Beiträge von Dr_Meyer

    Spiegel online zitiert "Finanztest" u.a. zu Gold


    "Gold gilt als sicher, doch der Preis schwankt stark
    Wieder anders ist es bei Gold. Wenn es stimmt, dass Anleger eine Inflation am besten mit Gold überstehen, müsste der Goldpreis besonders stark zulegen, wenn die Inflationsrate steigt. "Finanztest" hat das an den drei Phasen hoher Inflationsraten überprüft, die es in Deutschland seit den siebziger Jahren gab. Als sich die Inflation Anfang der siebziger Jahre und Anfang der achtziger Jahre stark beschleunigte, stieg tatsächlich auch der Goldpreis. Gleichzeitig vergrößerten sich aber auch die Kursschwankungen. Das zeigt, dass Gold keineswegs eine sichere Anlage ist.
    Anfang der siebziger Jahre stiegen die Goldpreise noch gemeinsam mit den Inflationsraten. Anfang der achtziger Jahre verteuerte sich das Gold dann vor allem zu Beginn der Hochinflationsphase. Als die Inflationsraten ihren Höhepunkt erreicht hatten, fiel der Goldpreis schon wieder.


    was die Schlaumeier vergessen haben: warum der Goldpreis unter druck kam: US Notenbankchef Volcker bändigte die Inflation mit Zinssätzen zwischen 9 un 12%.
    Die Bundesbank stand nicht nach.
    Bei Staatsanleihen für über 10% Zinsen verging den Staaten das Schulden machen und Gold verlor an Attraktivität: nachdem es vorher von 35 auf 800 dollar gestigen war.


    Zum heutigen Zeitpunkt wären alle Staaten ausser Norwegen und er Schweiz Pleite, wenn die Zinsen auf 10% steigen würden.
    wenn Steuern um 30% steigen und dann trotzdem 80% des Staatshaushaltes für Zinszahlungen drauf geht,
    dann wird der geneigte Wähler ins Nachdenken kommen.


    Es wird für euro und dollar keine Zinssätze oberhalb der tatsächlichen Inflationsrate geben.


    Hochverzinste sichere Anleihen von einem glaubwürdigen Schuldner sind das einzige, was Gold wirklich gefählich werden könnte.
    aber ich kann mir schlichtweg kein Szenario mit hoch verzinzten Staatsanleihen vorstellen.
    Zumindest nicht VOR der Inflation oder VOR dem Staatsbankrott.

    ist zwar eher ein Börsenthema, aber da hierr ja auch einige trader sind: vielleicht kennt ja jemand was ich suche:


    gibt es eine software oder einen web-dienst, der bei der überschreitung bestimmter Umsatzvolumina an den Börsen einen alert auslöst?

    was machen händler in einem fallenden Markt;
    vor allem wird der spread erhöht,
    z.B. Ankaufspreis pro Unze 700 euro, verkaufspreis 900 euro,
    auch bei ETC, ETFs, Xetra gold wird bei erhöhter volatilität der spread erhöht.
    der spread müsste so hoch sein, dass alle angelauftes gold schneller das lager verlässt, als der spotpreis den einkaufspreis errreicht.


    bei pro aurzm kann man sehen, dass der spread bei material, was sie nicht haben wollen, prohibitiv hoch ist:


    man bekommt mehr Geld, wenn man 100 kronen stücken zur scheideanstalt gibt, als wenn man sie bei pro aurum abgibt.


    größere händler werden aus dem Spread vermutlich auch absicherungsgeschäfte bezahlen.


    Letztlich muss man feststellen, dass für einen Händler fallende UND steigende Preise eine unangenehme Sache sind.
    ein Händler lebt davon, dass er Einkaufspreis + Marge weiterverkauft,
    alles andere ist für einen Händler eher unangenehm

    Hallo,
    ich habe gehört, daß der Handel von Goldbarren in der Größe von ca. 1 gramm bis 500 gramm in Frankreich an Privatleute verboten sein soll. Ist das wirklich so? Wie sind die Gesetze dort bzgl. Verkauf von Goldbarren an Privatleute?
    Kennt sich da vielleicht einer aus? Würde mich über eine Antwort freuen....
    Danke schon mal....
    gurkietier


    ich habe sowas mal von Dänemark gehört.
    Frankreich wäre mir neu und auch eher unwahrscheinlich.

    Manchmal ist es so einfach.
    Ich bin heute das erste mal auf die Idee gekommen, nach den Umsätzen an der Londoner Bullion Metal exchange zu sehen:


    eine baisse zeichnet sich durch die Kapitulation der Bullen aus, d.h. niedrige oder sinkende Kurse unter hochen Umsätzen.
    sobald alle Bullen kapituliert haben, sinken die Umsätze: alle, die verkaufen wollen, haben verkauft.


    Die Umsätze in Mio Unzen sind bis 1996 verfügbar:
    http://www.lbma.org.uk/stats/clearing


    Es ist erkennbar, dass lange vor dem allzeit tief schon ein absoluter ausverkauf bei Gold begonnen hatte: monatlich um die 40 Mio Unzen wurden gehandelt,
    das ging dann über ein Jahr so,
    dann sank das Handelsvolumen kontinuierlich, umzwischen 2001 und 2003 zwischen 15 und 20 mio unzen zu schwanken.


    ende 2007 und 2008 gab es eine deutliche volumenerhöhung: von Nov 07 bis okt 08 wurden über 20 mio, teils 25 mio unzen gehandelt,
    dann sank der umsatz wieder.


    derzeit liegen wir nach zwei 16 mio unzen monaten wieder bei 24 mio unzen.


    Das ende einer großen hausse ist gekennzeichnet, dass die starken hände unter großen umsätzen das asset in die schwachen Hände geben, das "dump money".


    Ich vermute, dass wir zum höhepunkt der goldhausse wieder 1-2 jahre lang umsätze von weit über 30 mio unzen haben werden, wenn nicht sogar 40 mio unzen.


    ---


    wirklich interessant, diese Statistik.
    im febr 1997 wurden fast doppelt so viele Goldunzen gehandelt, wie im Krisenmonat mai 2010.

    http://www.ftd.de/finanzen/mae…ffeinschock/50127421.html


    Hochinteressant: das erste mal seit langem gab es nun einen short squeeze mit physischer auslieferung:
    d.h. ein Kaffeehändler kaufte an der Comex Kontrakte für Kaffee bei Spekulanten, die Kaffee geshortet hatten, und bestand auf physischer Auslieferung.
    Die Spekulanten mussten eiligst ihre Kontrakte zu teuren Kursen glattstellen, da sie weder Kaffee noch know how hatten,
    um Kaffee in den erforderlichen Größenordnungen bereizustellen.


    Obwohl jeder, der einen comex kontrakt besitzt, physische auslieferung erzwingen kann, dürfte das Beispiel für Nachdenken sorgen:
    bei einigen Hedge fonds wird derzeit vermutlich überlegt, ob man bei irgendeinem Rohstoff so einen Fall wiederholen könnte.


    falls nur die Hälfte von alle dem, was Silber-enthusiasten über Marktenge, Knappheit und short-kontrakte erzählt, stimmt,
    dann müssten Spekulanten auf die Idee kommen, dass man bei Silber einen Corner bilden könnte.


    unter spekulativen aspekten gehört silber für die kommenden 6 monate auf die watchlist.

    kein Wunder, dass Sarkozy so unter Strom steht: das meinungsbild in Frankreich ist zappenduster.


    http://medias.lemonde.fr/mmpub…es_francais_-_vague_2.pdf


    nur 8% der Bevölkerung sind zuversichtlich, dass sich die Verschuldungssituation verbessert,
    nur 13% glauben, dass sich die Kaufkraft der Währung verbessert,


    satte 62% glauben, dass der Euro die Tendenz hat , die Effekte der Finanzkrise zu verschlimmern,
    nur 28% glauben, dass der euro die Tendenz hat, Effekte der Finanzkrise abzumildern.

    ah, hier läuft der Hase also lang:


    bin durch Zufall auf diese Meldung gestoßen: EU-Kommissar Barosso befürchtet lauf einer Meldung der britischen Zeitung "Daily Mail",
    dass durch die Sparanstrengungen in Griechenland, Portugal und Spanien wieder Diktaturen an die Macht kommen:
    http://www.dailymail.co.uk/new…reece-Spain-Portugal.html


    Er spricht von Militärputschen und Volksaufständen.


    Da bleibt wohl nur: Geld drucken zum Erhalt der Demokratie.


    mt Geld drucken lassen sich in den Südländern wohl wirklich die Verhältnisse stabilisieren,
    nur blöd, dass Geld drucken und Geldentwertung die Demokratie in den Nordländern destabilisiert, wo die Menschen Ersparnisse haben.


    Nichts, nicht einmal der 1. Weltkrieg und der Versailler Raubfrieden hat die Gesellschaft in Deutschland so destabilisiert wie die Hyperinflation 1923.

    ah, hier läuft der Hase also lang:


    bin durch Zufall auf diese Meldung gestoßen: EU-Kommissar Barosso befürchtet lauf einer Meldung der britischen Zeitung "Daily Mail",
    dass durch die Sparanstrengungen in Griechenland, Portugal und Spanien wieder Diktaturen an die Macht kommen:
    http://www.dailymail.co.uk/new…reece-Spain-Portugal.html


    Da bleibt wohl nur: Geld drucken zum Erhalt der Demokratie.


    mt Geld drucken lassen sich in den Südländern wohl wirklich die Verhältnisse stabilisieren,
    nur blöd, dass Geld drucken und Geldentwertung die Demokratie in den Nordländern destabilisiert, wo die Menschen Ersparnisse haben.


    Nichts, nicht einmal der 1. Weltkrieg und der Versailler Raubfrieden hat die Gesellschaft in Deutschland so destabilisiert wie die Hyperinflation 1923.

    http://www.telegraph.co.uk/fin…ill-destroy-eurozone.html


    Die Axa versicherung befürchtet einen - im best case - Zerfall der euro-zone, im worst case einen völligen Zerfall der euro-währung.


    ja, es besteht die gefahr eines deflationären schocks.


    Peter Schiff meint in einem seiner Videos gerade, dass gerade weil derzeit sehr viele Marktteilnehmer eine art deflationären Lehman II-Schock fürchten, wird dieser wohl so nicht eintreten.


    Die Zentralbanken haben gezeigt, dass sie Zentralbankgeld in beliebiger Menge erschaffen, um damit die Schulden von in Not geratenen Staaten, Banken, Immo-besitzern aufzukaufen.


    wer 99% seines Geldes in Edelmetall hat, ist vermutlich "zittrig", um mit Kostolany zu sprechen.
    Gold ist kein Tagesgeld.


    wer mehr Gold hat, als er braucht und eigentlich kurzfristig engagiert ist, der sollte über hedging nachdenken.


    die Sache ist ja die folgende:


    dürfte die EZB mal schnell 1000 Mrd Geld erschaffen, um damit Spanien und seine Banken rauszuhauen?
    Nein, das Geschrei wäre groß.
    also müssen erst die Konturen des Monsters "deflationärer Crash" erkennbar sein, bevor FED und EZB diese Summen drucken, um "das schlimmste zu verhindern".


    obwohl Gold so weich ist, ist es härter als die Nerven der Notenbanker.
    die Notenbanker werden irgendwann kapitulieren und Geld in beliebiger Menge drucken. dem gold ist das wurscht.


    die frage ist also, ob Gold derzeit in zittrigen Händen ist, so dass es zu abverkäufen von Goldbesitzern kommt, die die Nerven verlieren:
    eher unwahrscheinlich.
    der 2008er einbruch kam nach einer jahrelangen hausse. der einbruch kam zu stande, weil Goldspekulanten auf gehebelten papieren saßen,
    weil goldspekulanten verluste aus anderen geschäften ausgleichen mussten,
    weil margin calls ausgelöst wurden und
    last but not least,
    weil das Goldkartell während der Lehman Krise den Goldpreis unten halten wollte.


    einen gleich starken einbruch bei Gold halte ich zwar für möglich, aber sehr unwahrscheinlich.
    und falls er doch kommt, wäre er eine Nachkaufgelegenheit erster Güte.


    außerdem sollte man mal darüber nachdenken, wo der euro steht, wenn wir deflationäre spannungen bekommen:
    kann sein, dass Gold in dollar unter Druck kommt und 10% sinkt, aber gold in euro steigt.


    Letzter Punkt: Gold wird von einer täglich größeren Zahl von Marktteilnehmern als Geld gesehen.
    Geld wird während einer Deflation kaufkräftiger gegenüber anderen Werten.


    Der steigenden Goldpreis während der dollarhausse im Mai hat eigentlich gezeigt, dass der Markt hinsichtlich Gold inzwischen grundlegend anders tickt als während der Lehman-Krise.

    Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. ^^
    Man müßte also dieser Schicht ein Angebot machen wie sie möglichst legal und doch anonym Gold kaufen können? :hae:


    Wenn das ginge, wäre es fraglich ob sie es verstehen würden... oder? ?)


    die Frage hast Du Dir stelbst gerade beantwortet.
    Goldseiten.de ist über google recht gut verlinkt. wer hier landet, wird sicherlich nicht nur ein bischen Geld in Gold umtauschen,
    sondern auch über anderweitige Diversifikation nachdenken.


    Nach dem, was ich hier sehe, landen besonders häufig Unternehmer und Freiberufler hier. Das sind die, die in freier Wildbahn ohnehin nur überleben können,
    wenn sie nachdenken teilweise gegen des Konsens handeln.


    Mit der Lehman-Pleite und dem 750 Mrd bail out Paket gab es zwei absolut einschneidende Ereignisse, die jeden aufgerüttelt haben dürften.
    wer dann recherciert, dürfte auf die richtigen Seiten kommen.

    interessant ist ja immer, wie konsequent große Fonds sind, wenn es irgendwo stinkt:


    5 der 10 größten BP shareholder haben ihre Positionen nach dem Untergang der deep water horizon plattform ganz oder teilweise liquidiert,
    vermutlich lange bevor BP damit herausrückte, dass die ausströmende Menge Öl dreimal so hoch ist.


    auch aus der euro-zone dürfte es eine vergleichbare Kapitalflucht geben - mit dem Unterschied, dass diese Kapitalfkucht durch Stützungskäufe maskieren kann.


    in den letzten 4 wochen sah der Chart so elendig aus, dann der bruch der linie bei 1,40 beim Franken und 1,20 beim dollar.


    bei der russland krise reichten die Stützngsmassnahmen noch aus, um smart money den austieg zu ermöglichen. als dump money aus dem Rubel raus wollte,
    war es zu spät.


    bin mal gespannt, ob man in den mai-berichten über kapitaltransfers die spuren der kapitalflucht erkennen kann.

    Der Goldpreis hängt für uns derzeit vor allem vom euro-dollar-Kurs ab.


    Derzeit ist die double ema trendlininie dabei, erstmals seit Mitte april wieder einen Euro-aufwärtstrend einzuläuten.


    Um dieses Chartsignal zu bewirken, musste der Euro aber kurzfristig im extrem überkauften bereich.


    echte erholung oder letztes Aufgebot in Sachen Stützung?


    ich tendiere etwas zu der zweiten Lesart:
    wenn die FAZ einen Spanien-Bailout schon am Sonntag ankündigt und der "Telegraph" auf einen Black Monday spekuliert,
    dann ist es recht wahrscheinlich, dass die EZB kein Chartbild entstehen lassen will, dass den Marktteilnehmern Panik einflößt.


    In den letzten 4 Wochen sah der euro-dollar chart aus, wie eine Firma vor der Pleite: die üblichen Erholungsphasen fehlten oder waren schwach ausgeprägt.



    die Firma ist in Belize registriert.
    ich würde mich erstmal umhören, ob irgendjemand schon mal Börsengewinne von dem Konto auf sein heimisches Girokonto transferieren konnte,

    :hae: Als Nullcecker bitte ich um Profiinfo.
    Wenn Spanien oder xy pleite gehen sollte und die EU entsprechende Hilfen aus ihren ohnehin
    ausgehöhlten Finanzsystemen beschliesen, bedeutet das was für den goldigen Preis? :tired:


    Kurzfrisig: euro runter, gold hoch,


    langfristig: zweitrundeneffekte, Italien & Frankreich kreditunwürdig,
    Einziger Käufer von Staatsanleihen wird EZB. Finanzierung der Staaten direkt aus der Druckerpresse.
    Währungskrise, flucht aus der währung: zuerst ausländische Investoren,
    dann Inländer, erst in vermeintlich sichere Devisen, nach verhängung von Kapitalsverkehrskontrollen flucht in Sachwerte.


    selbst die virulente Rubelkrise 1998 hat ein halbes Jahr gedauert, auch in Argentinien gab es monatelangen Kapitalabfluss, bis die Konten eingefroren wurde.


    in island dauerte es 1 jahr vom beginn des sinkflugs der isländischen Krone bis zu eingefrorenen Konten.


    das schwierige ist, dass man sich sowas so schlecht vorstellen kann.
    auch die reichen und einst so wohlhabenden Isländer konnten sich sowas nicht vorstellen.


    in deutschland kommt dazu, dass man mit einer DM2 eine Option hat, kurzfristig eine neue Währung zu schaffen, der ein gewisses Vertrauen entgegengebracht werden würde.


    Es muss nicht so kommen: und es bleibt das Trostpflaster, dass große Vermögen viel mehr gefährdet sind als kleine Vermögen.


    Mit einem Lebensmittelvorrat für 1000 euro haben viele Arbeitnehmer schon mal 10% ihres vermögens in Sachwerte gestauscht, die man auf jeden fall braucht.


    Die Großkapitalisten sind ohnehin stark diversifiziert: Wald, Land, Immos im In und Ausland, Konten, verschiedene Währungen, Gold,


    richtig gefährdet ist die reichere Mittelschicht, die zu arm ist, um sich über 3 Kontinent und 10 anlageklassen zu diversifizieren,
    aber zu reich ist, um mal schnell 500.000 euro anonym in Gold tauschen oder gar diversifizieren zu können.


    da viele dieser Leute aus der Leistungselite zudem älter sind und keine Kinder haben, sind sie doppelt gefährdet,
    d.h. 90% ihres vermögens nach abzug von immo schulden besteht aus Leistungsansprüchen an die staatliche Rente und Forderungen an Versicherungen,
    die in euro und euro staatsanleihen schwer übergewichtet sind.
    soviel geld halbwegs phantasievoll zu diversifizieren ist sicherlich eine sauarbeit.

    Es wird niemals wieder einen Goldstandard geben. Ist auch nicht nötig, denn Geld kann per Gesetz "befohlen" werden. Sollte das We


    jein. das gilt für Binnenwährungen, aber nicht für währungen, die im internationalen Handel eingesetzt werden sollen.
    wenn es die DDR geschafft hätte, international irgendjemanden zu finden,
    der Bananen und Kaffee zu liefert im Tausch gegen diese 100 mark-scheine mit karl marx drauf,
    Mensch was hätten wir geschlemmt...


    Gold eignet sich extrem gut als internationale Verrechnungswährung um Zahlungsbilanzen auszugleichen.


    Vor einem Jahr war es noch so, dass es äußerst gewagt war, Gold als geld zu bezeichnen.
    inzwischen wird Gold bei fast jedem Beitrag auf bloomberg als alternative currency bezeichnet.


    da die westlichen instustriestaaten derzeit beherzt ihre währungen opfern, um die bilanzen ihrer banken und
    schlecht wirtschaftende pleitestaaten zu retten,
    dann gibt es am ende keine international akzeptierte währung mehr.
    ölscheichs und kaffeebauern aus anderen ländern kann man nicht befehlen, dass sie die euro-drachme annehmen müssen.



    das ist nichts besonders exotisches: frankreich hatte in den 80er jahren preisstops und kapitalverkehrskontrollen.
    man konnte nur mit erlaubnis franc in dollar tauschen.
    innerhalb frankreichs konnte man anordnen, dass die leute franc benutzen sollen,
    aber für das ausland war damit der franc eine binnenwährung.
    frankreich musste mit seiner exportwirtschaft die dollars und DM erarbeiten, die es auf dem weltmarkt für importe brauchte


    nachbars rasen ist immer grüner.
    derzeit erinnern sich die Franzosen, wie wunderbar man mit einer eigenen Währung industriepolitik machen konnte.
    aber sie haben vermutlich vergessen, dass in den 80ern kein ausländer französische staatsanleihen haben wollte
    und dass man mit franc kein erdöl kaufen konnte.


    ein klassischer neuer goldstandard, der die ersparnisse der Bürger schützt: sowas wird es kaum wieder geben.
    aber in einem zerütteten weltdevisensystem halte ich es gut für denkbar, dass gold nochmal eine nennenswerte rolle
    als clearingmittel und devise einnimmt. falls das so kommt, müsste der goldkurs aber vermutlich bei 20.000 dollar/oz liegen.