Beiträge von Dr_Meyer



    ich fand die Meldung auch extrem interessant.


    falls sie stimmt, wäre es schon der dritte versuch eines Corners innerhalb weniger wochen.


    der erste Corner war eher zufällig und stammte aus der Initiative eines Kaffeehändlers, der Hedge fonds in die Flucht schlug.
    http://www.ftd.de/finanzen/mae…ffeinschock/50127421.html
    SILBER : Märkte und Informationen
    ich hatte vermutet, dass es naheliegend sei, Silber zu beobachten, weil bei einem so marktengen Metall sich ein Corner anbieten würde.


    der nächste Corner kam beim Kakau:
    http://www.ftd.de/finanzen/mae…t-verrueckt/50146395.html
    ein einzelner hedge fond hat an einem einzigen tag 240 000 tonnen kakaun und damit praktisch alle weltweit über terminbörsen lieferbaren Kakau eingesagt.


    wenn jetzt ein vergleichbare attacke bei Gold laufen würde...
    auf jeden Fall mutig, denn da gibt es immer noch die notenbanken, die was einschießen könnten.


    für sich genommen klingt jim willies nachricht etwas schräg. da es aber der dritte Corner innerhalb weniger wochen wäre, könnte ich mir sehr gut vorstellen,
    dass da was dran ist.

    ein kurzer Blick auf die Renditen der zweijährigen Griechenland-Bonds: die Rendite steigt wieder deutlich.


    Das Pikante ist, dass derzeit ja alle zweijährigen Griechen-Bonds innerhalb der 3-Jahresgarantie des EU-Schutzschirms für Griechenland laufen, d.h. bei voller Akzeptanz der Wirksamkeit des Schutzschirms dürften die 2-Jahresbonds kaum schlechter als italienische Bonds notieren.


    habe den Thread nur kurz überflogen und bin mir nicht ganz im klaren, ob der eine Dr (Dr.Gold) oder der andere Dr. (Dr.Meyer) gemeint ist.


    Zu Charts: eigentlich bin ich recht chartfreundlich. ich mag da keine Wissenschaft draus mache, aber die Charts und Indikatoren zeigen technische Marktstimmungen meist viel präziser als verbale Feststellungen. ich würfde aber eine Investmententscheidung niemals nur basierend auf Charts amchen.


    was den wöchentlichen Goldbericht betrifft: da bin ich wie viele andere Schreiber und investoren auch: wenn es richtig kracht, wie im April/Mai/Juni, da möchte man seine Gedanken nur so rausschreien.
    Und wenn es ruhig ist, dann reicht mir normalerweise das absurfen der üblichen Sites.
    im märz april war ich 8 Wochen offline.
    und hätte ich den Goldmarktbericht nicht, dann hätte man in den letzten zwei wochen nichts von mir gehört -
    wegen einer Kanutour. ja, sowas kann man auch mitten im Sommer machen, ....
    ich wollte nicht gleich zu anfang kneifen und habe deswegen trotz Kanutour den wöchentlichen goldbericht geschrieben.
    dass ich vom verregneten campingplatz nicht aiuch noch hier im forum geschrieben habe, möge man mir verzeihen.


    ich habe sehr viele PMs und feedback im Forum bekommen, von Leuten, die gerne was von mir lesen wollten.


    dass es den einen oder anderen gibt, der plötzlich kühl wird, wenn ich ins kommerzielle Lager wechsle: nun gut, damit muß ich leben.


    für mich bedeutet der wechsel auf die dunkle seite der macht vor allem, dass mir kein pantoffel an den Kopf geschmissen wird, wenn ich abends am Laptop sitze und was über Gold recherchiere.
    es sind zwar bis jetzt nur ein paar gramm gold im Monat, aber zumindest kann ich meiner Frau sagen: "ich arbeite".
    rein inhaltlich muss ich keine kompromisse machen.


    ich forum hier bleibe ich Euch erhalten: hier kann ich auch mit der geliebten konsequenten kleinschreibung schnell mal was runterschreiben.



    Im ersten Quartal 2009 wurde was verkauft, einige Spuren waren als relative Schwäche auch in den Kursen zu sehen.
    seit dem habe ich nie wieder was von IWF verkäufen gehört.


    Sprott hat versucht, beim IWF für seinen Gold etf was zu bekommen, hat aber keine Antwort erhalten.


    es sieht so aus, als ob der IWF in einer Sackgasse war: Verkäufe an institutionelle Investoren haben die Hausse eher befeuert und
    Verkäufe auf dem freien Markt sind versickert.


    irgendwo habe ich eine Rechnung, dass die Investmentnachfrage nach sich in Q2 2010 verdreichfacht ha
    d.h. ohne die IWF verkäufe wäre der goldkurs vermutlich schon noch weit stärker gestiegen

    Ich habe es oft geschrieben.


    Würde man 10 Jahre lang Euro in Dollar tauschen oder umgekehrt - Tag für Tag.
    So hätte man einen Kurs von 1,20 gehabt. Das war die stabile Stütze.
    Zeitgleich war Euro-Pessimisum am Höhepunkt.
    Das war zusammen der Punkt wo Euro nach oben drehte.
    Nicht überraschend. Totgeglaubte leben eben länger.


    Klar: üblichwerweise gilt: Währungen sterben langsam.
    Und an dem Punkt, wo der Pessimismus am größten ist, kommt die Umkehr.


    aber das erstaunliche am Chartbild Anfang mai ist ja, dass es bei euro nichtmal mehr die üblichen sprünge nach oben gab, wenn sich Leerverkäufer eindecken.


    was viele vergessen: selbst leerverkäufer nehmen irgendwann Gewinne mit. Und der euro zeigt eine schier unglaubliche Schwäche.


    dass er derzeit wieder Stärke zeigt ist für jeden, der noch viele Euros hat und gerade erst auf den Weg der Erkenntnis gekommen ist,
    ein Geschenk Gottes.


    Bin schon gespannt, was wir in 6-12 Monaten erfahrne werden, was im Mai los war.
    Ich denke, es war gefährlicher , viel gefährlicher als nach der Lehman Pleite


    wenn man was über Market Sentiment lernen will, ist es interessant dieses Posting zu lesen:
    "Florian" hat im Frühjahr 2009 allen Forenusern bei 650 euro pro Unze dringend empfohlen Gold zu verkaufen ("wer weis was noch kommt"),
    vor ein paar Wochen als die Korrektur lief, empfahl er dringend, seine Unzen abzuliefern, so lange man noch 930 euro dafür bekommt,
    da der Kurs ja eindeutig "nach Süden" geht.


    ein paar Tage später tauchte er nochmal auf um zu erinnern, dass der Kurs gefallen ist "genau wie er es voraus gesaht hat."


    Nach dem Gesetz der Serie werden wir Florian im nächsten Frühjahr wiedersehen, wenn er beim Absturz des Goldpreises von sagen wir 1500 auf 1400 dollar dringend
    empfielt, seine Unzen abzugeben, so lange man nochwas dafür bekommt.


    Um ehrlich zu sein, habe ich bei POG durchaus eine längere Durststrecke für möglich gehalten,
    dass China ein paar Tage nach dem sell off gleich mit der Nachricht kommt, den Markt zu liberalisieren (das wird mein Wochenthema im Goldbericht für Montag sein)
    und Ben so schnell Gerüchte übers Dollar drucken streut: wer hätte das gedacht

    derzeit läuft wieder irgendwas.


    Dax fällt wie ein Stein,


    Gold steigt zügig in allen währungen,


    euro steigt gegenüber dollar,
    franken steigen gegenüber dollar,


    euro steigt gegenüber franken, aber nur leicht,


    us. dollar fällt gegenüber Yen, steigt gegenüber dem kanadischen dollar,


    euro steigt leicht gegenüber austral. dollar,


    zwar kam heute die meldung über schwache jobdaten aus den usa...
    aber wer hat da mehr erwartet.
    dienstag ist fed meeting,
    vielleicht wissen insider schon, dass da die angedeuteten quant. Lockerungen implementiert werden.




    ich konnte keine Nachricht finden, die genau diesen Devisenbewegungen entsprechen würde.


    auf der Suche nach einem Erklärungsmuster würde ich sagen:
    alle Carry Trades und Devisenspekulationen werden gleichzeitig runtergefahren: u.s. dollar war carry trade währung gegenüber kanad. dollar
    und yen gegenüber u.s. dollar.


    restbestände aus der anti-euro spekulation gegenüber austral dollar und schweiter franken werden runtergefahren.


    bei gold gab es nach dem letzten sell of keine nennenswerten heißen Positionen, die man vor einer Krise hätte runterfahren müssen.


    dass gold gegenüber allen währungen steigt deutet eher in die Richtung, dass ein neues Gelddruckprogramm bevorsteht.


    habe zu diesem Thema einen neuen Thread aufgemacht: Ist der euro gerettet?


    Ist der Euro gerettet?

    ‚Ich bin an der Stelle nicht ganz d’accord. Ich denke schon, dass die Erfolgsquote mit zunehmendem Wissen steigt, dass sehe ich ja in meinem eigenen Geschäft.
    Aber vermutlich steigt die arroganz der entscheidungsträger schneller und höher als die Erfolgsquote.


    Diese Herren schauen wie gebannt auf die Charts mit der Inflationsrate und glauben, dass sie ihre Währung in den Griff bekommen, wenn sie bei zunehmender Inflation die Zinsen erhöhen.
    Dabei liegt das Vertrauen in die Währung bei Leuten wie dem Bruder meiner Schwiegermutter, dem Vorarbeiter bei der Baufirma.
    Der tag, an dem er das Vertrauen in den Euro verlieren wird, dürfte auch herrn Trichets letzter Arbeitstag sein.
    Und mit Niedrigzinspolitik, Staatsanleihekäufen, ungehemmten Kreditexzessen haben EZB und FED die Basis geschaffen, dass an jedem denkbaren Tag das Market Sentiment kippen kann und eine Flucht aus dem Papiergeld einsetzt.


    Real gebe ich diesem Szenario eine Chance von ca. 30%.
    Aber die Facetten dieses Szenarios sind derart hässlich, dass ich die Ausschmückungen lieber Herrn Eichelburg überlasse.
    Wer meint, dass eine Wahrscheinlichkeit von einem Drittel doch recht niedrig sei, der soll sich mal vorstellen, ein Arzt würde die Todeswahrscheinlichkeit der eigenen Kinder auf ein Drittel taxieren.
    Mir reicht das schon.


    Zurück zum eigentlichen Thema: wer durchblickt, sollte das aktuelle Market Sentiment nutzen, um Euros hübsch zu diversifizieren.
    Auch der dollar bei 1,18 war überbewertet. Wer schlau war hat den Moment genutzt, um Dollars gegen gold, aktien, rohstoffe, sachwerte, andere Währungen zu tauschen. Leider ist diversifizieren eine Sauarbeit. Bei einem Spot von 900 euro pro unze ist Gold zwar nicht unterbewertet, aber wer beim diversifizieren die Arbeit scheut und wenig Phantasie hat, der hat beim Gold annehmbare Nachkaufkurse.


    Und um noch mal auf den euro zu kommen: Investoren scheuen Unsicherheit wie die Pest.


    Da kann es dann ereignisse geben, die den Investoren das Gefühl geben, nicht mehr schnell rauszukommen. Solche Fluchtbewegungen erzeugen Übertreibungen. Von daher ist es sinnvoll, breit zu diversifizieren und die aktuelle euro stärke als chance zu nutzen.


    Dollar, Yen, Sloty, Krone, Franken, austral dollar und singapur dollar werden tüchtig inflationieren, aber der euro kann auseinanderbrechen.


    Gold ist gut, aber 100% gold ist fahrlässig.
    Sachwerte sind gut, aber da ist Geld halt wirklich „eingefroren“.
    Der liquideste Sachwert ist Gold, aber ich denke, wirklich vermögende leute sollten Illiquidität in Kauf nehmen und auch andere Sachwerte als Land und Immos in Betracht ziehen.
    Das macht zwar arbeit, aber wie heißt es so schön: Eigentum verpflichtet.

    Niemand hat bisher irgendein Erklärungsmuster eingereicht, warum bei 1,18 dollar nicht die tradingprogramme der hedgefonds anfingen auf baisse zu traden.
    Vielleicht erkannten die Computerprogramme, dass die Bewegung Momentum verloren hatte.
    Vielleicht gab es irgendeinen geheimen dollar-euro swap, der die EZB mit genug Dollars versorgte, um jeden angriff auf den euro abzuwehren?


    War es einfach nur Markttechnik?


    Ich stell als hypothese mal folgendes in dem Raum: ein Staatsbankrott von Griechenland oder Spanien wäre zwar währungspolitisch gesund gewesen, hätte aber als schreckliches einzelereignis kurzfristig eine euro-baisse spekulation genügend befeuert, um den euro bis zur Parität oder weiter zu treiben.


    Die anleihekäufe der ezb waren für den Markt zu abstrakt.
    QE, das kannte man von der FED,
    QE, quantitative Easing, das ist nichts nettes, aber es verhindert kurzfristig jede Art von Schmerz: Bankenpleiten, Staatspleiten.
    Mit Geld drucken, mit QE, entsteht eine Situation, in der jeder schlaue Marktteilnehmer ausfallgefährdete Schuldpapiere in Papiergeld und dieses in Gold, Rohstioffe, Aktien tauschen kann,
    wie es beliebt und ohne Hast.


    Ich weis nicht, wie nahe wir an der Kernschmelze waren. Diesen Punkt definieren nicht die euro-shorter, sondern der Bruder meiner Schwiegermutter: wann ist der Punkt, wenn sich Vorarbeiter aus der Baufirma zur Bank aufmachen, um ihr Erspartes in Schweizer Franken umzutauschen.


    Die regierenden haben behauptet, der 750 mrd euro schutzschirm für klamme EU-Länder sei eine systemische Lösung.


    Das ist es natürlich nicht. Insolvente Schuldner dadurch zu stützen, dass die letzten solventen Schuldner an Limit gehen, ist nicht systemisch, sondern stretched das bestehende System an die Grenze der Belastbarkeit.
    Es ist nichts weiter als eine spielerische Manipulation menschlicher Vorstellungskraft. Dass irgendein EU-Land Pleite geht: das kann man sich vorstellen. Das alle Pleite gehen, nein, dass kann man sich nicht vorstellen. Die angebliche sytemische Lösung ist nichts weiter als ein Taschenspielertrick, der die Schwächen der Vorstellungskraft des menschlichen Kleinhirns bedient.


    Derzeit sieht alles so aus, als seien die Ereignisse des April/Mai nur ein böser Spuk gewesen, ein Albtraum, der sich als unwirklich herausgestellt hat.


    Jeder, der noch nie einen Systemwechsel miterlebt hat, sollte die entscheidenden Momente des April / Mai rekapitulieren:


    Merkel vor den Kameras „wir schützen die Ersparnisse unserer Bürger“, Trichet aschfahl vor den Kameras, wie ein Wahnsinniger, der sein Mantra immer vor sich herbrabbelt „the euro is a credible currency, it is a strong currency…“
    Ein euro, der täglich 1-2% verliert…
    Eine EU, die Angesichts ernsthafter Herausforderungen völlig paralysiert ist….


    Vieles von dem war vorher irgendwie denkbar, aber eben nicht vorstellbar.


    Das sollte jeder nutzen, um sich die Zukunft mal vorzustellen.


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    Mit dem Geld drucken in großen Dimensionen greifen die Notenbanker in die zentrale Stellschraube des Kapitalismus ein.
    Dezentral regulierte Angebot-und Nachfrage Mechanismen sind das zentrale Regulierungstool des Kapitalismus. Geld ist das Scharnier für Angebot und Nachfrage.
    Mit der Zerstörung des Papiergeldes manipulieren die Notenbanker die zentrale Stellschraube des Kapitalismus: Angebot und Nachfrage.


    Es gibt eine natürliche Schwäche des Menschen, die jeder Mensch mit Verantwortung eigentlich kennen sollte: trotz mitzunehmendem Wissen bleibt die Erfolgsquote angeblich konstant.
    (hab ich irgendwo gelesen). Deswegen sinkt bei Entscheidungsträgern mit zunehmendem Wissen die Erfolgsquote.

    Ist der Euro gerettet?


    Es gab gerade im Handelsblatt einen Bericht, der den Eindruck erweckte, dass mit den Euro alles gut sei.
    Handelsblatt “Der Euro hat den seit Monaten schwelenden Kampf gegen Spekulanten eindeutig gewonnen. Zu diesem Schluss kommt das deutsche „Handelsblatt“. Viele internationale Anleger hätten sich bei ihren Wetten gegen den Euro „verzockt“.“


    Ich weis nicht, wer diesen Artikel geschrieben hat, aber ein alt-börsianer kaum.
    Beim Euro hat sich das allgemeine Market Sentiment gedreht. Mehr nicht.


    Jeder kann mal an sich selbst ausprobieren, wie wir Menschen ticken. Man nehme ein schreckliches Ereignis, das plötzlich eintritt:
    Heute noch ist man am Boden zerstört, morgen sieht man alles schon etwas tröstlicher, zwei Tage später hat man sich mit der Lage abgefunden.
    Ähnlich ist es an der Börse, dass auch bei den schlimmsten (oder den besten) Stimmungen ein Gewöhnungseffekt eintritt.


    Um also ein Ereignis so schlimm zu halten, dass es nachhaltig für steigende oder sinkende Kurse sorgt, muß sich das Ausmaß stets vergrößern.


    Bei positivem Sentiment heißt das: yahoo wird die Nr. 1 im Internet sein,
    zwei Monate später heißt es yahoo wird für die nächsten 10 Jahre die Nr.1 bleiben,
    vier Monate später heißt es Yahoo wird eine Stellung im Internet einnehmen, die ihm niemals wieder jemand streitig macht,
    12 Monate später muss es heißen, dass das Geschäft von TV und Print zerrieben wird und nur Yahoo die globalen Werbeeinnahmen der nächsten 200 Jahre auf sich ziehen kann.
    Der Rest ist Geschichte: Yahoo crashte, das Internet entwickelte sich weiter und eine unbekannte Firma namens Google begann 80% der globalen Werbeeinnahmen im Internet auf sich zu ziehen.


    Auf die Euro Krise bezogen heißt das: um ein gleich hohes negatives Market sentiment aufrecht zu erhalten, hätten sich die euro-gefahren ständig erhöhen müssen.
    Beim Kurs von 1,19 zum Dollar war der Markt schon dabei, einen Staatsbankrott Spaniens einzupreisen.
    Aber dann kamen die Staatsanleihekäufe der EZB mehr und mehr zum tragen und jeder der wollte konnte auf EZB-Kosten aus griechischen und spanischen Anleihen aussteigen.
    Und da man mit den druckfrischen Euros, die die EZB auslieferte, noch prima BMW-aktien, Gold, Nestle-Anleihen und diversen anderen halbwegs wertbeständigen Schnickschnack bekam, legte sich die „nach mir die Sindflut“ Panik etwas.


    Das Handelsblatt schreibt, die Spekulanten hätten sich blutige Köpfe geholt, weil ja 75% der euro shorts zurückgefahren wurden.


    Ich weis nicht, wo da die Logik bleibt: hätten Spekulanten TROTZ des Rückschlags von 1,18 auf 1,32 ihre euro shorts behalten, dann hätten sie viel Geld verloren.
    Der größte Teil des anglo-amerikanischen Gesindels, dass am Befeuern des Euro Crashs mitgemacht hat, dürfte trefflich verdient haben.


    (ich habe nichts gegen eine gute Spekulation, aber wenn Spekulanten die Nachrichten bestimmen, wie es bei der Allianz von Bloomberg und den Spekulanten war, dann ist dass keine ehrliche Spekulation mehr)


    Nun gut: bei der anti euro spekulation fehlte der finale Blast: irgendeine Anleihe, die geblatzt ist, Devisenverkehrskontrollen o.ä.


    Kostolany schrieb mal: niemand kann bei einer Devisenspekulation gewinnen, wenn die eigene Bevölkerung an ihrer Währung festhält.


    Wie war das Anfang mai, als Gold ausverkauft war und mal schnell an einem Vormittag 9 Mrd euro aus der eurozone Richtung Schweiz verschwunden sind?


    Ich war Mitte Mai bei einem Grillfest in der Verwandtschaft.
    Ein Bruder meiner Schwiegermutter begann über den Euro zu reden.
    Er ist Vorarbeiter in einer Baufirma, Mitte fünfzig, mit kleinem Wohlstandsbauch und Alkoholproblem, ein tyischer Vertreter des unteren Randes der Mittelschicht.
    Er ist niemand, der irgendwelche Berührungspunkte zu Forex-accounts hat, niemand der schon einmal im Leben eine FAZ oder e
    in Handelsblatt gelesen hat.
    Er schimpfte auf den Euro und drohte seine Ersparnisse in Schweizer Franken umzutauschen, wenn das so weitergehe.


    Man erinnere sich, wie die Stimmung Anfang Mai war. Der euro schutzschirm von 750 mrd euro, der zum Drittel gefaked war, weil der IWF gar nicht mitmachen wollte, hat den Absturz des Euro nicht aufgehalten.


    Irgendwann bei 1,18 kam er erstaunlicherweise zum Stehen.

    Hallo ins Forum,
    bin nach mehrwöchigem Lesen der Beiträge hier nun auch soweit, dass ich jetzt in EM einsteige. Ich würde das Gold gern persönlich kaufen. Kennt jemand einen vertrauenswürdigen Händler in Berlin außer Proaurum? Ich finde die ziemlich teuer, sind immer deutlich von den günstigen Preisen auf bullionpage.de entfernt. Mir geht es vor allem um Barren 100g und Krügerrand 1 oz. Degussa Bank ist bei kleineren Stückelungen recht günstig. Habt ihr sonst noch andere Ideen?


    Vielen Dank und Grüße,
    Watzmann


    Das ist mir auch gerade aufgefallen: es roch einfach komisch.
    Und siehe da: Herr Watzmann wollte am 15.1. nach wochenlangem mitlesen beschlossen ins Gold einzusteigen und nun möchte er sein vor mehreren Jahren ohne Quittung erworbenes Gold wieder in Papiergeld umwandeln. Tsss..


    Dir ist klar, was daS bedeutet? Behalte das Gold bis zum Ender der Spekulationsfrist oder versteuer den Gewinn.

    In einem Leitartikel kommentiert die FTD die neueste Ankündigung der Chinesen zum Goldmarkt und aeussert sich implizit skeptisch zu den weiteren Aussichten fuer den POG.


    da hatte irgendjemand die Idee, dass es smart sein könnte, die Begeisterung zur chinesischen Goldliberalisierung zu hinterfragen.
    ist ja ok, wenn ein Redakteur mit der Intention rangeht einen Contrarian Artikel zu schreiben,
    aber manchmal geht es auch schief: herausgekommen ist ein No-content Artikel, der falsche parallelen zieht.


    Gold ist nicht der Renmininbi. Hat irgendjemand geglaubt, dass China den Tradern erlauben wird, mit dollar/renminbi eine aufwertungshausse zu traden?
    hat irgendjemand geglaubt, dass mit der Goldliberalisierung jetzt westliche Firmen dicke Handelsmarge im Vertrieb mit Münzgold in Schanghai verdienen?
    Der Markt ha erkannt, dass die chinesische Goldliberalisierung nicht mit sinkenden Goldpreisen einhergehen wird. Punkt.


    diese Nachricht wird in den kommenden Wochen wieder in Vergessenheit geraten, aber ein liberalisierter chinesischer Goldmarkt, bei dem Banken außerhalb Chinas Gold hedgen oder erwerben können, wird den Goldstrom nach China verbreitern, ohne dass all zusehr sichtbar wird und ohne dass sich die chin regierung angreifbar macht.


    dass ist wie der Import von Goldkonzentrat direkt von der Mine in Alaska.


    ich denke, dass da eine Strategie hintersteckt ist mindestens 80%.
    Vielleicht geht es auch darum, mehr chinesische Ersparnisse aus der schädlichen Immobilienblase in die kaum schädliche Goldblase zu locken.
    (teure Wohnungen bergen sozialen Sprengstoff, teures Gold nicht).

    Schon vor dem Mini Crash vom 27.7. gab es viele gründe Kerzen, was auffällig für eine echte Korrektur ist,
    seit dem 27.7. gibt es immer mehr technische Stärke:


    die Frühindikatoren sind in schon im Haussebereich, der spätindikator MACD zeigt einen astreinen bullishen Schnitt an,
    heute vormittag ist Gold das erste mal seit beginn der korrektur oberhalb der Trendlinie in den Bollinger Bändern,


    man muss diesen technischen Schnickschnack nicht überbewerten, aber er zeigt visuell an, dass unser Gefühl nicht täuscht.


    markttechnisch gesund wäre es jetzt eigentlich, wenn nach 5-6 starken Tagen nochmal 2 schwache Tage kommen.
    wenn die Tiefststände dabei deutlich über den bisherigen Tiefstständen von 1156/1160 bleiben, dann würde eine bullishe Charttechnik wieder greifen.


    Überbewerten muss man das alles derzeit noch nicht: es bedeutet einfach nur, dass die absurde Situation, dass Gold und Dollar gleichzeitig fallen wieder vorbei ist und
    dass Gold als "unabhängige" Währung von der Dollarschwäche wieder profitiert.


    Ideal wäre es, wie im aug/sept 2009, wenn eine goldhaussebewegung in dollar einsetzt, aber ein starker euro die kurse für uns noch etwas niedriger hält, so dass man noch einsteigen kann.
    in der zweiten phase der hausse bewegung würde dann gold in dollar und euro steigen.


    markttechnisch wäre es gar nicht so schlecht gewesen, wenn es nach dem 27.7. nochmal 2-3 schlechte Tage mit echter Panik gegeben hätte und stundenweisem Testen von 1140 o.ä.

    Der aktuelle Tagesbericht vom 02.08.2010zeigt ein OI in den Futurs in Höhe von 523.083 Kontrakten und trägt den Final Stempel. In der Vorwoche zum 27.07.2010 wurden die Bericht erst zum COT-Report von preliminary (vorläufig) auf final gestellt.
    Die Differenzen hier in der Tabelle.


    Futurs Tagesberichte.pdf


    Der Futur für August 2010 lag in der Vorwoch noch über 300.000 Kontrakten. Aktuell sind diese weitestgehend in den Dezember 2010 geroll. Wer wo steht erfahren wir am Freitag.


    War es im letzten Jahr auch so, dass die August Kontrakte in der Masse gleich auf Dezember umgerollt wurden? Gibt es da irgendein bekanntes technisches Erklärungsmuster?

    und hier nochmal kurz bei der FAZ:


    http://www.faz.net/s/Rub58BA8E…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    "Die Goldbestände fielen, weil der Goldverkauf einer Zentralbank den Goldkauf einer anderen Zentralbank übertraf." Die Identität der beiden Zentralbanken bleibt verborgen, ebenso die gehandelten Mengen.


    Das ist ne superheiße Geschichte und wie ich im Wochenbericht geschrieben habe, wird dieser erste Nettogoldkauf einer Eurozonenbank noch oft diskutiert werden.



    Es ehrt mich natürlich, dass Du Dich extra im Forum angemeldet hast, um diese Kritik anzubringen: sie ist aber sachlich falsch.
    Der bereits vielbeschriebene Deal der BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) ist schon ein paar Tage her.
    meine Nachricht bezieht sich auf diesen Reuters-Bericht, die haben im jüngensten EZB-Bericht entdeckt, dass eine Notenbank des Eurosystems Gold verkauft hat und eine andere gekauft hat.
    http://www.reuters.com/article…ame=hotStocksNews&rpc=401


    "...gold sales by one euro zone central bank outweighed the purchase by another."


    Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ist ein Dinosaurier aus der Zeit des Goldstandards: eine Bank mit Stammkapital in Goldmünzen, die früher Zahlungsbilanzdefizite zwischen den Notenbanken der Länder managte (aus dieser Zeit hat z.B. die Bundesbank ihr Gold, als Ausgleich eines Handelsbilanzdefizits irgendwann in den 50er oder 60er Jahren).
    Die BIZ ist seit dem Zusammenbruch von Bretton Woods und der freigabe der Wechselkurse de facto ohne Geschäftsbereich. Angeblich haben die Mitglieder der Bank sogar diplomatische Immunität.


    Die EZB und die Notenbanken der eurozone... das dürfte bekannt sein.

    http://www.gold-super-markt.de…nsider/marktberichte.html


    Ich schreibe seit dieser Woche einen Goldmarkt-Wochenbericht, der bei Gold-Supermarkt veröffentlicht wird.
    Die Vorteile liegen auf der Hand: Dr Meyer gibt es jetzt einmal in der Woche ohne Tippfehler. Beim ersten Mal hat es noch etwas gedauert, aber ich hoffe, dass zukünftig schon am Montag der Bericht online ist. Viel Spaß beim Lesen, feedback etc. kann ganz normal als PM über dieses Forum laufen.