Beiträge von Dr_Meyer

    Gefangene in Geiselhaft müssen auch immer sagen, dass es ihnen gut geht und sie die Lösegeldforderungen der Geiselnehmer voll unterstützen.
    Bedroht von waffenstarrenden Nordkoreanern kann nur eine amerikanische Sicherheitsgarantie und amerikanische Truppen auf koreanischem Boden den territorialen Bestand Südkoreas garantieren.


    Armes Südkorea.
    Was die südkoreanische Notenbank sagt, bzw. sagen muß, ist wurscht und erinnert eher an die unverbrüchlichen Freundschaftsbekundungen Erich Honeckers gegenüber der Sowjetunion.

    In Le Monde stand vor 2 Monaten mal, dass in den letzten 500 jahren die Staaten schon oft so verschuldet waren wie heute.
    Zweimal konnten sich Staaten durch Wirtschaftswachstum und Raubexpansion von den Schulden befreien, in allen anderen Fällen (ca. 300 mal) gingen die Staaten pleite, unter oder es gab eine Währungsreform.


    Anfan des jahres schrieb ein Professor der Bundeswehr uni in Hamburg in der NZZ einen Aufsatz über Staatsbankrotte.
    er schrieb, dass staaten eigentlich nie pleite sind, da sie ja über das Gewaltmonopol verfügen und ihre Bürger enteignen können.
    er schrieb, das der Staatsbankrott erst dann eintritt, wenn die finanziellen Verpflichtungen der Staaten am zivilen Ungehorsam der Bürger scheitern.


    Die gute Bonität des deutschen Staates ergibt sich aus der Vorstellung von Investoren, dass die Deutschen vermögend sind und finanzielle Verpflichtungen des Staates sehr lange tragen werden, bevor ziviler Ungehorsam einsetzt.


    Wie staatsbankrotte aussehen, kann man anhand zahlreicher Fallbeispiele studieren.
    Die oft geäußerte Vorstellung, dass es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommt, wenn der Staat den Rentnern und Staatsdienern keine Renten und Gehälter mehr zahlt, ist falsch.


    Wer ein gutes Gedächtnis hat, erinnert sich noch an Spiegel TV reportagen aus den frühen 90ern, in denen russische Rentner gezeigt wurden, die auf dem Balkon Möhren und Kartoffeln zogen.
    Die Rentner bekamen damals 2-3 jahre lang keine Renten.
    auch heimkinder vegetierten vor sich hin, in den zoos verhungerten die Tiere.


    Das ist zwar alles nicht schön, aber weit von revolutionären oder bürgerkriegsähnlichen Zuständen wie 1920-23 in Russland oder 1918/19 in Deutschland entfernt.


    Im Übrigen wurde bei Staatsbankrotten auch noch nie Staatseigentum versteigert:
    das meiste Staatseigentum wird schon jahreland vorher verkauft und der Erlös wird aufgezehrt.
    (Privatisierung Lufthansa, Telekom, Post).
    wenn irgendwann ein Staatsbankrott eintritt, wird es wenig Masse geben - und die wird ohnehin nicht gepfändet.

    t wer eine Ahnung wann die 131Mrd. $ Treasurieauktion diese Woche beendet wird? Es war doch bisher immer so das im Vorfeld der Auktion Gold meist stärker gedrückt wurde, um anschließ

    http://www.treasurydirect.gov/RI/OFAnnce


    Hier werden Aktionen angekündigt und Resultate veröffentlicht.


    am 13. August habe ich Gold gekauft, da stieg der Kurs vor der Auktion sehr nervös an,
    um nach Veröffentlichung der Resultate dann zu sinken.
    Naja, hat dann 3 euro pro Krüger ausgemacht.


    Im Sommer waren die Drückungsversuche stärker, da man Gold weit unter 1000 dollar treiben wollte.
    Inzwischen sehe ich nicht mehr so klassische Drückungsversuche.


    Vielleicht ist eher das Herabstufen von Griechenland ein Drückungsversuch:


    sowas führt üblicherweise dazu, dass hundertausende von anlegern aus allen asset klassen rausgehen, um durchzuatmen und sich neu zu orientieren.
    Jegliches de-leveraging führt immer zu steigendem Dollarkurs und auch die USstaatsanleihen sehen dann meist für ein paar Tage gut aus.

    :D Einem Bericht auf goldseiten.de zufolge, stellt die US Mint die Ausgabe von 1 Oz Buffalo und Eagle wegen Goldmangels komplett ein [smilie_happy]


    Ja was denn ? Doch bloss noch Wolfram im Keller ??? (Was ich persönlich für`ne Ente halte) Ein paar lausige Tonnen Feingold sollte doch für die US Mint kein Problem darstellen, oder kaufen jetzt die Chinesen und Inder alles weg :hae: :thumbsup:

    laut Gesetz darf die us Mint nur Gold und silber prägen, dass in den USA gefördert wurde.
    im letzten jahr hatten alle Münz stätten schwierigkeiten.
    Die Wiener Münze hat zusätzlich bei der BoE gekauft und in Südafrika gab es ein halbes Jahr deutliche engpässe bei rohlingen.


    die ständigen ausreden bei der uS Mint scheinen aber sehr fadenscheinig zu sein: für irgendwelche Proof ausgaben reichen Gold und silbe ja immer.

    wie ich vermutet habe, sind die aktien heute früh eingebrochen - obwohl sie angesichts der "tollen Konjunkturaussichten" eigentlich hätten steigen müssen.
    Besonders einbrechen tun Titel, in die viel Geld reingepumpt wurde: MAN, K+S, Siemens,


    an dem Tag, als bekannt wurde, dass die indische Notenbank Gold gekauft hat, war Gold gerade auf dem Weg nach unten bei 1035 dollar agekommen, wenn ich mich recht erinnere.


    es würde mich nicht wundern, wenn 1050 dollar nochmal getestet werden.
    Es würde mich aber auch nicht wundern, wenn genau in dem Moment, wo der untere Bereich des Kanals getestet wird, aus dem Nichts wieder eine
    gute "Gold-Nachricht" kommt.

    ich gehe zwar ebenfalls von einem bullishen Szenario aus, aber all die letzten jahre haben mich gelehrt, dass ich in der Sache meist sehr richtig lag, aber beim timing lag ich oft falsch.


    ich selbst habe nichts gegen eine kleine wette: aber ich würde da nie mit richtig viel Geld eingehen: ergo bleiben die Gewinnchancen begrenzt


    selbst xetra gold performt bei konstant gleichem Goldpreis schlechter als echtes gold. (habe ich bemerkt, als ich es nutz, um meine Positionen zusammenzukaufen.)


    falls in Q1 ( Q2 wirklich die Nachrichten aus den Newschanneln kommen, die Gold auf 1400 dollar steigen lassen,
    dann ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass da auch Nachrichten mit dabei sind, die das counterpartrisiko steigen lassen:


    so wie in Q4 2008 leerverkäufe auf bankaktien verboten wurden, wäre in einer virulenten Währungskrise auch denkbar, dass Calls und gehebelte Zertifikate auf Gold ausgesetzt werden.


    Da Gold als Devise nicht so schnell hochgeht wie eine aktie, würde ich als Spekulant wohl eher physisches Gold und Xetra Gold kaufen und moderat per Kredit hebeln.
    Das wäre mir lieber als viel Geld in ein synistres Zertifikat einer Goldman Sachs Deutschland GmbH mit 25.000 euro stammkapital zu stecken.
    Damit könnte man die Laufzeit des selbstgebauten "calls" ad finitum verlängern und den physischen teil sogar steuerfrei einstreichen.


    Ich habe immer noch den Brief, als mein Investment in die AngloIrish Bank per Regierungsbeschluss vom Febr 2009 auf Null gesetzt wurde.
    was ich mit anglo irish bank verloren habe, habe ich mit Bank of ireland mehrfach wieder gewonnen, aber ich würde vorsichtig bleiben und verschiedene Tools nutzen, um die Investment Idee zur verfolgen.


    Blöd wenn Gold steigt, aber von deiner Investment Idee in Gold nur ein trauriger Brief des Counter parts übrig bleibt.


    eigentlich ist Gold nichts zum reichwerden, sondern nur um arbeitsleistung zu bewahren.
    um mehr als den normalen Goldpreisanstieg auszunutzen, muss man mit Krediten hebeln oder ein undurchsichtiges Zerifikat kaufen.
    Der steigende Goldpreis zeigt, dass immer mehr Anleger sich vom Counterpart Risiko befreien wollen.
    Mit gehebelten Papieren erhöhst Du Dein Counterpartrisiko noch.
    Du setzt also gleichzeitig auf zwei Pferde: und gewinnst nur, wenn BEIDE ankommen.


    .

    http://blogs.telegraph.co.uk/f…6300-fair-value-for-gold/



    Is $6,300 fair value for gold?


    Ein nachdenklicher Artikel von Telegraph- International Business Editor Ambrose Evans-Pritchard


    Er hat spürbares unbehagen, wenn ihm sein Gesprächspartner von Societe generale ein Kursziel von Gold von 6300 dollar errechnet.


    Der Banker von Societe Generale sieht den Kauf der Inder von 200 t Gold so wie 1965, als die Franzosen begannen, die Dollars der Notenbank gegen Gold einzulösen.


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    (Letzlich muss man sagen: wenn es eine Assetklasse gibt, die das Zeug zur nächsten Bubble hat,
    dann Edelmetalle. Und es sieht ganz so aus, als ob sich derzeit vermehrt Banker in Position bringen,
    an der Bubble zu verdienen, statt sie zu bekämpfen.)

    http://blogs.telegraph.co.uk/f…mony-for-another-century/


    Interessanter Artikel vom anerkannten "Telegraph" International Business Editor
    Ambrose Evans-Pritchard, der bisher immer mit klugen und gut durchdachten Artikel aufgefallen ist.


    Er entwirft ein Szenario, bei dem er davon ausgeht, das die Probleme Japans und des Club Med (Spanien, Italien, Griechenland), und auch langfristig Chinas,
    größer sind als die Probleme der USA.


    Er bezieht sich dabei besonders darauf, dass in Europa die Hälfte der faulen Kredite noch nicht abgeschrieben sind und Japan auf einen Staatsbankrott steuern würde, der den Yen zerreißen würde.


    Unter den Blinden ist der Einäugige König: der Kollaps von euro und yen würde den Dollar beflügeln.
    Außerdem geht er davon aus, dass langfristig nur wachsende Gesellschaften sich aus der Misere befreien können (USA), während die alternden Gesellschaften in China (1Kind Politik), Japan und europa keine Regenerationskärfte aufbringen.


    dass ausgerechnet der kaputte yen eine der präferierten Fluchtwährungen aus dem Dollar ist, mochte ich schon immer nicht. Devisenprofi Jim Rogers und viele andere mochten den yen.


    als goldanleger muss einem das Szenario nur bedingt Angst machen: dass bei einem yen oder euro crash und diversen staatsbankrotten Gold ins Bodenlose fällt, ist kaum zu befürchten. eher umgekehrt.

    xetra gold hat aber neben dem hinlänglich bekannten papiergoldnachteil auch das problem der abgeltungssteuer, welche auf den realisierten gewinn beim verkauf anfällt ... zumindest ist das meiner kenntnis nach derzeit nicht klar bzw. umstritten, ob abgeltungssteuer anfällt ... und im zweifel wissen wir ja, wie das dan der staat mit seinen klebrigen fingern handhaben wird ... :S

    wenn man seine position zusammenkauft, kann es natürlich dazu kommen, das der EM Preis steigt und man beim wechsel ins physische Gold Abgeltungssteuer zahlen muss.


    In der realität spielt die abgeltungssteuer aber kaum eine rolle: rechnet mal durch: wenn man pro Quartal eine Unze Gold als xetra gold zusammenkauft, und der Goldpreis von 700 auf 800 euro steigt,
    dann müssen 100 euro versteuert werden:
    das ist noch innerhalb der Freibeträge.


    ich habe keinen EM Händler in der Nähe und bei mir hat es sehr gut geklappt, mit xetra gold positionen in den dipps zusammenzukaufen und dann ins physische zu wechseln.

    xetra gold ist ganz gut geeignet, um positionen zusammenzukaufen.
    man sollte sich eine direktbank suchen, bei der die order wenig kostet, dann kann man immer mal wieder an guten tagen etwas papiergold kaufen, um es dann irgendwann zu verkaufen und am gleich tag echtes gold zu kaufen,


    sicherlich sollte man nicht seine altersvorsorge in xetra gold anlegen: die sollte physisch sein.
    aber so lange man sich nicht ganz sicher ist, ob man nicht doch nochmal an das geld ranmuss, ist es leichter,
    xetra gold per maus klick zu verkaufen, als echtes gold zurück zur bank zu bringen.


    auch bei knappem budget würde ich versuchen, nicht kleiner als halbe unzen zu kaufen.
    die "Hosenknöpfe" in kleineren Größen wird man nicht wirklich gut wieder los.


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    oder man kauft einen 50g barren mit einem konsumentenkredit und stottert den dann über die monate ab.


    Gold ist eine gute Vorsorge für den Worst Case.


    aber man sollte wirklich darüber nachdenken, was man mit dem Gold machen will-
    Hier im Forum war einer, der seine Unzen loswerden wollte, weil sein Auto komische Geräusche macht,
    der Händler einen "Top Gebrauchten" angeboten hat und er gerne sorgenfrei in den wohlverdienten Urlaub fahren will.


    Gold investment lohnt sich mit physischem Gold nur, wenn man es viele Jahre behalten will.
    Und Papier-Gold, wie xetra gold, hat nicht die gleichen Eigenschaften wie echtes Gold: anonym, sicher, ohne counter parrt risiko

    Bei mir kamen zwei Sachen zusammen: Verstand und Gefühl.

    Als Kind mochte ich Münzen: Hatte aber keine. Meine Mutter hatte eine Goldmünze, das war ein echtes Heiligtum (in der DDR war kein Gold verkäuflich).
    Ich hatte 10 Neuguinea Pfenning: die habe ich gehütet wie einen Schatz.
    (ist heute 250 euro wert).

    Nach der Wende hatte ich mal in einer ADAC zeitung oderso eine Anzeige gesehen: Silber-Taler mit Bismarck drauf von 1890 oderso für 5 DM.
    Da konnte ich nicht widerstehen. Es blieb aber dabei – irgendwie gab es genug anderes Interessantes in der weiten Welt: es blieb meine letzte Münze.

    Ich wusste, das mein Opa Goldmünzen hat. Und ich war mit dabei, als er nach der Pleite der Barings-Bank seinen ganz persönlichen Bank-Run durchführte, der ihm viel Ärger bei seiner Frau einbrachte.

    Damals habe ich darüber gelacht.

    Dann sind viele Jahre verloren,
    inzwischen war ich Aktien-Investor. Habe es gemacht, wie in den Büchern von Kostolany beschrieben; ging auch extrem gut.


    Als ich in der Bild-Zeitung damals die Werbung für die goldene Abschieds-DM gesehen habe: da hat es mich schon einen Moment durchzuckt: die hätte ich gerne gehabt. Konnte das Gefühl aber nicht einordnen und habe es danach wieder vergessen.


    Meine Geldanlagen liefen gut:


    Aber ich habe gemerkt, dass ich es kaum schaffe der Inflation zu trotzen: 10% in riskanten Aktien, in ein paar jahren verdreifacht, aber mit den 50% in Tagesgeld und 30% Anleihen hat man die Inflation kaum schlagen können.

    Da ich inzwischen eine eigene Firma hatte und alle 3 Jahre ein großes produkt rausgebracht habe, dass mich dann eine Weile ernähren musste, habe ich mitbekommen, was passiert:
    Die gleiche Summe, die 2004 noch ein Riesenbatzen Geld ist, hat 3 jahre später schon hammermäßig an Kaufkraft verloren.

    Ich fühlte mich hilflos, wollte noch agressiver investieren.

    Als 2009 die Kanzelerin die Sicherheit aller Gelder garantiert hat, hatte ich ein Flashback und sah meinen Opa am EC-Automaten stehen, wie er sein Geld abholte.
    Ich habe keine Sekunde gezögert und wusste, dass ich alles abholen muss.

    Danach fing ich an zu recherchieren.

    Dabei gab es zwei einschneidenden Zwischenstationen: bei irgendeinem Interview in der FAZ erwähnte ein Vermögensverwalter, dass er nicht mit einem „Währungsschnitt“ rechne.
    Und der Typ von Barclays, ein Banker, plädierte für den Goldstandard.

    Das eine Bank Pleite gehen kann, fand ich ok, das passte in mein Weltbild. Aber die Wörter „Währungsschnitt“ und das Wort „Goldstandard“ aus dem Mund eines Bankers: nein

    Ein paar Wochen später wusste ich, dass es mehr Papiergeld als Sachwerte gibt, dass die Staaten pleite gehen werden …
    Der rest ist Geschichte.

    Es war ein Gefühl wie im Film „Matrix“: plötzlich habe ich – rückblickend – dutzende Phänomene, über die ich mich schon immer gewundert hatte, verstanden.

    z.B. bin ich 2006 aus allen Aktien ausgestiegen, getreu der Kostolany devise: aussteigen, wenn die Hausfrauenhausse herrscht, oder sich Standardaktien verdoppelt haben.

    Meine am schlechtesten performenden Aktien hatten sich verdoppelt. Trotzdem begann die wahre Hausse erst ein Jahr später.
    Das war einfach die Aufblähung der Werte durch Kreditexpansion.

    Wenn ich noch nie in meinem Leben mit Goldmünzen in Berührung gekommen wäre, dann hätte es sicher noch länger gedauert, in Gold zu gehen.

    So machte es „klick“ und ich sah – fast von einem Tag auf den anderen – die Welt mit neuen Augen: die Goldmünzen meines Opas, sein Bank-Run, der Anlagenotstand von 2004, die steigenden Preise, mein Grundmisstrauen gegen Kredite und Staatsverschuldung, die seit Jahrzehnten zu beobachtende Konzentration der Vermögen: alles passte plötzlich zusammen und ergab ein Bild.

    Ein Schock war es schon, zu erkennen, dass das komplette Finanzsystem auf Sand gebaut ist, und jederzeit zusammenbrechen kann. Da gab es tage, an denen ging es mir richtig schlecht.

    Schockierend war auch zu sehen, wie viel dazu schon gesagt und geschrieben wurde, ohne dass man das als Normalinvestor mitbekommen hat.

    Ob nun konsprative Verschwörer am Goldpreis drehen oder gute Arbeitsmarkt- und Börsendaten den POG beeinflussen - m.E. spielt die Psychologie die Hauptrolle!
    Ist doch mit dem Erdöl genauso! Fegt ein Hurrikan auf eine Bohrinsel zu, kann man auch hier die "Hüpfer" nach oben beobachten, obwohl noch gar nichts passiert ist!
    Das ist nun halt ein "Hüpfer" nach unten. Mir ist's Recht, denn wie hat einer im Forum mal geschrieben, Zitat: "Ich bin noch zu jung für einen hohen Goldpreis!" - und was soll ich sagen - Recht hat er... ;)

    Mich beruhigt der Einbruch eher:
    wenn es bei 1200 weiter gegangen wäre, dann hätte es eine Kaufpanik gegeben. Dafür war die 3. Phase der Hausse eigentlich noch zu jung.


    Zum Einbruch selbst:


    stell Dir mal vor, Du wärest Day trader und hättest einen Informanten, der bei MAN arbeiten. z.B. im Controlling.
    Und Du wüstest, dass die Firma keine LKWs mehr verkauft.


    und dann kommt trotzdem eine PR mitteilung aus der Konzernzentrale, wie wunderbar es der Firma geht:


    als Day trader müsstest Du kaufen.


    Es ist unerheblich ob die Meldung richtig oder falsch ist.
    Entscheidend ist, dass Du davon ausgehen kannst, dass die Mehrzahl der marktteilnehmer ihr Bedeutung beimisst.


    Jeder weis, dass die US Arbeitslosenstatistik gefälscht ist.
    aber jeder weis auch, dass alle Marktteilnehmer ihr Bedeutung beimessen.


    Das weis in amerika auch das Plunge Protection team. ich glaube sonst nicht groß an Verschwörungen, aber wenn man
    eine Marktbewegung auslösen will, dann sollte man das direkt nach einer wichtigen Mitteilung machen, z.B, der Veröffentlichung der Arbeitslosenzahlen.


    Jede Kursänderung sieht dann nicht wie eine Intervention des PPT oder der Notenbanken aus, sondern wie eine Marktbewegung, die dann selbsttragend wirkt.


    wohl 100% der professionellen Marktteilnehmer arbeiten gehebelt, also mit Krediten.


    die können einen Rücksetzer nicht aussitzen, weil sie dann ständig neues Kapital nachschießen müssten.


    all diese gehebelten Marktteilnehmer mussten jetzt raus.


    Nicht zu vergessen ist im Übrigen das "fait accompli":
    Millionen von Groß und Kleinanlegern haben darauf spekuliert, dass der Dollar zum euro wieder die 1,50 er Grenze erreicht.
    Das Spekulationsziel ist erreicht,
    also kann man verkaufen und in die Weihnachtsferien gehen.


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    Interessant wird es für europäische Aktien am Montag:


    theoretisch müssten die Kurse scharf steigen, da ja in den USA eine Konjunktur-Trendwende inszeniert wurde.
    Es gibt aber Verkäufer in Mengen: US-anleger, die sich in Dollar verschuldet haben, um europäische Aktien zu kaufen.


    Da die Aktienhausse liquiditätsgetrieben war, wäre es gut denkbar, dass trotz "Konjunktur-Trendwende" die Aktien scharf einbrechen,
    wenn Liquidität aus Europa abgezogen wird.


    wenn der dollar steigt, dürfte der Goldpreis für uns aber recht hoch bleiben.


    Vermutlich geht Gold bis auf 1135 dollar runter, und dann wieder hoch.
    aber während Dollar-Besitzer die Möglichkeit zum Nachkaufen nutzen werden,
    wird sich für euro-besitzer wenig tun.




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    irgendwann haben sich dann alle wieder beruhigt und sobald die counter trend rally beim dollar ermüdet, geht das Spiel von vorne los.


    Zuerst kommen echte Dollar-Besitzer, die über den hohen Kurs froh sind, um günstig in euro, Gold und Öl zu kommen.
    Das verlangsamt den Dollar-aufstieg, löst eine trendumkehr aus.


    Und dann kommen wieder die Spekulanten und Carry Trader und versuchen auf der anderen seite der welle runterzusurfen.


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