Wie immer bei solchen paranoiden Themen würd ich halbwegs gelassen bleiben.
Es gibt längst Strukturen, die wirksam staatliches Schnüffelbedürfnis canceln.
Das bekannteste ist Schwarzarbeit.
Bei Gold/Silber würd ich mir schon gar keine Sorgen machen. Meine Vorfahren haben Gold aus dem Kaiserreich durch Wirtschaftskrisen, Kriege und Diktaturen geschleust, ohne dass sie in ihrer Verfügungsgewalt darüber beeinträchtigt wurden.
Allein mit meinen Kontakten hier im GSF könnte ich mein Gold/Silber Bedarf und Verkauf völlig ohne staatliche Eingriffsmöglichkeiten gestalten.
Also gelassen bleiben und dem Hartz4 Schwarzarbeiter ab und an mal für die Arbeit am Haus einen Silver Eagle rüberwachsen lassen, als Geburtstagsgeschenk, versteht sich
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Gruss BM, auch paranoid, aber sonst glücklich verheiratet
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die zu Hauf umlaufenden Gold Willis lassen erkennen, dass unsere Großeltern eine ganze Menge Kaiserzeitgold durch zwei Kriege und Inflation und Wirtschjaftskrise gebracht haben. die detail kennen wir heute aber nicht mehr.
wusstet Ihr, dass ab 1930 in Deutschland haufenweise Gesetze und Verordnungen erlassen wurden, die Edelmetallbesitz erfassten?
Im Zuge der Wirtschaftskrise wurde zuerst verboten Reichsmark in Gold zu tauschen, danach gab es Verbote, Devisen außer Landes zu führen, danach gab es ein Gesetz, dass jeder devisen und goldbesitzer seine schätze bei staatlichen stellen anmelden musste,
etwas später entdeckten die bürger ein schlupfloch: sie kauften waren in der schweiz, bezahlten die mit Reichsmark, führten aber die waren nicht ein, sondern verkauften sie gegen dollar und franken. das wurde auch verboten.
die grundangst der brüger war eine inflation. die trat so nicht ein.
aber wissen wir heute, wer wieviel devisenvermögen gemeldet hat?
und alle Daten, die man 1931 an eine konservativ-rechtsliberale Regierung oder in Preußen an eine sozialdemokratische Regierung gemeldet hat, waren 1933 in der Hand der Gestapo.
ich habe mal einen Vertrag mit einer Firma gemacht: als ich den Vertragsabschluß hatte, war diese Firma eine Versammlung von netten harmlosen Jungs, 3 jahre später war diese Firma von heuschrecken übernommen, die aus der Firma ein Tempel des Bösen gemaht haben.
Grundsätzlich sollte also Nachrichtenübertragung und Ausgestaltung der rechtlichen Beziehung immer so sein, dass der Vertrag auch dann noch gut ist, wenn der Counterpart sich verändert.
Und in der Ausgestaltung seines Verhältnisses zum Staat sollte der Bürger berücksichtigen, dass in ein paar Jahren es Politik geben könnte, die weniger harmlos als heute ist. d.h. es ist schon recht wichtig, welche Informationen der Staat hat - und welche nicht.
Natürlich hat Eichelburg recht, wenn er meint, dass Gold ein Minderheitenthema ist. aber die im ZDF angedeutete Gesetzesinitiative und die hochkarätige Besetzung der Interviewpartner zeigt, dass anonymer Besitz von Edelmetallen auf der Abschussliste steht.
danach wird es selbstverständlich einen funktionierenden Schwarzmarkt geben. aber es kann gut sein, dass der paradisische Zustand mit Tafelgeschäften sich dem Ende nähert.
Gold spielt seine entscheidenden Eigenschaft als ultimative Reserve für schlechte Zeiten nur dann aus, wenn niemand weis, dass man es hat.
In der Bibel wird das beispiel von den klugen und den törrichten Jungfrauen erwähnt:
Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.
bei der eisernen Reserve, bzw. der goldenen Reserve, da muß jeder mit seinem eigenen Gewissen ausmachen, wen er noch durchfüttert und wem er sagt; "wenn ich dir etwas abgebe, reicht es für mich nicht mehr"
margaret thatcher sagte: socialism is when you are running out of other peoples money.
der staat wird seinen charakter erst ändern, wenn er seine inländischen reserven vollständig erschöpft sind.
und so lange es irgendwas gibt, was man abschöpfen kann, wird man weitermachen wir bisher.
das muss gar keine steuer sein: eine (zwangs)anleihe tut es ja auch.
wenn investoren keine staatsanleihen mehr kaufen, dann erklärt herr trichet die märkte seien dysfunktional, druckt geld und kauft damit staatsanleihen.
wenn dann saudi arabien kein öl für papiergeld liefert, dann wird der staat erklären, die märkte seien kurzfristig dysfunktional und sich Gold bei seinen Bürgern borgen, dass er natürlich wieder zurückzahlen will,
ehrlich.
naja, mann muss das nicht zu weit treiben, das ist natürlich ein extremes beispiel.
der amerikanische physiker und evolutionsbiologe Nesse schrieb, dass unser alarmsystem "angst" auf "sehr sensibel" eingestellt ist.
eine Flucht kostet im Tierreich nur ein paar hundert kcal, eine unterlassene flucht kostet das Leben.
ich komme aus einer 800 jahre alten Kaufmannsfamilie: der Besitz ist zwar im Sudetenland geblieben, aber den Geschäftssinn ist geblieben. ich denke mal, wenn man mit einem sehr geringen aufwand einer Gefahr begegnet, die etwas größer als "sehr gering" ist, dann tut man sehr gut, diese Option zu ziehen und der Gefahr zu begegnen.
Niemand muss sich für Angst schämen: die Wesen, die keine Angst hatten, liegen auf den Friedhöfen der Evolutionsbiologie.
Wir, die Überlebenden, stammen von denen ab, die rechtzeitig genug Angst hatten.