Beiträge von Dr_Meyer

    Dirk Müller empfiehlt allen Aktienbesitzern, dividendenstarke Titel zu halten und die Bestände komplett mit Puts abzusichern. Er hatte das mal an mehreren Beispielen durchgerechnet. Die Performance des Depots leidet nur wenig und bei schlechter Entwicklung egalisieren die gewinne aus den Puts den Ver


    http://www.bloomberg.com/news/…ry-s-market-rebounds.html


    Aber wenn Dirk Müller seine dividendenstarken Titel mit Puts absichert, dann muß irgendjemand ja gegen Dirk Müller wetten.
    Wenn alle (Profianleger) mit einem Crash rechnen (wie aus dem Bloombergartikel ersichtlich), wer wettet dann auf steigende Märkte und ist der Counterpart.


    Im Falle der gigantischen Subprime-Spekulation gab es unter den Goldman-Klienten einen klassischen Contrarian, Mr. Paulson, der im großen Stil gegen den Subprime-Markt spekulieren wollte. Goldman stellte ein Portfolio von Subprime-Papieren zusammen, die besonders wackelig waren und verkaufte die Pakete als Anlage z.B. an die nichtsahnende IKB.


    Wenn niemand von den Profiinvestoren auf steigende Märkte wetten mag: wo könnte man noch einen Dummen finden? Bei den Kleinanlegern, die sich über niedrige Zinsen ärgern.


    Für Goldman wäre das wieder ein idealer Deal: falls es nicht zu einem Crash kommt, verfallen die Puts der Profianleger.


    Falls es zu einem Crash kommt, verfällt das Investment des Floaters komplett und Goldman kann daraus die fälligen Auszahlungen an Put-Optionscheininhaber vornehmen.


    Wie im Bloomberg-artikel ersichtlich, ist der Pessimismus und die Volatilität derzeit auf einem historischen Höchststand. Mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 1:7 könnte das jetzt derzeit der Tiefpunkt bei Aktien sein und positive Nachrichten könnten eine Rally auslösen.


    Im Mai 2008 gab es aber schon einmal eine vergleichbare Situation. Da kam es in dr Folgezeit nicht zu einer Rally, sondern einem Crash von 40%.


    Der Floater von Goldman ist ein perverses Konstrukt, da Menschen, die sich einen Aktiencrash von 50% nicht vorstellen können, zu Counterparts von Börsenprofis werden, die sich derzeit gegen einen Aktiencrash von genau solchen Dimensionen absichern.
    Goldman ist nur der Dealer.
    Die Drogenbarone sitzen im EZB-Tower, denn mit den Zinsen unterhalb der Inflationsrate werden Kleinanleger in höher verzinste, risikoreichere Anlagen getrieben, deren Risiken sie nicht verstehen.

    Ein interessantes „Produkt“ (ich wage kaum das Wort „Produkt“ für diese Konstrukte zu benutzen.)
    Eine als sehr sicher eingestufte Anlageform (Anleihe) wird mit einem extrem attraktiven Zinskupons ausgestattet und als Knock-Out mit einem Ereignis gekoppelt, das aus Sicht des Normalanlegers nahezu unmöglich erscheint.
    Da im Anleihemarkt dank der Nullzinspolitik von EZB und FED deftiger Anlagenotstand herrscht, wird es nicht lange dauern, bis Sparer sich im Netz von Goldman verfangen und diese wunderbare Hochzinsanleihe zeichnen.


    Auf den ersten Blick für Kleinsparer eine sichere Sache: eine systemisch relevante Bank, die nicht Pleite gehen kann, bietet 5,7% Zinsen oberhalb des Euribor an, die ständig angepasst und ausgeschüttet werden. Und als einziges Risiko steht ein Fall des EuroStoxx 50 in den Büchern. Also wirklich: das Elite-Aktien des EuroStoxx um 50% sinken, ganz ehrlich: wie wahrscheinlich ist das? Wir reden hier doch von der Allianz und Axa, von Bayer und BASF, von Daimler, Deutsche Bank und France Telecom, von L’oreal, Nokia und RWE.
    Wie sollte dieser noble Index um 50% unter die Räder kommen.


    Aber wie bezahlt Goldman dann 5,7% Zinsen?


    Kaum aus Staats- und Unternehmensanleihen, die bringen weniger. Auch nicht aus den Dividenden von EuroStoxx50-Titeln, die dürfte wohl irgendwo zwischen 1,5 und 3 Prozent liegen.


    Ich habe länger nachgedacht und bin nur auf eine Idee gekommen: der Aktienfloater ist vermutlich ein Papier, das als Counterpart für Aktienputs, vielleicht auch Calls eingesetzt wird.


    Banken geben Call- und Put-Optionsscheine aus. Die meisten davon verfallen wertlos. Aber für diejenigen, die nicht wertlos verfallen, muss die Bank das Risiko managen.
    Im Idealfall gibt es genau so viele Optimisten wie Pessimisten, d.h. Calls und Puts auf den EuroStoxx und auf Aktien von BASF, Nokia und France Telecom gleichen sich genau. Was passiert bei einem Überhang an Optimisten oder Pessimisten? Vermutlich muß dann die emittierende Bank andere Modelle finden, um dass aus Calls oder Puts resultierende Risiko zu managen.

    Bei einem Zauberkünstler sollte man nicht auf die Augen oder den Mund oder die kurvenreiche Assistentin achten, sondern auf die Hände.


    Es kommt also nicht darauf an, was Goldman Sachs sagt, sondern was die Firma tut.


    Goldman hat gerade einen neuen Floater aufgelegt.
    Ein Floater ist eine Anleihe mit variabler Verzinsung.
    Eine festverzinsliche Anleihe fällt im Preis, wenn sich das Zinsniveau erhöht – da die anderen Marktteilnehmer sich ja sonst an frisch emmittierten Anleihen auf dem erhöhten Zinsniveau bedienen könnten.


    Ein Floater ist für den Geldanleger eine feine Sache, besonders beim derzeit niedrigen Zinsniveau. Bleibt das Zinsniveau niedrig, gibt es keine Veränderungen. Steigt das Zinsniveau, dann wird der Zinskupon des Floaters angepasst.


    Üblich ist, dass für den Floater ein Referenzzinssatz festgelegt wird, z.B. der 3-Monats-Euribor. Das emittierende Unternehmen zahlt einen festgelegten Zinskupon oberhalb des 3-Monats-Euribors.
    Der 1-Monats-Euribor betrug z.B. 2008 mehr als 4%, heute notiert er bei weniger als 0,65%


    http://de.wikipedia.org/wiki/Floater


    So, und jetzt schätzen Sie mal, wie hoch der Zinskupon von Goldmans neuem Floater ist:
    5,7% + Zinsen des Euribor.


    WKN: GS3BP9


    http://www.goldman-sachs.de/fi…_Yield_Zertifikate_15.pdf


    D.h. auf dem derzeitigen Niveau bekommt man satt über 6% Zinsen, die zudem alle drei Monate ausgeschüttet werden, so dass man sie gleich wieder neu anlegen kann.


    Ein großes „Aber“ gibt es jedoch: das Derivat ist keine ganz echte Anleihe, sondern ein „Aktien“-Floater, d.h. er ist an eine Bedingung aus dem Aktienmarkt geknüpft.


    Wenn während der Laufzeit des Floaters der EuroStoxx 50 einmal 50% niedriger als zur Emission notiert, dann verfällt das Investment komplett, d.h. Goldman würde in diesem Fall Null Euro zurückzahlen.


    Oha.

    Sagt ein Goldman-Sachs-Banker zum anderen: “Wir stehen vor einem globalen Meltdown des Finanzsystems!” Antwortet der andere: „Dann sollten wir ein Derivat auflegen, das bei diesem Meltdown gigantische Gewinne beschert.“


    Wer würde nicht etwas darum geben, bei Goldman-Sachs ins Nähkästchen zu gucken. Anders als Lehman-Brothers, die eine Vergangenheit als zupackende, aber wenig analysierende Wallstreet-Broker hatten, stand Goldman in der Tradition von Denkern, Analytikern – aber auch Manipulatoren und Nebelkerzenwerfern.
    Gemeinsam mit den anderen Marktteilnehmern verdiente Goldman prächtig am Subprime-Immobilienmarkt. Als der Markt zusammenbrach, gehörte Goldman (angeblich) zu den wenigen Marktteilnehmern, die sich auf Leisen Sohlen rechtzeitig vom Acker machten.


    Als der Ölpreis bei 150 Dollar/Barrel stand, empfahl Goldman öffentlich beim Öl auf steigende Kurse zu setzen, während man selbst beim Öl shortete.


    Bekannt geworden ist das Beispiel des Investores Paulson, der mit Hilfe von Goldman auf einen Crash des Subprime-Marktes wettete: Goldman baute ihm ein maßgeschneidertes Paket von Subprime-Papieren, die besonders anfällig waren. Paulson investierte sein Geld als Wette gegen das Paket. Goldman verkaufte das Paket als Investment an seine Kunden, z.B. die deutsche IKB.


    Wenn brilliante Analytiker und Nobelpreisträger die Märkte analysieren …. dann können sie komplett falsch liegen, wie der Crash des von zwei Nobelpreisträgern gemanagte Long Term Capital Management Hedge Fonds 1998 zeigte.
    http://www.youtube.com/watch?v=GKhCzubxOW0


    Andererseits: bei den derzeit „ungewöhnlich ungewissen“ Aussichten (Ben Bernenke) wäre es doch recht interessant zu wissen, wie die Analyse von Goldman Sachs über die Märkte aussieht. Also nicht die manipulative Nebelkerze, die den Märkten hingeworfen wird, wie einem Hund der Knochen – sondern die echten Insights.

    Nachdem es lange Zeit keine klassischen Drückungen mehr gab, sind sie nun wieder da: siehe Chart der letzten 3 Tage.
    Nahezu perfektes Timing.


    während der euro-krise zeigte der goldpreis den stress für den euro an, das war den Golddrücern offenbar wurscht.
    derzeit scheint es anders zu sein: Die USA sind zu sehr im Fokus, als dass man einen steigenden Goldpreis zulassen könnte,


    Zu Beginn des Marktes wird der Preis mit einem Angebotsüberhang gedrückt, also zu einem Zeotpunkt bei Börseneröffung, wo man einen Trend für den Tag vorgeben kann.


    auch die Renditen der US treasuries steigen wieder: ein Zeichen, dass Stress im System ist.


    Vor 4 Wochen noch sind US treasuries noch bei der Flucht aus Aktien als sichere Häfen stark gesucht wurden.

    Die Merkel Garantie für Sparguthaben gilt nicht mehr, bzw hat nie gegolten:


    Artikel aus dem Focus: Hammer!
    http://www.focus.de/finanzen/n…ht-fuehrt_aid_545144.html


    "..... Die Merkel-Garantie, verkündete das Finanzministerium flugs, gelte für die Noa Bank nicht. Das Geldhaus sei nicht an der Finanzkrise zerbrochen. Kühler kann eine Abfuhr kaum sein.


    Höchste Zeit für ein paar Fragen. Erstens: Gilt die Garantie überhaupt noch? Im Prinzip – ja. „Wenn ein Institut im Kontext der Finanzkrise zusammenbricht, gilt die Garantie“, sagt ein Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Zweitens: Wo lässt sich ablesen, dass die Kanzlerin ihre Zusage auf Krisenopfer beschränkt hat? Nirgends. „Die Kanzlerin hat ihre Erklärung abstrakt im Kontext der Finanzkrise gegeben.“


    Drittens: Wer hat entschieden, dass bei der Noa Bank Merkels Versprechen nicht gilt? Kein Kommentar. „Über die Willensbildung im Finanzministerium gibt es keine Informationen.“ Viertens: Schließt die Garantie im Prinzip alle deutschen Banken ein? „Fragen Sie das Bundeskanzleramt.“ Fünftens: Springt der Staat ein, wenn die große Deutsche Bank ohne Systemkrise zugrunde geht? „Über hypothetische Fälle spekuliere ich nicht.“



    AHA, da staunt der Bürger und der Fachmann wundert sich.



    die zu Hauf umlaufenden Gold Willis lassen erkennen, dass unsere Großeltern eine ganze Menge Kaiserzeitgold durch zwei Kriege und Inflation und Wirtschjaftskrise gebracht haben. die detail kennen wir heute aber nicht mehr.


    wusstet Ihr, dass ab 1930 in Deutschland haufenweise Gesetze und Verordnungen erlassen wurden, die Edelmetallbesitz erfassten?
    Im Zuge der Wirtschaftskrise wurde zuerst verboten Reichsmark in Gold zu tauschen, danach gab es Verbote, Devisen außer Landes zu führen, danach gab es ein Gesetz, dass jeder devisen und goldbesitzer seine schätze bei staatlichen stellen anmelden musste,
    etwas später entdeckten die bürger ein schlupfloch: sie kauften waren in der schweiz, bezahlten die mit Reichsmark, führten aber die waren nicht ein, sondern verkauften sie gegen dollar und franken. das wurde auch verboten.
    die grundangst der brüger war eine inflation. die trat so nicht ein.
    aber wissen wir heute, wer wieviel devisenvermögen gemeldet hat?
    und alle Daten, die man 1931 an eine konservativ-rechtsliberale Regierung oder in Preußen an eine sozialdemokratische Regierung gemeldet hat, waren 1933 in der Hand der Gestapo.


    ich habe mal einen Vertrag mit einer Firma gemacht: als ich den Vertragsabschluß hatte, war diese Firma eine Versammlung von netten harmlosen Jungs, 3 jahre später war diese Firma von heuschrecken übernommen, die aus der Firma ein Tempel des Bösen gemaht haben.
    Grundsätzlich sollte also Nachrichtenübertragung und Ausgestaltung der rechtlichen Beziehung immer so sein, dass der Vertrag auch dann noch gut ist, wenn der Counterpart sich verändert.


    Und in der Ausgestaltung seines Verhältnisses zum Staat sollte der Bürger berücksichtigen, dass in ein paar Jahren es Politik geben könnte, die weniger harmlos als heute ist. d.h. es ist schon recht wichtig, welche Informationen der Staat hat - und welche nicht.


    Natürlich hat Eichelburg recht, wenn er meint, dass Gold ein Minderheitenthema ist. aber die im ZDF angedeutete Gesetzesinitiative und die hochkarätige Besetzung der Interviewpartner zeigt, dass anonymer Besitz von Edelmetallen auf der Abschussliste steht.


    danach wird es selbstverständlich einen funktionierenden Schwarzmarkt geben. aber es kann gut sein, dass der paradisische Zustand mit Tafelgeschäften sich dem Ende nähert.


    Gold spielt seine entscheidenden Eigenschaft als ultimative Reserve für schlechte Zeiten nur dann aus, wenn niemand weis, dass man es hat.



    In der Bibel wird das beispiel von den klugen und den törrichten Jungfrauen erwähnt:


    Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit. Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht. Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen. Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach uns auf! Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.


    bei der eisernen Reserve, bzw. der goldenen Reserve, da muß jeder mit seinem eigenen Gewissen ausmachen, wen er noch durchfüttert und wem er sagt; "wenn ich dir etwas abgebe, reicht es für mich nicht mehr"


    margaret thatcher sagte: socialism is when you are running out of other peoples money.
    der staat wird seinen charakter erst ändern, wenn er seine inländischen reserven vollständig erschöpft sind.
    und so lange es irgendwas gibt, was man abschöpfen kann, wird man weitermachen wir bisher.


    das muss gar keine steuer sein: eine (zwangs)anleihe tut es ja auch.


    wenn investoren keine staatsanleihen mehr kaufen, dann erklärt herr trichet die märkte seien dysfunktional, druckt geld und kauft damit staatsanleihen.
    wenn dann saudi arabien kein öl für papiergeld liefert, dann wird der staat erklären, die märkte seien kurzfristig dysfunktional und sich Gold bei seinen Bürgern borgen, dass er natürlich wieder zurückzahlen will,
    ehrlich.


    naja, mann muss das nicht zu weit treiben, das ist natürlich ein extremes beispiel.


    der amerikanische physiker und evolutionsbiologe Nesse schrieb, dass unser alarmsystem "angst" auf "sehr sensibel" eingestellt ist.
    eine Flucht kostet im Tierreich nur ein paar hundert kcal, eine unterlassene flucht kostet das Leben.


    ich komme aus einer 800 jahre alten Kaufmannsfamilie: der Besitz ist zwar im Sudetenland geblieben, aber den Geschäftssinn ist geblieben. ich denke mal, wenn man mit einem sehr geringen aufwand einer Gefahr begegnet, die etwas größer als "sehr gering" ist, dann tut man sehr gut, diese Option zu ziehen und der Gefahr zu begegnen.


    Niemand muss sich für Angst schämen: die Wesen, die keine Angst hatten, liegen auf den Friedhöfen der Evolutionsbiologie.
    Wir, die Überlebenden, stammen von denen ab, die rechtzeitig genug Angst hatten.

    Nähert sich das Zeitfenster für den anonymen Kauf von Edelmetallen seinem Ende? Seit gestern gibt es einen deutlichen Indiz, dass dieser Prozess nun in Gang kommt.


    Nochmal zur Erinnerung, warum es interessant ist, einen Teil seinen Vermögens in anonym erworbenen counterpartfreien Wertspeichern anzulegen.


    Die deutsche Staatsverschuldung ist bekannt. Leider gibt es an den Schaltstellen der Macht und auch beim gemeinen Volk immer noch die Illusion, die Deutschen seien ein wohlhabendes Volk: spätestens wenn Spanien das erste Mal Geld aus dem 750 Mrd Bailout Paket der EU abruft, wird auch dem letzten Bondinvestor klar werden, dass Deutschland das AAA nicht verdient und auch die Zinssätze für Deutschland werden steigen.


    Spanien zeigt, wo man Geld herholen kann: Seit 2007 haben die Kassen der spanischen Sozialversicherung ihr Vermögen re-diversifiziert: sie haben Bonds aus Deutschland, Holland und Frankreich verkauft und dafür ihren Anteil an spanischen Staatsanleihen von 50 auf 75% erhöht. Bis Ende des Jahres soll er bei 90% liegen.
    Wenn das nicht reicht, dann müssen die Bürger und Berlin ran.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…les/0,1518,711589,00.html
    Selbst im Spiegel wird schon diskutiert, wie Deutschland seine Schulden los werden könnte: mit einer allgemeinen Vermögensabgabe.


    Die Taktik kennt man: anfangs wird erklärt, dass es um die Besteuerung der Superreichen geht. Da diese bereits in Zürich sitzen und ihre Vermögen auf den Caymen Islands verwalten lassen, muss dann das Bürgertum ran.
    (7% allen weltweiten Vermögens wird in Steueroasen verwaltet, ich vermute, dass es sogar noch mehr ist.)


    Vor einer allgemeinen Vermögensabgabe müssen natürlich alle Vermögen erfasst werden. Und so was dauert und braucht eine Infrastruktur.


    Geld auf Konten und Immobilien ist schon erfasst. Sachwerte wie Schmuck, aber auch Edelmetalle fehlen noch.


    Gestern gab es in der Nachrichtensendung HEUTE beim ZDF diesen Beitrag:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek…nanenrepublik-Deutschland


    Es ging um Geldwäsche. Wie hoch das Thema aufgehängt ist, das kann man an dem Sanio-Interview sehen.


    Im gesprochenen Beitrag tauchten Edelmetalle nicht auf, aber auf den Charts tauchten sie auf.


    Denkbar ist, dass diese ZDF-Charts aus einer internen Regierungsvorlage übernommen wurden: sie zeigen die Assets, bei deren Übertragung zukünftig Personalien aufgenommen werden müssen.


    Die Frage ist natürlich, ob so eine Erfassung von Edelmetallkäufen nicht längst zu spät kommt. Da das Thema keines mit extremer Dringlichkeit ist, rechne ich mit mindestens 6 Monaten, höchstens 2 Jahren.


    Wer Geld in ETFs oder als Xetra-Gold geparkt hat, sollte in den kommenden Wochen mal in Ruhe eine Liquiditätsplanung machen und dann genau überlegen, wie viel Gold unbedingt „im System“ liquide bleiben muss und wie viel Edelmetall anonym gekauft für schlechte Zeiten und schlechte Staaten unter der Hütte vom Doberman vergraben werden sollte.


    kostolany ist genial und alte leute sind manchmal auch im alte noch sehr sehr fit. aber manchmal kommt der punkt, wo sie einfach nur noch alte standpunkite wiederholen.
    das dürfte kostolany beim gold so gegangen sein.
    sonst hat er sich mit allem, was stark gefallen ist intensiv beschäftigt.


    jim rogers war übrigens zur selben zeit auch bärisch für gold, er war überzeugt, dass gold irgendwann mal wieder gute zeiten haben wird,
    konnte sich damals aber nicht vorstellen wann und warum.


    auch kostolany hat sich übriegens einmal vom goldfieber anstecken lassen und in den späten 60ern gold gekauft und ein paar monate gehalten.


    kostolany hat anfangs als bär gegen die hausse der 29er spekuliert und viel gewonnen. später gefiel er sich sehr in der rolle des positiven investors.


    die antwort gibt er sich in seinen büchern selbst: man darf niemals ideologisch spekulieren.
    und beim gold war er lange sehr ideologisch.


    wenn er heute noch topfit wäre und alles verstehen würde- ich denke dann hätte er längst gold gekauft.


    interessant, was er mal zum euro sagte: er war abslout pro europäische währung,
    sagte aber 1990, dass es zu früh ist und die währung erst eingeführt werden kann, wenn die regionalen steuern, löhne, arbeitsmentalitäten sich angleichen.
    by the way: seit dem mai haben sich die eu regierungen mit dem bail out paket zeit gekauft. hat irgend jemand den eindruck gewonnen, dass es zwischendurch ein paar eu gipfel gab, auf denen irgendwas reformiert wurde, z.b, insolvenzrecht für staaten,
    das war doch so eine herzensangelegenheit von Dr. Schäuble.


    es wurde Zeit gekauft, um in der gekauften Zeit Sommerinterviews zu geben und Normalität zu feiern.
    manchmal ist es gut, Zeit zu kaufen, aber dieses mal war die gekaufte zeit eine Fehlinvestition.

    ja und spühlt der nächsten riesenkrake geld auf´s konto :thumbdown: , gibt es keinen anderen weg ?)


    also das anklicken des links ist meiner meinung nach falsch.


    ganz ehrlich: google verdient Unsummen, egal ob wir das mögen oder nicht.
    aber mit ein paar Mausklicks auf die Banner von Betrüber Händlern wird deren Budget blitzschnell geleert.
    Vor ein paar Wochen hatten wir einen Betrürger, der 3 tage nachdem GS Foren mitglieder sein ad-word Budge geleert haben, aufgeben hat.


    Ad words wie "Gold" sind anders als seltene adwords sehr teuer, je nach Tagesform sind da 50 cent usus.


    wenn mal schnell die Leute aus dem Forum dem Typen 300-400 euro abnehmen, dann ist er ganz schön genervt. und google arbeitet nur gegen vorkasse.


    ich habe wegen der großen einzelorder vom 24.8. nochmal recherchiert. bei etfs physical gold war bisher ein Tag Ende August 2009 der tag mit dem höchsten nettozufluss.
    das waren damsls 200 mio dollar und über 200.000 unzen.
    eine order über 68 mio dollar - wohlgemerkt einzelorder - ist damit durchaus in historischen dimensionen.


    ein echter anti-zykliker hätte wohl ohne größere schwierigkeiten einen kaufzeitpunkt bei 1160-80 dollar gefunden,
    von daher kann man über die motive einer einzelorder in diesem bereich und im "über 1200" dollar bereich nur spekulieren.


    in 2009 war das timing frappierend. ein paar tage nach den nettozuflüssen in die etfs im august begann die hausse.

    Ich alter Nostalgiker hab' drei davon, das reicht aber auch. Sammlerwert eher gering...-schade [smilie_denk]
    Aber vielleicht kommen die noch mal ganz groß raus?


    Vor und nachteile vergleichbar mit den 100 euro stücken, zu denen es schon mal eine längere pro und kontra disussion gab:
    Zukunft der 100 euro goldmünzen: Wo geht die Reise hin?


    bei den 100 euro münzen fand ich es noch ganz praktisch, dass sie in der halbunzenstückelung sind und von wegen offizielles zahlungsmittel,
    das kann bei manchen szenarien z.B. hANDELSBESCHRÄNKZNGEN EINIGE vorteile bieten.


    im dez 09 kamen so viele 100 euro münzen und 1 dm münzen auf den markt, dass der ankaufpreis bei PA unterhalb des aufkaufpreises der scheideanstalten lag.


    eine echte steigerung des sammlerwertes kann ich mir nur vorstellen, wenn bei ner goldhausse wirklich mal 200.000 von den dingern in die schmelzöfen wandern,
    um daraus 400 oz barren für großkapital zu machen.


    silberwhiskey hatte für den 24, aug. nicht unrecht:


    es gab bei ishares silver etf dass erste mal seit 6 wochen am 24 aug. einen nennensewerten zufluss, das heisst ishares musste an diesem tag an den kontraktemärkten richtig zulangen.
    d.h. die bewegung beim silber war kein strohfeuer der daytrader, sondern wurde durch substanzielle käufe vom etf unterfüttert.

    Welche Asset Klassen, außer Gold ? Wenn ich den von Greyerz lese werde ich leicht depressiv. :boese:


    http://matterhornassetmanageme…re-will-be-no-double-dip/


    gold ist vermutlich die beste, da hier sowohl unter dem aspekt der liquidität, als auch der counterpartfreiheit eindeutige vorteile sind.
    es gibt bei mir immer wieder momente, wo ich gerne 100% in gold wäre, aber nach den erfahrungen der letzten jahre im investment ist die schlußfolgerung einfach,
    dass man niemals niemals niemals irgendwo zu 100% drin sein sollte.
    witzigerweise habe ich bisher mit platin und silber weit mehr gewinn (prozentual) gemacht als mit gold.
    das platin hatte ich irgendwann verkauft, als es heißgelaufen war und in gold umgewandelt.


    auch wenn ich nicht sehr viel von fremdwährungen halte, habe ich die zwiwschenzeitliche eurostärke genutzt, um eine winzige position in fremdwährungen aufzubauen.


    wenn ich reich wäre, würde ich definitiv ackerland kaufen. richtig billig ist das auch nicht, aber auf jeden fall besser als der völlig überhitzte immo markt.


    bei ackerland würde ich frankreich bevorzugen: die französischen bauern sind alle extrem organisiert, militant und haben jagdwaffen.
    ("accident de chasse" ist eine ziemlich häufige todesursache in frankreich). ich vermute, dass kein Präsident es überleben würde, französisches Ackerland zu besteuern oder enteignen.


    den rest vielleicht polen, südamerika, vielleicht asien afrika,
    genau genommen kann man eigentlich froh sein, nicht wirklich reich zu sein: eine gute diversifikation in sachwerte ist eine Sauarbeit.

    am 5. august meinte das handelsblatt noch, dass der euro gerettet sei.


    gegenüber dem schweizer franken hat der euro ein all time low erreicht.


    "EUR/CHF Neues Allzeittief bei 1,3046


    EUR/CHF ist unter das bisherige Allzeittief gefallen und hat bereits die erwartete Unterstützung bei 1,3050 erreicht. Die nächste Unterstützung liegt bei 1,3010." 24.8.


    die zwischenzeitliche, vermutlich durch massives glattstellen von shortpositionen erzeugte euro stärke, erweist sich wieder mal als wunderbare gelegenheit, um aus dem euro in andere assetklassen zu wechseln.

    Mal angenommen, das es stimmt.
    Wieso sollte genau zeitgleich jemand eine, prozentual ähnliche, Order bei einem Silber ETF abgegeben haben?
    Das wäre mehr als ein Zufall.


    Plausibler scheint mir eine Eindeckung von Goldman Sachs und Konsorten stattgefunden zu haben. Die rechnen ja wohl eher mit extremen Preisanstieg diesen Herbst, der kaum mit Drückungs-Spielchen zu deckeln ist.


    das gab es schon recht oft: goldkontraktenachfrage wurde durch Zuflüsse ins ETFs stimuliert.
    Der Goldpreis stieg und der Silberpreis stieg ebenfalls, obwohl es keine gesteigerte nachfrage durch silber etfs gab.
    d.h. die nachfrage nach silber kontrakten kam nicht von ETFs , sondern kontrakte-spekulanten.


    in der vergangenheit zeigte bei solchen szenarien dann gold mehr stärke als silber, d.h der Goldpreis blieb oben,
    silber bröckelte ab und konnte die gewinne nicht so gut halten.


    ...letztlich muss man sagen, dass das ein Streit um Kaisers Bart ist.
    Entscheidend ist, dass Gold als Anlageklasse gefragt ist und gemeinsam mit Staatsanleihen haussiert. Es ist noch nicht lange her, da prohezeite der nun wirklich sehr anerkannte Goldexperte Saiger einen deflatorischen Goldcrash, d.h. eine Flucht aus Aktien ins Geld und Staatsanleihen - bei stark sinkenden Goldpreisen.


    Gold hat sich als sicherer Hafen während der Krise der eurobonds bewährt (april/mai) und gold haussiert derzeit während eine rphase der Angst vor einem Aktiencrash.


    damit ist Gold zurück in der Arena als ultimativ sicherer Hafen. Diese doppelte Erprobung ist sehr erfreulich - auch ohne weitere Kursgewinne.


    es gab hier einige im Forum, die sich über das Saiger Szenario sehr gesorgt haben.

    irgendjemand hat heute 44 Mio Pfund Sterling/ also 68 Mio Dollar im ETF Physical Gold investiert,


    dass sind mit einer einzigen Order 440 % des täglichen Durchschnittsumsatzes dieses ETF im august, oder auch das doppelte des durchschittsumsatzes im April/Mai.
    auch im Vergleich zum als Standard gehandelten SPDR ist es viel: der hatte in den letzten Wochen Tagesumsätze von 5-12 Mio Dollar,




    Am 27.7. wurde im Rahmen des totalen Sell offs, der den Goldpreis bis 1156 dollar brachte an einem Tag 27 Mio Dollar in SPDR aktien gehandelt.


    eine einzelorder über knapp 70 Mio Dollar entspricht also mehr als das Doppelte von dem, wass während dieses Preisgewitters am 27.7. gehandelt wurde.


    eine einzelorder von 44 Mio pfund ist schlichtweg aussergewöhnlich, so dass ich persönlich davon ausgehe, dass ein großteil des heutigen goldpreisanstiegs davon herrührt,
    dass die Fondmanager des ETF Physical Gold nun Kontrakte und Gold für 44 Mio Pfund/ 68 Mio Dollar kaufen müssen.


    vielleicht hängt es auch mit dem Raid auf die LBMA zusammen, von dem Jimmie berichtet hat,


    ich habe meine aufzeichnungen nicht dabei, aber ich glaube die höchste einzelorder, die ich bisher bei einem ETF gesehen habe, waren mal 5 oder 10 mio pfund/dollar.


    sieht so aus, als ob die Sommeruhe seit heute vorbei ist.

    ein blick auf den wochenchart bei den 2jährigen griechischen Bonds zeigt, dass sich heute die flucht aus unsicheren Anlageformen beschleunigt hat.


    an den aktienmärkten wird derzeit das "hindenburg" omen diskutiert,
    http://en.wikipedia.org/wiki/Hindenburg_Omen
    August 20, 2010: According to the Wall Street Journal, the omen was confirmed on Friday, with 83 new 52 week highs and 95 new 52 week lows on the NYSE. The McClellan Oscillator was a negative -106.46 and the 10-week NYSE moving average was rising; the market closed above its open of 50 days prior (June 11). [6]


    Die Beschreibungen differieren etwas, aber Kern ist ein gleichzeitiges aufreten einer großen anzahl von 52week highs und 52 week lows.


    angeblich soll das sehr seltene hindenburg omen bisher allen großen Crashs seit 1929 voraus gegangen sein.


    http://blogs.wsj.com/marketbea…nburg-omen-tripped-again/


    http://www.faz.net/s/RubF3F7C1…Tpl~Ecommon~Scontent.html


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    derzeit haussiert Gold gemeinsam mit Staatsanleihen (USA, Deutschland).
    das ist ein sehr seltener fall, früher trat das angeblich sehr oft bei drohender kriegsgefahr auf,
    derzeit sieht es aus, als ob vor allem ein aktiencrash antizipiert wird.