen seltener.


    den Minenbetreibern, die schmutziges frisches Gold aus ihren Claims und Stollen holen, die müssen ohne ende shorten.
    ihr gewinn soll ja nicht aus einem steigenden Goldpreis kommen, sondern aus einem effizieten Management von Minen, Produktion und teilweise auch veredlung.


    und die Commercials sind, was das Finanzsystem betrifft, keine Profis. die südafrikanischen Minenbereiber kennen die Gedankengänge von Trichet und die Zahlungsbilanztricks von Griechenland auch nicht.


    von daher ist es m.E. wenn Commercials shorten oder shortpositionen erhöhen in einem Markt in dem Gold kein Rohstoff sondern eine Devise ist,
    nicht mehr ein so signifikantes Zeichen für Markttrends.

    Du Spekulant :P


    ich will Kaufkurse, nichts anderes :boese:


    Der August ist noch zu jung für den Herbst-Aufwärtstrend :thumbup:


    der August ist eigentlich zu jung: aber im letzten Jahr haben JP Morgan & Co auch schon Mitte august ihre shares am SPDR hochgefahren, wenn ich es recht erinnere. und dann begann eine relative stärke beim gold, ganz ohne Nachrichten.
    was viele im forum sehr gruselig fanden.

    Also ich würde jetzt auch keines kaufen. Aber eben auch nich verkaufen. Erstmal warten wohin der EUR geht. Ich hätte ja getippt, er bliebe um die 1.20er Marke. Allerdings sind die Kasinobesucher in Las Wallstreet immer auf der Suche nach Entertainment. Schneller als erwartet stimmen die Totengesänge auf den Dollar erneut ein, weil über Kalifornien der Pleitegeier einmal mehr seine Runden zieht. Dr_Meyer schliesst den Rebound auf 1.50 ja aus, ich hätte dies auch getan. Allerdings würde ich dafür jetzt nicht mehr die Hand ins Feuer legen..


    immer mit der Verknüpfung mit dem Gold zu sehen: ich halte es für nahezu ausgeschlossen, dass der Euro gegenüber Dollar UND Gold stärker wird.
    Es kann natürlich immer irgendein Gelddruck ereignis in den USA geben,
    da kann es sein, dass sogar der Zimbabwe dollar gegenüber dem US Dollar aufwertet: aber wenn der USDollar schwächer wird, dann nur mit stärker werdendem Gold,


    Kern meiner Hypothese ist aber: der euro ist als europäische D-Mark entzaubert.
    es wird immer wieder Zeiten geben, da Investoren schnell mal aus dem Dollar rauswollen: da bietet sich der euro als liquide Währung an.
    aber dass in den USA die reichen Leute den Euro als "store of wealth" wie den schweizer franken ansehen - das bezweifle ich,
    ich denke, der euro ist für Leute, die aus dem Dollar rauswollen nur eine Zwischenstation.
    zwischenzeitliche euro-stärken: ja.
    "store of wealth status" wie 2006, 2007 : kaum vorstellbar


    interessante, wirklich interessante Nachricht.
    wenn jemand nachfragt, dann handelt es sich natürlich nur um Gold um die Schmucknachfrage zu stillen.


    dieses Goldkonzentrat wird nie am Londoner Spotmarkt auftauchen, nicht an der Comex, in vielleicht in ein paar Außenhandelststatistiken als Rohstoff-Vorstufe
    und der Preis wird so und soviel Prozent unterm Londoner PM Fix festgemacht sein.


    die Preistreiber werden dann irgendwelche andere Marktteilnehmer sein, die ihr Gold nicht so kursschonend bekommen können.
    sehr sehr klug.


    und die US Mint kann bald wieder das "ausverkauft" schild rausholen, da sie nach Satzung nur Gold aus US produktion verarbeiten darf.

    http://www.bloomberg.com/news/…-of-fiscal-austerity.html


    "Unser"Goldpreis hängt ja auch vom euro dollar verhältnis ab:
    eine hedge fonds, der mit perfektem Timing vom euro-shorten auf euro-long spekulation umgestiegen ist,
    verabschiedet sich nun vom euro.


    http://www.boerse-go.de/nachri…sinken,a2251213,b117.html
    alan greenspan sieht USA kurz vor rezession.


    da 7% unter den derzeitigen Hauspreisen der halbe US Immobilienmarkt "unter Wasser" wäre, (Greenspan)
    darf wohl bald wieder mit Stimulus und Geldpresse gerechnet werden.

    Ich war, ich wäre (Konjunktiv)... aber: Ehrlich währt am längsten!
    Ich sehe es auch so wie meisten Schreiberlinge hier: als Langfristanlage und Hobby.


    ist ein Konjunktiv: wenn ich über die vergangenheit nachdenke
    bei Sulzer war, als ich einstieg, die Aktie völlig am Boden, die anleger hatten kapituliert, da gab es nie etwas, was mich nervös machte,
    bei ericsson war, als ich einstieg ein massaker, in "dagens nyheter" stand, dass sich in schweden Familienväter umgebracht haben, die
    ihre gesamte vorsorge auf ericsson aktien gebaut hatten, die volatilität war hoch, da konnte man kaum den richtigen Kurs finden, war aber alles im cent berreich, ich hatte aber insiderinfos, dass ericsson technologisch so weit vorne ist, dass sie sich berappeln werden, außerdem gab es eine implizite staatsgarantie; da bin ich trotz der hohen vola nie nervös geworden.
    nervös war ich mal bei tele atlas; der buchwert war bei 7 euro, meine position hatte ich über 6 monate bei 5 euro aufgebaut und während des goldkriegs sind die auf 2 euro gefallen. da habe ich mehrere tage überlegt, alles wieder überprüft und dann nachgekauft. (verkauft hatte ich bei ca. 17 euro)
    viele reden wohl über gold so, weil sie im plus sind.
    aber das enviroment für gold ist immer noch auf hausse eingestellt,
    Rothschild hat eine Goldhandelsplattform gekauft: sowas macht man nur, wenn die hausse noch jahrelang läuft,
    bei dem letzten all time high gab es zwar euphorie, aber es fehlte die lächerliche Hysterie, die den Gipfel einer Hausse kennzeichnet.
    von daher: ich würde bei annäherung an die 200 tageslinie ein drittel meiner goldposition mit Puts absichern
    und bei weiter fallenden Preisen nachdenken und recherchieren.


    ich rede nicht über gold so, weil ich im Plus bin, sondern weil es eine gute Anlageklasse ist, die von der Zerstörung und Infragestellung der bisher vermeintlich sichersten Anlageklasse (Schulden) profitiert.
    ich werde immmer Gold als absicherung behalten, aber falls sich in der Szenerie (Notenbanker, Höhe der Zinsen, Geld Drucken) erkennbar was ändert, würde ich Gold gegenüber dem jetzigen Stand untergewichten.
    aber es ist keine Änderung erkennbar.

    Umso komischer scheint es mir daß du bereits weit vorm Sommerloch von Nachkaufpreisen sprachest. Oder irre ich mich?


    habe mal nachgeschaut: nach dem Kurscrash vom 1. Juli hatte ich im Goldseitenforum gemeint, dass der Rutsch zu stark war und ich mit weiter sinkenden Kursen rechne, so dass die 1200 nicht gehalten werden. bin jetzt nicht sicher, ab welchem kurs ich n genau von kaufkursen gesprochen habe.
    bei börse-go kann man bei den indikatoren einstellen "overbought / oversold".
    wenn man langfristig was haben will, kann man kaufen solbald man im oversold bereich ist.


    eine eherne regel, die ich an jeder ecke predige, ist das kaufen in Positionen.


    normalerweise würde ich sagen: never jump on a running train.
    d.h. man müsste sagen: der goldzug ist abgefahren, gold ist nicht mehr billig, normalos sollten die Finger davon lassen,


    leider ist Gold keine High tech aktie, die gerade in den dax aufgenommen wurd und der euro ist keine stabile Währung.


    man muss den Spieß umdrehen: der euro ist 10 jahre gut gelaufen, Zinsen gab es zwischenzeitlich auch,
    aber nun ist erkennbar, dass der CEO ein Idiot ist und Insider wissen, dass das Papier bald den Dax verlassen wird:
    d.h. es ist fahrlässig IM Euro zu bleiben,
    man muss also vom fahrenden euro zug runterspringen,


    alle anderen papiergeldalternativen haben auch ihre probleme: norwegische krone: hoch bewertet und inlandsinflation, austral dollar: immobilienblase, kanadischer dollar, hohe abhängigkeit der wirrtschaft vom us-markt, schweize franke; land zu klein,
    zu nah an EU, zu viele neu gedruckte franken....


    von daher muss man mit einer strategisch genau definierten Position aus dem Papiergeld raus ins Gold.
    wer seine Position noch nicht aufgebaut hat, für den ist jeder Kurs im überverkauften Bereich ein Kaufkurs.


    Besonders interessant ist derzeit, dass es wieder sonderangebote bei physischem gibt, z.B. 100 Kronen stücke fpr 918 euro.


    während der hauss im mai gab es auch mal eine 2 tägige Korrektur mit einem Spotpreis von 930 euro, wo ich schrieb,
    dass seinen Nachkaufkurse: da gab es aber nichts physisches.
    nach den 930 euro stieg gold auf 1050 euro.

    Wie immer gut geschrieben, aber wenn ich die Wörter "nie wieder" im Zusammenhang mit Börse lese, dann muss ich immer schmunzeln. Wer kennt schon die Zukunft, du sicher auch nicht, auch wenn du sehr gut argumentierst ;)


    Warum soll sich 2008 bis 2010 nicht wiederholen ?


    ist ein richtiger einwand: es gibt immer die imponderablien, die dinge mit denen einfach nicht zu rechnen ist,
    z,B. kann es sein, dass der euro auf 1,90 steigt und Gold einfach nicht vom schwachen Dollar profitieren kann,
    weil der Goldhandel an den wichtigsten Börsenplaetzen der Welt ausgesetzt wurde.


    von daher muss es heißen: in dem Börsenkosmos, in dem wir uns gerade bewegen, ist es kaum vorstellbar,
    dass der euro eine überbewertung zum dollar nochmal aufbaut, ohne dass Gold, Öl und andere übliche weak dollar hedges gleichzeitig steigen.

    stichwort selektive wahrnehmung: derzeit verfolgt niemand so richtig, was in den Piigs staaten los ist:


    http://www.focus.de/finanzen/n…-pfruende_aid_536310.html


    in griechenland gibt es kein Benzin mehr, auf dem schwarzmarkt kostet 1 liter 5 euro.


    die regierung überlegt die streilkenden lkw fahrer zur armee einzuziehen und die lkws zu konfiszieren.


    man muss keine besondere phantasie haben, um sich vorzustellen, was passiert, wenn die feldjäger den ehemann abholen wollen.



    in Deutschland sinkt das BIP, wenn mal wieder alle feiertage auf wochentage fallen.
    wie das steueraufkommen in griechenland aussieht, wenn 4 wochen lang keine lkws fahren, kann man sich ausmalen.


    niemand wird in griechenland verhungern, aber wenn die Touristen keine mietwagen buchen und in nordgriechenland die komplette kompottindustrie ihre arbeit eingestellt hat, dann brechen die steuereinnahmen ein.

    Gestern wurde in London der ETFS Physical Gold mit einem Rekordvolumen gehandelt: üblich sind täglich 10-13 Mio Pfund, in Seiten starker Nachfrage im April waren es auch schon mal 30 Mio Pfund, gestern waren es ca. 110 mio pfund.


    Da wir derzeit charttechnisch nahe am Schneiden der 38/100 Tageslinie sind, wird es sicherlich technisch orientierte Anleger geben, die entsprechend ihrer anlagestrategie aus dem Gold rausmüssen.


    Man sollte sich in Erinnerung bringen, wie technisch orientierte Anleger ticken:
    EU-Garantie für Griechenland? Ist wurscht: der Kurs der Griechen-anleihe hat einen bärischen Schnitt von 38 und 100 Tageslinie verursacht, also raus.
    Lehman? Also raus.
    Gold im März 2010: da gab es ebenfalls ein bärisches Kreuzen der 38 und 100 tageslinie.
    Fundamental stand dahinter, dass bei Gold eine überkaufte Situation nach der Dezemberhausse abgebaut wurde und gleichzeitig der IWF tonnenweise Gold in den freien Markt drückte.
    Der technische Trend zeigte an, wie stark diese Bewegung waren. Hätte der IWF ein Jahr lang Gold in gleicher Quantität in den Markt drücken können und wäre die Nachfrage vergleichbar schwach gewesen, dann hätte der Goldkurs sonst wo landen können. Die Trendlinien zeigten also durchaus etwas an, was in diesem Moment real war. Sie konnten aber nicht „wissen“ dass sich die Trenderzeugenden Faktoren recht schnell wieder auflösen würden.


    Die Tageslinien „wissen“ natürlich nicht, wie viel Gold der IWF hat, sondern zeigen den Trend an: in welche Richtung geht der Kurs, wenn der Verkaufsdruck mit gleicher Stärke anhält.
    Technisch orientierte Anleger kümmern sich aus guten Gründen wenig um die Fundamentals.
    Vermutlich haben gestern technisch orientierte Anleger ein ganzes Stück an Goldpositionen liquidiert.


    Normalerweise hätte der Kurs dabei sichtbar für ein bis zwei Stunden nachgeben müssen (wie er es in der Vergangenheit bei Ordern oberhalb von 5 mio pfund tat).


    Dass der Kurs nicht nachgegeben hat, deutet darauf hin, dass es gestern wohl auch Investoren gab, die in den schwachen Markt hinein massiv gekauft haben.


    Der umsatzstarke Tag sorgte dafür, dass der Juli 2010, der bisher der umsatzschwächste Monat des Jahres war, auf Schlag zum umsatzstarken April 2010 aufgeschlossen hat.


    Große Volumina deuten sowohl auf die Kapitulation der Bullen hin, aber auch auf starke Nachfrage der „Hartgesottenen“.

    Was ist in den letzten Wochen nur mit dem Goldpreis los? Befindet sichnach langer Steigerung anhaltend im Sinkflug. Was meinen die Experten, geht das so weiter? Nerven behalten oder Gold abstoßen, bevor der Kurs [smilie_denk] noch weiter fällt ? Gruß Achilles


    In den letzten Wochen war das gleiche mit Gold los, wie schon 2004, 2005, 2006, 2007, 2009 und 2009: der Preis ist recht ordentlich gefallen.


    Nur dass in all den Jahren die späteren Preissteigerungen höher waren, so dass es auf1-2 jahressicht eigentlich immer so war, dass Goldanleger im Plus waren.


    Wer in Positionen kauft - also seine strategische Goldanlage über 4-6 Monate zusammenkauft - kann jetzt schön weiter akkumulieren,
    ohne des Kursen hinterherzurennen wie im April, Mai.


    Wer in den vergangenen Jahre zum Höchststand komplett ins Gold gegangen ist, musste manchmal 2 jahre warten, bis er seinen Kurs "wiedergesehen" hat.
    Ich denke, diesmal wird es nicht ganz so lange dauern, bis wir wieder ein all time high sehen.


    Egal ob Gold 1100 euro oder 900 euro kostet: das ist immer verdammt viel Papiergeld und nahe an den historischen Höchständen, d.h. mit einem deutschen Monatsbruttoverdienst kann man bei 1000 euro 2,2 unzen kaufen: wie 1980 oder 1950.


    1980 und 1950 bestand allerdings 10% des weltvermögen aus Gold, heute sind es 0,8%


    wer meint, dass das bestehende system ohne brüche weiterlaufen wird, kann portugiesische und griechische anleihen zu top zinssätzen kaufen.


    das ist zu riskant? kein problem: die EZB tauscht jederzeit diese Staatsanleihen gegen euro,
    d.h. die Euros auf Deinem Konto sind de facto griechische Staatsanleihen.


    Nur komisch, dass die Primary dealers die die Anleihen der portugiesischen Regierung rausgeben, jetzt darauf dringen, dass bestimmte Anleihen mit Sicherheiten hinterlegt werden,
    z.B. deutschen Staatsanleihen und Gold.



    Die große Frage, die niemand beantworten kann, ist die, ob es nochmal eine so starke Deflation geben wird, dass gold nochmal richtig unter die räder kommt.
    auch wenn der euro steigen wird: er wird nie wieder absurde überbewertungen im bereich von 1,50-1,60 dollar bekommen - ohne dass gold von der dollarschwäche profitiert.


    2009 war ein gutes akkumulationsjahr, der euro stand hoch und man konnte rund um einen spotpreis von 650 euro gut akkumulieren.


    falls der euro bei 1,27 bleibt, müsste Gold bis 825 dollar fallen, um wieder 650 euro zu kosten.


    das wäre schon heftig, zumal bei sehr vielen Minen die Förderkosten schon bei 800-900 dollar liegen.


    Grundsätzlich darf man nie dogmatisch sein und darf die eigene Erkenntnis nie durch Denkverbote limitieren.


    aber derzeit sind keinerlei driver erkennbar, die dass Ende der globalen Goldhausse einläuten könnten.


    gibt es einen neuen Wirtschaftsmegatrend, der als Lokomotive die Weltwirtschaft ziehen könnte?
    Besteht die Chance auf hohe Zinsen ? Ist das Papiergeld stabiler geworden?


    die angst war im april/mai geradezu hysterisch


    Bei 1230 dollar pro unze hatte ich gold thread empfohlen, dass goldanleger, die ihr geld dieses jahr brauchen, entweder verkaufen sollten oder mit Puts absichern sollten.
    warum sollte man gold absichern, dass als altersvorsorge gedacht ist oder vermögen, dass man erst in 4-5 jahren wieder braucht.


    auch der schweizer franken ist seit den höchstständen ordentlich gefallen. Niemand ruft einen frankencrash aus.
    es ist eher eine nachkaufgelegenheit.


    Die Stimme des Market Sentiments.
    Am 10. Mai, nach dem Bail out Wochenende, als der Euro in einer Kernschmelze zu verdampfen drohte, an diesem Tag hast Du Dich im Goldseiten-Forum registriert.
    Und Ende Juli meinst Du, dass der Dollar an Vertrauen verliert und das wohl alles nicht so schlimm war.


    Ich stelle nicht in Abrede, dass die euro krise von interessierter Seite befeuert wurde.
    Und genau diese Spekulation wird derzeit abgebaut.


    die schweizer notenbanker nutzen den höhenflug des euro, um ihre euros gegen australische dollar und andere alternative währungen zu tauschen.


    der dollar kann inflationieren so lange er will.
    In den USA muss nicht mal ein Gesetz geändert werden, damit der Konkress Geld drucken kann: er gibt nämlich die Silbermünzen raus und könnte jederzeit bei den Silberdollars ein dutzend nullen mehr drauf prägen: und die USA wären ihre schulden los.
    die eurozone ist ein zerbrechliches Konstrukt.
    Geldbesitzer reagieren bei der Möglichkeit plötzlicher und unvorhehbarer Entwicklungen hysterisch.
    die USA werden inflationieren und inflationieren, aber in der euro zone kann es sein, dass sich Spannungen quasi über Nacht entladen und Investoren nicht mehr zum umschichten kommen.


    der euro ist ein währungskonzept, dass nur mit gigantischen Transferzahlungen funktionieren kann.


    Normale Währungen sterben langsam: aber der euro als gemeinschaftswährung ist keine normale Währung.


    man sollte den euro höhenflug als das begreifen, was er ist: eine wunderbare Chance, aus dem euro herauszudiversifizieren:
    nicht nur in Gold, sondern in alles mögliche. wer haare auf den zähnen hat, ist langfristig sogar mit ausländischen Rohstoffaktien besser bedient als mit euros.


    hat eigentlich irgendjemand mal herausgefunden, warum die anti euro spekulation bei 1,18 aufhörte?
    eine ist klar;
    am Rettungspaket lag es nicht.


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    denk einfach mal darüber nach, was Dich so getriebn hat, als Du Dich am 10. Mai hier registriert hast.


    Jetzt hat jeder Zeit um ohne Stress die euros und euroforderungen runterzufahren- wie die schweizer nationalbank.

    Zum jetzigen Zeitpunkt kann man über die Goldkäufe einer europäischen notenbank nur spekulieren.
    Am wahrscheinlichsten scheint derzeit, dass es im Rahmen der Währungs- und Anleihekrise im April/Mai 2010 zu Umverteilungen gab.
    Auch beim Gold-Swap der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich vermutete man ja, dass eine Piigs-Notenbank schnell mal Cash brauchte.
    Denkbar wäre, dass eine Notenbank in den Südländern den Staat oder Banken stützen musste.
    Da nationale Notenbanken im Euro-System kein Geld mehr drucken können, hat offenbar jemand sein Tafelsilber einsetzen müssen.
    Eine andere Notenbank aus einem Nicht-gefährdeten Land, z.B. Deutschland hat das Tafelsilber übernommen und dafür Euro oder Dollar abgegeben.


    Wie sagte Alan Greenspan mal so schön: in Extremis wird nur noch Gold akzeptiert.
    Auch Deutschland brauchte 1944 nicht wirklich Gold – es brauchte Dollars um über die Schweiz wertvolle strategische Rohstoffe zu kaufen.
    Und die Piigs-Notenbank brauchte wohl Euros.
    Aber nur gegen Gold haben sie schnell und ohne besondere Prüfung Euros bekommen.


    Dass im Zuge der Währungskrise im April/Mai Goldumschichtungen stattgefunden haben, zeigt, wie sehr dass System in Gefahr war. Das was wir im April/Mai gesehen haben, war kein Spuk, sondern sichtbare Zeichen einer Systemkrise.
    Dass diese Erkenntnisse genau jetzt nach draussen sickern, wo Gold korrigiert und seit Tagen im überkauften Bereich verharrt, ist fast schon ein Treppenwitz der Geschichte.


    Die Schweizer Notenbank nutzt die derzeitige Euro hausse, um ihre Euros gegen austral Dollar umzutauschen. Klug.
    Vermutlich dürfen sie kein Gold kaufen, ohne dass die Task Force 737 die US Headquarters von schweizer Banken stürmt. Aber wenn sie schlau sind, sollten die Schweizer wenigsten einen versteckte Gold option irgendwo platzieren.
    Irgendwann im Frühjahr 2010 stand Gold auf dem gleichen Niveau wie heute:
    Damals waren die Pro Aurm mitarbeiter heiser vor Aufregung und es fiel das Wort „all time high“.
    Heute hat man die gleichen Preise, aber das Wissen, dass alle düsteren Vorahnungen der Blogger wahr geworden sind.
    Am gestrigen Tag konnte man sehen, wie leicht es derzeit noch ist, an der Comex den Preis für Papiergeld zu manipulieren.
    Da es sehr sehr viele Anleger gibt, die konsequent nur nach Charttechnik anlegen, könnte die Korrektur noch eine Weile weiter gehen.
    Wenn bei Wiegand an einem Tag gleich drei Artikel zum „Gold Crash“ erscheinen, spricht das Bände.
    Bis jetzt hat der Markt aber noch gar nicht wirklich realisiert, dass eine europäische Notenbank wieder Gold gekauft hat. (wo Gold doch so „igitt“ ist)
    Es ist außerdem auch denkbar, dass es an der Comex bei niedrigen Preisen zu vermehrten Auslieferungsanträgen kommt.
    Beim Kaffee hat es ein Großhändler vorgemacht, der erkannte, dass Kaffee an der Rohstofbörse billiger ist als bei seinem Zulieferer in Vietnam. Kakao ist gefolgt: hier hat ein Spekulant an einem Tag alle weltweit liquiden Kakao-Kontrakte gekauft und zur Auslieferung angemeldet.


    Sehr interessant ist das handelsvolumen des SPDR: nachdem die tagelangen POG schwankungen nur an der comex stattgefunden haben und es beim SPDR nur tägliche volumen im bereich von 8-12 mio dollar gab, fand der sell off gestern unter hohem volumen (30 mio) statt.
    Dass muss noch nicht das Ende der Korrektur sein. Sowohl im überkauiften, als auch im überverkauften bereich gab es bei Gold in der Vergangenheit Phasen mit so starken Volumina – und danach Trendwechsel.
    Da der Kursrutsch gestern im Rahmen eines Optionsverfalls zu Stande kam, würde ich ihn nicht im Rahmen eines größeren Deflations-Big Picture einordnen.


    Bisher gab es unter 1200 dollar sofort starke käufe in asien: eigentlich müssten uns auf dem heutigen preisniveau nachrichten von sehr starken Käufen aus indien erreichen.

    http://www.reuters.com/article…ame=hotStocksNews&rpc=401


    HAMMER-Meldung.


    Wie Reuters berichtet, ist anhand des jüngsten EZB Report zu ersehen, dass in der Eurozone die Goldbestände um 123 Mio euro gesunken sind.
    aha.
    da dürfte das gold, was an die BIZ ging noch nichtmal mit dabei sein, da mit der BIZ ja "geswapt" wurde, d.h. die europäische Notenbank, die ihr Gold an die BIZ gegeben hat, kann es sich später zurückholen.


    dann der Hammer: die Verkäufe einer europäischen Notenbank wurde durch Käufe einer anderen fast ausgeglichen.


    Ich werde der Sache noch nachgehen: nach dem Text von Reuters bedeutet dass, dass irgendeine Eurozonen notenbank ihre Goldreserven verhökert hat - und eine andere Notenbank gekauft hat.


    Damit ist das erste mal nach 20 oder 30 Jahren eine europäischen Notenbank wieder Nettokäufer von Gold geworden.


    wenn diese Nachricht innerhalb einer haussephase bekannt geworden wäre, dann hätten wir innerhalb von 4 Wochen einen Aufsteig von 100 dollar gesehen.


    die Kursmanipulation wärend des gestrigen Optionsverfallstages hat viel schaden angerichtet und kurzfristig engagierte Anleger müssen aus dem bärishen Chartbild (durchbruch der 100 tage linie) Konsequenzen ziehen.
    aber für den langfristig engagierten Anleger wird das Big Picture immer klarer:
    auch bei den Notenbanken ist Gold als counterpartfreies Zahlungsmittel zurück.

    Gold konnte sich auf Grund seiner Funktion als liquide Anlageklasse gestern nicht den massiven Verlusten der anderen Finanzmärkte entziehen. Der Preis notierte den dritten Tag in Folge schwächer und ging nach Eröffnung in New York getrieben durch die drastischen Verluste am US-Aktienmarkt massiv zurück. Der Preis für eine Feinunze Gold fiel im Tagesverlauf zweistellig . Auch ein leicht schwächerer US-Dollar konnte das Gold gestern nicht stützen. Am Freitag im asiatischen Handel konnte Gold sich bereits wieder leicht erholen. Die Stärke der Abwärtsbewegung, immerhin der größte Tagesverlust seit 11 Wochen, ist unserer Meinung etwas überzogen. Das Bild für die Edelmetalle hat sich zwar eingetrübt, wir rechnen jedoch trotzdem eher mit einer positiven Überraschung nach oben als nach unten.


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    Irgendwo gestutzt?
    Passt fast auf letzte Woche, ist aber eigentlich der Wochenbericht von heute vor 3 Jahren von Eugen Weinberg. habe nur einen halben Satz gestrichten.
    Hier das Original:


    Gold konnte sich auf Grund seiner Funktion als liquide Anlageklasse gestern nicht den massiven Verlusten der anderen Finanzmärkte entziehen. Der Preis notierte den dritten Tag in Folge schwächer und ging nach Eröffnung in New York getrieben durch die drastischen Verluste am US-Aktienmarkt massiv zurück. Der Preis für eine Feinunze Gold fiel im Tagesverlauf zweistellig und notierte im Tief bei 660,20 USD. Auch ein leicht schwächerer US-Dollar konnte das Gold gestern nicht stützen. Am Freitag im asiatischen Handel konnte Gold sich bereits wieder leicht erholen. Die Stärke der Abwärtsbewegung, immerhin der größte Tagesverlust seit 11 Wochen, ist unserer Meinung etwas überzogen. Das Bild für die Edelmetalle hat sich zwar eingetrübt, wir rechnen jedoch trotzdem eher mit einer positiven Überraschung nach oben als nach unten.


    http://www.goldseiten.de/conte…berichte.php?storyid=4893


    wie es damals weiterging?


    dem vorhergegangen waren zwei starke doppel tops, wo der kurs abgeprall war,
    dann kam aber ab herbst eine extreme hausswelle mit einem anstieg um 300 dollar.

    Nur so aus der Erinnerung, aber war nicht der Goldminenspike sogar noch einiges nach dem POG spike? Ich meine das mal so zumindest für ausgewählte Minen gesehen zu haben.....


    Ich würde jedenfalls denken, wir haben den Boden der Sommerflaute im Bereich von 1180-1200 gesehen. Tippe darauf, dass wir noch etwas um diesen Bereich herumpendeln und es dann ab Ende August wieder abgeht.


    die alten Kurse gibt es bei Bundesbank.de im Statistik-Bereich.
    der 800 dollar spike kam meines Wissens wegen des Afganistand Einmarsches.


    dann ging Gold wieder auf 600 dollar runter, um dann längere Zeit bei 700 dollar zu verweilen.


    Steigende Zinsen kommen nicht über nacht. als 1978 oder 1979 innerhalb von 4 Monaten die Zinsen mal um 4 % stiegen, war das schon extrem.
    Nie wieder davor und danach waren die Bondwächter so stark wie damals.


    Auch der hohe Zins hat die Goldhausse nicht innerhalb von Wochen abgewürgt: die Goldhausse war ja intakt, alle redeten von Gold,
    für einen Anleger der absprang, kam auch wieder jemand, der das für den Rücksetzer vor der nächsten Haussewelle hielt.


    es gab ja nie einen Zusammenbruch wie beim nasdaq bubble.


    Die Zinsen von 12% wurden ja erst dann zum Geschäft, als es Anleger gab, die bemerkten, dass die Inflation nachlassen wird.


    Feste Zinsen mit 12 % wären bei steigender Inflation auf 20% Inflation ein Verlust gewesen.
    Gold hat dagegen den Zinssatz schon fest mit eingebaut.


    erst als klar wurde, dass man mit Zinsen wieder real nach Inflation gutes Geld verdient, gab es offenbar ein Umdenken.


    Damals 30jährige Langläufer mit 12% Zinsen zu kaufen, war ja auch eine der großen Chancen für Spekulanten.
    In 2009 hat das US Schatzamt einige Langläufer zwangsweise zurückgekauft,
    zwischendurch hatten die Besitzer fast drei Dekaden enorme Gewinne mit den Papieren.


    Nur derzeit ist das System auf real negative Zinsen angewiesen: manche Folgen, nämlich Investitionen und Crack up Boom Konsum sind ja sogar gewünscht.
    Aber ich denke die Notenbanken zocken bei diesem High Stake Poker etwas zu hoch.


    Auch mit den besten Karten, sollte man niemals um sein Leben spielen. Und die Notenbanken spielen damit, dass das Geld seine Akzeptanz verliert.
    Als zentrales Merkmal der Steuerung von Angebot und Nachfrage ist Geld sehr wichtig.
    Wer Angebot und Nachfrage manipuliert, stiehlt dem Kapitalismus seinen Steuerungsmechanismus, der dieses vitale und widerstandsfähige System anderen System überlegen machte.


    Statt einer Wirtschaftskrise, die Fehlentwicklungen schmerzhaft aber lokal begrenz korrigiert, wird ein Totalausfall in Kauf genommen.


    Viele Entscheider und Wissensträger werden mit zunehmendem Wissen und zunehmender Erfahrung leichtsinning: dabei ist statistisch erwiesen,
    dass bei klugen Entscheidern auch bei zunehmendem Wissen der Erfolg nicht zunimmt.
    Ich vermute, dass Notenbanker mit den negativen Zinsraten und der Verhinderung von Defaults Schmerzen verhindern wollen,
    aber ich habe den Verdacht, dass sie bei dieser Kiste, die sie da fahren, Illusionen über ihre Fähigkeiten zur Bremskraft haben.


    Manche Dinge lassen sich nicht mehr stoppen, wenn sie richtig ins Rollen gekommen sind,

    Eine Nachricht werden sie schon erfinden werden bis tages Ende. :D



    Ich glaube, dass das ein ziemlich harter Job ist, Marktkommentare zu schreiben.
    Ich hab' ne Anfrage von einem kommerziellen Anbieter und bin wirklich am überlegen, ob ich es mache oder nicht.
    An manchen Tagen würde sowas wirklich Spaß machen und die Sätze sprudeln nur so aus der Tastatur, an anderen Tagen
    müsste man ewig Charts und Nachrichten studieren, um eine qualifizierte Meinung abzugeben .