Beiträge von Dr_Meyer

    Eigentlich mag ich so eine Dikussion gar nicht, aber da es mein Thread ist, und die Antwort so einfach ist,
    will ich es mal tun.


    Also: ich meinte, dass das Erwachen der monetären Funktion des Goldes derzeit noch ein ganz zartes Pflänzlein ist.


    Im Gegensatz zu Herrn Eichelburg gehe ich übrigenz nicht so weit, dass ich glaube, dass man irgendwann wieder im Supermarkt für Silberunzen einkaufen wird.
    Mit dem "echten Geld" -Gold und Silber- werden die großen Geschäfte gemacht: Hauskauf, Importwaren, Freelancer bezahlen-
    Für den Supermarkt wird es immer lokales Spielgeld geben.


    Ein paar Beispiele, wie man sich das vorstellen musss:


    seit der Hyperinflation in Israel, dient die israelische Währung nur als Zahlungsmittel für Dinge des täglichen Bedarfs. Häuser und größere Projekte werden nur in Dollar abgerechnet. Immobilien stehen auch in den Inseraten der Zeitungen mit Dollarpreisen.


    Ähnlich in Russland: Im Supermarkt bezahlt man in Rubel, aber Freelancer werden mit Dollar bezahlt.


    Ähnlich in der DDR: Mit DDR-Mark konnte man einkaufen gehen, im Hotel übernachten, alles kaufen, was es im Laden gab.
    Aber die Sachen, die es im Laden NICHT gab, die gab es gegen harte Westmarkt.

    sorry FED, bei 990$ kommt der Chinamann.


    :)

    Komisch: genau den gleichen Gedanken hatte ich auch.


    Leider habe ich keine Ahnung vom Devisenhandel, nur mit Aktienhandel kenne ich mich gut aus.
    Diesen Abrauschen nach unten und das sofortige Ansteigen nach oben: ich muss da sofort an hellmeyer denken:


    "In ungewöhnlichen Zeiten sehen wir ungewöhnliche Marktteilnehmer"
    und um das zu erweitern könnte man auch sagen: "Und diese ungewöhnlichen Marktteilnehmer verursachen ungewöhnliche Marktbewegungen."


    Das erinnert mich an eine Geschichte von vor 15 Jahren:
    damals expandierte der Brillenhersteller Fielmann wie wild und nach und nach gab es in jeder mittleren Stadt einen Fielmann, der lokalen Optikern das Leben schwer machte.


    Der Bundesverband der Optiker machte sich gegen Fielmann stark und versuchte die Expansiion zu bremsen.
    Der Chef des Bundesverband der Optiker hatte einen Laden in der kleinen Moselstadt Cochem.
    Cochem war eigentlich viel zu klein für 2 Brillenläden.


    Aber eines schönen Tages wurde ein Laden in der Fußgängerzone von Cochem frei - und den mietete Fielmann.


    Der Chef des Optiker-Bundesverbandes bekam fast einen Herzinfarkt:
    Und Fielmann begann in aller Ruhe den Laden zu renovieren, Möbel reinzustellen, ein Plakat aufzuhängen: Fielmann


    - bis der Laden dann plötzlich wieder leer war. Cochem war viel zu klein für einen Fielmann Shop.
    Aber Fielmann (persönlich) sagte: soviel Spaß muß sein.


    Er hatte den Laden nur aus Jux angemietet, um seinen Gegner einen Schrecken zu versetzen.
    (Die Geschichte stand vor 15 Jahren mal im "Spiegel")


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    Daran musste ich gerade denken, als ich den Gold-Chartausschlag nach unten und dann nach oben sah.


    Wer weis wieviel Papiergold und echtes Gold das Kartell gerade benötigt hat, um den Preis so massiv abstürzen zu lassen.
    Und wer weis, vielleicht hat der Chinese einfach nur mal ein paar Tausend Kontrakte geordert,
    gegrinst und dabei gesagt: "soviel Spaß muss sein"

    es muss noch viel mehr sein.
    lang lagerbar, also beständig, für metalle: korrosionsbeständig
    gleichartig und gut teilbar, was für alle metalle gilt.
    möglichst wenig industriell verwendbar, da sonst die reine geldfunktion untergraben wird. wenn das metall verbraucht wird, unterstützt dies sogar deflationstendenzen, was nicht hilfreich ist.


    die platinmetalle leiden unter der letzten anforderung, soweit dies ihre verwendbarkeit als geld betrifft.

    Pippi war wirtschaftlich selbständig, weil sie vom Papa einen Goldschatz bekommen hat,
    noch heute gibt es in jedem Kinderbuch mit Piraten und Königen Goldschätze: das Gold wertvoll ist, ist gelernt
    Die Frage war letzlich, ob Gold nach 20 Jahren Abstinenz wieder von Smart Money, Staaten und den Notenbanken als Währung gesehen wird.
    DAS war für mich das kritische, zu überprüfende Element.
    Alan Greenspan berät (exklusiv) den Paulson-Fond. Und Paulson hat mit 300 Tonnen Gold das größte private Einzelinvestment in Gold.
    Die Wiederanerkennung der monetäre Funktion von Gold ist derzeit noch ein ganz kleines zartes Pfänzlein.


    Aber genau diese monetäre Funktion ist es, die Gold von anderen Sachwerten unterschiedet.


    Rußland ist einer der größten Förderer von Gold: Russland könnte sein Gold verkaufen und dafür kaufen, was das Herz begehrt:
    Maschinen, Diamanten, Technolgie, Infrastruktur, Dollars, Euros, Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen in Dollar oder Euros:
    aber statt dessen verkauft Russland nicht nur sein Gold NICHT,
    sondern Russland kauft am Markt sogar noch Gold dazu.


    Goldbugs hat es immer gegeben: aber das weltweite Wiedererwachen der monetären Funktion des Goldes ist ein besonderes Ereignis.

    :wall:
    Alle Rohstoffe werden absacken! Nur Gold wird steigen? absurd!
    Wenn alle Rohstoffe fallen, dann wird Gold ebenfalls fallen.
    Andernfalls wäre Silber und Platin viel lukrativer.
    Aber diese werden industriell verwendet - und die Industrie schmiert ab.
    Wenn Silber+Platin fallen, dann werden diese auch Gold mitreissen.

    Das Schlüsselwort lautet "Wahrnehmung". Für mich gibt es zahlreiche Indizien, dass Gold seit 1-2 Jahren von wichtigen Akteuren nicht mehr als Rohstoff,
    sondern als Währung wahrgenommen wird.
    Ich habe meine Goldpositionen erst ausgebaut, als ich mir Klarheit über die Demand & Supply Situation gemacht habe UND mir sicher war, dass Gold wieder als Währung wahrgenommen wird.
    "Gold found its new role" Telegraph International Business Editor


    Das schließt nicht aus, dass Gold im Vergleich zu anderen Währungen fallen kann.
    Währungs- und Rohstoffspezialist Jim Rogers sagte letzte Woche: wenn Gold fallen würde, würde er sehr viel nachkaufen.
    Rogers hat mit Soros schon gegen das Thailändische Baht spekuliert und 1992 sehr erfolgreich gegen das Pfund.


    Selbst wenn Gold in den kommenden Jahren jährlich 3% verlieren würde, könnte es 2014, wenn dann die Regierung eine Vermögenszwangsabgabe von 25% einführt, wieder im Plus sein.


    Man muss sich über eines klar sein: alle Deine Überlegungen stimmen: Geld profitiert von deflationären Krisen.
    Aber es gibt auf der Welt kein Geld mehr. Das, was wir sehen, ist ein Substitut für Geld, das per Gesetz als Zahlungsmittel verordnet wurde.


    Der Counterpart des Papiergeldes ist der Staat. Und meine Mama sagte immer, dass man mit Menschen, die lügen und nicht mit Geld umgehen können,
    keine Geschäfte machen soll.


    Ja, Geld kann in Deinem Szenario profitieren: aber das gilt nur für echtes, nicht vermehrbares Geld, Geld ohne lügenden Counterpart: Gold.

    @ Dr_Meyer
    kleiner Kommentar von einem Forumsanfaenger. Ich finde Deine Ueberlegungen zum Vergleich Aktien - Edelmetall - Investment hochinteressant und kann die Gedankengaenge fuer mich gut nachvollziehen. Solche komplexen Zusammenhaenge in einer knappen, klaren Sprache darzustellen und doch so, dass das Lesen Spass macht ist eine Kunst, die man nicht oft antrifft. Was motiviert Dich Deine privaten und persoenlichen Strategieueberlegungen zu "veroeffentlichen"? Na ja, in jedem Fall vielen Dank.

    Üblicherweise kann man aus den Fehlern anderer Menschen nicht lernen. Gleiches gilt für Erfolge.
    Ich habe gemerkt, dass es mir sehr geholfen hat, die Memoiren von Kostolany zu lesen BEVOR ich Aktien gekauft habe.


    Ich habe zwar trotzdem noch Fehler gemacht, konnte die aber einordnen.


    Den Text hier habe ich in vergleichsweise kurzer Zeit einmal runtergeschrieben: 2h
    Ich hoffe, dass er vielen anderen mehr nutzt, als mich die 2h "gekostet" haben.


    Aktien sind ein Tummelfeld von Profis - allerdings kommen natürlich jedes Jahr auch immer wieder Amateuere in den Markt, die sich wieder die Finger verbrennen.


    Ganz normale Leute, die keine Zeit und auch kein tieferes Verständnis für den Markt haben, sollten die fINGER von Aktien lassen.


    ABER: wir leben leider in einer Zeit, in der GELD nicht mehr sicher ist,


    d.h. JEDER MUSS SPEKULIEREN, wenn er einen Teil seiner Lebensleistung bewahren will.


    Gburek schrieb mal so schön, man solle sich den Zahn ziehen, dass man sein Geld ohne etwas Spekulation durch die kommenden Jahre bringen könne.


    Am liebsten hätte ich es, wenn alle hart arbeitenden Menschen auf der Welt ihr Geld noch rechtzeitig in Sicherheut bringen könnten.
    Zumindest in Deutschland hoffe ich, dass ich einen sehr sehr sehr kleinen Teil dazu beitragen kann.


    Viele Menschen, die seit 2008 oder 2009 aus guten Gründen Gold und Silber gekauft haben, sind sich sehr unsicher,
    ob sie derzeit nicht verkaufen sollten, weil der Preis von EM ja schon so hoch ist.
    Das sind Menschen, die oftmals nie Aktien besessen haben und auch die Rohstoffmärkte nicht kennen.


    Und für diese Menschen habe ich diesen Artikel geschrieben, um zu zeigen, dass die Goldhausse gerade erst richtig begonnen hat.


    Ich habe früher für Konzerne gearbeitet und Strategien entwickelt, wie die Konzerne dem Kunden noch mehr Geld
    aus der Tasche ziehen können, ohne dass er es wirklich merkt. Mea Culpa, aber Gewinnoptimierung ist halt immer das Unternehmensziel,
    (leider ist die Preis- und Packungsgestaltung inzwischen so perfide optimiert, dass ein Kunde sich kaum noch Preiserhöhungen merkt.)
    Im Geschäftsleben (zumindest wenn man eine eigene Firma hat) evaluiert man rund um die Uhr das Kosten / Nutzen und Chance/Risikoverhältnis von Maßnahmen.
    Und ich habe einfach festgestellt, dass 2h Arbeit für das Aufschreiben meiner Analyse sehr wenig Arbeit ist und der potenzielle Nutzen anderer Menschen
    davo unverhältnismässig groß ist, von daher habe ich es gemacht.
    Ich hoffe, dass ich nie im Leben vor einer Entscheidung wie Stauffenberg stehe - so mutig bin ich wohl nicht. Aber falls wir eines Tages mal vor einem höheren Richter stehen, dann sollte man sein Tun verantworten können. Dazu muss man nicht Christ sein. Auch für einen Atheisten kann es Lebensmaxime sein,
    so zu leben, dass man sein Tun verantworten kann.
    Ich frage mich manchmal, wie die Regierenden, die sogar einen Eid geschworen haben, ihr Tun verantworten können. Wahrscheinlich wissen sie wirklich nicht, was sie tun.

    Chinesische Platinnachfrage steigt um 81%
    Wie eine neue Studie belegt, wird die chinesische Nachfrage nach Platinschmuck weiterhin stark ansteigen, so Commodity Online. In der ersten Jahreshälfte stieg der Platinkauf durch chinesische Kunden um 81% im Vergleich zum Vorjahr, so die Goldbörse Shanghai. Die Börse erwartet für das Gesamtjahr einen Anstieg der Platinverkäufe um 70%.


    Der chinesische Schmuckmarkt ist noch nicht gesättigt und die Anzahl der Einzelhändler nimmt stetig zu. Der Großteil der Platinnachfrage stammt aus der Schmuckindustrie. Im ersten Halbjahr wurden nach Börsenangaben rund 400.000 oz mehr verbraucht als im letzten Jahr. Die Steigerung ist auf verschiedene Feiertage zurückzuführen, als auch darauf, dass das Jahr 2009 als glückbringend für Hochzeiten gilt.


    China ist seit neun Jahren der größte Platinschmuckmarkt. Laut einer Umfrage der Millward Brown Agentur gaben über 50% der 1.000 befragten Frauen an, Platin sei ihr bevorzugtes Edelmetall.



    © Redaktion GoldSeiten.de



    Ist das eine altbekannte Weisheit oder neu?


    Ich wusste, dass bis zum 19 jh die Chinesen Silber vor Gold bevorzugt haben.
    Aber jetzt Platin?


    Ich vermute mal, dass während des Mao Kommunismus ohnehin kein Schmuck gekauft wurde.
    hat irgendjemand eine Ahnung, wo diese Platin Liebe der Chinesen herkommt?

    Das mit den 10 Jahre meinte ich etwas literarisch:
    Ich habe diesen Text in 2 h in einem Rutsch runtergeschrieben und nicht mit einem Lektor kritisch diskutiert.


    Vielleicht wäre als Zeitrahmen das Wort "Dekade" besser ...oder irgendein anderes Wort,
    das klar macht, worum es geht.
    Vielleicht hätte ich besser geschrieben, dass wir vor einem neuen Edelmetallzeitalter stehen:
    einer Zeit, in der der überwiegende Teil der Menschen Preise wieder in Edelmetall misst und Edelmetalle zu Speicherung von Arbeit benutzt.


    Kann sein, dass dieses "Edelmetallzeitalter" "nur" durch eine Superhausse von 5 Jahren gekennzeichnet ist und danach durch goldgedeckte Währungen mit festen Wechselkursen zu Gold.


    Der Goldspike der 80er Jahre kam dadruch zu Stande, dass in den USA die Zinsen extrem erhöht wurden: man konnte sein Geld in Staatsanleihen mit fast 20 % anlegen. Paul Volcker hat damit demn Dollar gerettet, aber die Wirtschaft in eine tiefe Rezession gestürzt.
    Der Wiederaufstieg Amerikas gab ihm aber recht.


    Vor ein paar Monaten hat die Treasury bei einigen alten Staatsanleihen aus den 80ern einen Squeeze out durchgeführt,
    d.h. die Staatsanleihen wurden zwangsweise eingezogen: das waren Anleihen mit Zinskupons von 12 oder 17 % aus den Jahren 81 oder 82.
    Und die Zeichner haben also all die Jahre 12 oder 17% Zinsen bekommen.
    Da kann man ungefähr erkennen, was für einen Preis Amerika gezahlt hat, um den Dollar wieder zu stabilisieren.


    Anders als bei Aktienmärkten, sind die Änderungen an den Devisenmärkten behutsam:
    Niemand wacht morgens auf uns wird dadurch überrascht, dass Gold oder Dollar um 50% gefallen sind.
    Ich glaube nicht daran, dass die Zinsen wieder auf 17% gehen. Und falls sie es dennoch tun sollten,
    dann wären Staatsanleihen mit 17% Zinsen ein so unsicheres Investment, dass ich immer noch Gold vorziehen würde.



    Gerald Celente sieht derzeit nur ein denkbares Szenario, dass die Weltwirtschaft retten könnte: eine große Erfindung, am besten sowas wie
    fast kostenlose Herstellung von Energie:
    das könnte einen derartigen Wachstumsschub auslösen, dass sich Wirtschaft und Währungen stabilisieren.
    Ich bin d'accord, rechne mit sowas aber erst, wenn der Schmerz aus der Depression richtig groß wird und Millionen kluger Köpfe Tag und Nacht über Innovationen nachdenken (da ist dann der Druck so groß wie im Krieg, da ist die Innovationsgeschwindigkeit auch viel größer).


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    Um an den Anfang zurückzukehren:
    a) Wir sehen derzeit erst den Beginn der dritten Phase eines Bullenmarktes bei Gold.
    Und Bullenmärlte bei Rohstoffen dauern sehr lange


    b) So lange es keine Gold-Hysterie gibt und Goldbären umkippen, sind wie vom Peak noch sehr weit entfernt.
    Es mag sein, dass alles schneller geht, aber vom Gefühl her würde ich sagen, dass die Goldhausse noch sehr sehr lange dauert
    und dass wir auch nach dem Peak eine veränderte monetäre Landschaft haben werden, in der Gold eine völlig andere Rolle als heute spielt.
    Die letzte Goldhausse dauerte 20 Jahre: sie begann ja schon zu dem Zeitpunkt, als der Chart sich gar nicht nach oben bewegte,
    aber der Goldpool jährliche hunderte oder Tausend Tonnen Gold brauchte, um den Preis zu drücken.

    Zu dem Thema fällt mir nochwas ein:


    Kostolany war bekanntlich gegen Gold eingestellt.
    Und er erzählte eine nette Anekdote über die Goldbugs in Frankreich, nach dem Krieg.


    In Frankreich war nach dem Krieg der Handel mit Gold verboten.
    Der physische Goldhandel fand vor allem in Zürich und in der Freuhandelsstadt Tanger statt.


    Von dort wurde das Gold nach Frankreich geschmuggelt.
    Die Franzosen waren so wild nach Gold, dass sie für gut erhaltene Napoleon Münzen 100% Aufpreis gegenüber dem Spot Preis von Tanger und Zürich bezahlten.


    Kostolany nahm das als Beispiel für Dummheit .
    Anleger die 50% sofort-Verlust in Kauf nehmen, nur um Gold zu haben.


    Er hat das Beispiel aber offenbar nie durchgerechnet.


    ich habe es durchgerechnet:
    ein Franzose, der 1955 eine Unze Gold für den doppelten Spotpreis, also 70 Dollar, bezahlt hat,
    hat bis 1980 eine Performance von 1142% bzw jährlichen Steigerungen von 42% erzielt.


    Klar: niemand verkauft zum perfekten Zeitpunkt: auch bei einem Verkaufspreis von 600 Dollar wären es jährliche Steigerungen von 34%.

    naja, damals war Gold sowieso verboten... was hätte es schon genutzt?


    Im übrigen gibt es praktisch 2 Rohstoffe, die langfristig die beste Performace haben: Gold+Öl

    In Deutschland nicht.


    In Deutschland wurden der Umlauf von goldenen Reichsmarkmünzen mit Kriegsbeginn 1939 verboten.
    Man kann aber in bei jedem Goldhändler sehen, dass sich keine Sau daran gehalten hat: sonst gäbe es nicht Millionen Willy II-Reichsmark-Münzen.


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    Ich habe nichts gegen Öl.


    In einem anderen Thread schrieb ich mal, dass jeder Sachwert gut ist,
    im Zweifelsfall sogar haltbare Hundefutter.
    Aber die Wertdichte und Liquidtät von Gold ist schon einzigartig.
    Und bei Öl ist immer das Counterpart-Risiko mit dabei.

    t meiner meinung nach nicht ganz richtig. die brd muss ja nicht für die kompletten 1600 mrd die zinsen bezahlen.
    ich weiß jetzt nicht die genauen zahlen, aber man kann ja z.b. annehmen, daß pro jahr nur 160 mrd altschulden zu einem neuen zinssatz aufgenommen werden müssen.
    ein zinssatz von 9% und mehr wäre für ein halbes jahr durchaus machbar.

    Ja klar.
    Aber hast Du verfolgt, wie das geniale Konjunkturpaket der Bundesregierung finanziert wurde?
    Sie haben im Febr 2008 erst versucht langlaufende Staatsanleihen auszugeben. Diese Versteigerung ist fehlgeschlagen.
    Danach wurden das Geld für das Konjunkturpaket mit einer 24-Monatsanleihe platziert.


    In dem Thread "Ponzi Scheme US Staatsanleihen" habe ich gezeigt, dass die USA inzwischen eine Bugwelle von ca. 800 Mrd an kurzen und ultrakurzen Staatsanleihen (weniger als 12 Monate) vor sich herschieben.
    Die werden alle paar Wochen auf neuen 4wee bills übergerollt.


    Ich habe mir die genaue Struktur der deutschen Verbindlichkeiten nicht angesehen, aber der Anteil kurzlaufender Anleihen dprfte sehr hoch sein.


    Ein Jahr lang hohe Zinsen dürfte nichts verändern.
    Der Grund, weshalb weltweit alle Länder vor Staatsbankrotten gerettet werden liegt darin, dass sich bei einem Staatsbankrott von Lettland oder der Ukraine für ALLE Länder weltweit die Finanzierungskonditionen verschlechtern dürften.


    Wenn eine Hochzinsphase kommt, dann dauert sie ein paar Jahre.
    Und das düfte ausreichen, um die Staaten massiv in Schwierigketen zu bringen.


    Rechne mal so:


    Stell Dir vor Du hast einen Immobilienkredit.
    Deine Frau fragt Dich, ob Du den kredit gut abzahlen kannst.
    Du sagst Ihr, dass z.Z. alles problemlos läuft.
    Aber falls beim nächsten auslaufen des Kredit die Zinsen höher als heute sind,
    bist Du bankrott.


    eine solide Finanzierung muss so aussehen, dass man seine Schulden IMMER begleichen kann, egal was für Zinsen gerade sind.

    Die Geldmenge M1 steigt rasant durch das Drucken neuer Dollars.


    Die Geldmenge M3 schrumpft rapide durch die Vernichtung von Krediten.


    Ich weis derzeit nicht, wie dieses Rennen ausgehen wird.
    Da alle Akteure im System über die Notenpressen versuchen das System zu Reflationieren, halte ich Inflation für wahrscheinlicher als Deflation.


    ABER: wenn Deflation passiert, dann sinkt der Wert aller Assetklassen im Vergleich zu....
    ja zu was eigentlich?


    Bei einem deflationären Crash werden Unsummen an Schuldgeld/Giralgeld vernichtet.


    Aber jetzt mal im Ernst: wenn durch einen deflationären Crash 80% des Giralgeldes vernichtet wird,
    glaubst Du ernsthaft, dass Ben Bernenke und Herr Trichet zusehen, wie diejenigen, die zufällig physisches Papiergeld gebunkert haben,
    dass Zepter des Handelns an sich reißen?


    Ja, bei deflationären Crashs wurde das Geld wertvoller: aber das war in der Geschichte immer Gold/Silbergeld.


    (Japan ist ein Sonderfall: sparsame Japaner, überalterte Bevölkerung, extreme Staatsverschuldung, Exportüberschuss, Carry Trades:
    ich könnte mir gut vorstellen, wenn es auch beim Yen noch eine Hyperinflation gibt. Derzeit fahren in Japan schon Taxis mit Werbung,
    Staatsanleihen zu kaufen. )


    Nochmal: wenn 80% des Geldes durch Schuldenimplosion verschwindet: dann werden Ben Bernenke und Trichet es nicht zulassen,
    dass die Rest-Geld-Besitzer mit ihrem Geld losziehen und Schnäppchenkäufe machen.
    Dann wird mit dem Hubschrauber Geld verteilt, so lange bis wieder Inflation einsetzt. Oder es gibt eine Währungsreform.


    Ja, vielleicht gibt es einen Prechterschen Deflationscrash. Aber dass ein beliebig vermehrbares grünes Papierstück davon profitieren kann,
    ist nicht logisch. Die Flucht aus Schulden und Schuldgeld bedeutet: Flucht in echtes Geld, Geld OHNE counterpartrisiko. Und das ist Gold.


    Gold ist kein Rohstoff. Gold ist Geld.
    Alan Greenspan hat gerade hervorgehoben, dass er es für unglaublich hält, wie Gold immer noch über die Papierwährungen regiert.


    Meine Oma sagte in den 60er Jahren auf die Frage meiner Mutter, was denn "Devisen" seien:
    "Devisen, dass ist goldgedecktes Geld".


    Wenn es eine ehrliche Regierung gäbe, die goldgedecktes Geld hätte, dann würde dieses bei einer Deflation profitieren.


    Derzeit gibt es weder genannte Regierung, noch golgedecktes Geld.


    Ich hatte einen Großteil meines Lebens eine weiche Inlandswährung: die Ostmark.


    Es git schlimmeres im Leben, als eine weiche Währung. Man gewöhnt sich an alles.


    Mit ungedeckten Weichwährungen kann man Zahnpasta kaufen, Brötchen und eine Bahnfahrt.


    Aber ungedeckte Weich-Währungen eignen sich in keiner Weise, um Lebensleistung zu speichern - oder
    von einem deflationären Crash zu profitieren.

    Wird es eine Verzehnfachung wie bei deiner Tele Atlas geben? Dann kostet der Krügerrand bald 7000 Euro. 8)

    ich weis nicht:
    Meine anderen Aktien waren Blue Chips, die vorher total verprügelt worden waren, aber trotzdem technisch führend waren: Ericsson, Sulzer,
    da waren verdreifacher drin.
    aber bei riskanten investments muss man halt auf viele Positionen aufsplitten, bei Gold sehe ich eher wie eine Anleihe, da kann man mit viel mehr reingehen.


    ich wäre schon zufrieden, wenn Gold sich so wie eine Anleihe entwickelt.


    Wo der Goldpreis steht, wenn ernsthaft ein größerer Teil der Investoren erkennt, dass unser Geld Schuldgeld ist und die Schuldner nicht zahlen können...
    keine Ahnung.


    Im Gegensatz zu uns, die ihr Geld erarbeitet haben, können große Investoren ihr erspekuliertes Fiat Geld zu jedem Kurs in Gold konvertieren ohne mit der Wimper zu zucken.


    Als ich im Frühjahr dieses Jahres erkannt habe, was Sache ist, habe ich meine Aktien direkt in Gold umgetauscht.
    Bei Bank of Ireland hatte ich einen Verdreifacher:
    da war es mir wurscht, ob ich Krügerrands für 711 oder 760 euro kaufe.


    Wenn viel Geld, Angst und Gier zusammenkommen, ist preislich alles möglich.


    benchmarks sind für mich:
    2300 (heutige) Dollar: inflationsbereinigter Höchstkurs von 2008
    7300 (heutige) Dollar: inflationsbereinigter Höchstkurs von 2008, aber unter Nutzung der alten Methode zur Inflationsmessung
    ver40-fachung des Goldpreises: Deckung des heute umlaufendes Dollars durch Gold


    Falls in 2 Jahren der Dollar nur noch die Hälfte von hete wert ist, kann natürlich auch der Kurs noch höher gehen.


    Es kann aber Situationen geben, in denen kein Goldbesitzer verkaufen will: da ist dann praktisch jeder Kurs möglich.


    Der Typ von Goldsilver.com sagt mal auf you tube so schön:
    "Studieren Sie die Geldgeschicjte. Wenn sich monetäre Aspekte ändern, dann kann erstaunliches passieren.
    Ich sehe zwei Szenarien: Entweder Gold entwickelt sich nur ziemlich gut. In dem anderen entwickelt es sich absolut unglaublich.


    Ich sehe das ähnlich.


    Ob der Markt seinen Höhepunkt erreicht hat, wird man nicht am absoluten Kurs ersehen können, sondern an der Hysterie der Marktteilnehmer.
    Jeder Bullenmarkt endet in Hysterie.


    Als ich meine Aktien 2006 verkauft habe, waren die Kurse unglaublich hoch: selbst bei meiner schlechtesten Performance hatte ich Verdoppler.
    Aber es fehlte die Hysterie im Markt.
    Da ich zu dem Zeitpunkt keine Zeit hatte, um mich um Aktien zu kümmern, habe ich verkauft.
    Auf dem Höhepunkt des Marktes, gab es dann doch Hysterie:


    eine große Bank empfahl im Sommer 2007 MAN beim Preis von 110 euro zum kauf: es gab keinerlei Begründung, warum die
    Aktie steigen sollte, außer dass MAN ein "Pflichtkauf" sei, der Rest der Analyse war irrsinnig,
    dass ich mir damals sicher war, dass nun ein Crash nahe ist.


    Während des Dot Com boom konnten alle Leute, die keine Yahoo aktien mehr bekommen haben, auf irgendeine mytoys o.ä hoffen.


    Gold ist begrenzt. Wer keines bekommt, wird ohnehin schon hysterisch.


    Von daher wird man bei einer Krise des Papiergeldes auf mit einer sehr langen und extremen Phase der Hysterie rechnen müssen.
    Und wie gesagt: wenn die letzten Bären umkippen, ist das ebenfalls ein guter Indikator auszusteigen.


    JIm Rogers hatte mal einen Japaner getroffen, der genau einen Tag vor dem Jahrhundersturz des Nikkei Aktien gekauft hat und 90% seines Geldes verloren hat.
    10 Jahre lang war dieser Mann von seinem Anlageberater bearbeitet worden und 10 jahre lang hatte ihm der Banker jährliche Steigerungsraten
    von 10% gezeigt.


    Und als er dann kaufte, gab es in dem Pyramidenspiel niemand mehr, der noch Aktien kaufen konnte.

    Vermögen der isländischen Glitnir Bank beträgt 4 Mrd Euro. Die Verbindlichkeiten erreichen 13,7 Mrd Euro.
    Kommentar: Der Fehlbetrag entspricht etwa 30.000 Euro/Einwohner.


    Das ist schon heftig: das ist nur eine Bank.


    In Deutschland beträgt die Staatsverschuldung ca. 20-25.000 Euro.


    Wenn man einrechnet, dass Kinder und Rentner nicht ernsthaft in Frage kommen, diese Schulden abzuzahlen,
    dann kommt auf jeden isländischen Werktätigen wohl eine Schuld der Glitnir Bank in Höhe von 60.000 euro.

    Das war ja ein spannender Tag heute:


    Sollte heuter nicht der Verfallstag für x-tausen Gold-Calls auf 1000 Dollar sein?


    Weis jemand, ob es da eine Uhrzeit als "Stichzeit" gibt?


    Heute war Gold zweimal deutlich über 1000 dollar und zweimal deutlich unter 1000 Dollar.


    Selbst wenn mit den calls nicht groß was gewonnen wurde, wäre es ja spannend, ob die Calls den Besitzern was gebracht haben oder
    ob die Gold-Calls in den Daten schredder gesteckt werden.

    Ich habe heute irgendwo gelesen, dass der neueste Liquiditätstender der EZB kaum gebunutzt wurde:
    beim letzte mal haben die Banken der Eurozone sowas wie 450 Mrd euro abgerufen, diesmal waren es 75 mrd.


    Manche Kommentatoren haben das als gutes Zeichen gewertet (die Banken haben genug Liquidität und bekommen genug Liqzidität von Anlager),
    andere Stimmen meinten, dass die Baken schlichtweg keine EZB-fähigen Anleihepapiere mehr haben
    und deshalb lieber bei Anlegern unbesichtertes Tagesgeld und Festgeld a 2-3% Zinsen einsammeln als bei der EZB AAA-Papiere zu hinterlegen und
    Geld für 1% zu bekommen.
    Da die Banken ja ohnehin nur Kredite zu Don-Corleone-Zinsen vergeben, ist der Spread zwischen Einkauf/Verkauf ohnehin groß genug.


    Das zeigt aber im Umkehrschluss: alle EZB-fähigen Papiere der Eurozone sind derzeit wahrscheinlich bei der EZB hinterlegt.
    Was die Banken in den Bilanzen haben, sind Schrott-Papiere.


    Bei der nächsten Krise müsste die EZB sowas auflegen wie das TALF-Programm, d.h. dass Banken auch für Schrott-Papiere EZB-Euros bekommen.
    (Das würde bedeuten, dass Geld gedruckt wird).