Beiträge von Dr_Meyer

    Was zeigt der Markt uns damit?
    Er zeigt uns die Ungleichheit der Vermögen und Einkommen an. Auch in Deutschland sind die Vermögen überportional größer als die Einkommen:


    Die gigantischen weltweit in Schuldpapieren gebunkerten Vermögen suchen einen Notausgang: norwegischen Staatsanleihen, schweizer franken, Gold.
    Auch dem Markt ist Gold noch ein bischen peinlich, er klammert sich an die tradierte 1000 dollar-Grenze, die jahrelang als Kursziel galt. Der chinesische Staat muss erklären, dass er Gold nur „lauwarm findet“. Jeder will Gold, aber niemand will „Feuer“ schreien, bevor er seine Schäflein nicht ins Trockene gebracht hat.


    Der Goldpreis hat weltweit nichts mehr damit zu tun, ob deutsche Arbeitnehmer Inflationsschutz suchen (wie in den 70ern), sondern der Goldpreis zeigt vermutlich an, wie groß die Gefahr der Vernichtung von Papiergeld und Schulden sind


    Ich glaube, dass auch die Gefahr von unwahrscheinlichen Szenarien schon Wirkung hat:
    Wenn 10% der reichsten Menschen von einer 10%igen Chance ausgeht, dass Schulden nicht bedient werden und deswegen 5% von Schuldpapieren in Gold umschichten, dann ist das eine gewaltige Vermögensumschichtung.


    Jedem auf der welt ist klar, dass jeder größere Kauf von Gold zu einem Goldspike führen würde.
    Eine Milliarde pro Monat: so was geht noch. Aber der Goldmarkt würde mehr Geld nicht fassen.


    Falsch.
    Das wird zwar immer wieder gesagt.


    Das ist wie mit den Investmentfonds und den kleinen Unternehmen: mit 4 euro pro aktie ist die high tech firma zu klein für Investmentfonds. Mit 4 euro pro aktie und einer Marktkapitalisierung von 100 mio konnte kein großer Fond mal schnell 10 mio anlegen.
    Erst als der Kurs bei 40 euro lag und die kapitalisierung bei 1 Mrd, da konnten Fonds kaufen.


    Auch wenn es absurd ist: vermutlich muss Gold erst auf 5000 dollar/ unze steigen, damit Gold teuer genug ist, um als währungsreserve und vermögensspeicher für superreiche und staaten eine rolle zu spielen.


    Gold ist nicht mehr der Anti-Dollar oder der Anti-Euro. Gold ist das Gegenteil von Schuldpapieren – und der mit ihnen verheirateten Papierwährungen.

    Ähnlich wie 1929 ist das Vermögen wieder extrem ungleich verteilt:


    da gab es Untersuchungen dazu, dass 1929 in den USA etwa 1% der reichsten etwa 80% allen Besitzes hatten.
    1950 war das wieder ausgeglichen, da hatten die reichsten 1% wieder nur 25%


    Und derzeit gibt es wieder eine extreme Konzentration!


    Kurz gesagt: wenn die Reichen so reich sind, dass sie ihre Zinseinkünfte nicht für reale Rolls Royce und Yachten verfrühstücken können, sondern neu anlegen müssen,
    dann steigen Vermögen und Schulden exponentiell.
    Und dann wird die Sache instabil. Zumindest war es bisher immer so.


    Soweit verstanden?


    Der Markt wird immer wieder für seine Effizienz gepriesen, Sachverhalte richtig einzuschätzen. Immer klappt das nicht: wenige Monate vor Beginn der Krise 2007 zeigte der Markt Hochkonjunktur an, die Investoren waren „am Steuer eingeschlafen“. Manchmal beachtet der Markt bestimmte Zeichen nicht, er liegt falsch.


    Wenn der Markt aber etwas anzeigt, dann sollte man nachdenken, was es bedeuten könnte:
    Wenn man zu einem anderen Ergebnis kommt, als der Markt, dann sollte man sehr sehr gute Gründe haben.


    Derzeit schätzt der Markt also Gold so hoch ein, dass ein deutsches Durchnittsbruttoeinkommen nur noch für 2 Unzen reicht.

    Aber ich will noch zu einem anderen Punkt führen,


    Es gibt Untersuchungen zur Ungleichverteilung von Vermögen (Stichwort Gini Index, Lorenz Kurve etc).
    Länder mit sehr homogen verteilten Einkommen sind Dänemark und Schweden, Länder mit den größten Unterschieden sind z,B Brasilien und Südafrika.


    In Deutschland sind die Einkommen halbwegs homogen verteilt:
    Die reichsten 10% verdienen 25% des Einkommens.
    Aber beim Vermögen sieht es anders aus: hier besitzen die reichsten 10% etwa 66% allen Vermögens.
    Das Vermögen ist heute ungleicher verteilt als das Einkommen.


    Nochmal: Vermögen ist heute ungleicher verteilt als Einkommen. Verstanden?


    Vermutlich war der letzte Zeitpunkt, als Lohnempfänger in Deutschland was zu sparen und Vermögen aufzubauen in den 80ern.
    Als Unternehmer schloss sich das Fenster um die Jahrtausendwende mit den niedrigen Zinsen.


    In den USA und GB ist die Umgleichverteilung von Vermögen noch viel extremer.

    Erst im Herbst 2009 wurde es bei Investoren chic, Gold zu haben.


    Und seit April 2010 wird Gold wieder als Währung gesehen, da gab es dann dauernd Bloomberg News zu Gold. Vom Sentiment her würde ich sagen: dass ist alles noch so frisch und jung, da ist noch so viel Platz.
    Technisch und vom Sentiment her ist da noch jahrelang Platz für eine Hausse. 1-5 Jahre, je nachdem wie schnell sich das Sentiment ändert.




    Für den weltmarkt war es egal, ob die Griechen oder Spanier sich Gold leisten können oder nicht.


    Damit kommt man zu der absurden Situation: obwohl jeder Grieche 1960 wohl nur ein geschätzes Monatseinkommen von 1 oder 2 Goldunzen hatte, wäre Gold trotzdem ein perfektes Investment gewesen.


    Wie sieht es heute aus?


    Um es mal ganz geradeheraus zu sagen: heute sind wir die Griechen von 1960.


    Das war eine Jahrhundertchance: aus dem Missverhältnis des 40 Jahre lang manipuliertem Goldpreises und den hohen deutschen Löhnen in der hoch bewerteten DM entstand eine Jahrhundert-Investmentchance.

    Auch anhand der Kaufkraftvergleiche für Autos und Häuser kann man sehen, dass das durchschnittliche Einkommen seit dem gewaltig gesunken ist.


    Heute zahlt man einen Spotpreis von 950-1000 euro pro Unze.
    Wenn also irgendjemand 1000 euro für ne Unze rüberschiebt, dann sagt einem das Gefühl,
    dass das ziemlich teuer ist.
    Und: ja, es stimmt. Das zeigen diese Kaufkraftvergleiche.


    Und auch wenn Saiger und Eichelburg war anderes erzählen: im Prinzip muss man sagen, das Gold jetzt teuer ist.


    Es ist verdammt teuer. Verglichen mit unseren Bruttoeinkommen arbeiten wir derzeit durschnittlich für 2 Unzen pro Monat: also so wie 1980, 1950 oder 1914.


    Das öffnet den Weg für zwei verschiedene Erklärungsmuster.
    Entweder haben wir gerade den Preispeak gesehen, wie 1980.
    Oder wir arbeiten für so wenig Geld wie 1950 oder 1914.


    Und es gibt natürlich ein drittes Muster, das sich etwas davon ableitet: der Goldpreis hat nichts mehr mit unserem Einkommen zu tun, da er zu 90% von Markteilnehmern gebildet wird, die das Gold nicht vom Einkommen kaufen, sondern vom Vermögen.


    Zurück zum ersten Erklärungsmuster:


    Im Herbst 2009 gab es schon mal ein richtig großes Publikumsinteresse an Gold.
    Als ich im Febr oder März 2009 mein erstes Gold gekauft habe, bin ich mit der Tüte aus der Bank geschlichen als hätte ich da ein paar Pornohefte drin. Trotz Lehman-Kollaps: es war schlichtweg peinlich, Gold zu besitzen.

    1995 sank der Goldpreis, das deutsche Durschnittsbruttoeinkommen stieg auf 50.600 DM, was für 7,5 Unzen reichte.


    2001, während des Höhepunktes der Goldpreisdrückung waren 7.73 Unzen pro Monat.


    Wie sieht es heute aus?


    Das letzte aus der liste verfügbare deutsche Durchschnittsbrutto sind 29.500 €, also ca. 60.000 DM. Ich rechne einfach mal mit 31.000€ für 2010
    (das ist recht wenig, ich vermute, dass das „all in“ ist, also inklusive rentner und arbeitslose. Das echte Durchschnittsgehalt soll ja so bei 40.000 € liegen)
    .
    In den USA ist das durchschnittliche Familieneinkommen 37.000 Dollar.


    Beim Spotpreis von 670 euro im sommer 2009 (da habe ich Positionen aufgebaut), waren es 3,8 Unzen pro Monat.
    Beim Spotpreis von 1000 euro reicht ein durchschnittliches deutsches Monatsbrutto für 2,68 Unzen.

    Zwischen 1969 und 1972 stieg das deutsche Durchschnittseinkommen von 10.800 DM auf 16.300 DM.
    http://www.bundesbank.de/stati…&open=&func=row&tr=WU5500


    http://de.wikipedia.org/wiki/D…Wechselkurs_zum_US-Dollar




    Das war übrigen vor der Inflation durch den Ölpreisschock.
    d.h. ein Anstieg von 50,9 % in drei Jahren. Bei gleichzeitig steigendem Außenwert der Währung.


    1969, bei 42 Dollar pro Unze und 3,92 DM pro Dollar reichte ein durchschnittliches deutsches Bruttogehalt um nach Adam Riese für 5,4 Unzen pro Monat zu kaufen.


    1973 war Gold schon mitten in der Hausse: der Goldpreis hatte sich in Dollar verdreifacht (huch, eine Blase? Gold kostet 90 dollar!!):
    Aber die deutschen Gehälter waren gestiegen. Und die DM war höher bewertet!
    Bei 2,69 DM pro Dollar und 90 dollar pro Unze feingold (märz 1973) konnten die Deutschen dank hoher Gehälter und aufgewerteter D-Mark dann 5,6 Unzen Gold kaufen.


    (achtung: werte korrigiert: da war ein rechenfehler drin)




    1980 gab es einen kurzzeitigen Overshoot von wenigen Tagen beim Gold auf 800 dollar, der eigentliche 1980er Preis waren ca. 650 dollar.
    http://www.bundesbank.de/stati…&open=&func=row&tr=WU5500


    Das waren dann 2,2 Unzen pro Monat.
    In den wenigen Tagen des Overshoots von 800 dollar (die heute gerne als Maßstab genommen werden) konnten Deutsche 1,7 Unzen pro Monat kaufen – gerechnet vom theoretischen durschnittlichen Monatsbruttogehalt.


    Oder vom deutschen Durchschnittsgehalt von 29800 DM hätte man drei Mexikokäfer kaufen können.

    1949 war das durchschnittseinkommen auf 2950 dollar gestiegen, was für 7 Unzen im Monat oder 2 autos pro Jahr gereicht hätte. Oder 0,35 Häuser pro Jahr


    http://www.thepeoplehistory.com/1930s.html
    http://www.monetos.de/altersvo…undsicherung/statistiken/



    Wie sah es in Deutschland aus: nach dem Krieg ziemlich bitter!


    1950 betrug das westdeutsche Durchschnittsgehalt 3500 DM pro Jahr, beim Kurs von 4,2 waren das 842 Dollar.
    Tja, da haben sich die Deutschen dann bei 35 dollar pro Unze für 2,02 Goldunzen pro Monat abgeschuftet.


    In den 50er Jahren war unter diesen Konstellationen klar, dass es zu einem Exportboom kommen musste: arme qualifizierte Deutsche produzieren für reiche Amerikaner.
    Das Wirtschaftswunder war nichts weiter als eine Wechselkursakrobatik.
    In den Folgejahren wertete die DM deutlich auf. Gleichzeitig verdienten die Deutschen mehr.
    Die Kaufkraft explodierte.



    1960 betrug ein US Gehalt 5315 dollar p.a., was für 12 Unzen im Monat reichte oder für 0,41 Häuser pro Jahr. Oder drei Beetles pro Jahr. Oder 2,8 Limousinen.

    http://wiki-de.genealogy.net/G…uelle_Einkommensbeispiele


    • Eine Lehrerin verdiente 1914 etwa 150 Reichsmark. Damals herrschte ein Goldstandard: das waren also 1,7 Unzen Gold pro Monat.
    • Um 1900 Monatslohn eines Hafenarbeiters in Hamburg: 61 Mark
    • Um 1900 Monatslohn eines Lehrlings bei den Farbwerken Hoechst: etwa 60 Mark
    • Um 1900 Monatslohn eines Chemiearbeiters: etwa 120 Mark


    Die Leibrente des Herero Häuptlings, gezahlt durch die Reichsregierung waren 2000 Mark pro Monat. Der Reichskanzler verdiente p.a. 45.000 RM, Minister 36.000 RM und 3600 RM gab es als Aufwandsentschädigung für eine Wohnung am Dienstort.
    d.h. der Reichskanzler bekam p.a. ca. 513 Unzen Gehalt p.a., also ca. 500.000 Euro. Korrektur


    Man erkennt, dass damals die Unterschiede sehr groß waren.


    In den USA betrug 1930 das statistische Bruttodurchschnittseinkommen 1970 Dollar. Davon konnte er sich 6,5 Unzen Gold, oder 28% eines Hauses oder 3 Autos kaufen.


    (Klar, 1930 war Hochkonjunktur und danach ging es rapide bergab).


    1930 war das Durchschnittseinkommen nur noch 1730 Dollar. Gold gab es nicht mehr zu kaufen, aber in Kanada oder der Schweiz hätte ein US Bürger seinen Monatslohn umtauschen können: in 4,11 Unzen Gold.

    Das hat mich bewogen, mal ein paar Kaufkraftvergleiche zu machen.
    Ich habe Gold ins Verhältnis zu Verdiensten und Vermögen aus den letzten 100 Jahren gesetzt.


    Vorher ein kurzes Wort zu supply & demand bei Gold.


    Kaufkraftvergleiche aus der Zeit vor 1900 und vor 1500 sind sehr schwierig.
    Im Mittelalter war Europa ziemlich „ausgetrocknet“, nach 1500 überspülte ein warmer Regen aus den Minen der neuen Welt den Kontinent und sorgte für regelrechte Inflation an Edelmetallen.


    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die extrem reichen südafrikanischen Minen entdeckt, die an Goldförderung alles bisher dagewesene in den Schatten stellten.


    Und ab 1950 zogen Methoden in die Industrie ein, die die Goldförderung revolutionierten.
    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass ca. 85% alles Goldes erst nach 1950 gefördert wurde.


    Von daher will ich mal Kaufkraftvergleiche anstellen, die von 1930 bis heute gehen.

    Als Gold bei 500 Dollar stand, da hieß es, dass man ja für 500 dollar einen guten Anzug bekommt. Jetzt, wo Gold bei 1200 Dollar steht, erinnert Goldbug und Autor Marc Malony von Goldsilver.com daran, dass die Goldunze im alten Rom ja für eine handgemachte Toga inklusive handgemachter Schuhe galt.
    Und wer heute maßgeschneiderte Schuhe und einen maßgeschneiderten Anzug aus bestem Stoff haben will, der müsse deutlich mehr als 1250 Dollar dafür zahlen.
    http://www.youtube.com/watch?v=d7RVHl8pwk8&feature=related
    Wenn Gold bei 2000 dollar steht, wird man wahrscheinlich herausfinden, dass die römische Toga inkl Schuhe UND Diamantbrosche eine Unze gold kostete.


    Irgendwo kulminieren diese beiden Mythen darin, dass
    a) Gold unterbewertet ist und wir gut daran tun, unsere Euros nicht im Mittelstandsbauch zu investieren, sondern im dramatisch unterbewerteten Gold


    b) dass Gold irgendwie immer seine Kaufkraft erhält, auch wenn sich dass mit der Unterbewertung aus Punkt a beißt.

    Manche modernen Mythen sind so richtig schön. Zum Beispiel der Goldmythus.
    Der Mythos geht in etwa so, dass Gold total unterbewertet ist, aber wer jetzt noch rechtzeitig kauft, der wird von den märchenhaften Preissteigerungen der Zukunft profitieren können.


    Der nächste Mythos ist, dass Gold immer seine Kaufkraft erhält.
    Da wird zitiert, dass man im alten Rom für eine Unze Gold eine Toga kaufen konnte und heute für Gold einen Anzug.


    Dass verleitete jemanden zu der lustigen Bemerkung: „ich investiere in Maßanzüge – denn dafür bekommt man immer eine Unze Gold“.


    Man merkt: beide Mythen beißen sich.

    macd und double ema zeigen derzeit beim Gold noch einen voll entwickelten abwärtstrend an - (nicht im Bild)
    auf einem anderen chart - attached,
    kann man aber was interessantes sehen: die aufwärtbewegung heute nachmittag hat einen starken impuls gesetzt (grüne kerze).


    seit einem jahr hat es so eine grüne kerze nur ein einziges mal WÄHREND eines baisse trends gegeben.
    das war im Febr 2010, als IWF verkäufe die krüne kerze mit einer langen roten kerze niederknüppelten.
    In allen anderen Fällen war eine grüne Kerze gleicher größe der Beginn einer Hausse.


    Fast Stochastik deutet vorsichtig das ende einer Baisse an.


    Man darf das natürlich nicht überbewerten: ich vermute, dass Shorter aus ihren Positionen getrieben wurden.
    aber auf jeden Fall ist die abwärstbewegung aus dem Bereich "fallendes Messer" raus, so dass man definitiv einen guten Punkt für einen "buy the dip" hat.


    wenn nicht was extremes passiert (IWF/Golddrückung/ BIZ), müsste sich der Kursrutsch verlangsamen oder eine Hausse ankündigen.

    http://www.etfsecurities.com/msl/metal_entitlement.xls


    Habe gerade was interessantes gesehen:
    Bei den Gold etfs gibt es listen bei denen taggenau gezeigt wird, auf wie viel Gold oder Silber oder Platin man mit einem Share anspruch hat.
    Nur zum Start entspricht ein share einer Zehntel unze. Danach schwankt es etwas, d.h. es darf eine planmässig leichte Unterdeckung geben,


    Beim ETFS physical gold sind bei einigen Shares die edelmetalldeckungen schon bis 2011 eingetragen. Wenn ich das richtig verstehe, müsste die Edelmetalldeckung aber aus der Zahl der Aktien (shares) und der Barren täglich errechnet werden.


    Wenn man schon 1 Jahr vorher die Edelmetalldeckung weis – dann bedeutet dass, dass die Zahlen pure Phantasie sind.


    Oder?


    Da ich mir nicht überlicherweise solche Tabellen ansehe: hat jemand Kontakt jemandem, der so eine Frage beantworten kann?

    Ich habe bei täglicher Handelsmenge mal was von durchschnittlich 115 Tonnen Gold pro Tag gehört (ca. 35 000 Kontrakte je 100 Unzen). Alles in etwa.
    edit: ----> Feller, James F. (1999): Daily Trading Volume related to Gold Price, Middle Tennessee State University: o.O., 1999, im Internet unter http://www.employees.csbsju.edu
    Wäre "etwas" mehr als 10 Millionen Pfund.
    An eine charttechnische Kaufmöglichkeit glaube ich nicht, da keine normalen Handelsbedingungen herrschen.
    Eine weitere Drückung liegt sehr nahe, da die Anomalien am Finanzmarkt zunehmen.
    Nur so ein Gefühl.


    ich meinte die handelsmenge vom etfs physical gold in london.
    die handelsmenge an der comex ist viel höher.
    der etfs physical gold kauft normalwerweise in london.


    wenn jemand 5 min vor börsenschluss der london stock exchange noch gold für 20 mio pfund ordert,
    dann müssen die manager vom fond an der comex kontrakte ordern.
    denn sie dürfen ja das risiko nicht eingehen, dass über nacht der goldpreis steigt und sie ungedeckte gold share haben.


    es gb schon mehrmals große einzelorders vor börsenschluss.
    da steckt irgendeine idee hinter. ich weis nur noch nicht welche.


    entweder die fondmanager verkaufen morgen kontralte und kaufen zeitgleich gold.
    oder?


    http://www.etfsecurities.com/msl/metal_entitlement.xls



    10 Mio Pfund sind die übliche tägliche Handelsmenge.
    es geht also um das Volumen:
    200% des täglichen Handelsvolumens, nicht 200% Kurssprung.


    Interessant:
    Das Umsatzvolumen vom SPDR ist konstant niedrig: da haben auch ein paar Wald und Wiesen-Spekulanten ihre Anteile dran.
    Beim reinen gold kontrakte handel, der von knochenharten Spekulaten und Hegde fonds dominiert wird, gab es nach dem ersten Ausbruch einen richtig starken anstieg: erst mit fehlausbruch und rückzug (Mist, da musste ich mit Verlust raus), dann einen klaren ausbruch.
    Zwar nicht so stark wie in einer Voll-Hausse, aber deutlich stärker als alles, was es in den letzte Tagen gab.
    Eine allgemeine Trendumkehr hätte man wohl daran gemerkt, dass auch das Volumen des Handels beim SPDR anschwillt, was derzeit noch nicht geschehen ist.


    Ab jetzt ist die Goldkorrektur kein fallendes Messer mehr und selbst wenn der Preis sinkt ist davon auszugehen, dass sich der Widerstand verfestigt.
    ein guter Punkt für einen Positionskauf. täglich um 3% fallende Kurse dürften von nun an sehr sehr unwahrscheinlich sein.

    Um 16:56 Londoner Zeit, also 17:56 deutscher Zeit hat eine größere Order beim ETFS Physical Gold über 20 Mio Pfund, also etwa 200% der tägliches Handelsmenge,
    einen Kurssprung von 1192,50 auf 1196,50 ausgelöst.


    korrigiert

    der Mann hat ja ein Stück weit recht: was er über Umweltzerstörung schreibt, könnte er auch zu Eisenerzen, Lithium, Rhodium, Erdöl oder Kupfer schreiben.
    Seine Materialsammlung zu Gold könnte man um praktisch jeden Rohstoff ergänzen


    Ungehemmte Kreditaufblähung, inflationäre Adblähung der Geldmenge schafft nunmal genug Papiergeld, um damit der Erde all die Schätze zu entreißen, die eigentlich für Millionen Generationen gedacht sind.
    Auch die Römer haben ihre Resourcen verbraucht: die Purpurschnecke ist fast ausgestorben, statt dichter Wälder gibt teilweise nur noch Steppe und hartlaubgewächse.


    Der Autor erkennt nicht, dass hemmungslose Umweltzerstörung und ungebremster Verbrauch von Rohstoffen ein Markenzeichen der durch Fiat Money gedopten Industriegesellschaften ist.


    Es ist ein Stückweit absurd, dass wir auf ein tausende Jahre altes Zahlungsmittel zurückgreifen müssen.


    eine abkühlung der Konjunktur durch eine 10 jahre weltweite Depression wäre dass größte Naturschutzprogramm aller Zeiten.


    Auch Deutschland hat bisher seine Klimaziele nur geschafft, weil 1990 die ostdeutsche Industrie zusammengebrochen ist.

    vor ein paar Tagen hatte ich geschrieben, dass der charttechnische Einbruch zu stark war und mit einem Bruch des kurzfristigen bullishen Trends eine Korrektur beginnt, die nicht in den üblichen 3-4 Tagen beeendet ist.


    ich schrieb auch mal: echte seitwärtstrends sind extem selten:
    wenn ein asset nicht steigt, dann beginnen bald die verkäufe,


    schön beim Gold zu sehen: 2 Tage lang hielt die Grenze knapp oberhalb von 1200 dollar, dann bröckelten die Kurse.


    Die 100 tage Trendlinie müsste jetzt irgendwo zwischen 1160 und 1170 liegen.


    eine menge technisch orientierter Investoren dürften jedoch durch die kurzfristige entwicklung verstört sein und den Markt verlassen - oder shorten.



    Unterstützung kommt dann nur noch von den Fundamentalisten.


    bei aktien haben fallende Preise anders als bei realen Gütern keine nachfragesteigernde Funktion:
    d.h. auch wenn eine yahoo aktie fällt, wird sie nicht unbedingt begehrenswerter.


    Beim Gold und diversen anderen Realgütern steigt die nachfrage bei fallenden Preisen:


    gestern hatte eichelburg irgendwo einen link zu einem englischsprachigen Coin shop, der die größte Nachfrage aller Teiten bei 1190 dollar hatte.
    ich kannnte den Shop nicht und er sah auch nicht so doll aus.
    auch wurde gestern über starke Verkäufe nach Indien berichtet.


    auch bei uns enstehen bald wieder Preise, wo Unzen im Shop für unter 1000 euro liegen.



    alle diese Fundamentalisten haben ihre eigenen Vorstellungen davon, wann Gold wieder billig ist:
    manche rechnen in Rupien, manche in Dollar, manche in Euro.


    Ich bin mir nicht sicher, ob die Kauflinien der Fundamentalisten genau da liegen, wo in den letzten 3 Monaten die Trendlinien von "Comexgold" lagen.
    Vielleicht sind sie etwas niedriger und vielleicht entsteht ein doofer Chart.
    aber irgendwo kommt es zu Widerstand und Bodenbildung, die dann charttechnisch erkennbar wird.


    Banken und Staaten dürfen derzeit nicht Pleite gehen und frisch gedrucktes Geld entfaltet seine schlechten Wirkungen erst später:
    es kann also durchaus sein, dass während des ganzen Bodenbildungsprozesses bei Gold keinerlei Nachrichten kommen.


    Jede starke nachricht würde sofort einen so starken aufwärtsimpuls generieren, dass wieder ein kurzfristiger bullisher Trend da wäre.


    wie lange die Korrektur dauern wird, ist nicht zu erkennen: praktisch jeden Tag könnte es eine nachricht geben, die die Korrektur beendet.
    Ohne Nachrichtenänderung kann die Korrektur ohne weiteres noch Wochen gehen.


    schon gestern war aber erkennbar, dass der physische Goldhandel in London stärke zeigte, während Papiergold am Nachmittag schwach war.


    Pro Unze ist der Preisunterschied zu den Höchstständen bei 50-80 euro.


    wer derzeit sein EM Portfolio aufbaut, hat bei Pro aurum mit UNzenpreisen von ca. 1002 euro pro känguru (gestern gesehen),
    eine gute Nachkaufgelegenheit.oder man kauft mal wieder xetra Gold, dass man bei Gelegenheit verkauft und in physisches umwandelt.


    die Chance, dass uns die Korrektur noch weiterführt, ist durchaus groß.
    Deswegen ist es wichtig, immer in Positionen zu kaufen.


    Warum so rücksichtsvoll gegen die Drückerbande ?? Gold gibt nicht nach,sondern wird von der Amigang runtergedrückt im Klartext.Das ist aber für Käufe kein Nachteil, mich ärgert nur immer wieder und immer wieder, wie hilflos und tolpatschig die ganze Welt diesen Typen ausgeliefert ist. :cursing:



    heutzutage werden die mehrzahl der aktien, rohstoffe und devisen von marktteilnehmern gehandelt, die sich das geld dazu borgen und die ware nur ein paar minuten oder stunden halten wollen.
    d.h. dass sich die volatilität erhöht, die Tendenz setzt sich trotzdem durch.
    für physische käufer ist dass derzeitige abbauen von gehebelten goldpositionen schlichtweg ein free lunch,
    denn es gibt quasi die "vereinbarung", dass kontrakte und physisches fast zum gleichen preis gehandelt werden.


    ohne das schnelle traden von kontrakten hätten wir noch lange keine 1270 dollar gesehen:
    diese höchststände gab es nur ein paar minuten.


    nach der lehman krise kostete auch öl mal ein paar wochen lang 35 dollar pro fass, weil trader ihre positionen glattstellen mussten,.
    und kaffee kostete als kontrakt gerade weniger als per lieferung aus vietnam: da hat ein kaffeehändler einfach mal kaffee an der comex gehandelt und
    die hegde fonds mussten panisch verkaufen, da sie keinen bock hatten, physisch zu liefern.


    excessiver kontrakte handel ist ein kind des easy credit. vielleicht wird kreditverknappung den kontrakte handel irgendwann killen,
    bis dahin muss man die volatilität ertragen wie schlechtes wetter.