Die Ausgabe ist auch am Kiosk schon heute zu haben. Ich habs mir grade geholt, das Datum auf dem Heft ist auch der 26.09.
Ja, gibts an jedem Kiosk.
Focus macht bei wichtigen Montagsereignissen oft am freitag oder Sonnabend ein "normales" Heft und am Dienstag ein Zusatzheft.
Es gibt einen Gold-Artikel, einen Hintergrundartikel über Goldproduktion in Südafrika, einen Artikel über Goldwaschen am Alt-Rhein, das übliche "Experten"-Interview und nocoh ne Doppelseite mit ein paar zusammengestreuten sachen. Dazu eine seite mit Kurzportraits der wichtigsten Anlagemünzen sowie eine Doppelseite mit einem Überblick von physischen Barren biz zu ETFs und Minenaktien.
Das wichtigste und Interessante: kein Goldverriss.
"Papiergeld", "Hyperinflation", "Brötchen für 10o euro", "Staatsbankrott", "anonymer Goldkauf bis 15.000 euro", "Goldverbot", "Goldmanipulation durch Notenbanken":
das komplette Vokabular des Eichelburgschen Kosmos ist vorhanden.
Bei Hartgeld findet man alle diese Wörter auf 2 zeilen, im Focus sind diese Stichworte auf 4 seiten verteilt,
in Dosen, die dem Normalbürger nicht gleich die Schuhe ausziehen.
Für uns enthält der Artikel nichts neues, aber es ist der richtige Artikel,
falls der Schwiegervater einen wieder mal für paranoid hält.
Normalbürger, die vorher schon irgendwie mit Gedanken an Gold schwanger gingen,
bekommen mit diesem Focus die richtigen Infos.
Daumen hoch.
a) Es wird nicht behauptet, dass Gold ein Rohstoff ist. Gold ist eine Währung
b) Das unselige "Gold wird in Dollar abgerechnet, da sollten Sie sich nicht drauf einlassen" wird nicht durchgekaut. Es wird nur gesagt, dass Inhaber weicher Währungen(Dollar) mehr vom Goldpreisanstieg profitieren als Inhaber härterer Währungen.
c) Goldverbot: es wird gesagt, dass es mal sowas gab. Aber es gibt gleich eine versteckten mutigen Hinweis, Gold einfach anonym zu kaufen und ein paar Jahre Goldverbot einfach auszusitzen
d) Es wird auf die begrenzte Menge (20 x 20 Quader) gegenüber dem unbegrenzten gelddrucken hingewiesen
e) Extrem wichtig: an ZWEI Stellen wird darauf hingewiesen, dass Gold billig ist und dass der 800er Preis aus den 80er Jahren inflationsbereinigt heute 2300 Dollar wären. Und dass bei Wiedereinfführung des Goldstandards der Unzenpreis auf 40.000 Dollar steigen müsste. Das ist extrem wichtig: es ist psychologisch schwer, beim Höchstpreis einzusteigen. wenn dieser relativiert wird, fällt es leichter, papiergeld in Gold zu tauschen.
f) es gibt keine explizite Beratung in Richtung Papiergold, sondern es wird eher in Richtung Münzen beraten (wählen Sie bekannte Münzen, die man auch im Ausland zurücktauschen kann).
g) an manchen Stellen hat man gemerkt, dass die Autoren bezug auf Internet-Foren nahmen
h) etwas versteckt, aber wichtig: ein klarer verweis, dass des deutschen liebste sachanlage, die Immobilie, nicht heil durch Währungswirren kommt: verweis auf die Zwangsanleihe für Immobilienbesitzer bei der Währungsreform 1948.
Nebenbei ein lustiger Hinweis, dass auch ein Vorstand eines Dax-Unternehmens seine Ersparnisse in Gold anlegt und im Garten verbuddelt hat.
was fehlt: keine Infos, wie Inflation funktioniert, wie Statistiken gefälscht werden etc. oder wie wahrscheinlich Inflations und Crash Szenarien sind.
Ingesamt ein ordentlicher Artikel. Langfristig werden solche Artikel sicherlich dazu führen,
dass wir auch beim Gold Spekulationssteuer, Mehrwertsteuer oder Verlust des anonymen Kaufs bekommen,
aber ingesamt ist es zu begrüßen, wenn man in der Mainstream Presse einen Artikel findet, der
Anfängern straight forward richtige Informationen und denkanstöße gibt.
Kein Vergleich mit anderen Gold-Artikeln, bei denen kein einziges Mal die Worte "Papiergeld" oder "Staatsbankrott" vorkamen.