zwar nicht ganz der richtige sräd:
http://www.handelsblatt.com/po…mpetent-regiert;2615023;3
Ex-Thyssen-Chef gegen den Euro,
-prognostiziert den PiiGs DStaaten eine politische Explosion
4. Februar 2026, 10:28
zwar nicht ganz der richtige sräd:
http://www.handelsblatt.com/po…mpetent-regiert;2615023;3
Ex-Thyssen-Chef gegen den Euro,
-prognostiziert den PiiGs DStaaten eine politische Explosion
bei der diversifikation aus dem euro heraus spielt der euro-dollar kurs eine große rolle.
in den letzten tagen gab es eine euro-rally, die den euro jetzt in einen bereich gebracht hat, wo er auf Jahressicht völlig überkauft ist.
der oszillator zeigt an, dass der euro seit dem 1. Juli ununterbrochen im völlig überkauften bereich war. erst in den letzten 2 Tagen ging das ganz leicht zurück.
in den letzten 12 Monaten gab es nur im okt 2009, als das dollar-shorting seinen gipfel erreichte, eine vergleichbar überkaufte situation beim euro, die mehrere Tage hielt.
ob der allgemeine bullishe euro trend noch luft bis 1,30 hat, kann ich nicht einschätzen:
aber kurzfristig ist der euro so extrem stark, dass eine technische Korrektur in der Luft liegt.
d.h., selbst wenn Gold stagniert, dürfte Gold in euro in den kommenden tagen und wochen wieder etwas teurer werden.
zwischen dem Tiefkurs bei 1,18 und jetzt 1,26 liegen 6,7%
da sollte man nicht unbedingt zocken und auf 1,30 warten, sondern den hoch bewerteten euro nutzen,
um ins gold zu gehen.
wer schon seit einiger zeit über fremdwährungsanlagen nachgedacht hat, hat m.E. Montag ein passendes Zeitfenster,
um in fremdwährungsanlagen zu diversivisieren.
nur vom schweizer franken würde ich abraten: der ist heißgelaufen.
boerse-go.de ist gerade offline:
deswegen muss ich mal schnell mit Worten schreiben, was ich gestern abend gesehen habe:
der kursanstieg von gestern hat eine zweite große gründe kerze generiert. schlusskurs war auf dem höchststand der letzten tage.
in den letzten 12 monaten gab es bei Gold NIEMALS zwei bullishe Kerzen während einer Baisse-phase.
das könnte bedeuten, dass die Baisse phase schon wieder beendet ist.
anhand der letzten tage sieht es so aus, als ob nach langer zeit mal wieder drückungen im markt aktiv sind.
von daher kann es trotz der zwei sehr starken bullishen bewegungen noch leicht abwärts gehen.
aber ein massiver sell off ist nach diesen starken aufwärtsbewegungen praktisch ausgeschlossen.
auch die gestrige aufwärtsbewegung war von extrem geringen Volumen geprägt: das ist gut.
wenn der Kurs steigt, aber nur 1% der marktteilnehmer teilgenommen haben,
dann ist das besser, als wenn der Kurs steigt und 5% der marktteilnehmer mitgegangen sind:
unter diesen 5% kann es viel mehr "zittrige" geben, die sofort wieder verkaufen.
um jetzt, aus diesem relativ stabilen schwanken bei 1200 dollar noch einen massiven kurssturz zu generieren,
müssten nachrichten eintreffen, die so stark sind, dass auch marktteilnehmer, die den 5% kurssturz ausgehalten haben,
ihre meinung ändern. das ist nach derzeitiger großwetterlage sehr unwahrscheinlich.
da physische händler derzeit gut aufgefüllt sind und es auch wieder sonderangebote gibt, steht auch physischen positionskäufen nichts im Weg.
kurskorrektur ohne news - und ohne umsätze.
bis zum erreichen der 1200er schwelle gab es bei SPDR praktisch keine umsätze.
inzwischen sind es 5 mio,
das ist 33% des üblichen Tagesumsatzes.
d.h. der kursanstieg vollzog sich unter wenigen marktteilnehmern und dünnen umsätzen.
nach kostolany ist das für eine hausse gesund: wenn die Masse kauft, dann sind zu viele Zittrige mit dabei.
wenn gold heute auf tageshöchstkurs schliesst - dann wäre dass ein hoher wochenschlusskurs.
ein bullishes zeichen.
die 1200 werden sicher nochmal unterschritten, aber die Korrektur ist kein fallendes messer mehr, so dass man jederzeit die tagestiefstkurse nutzen kann,
um positionen zu kaufen.
ab morgen beginnt irgendein sommerfest bei pro aurum wo es ein paar tage lang gold etwas günstiger geben soll:
mal sehen, ob wir unzenpreise unter 1000 euro sehen.
Derzeit schon im Vorfeld 20x überzeichnet und vom Volumen her der größte Börsengang aller Zeiten. Was soll da bis in einer Woche noch schiefgehen? Nur noch 19x überzeichnet ?
na dann fällt das schon mal aus: vor 4 wochen hies es noch, dass das volumen reduziert werden muss, alle waren hypernerös, die schanghaier börse war seit wochen im rückwärtsgang.
(auch 2007 fiel die chinesische börse vor der new yorker börse).
andererseits: wenn vor 4 wochen alle nervös sind ("zu viele börsengäge...") und jetzt ist das 20 fach überzeichnet: gesund ist das ebenfalls nicht.
eine gesunde aktienhausse sieht anders aus.
Meinst du diese:
oder diese?:
da das so genau hier angesprochen wird:
in der Zeitschrift Capital von 2001 wurden mehrere Fondmanager gefragt, wie es an den Märkten weitergeht.
Und die meisten erwarteten einen jahrelangen Seitwärtstrend. stattdessen gab es an den Börsen ein Massaker.
auch im Sommer 2007 habe ich prognosen über einen jahrelangen seitwärtstrend gelesen:
mein Eindruck war, dass immer, wenn jahrelange seitwärtstrends prognostiziert werden, es dann meistens eher abwärts geht.
wie würdest Du das nennen, was beim gold zwischen märz 2009 unnd aug 2009 war?
baisse? seitwärtsphase? konsoldierung?
einen echten seitwärtstrend in einem band von 100 dollar, der länger als 1 jahr geht, kann ich mir bei gold absolut nicht vorstellen: irgendwann würde der preis nach oben oder unten aus dem band ausbrechen.
Alles anzeigen
Das interessiert sicher noch weitere User.
--- Die Kommentierung des Tagesgeschehens und kurzfristiger Entwicklungen sind das Eine, Taktische.
--- Längerfristige, strategische Überlegungen sind das Andere.
Grüsse
Edel
ein Timing Fahrplan würde nur dazu führen, dass man sich selbst dazu verführt, Calls zu kaufen.
ich habe in den letzten 10 jahren ca. 60% erfolgreiche spekulationen gehabt, wobei die besten beiden so gut waren, dass sie alle Verluste aus den anderen weit überoffen haben.
bei keiner einzigen spekulation war mein timing richtig.
ich habe mit meinen eltern letztes jahr im august gold gekauft: schon eine woche später waren sie im plus und nahmen danach an einer mega hausse teil: sie halten mich jetzt völlig zu unrecht für ein finanzgenie: ich musste sie ja erst 6 monate bearbeiten. das gute timing war purer zufall.
beim gold ist es sehr wahrscheinlich, dass eine ständig steigende Nachfrage auf ein konstantes angebot an gold trifft.
das führt zu exponentiell steigenden preisen.
am anfang ist der anstieg der nachfrage noch sehr niedrig, aber irgendwann steigen alle exponentialkurven steil an.
das schicksal des goldes wird sich an den schulden entscheiden.
PIMCO chef Gross sagte im Frühjahr 2009 mal:
wir sind alle Passagiere in einem Flugzeug, dass im Sturm durchgeschüttelt wird. Und wir beten, dass der Kapitän weis, was er tut.
und das sagt der weltgrößte Vermögensverwalter.
seit dem hat sich nicht verändert, außer dass die Turbulenzen noch stärker wurden.
Möglichkeit a)
wenn wir ins Cockpit treten würden, sähen wir dort Axel Weber und Ben Bernenke, die ganz relaxt durch den Sturm fliegen, aber weder zeit noch Lust haben,
den Passagieren die Situation zu erklären.
Vermutlich werden sie uns eröffnen, dass sie Ballast - sprich Gepäck der Passagiere - abwerfen mussten,
dass aber alles ohne katastrophe abgeht.
Möglichkeit b)
die Piloten sind in einer bösen Situation. Sie haben erkannt, dass sie nur mit halbvollem Tank losgeflogen sind, keine Landeklappen haben und dass es keinen ausweg gibt.
wenn das rauskommt, landen sie vorm Kriegsgericht.
also fliegen sie so lange im Sturm umher, bis endlich ein Blitz das Flugzeug trifft.
wenn sie dann das verunglückte Flugzeug nach dem Blitzschlag wassern und die Hälfte der Passagiere retten können, gelten sie schon als Helden.
Übersetzung:
die notwendigen Reformen des schuldsystems wären so heftig, dass niemand sie durchsetzen kann. also muss man warten, bis ein "Zufall" etwas in Gang setzt
und die Leute die Schuld nicht aufs Zinssystem und Papiergeld schieben, sondern auf die "Chinakrise 2012", die Mißernte 2010, die weltweite Viruspandemie 2013 oder irgendwas anderes.
Bei Mahdoff gab es 2 jahre lang Gerüchte: aber niemand konnte genau sagen, ob er ein Betrüger oder Genie war.
Mir fallen so circa 20 ereignisse ein, die die Goldhausse auf Trab bringen könnten:
- mislungener Börsengang von China agriculture bank am 15.7
- Konjunkturprogramm über 1 Billarde dollar wegen double dip in den usa
- staatsbankrott spaniens
- militärputch in griechenland
- nordkoreanischer angriff
- us angriff auf iran
...
das ist eine situation wie ein kartenhaus.
aber mir fällt - auch beim langen nachdenken nichts ein, was das Finanzsystem nachhaltig stabilieren könnte.
aus dem derzeitigen kursverlauf beim gold würde ich damit rechnen, dass in den kommen 3 jahren irgendwann der exponentielle anstieg beim gold kommt.
keine anhnung wie weit der geht.
(3 jahr allerspätestens, vielleicht 20% Wahrscheinlichkeit das es dieses jahr losgeht, 50% nächstes jahr, 30% im dritten Jahr)
sobal der punkt kommt, wo die zahl der gold nachfrager nicht stetig wächst, sondern exponentiell, dann geht auch der Goldkurs extrem nach oben.
die finale phase einer übertreibung erkennt man angeblich daran, dass auch das Wachstum der Preis nicht stetig, sondern exponentiell ist.
beim silber ist die investmentnachfrage von 2009 auf 2010 angeblich von 5% auf 15% gestiegen.
solche veränderungen können den kurs stark beeinflussen.
auf basis der derzeitigen urse kann man zwar die eine oder andere kursprognose abgeben, aber der einzige spannende punkt ist, ob und ab wann der Kurs exponentiell nach oben geht.
und das ist der Punkt ab wann man alle Kursprognosen in der Pfeile rauschen kann.
hinzu kommt, dass man derzeit noch nicht erkennen kann, ob Gold auf einem hohen Nivea wieder ins Weltfinanzsystem eingebunden wird -
oder ob bei extremen steigerungen eher der handel ausgesetzt wird.
man muss übrigens immer wieder die eigene Position hinterfragen: ich hattem mal auf den Turn around von Nortel und Lucent spekuliert, da ich 2002/3 annahm, dass irgendwann das web wegen all der neuen applikationen mehr bandbreite braucht: stichwort youtube etc.
aber nach 1 jahr musste ich erkennen, dass nortel wohl eher pleite geht und den erweiterten Netzausbau nie erleben wird.
ich bin mit 20% verlust raus. ca. 8 jahre später war nortel pleite: und die telekom diskutiert immernoch ob sie den Netzausbau einleiten oder nicht, da
- wie von mir prognostiziert - das netz an seine grenzen stösst.
auch in den 70ern und 80ern hat sich das System reformiert: zumindest als theoretische möglichkeit sollte man das auf dem Schirm haben.
Und alle paar Monate mal kritisch hnterfragen, ob die pessimistische Prognose gerechtfertigt ist.
derzeit ist sie m.E. gerechtfertigt.
um den künstlichen preis von 35 dollar pro unze zu halten, war es notwendig, goldkauf zu erschweren.
aber in tanger und zürich wurde eifrig gehandelt und wer wollte, hat auch in den 50er und 60er jahren gold bekommen.
neben dem festen notenbankpreis gab es ja noch die manipulierte londoner goldbörse.
dort versuchte man mit hilfe des "goldpools" den preis niedrig zu halten (ist heute offiziell bekannt).
aber irgendwann wurde das zu teuer.
gold ist einer der wenigen punkte, wo sich gehälter und die fantastilliarden des fiat money systems berühren.
auch bei öl ist ja solch ein berührungspunkt: aber immer wenn die spekulation das öl zu teuer macht,
kommen diese doofen armen konsumenten und tanken weniger, so dass es klar wird, dass öl an reale nachfrage gekoppelt ist.
vielleicht ist eine key schlußfolgerung, dass es wurscht ist, ob der Arbeitskollege in einen goldrausch verfällt.
stichwort dienstmädchenhausse.
wenn die vermögenden gold als tool zur vermeidung von vermögensverlusten akzeptieren, dann sehen wir einen spike
und dann sind auch preise bis 5.000, 15.000 oder 50.000 dollar möglich.
wenn die wirklich vermögenden einen anderen weg finden, sich aus schuldpapieren rauszudiversifizieren oder gar
eine situation, in der schulden bei milder inflation abgestottert werden ( "Schulden-Soli"), dann wäre gold in einer sackgasse.
auf jeden fall sollte man bei gold nicht auf einen sparplan setzen: irgendwann in dieser hausse könnte es sein, dass ein deutschen Monatsbrutto nur noch 0,1 unzen oder weniger kauft.
wer raus riskanten schuldpapieren rauswill, der akzeptiert jeden preis, aber für gehaltsempfänger wird es dann riskant,
da solche mega bullenmärkte mit einer ohrenbetäubenden Volatilität einhergehen.
Alles anzeigensehe ich auch so. teuer für die bevölkerung, aber unterbewertet um globalen maßstab gesehen. trotzdem könnte es natürlich einen crash geben, wenn sich etwas anderes als validerer wertspeicher anbieten sollte. offensichtlich weiß aber derzeit niemand, was das sein könnte oder sollte.
große vermögen waren und sind immer diversifiziert und gold hat dort seit jeher einen festen stellenwert. die frage ist eher AB WANN wird gold in großem maße von "vermögen" zur spekulation und als geldersatz eingesetzt, da die währungen komplett verfallen?
außerdem würde es mich brennend interessieren, in welche kanäle die goldverkäufe der letzten 20 jahre geflossen sind. WER sitzt zur zeit auf dem gelben metall?
ich denke, bei Gold bleibe ich bis 1300-1500 euro pro unze auf der käuferseite.
gerade bei geld, das ich nicht hart erarbeitet habe, sondern wo unerwartete dollars aus einem 5 jahre zurück liegenden lizensgeschäft eintrudeln fällt es mir leicht,
ein paar pandas oder krüger beim spotpreis von 950-1100 zu kaufen.
ich hatte gerade eine feedback mail von argus, der eher auf einen nennenswerten deflationären rückschlag wartet.
selbst die übelsten crash sind nicht an einem tag passiert: einen ganz großen goldrückschlag würde man merken, z.b. wenn trendlinien und chartwiderstände brechen.
da kann man sich dann etwas mit puts absichern.
--------
die große frage ist: wer hat all das gold um 2000 gekauft.
ich denke mal sehr altes vermögen:
sehr altes vermögen ist nicht darauf angewiesen, am neuen markt geld zu verzehnfachen, sondern vermögen zu bewaren.
ausserdem gibt es bei altem vermögen eine tradition, die know how weitervererbt.
das sind keine leute, die börsentipps und marktkommentare lesen, sondern in jahrhunderten denken.
die rothschilds gehören sicher dazu - aber nicht nur.
außerdem nicht zu unterschätzen die araber und inder: die haben einfach jahr für jahr frei verfügbares geld in gold konvertiert.
und da in indien die inflation schon immer extrem war, hat gold selbst zu seinen schlimmsten zeiten gegenüber der rupie hakbwegs performt.
interessantes muster im 3 tagesvergleich: immer wenn gold über 1200 dollar war, stürzte der preis mit dem beginn des comexhandels ab und war pünktlich zum londonder fixing unter 1200.
an dem tag, wo es deutlich unter 1190 war stieg es an der comex.
so entstand an allen drei tagen ein londonder schlusskurs unter 1200 dollar.
klassische drückung?
oder vielleicht eine manipulation, um für einen außerbörslichen deal, der sich am londoner fixing orientiert einen günstigen preis durchzusetzen?
Alles anzeigen@Doc:
Wenn das Deine Antwort
auf Deine gestrige Frage ist
dann sind wir uns ja einig
Gold ob derzeit teuer oder nicht ist - Ausnahme Silber - alternativlos, jedenfalls für die große Mehrheit.
Dann stellt sich aber nicht mehr die Frage nach teuer oder nicht sondern die Frage wieviel bin ich bereit für meine - finanzielle - Sicherheit zu investieren. Manche haben eine Vollkaskoversicherung, manche nur die Haftplichtbeide haben zuviel bezahlt, wenn sie das Auto nach 5 Jahren unfallfrei verkaufen
und der mit dem Totalschaden, dem die Vollkasko zu teuer war, hat am falschen Ende gespart, ungeachtet der Frage dass die Vollkasko immer teurer sein wird als die Haftpflicht.
greetz anwir
ich würde gold nicht als teuer bezeichnen.
aber irgendwo muss man es ja im koordinatensystem verorten.
und bis zu monatsgehältern von 4 unzen pro monat war klar, dass gold unterbewertet ist: sowohl im vergleich zu den Einkommen, als auch im vergleich zu all den geschaffenen Papiervermögen und schulden.
derzeit merkt man - was irgendwie schockierend ist - dass wir in gold gerechnet soviel verdienen wie 1950.
aber dass das trotzdem wenig ist zu den exorbitanten papiervermögen/schulden.
es wird oft gesagt, dass Gold der Inflation 2 jahre voraus läuft: das würde bedeuten, dass auch Konsumgüter aufholen und unsere Gehälter bald nur noch die kaufkraft von 1950 haben.
Warum in Nebel stochern, wenn ganz klar ist was ECHT unterbewertet ist: SILBER.
Es gibt heute vielleicht noch für 20 Milliarden Euro physisches Silber zu kaufen und es ist losgelöst von Geld/Krise/..., weil Industriemetall.
Es wird nach der Krise wahrscheinlich noch teurer als es demnächst in der Krise kostet. ---> peak silver überschritten und dazu steigende Nachfrage
Und das wichtigste Argument: Es ist noch nicht im Fokus der Anleger!
silber wird defintiv spannender für mich: aber ich hatte noch keine Zeit mich ausgibig damit zu beschäftigen.
und für meinen geschmack gab es zu silbver einfach zu viel hype: sowas schreckt mich tendenziell eher ab.
sobald ich eine meinung zu silber hab, werd ich sie hier posten.
Wichtig:
ein Leser hatte einen Fehler bei der Berechnung der Unzengehälter in den 60er und 70er Jahren berechnet:
die ging bis auf 6-7 Unzen pro Monat hoch!
Das ist zwar viel, aber nicht so viel wie vorher errechnet
was mich wirklich schockiert hat - dass wir derzeit in Gold ausgedrückt so viel verdienen wie 1914 oder 1950.
Und dass wir in Benzin umgerechnet kaum noch mehr Kaufkraft als die Bürger von angeblichen Entwicklungsländern haben.
Die gold hausse ist intakt: wenn man es ein paar mal miterlebt hat, kann man eine Hausse am Geruch und Geschmack erkennen.
und der derzeitigen Goldhausse fehlt das fiebrige und hysterische, was den Höhepunkt einer Hausse ausmacht.
auch wenn gold nicht mehr unterbewertet ist: mir fallen echt nicht viele Sachen ein, wo man sein Geld reinstecken könnte:
die meisten Sachen, wo man sein Papiergeld reinstecken könnten entpuppen sich bei näherem Hinsehen als Schredder.
Alles anzeigentja herr dr.
danke für die ausführungen. aber auch deine worte sind "nur" eine meinung.
auch bei deiner meinung gilt: ob du richtig liegst wird die zeit zeigen. ich bin viel zu sehr verunsichert, als das ich bereit wäre, em zu verkaufen. dafür ist mein vertrauen in die s.g. eliten einfach zu stark beschädigt, um nicht zu sagen, dahin. also mache ich mir im moment gar keine gedanken um eine bewertung des goldes. das verwirrt nur noch mehr.
goldhamstern
das ist sicher nicht falsch.
verkaufen tu ich keine Unze, ich hoffe, dass noch ein paar monate lang Preise zum akkumulieren bleiben.
aber dann kommt für mich irgendwann der Punkt, wo ich auch über andere Sachwerte nachdenke.
Bei einem Goldpreis für 1000 euro sagt uns der Markt, dass wir Deutschen inzwischen wenig Geld verdienen. Und der Markt zeigt uns auch, dass er eine Zerstörung von Schulden und Geld langsam einpreist.
Auf was ich schon alles spekuliert habe in den letzten 10 Jahren:
Auf den Wideraufstieg von Alstom, auf den globalen Siegeszug des Mobilfunkers Orange, auf Tele Atlas und den Turn around von Sulzer.
Alstom war eine französische Industrieperle und ich ging davon aus, dass Frankreich sie nicht pleite gehen lassen wird. Der Gedanke war richtig. Die aktionäre wurden enteignet und Alstom mit frischem Staatskapital gerettet. Gedanke war richtig, Geld war trotzdem weg.
Orange entwickelte sich so prächtig, wie ich dachte. So prächtig, dass Mutterkonzern France Telecom das Unternehmen per Squeeze out von der Börse nahm. Nichts gewonnen, nichts verloren. Trotzdem blöd gelaufen.
Tele Atlas nahm den Weg, den ich annahm: Marktführer von weltweit 2 Unternehmen, die Karten für Navis machen. Und aus den vielen Interessenten für Navi geräte, die ich 2001 in den Mafos gesehen hatte, wurden Käufer. Der Kurs verachtfachte sich.
Eine Woche nachdem ich verkauft hatte, explodierte der Kurs: denn Tom Tom machte ein Übernahmeangebot. An so was hatte ich gar nicht gedacht.
Sulzer hatte in den 90ern Maschinenöl in künstlichen Kniegelenken gelassen und ca. 8000 Amis mussten noch mal eine Kniegelenksoperation ertragen. Danach war das Unternehmen halb Pleite, hat aber einen klassischen Turn around hingelegt, da es ein sauber geführtes Schweizer unternehmen war.
Spekulationen – also etwas vorhersehen, was noch keiner sieht – gehen bei mir oft auf.
Aber auch dem besten Spekulanten passiert es, dass die Spekulation zwar richtig war, aber sie doch anders ausgeht, als man dachte.
Bisher hat Gold einen für Spekulanten eher leichten weg hinter sich:
Kaufe irgendwas, was mal gut war, was die chance auf einen Turn around hat und warte.
Gold war gnadenlos unterbewertet im Jahr 2000 oder 2001.
Leider nicht so stark wie 1969.
Jetzt ist Gold so was wie eine normal bewertete Aktie von einem Unternehmen, dass eine bahnbrechende Technologie entwickelt,
die dem eigenen Unternehmen nützen und die Konkurrenz zerstören wird.
Apple vor der Einführung des iPod oder Microsoft vor der Einführung von Windows.
Die Spekulation ist aussichtsreich, in sich logisch – aber man muss in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob man sich nicht doch getäuscht hat.
d.h.: anders als in den 70ern kommt es nicht so drauf an, ob Lieschen Müller vom Goldfieber gepackt wird, sondern wie sich die Superreichen verhalten,
die derzeit immernoch weit überproportional in Schuldüaüieren investiert sind,
Falls man merkt, dass sich diese Superreichen zwar von Schuldpapieren abwenden, aber in Kauri-Muscheln investieren,
dann muss Gold neu überdacht werden.
Was tun mit den Ersparnissen.
Wer heute in Papiergeld in Gold tauscht, der erwirbt kein heillos unterbewertetes Asset wie 1970 oder 2001, sondern ziemlich teures Hartgeld.
Ich habe volles Verständnis für jeden, der Gold zu teuer findet.
Dummerweise wird der Goldpreis von denjenigen gemacht, die Zugang zum billigen Notenbank-Geld haben.
Da gab es diesen griechischen Bankenbesitzter, der Drachmen-anleihen in Milliardenhöhe besaß, mit 10% Koupon. Die hat er jetzt brav mit europäischem Bailout Geld zurückbekommen – und all die Jahre seine 10% in Euros.
Der Goldpreis wird von Leuten wie ihm gemacht, die quasi kostenlos an die Milliarden herankommen. Ich wette, dass der Mann heute keine Anleihe mehr hat, sondern aus der Verdopplung des Geldes in 10 Jahren jetzt locker was übrig hat, um Gold zu kaufen. Ob für 800 oder 1000 euro ist ihm sicher wurscht.
Was können wir machen? Falls es Sachwerte gibt, die heillos unterbewertet sind und nach Möglichkeit auch counterpartfrei: her damit. Gold ist nicht mehr unterbewertet.
Was könnte man kaufen, was noch unterbewertet ist?
(nicht unterbewertet im Vergleich zu unserem Gehalt, aber unterbewertet im Vergleich zu den Schuldensummen, die unser Papiergeld zerstören)
Lebensmittel, Medikamente, Schuhe?
Letztens gab es bei Fiat eine Sonderaktion: Panda für 6000 euro.
Ich vermute, dass das auto ( das wohl recht gut sein soll) unter Kaufkraftparitäten historisch gesehen ein Schnäppchen ist: für ein durchschnittliches deutsches Bruttoeinkommen bekäme man jetzt fünf Fiat Pandas:
Selbst die US amerikaner konnten sich 1950 nur drei Beetles vom Jahreseinkommen kaufen.
Vermutlich hat man seit 1930 selten mehr Auto/Gehalt bekommen.
Luxusuhren und Oldtimer würde ich nicht kaufen: das lief zwar während der 70er Jahre gut, weil die Deutschen trotz Inflation sehr wohlhabend waren. Bei einer kommenden Geldzerstörung durch Default oder Gelddrucken wird die breite Masse der wohlhabenden Schichten kaum Zeit und Geld haben, um sich um Oldtimer, Perserteppiche und Kunst zu kümmern.
Auf der sicheren Seite ist man eigentlich, wenn man unabdingbare Verbrauchsgüter, Medikamente, Lebensmittel kauft. Dabei sollte man sich sehr genau kontrollieren, damit man auf keinen Fall in einen Kaufrausch kommt. Nicht das kaufen, was man gut gebrauchen könnte, sondern Dinge, wie man sie in den letzten 10 jahren gebraucht und 100%ig benutzt hat. Auch in einer Depression lebt man nicht wie in der Steinzeit.
Wer zeit hat, kann Bücher aus der Zeit der großen Depression lesen – oder informiert sich in Bulgarien, Polen, Ungarn, Serbien, wie moderne Gesellschaften mit hoher Inflation und geringem Einkommen auskommen, was die Menschen dort brauchen und auf welche Gebrauchsgüter dort verzichtet wird.
Nicht zu vernachlässigen ist das Thema Bildung – und Netzwerke. Auch eine Familie ist letztlich ein Netzwerk.
ich habe vor ein paar Wochen eine Statistik gesehen, da wurden alle Arbeitnehmer mit Gehältern über 2200 euro den Besserverdienenden zugeordnet:
Man sieht, dass wir davon in Deutschland kaum mehr Benzin kaufen können, als ein chinesischer oder indischer Arbeiter. Heiligs Blechle.
Hier im Forum wurde ja mal über Edelmetallsparpläne diskutiert: völliger Quatsch.
Wie oben gezeigt sind die deutschen Gehälter viel zu gering – im Vergleich zum Goldpreis – um über die Jahre nennenswertes echtes Vermögen zu bilden.
Wenn es wirklich um etwas geht, dann darum deutsches Vermögen aus den „guten Jahren“ in Anlageformen zu bringen, in denen es möglichst wenig gerupft wird.
Papiergeld?
Die EZB hat mal gerade 50 Mrd euro neu gedruckt. Die SNB musste 80 Mrd Franken erschaffen, um eine zu starke Aufwertung zu verhindern.
Vor 12 Jahren während der Russland Krise verbrauchte die russische Notenbank 5 Mrd dollar, um den Rubel zu stützen, - 50% der Devisenreserven.
Im Jahre 2009 hat die russische Notenbank 200 Mrd dollar gebraucht (ein drittel der devisenreserven) um den Rubel zu stützen.
Das Bail out Paket für Russland 1998 vom IWF waren 25 Mrd dollar. Damals eine Summe, die als „gigantisch“ bezeichnet wurde. Heute braucht allein das kleine Griechenland 150 Mrd für 3 Jahre.
Egal was man über Geldmengen denkt oder weis: anhand der Summen von Devisenreserven und Bailout-Paketen ist zu erkennen, dass die wahre Geldmengen- und Schuldenmengenausweitung sehr hoch ist.
Auch wir haben uns schnell an die vielen Nullen gewöhnt.
Das „gigantische“ Bailout Paket des IWF 1998 für Russland: 25 Mrd dollar?
Da würde man heute gleich weiterzappen.
Der EZB Tender für 443 Mrd euro würde ausreichen, um die Hälfte des weltweiten, nicht durch Schmuck und Kunstschätze gebundenen Goldes zu kaufen.
Dass wir die letzten 15 Jahre noch gut über die Runden gekommen sind, hat damit zu tun, dass wir massenhaft billige chinesische Importgüter konsumiert haben.
In Asien rumort es. In Bangladesh steht eine verdreifachung des Mindestlohnes an. Bei Foxcon in China wurden die löhne um 70% erhöht.
Herr Trichet, der gerne erzählt, die EZB hätte in den 90er die Inflation niedrig gehalten, sollte schon mal den Taschenrechner zücken und ausrechnen, wieviel die Consumer Price Inflation in den 90ern durch billige chinesische Importe gedrückt wurde.
Das wird nun oben drauf kommen.
Chinesische Löhne werden mit Foxcon mitziehen nähern sich 500 euro.
In Deutschland entstehen aus 2300 euro arbeitGEBERbrutto etwa 2000 euro Arbeitnehmerbrutto (was man auf der Lohnsteuerkarte sieht) und daraus dann 1341 euro netto.
Beim Benzinpreis gehen von den 1,34 euro/l 87 cent als steuern an den Staat. In China, Indien und Thailand gibt es keine Mineralölsteuern.
Anbei ein kurzer Kaufkraftvergleich: ein Deutscher kann mit seinem nettoverdienst von 2000 euro brutto dann 1007 Liter Super tanken.
Ein Chinese tankt von seinen 500 euro brutto = gleich netto verdienst etwa 888 liter normalBenzin. Der indische Gastarbeiter in Saudi Arabien kann von seinen sauer verdienten 600 euro in Saudi arabien 6000 liter tanken, zu Hause in Indien immer noch 769 liter.
http://benzinpreis.de/international.phtml
Outlook:
Falls es in den kommenden Monaten Entwicklungen gibt, die darauf hindeuten, dass innovative Technologien, kostenlose Energieherstellung o.ä. zu einem beispiellosen Wachstum führen – und die Schuldner bei moderater Inflation aus ihren Schulden herauswachsen, dann sollte man mit Gold vorsichtig sein, es absichern, vielleicht sogar einen Teil verkaufen und gegen andere Sachwerte eintauschen.
Gold über 1200 Dollar zeigt an, dass auf Schulden gebautes Vermögen nach dem Ausgang sucht.
Falls das Schuldsystem ächzt und knarrt, aber die Völker brav ihre Zinsen zu den Caymen-Islands übweisen. Wenn Notenbanken Zinsen oberhalb der realen Inflation durchsetzen und das Geld drucken einstellen, falls sich das Geldsystem nachhaltig stabilisiert, dann muss man bei Gold vorsichtig werden.
Auch in den 70ern erzwang der hohe Goldpreis Zinsteigerungen – die die Wirtschaft abwürgten aber das Vertrauen in Schuldpapiere wieder herstellten.
In diesem Szenario ist Gold kritisch zu sehen.
Es müsste eine leichte Inflation bei starken Gehaltszuwächsen geben, die zu Gehaltsempfängern neuen Wohlstand bringt und altes Vermögen nicht komplett vernichtet.
Dadurch müsste erarbeitetes und altes Vermögen sich ausgleichen, wie in den 40er Jahren in den USA.
Ich weis zwar nicht, ob das überhaupt möglich ist, aber man muss eine nachhaltige Stabilisierung zumindest theoretisch für möglich halten und immer wieder nach Anzeichen suchen (derzeit sehe ich keine).
Das andere Szenario wurde oft diskutiert: Zerstörung der Schulden, Zerstörung des Papiergeldes.
Wenn es bei den Schulden zum Showdown kommt, dann wird Gold abheben.
Wie diese Hausse dann aussehen wird?
Schwer zu sagen.
Dass 1/10 Unzen Krügerrands erst seit 1980 geprägt werden hat wohl damit zu tun, dass sich die Deutschen bis 1980 noch ganze Unzen leisten konnten.
Keine Ahnung, ob die kommende Hausse eine Hausse der 1/10 Unzen im Hosenknopf-Format wird.
Vielleicht wird es auch eine Hausse der 400 oz-Barren, weil nur die Besitzer von gigantischen Mengen an Schuldpapieren um das Gold streiten.
Was hätte man einem Griechen 1970 raten sollen? Obwohl er nur 10 mal weniger Gold als die Deutschen kaufen konnte, wäre er nicht schlecht gefahren, sein Geld in der härtesten Währung der Welt anzulegen.
Eingangs hatte ich einige Kaufkraftvergleiche: die haben gezeigt, dass Gold – gemessen an dem, was Deutsche verdienen – schon sehr teuer ist.
1970, noch vor dem Ausbruch der Ölkrise, kostete Heizöl 7 Pfennig.
Für ein Monatsbrutto konnten die Deutschen 17.000 liter Heizöl kaufen.
Heute reicht ein Monatsbrutto bei 60 euro/l für 500 l Heizöl.
Trotz des sensationellen Monatsbruttos von 60 Unzen wäre Heizöl also ein fünf mal besserer „performt“, wenn man es eingelagert hätte.