Beiträge von Dr_Meyer

    dänische Kronen sind eine interessante Idee:


    Man kann schnell mal auf der Autobahn nach Dänemark fahren.
    Im Süden von Dänemark gibt es eine starke deutsche Minderheit, vielleicht sprechen die Leute in der Bank sogar deutsch.


    die dänische Krone ist innerhalb eines Bandes an den Euro angebunden,
    d.h. so lange keine Katastrophe passiert, hat man de facto euro.


    Falls aber der euro zerbrechen sollte und innerhalb von 48h um 30% fällt und sich nationale Währungen wie Franc oder Schilling oder DM abspalten,
    darf man davon ausgehen, dass Dänemark sein Geld kaum an den Rest-euro von Griechenland und Portugal anbinden wird,


    D.h. die dänische Krone ist was für Leute, die eigentlich nicht mit Auslandswährungen "spekulieren" wollen, aber dennoch eine Versicherung für den Worst Case suchen.


    Ebenfalls interessant ist ein Konto in Dänemark im Falle, dass deutsche Euro-Konten plötzlich eingefroren werden.


    Dänemark war während des II. Weltkriegs von Deutschland besetzt. alle Skandinavier sind sehr unabhängig, ein Stück weit wie die Briten auf ihrer Insel.
    irgendwelche Anweisungen aus Berlin an Kopenhagen, Konten von Deutschen zu sperren o.ä. dürften dort ungelesen in der Schredder gehen.


    Schweizer Banker werden von Berlin wie an einem Nasenring geführt: und dieser Nasenring heist "Schwarzgeldverdacht".
    In Dänemark spielt das keine Rolle, so dass man davon ausgehen kann, das Regierung und Banken dort unabhängger agieren.

    Dann können wir einen Club aufmachen. Deine Aussage macht für mich auch keinen Sinn - wenn Alkohol am Steuer ein Ausschlusskriterium für hohe Ämter wäre, könnten wir morgen die meisten Posten neu besetzen.
    Der Trick dabei ist immer, dass die meisten nie erwischt (oder im Fall der Fälle wieder laufengelassen) werden. Warum es ausgerechnet Käßmann erwischt hat ... das ist was für unsere Verschwörungstheoretiker hier

    wieso Verschwörungstheoretiker: es war allgemein bekannt, dass Käßmann nach ihrer Kritik am Afganistan einsatz rund um die Uhr von Feldjägern überwacht wurde :)
    Unglaubwürdig scheint mir dagegen die Theorie, dass der MAD den Messwein mit Wodka Smirnoff versetzt hat, ohne dass Frau Käßmann des Unterschiedes gewahr wurde.

    Mal ne wilde Theorie:


    also: in der letzten Woche wurde ja bekanntlich das Gesetz zur Währungsreform heimlich durch des Bundesrat und Bundestag gebracht.
    (Leser der österreichischen Finanzpresse wissen bescheid... )
    Heute früh informierte die Bundesbank im "Spiegel", dass die EZB haufenweise Schrottanleihen französischer Banken aufkauft
    und derzeit täglich 5,75 mrd euro neues Geld druckt.


    Horst Köhler hat sich aber geweigert, dass Gesetz zum Euro-austritt zu unterzeichnen. Als federführender hoher Beamter, der Euro und Maastricht
    mitverhandelt hat, konnte er sich das nicht antun.
    Ein Bundespräsident darf aber seine Unterschrift nur dann verweigern, wenn er an der Verfassungsmässigkeit der Gesetze zweifelt.
    Sachliche Gründe sind wurscht.
    Da blieb ihm dann nur, unter Tränen zurückzutreten.


    Einen ähnlichen Fall gab es vor 10-20 jahren in Belgien:
    da ist der belgische König für einen Tag zurückgetreten, weil er ein Abtreibungsgesetz nicht untzerzeichnen konnte/wollte.
    am Tag danach wurde er wieder mit dem Amt des Staatsoberhauptes betraut.
    Unterzeichnet wurde das Gesetz dann von irgendeinem Stellvertreter.


    Heute ist in USA Feiertag: memorial day: die Börsen sind geschlossen.
    Der Bremer Bürgermeister (wieso wusste der so schnell bescheid?)
    unterzeichnet als Bundesratsvorsitzender und stellvertreter des Bundespräsidenten das Gesetz, so dass passend zum Ladenschluss um 20 Uhr
    die Währungsreform verkündet werden kann und morgen im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.



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    Zusatz: da ich Zuschriften bekommen habe, die nochmal nachgefragt haben:
    das hier war eine wilde phantasievolle Spekulation, einfach so, just for fun. Kein ernsthafter Diskurs.


    sorry: ich dachte der phantasievolle Ton des beitrags sei zu erkennen gewesen,


    Und mit "österreichischer Presse" meinte ich natürlich den größten Systemkritiker aller Zeiten und den Stolz der österreichischen Presse hartgeld.com




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    Tja, ...
    die Idee, das Köhler zurückgetreten ist, weil er ein bestimmtes Gesetz nicht unterschreiben wollte, finde ich irgendwie charmant.
    Diese Deutung würde zu seiner Persönlichkeit besser passen als die Theorie mit der mangelnden Achtung vor seinem Amt.

    http://www.telegraph.co.uk/fin…as-economy-overheats.html


    Zunahme der besonders inflationsrelevanten Geldmenge M1:
    1% zum letzten Monat,
    31% zum Vorjahr.


    derzeit vor allem Preissteigerungen im Immo-bereich.


    Vor ein paar Tagen sagte ein Analyste von der BNP Paribas:
    wer Angst vor Inflation hat, der soll nach Asien schauen.
    Falls Inflation kommen wird, dann kommt sie dort zuerst.



    die Chinesen haben in den letzten Jahren den industriellen Grundstock in zahlreichen anderen Ländern zerstört,
    d.h. bei zahlreichen Produkten würde es Jahre brauchen, um die Produktion aus China in ein anderes Land zu verlagern.


    falls der euro 25% abwertet (wie geschehen) und chinesische Löhne 31% steigen (durchaus möglich angesichts des Geldmengenwachstums),
    dann würden chinesische Importe um 50% teuer.


    so wie wir in den letzten 10 jahren eine importierte Preisstabilität hatten (teuer werdende einheimische Produkte wurden durch billige chinesische ersetzt),
    so könnte es nun eine importierte Inflation geben.

    Wenn es so kommt dann eher der Laterne!


    Mann was sind das für Zeiten?

    Horst Köhler hat Anfang der 90er Jahre als Staatssekretär im Finanzministerium die Maastricht verträge etc. begleitet.
    auf Spiegel Online gibt es noch ein Interview, was er damals geführt hat.


    er versteht das Weltfinanzsystem vermutlich besser als Angela Merkel und hätte die Chance gehabt, den einen oder anderen Diskurs zu führen
    und den Deutschen halt zu geben.
    Was man hörte, war dröhnende Stille.


    Dass er es sich zur Gewohnheit gemacht hat, Gesetze auf ihre Verfassungsmäßigkeit zu überprüfen, ist allerdings sehr positiv zu bewerten.


    wer Präsident ist, sollte einen präsidialen Stil pflegen,
    wie Mitterand, der als Meister der unscharfer Formulierungen galt.
    Als Präsident hatte er eben gerade die Möglichkeit, sich nicht zu jedem schwierigen Thema äußern zu müssen.


    Nun gut, er hat es gemacht und hat eine Menge Reaktionen bekommen.


    Vermutlich hat Merkels Büroleiterin ihn angerufen und ihn runtergeputzt wie einen Schuljungen.
    dass es nur die Presse-reaktionen waren, die ihn ärgerten, dass kann ich mir nicht vorstellen.


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    sich rechtzeitig aus der Schußlinie zu bringen, bevor die Finanzkrise noch heißer wird...
    Gute Theorie,
    das passt aber nicht zu den Tränen, die er in den Augen hatte.



    Politiker sind nachgewiesener Maßen nicht besonders schlau, dafür aber gute Netzwerker, kommunikativ, intrigant
    und sie können Niederlagen und Frust gut wegstecken.
    Und Köhler war es zu wenig, nur präsidaler Präsident zu sein. Ich glaube, er hat sich als Tagespolitiker versucht,
    hat Prügel bekommen und konnte den Frust nicht wegstecken.


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    Vielleicht - das wäre allerdings heftig - hat ihn Merkel auch zum Rücktritt aufgefordert:
    immerhin war er für die Regierung eine Belastung und man war sich bei ihm nie sicher, ob er die Schrott gesetze auch brav unterschreibt.


    das wäre allerdings extrem heftig, da der Bundespräsident ein Verfassungsorgan ist, dass nicht genötigt werden darf,
    d.h. Druck auf ein Verfassungsorgan auszuüben wäre strafbar und würde auch nicht so schnell verjähren.

    ach, eigentlich sind mir die geschäftstüchtigen Ungarn sehr sympathisch.
    ich war schon oft in Ungarn,
    habe ganze Nächte mit Palinka und Kolbasz mit ungarischen Freunden gezecht, während in den Hügeln bei Budapest die Grillen zirpten.
    Aber der auftrumpfende Aktionismus des ungarischen Cleverles Sarkozy, mag ganz ordentlich sein, um einen Bauchladen oder einen mittelständischen Baubetrieb durch die Wirren osteuropäischer Marktwirtschaft zu führen.


    Aber de facto ist Sarkozy unser neue EZB-Präsident. Und das ist für uns Deutsche -
    und alle anderen Völker mit ähnlichem Geldverständnis - die Fehlbesetzung des Jahrhunderts.

    die Entwicklungen der letzten 4 Wochen ändern übrigens eine Spielkarte gewaltig:
    die internationale Zusammenarbeit.


    Bei allen Vergleichen der Krise 2007-2012 zur großen Depression 1929-36 wurde immer wieder hervorgehoben,
    dass es damals keine Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Mächten gab:
    us-Notenbank gegen Reichsbank, reichsbank gegen französische Notenbank, Franzosen gegen BoE.


    Der Riß im deutsch-französischen Verhältniss, nochmals unterstrichen durch den Putsch in der EZB und der Sanierung französischer Banken durch Zentralbank-Geld-druckens: das ist eine qualitative Änderung.


    Ich muss mich jetzt mal als Frankophilen outen: ich habe in Frankreich studiert, für einen französischen Konzern gearbeitet,
    ich spreche die Sprache und kenne das Land.


    die deutsch französosche Achse war lange etwas, was gut funktionierte.


    etwa so wie die Gesellschaftssalons der Lady xxx (name vergessen ) in den 1920er Jahren in New York.
    Dort trafen sich die neureichen irischen Millionäre mit den adligen, aber verarmten britischen Lords und ihren Töchtern.


    Die neureichen Iren wurden von dem traditionellen amerikanischen Establishment, dass seine Ahnenlinien bis zur Mayflower zurückverfolgen konnte abgelehnt.


    aber die Anwesenheit der ganzen steifen Earl und Lords wertete die Neureichen Iren auf.
    Die verarmten Adligen konnten ihre Söhne mit reichen Irisch-Amerikanern verheirateten: klangvolle Namen und viel Geld kamen zusammen,
    und es entstanden neue angesehene und wohlhabene Familien.


    Die deutsch-französische Achse beruhte bisher - meine ich - darauf, dass Deutschland in der Nachkriegszeit keinerlei
    ernsthafte Interessendivergenzen mit Frankreich hatte:
    deutschland hatte keine Kolonialen Interessen in Afrika, wollte nicht Atommacht sein, hatte keinerlei weltpolitische Ambitionen.
    Deutsche Interessen wie die Schaffung eines europäischen Binnenmarktes etc ließen sich problemlos im Windschatten der
    proeuropäischen französisch-deutschen Achse lösen. Auch die Emanzipation gegenüber den Besatzungsmächten GB, USA, Sowjetunion gelang unter
    dem Schutzschild eines französisch-deutschen europäischen Blocks viel einfacher.
    Frankreich konnte, mit dem wirtschaftlich potenten und bervökerungsmässig größeren Deutschland an der Seite, seinen europa und weltpolitischen Ambitionen viel besser frönen.
    jeder spielte mit seiner klaviatur: frankreich nutzte außenpolitische Macht, um Aufträge für Alcatel an Land zu ziehen, Siemens musste auf großzüge Protektion a la francaise verzichten, hat aber einfach Leute geschmiert und auch bessere Produkte als alcatel geliefert.


    Frankreichs politische und kulturelle Strahlkraft ist auch heute noch groß genug, um einen Teil der deutschen politischen Eliten an sich zu binden.


    Tom Buhrow, Anchor man bei ARD Tagesthemen schrieb letztens im Kommentar in der "Welt", dass nicht die Deutschen sich auf Europa nicht einlassen,
    sondern dass die anderen Nationen sich nicht auf Europa einlassen.
    Sie verfolgen nationale Ziele, wollen aber gerne von Deutschland eine EC-Partnerkarte und den PIN haben.


    Wenn Frankreich via EU geflissentlich in deutsche Taschen gegriffen hat, dann wurde das bisher mit Nonchalance übersehen:
    als hätte die gute Ehefrau in den Papieren ihre Mannes entdeckt, dass er auf der Dienstreise mit Damenbegleitung diniert und übernachtet hat.


    Ganz ehrlich: wer würde denn wegen sowas die Familie zerreissen: das Haus, die Hypothek und erst die Kinder....


    aber wenn der Ehemann die Liebhaberin ganz ungeniert in der Mansardenwohung einziehen lässt, dann geht es zu weit.


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    Dass die französischen Banken und die EZB eine clevere Möglichkeit gefunden haben, die französischen Banken blitzartig zu sanieren,
    ist ein Schachzug, von dem Sarkozy im internen Kreis wohl gerne erzählen wird.


    Tja, der Mann ist halb Ungar, halb Grieche(???)...


    Was er da macht, ist eigentlich sehr unfranzösisch.
    Divide et impera: teile und herrsche, wäre viel französischer.


    Und einen besiegten Gegner zu düpieren; sowas ist in der Politik sowieso unfein.


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    Die Franzosen haben überzogen. Oder vielleicht muss man auch sagen: Sarkozy hat überzogen.
    Auch wir haben ja mit Ausländern in höchsten Führungspositionen des Staates negative Erfahrungen gemacht.


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    Vor ein paar Wochen fiel Trichet während einer Pressekonferenz vom englischen ins Deutsch und sagte,
    den euro und die eurozonen-Mitglieder betreffend:
    "wir teilen ein gemeinsames Schicksal".


    Ich weis, was er damit sagen wollte: aber für deutsche Ohren hat das einen äußerst bedrohlichen Unterton.


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    Mitte März gab es in der führenden konservativen Zeitung "Le Figaro" einen Leitartikel zum Euro.
    Trichet wurde gebasht, weil er versucht hatte, den Euro stabil zu machen.
    Meinung des Artikels: statt eine Währung zu schaffen, die den Menschen "dient" (servir), war es der Ehrgeiz der Notenbanker der EZB,
    eine zweite Weltreservewährung neben dem Dollar zu schaffen.
    Statt eine Währung zu schaffen, die der Industrie nützt, wurde eine geschaffen, die Pensionäre favorisiert.


    ----soweit im "Figaro"


    Die Industrie - die hat Fabriken, Technologien, Marken - und Schulden.
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    aber ich glaube, die Franzosen haben vergessen, wo sie in den 80er Jahren standen: Devisenkontrollen: niemand durfte Franc einfach so in Dollar tauschen.
    und Preiskontrollen:
    die Teuerung war so stark, dass die Regierung immer mal wieder 6monatige totale Preisstops per Gesetzt verordnen musste.


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    dass das alles nichts ist, was zu den sparwütigen Deutschen und der alternden Bevölkerung passt, ist klar.


    Die Schnelligkeit und Unverfrorenheit, mit der die Franzosen ihre durch den EZB-Putsch gewonnene Macht nutzen,
    um ihr Bankensystem zu sanieren macht einen schon sprachlos.


    Man weis nicht, wie das weitergehen wird.


    Falls es irgendwann dazu kommt, dass ausgehend von französischen Entscheidungen der EZB auf nachvollziehbare Weise deutsches Sparvermögen massiv vernichtet wird, dann dürften Mitterand und Kohl auf ihre späten Tage
    wohl doch noch recht bekommen, dass der Euro eine Frage von Krieg und Frieden ist.



    Im Sinne des Friedens in Europa wäre es deutlich vorteilhafter, wenn die deutschen Sparer glauben, Angela Merkel und Josef Ackermann hätten ihr Sparguthaben vernichtet - die haben keine Atomwaffen.

    das ist ein irrtum. geld mit dem gold gekauft wird, bleibt trotzdem im system und landet auf einem anderen konto. das ist nur hin- und herschieben von bits und bytes. für jede art von waren gilt dasselbe. bei franken wirds schon schwieriger, wobei im zweifel die franken über die notenbanken wieder zu euro werden.


    das einzige was dem system wirklich schaden würde ist BARGELD. bargeld in privathand tötet das system.

    die wichtigsten Goldminen liegen in Südafrika, China, Russland, USA, Kanada...
    China hat ein Ausfuhrverbot für Gold, von dem nur Schmuck und Panda münzen ausgenommen wird.


    gold kaufen bedeutet also kapitalabfluss in oben genannte Länder.
    falls nicht zeitgleich in gleicher Mengen deutsche Waren nach Südafrika, Russland und USA etc gehen,
    drückt das auf den euro-kurs.


    also entweder, der euro sinkt - oder die jeweiligen Notenbanken kaufen euros auf, um den Kurs zu stabilisieren.
    diese aufgekauften euros würden dann in den Kellern der Notenbanken Russlands und Südafrikas liegen
    und nicht mehr am Wirtschaftskreislauf teilnehmen.


    Von daher bedeutet Goldkauf devisentechnisch nichts anderes, als wenn man Schweizer Franken oder ein Grundstück in Südafrika kauft.


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    besonders kritisch wird es, wenn das tatsächlich umlaufende Geld immer mehr wird,
    Geld, das früher in Staatsanleihen eingefroren war.


    die wirtschaft würde instinktiv merken, dass mehr Geld zirkuliert und die Preise erhöhen.

    @Doc
    Man KANN dummerweise die Zinsen nicht erhöhen..... ;)
    Man preßt lieber den Bürger aus solange es geht. :D


    Sanfte Grüße
    Misan

    das ist die Sache: so lange es geht.


    Problem ist dabei, die schwindende Legimität der Transferleistungen.
    So lange eine Energiesteuer mit einem drohenden Klima-Kollaps begründet wird oder mit Ausgaben für das oder-Hochwasser oder
    vermeintliche Investitionen in Bildung mit der Sicherung der Zukunftsfähigkeit - so lange ging das mit den Steuererhöhungen gut.


    Jeder Hinterbänkler und Lokalpolitiker wird in den kommenden Wochen den Massen erzählen,
    dass für die Krise diejenigen bezahlen sollen, die sie verursacht haben: Spekulanten und Banken.


    Mit der Bankenrettung und den Garantien für ausländische Schulden (die vom Volk schon als Transferzahlungen wahrgenommen wurden),
    ist Legitimität verloren gegangen.


    von daher rechne ich mit ausweichlösungen, z.B. höhere LKW-maut.

    dahinter steckt natürlich die Idee des Zauberlehrlings, dass er die Sache überblickt:
    die EZB druckt 300 Mrd euro und läd sich die schlechten Assets der französischen Banken auf.
    Damit wird das französische Bankensystem saniert und das System wird an 100 oder 200 oder 300 mrd zusätzlichem Papiergeld nicht zugrunde gehen.


    die Deutschen besitzen abgeblich 5 700 Mrd euro.
    Davon sind 5% in Aktien, der Rest in Staatsanleihen die nie zurückgezahlt werden bzw bei Lebensversicherungen, die Staatsanleihen besitzen, die nie zurückgezahlt werden.


    Die Sichteinlagen der Deutschen sind ca. 370 Mrd euro.
    aber die Banken müssen nur 3% davon liquide vorhalten.


    also schon wenn 10-15 mrd der sparvermögen der Deutschen abgefordert werden, um sie in Gold, Franken oder Waren zu tauschen,
    muss das System Staatsanleihen auf den Markt werfen.


    ca. 350 mrd euro werden pro Jahr in Deutschland konsumiert,
    der gesamte Umsatz der Kfz Branche sind ca. 120 Mrd.


    derzeit geht das Fluchtkapital in ausländische Devisen, Gold, Bundesschatzbriefe, vor allem Immobilien.
    wenn irgendwann der Punkt kommt, wo die Deutschen nennenswert ihre Sparquote senken,
    um erspartes zu konsumieren, trifft eine Geldmenge auf einen - man staune - recht kleinen Markt.


    wenn die Deutschen von ihren 5700 Mrd euro angeblichem vermögen 3% verkonsumieren wollen, wären das 171 mrd euro,
    das heisst soviel wie die ganze kfz branche pro jahr an Umsatz macht.


    vermutlich würde es nicht sofort zu einer Hyperinflation kommen, sondern denkbar wären eingefrorene Konten,
    limitierungen, wieviel Häuser oder Autos man besitzen darf, - who knows.


    zeitgleich müssten beim runterfahren der sparquote haufenweise Staatsanleihen verkauft werden und
    der einzige Käufer wäre langfristig die EZB.


    Man wird erklären, dass das alles überraschen und vorrübergehend ist,
    aber wenn es irgendwo zur Liquidation der fiktiven Papieranlagen kommt,
    dann kommt es zu einem hauen und stechen.


    vielleicht löst die Regierung selbst sogar so eine Liquidation aus,
    durch höhere Steuern.


    Bei der Masse an Zweitrundeneffekten ist alles möglich.


    Icg vermute, dass sich deutsche Notenbanker so ein Schreckensszenario vorstellen können und deswegen pro Währungsreform agieren,
    um das Vertrauen ins Papiersystem zu erhalten.
    Ich vermute aber auch, dass Politiker sich das nicht vorstellen können.


    mit Gold lässt sich bei so einem Ausblick einfach besser schlafen.

    DOCH, genau das passiert gerade.

    das derzeitige Aufkaufen der Anleihen ist was anderes als die Repo-Geschäfte, bei denen Banken sich von der EZB Geld borgen und Staatsanleihen oder andere AAA-Papiere als Sicherheit hinterlegen.
    Das, was wir derzeit sehen, ist waschechtes Monetisieren von Staatsschulden: Weimar pur.
    Es gibt nichtmal des Deckmäntelchen des Quantitative Easing.
    als die FED anfing, Geld zu drucken, gab es tatsächlich eine dollar-illiquidität, da gab es einen Sinn, dem System liquidität zuzuführen.


    derzeit ersaufen die Finanzmärkte in Liquidität.


    die einzige nennenswerte Möglichkeit, diese abzuschöpfen wäre eine Erhöhung der Zinsen oder die Ausgabe von EZB-anleihen mit einem Zinssatz höher als Staatsanleihen.
    Bisher hat fast jede Notenbank, die ihre Währung retten wollte, die Zinsen erhöht.
    dass die EZB das nicht tut, zeigt, auf welchem Pfad wir sind.

    Derzeit ist Gold kurz und mittelfristig an einer interessanten Weichenstellung.
    wie vor ein paar Tagen geschrieben, war die Korrektur um das letzte Wochenende herum ( freitag/montag) leicht zu erkennen:
    für einen guten Trader ein no brainer.
    interessant war, wie das neue Top aussieht.


    gold ist dann sehr schell gestiegen, war aber am Donnerstag schon technisch überkauft.
    die indikatoren slow und fast stochastik (unten) deuten eine korrektur an.
    der mittelfristige MACD hat seit der letzten korrektur immer noch nicht in den bullischen Bereich gedreht
    und der double ema (Trendlinien oben, direkt beim Kurs) ist nur sehr wenig im Bullischen Bereich.


    technisch zeigt das ziemlich gut die abwartende Stimmung vieler Marktteilnehmer.


    der Abbau der kurzfristig überkauften Situation kann entweder durch eine Korrekur ODER durch ein paar Tage Stagnation geschehen.


    wenn man auf Jahressicht umschaltet,
    dann erkennt man, dass das alles Stürme im Wasserglas sind:
    auf Jahressicht zeigt der Double ema und der MACD einen ungebrochenen Hausse trend seit sept/ok 2009 an.
    und der eher kurzfristige stochastik indikator zeigt,
    dass gerade erst nach einem halben Jahr des Abbaus der überkauften Situation eine neue Trendphase begonnen hat.



    die von Saiger angesprochene mögliche mehrmonatige deflationäre Schwächephase ist derzeit noch nicht erkennbar.
    derzeit ist nur erkennbar, dass das neue Top nicht mit der gleichen Dynamik angegangen wird wie das letzte.


    wer meint, sich absichern zu müssen, der könnte das heute beim Kurs von 1210 deutlich billiger machen,
    als letzte Woche beim Kurs von 1180, als Saigers Szenario diskutiert wurde.


    ich würde es derzeit noch nicht machen, da ich einen trendwechsel noch nicht erkennen kann.
    der starle einbruch 2008 kam außerdem aus einer stark überkauften Situation zu stande.
    Derzeit hatten wir zwischen Janur und april eine mehrmonatige Korrekturphase, so dass ich mir technisch einen vergleich starken einbruch nicht vorstellen kann.

    Die Schlagzahl erhöht sich: EZB hat das geld drucken verdreifacht.


    Wieder einmal erkennt man die interessantesten Nachrichten nur auf den hinteren Plätzen.


    Wie bekannt, kauft die EZB seit dem katastrophenwochenende vom 8/9. Mai Staatsanleihen auf, um …ja was eigentlich:
    Eigentlich hieß es, es solle ein dysfunktionaler markt korrigiert werden.
    Nachdem griechenland mit einem durchfinanzierten Schutzschirm sicher war, sollte verhindert werden, dass Spanien und Portugal fallen.
    Deshalb traten EZB und nationale Notenbanken als Käufer der in Not geratenen Anleihen auf.
    Direkt am Montag, dem 10 Mai wurden Staatsanleihen gekauft.


    Laut FAZ vom 24. Mai wurden bis dato 17 mrd an Staatsanleihen aufgekauft.



    http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E4C40B0886ACE4EA4A9A84E908918178D~ATpl~Ecommon~Scontent.html


    Wie heute der Spiegel vorab berichtet, vermuten Bundesbanker ein französisches Komplott:
    http://www.spiegel.de/wirtscha…les/0,1518,697489,00.html


    Kern des Artikel ist die Aussage, dass man sich bei den Bundesbankern wundert, warum die EZB massiv griechische Anleihen kauft.
    Die GR Anleihen waren überhaupt nicht mehr in der Schusslinie möglicher Spekulanten.


    Die Absprachen sahen eigentlich vor, Portugal und Spanien und Irland durch Stützungskäufe aus der Schusslinie zu bringen.
    Stattdessen hat die EZB ingesamt Anleihen über 40 mrd aufgekauft, davon zum überwiegenden Teil – 25 mrd – griechische Anleihen.


    Deutsche Banken haben ja Herrn Schäuble das versprechen gegeben, ihre Anleihen zu halten.
    Es sieht so aus, als ob sich die französischen Banken massiv von ihren GR-anleihen getrennt haben.


    Ein interessanter nebeneffekt: man erkennt, dass das Ausmaß des Gelddruckens und der Anleihekäufe zugenommen hat:


    Wurden in den ersten 10 Werktagen seit Aufnahme des Programms pro Tag 1,7 Mrd euro neu erschaffen, um damit Schrottanleihen zu kaufen, sind es seit dem 24. Mai pro Tag 5,75 Mrd.


    Man weis natürlich nicht genau, ob die FAZ-Info mit den 17 Mrd davor tag genau war.


    Nach den vorliegenden Zahlen wurde das Tempo des Gelddruckens und Anleihe in der letzten Woche verdreifacht!


    Selbst wenn die FAZ-Zahl nicht genau war, wäre auf jeden Fall ein Trend erkennbar, dass die Anleihekäufe nicht stabil sind, sondern hochgefahren werden.


    In Frankreich gibt es nur drei Elite-Unis, wo alle Kader geschmiedet werden: die Grande Ecoles: Ecole Polytechnique, ENA…
    Praktisch alle regierungsbeamten, Top-Banker, Politiker kennen sich.
    Dass französische Banken ihre GR-anleihen auf den markt werfen, ohne sich zu vergewissern, dass die EZB auch kauft, ist völlig unwahrscheinlich.


    Ebenso erstaunlich ist, dass die Bundesbanker diese Sache dem „Spiegel“ zuspielen.


    Die sonst so verschwiegenen Notenbanker wollen eine Klärung.


    Einen FAZ-Artikel kann der Presse-Clipping-Dienst mal übersehen, aber am „Spiegel“ kommt niemand vorbei.
    Daran erkennt man, dass den Bundesbankern die sache ernst ist.
    Und dass sie schnell eine Antwort haben wollen – und nicht erst, wenn die EZB dann 80% aller Griechenland-Anleihen im Depot hat.


    Profis handeln oft sehr bedacht. Panik ist ihnen fremd.
    Aber es gibt auch Situationen, in denen Profis sehr sehr schnell handeln.


    Der chinesische Tycoon und Hutchison Whampoa besitzer hatte an die Telekom eine Firma verkauft und als Bezahlung Telekom-Aktien bekommen – mit Sperrfrist.


    Unter Bruch dieser Sperrfrist hat der Hong Kong Chinese an einem einzigen Tag alle telekom-aktien verkauft.
    Damals gab es einen Kursrutsch von ca. 5%


    Aber der Mann hatte recht: die T-aktie hat sich nie wieder erholt.
    Und der prozess wegen Bruch der Sperrfrist verlief irgendwann im Sande.


    Die Schnelligkeit mit der französische Banken derzeit ihre Bilanzen reinigen und Schrott bei der EZB abladen und die für Notenbanker geradezu kriegerische Demarche in der Sache zeigt, dass die Schuldenkrise, die Euro-Krise und auch die Krise des deutsch-französischen Verhältnisses nicht zu Ende sind, sondern gerade erst begonnen haben.


    Alle Anti-Inflationsergüsse von Herrn Trichet sind Camouflage.


    Bei gleich bleibendem Gelddruckens und dem Erwerb von Piigs anleihen über 5,75 Mrd euro pro Tag reichen zehneinhalb Wochen, um einen Berg von 300 Mrd euro staatsschulden aufzukaufen –
    Soviel schulden hat Griechenland.


    Man bringe sich in erinnerung: ein Jahr nach der Lehman-Krise jammerten die deutschen Städte und Gemeinden, die gesamten Verluste aus der Gewerbesteuer würden sich auf 3,7 Mrd euro belaufen.
    Das schafft die EZB locker pro Tag.


    Und dabei ist noch nicht eingerechnet, was die nationalen Notenbanken in Athen, Paris und Lissabon machen.

    achtung: bei PS coin shop gibt es eine Virenwarning:
    Trojan.Script.458060


    das ist ein Trojaner, der sich auf websites einnistet.



    wer in den letzten Tagen auf der Site war und keinen Virenscanner hat,
    sollte sich eine kostenlose try out version z.B. von kaskersky downloaden und das systen cleanen.


    jemand, der die tel nummer des shops hat, bitte mal anrufen und dem Mann bescheid sagen.

    Auch wenn es mir etwas peinlich ist: seit ca. 20 Jahren werden die, die alles tun UM zu arbeiten bestraft.
    Das ist nichts neues.


    Aber da der Mensch ja ein Gewohnheitstier ist und ihm ja auch wichtig ist,
    was die Nachbarn denken, naja, da wird gearbeitet.
    Es wäre viel zu aufwändig, internationale Unternehmen, die ihre Gewinne nach Gusto auf 3 Kontinenten versteiern, in Deutschland effektiv zu besteuern.
    Das ist auch der Grund, weshalb bei der Unternehmenssteuerreform 2008 die freibeträge für einzelunternehmungen zusammengestrichen wurden, während körperschaften niedrigere Steuern haben.


    Der fest angestellte deutsche Arbeitnehmer ist das perfekte Ziel für jeden Steuerstaat.


    Nach der letzten Steuererhöhung bei Zigaretten nahm der Staat weniger Zigarettensteuer ein als vorher.
    Dabei hätte eine einfache Preis/absatzkurve und etwas Marktforschung gezeigt,
    wo das optimum liegt: dort hätte man den Steuersatz platzieren können.


    Mit genau so wenig Sachverstand wird es bei der Lohnsteuer und der Pendlerpauschale sein.
    Da wird an der Steuerschraube geschraubt, so lange, bis plötzlich und völlig überraschend,
    es sich nicht mehr lohnt, zur Arbeit zu fahren,


    Ganze Gesetzesvorlagen werden heute von Lobbyisten geschrieben, die als "leih-beamte" von der Industrie bezahlt werden und in den Ministerien sitzen. Arbeitnehmer haben keine Lobby.


    Dass sich Arbeit nicht mehr lohnt, werden die regierenden erst merken, wenn die Arbeitnehmer darauf verzichten, für 400 euro monatlich zur arbeit zu fahren (steueranteil 80%),
    um danach lohn zu bekommen (steuern und abgaben 50%), um damit zu konsumieren (steueranteil 19%).


    die antworten sind derzeit noch sehr indivuell:
    seit 2 jahren ist deutschland ein auswanderungsland. Deutschland verliert jedes jahr personenmässig eine mittlere Stadt an die Schweiz: Ärzte, handwerker, Ingenieure.
    andere Leute gehen in die Illegalität, melden sich bei den meldeämtern ab, verzichten auf Krankenversicherungen und arbeiten nur noch für Cash.
    wieder andere gründen zusätzlich ein Gewerbe, das nur wenig Gewinn bringt, aber nützliche Betriebsausgaben generiert.


    die zeiten, in denen in den Talkshows gezeufzt wird, "der ehrliche ist der dumme" sind ca. 15 jahre her.
    seit jahre schon ist das system in Auflösung begriffen.
    ich kenne haufenweise echte Leistungsträger, die sich aus dem System oder aus Deutschland verabschiedet haben -
    oder in Konzernen bleiben und sich an den Fleischtrögen bedienen.

    trophy:
    Nö, wenn der POS genug gestiegen ist und nun DARAUF die volle MWSt anfällt (die sind dann eh mindestens 20% - wetten?! :( ), kann sich SSchOIble einen Rollstuhl aus Rhodium (Massivbauweise) leisten...


    @all: Ich sage nur SAMMLERMÜNZEN - dann ist DIESER Markt von einem auf den anderen Tag zerstört! :( :wall: (Denn die sind schon mit "nur" 7% SSchOIbles Märchensteuer für Normalverdiener zu teuer...)

    könnte sein, dass die 100 euro goldmünzen dann die einzigen sind, die als zahlungsmittel von der MWst befreit bleiben.

    die überschrift ist falsch,
    der inhalt ist richtig.


    gold als rohstoff wäre mit 700 dollar sicher fair bewertet, aber als Devise ist der Wert halt 1200 dollar.


    ganz ähnlich ist es ja mit einem 100 euro schein:
    als rohstoff bewertet, läge sein preis wohl bei 0,0001 dollar-cent.
    und als devise bewertet liegt der wert bei 123 dollar.


    mir scheint, das papiergeld ist dramatisch überbewertet...

    interessantes interview. vor allem deshalb, weil er gar nicht die gestellten fragen beantwortet sondern von sich aus die richtig brisanten dinge anpackt. der wollte unbedingt mal etwas loswerden.


    schön auch, dass er dänemark zu den stabilitätsländern der euro-zone rechnet. [smilie_happy]

    stimmt, das ist mir auch aufgefallen: er hat die Fragen schlichtweg ignoriert und das erzählt,
    was er loswerden wollte.