Beiträge von Dr_Meyer

    Frühindikator Einlagefazilität?


    Banken können nicht benötigtes Geld kurzzeitig an andere Banken verborgen - oder bei der EZB bunkern.


    Dieses bei der EZB hinterlegte Geld nennt man Einlagefazilität. Die Datenreihen werden regelmässig veröffentlicht.


    Das ist sowas wie ein Angst-Index der Banken: d.h. dass sie lieber praktisch zinslos das Geld bei der Notenbank parken, als es an andere Banken zu verborgen.


    Spielte die Einlagefazilität früher keine Rolle, schoss sie bei Lehman hoch - und sorgte dafür, den Geldmarkt auszutrocknen.


    Ich habe mal den Chart mit der Einlagefazilität der EZB und den Goldchart in Dollar übereinander gelegt.


    Erkennbar ist, dass es bis zur Lehman-Krise keinerlei Korrelation gab.


    Die Einlagefazilität geht schon hoch, wenn das breite Publikum noch keine extremen Krisenanzeichen bemerkt,
    z.B. im Sept 2009 gab es eine sehr nervöse Stimmung, auch der Angstindex der Börsianer ging hoch,
    letzlich passierte jedoch nichts: eine Börsenhausse ging weiter und Gold brach aus bis 1200 dollar.


    Seit dem Jahreswechsel ist die Fazilität wieder extrem gestiegen, fast auf Lehman Niveau.
    Spannend wird jetzt, ob sie in den kommenden Monaten wieder sinkt.


    Die Goldpeaks gab es immer erst nach dem Höhepunkt der Krise: so, als ob nun die breitere Masse der Investoren sich erst nach den Banken der
    Gefahr bewusst wird - und etwas zu spät - Gold kauft.

    Ich habe schon von Problemen mit der Fertigungsqualität bei Anlagemünzen gehört - nachlässig gedrucktes Münzbild, unregelmäßig hoher Rand - wühl mal ein bißchen im Forum, kommt wohl alles vor - nicht jede Münze ist (verzeiht den Ausdruck) gute deutsche Wertarbeit. Gerade die Münze Österreich gibt sich die Mühe ihre Rohlinge auf chemischem Wege hundertprozentig genau zu machen.


    Nur einen Maßstab für die Echtheit anzulegen reicht auch nicht. Wie ist das Gewicht? - weicht bei meinen Münzen regelmäßig nach oben ab, aber solange es nach oben ist, mache ich mir bei Gold keine Sorgen ;) Wenn Du ganz unsicher bist mach einen Säure-Test um den Goldgehalt zu bestätigen.


    Wirf zB mal einen Blick hierrein (Achtung, Statik ausblenden...).

    auf FTD gab es einen interessanten Bericht über die Krügerrand fertigung.
    die Münzen werden derzeit manuell auf einer uralten Maschine gestanzt, die seit 20-30 jahren ununterbrochen läuft und demnächst -
    nach angaben der Firma - auseinaderfalllen wird.


    außerdem habe ich mal gelesen, dass ein teil der rohlinge auch von zulieferern kommt.


    ich denke mal , ne unze gold ist immer drin, aber der Herstellungsprozess ist viel "händischer" als bei den modernen Anlagemünzen,
    da ist ein etwas variables Erscheinungsbild des Krügers wohl normal.

    @Dr Meyer und Edel Man:
    Was meint ihr? Wie weit wird Gold gehen, bis zum nächsten kräftigen Einbruch?

    keine Ahnung: da bin ich ganz ehrlich.


    was die ganz langfristige Prognose ansteht, da gibt es diverse Rechnungen, mit denen sich Top down und bottom up plausibilieren lässt,
    wie hoch Geld bei verschiedenen Krisenszenarien aussehen könnte.


    ganz kurzfristig ist es ebenfalls leicht: da kann ich mit Tools und etwas Erfahrung erkennen, ob wir in einer überkauften oder überverkauften Situation sind,
    d.h. wie die technische Verfassung des Marktes ist.


    Aber bei allem, was dazwischen ist, da halte ich auch die Prognosen der Chartisten für bedenklich.


    Erfahrungsgemäss gehen die Kurse beim Überschreiten bestimmter Marken deutlich nach oben: d.h. während im jahre 2000 oder 2002 monatsbewegungen von 10 dollar als mächtige Bewegungen gedeutet wurden, werden nun 10 dollar mal locker an einem Vormittag gemacht.


    das hat mit zunehmendem Daytrading zu tun, aber auch mit der Verbreiterung der "Kundenbasis", d.h. der Anlegerschar, die Gold haben wollen.


    ich vermute, dass die 1500 dollar eine starke psychologische grenze sind, bei der erstmal für eine weile diskutiert wird,
    warum gold so teuer ist,
    denkbar wäre, dass vor dieser psychologischen grenze auch starkes kaufinteresse abebbt.
    von daher machen die 1400 dollar schon sinn (bei wieviel euro?).

    Es lohnt sich, immer mal wieder sich solche Charts anzusehen.
    Man weis natürlich nicht, ob es tatsächlich zu einem allgemeinen und völligen Vetrauensverlust zu Schuldpapieren und Papiergeld kommt: wenn er kommt, dann kann man sich gar nicht ausmalen, wie dramatisch der Preis von Gold steigen wird.
    http://www.mmnews.de/index.php/gold/5676-flucht-ins-gold
    In diesem Artikel wird beschrieben, dass ein Vermögensverwalter davon ausgeht, dass bei der nächsten Bankenkrise nicht mehr die Staaten die Banken retten können, sondern dass die Notenbanken Geld drucken müssen, um die Banken zu retten.
    Das würde soviel neues Papiergeld erschaffen, dass Hyperinflation einsetzt.


    irgendwo habe ich mal vor einem Jahr eine der dümmsten Meinungen zu Gold in der Finanzpresse gelesen:
    es gebe leider nicht genug Gold, um wieder eine goldgedeckte Währung einzuführen.


    Das ist natürlich Schwachsinn: bei Goldpreisen von ca 40.000 dollar pro Unze o.ä würde das Gold ausreichen, um die Währungen zu decken.
    (so hoch wird es nie kommen, da ein Teil des Papiergeldes defintiv uneinlösbare Schuldversprechen sind,
    die braucht man nicht der Geldmenge hinzurechnen)


    Der derzeitige Preis beim Gold kommt zu stande, weil nur ein sehr kleiner Teil der Geldbesitzer einen sehr kleinen Teil ihre Geldes in Gold umgetauscht haben.
    1 mrd euro ca. 32 tonnen. Etwa soviel haben Deutsche im Krisen april/Mai ungetauscht.
    Am Donnerstag nach dem "short bann" gingen innerhalb weniger Stunden 8,7 Mrd euro in schweizer franken.
    Was wäre passiert, wenn die versucht hätten, ins Gold zu gehen?


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    Man weis natürlich nicht, ob ein Extremszenario je eintreffen wird.
    Vor einem Jahr waren Diskussionen über Staatsbankrotte noch sehr abstrakt.
    Und auch die EZB hat kein Geld gedruckt.
    Aber nun hat sich gezeigt, dass Regierungen und Notenbanker genug Skrupellosigkeit, Unwissen und kriminelle Energie haben, um Währungen innerhalb von Tagen an die Wand zu fahren.


    Ich wäre gerne Optimist, da mir das eigentlich viel mehr liegt. Aber wer im gleichen Haus mit Pyromanen wohnt, der darf angesichts der vielen Streichhölzer und brennbaren Materialen durchaus besorgt sein.


    Gestern wurden die Bänder aus der abgestürzten polnischen Regierungsmaschine veröffentlicht.
    Das interessante ist: bis zum Schluss glaubten die Piloten alles im Griff zu haben.
    Wenige Sekunden vor dem absturz warnte der Flugzeug-Computer: pull up
    und auch der Co-Pilot riet zum abdrehen.
    doch der Pilot setzte die Landung fort. Ein paar sekunden später krachte es.


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    In Südamerika gab es mal einen Flugzeugabsturz: da flog ein Flugzeug in dichtem Regen gegen einen Berg.
    die automatik warnte den Piloten vor dem Berg (auf englisch) und riet zum abdrehen.
    Der Pilot anwortete der Automatik: "shut up, Yankee." "Halts Maul, Yankee"
    Dann krachte es.


    Auch in Tschernobyl soll es ja so gewesen sein, dass die Ingenieure auf der Blockwarte
    den Alarm ignorierten und statt dessen die Lampen der Warnlichter herausdrehten.


    By the way: das deutsche Kabinett hat gestern den Handel mit ungedeckten Shorts und Kreditausfallversicherungen verboten. Und die EU will Ratingagenturen "regulieren". "Halts Maul, Yankee"-


    Irgendwie passt das ins Muster menschlicher Schwächen.

    eine auf den zweiten blick sehr interessante Nachricht, die interessante Rückschlüsse zulässt,
    in welcher Marktphase wir uns befinden:
    http://www.ftd.de/finanzen/alt…usch/50119597.html?page=2


    Es gibt ja Millionen von Daten beim Gold, Papiergold, Comexgold.
    Die Auflage des Krügerrands lässt sich aber nicht fälschen:


    Und die sagt aus, dass 2010 erstmals seit 24 Jahren wieder mehr als 1 Mio pro Jahr hergestellt werden.
    Zwischen 1974 un 1984 wurden jährlich 2-6 Mio Krügerrands hergestellt.



    ein ähnliches Bild bei der US Mint.
    http://www.zerohedge.com/artic…gold-american-eagles-well
    http://www.goldseiten.de/conte…artikel.php?storyid=13632



    Die US Mint verkaufte im Mai 190.000 american eagle goldunzenmünzen
    .
    das ist der höchste wert seit Jan 1999.
    der bisherige rekord lag im Jahr 1986 mit 600.000 Gold eagles pro jahr.


    Zwar sind die Zahlen der US Mint nicht ganz so repräsentativ wie die Zahlen der Südafrikanischen Münze,
    da Goldbesitz in den Usa lange verboten war und die US Mint erst spät anfing Gold zu prägen:


    trotzdem zeigen beide Münmzprägestätten:
    a) die quantitative Dimension ist weit höher als während der lehman-Krise
    b) die quantitative Dimension schlägt zwar alle Absatzzahlen der letzten 20 Jahre, ist aber gerade erst dabei sich langsam wieder den Dimensionen der Goldhausse von 1974-86 anzunähern.


    Immer wieder wird diskutiert, ob wir in der Goldhausse eher bei einem Stand wie 1974 oder bei einem Stand wie 1979 sind: d.h. ob der "Spike" kur bevor steht oder ob wir ihn vielleicht gerade schon gesehen haben.


    Typisch für die dritte Phase des Bullenmarktes ist das zunehmende Interesse der Klein und Kleinstanleger.
    Und die bevorzugen keine 400oz oder Kilobarren, sondern Krügerrands und Münzen.


    Von daher deuten die Absatzzahlen der Münzen darauf hin, dass wir
    zwar die Akkumultationsphase verlassen haben, dass wir aber gerade erst am Anfang der dritten Phase stehen.
    Sprich: zeitlich und preislich ist noch viel Luft nach oben und nach vorne.

    Nichts gegen eine schöne Küche: aber irgendwie habe ich den Verdacht, wenn in einigen Jahren unsere Kinder sich so ein Video mal ansehen - da wird es ihnen völlig esoterisch erscheinen,
    dass es leute gab, die 20k euro für eine Küche ausgegeben haben und das auch noch als Investment bezeichnet haben.
    so wie perserteppische in den 70ern und Tulpen während der Tulpenhausse.

    Ich glaub nicht, dass das langfristig ein Problem wäre. Gut, es könnte vorübergehend zu Auszahlungsbeschränkungen kommen, da auf einen Schlag nicht so viel Bargeld wie Buchgeld verfügbar ist. Aber so lange noch Bäume stehen, lässt es sich doch beliebig nachdrucken ... ;)

    so einfach ist es ja gerade nicht: wenn mehr als 3% abgehoben wird, müssen Banken und Versicherungen beginnen ihre toxischen "assets" zu verkaufen.
    einziger käufer ist die EZB.
    d.h. beim auftauen von ersparnissen wird neues geld geschaffen.


    auch die gewerbetreibenden werden die nachfrage bemerken und preise anpassen:
    deutsche ersparnisse: 5,7 mrd - geparkt vor allem in staatsanleihen und pfandbriefen.
    jährlicher Umsatz des handels: 330 mrd.


    bereits das auftauen und ausgeben von 5% der ersparnisse wären ca. 135 mrd,
    also 50% plus gegenüber dem durchschnitt.

    die große Unbekannte in einem Inflationsszenario ist Industriekapazität und Nachfrage.


    Gemeinhin geht man davon aus, dass es erst in einer Boomzeit zu einer Inflation kommen kann, da während der Krise die Anbieter
    die Preiserhöhungen nicht durchsetzen können.
    (GB: Teuerung 5,1% derzeit - und dass trotz extrem schlechter Nachfrage).


    die Rechnung geht aber nur so lange auf, die es Anbieter gibt, die große ungenutzte Kapazitäten haben.
    das impliziert, dass es Anbieter gibt, die gerne Jahre lang mit Verlust wirtschaften und trotzdem weiter machen.


    erfahrungsgemäss ist damit zu rechnen, dass irgendwann ein Teil der Anbieter hinschmeist und dann die verbleibenden Anbieter höhere Preise durchsetzen können.

    Früher kamen auf 9 Anleger ein (Langfrist)-Spekulant und vielleicht ein halber Kurzfrist-Spekulant. Heute ist es umgekehrt.
    Früher war 90% des angelegten Geldes echtes erarbeitetes oder ererbtes Geld.
    Heute ist es geborgtes Geld.
    Leverage = Hebel gilt als Standard.


    Selbst Leute, die eigentlich richtig viel Geld haben, legen dieses nicht an, sondern hebeln.
    Habe in der FTD vor einem Jahr einen Bericht über einen arabischen Staatsfond gelesen: die wollten ein paar Mrd anlegen:
    damit es Spass macht, haben sie zusätzlich noch ein paar Mrd Kredit aufgenommen: 2008.
    das ging schief,
    da zusätzlich keine Abishcerungsgeschäfte gemacht wurden, haben die eine Verlustquote von 95% hinbekommen,
    das schafft man normalerweise nur, wenn man 85% Pleite-aktien im depot hat.


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    zur Lage derzeit:
    derzeit haben die Banken der Eurozone wieder eine Einlagefaszilität wie zur nach Lehman-Zeit, d.h. statt liquides Geld kurzfristig zu verborgen,
    bunkern sie es lieber bei der EZB - als einzig sicherem Ort.
    Die Lease rates für Gold sind leicht gestiegen.
    Gestern gab es den höchsten Absturz von Rohstoffwerten seit Okt 2008 (Lehman).
    Es gibt einige kleinere Anzeichen, die die Angst der Marktteilnehmer zeigen, viel deutlicher als dass man das an Dax und Dow ablesen kann.


    Etwas ähnliches gab es schon mal im frühen Sommer 2009 und im Sept 2009: da kroch plötzlich die Angst hoch:
    aber dann begann eine counter trend rally bei Aktien.
    Derzeit sind die Crash zeichen deutlicher.
    Und so schwanken die gehebelten Kurzfristanleger zwischen positiv und negativ.


    Langfristanleger können schwankungen aussitzen. Bei gehebelten Anlegern werden margin calls ausgelöst: d.h. wenn das Depot weniger wert ist als der Kredit,
    dann müssen sie Geld nachschießen oder der Broker beginnt zwangsweise das Depot zu liquidieren.


    Ich kenne eine Devisenhändlerin, die mehrere Jahre lang erfolgreich EUR/USD getradet hat, aber nun mit dem Markt nicht mehr zurechtkommt
    und andere Währungspaare tradet.


    Ich würde keinem Anfänger empfehlen, derzeit irgendwas mit Hebeln oder Aktien zu machen.


    Viele Hegfond manager traden mit dem Geld der Kunden wie wild, aber ihr eigenes Geld bunkern sie in Gold und Ackerland.

    http://www.handelsblatt.com/fi…ald-neue-anleihen;2592064


    Griechenland plant bald neue Anleihen


    Erstmals seit dem Hilferuf an IWF und Euro-Staaten könnte sich Griechenland im Juli Geld über den Anleihemarkt verschaffen. Insgesamt werden Papiere für 4,5 Mrd. Euro fällig.

    Na, da heben wir dann gleich eine neue Maßeinheit für die Zeit.


    vom drohenden Staatsbankrott bis zum kecken Plan, sich an den Märkten wieder Geld zu borgen: ein Papaconstantinou = 1,5 Monate
    das scheint so die Zeitdauer zu sein, die Menschen brauchen, um einmal ihre Position um 180 Grad zu drehen,
    schocks aufzuarbeiten o.ä.
    scheint mir recht ähnlich mit dem Fall Platzeck: Rücktritt nach 6 Wochen = 1 Platzek


    auch die Kapitalflucht aus Griechenland passierte erst 4-6 Wochen vor dem Tag, als Griechenland eingestand, nicht mehr kapitalmarktfähig zu sein.


    6 Wochen scheint so eine Zeitdauer zu sein, die Menschen vorausdenken oder sich zurückerinnern können.

    ja,


    merkel, köhler, trichtet, sarkozy, barroso


    vor gericht!!!!! NOW!!!!!

    Was willst Du denen derzeit nachweisen? nichts.
    die würden sich verteidigen, dass der euro völlig überraschend von Spekulanten angegriffen wurde und völlig überraschend die Pigs staaten von Ratingagenturen downgegradet wurden.
    und dann kam es ja im Herbst 2010 völlig überraschend zu einem falsch adressierten fax der EZB,
    mit völlig überraschenden Folgen an den Märkten
    und dem völlig überraschenden Misstrauen der Deutschen gegenüber dem Euro.

    heute gab es bei Bloomberg die news, dass es über alle Rohstoffe den größten Einbruch seit okt 2008, also seit Lehman gab.


    zeitgleich ist gold heute leicht gestiegen, d.h. dass Gold anders als damals offenbar als Devise wahrgenommen wird
    und vom trend zu fallenden Rohstoffpreisen nicht oder weniger getroffen wird.

    Noch ein gleicher Spiegel Artikel zum Thema:


    Derzeit versorgt irgendeine Quelle bei der Bundesbank den Spiegel mit Infos über die aktielle Situation:
    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,697511,00.html


    Besonders interessant:
    "An jedem Handelstag kommen derzeit Anleihen im Wert von etwa drei Milliarden Euro dazu - zwei Milliarden Euro davon aus Athen. Eine Besserung der Situation ist vorerst nicht in Sicht: "Die EZB und die nationalen Notenbanken, die in ihrem Auftrag handeln", so versichert ein Marktkenner, "sind derzeit die einzigen nennenswerten Käufer."


    d.h. meine Kalkulation war von der Dimension richtig: tat für Tag werden ca. 3 Mrd. euro erschaffen, um damit clud med anleihen zu kaufen,
    davon 2 mrd Griechen-anleihem.


    Seit fast einem Monat geht das schon so und: es gibt derzeit keinen Bondmarkt. die EZB ist der Bond-Markt.
    D.h. der Verkaufsdruck lässt erst dann nach, wenn die EZB alle kritischen Anleihen aufgekauft hat.

    Es gibt keine echten Systemlinge: das, was wir sehen, ist eine Abwehrreaktion aus Angst und Unwissenheit.


    Ich habe es bei meinem Vater gemerkt: er wollte erst von all den Sachen, die ich ihm erzählt habe,
    nichts wissen.
    Später erzählte er mir, dass er zwar merkte, dass ich recht haben könnte, aber ihm ist dabei so schlecht geworden,
    dass der das Problem einfach verdrängt hat.
    Als er dann irgendwann im Fernsehen ein paar Kommentatoren gesehen hat, die was ähnliches erzählt haben,
    hat er sich dann aufgerafft und einen nennenswerten Teil seines Geldes in Gold umgetauscht.
    1 Woche später begann die Goldhausse.


    ---


    zudem muss man auch sagen, dass manche Sachen rein intellektuell schwerer Stoff sind.


    da fällt es einfacher so zu argumentieren:
    wie ist die Staatsverschuldung pro Kopf?
    dann mal auf die Familie hoch rechnen, inkl Kinder.
    Dann mal Oma und Opa mitrechnen, die sind ja als Rentner nur noch empfänger des systems.
    und dann hat man eine Idee, wieviel Schulden auf einem Verdiener lasten.


    Und unser Guthaben? vieleicht ein kurzer Verweis, dass die Kapitallebensversicherungen ihr Geld mit clud med anleihen angelegt haben
    und selbst ein so vernünftiger Mann wie der Joseph Ackermann glaubt nicht, dass Griechenland seine Schulden je zurückzahlen wird.


    Verweise auf Prominente wirken meisten ganz gut, Zitate aus Financial Times etc, ebenso.


    die Schwierigkeit für die meisten Menschen ist, dass sie Gefahren außerhalb ihres Gewohnheitshorizontes ignorieren.
    Die ältere Generation, die Not und Währungsreform mitgemacht hat, tickt da noch etwas anders.


    nach meiner Erfahrung kann man dieses Denken nicht in einer "Sitzung" aufbrechen.
    Von daher: steter Tropfen höhlt den Stein.


    anders als in Frankreich oder anderen Eu-Ländern gab es nach den Nachrichten über den GR- und dann EU-Bailout
    einen "Goldrausch".
    d.h. ein nennenswerter Teil der Leute, die tatsächlich Geld auf dem Konto hat, hat reagiert und instinktiv das richtige gemacht.


    Ja, aber das Tamtam über den Rücktritt des Bundespräsidenten dürfte mehr als einen Kratzer am Image und Ruf der Stabiltät der BRD und damit des Euroraumes verursacht haben.


    Wer wie ich in der internat.Presse herumstöbert, konnte schon den extremen Imageverlust der deutschen Kanzlerin wahrnehmen, der bis zu offener Häme geht. Und die merkwürdigen Operationen der EZB tragen nicht gerade zur Stabilität des € bei.


    Nun haben politische Börsen kurze Beine, Prognosen über den € und den $ sind nicht vernünftig möglich, fundamental ist der $ mit seinen etwa 40 nahezu bankrotten US Staaten auch nicht besser gestellt.
    .

    Der Dollar geniest einen unverdienten Bonus als Weltreservewährung.
    Wer richtig viel Geld aus der Euro-Zone herausbringen will, der kann das derzeit nur via Dollar machen.
    Den kann man dann später in irgendwas anderes umtauschen.


    Stimmungswechsel kommen an den Märkten immer sehr plötzlich.
    Ich habe an Aktienmärkten mitten in der tiefsten Depression plötzlich ein Umschlagen der Tendent gesehen:
    das alte Spiel: wenn alle auf der gleichen Seite des Bootes sind, wenn alle Bullen kapituliert haben, dann führt
    die kleinste Nachfragebelebung zu einer stürmischen Hausse (Golkriegs-Hausse, Hausse nach dem 11. sept).


    ob das auch bald beim euro passiert?
    bei währungskrisen wie dieser, wage ich auch keine Prognose.
    ich glaube, die Spekulanten haben ihre Ernte eingefahren. Und wenn ausländische Anleger und deutsche Sparer das Vertrauen in das Konstrukt Euro verlieren,
    ....tja.



    Das Pfund und der Dollar geben den Anlegern die trügerische Sicherheit, noch rechtzeitig aussteigen zu können. Ein Konstrukt wie der Euro kann zerbrechen,
    so dass selbst die cleversten Investoren nicht mehr aussteigen können.

    für alle, die nur den Goldkurs, aber nicht die anderen Werte verfolgen:


    Dax runter, Öl runter, totaler Kurssturz beim euro: innerhalb von ca. 1 Stunde mehr als 1 Cent,
    Silber runter,
    Dollar hoch, Gold hoch


    ---
    ein Teil der Dollarnachfrage kommt daher, dass Spekulanten und Hedgefonds bei sinkenden Aktienkursen und sinkenden Rohstoffkursen ihre gehebelten Positionen schließen müssen, d.h. sie brauchen Dollars und Yen um Kredite zurückzuzahlen. deswegen steigen dollar und yen.


    aber niemand braucht Gold, um Positionen zu schließen (es sei denn er hat es leer verkauft und der counterpart verlang physische Auslieferung).


    ---
    jeder Tag, an dem Aktien, Rohstoffe und andere Währungen sinken und
    "Fluchtwährungen" wie Dollar, US Treasuries und Gold steigen, unterstreichen die neue Qualität des Goldes als international anerkannte Fluchtwährung
    in risikoaversen Zeiten.


    ---


    Kurssturz beim euro geht weiter:
    innerhakb von weniger als 2 Stunden Kurssturz von 1,2289 auf 1,2115


    Früher hat man bei 1,215 deutliche Stützungen gesehen,
    die verhindern sollten, dass der Kurs zu nach an 1,200 kommt und dort einen Kursrutsch auslöst.


    Das beunruhigende ist, dass dieser neue Tiefststand jetzt kommt, nachdem sich die Kurse mehrere Tage lang stabilisiert hatten.

    Ein übliches Muster, das ich schon oft beobachtet habe, ist ein Einbruch des Goldpreises, sobald morgens der physische Handel beginnt.

    In den frühen Morgenstunden traden die letzten Asiaten und die ersten europäischen Trader. Meist mit reinem Papiergold, ein paar Kontrakte zur sofortigen Auslieferung werden sicher auch dabei sein.
    Oft schaukelt sich dann eine bullishe Tendenz hoch, die mit Beginn des Londoner Metallhandels dann wie ein Soufflé in sich zusammenfällt.

    Die Anleger, die in London echtes Gold ordern, setzen limitierte Kauforder und sammeln sich dann über den Tag an den Dipps ihr Anlagegold zusammen.

    Heute begann London ungewöhnlich stark und trieb den Goldpreis sofort über die 1220er Grenze: ein Zeichen, dass es wohl eine Menge physischer Orders gab, die Gold sofort und unlimitiert gekauft haben.

    Vor ein paar Tagen schrieb ich, dass ich gespannt bin, was denn in den kommenden Wochen für „pro Gold“-Nachrichten produziert werden:
    Nun haben wir eine der ersten: Der Rücktritt von Horst Köhler ist zwar für deutsche Anlager kaum ein Grund Gold zu kaufen, aber für Ausländer, die Deutschland bisher als eine Art größere Schweiz gesehen haben, ist der Rücktritt des Staatsoberhauptes ein Zeichen für die Erosion des so stabil geglaubten politischen Systems in Deutschland.

    Deutschland wird vom Ausland als industrieller Gigant mit einem ultra-stabilen politischen System und einer sparsamen und arbeitsamen Bevölkerung gesehen. Vor allem in Kontrastbetrachtung zu dem industrielosen GB oder den aufmüpfigen Völkern der Pigs-Staaten oder den ständig wechselnden französischen Regierungen.
    Horst Köhlers Rücktritt dürfte für Asiaten und Amerikaner ein Kratzer an diesem Image verursacht haben.