Beiträge von Dr_Meyer

    Nach dem klassischen Sell of von letzter Nacht im asiatischen Handel habe ich heute das erste mal eine selbstragende technische Gegenreaktion im euro-usd handel gesehen. Diese war stark genug, dass charttechnische Signale generiert wurden, die euro-shorter zum aussteigen bewegen könnten.


    Da auch Gold immer noch überkauft ist (erkennbar an den schnellen Gewinnmitnahmen der Trader), kann es gut sein, dass Gold auch in Euro nochmal nennenswert zurücksetzt.


    Am Freitag vor dem 750-Mrd-Bailout-Paket stellten Anleger weltweit 1 Billion euro-Anleihen zum Verkauf.
    Vermutlich wird dieses Ereignis nie so bekannt werden wie die Lehman-Pleite,
    aber die Flucht aus Staatsanleihen am Freitag - und das Monetisieren der
    Staatsanleihen am Montag wird vermutlich in rückwärtiger Perspektive als ähnliche Zäsur erkennbar sein.


    Nachdem die Märkte ein paar Tage lang im Panik-Modus waren, müsste es nun noch einschneidendere Ereignisse geben.
    Falls es diese nicht gibt, dann dreht auch bei gleichbleibend schlechter Lage die Stimmung ins Positive.


    Falls es nicht zu einer virulenten Euro-Krise kommt, sollten Goldanleger, die erst seit April 2010 mit dabei sind,
    aufmerksam bleiben und alle 1-2 Monate Positionen nachkaufen.



    Ähnlich wie in den USA und GB wurde die Staatsschuldenkrise abgewendet - um den Preis einer Aufblähung der Geldmenge.


    Im März 2010 veröffentlichte Trichet einen Aufsatz in der FAZ, indem er auf einen deutschen Ökonomen der 50er jahre hinwies,
    der nachwies, dass Angebot- und Nachfrage nur unter den Bedingungen stabilen Geldes funktionieren.


    Wenn die Währung nicht stabil ist, dass funktioniert das System von Angebot und Nachfrage fehlerhaft und generiert Fehlentwicklungen.


    eine dieser Fehlentwicklungen kann kann man derzeit z,B. beim Erdöl sehen:
    ein Teil der Investoren findet es sicherer Erdöl-Positionen zu besitzen, als Geld zu besitzen: obwohl die Erdölversorgung sehr gut ist
    und zahlreiche Kenner von einer Erdölschwemme bei niedriger Nachfrage sprechen.
    auch ein Crack up boom kann so eine Fehlentwicklung sein, d.h. Menschen lösen ihre Ersparnisse auf,
    da sie nicht an die Sicherheit des Geldes glauben und hamstern Waren.
    Das löst einen Nachfrageüberhang und Teuerung aus.


    Der Kapitalismus ist ein widerstandsfähiges System: was passiert, wenn sein zentrales Steuerungsinstrument, das System von Angebot und Nachfrage gestört wird, darüber kann man nur spekulieren.


    Die "Bild-Zeitung" hat nach Wochen heftigster Angriffe auf den Euro einen pro-euro-artikel geschrieben.
    Zu Wort kamen nicht diskreditierte Politiker und Notenbanker, sondern Industrie-bosse von Exportunternehmen, die vom euro profitieren.


    wenn es eine Konstante in der Politik der letzten 2 jahre gibt, dann die, dass ein Kampf gegen Symtome geführt wird (Banker-Boni, Spekulanten),
    nicht gegen Ursachen (fractional reserve banking, exzessive Kreditvermehrung, Kredite an Finanzinstitutionen).


    Falls es die Staaten wirklich ernst damit meinen, den Weg der Verschuldung zu beenden, wird eine Besteuerung der Bevölkerung einsetzen,
    wie man sie noch nie gesehen hat.
    Ich bezweifle das, aber es ist denkbar.


    Der Weg über die Notenpresse ist weicher und subtiler: den Druck, den der Staat bei Steuererhöhungen aushalten müsste,
    verschiebt der Staat dann auf die Anbieter von Waren und Dienstleistungen. Statt über Steuererhöhungen schimpft das Volk dann über teure Brötchen,
    teures Benzin und exorbitante Versichungsprämien.


    Auf Bloomerg sagte vor ein paar Tagen ein Analyst schön klar: die italienische Verschuldung ist zwar hoch, aber unkritisch,
    da die Sparquote der italienischen Bevölkerung sehr hoch ist,
    d.h. übersetzt: der Staat holt sich das Geld von den Ersparnissen der eigenen Bevölkerung.


    Ein Blick in die Presse der 20er und 30er Jahre und vergangener Jahrhundert zeigt, wie erfindungsreich Gesetzgeber sein können.


    Für beide denkbare Entwicklungen gibt es eine Antwort: Gold.


    Anonym gekauftes Gold verschwindet für immer von der Bildfläche. Vergraben unter der Hütte vom Dobermann liegt es sicherer und anonymer als
    auf einem Lichtensteiner Konto. Ganz legal.


    Und Gold sichert gegen Inflation ab.
    Es ist natürlich die Frage, wann die Inflation so stark wird, dass der Preissprung von 15-20% aus den letzten Wochen überholt wird.
    Vor einem Jahr hat ein Vermögensverwalter auf nzz.ch ein Interview gegeben: nachdem er jahrlang Gold empfohlen hatte,
    empfahl er nun Gewinne mitzunehmen. Der Goldpreis sei zu hoch, die Inflationserwartungen der Anleger seien übertrieben.
    Das war beim Kurs von ca. 1050 dollar, damals etwa 730 euro pro Unze.


    Viele, die in den letzten Wochen Gold gekauft haben, haben de Erfahrung gemacht, was es heißt, den Kursen hinterherzulaufen.
    Vielleicht kommen wir nochmal in eine ruhigere Zeit in der man die eine oder andere Position günstig einkaufen kann.


    Das wichtigste ist aber, die Positionen zu halten.


    wer mit Gold spekuliert, der wird irgendwann einen Zeitpunkt finden müssen, an dem er verkauft.
    Vielleicht ist dass, wenn auf Seite 1 der Bildzeitung täglcih der Goldkurs steht,
    wenn die gesamte Verwandschaft über Gold redet, wenn alle verrückt nach Gold sind.


    wer Gold als Absicherung haben will, der kann eigentlich erst wieder verkaufen, wenn Arbeit wieder mit stabilem Geld bezahlt wird,
    wenn die Benzinpreise jahrelang stabil bleiben, wenn die Brötchen jahrelang fast den gleichen Preis haben,
    wenn auch wertvolle Sachwerte wie Immobilien nicht im Preis steigen.
    dann kann man Gold allerdings auch fast schon wieder bis zum nächsten Zyklus halten, der vielleicht in 30 oder 50 jahren losgeht.

    Wenn man FIAT als weiterhin stabil ansieht, möglicherweise ja. Wenn Euro/Dollar jedoch innerlich aufgeben wurde, dann ist das definitiv keine Blase sondern ein Indikator für einen nahenden Währungscrash.


    Koopa

    der Devisenhandel in der letzten Woche hätte eigentlich mit einer kleinen technischen Erholung enden müssen,
    denn vor dem Wochenende stellen fast alle Trader ihre Positionen glatt.
    wer eine Position über das Wochenende halten will, muss die "Margin" meistens verdreifachen, also das Geld,
    was als Sicherheit hinterlegt ist.
    Das das nicht passiert ist, sondern der euro weiter abrutschte, deutet eher sehr stark darauf hin, dass die Kursbewegungen von echten Geldströmen verursacht wurden, d.h. das es Kapital gibt, das sich final aus der Euro-Zone verabschiedet.


    Mit den Ereignissen des letzten Wochenendes, der Änderung der EZB Politik am Montag und den während der Woche durchgesickerten Informationen hat es einen doppelten Vertrauensverlust in den euro gegeben:
    man hat gesehen, was für eine schlechte Vorstellungen die EU-Regierungen gegeben haben, man hat den Angstschweiss der Handelnden gespürt und
    die EZB ist als unabhängige Notenbank desavouiert.
    Im Laufe der Woche hat sich der Abwärtstrend verstärkt, d.h. EU-Regierungen und EZB wurden von den Märkten vorgeführt
    und der Vertrauensverlust wurde weltweit, auch für Laien sichtbar.


    Für die DDR-Regierung bedeutete die Flucht von 80.000 Staatsbürgern einen Fakt, der sich nicht mehr verleugnen lies.
    Das zerstörte innerhalb kürzester Zeit die vorhandene Schein-Legitimität des Regimes und die Machtstrukturen erodierten damals in 8 Wochen, dass
    es schlichtweg unglaublich war.


    Technisch müsste es jederzeit einen Euro-rebound geben, aber derzeit kann man kaum ermessen, wie tief der doppelte öffentliche Vertrauensverlust in den Euro ist und wieviel Kapital schon auf gepackten Koffern sitzt.


    Die Heftigkeit der Abwärtsbewegung des Euro in der vergangenen Woche - trotz Stützungskäufen der EZB- deutet darauf hin,
    dass wir es möglicherweise nicht mit einer jahrelangen Abwärtsbewegung wie beim Dollar zu tun haben,
    sondern mit einer klassischen virulenten Kapitalflucht, wie bei der Argentinienkrise oder der Rubelkrise.

    Hallo Dr_Meyer,


    anschaulich erklärt. Danke. Und welche Auswirkungen wird das von Ihnen geschilderte Szenario Ihrer Meinung nach auf den Goldpreis haben, das ist eigentlich der Kern der Eröffnungsfrage des Threads.


    Gruß
    Achilles

    Marc Melony, ein amerikanischer Goldexperte sagte in einem seiner Videos mal so schön:
    er habe so zwei Szenarien im Kopf:
    entweder Gold entwickelt sich nur recht gut, oder geradezu unglaublich.


    Die letzten Tage haben gezeigt, dass quasi aus dem Nichts eine machtvolle Bewegung aus dem papiergeld ins Gold begonnen hat,von der alle überrascht waren.
    (ich auch: griecheland war so ein kleiner Fisch, ich dachte, sowas geht erst los, wenn GB Pleite macht.)


    Rückkopplungseffekte lassen sich verdammt schwer vorraussagen: falls es in irgendeinem großen land der Welt: GB, Japan, Deutschland , USA dazu kommt, dass die Menschen sich deutlich vom papiergeld und schuldversprechen abwenden, dann kann dass innerhalb kurzer zeit, zu einer hyperinflation in allen wichti´gen Währungen kommen.
    Dass es heute eine vergleichsweise geringe Inflation gibt, hat ja eben gerade damit zu tun, dass Chinesen, Japaner und Deutsche Geld und Schuldversprechen bunkern.
    Über die Rolle des Goldes lässt sich dann nur spekulieren.


    Wieviel wird eine Unze Gold wert sein, wenn ein Brot 10 euro kostet?
    in einem extem szenario ist eher damit zu rechnen, dass es keine Kurse mehr für Gold gibt:
    wer hätte 1923 ernsthaft Gold gegen reichsmark getauscht.
    In Blick in Länder mit Hyperinflationserfahrung lehrt (Israel, Russlan), dass die Landeswährung nur
    noch für Waren des täglichen Bedarfs benutzt wird, wärend hochwertige Waren nur noch gegen harte Auslandswährung oder Gold gehandelt wird. In Israel z.B. werden Immobilien nur in Dollar gehandelt,
    in Russland bekommen Freelancer nur Dollar.


    Das ganze Ding ist natürlich systemisch gefährlich: in Argentinien wurden während der hyperinflation die Dollar-Konten kurzerhand in Peso-Konten umgewandelt und eingefroren.
    In der DDR wurde offiziell der Besitz von DM untersagt: man musste sie in "Forum-Schecks" umtauschen:
    (wurde aber nie befolgt und nie kontrolliert: man konnte ja immer sagen,
    dass man das geld gerade erst gestern bekommen hat).


    falls es eine massive Flucht der Massen ins Gold gibt, dann wird den Goldbesitzern das gleiche passieren,
    was heute den anti-euro-spekulanten geschieht:
    man wird dem Gold die Schuld geben, dass so viele Menschen das Vertrauen in das Papiergeld verloren haben.
    Dann drohen Strafsteuern, Handelsbeschränkungen.
    das sollte man dann einfach mal 1-2 jahre aussitzen. hyperinflationen sind nicht besonders lange.


    Wie sagte Frau Merkel während der lehman krise mal so schön:
    "Unsere eigentliche Währung ist Vertrauen".


    tja, da liegt der Hase begraben: niemand kann genau sagen, was passiert, wenn Millionen Deutsche gleichzeitig das Vertrauen in die Währung verlieren.


    anhand der Trichet-Interviews bei ZDF etc. und anhand der Nicht-Interviews von Frau Merkel kann man schon erkennen, dass man erkannt hat, dass "der euro ist stabil"-schwüre der regierungen eher kontraproduktiv sind.


    Ich weis aber nicht, wie groß die quantitaven Umschrichtungen der Deutschen derzeit sind und ab wann es gefährlich wird.


    Dass es Staatsbankrotte geben wird: das weis jeder hier im Forum seit jahren.
    dass aber das kleine griechenland das System erodieren lassen könnte, da waren sicher die meisten
    doch arg überrascht.
    ähnlich könnte es mit der Inflation sein: erst geht es viel langsamer als man denkt und dann viel schneller,
    als man es sich vorstellen kann.

    Jim Puplava’s „THE "CARRY TRADE" ECONOMY“:


    Bis 1922, schon an der Schwelle des Kollapses, absorbierten deutsche und vor allem ausländische Investoren Reichsmark in riesigen Mengen. Nur die internationale Reputation der RM, der Glaube, dass ein wirtschaftlicher Gigant wie Deutschland nicht untergehen kann, ermöglichten dies. Der Lagerfaktor, der durch die Bereitschaft der Investoren, RM zu sparen, zustande kam, hielt die RM davor ab, direkt auf den Markt geschmissen zu werden, und so konnten die Preise für eine lange Weile noch unter Kontrolle gehalten werden. Der exakte Augenblick, and dem die Inflation steil nach oben schoss, war zweifellos kein besonderes Ereignis, sondern der Moment, an dem es den deutschen und ausländischen Investoren zu Bewusstsein kam, dass Deutschland seine Währung nicht mehr stützen würde. Dann ging die Flucht aus der Mark los.

    In den letzten Jahren mussten wir ja leider alle Experten für geldwesen werden.


    also: das neu erschaffene Geld der EZB wirk auf jeden Fall inflationär.


    Was aber noch viel gravierender ist: es ändert die allgemeine Inflationserwartung.


    Angeblich besitzen die Deutschen 5,7 Billionen euro privatvermögen,
    ein großer Teil davon in Lebensversicherungen gebunkert,
    meisten mit Top-Verzinsungen von unter 3 %


    Beim Tagesgeld läuft es ähnlich: 1%-2%


    Man muss sich nur das Cover der aktuellen Wirtschaftswoche oder von Focus Money ansehen,
    dass sich innerhalb von 72 Stunden die allgemeine Inflationserwartung der Deutschen geändetr hat.


    Man muss kein Genious sein, um zu erkennen, dass nun eine Menge geld, das eigentlich fürs Alter gespart war,
    genommen wird um es auf den Kopf zu kloppen.


    Ein Mercedes Händler in meiner Nachbarschaft erzählt von Leuten, die telefonisch schwere Limousinen
    ordern, die sie nie auch nur gesehen haben. Um 5 Minuten später anzurufen,
    um doch noch von der E-Klasse auf die S-Klasse zu wechseln.


    wenn 1 Billion euro, die derzeit nicht am geldkreislauf teilnimmt, sondern in Lebensversicherungen und Tagesgeld gebunkert ist, für Konsum ausgegeben wird, dann wird das die Preise treiben.


    Man erlebt es immer wieder, dass hochtrabende Ökonomen und Politiker völlig überrascht sind,
    wenn Individuen plötzlich in der Masse entscheidungen fällen.


    als 1989 in irgendeinem Regionalsender darüber berichtet wurde, dass im Zaun zwischen Österreich und Ungarn Löcher sind, zogen quai sofort 80.000 DDR-Bürger los, um durch den Zaun in den Westen zu marschieren.


    Der Gedanke der Notenbanker, dass sie Geld drucken, aber der deutsche Michel bei seiner Sparquote bleibt,
    unterstellt den deutschen eine Lethargie und Dummheit, die zum Himmel schreit.


    wenn die Deutschen jetzt Lebensversicherungen kündigen: dann müssen die Versichererer in rauen Mengen Staatspapiere abstoßen.


    die EZB wird alles, was auf den Markt kommt, mit frisch geducktem geld aufkaufen.
    Glaubt irgend jemand, dass man es zulassen wird, dass auf dem Markt Zinsen für Staatsanleihen von 10% entstehen?


    Immer mehr gedrucktes geld strömt in den Geldkreislauf und ehe wir es uns versehen, haben wir eine Inflationsrate, bei der die Ohren schlackern.


    Island hat während der Währungskrise den Leitzins auf sowas wie 20% erhöht um die Währungs zu stabilisieren.
    Die Ukraine zahlt derzeit 25% Zinsen auf Staatsanleihen
    und Russland erhöhte während der Rubelkrise den leitzins bis auf 180%.


    Bei der Verschuldung aller europäischen Staaten wären die Staaten schon pleite, wenn der Leitzins bei 12% liegen würde.
    von daher ist die EZB auf niedrige Zinsen festgenagelt und falls der Zirkus einer Fluct aus dem geld beginnt,
    gibt es nichts, was eine Inflation noch stoppen kann.

    , die berühmte Antwort: Die Einen sagen so, die Anderen so
    Guckst Du z.B. hier

    kommt drauf an mit welchem Ziel:
    wenn man feststellt, dass man noch nicht genügend Gold hat,
    um für die Familie Sicherheit zu haben, dann sollte man auf jeden Fall nachkaufen.
    wenn man spekulieren will, dann ist die Situation derzeit heiss, weil es jederzeit einen technischen euro-rebound und auch einen gold-rückschlag geben kann.


    wenn man Geld anlegt, dass man sicher durch die nächsten 10 jahre bringen will:
    da ist es fast egal, zu welchem kurs man kauft.


    natürlich erscheint einem der jetzige Kurs absurd hoch: aber immer, wenn etwas grundlegend neubewertet wird,
    entsteht ein absurd hoher Kurs.


    ich gebe zu: wenn man gerne nachkaufen will und täglich neue Höchststände sieht; das geht an die Nerven.
    als ich nachkaufen wollte, habe ich am Wochenende noch im Forum jemanden gesehen, der 100 euro stücke zum Unzenpreis von 900 euro verkauft hat: als ich am dienstag bei pro aurum war, kosteten die Unzen 965 euro.
    psyhcologisch habe ich mir damit geholfen, dass das geld kein erarbeitetes Geld war, sondern aus einem Platin ETF war, der ein jahr lang top gelaufen ist.
    da krügerrands fast so teuer waren wie edle münzen, habe ich für 970 euro dann edle Lunarmünzen und Pandas gekauft, für die musste man früher ein premium gegenüber Krügerrands von 40 euro und mehr zahlen.


    naja: der Rest ist Geschichte: ein paar tage später kosteten die Unzen 100 euro mehr.


    mein trick beim aufbauen von positionen: immer wenn gerade an der comex mal der Kurs abstürzt oder der Euro eine stärkephase hat, xetra gold kaufen.
    so eine größere Position aufbauen, die man dann auf schlag verkauft und davon physisches Gold kauft.


    h




    t schon Drei Stunden hier im Forum am lesen. Soll ich Nachkaufen oder Nicht? Manche sagen das ist erst der Anfan

    Ist dieses Wort schon patentiert? :thumbsup:

    schöne Antwort: Kapitalverkehrskontrollen: das klingt für unsere Ohren so ungewohnt, dass es wie ein Joke klingt.
    Man merkt, dass es kange keine Kapitalverkehrskontrollen mehr gab.


    http://wirtschaftslexikon.gabl…alverkehrskontrollen.html
    Hier ein Link zum Gäbler Wirtschaftslexikon.


    ein paar Jahre, bevor der Maastricht vertrag unterzeichnet wurde, gab es in Frankreich noch Kapitalverkehrskontrollen
    und gelegentlich auch 6monatige gesetzliche Preis-Freezings, um die überbordene Teuerung, die als Folge von Geldmengenausweitung entstand,
    unter Kontrolle zu bringen.

    Ich wollte den Thread nicht als persönliche Kritik an Walter Eichelburg verstanden wissen.


    Wir sollten Straßen und öffentliche Plätze nach ihm benenenn.


    Aber mit seinem Tipp, heute die letzten euros auszugeben, ging er zuweit und hat eine Panik geschürt,
    die einfach nicht passte.
    Da musste ich einfach mal ne Gegenmeinung posten.
    Naja, hoffentlich haben alle Leute die Rechnungen aufbewahrt und bringen am Montag alles wieder zurück :)

    ein paar Infos und Überlegungen zum Umfang der derzeitigen Flucht aus dem euro in Gold.


    auf mmnews wird ein Mitarbeiter von Pro aurum zitiert, der vor einer Woche den Umfang der derzeitigen Flucht ins Gold auf 1 Mrd euro schätzte.
    Mit der letzten Woche könnten es vielleicht 1,2-1,4 Mrd sein.


    1 Mrd euro reicht derzeit für 30-32 Tonnen gold. Zusätzlich wurden in den ersten 5 Handelstagen im Mai ca. 3,7 Tonnen xetra Gold gekauft.


    am 30.9.2008 wurde im Umfeld der Lehman Pleite ein Rekord aufgestellt: damals wurden an einem Tag 1,6 t Gold als xetra Gold gekauft.
    Der gesamtbestand an xetra Gold lag damals bei 14 tonnen.


    http://www.boerse-frankfurt.de…spx?pageID=44&NewsID=4814


    der gesamtbestand an xetra gold lag im Mai 2010 bei 45 tonnen.


    Zum Vergleich:
    ein paar Tage nach der "das Geld ist sicher" Erklärung der Kanzerlin im Lehman-Herbst, wurden an einem Tag netto 2,7 Mrd euro Bargeld abgehoben.
    http://www.sueddeutsche.de/finanzen/477/472996/text/
    Insgesamt wurden im Okt 2008 eta 11-12 Mrd euro bargeld nachgefragt.


    Damit nimmt sie die 1 Mrd Goldinvestment aus dem Mai 2010 wenig aus,
    aber es muss berücksichtigt werden, das es ein viel größerer Schritt ist, nicht nur Bargeld abgzuheben, sondern in eine andere, bisher unbekannte asset-Klasse zu wechseln.


    Da neben dem Absatz von Gold auch ein größer Teil privaten Geldes in ausländische, nicht-euro-papiere und fremdwährungen gegangen sein dürfte,
    ist wohl davon auszugehen, dass wir in den letzten Tagen Zeuge eines "bank run" geworden sind.


    wenn man allerdings sieht, dass Big Money letzten Freitag euro-anleihen für 1 Billion verkaufen wollte und deutsche Kleinsparer mit 1 Mrd. ins Gold gegangen sind, da werden einem doch die Dimensionen klar: der Kursrutsch beim euro ist kaum das resultat deutscher Sparer, sonder eher ein Zeichen für die Unmassen an ausländischem Geld, die abgezogen wurden.


    Die "Abstimmung mit den Füßen" muss für alle geldpolitisch verantwortlichen Leute eigentlich deutlich geworden sein.


    Die große Frage ist, ob wir als Resultat des Bank runs jetzt jede Woche ein Trichet-Interview und eine "der euro ist Europa"-Rede von Frau Merkel bekommen.
    Oder eine neue DM. Oder Kapitalverkehrskontrollen.

    be mehrere kilo silber, würde es sinn machen jetzt einen teil in gold zu wechseln?
    wie berech


    ich habe mich früher immer kritisch zu Silber geäußert: nicht weil ich Silber nicht mochte, sondern weil es mich alleine 6 Monate gekostet hat,
    Gold zu verstehen. ich meine so gut zu verstehen, dass ich mit einer größeren Menge ins Gold gehen konnte:
    im Frühjahr 2009 rieten selbst Jim Rogers und Marc Faber von Gold ab.
    ich war mir aber nach allem sicher, dass Gold kurz davor stand, wieder eine Devise zu werden, und kein Rohstoff zu bleiben.


    Bei Silber kannte ich nur alle diese wunderbaren Prognosen, aber ich hatte schlichtweg nicht die Zeit, die Prognosen zu plausibilisieren.
    Und es gab so viele Leute, die so unglaublich bullish für Silber waren; das hat mich etwas abgeschreckt.


    interessanterweise habe ich mit silber und platin mehr Plus gemacht, da ich bei beiden Metallen mit meinem Positionsaufbau einen Tick Glück hatte:


    ich habe mein erstes Silber bei 11 euro gekauft (ETF), als es auf 10 euro sank nachgekauft und als es bei 9 euro war nochmal nachgekauft und auch physisches Silber bestellt.


    an dem Freitag vor der 750-Mrd euro-rettung hat sich Silber das erste Mal wie ein monetäres Metall verhalten, d.h. in einem Umfeld wo Rohstoffe und Aktien sanken, stieg es - gemeinsam mit Gold.


    auch charttechnisch hat es ja gerade den wichtigen Widerstand bei 19 dollar überwunden.


    außerdem soll wohl auch was gegen die vielen fake-leerverkäufe gemacht werden.


    ich denke, man sollte vermeiden, zwischen den beiden fahrenden Zügen Gold und Silber herumzuspringen und dem Silber jetzt mal 3 Monate geben um zu sehen, wie es sich schlägt.


    oftmals wurde vermutet, dass Silber erst am Ende der Edelmetallhausse aufblüht, wenn Gold preislich in aberwitzigen Dimensionen ist.


    das ist nach den Erfahrungen der letzten 3 Wochen wirklich denkbar.
    Von daher: ich würde das Silber halten und in 3-6 Monaten überdenken.

    „Der Euro wird weiter abwerten“, sagt Hans-Günter Redeker, Chefwährungsstratege der Bank BNP Paribas. Investoren hätten das Vertrauen in den Euro verloren: „Vermögensverwalter und Notenbanken aus Asien ziehen sich aus dem Euro zurück.“


    http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~E34A019D4B6E44B24B8F1B7DA56A5DD81~ATpl~Ecommon~Scontent.html



    Es ware also wie gedacht: das waren keine Spekulanten, sondern ein großer Teil des euro sell offs ging auf das Konto von ausländiscien Fonds und - schau an -
    Notenbanken, die aus dem Euro rausgehen.


    Das mit den Notenbaken ist besonders interessant: die müssen das geld nicht erabeiten, sondern drucken es nur.
    In guten Zeiten sammeln sie Währungsreserven an, um ihre Währung in schlechten Zeiten verteidigen zu können.
    Wenn auslädnische Notenbanken aus dem Euro rausgehen, dann bedeutet dass:
    dass sie nicht glauben, jemals wieder euros zu brauchen, um ihre Rupien, Bahth oder was auch immer zu stützen.


    Notenbanken sind keine Trader. Da geht es um Werterhaltung im Bereich von Dekaden.


    auch bei der polnischen Notenbank heisst es, dass sie euro-währungsreserven verkauft hat.


    d.h.:
    der derzeitige Kurs mit 1,24 ist ja immer noch gar nicht so schlecht für den Euro,
    er entspricht etwa dem, was während der lehman krise gehandelt wurde.


    aber: eine ganze Reihe von Langfrist-Investoren hat das Vertrauen in den Euro verloren.


    Kann er sich zwischenzeitlich nochmal erholen?


    JA !!!!!!!!!!


    nur beim kleinsten positiven Ereignis kann es eine wahre Euro rally geben.


    Die sollte man dann aber eher nutzen, um konsequent aus dem euro rauszugehen.
    Langfristig hat der Euro innerhalb weniger Tage seinen Status als Weltwährung neben dem Dollar verloren.

    obwohl heute die Kurse gestiegen sind, war der Markt deutlich zittriger: immer wenn die Kurse neue Höchstände erklommen, wurden ausbrüche sofort durch gewinnmitahmen ausgebremst.


    ich habe heute zufällig mit einer professionellen devisentraderin gesprochen: sie sagte mir, dass alle profi trader, die EURUSD traden, seit 2 Wochen auch gold traden.
    das macht die kurse noch volatiler.


    wenn ich mir den chart mit einer granularität von 1 tag ansehe, dann sieht man einen intakten, extrem starken aufwärtstrend, der noch luft hat, weiterzulaufen.
    derzeit kann aber schon der kleinste einbruch ausreichen, das der markt 40-50 dollar zurückschlägt: vielleicht bis 1195, wo die trendlinie lang läuft.

    da sind wir wieder mal schlauer: das war der lang erwartete Rückschlag um 30 dollar.
    Wie man so schön sagt: der Markt "wollte" 1250 "sehen", erst dann setzte der sell off ein.


    Da viele Trader zeitgleich mit Aktien Geld verloren (dow und dax runter) , mussten sie auch ihre Goldpositionen glattstellen.


    ab 1217 dollar wieder Käufer von "fundamentalisten", die keine gehebelten Positionen aufbauen, sondern vermutlich Kontrakte kaufen,
    ums sich Gold ausliefern zu lassen.


    Der Sell of war aus meiner Sicht technisch überfällig. Spuren des "Kartells" konnte ich nicht diesmal nicht sehen.


    wegen des miesen euro-kurses werden wir aber keine billigen Unzen in deutschen Goldgeschäften sehen.

    Die Perspektiven für Europa sind super: denn es hat sich seine Vielgestaltigkeit bewahrt.


    Diese Vielgestaltigkeit führt dazu, dass die Teile europas, die auf dem falschen Weg sind stagnieren,
    die die auf dem richtigen Weg sind, werden sich positiv entwickeln.


    In China kann eine einzige Fehlentscheidung den Weg von 1 Mrd Menschen in die falsche Richtung lenken.


    So war es zu Beginn der Neuzeit, als die Staatselite der Eunuchen-Beamten beschloss,
    die Flotte (die schon nach Indien und Afrika gesegelt war) zu verbrennen, Schiffsbaumeister zu töten
    und das Land vom Ausland abzuschotten.


    Diese Entscheidung hat die älteste durchgehende Kulter der Welt um ein Haar zu einer Kolonie des Westens gemacht.


    Europa wird sich wieder mal neu erfinden.
    das wird allerdings noch eine Weile dauern und vermutlich nicht vom "ancien regime" getragen werden.

    Genau das ist mein Grund, etwas in Gold anzulegen - sei es nun in Münzen oder in Barren.
    Da bin ich mir noch nicht so sicher, was ich mache ... nicht jetzt, ist zu teuer, das stimmt.

    ich darf Dir versichern: wenn Du auf einen Zeitraum von 15-30 jahren anlegst, dann ist es unerheblich, ob Du die Unze für 900 oder 1100 euro erwirbst.
    derzeit ist eine klassische überkaufte Situation:
    das kann noch 3-4 wochen so weiter gehen oder es kann sein, dass es einen kurzen aber heftigen rücksetzer gibt.


    derzeit geht es Millionen anlegern und geldbesitzern ähnlich: in einem "Minsky"-Moment sind alle zeitgleich zur Erkenntnis gekommen,
    dass Papiergeld und staatsschulden keine sichere Anlage sind.


    Wenn Millionen Menschen gleichzeitig einen Paradigmenwechsel vollziehen, dann ist es schlichtweg unmöglich,
    aus der sinkenden Assetklasse (Papiergeld, Staatsanleihen) gefahrlos auszusteigen und in die steigende Assetklasse (Edelmetalle) einzusteigen.
    Punkt.


    Wer bei der steigenden Assetklasse davon redet, dass sie gerade zu teuer war, hat nicht verstanden, was gerade vor sich geht.


    es findet derzeit beim Massenpubliku eine Neubewertung von Papiergeld, Staatsschulden und Edelmetallen statt.
    Dabei erscheint die eine Klasse irrwitzig hoch bewertet: z,B. Gold.


    Die andere Assetklasse erscheint irrwitzig niedrig bewertet: z.B. konnte man vor 2 Wochen kurzlaufende griechische Staatsanleihen mit 25%
    Rendite kaufen: ein Land, dass vor ein paar Monaten noch ein AAA-Rating hatte.
    Noch vor 6 Wochen wurde in Publikumszeitschriften empfohlen, hochverzinste griechische anleihen ins depot zu nehmen.



    hartgesottene Profi-investoren wechseln Assetklassen nicht so rabiat,
    aber Profi investoren haben auch IMMER in jeder Assetklasse einen Fuss drin.


    Warum wird der Goldpreis steigen?
    weil viele Menschen, die derzeit den Goldpreis zu hoch finden in Zukunft, unter dem Eindruck bestimmter Ereignisse den Schluß ziehen werden,
    dass Gold trotzdem ein besseres Investment ist.


    wenn der letzte Gold-Bär auch Gold kauft, dann haben alle Gold und der Preis kann nur noch sinken.
    Davon sind wir noch ein ganzes Stück entfernt.


    Das einzige, was man sagen kann ist, dass niemand das Timing vorraussehen kann:
    wir hatten hier im Forum einen Rainer_D mit 1200 hochsinnigen Postings zum Thema Klimalüge, Staatsbankrotte, Überschuldung, Papiergeld:
    aber als im Dez. 2009 sein Auto grummelnde Geräusche machte, hat er seine Goldunzen verkloppt,
    um sich einen Top gebrauchten-Opel astra Kombi zu kaufen, um damit in den verdienten Urlaub zu fahren.
    wenn er geahnt hätte, dass aus der Griechenland-krise eine handfeste Euro-Krise wird, die fast alle westeuropäischen staatsanleihen
    und den euro mit runterreißen könnte, hätte er sich das verkniffen.


    wir sind in einer weltweiten Finanz und währungskrise, JEDER wird Geld verlieren. Und wenn es bei manchen auch nur "entgangene Gewinne" sind,
    weil sie zu früh oder zu spät wieder Gold verkauft haben.


    jeder, der durch die kommenden Jahre finanziell mit einem blauen Auge durchkommt, darf sich glücklich schätzen.
    Oftmals wird prophezeit, dass Gold nach seiner Neubewertung auf Höhen von 6000-8000 dollar steigen wird.
    Das ist wirklich unsicher.


    die bisher als sicherste anlagen geltenden anlagen: papiergeld und staatsanleihen, ist gerade erst ein paar Tage alt,
    von daher gehe ich persönlich davon aus, dass man schon in 1 jahr deutlich im Plus ist,
    egal ob man bei 900 oder 1100 euro kauft.


    die einzige unabwägbarkeot ist, dass wir vielleicht in den kommenden wochen eine neue DM präsentiert bekommen,
    die vermutlich im Vergleich zu Gold und anderen Währungen ein paar Monate lang tendenziell aufwertet.


    wer sich aber auf sowas verlässt, der kann gleich sagen, seine Altersvorsorge besteht darin, dass er Roulett spielen geht:
    Gewinnwahrscheinlichkeit bei rot/schwartz: 50%

    Wer sich sicher ist, dass er Gold kaufen will, aber meint, nicht die Zeit zu haben, um sich zu informieren, was die Vor und Nachteile der diversen Münzen sind,
    dem kann ich eigentlich nur Standardbarren: 1 unze, 100g, 250g empfehlen sowie die 0815 Standard- 1 Unzen-Münzen: Philharmoniker, Krügerrand, Maple Leaf, Känguru.
    wenn die Unzenmünzen mehr als 20 euro teuer sind als ein Unzen-Barren, dann würde ich Barren kaufen.


    Bei anderen Münzen und anderen Größen gibt es größere Unterschiede zwischen an und verkaufspreisen.
    Viele Münzen haben bestimmte Vorteile, aber wenn ich diese Vorteile nicht brauche, dann habe ich sie umsonst mitbezahlt.


    ein eiserner Grundatz des Investierens ist, über einen Zeitraum von mehreren Monaten Positionen aufzubauen: damit erzielt man einen guten Mittelkurs.
    Zum jetzigen Zeitpunkt alles in Gold zu konvertieren ist waghalsig.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass wie in 8 Wochen Kurse haben, die 10% höher ist gegeben, es kann aber auch herbe Rücksetzer geben, die dann perfekte Nachkaufgelenheiten sind.


    Außerdem sollte darauf hingewiesen werden, dass der entscheiden Vorteil von Gold nur dann wirklich gegeben ist,
    wenn es anonym im Laden gekauft wurde (bis 15.000 euro ist das möglich).
    wer sich länger mit dem Thema beschäftigt, wird verstehen warum. Wer sich nicht damit beschäftigt, sollte das einfach mal so machen,
    so wie man den Rat des Arztes befolgt, die Pille 3 mal am Tag zu schlucken.

    schildere mal Deine Situation, Dein Sicherheitsbedürfnis, willst Du Geld sichern oder eher spekulieren? Hast Du Familie.
    kennst Du die entscheidenden Vor und Nachteile von Gold bereits?
    Was sind die Gründe warum Du Dich jetzt für Gold interessierst, aber nicht z.B. während der 2007/2008er Inflation oder während der Lehmankrise.


    welche finanziellen Verpflichtungen hast Du in Zulunft? wie flüssig - in euro - must Du bleiben?
    in welchen Anlageklassen hast Du erfahrung?
    Hast Du schonmal Verluste gemacht - oder ausgesessen.
    wieviel Zeit hättest Du, um Dich in den kommenden Tagen mit Gold zu beschäftigen?


    als eintsieg ist vielleicht dieser Thread nicht schlecht, auch wenn er jetzt schon fast 1 jahr als ist.


    Gold aus Sicht eines Aktieninvestors: Die Hausse hat gerade erst begonnen

    euro ist bei 1,2479
    die psychologische grenze von 1,2500 wurde heute vormittag, im europäischen handel, also mitten im Herrschaftsbereich der EZB unterschritten.
    Damit ist charttechnisch klar, dass der weg nach Süden offen ist.

    Heute früh rief Walter Eichelburg seine Leser auf, nun alle Euros auszugeben.
    Gestern schrieb er, dass er im Mediamarkt war, um Euros auszugeben.


    Eichelburg hat ja seine Verdienste: aber hier muss jetzt einfach mal was gesagt werden.


    Für die Flucht in Konsumartikel ist es noch zu früh.


    Falls es am Wochenende eine Währungsreform gibt, dann ist ein massiver „Haircut“ bei Kleinvermögen schlichtweg extrem unwahrscheinlich.


    Ja: es stimmt, dass unseren Vermögen auf Girokonten wenig Werte gegenüberstehen: ein Teil des Geldes ist bei den Banken in „wert“papieren angelegt, die illiquide sind, Schuldpapiere von Schuldnern die wenig solvent und wenig liquide sind.


    Der Greenpeace chef soll mal gesagt haben: wichtig ist nicht was wahr ist, sondern wichtig ist was die Leute glauben.


    Und nach wie vor glauben 90% der Leute, dass sie Guthaben haben.


    Wenn am Montag alles Geld verfallen würde, dann gäbe es einen Volksaufstand.
    denn die Mehrzahl der Menschen glaubt, dass sie Guthaben hätten - und würde sich beraubt vorkommen.



    Gefährdet sind Privatvermögen in euro über 10-20 Tsd euro.


    Je tiefer der Freibetrag ist, der 1:1 umgetauscht werden kann, um so größer ist die Menge an Leuten, die betroffen sind.


    Es ist richtig, dass es Währungsreformen mit „Haircut“ gab und gibt: aber solche brachialen Währungsreformen werden am Ende einer Krise durchgeführt, wenn das Vertrauen in die Währung völlig zerrüttet ist und die Währungsreform wie ein „Befreiungsschlag“ empfunden wird.


    Eine Währungsreform mit Haircut für alles über 1000 euro würde derzeit von 90% der Leute als überraschende Enteignung wahrgenommen werden. Die Folgen mag sich jeder ausmalen.


    Ja; es kann sein, dass es bald etwas ändert: vielleicht gibt es Devisenkontrollen, vielleicht spaltet sich Deutschland vom Euro ab.


    Diese Maßnahmen richten sich vermutlich gegen die große Kapitalflucht, wenn Beträge um 1 Mio euro innerhalb von Sekunden in den Dollar oder Frankenraum flüchten.


    Selbst die virulente Rubelkrise hat sich monatelang hingezogen. Währungen sterben langsam.



    Vor 2 Wochen habe ich gewarnt: man solle verfolgen, ob sich knappheit bei Goldmünzen abzeichnet: sobald das erste mal bei einem großen Händler irgendeine Standardmünze im Unzenbereich knapp wird, z.B. Maple Leaf oder Krügerrand, dann öffnet sich ein Zeitfenster indem noch euros in Gold konvertiert werden können. 2 Tage später wurden Krügerrands knapp, 2 Wochen später war Gold quasi ausverkauft.



    Dieses Zeitfenster ist inzwischen fast geschlossen, zumindest für größere Vermögen.



    Das Zeitfenster, um Euros in Sachwerte zu konvertieren ist noch sehr lange offen.


    Wer heute im Mediamarkt einkauft, der zahlt praktisch die teuersten Preise der Branche,
    d.h. neben 19% MWst auch noch 20% Marge an den Metro-Konzern.


    Wer jetzt unüberlegt Unterhaltungselektronik kauft, der hat sofort einen „Haircut“ von 40%.


    Dinge, die man 100%ig brauchen wird, die kann man natürlich kaufen: aber da muss man sich wirklich zu 100% sicher sein.


    Vielleicht ist ja das Girokonto am Montag in DM2 konvertiert und man hat ohne „haircut“ eine Papierwährung so hart wie schweizer franken!


    Ich habe letzte Woche sehr lange mit einer professionellen Devisenhändlerin gesprochen, die seit über 10 Jahren Dollar, kanadische Dollar und euro an der Forex handelt.


    Und die meinte tatsächlich, dass die euroschwäche doch wurscht sei und für den Normalbürger gar keine Folgen hätte.
    Dass wir möglicherweise am Beginn einer Währungskrise oder kurz vor Kapitalverkehrskontrollen stehen, hat sie nicht begriffen.


    So wird es der Mehrheit gehen: selbst wenn der euro rabiat fällt, sagen wir mal 5 cent in der kommenden Woche, wird das m.E. keinerlei Einfluss auf die deutschen Inlandspreise haben.
    Konzerne in Deutschland agieren viel zu starr: wenn da ein Controller kommt und erzählt, die Preise müssen um 10% erhöht werden, da der Euro in einer Währungskrise ist,
    dann ruft der Vorstandsvorsitzende den Irrenarzt, mehr würde nicht passieren.


    Bei Autos könnte es sein, dass Händler die anziehede Nachfrage spüren und die Rabatte weglassen.
    Aber dass das Küchenstudio innerhalb von 1 Woche die Lage versteht und den Preis für Einbauküchen erhöht, ist schlichtweg unrealistisch.




    Obwohl davon ausgegangen werden muss, dass der euro durch Aktionen der Zentralbanken gestützt wird, ist er mächtig unter Druck.


    Ob das gerade der Tiefpunkt vor einem mächtigen technischen Rebound ist – oder ob das nur ein bald auslaufendes Zeitfenster bis zur Einführung von Kapitalkontrollen ist, das weis kein Mensch.


    In den 80ern hat die französische regierung kApitalkontrollen für den Franc eingeführt, d.h. Franc konnte nicht mehr frei in Dollar konvertiert werden: auch das war nicht der Untergang des Abendlandes.


    Mein Opa erzählte mir mal, dass er in den 50ern Motorrad fuhr.
    Auf dem Soziussitz hatte er einen Studienkameraden, der als Kradschütze im II. Weltkrieg war.
    Plötzlich knallte ein Reifen.
    Mein Opa war panisch, da er noch nie eine Reifenpanne erlebt hatte.
    Der ehemalige Kradschütze hatte so was im Krieg dutzendfach erlebt und sprach ihm ganz ruhig ins Ohr: „Kupplung ziehen. Ausrollen lassen.“


    Genau das, sollte man jetzt auch tun.


    Wer nahezu 100% seines Vermögens in euro und euro-anlagen hat, für den macht es Sinn,
    die Abhängigkeit vom Euro zu reduzieren. Sofort.



    Auch heute, auch auf die Gefahr hin, dass der euro bald wieder steigt.


    Wer einen Lebensmittelvorrat, einen Schrebergarten, einen kleinen Goldschatz zur Altersvorsorge und seit der Lehman-Krise auch noch 2000 schweizer franken in der Zuckerdose zu liegen hat, der kann völlig gelassen bleiben.


    Wer heute in den Mediamarkt läuft und sinnlos Geld ausgibt, der realisiert einen sofortigen „haircut“ von 40% durch Steuern und Marge – mehr nicht.

    Grüsse

    sehe ich auch so:


    bis vor einem Jahr war Gold sowas wie ein unbekannter pennystock,
    seit einem jahr war es sowas wie ein "nebenwert" und mit der Krise der Staatsanleihen ist es quasi in den "Dax" gekommen.


    die aufmerksamkeit und die kurse, die nun entstehen können, haben dann sehr wenig mit der vergangenheit zu tun.


    Ich bin schon auf die vielen Ideen gespannt, mit denen Goldman Sachs, JP Morgan und DB dann die höheren Goldpreise begründen.


    JP Morgan sagte heute, die Goldnachfrage sei ab jetzt "unlimited".

    kurz vor der lehman pleite zeigten die indikatoren ebenfalls unterbewertung an :)


    falls es irgendein ereignis geben sollte, das die stimmung umschlagen lassen würde, gäbe es eine euro-rally.
    aber derzeit sieht der chart für mich aus wie der Chart der griechen-anleihen kurz vorm übergang vom gleitflug zum freien fall.
    und es gibt für mich nur sehr wenige ereignisse, die m.E. einen Stimmungswechsel herbeiführen könnten.