Wieder einmal etwas, um das Tagesrauschen zu übersehen mit sehr sehenswerte Grafiken.
Der Autor DeForest McDuff mit einigen Pro, aber auch Kontra Gold als Langzeitanlage. Aber bis zu einem eventuellen Ausstieg dauert es....
Wunderbar aufgezeigt, daß der frühe Goldinvestor stets ein "Contrarian" sein muß(te). "Gold ist tot!!"
Hier aufgezeigt am Beispiel des Dow : Gold
Der ausführliche Teil des Artikels Dow : Gold paßt besser in andere Threads.
Die Grafik von iTulip, rechte Anlage, könnte das Szenario beim Gold so in etwa abzeichnen....
".... It seems like you've adopted a fifteen-year length of the cycle approach....
For cycle length, it begins with a recognition that bubbles occur over multi-year time frames. How long does it take for bubbles to recover? The Japanese Nikkei is currently 75% lower than its peak in 1989. The Nasdaq is nearly 60% lower than its peak in 2000. In other words, if you're not looking at a multi-year timeframe, you're missing the biggest price booms and busts...."
http://www.deforestmcduff.com/Market/0910/0910.html
Grüsse
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Danke für den Artikel: der ist echt lesenwert: die vorsichtige und überlegte Art gefällt mir sehr gut.
der autor meint, dass wir dem ende der goldhausse inzwischen näher sind, als dem Beginn:
d'accord.
(wobei bei jeder hausse die größten gewinne im letzten drittel passieren.)
fundamental ist er für gold weniger optimistisch als 2004-2008.
wobei er anmerkt, dass derzeit noch die klassischen Merkmale des "Peaks" fehlen:
d.h., dass das Investment bei Taxifahrern und auf Cocktail Parties die Nr 1 ist,
so wie es beim dot com bubble oder der immobilien Bubble war.
in seinem chart meint er, dass die early majority schon seit 2 jahren "im Gold" ist.
das glaube ich nicht.
der zyklus der durchsetzung von technologie Innovationen (innovatoren, early adopter,
early majority, late majority....) ist meiner meinung nach nicht 1:1 auf auf Finanzmärkte anwendbar.
Da sehe ich lieber eine Abfolge von "innovatoren, smart money, big money, dump money" )
Man kann diskutieren, ob der eine oder andere Investor heutzutage schon dem big money zuzurechnen ist,
oder ob es sich immer noch um smart money handelt,
aber dump money ist derzeit noch mit Riesterrenten, Immobilien, aktien und festgeld beschäftigt.
hin und wieder taucht der begriff einer Gold bubble auf.
es kann sein, das es diesmal anders ist, aber ein erkennungsmerkmal von bubbles sind die ausufernden Dimensionen. auf dem Höhepunkt der Japan Bubble waren die Immobilien von Tokio mehr wert als alle Immobilien der restlichen welt. und bei der nasdaq bubble war yahoo mehr weit mehr wert als daimler oder boing.
und von sowas sind wir bei gold auch bei 2000 dollar / unze weit entfernt.
das müsste schon sowas sein, dass südafrika mit seiner jährlichen goldminenprodultion alle dax-unternehmen kaufen könnte.
den dow/gold chart kannte ich schon. während des gold peaks 1980 war es für ganz kurze zeit möglich, mit einer unze den dow, der bei 800 dollar stand zu kaufen. also müsste jetzt gold auf 9500 dollar steigen - oder der dow auf 1170 punkte fallen. (oder irgendwas in der mitte)
ich bin mir aber bei allen dollar-basierten und dow basierten vergleichen unsicher:
der dollar ist dermaßen volatil, die Inflation dermaßen hoch,
und die Dow unternehmen sind auch nicht mehr, was sie mal waren
(aus general electric ist ein immobilienbesitzer mit sowas wie 35.000 Immoblien geworden,
eine Bank oder vielleicht ein Hedge fond sind sie schon set den 90ern:)
wie soll man da noch vergleichen?
Ich habe mir 2002 oder 2003 in spanien (mit etwas suchen) tolle schuhe für 30 euro gekauft (damals habe ich noch in 60 DM umgerechnet). ich habe mir mehrere paar gekeuaft und gelagert.
jetzt bekommt man solche schuhe nur noch für 120 euro.
das "investment" hat sich also in 6 bis 7 jahren vervierfacht:
Oh Gott: die "Schuhpreise vervierfacht. Die Schuhblase ist kurz davor zu Platzen".
irgendwann, wenn die hausse weitergeht, werde ich mal ausrechnen, wann gold hoch oder zu hoch zu anderen wertren bewertet ist.
ich habe gelesen, dass der rennfahrer hans joachim stuck ende der 70er für ein autorenn 2000 dollar bekommen hat.
das oberklasse modell von chrysler, der "chrysler new yorker" kostete 1980
$10,459
http://de.wikipedia.org/wiki/Chrysler_New_Yorker
wenn ich einen goldpreis von 650 dollar nehme, dann konnte man also für 16 goldunzen
das chrysler oberklasse modell kaufen.
heute sind 16 unzen 11.000 euro wert.
schwer zu sagen, ob heute ein chrysler new yorker eher sowas wie eine C-Klasse oder E-Klasse sein würde.
aber nach diesen rechnungen, sind wie immer noch weit ab vom gold-peak.
dow und dollar sind so manipuliert, dass ein dow/gold chart und ein gold/dollar chart wenig sagt:
man müsste einen chart Gold zu einen Warenkorb machen, der zur hälfte aus consumer goods und zu andren hälft aus assets (immobilien, rohstoffe) besteht.
wenn man dann auch noch den demografischen faktor hineinbekommt, hätte man VIELLEICHT ein tool,
das einem zeigt, wo wir gerade in der goldhausse stehen.
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trotz afganistan, ölkrise und inflation: in den 80ern stand ein kollaps des papiergeld systems oder hyperinflation nicht auf der agenda. und egal ob sowas kommt oder nicht: wenn eine größere anzahl von papiergeldbesitzern sich ernsthaft mit dieser problematik auseinandersetzt und "diversifiziert", dann ist schlichtweg nicht genügend edelmetall da, um aus dem Giralgeld in counterpartfreies Edelmetallgeld zu tauschen.