Beiträge von Dr_Meyer

    ...wie in China: Privatanleger sollen EM horten. Wird hier durch die Hintertüre Diversifizierung betrieben?


    gruß vom silberjäger

    Das Thema ist aus deutscher Sicht viel zu klein, um bei irgendeinem Politiker auf die Agenda zu kommen.


    Zur Themen Politik von Focus gehört seit 15 Jahren, dass sie weniger häufig tagesaktuelle Themen aufs Cover setzen, dafür aber größere Themen bearbeiten: zB. Universitätsranking, Gesundheitsthemen, Erziehung.


    Da stand jetzt offenbar Gold auf der Agenda.


    Eigentlich hätte 1 Jahr nach Lehman und angesichts der "Green Shots" Gold im Preis fallen müssen.
    Das es das nicht getan hat, regt nun auch Journalisten zum Nachdenken an:


    http://www.telegraph.co.uk/fin…5742414&bctid=14812960001


    Immer wieder gerne gesehen: Interview mit telegraph international Business editor Evans Pritchard über
    die "neue Rolle" des Goldes.

    Schauen wir mal: immerhin waren im Video schon mehrere Anlagemünzen zu sehen,
    es wurde von anonymem Goldkauf gesprochen,
    ich denke, dass der Artikel recht positiv wird

    http://www.focus.de/magazin/vi…old-report_vid_12950.html



    Gold ist in der nächsten Woche Cover-Story im Münchner Nachrichtenmagazin "Focus".


    Meines Wissens das erste Mal, dass ein Massenmedium eine Cover-Titelgeschichte zu Gold als Anlage macht.


    Im Spiegel kam vor zwei Jahren was, da stand Gold allerdings nicht als Anlage im Mittelpunkt, sondern eher als Mythos und Phenomen.


    Wir werden in dem Focus kaum was neues Lesen, aber ich werde ein paar Exemplare kaufen und mal an Bekannte und Verwandte geben.
    Dem Video nach zu urteilen dürfte der Gesamt-Tenor des Artikels recht goldfreundlich sein.

    Fake, Ente oder echt? Was meint ihr?!
    http://www.zerohedge.com/artic…ement-remain-masters-gold

    Könnte echt sein: soweit ich weis, ist der "Gold Pool" der 60er Jahre aber nie bestritten worden, oder?


    Das sollte so funktionieren: sobald sich der Goldpreis zu sehr erhöht, sollte der Goldpool verkaufen und bei niedrigen Preisen zurückkaufen.
    Ziel war, zu verhindert, dass der Londonder Spotpreis sich zu sehr von der 35Dollar/Unze Gold-Parität entfernt,
    die die FED anderen Notenbanken garantierte.


    Stand in den Memoiren von Kostolany gut beschrieben.


    Es ist nie genau rausgekommen, wieviel der Goldpool verloren hat.
    Interessant ist das schriftstück trotzdem und ich werde es mir bei gelegenheit nochmal genauer ansehen.

    http://www.spiegel.de/politik/…and/0,1518,651329,00.html


    Das ist das schöne am Wahlkampf: da kann es passieren, dass irgendjemand im Innenministerium , der noch aus SPD Zeiten dorrt stationiert ist,
    das schöne CDU Strategiepapier an die Öffentlichkeit lancieren:
    Nicht dumm, sowas kurz vor der Wahl zu machen, da es einen der wenigen noch sichtbaren Unterschiede zwischen CDU und FDP bzw in gewisser Weise auch SPD aufzeigt.


    Ich vermute mal, sobald wie einen größeren Terroranschlag in Deutschland haben,
    werden wir eine Situation erleben, in der plötzlich die breite Masse nach solchen Super-Polizei-Geheimdienst-Behörden schreit.


    Dass die Gesetze, die für eine Sache gemacht werden, für eine andere angewendet werden können, ist bekannt.


    Als Großbritannien im letzten Jahr isländische Vermögenswerte in GB eingefroren hat,
    kam ein Anti-Terror-Gesetz zum Einsatz, dass 2001 gemacht wurde.
    Wir erinnern uns noch an die empörten Gesichter in den Straßen von Reykjavik, als die Isländer erfuhren, dass ein Anti-Terror-Gesetz gegen Island angewendet wurde.


    Ich hoffe, dass es in Deutschland nicht ganz so schlimm kommt und dass ich nicht (nochmal) eine Diktatur erleben muss.
    Ich hoffe, dass das kollektive Gedäctnis derzeit noch zu stark ist, und das es verhindert, dass Werkzeuge einer möglichen Diktatur erschaffen werden.
    Aber in 20-30 Jahren dürfte auch dass kollektive Gedächtnis in Deutschland nachlassen.


    Die Gründerväter der USA haben mit dem "Continental" eine der schlimmsten Hyperinflationen der Weltgeschichte erlebt.
    Das war der Grund, weshalb sie in die Verfassung geschrieben haben, dass das Geld der USA aus Gold und Silber sein muss: 130 Jahre später haben sie die FED gegründet und nochmal 50 Jahre später wurde der Goldstandard abgeschafft.
    Nach allem, was ich sehe, scheint dass kollektive Gedächtnis so ca. 150 Jahre lang zu wirken.


    Das Massaker von Magedburg im 30jährigen Krieg, bei dem deutsche Landsknechte beider Konfessionen fast die gesamte Magedburger Bevölkerung grausam umgebracht haben, war in seiner Zeit so etwas wie der Holocaust oder die Inflation von 1923:
    ein einschneidendes Eriegnis, das Grenzen überschritten hat und das man vorher für Unmöglich hielt.
    Ca. 200 Jahre lang war "Magedburgisierung" das Wort für Massakrierung.
    Die Auslöschung von Magdeburg fand ca. 150-200 Jahre lang Widerklang in der Kunst und der politischen Diskussion: dann geriet das Ereignis aber in Vergessenheit. Das scheint so der Zeitraum zu sein, bis eine brutale kollektive Erfahrung vergessen wird.


    Von daher hoffe ich, dass in den kommenden 50-100 Jahren Menschen in Detschland den Weg in die Dikatur - oder eine Hyperinflation erkennen könnten:
    zumindest einige.

    Habt Ihr diesen Nachricht auch gelesen?


    http://www.goldseiten.de/conte…artikel.php?storyid=11672


    US Mint: September-Verkäufe brechen Rekorde


    Wie die US Mint berichtet, ist die September-Nachfrage nach Goldmünzen und 2009er Sets, polierte Platte, enorm hoch.


    Zum dritten Mal in Folge stiegen die wöchentlichen Verkaufszahlen des 2009er Sets auf nun 42.077 Stück. Der Herbstkatalog der US Mint scheint die Investoren nochmals an den Kauf des Jahresangebots zu erinnern. Bislang wurden insgesamt 1,1 Mio. Sets verkauft.


    Im Vergleich zu den letzten beiden Monaten sind auch die Verkaufszahlen der American Gold Eagle Münzen gestiegen: Pro Woche wurden im September mehr als 30.000 Stück verkauft, insgesamt nun 92.500 im September. Diese Zahl übersteigt bereits vor Monatsende die Verkaufszahlen von Juli und August.


    Die US Mint verkaufte in einer Woche 500.000 Silver Eagle Münzen, im September wurden bisher 1,1 Mio. Münzen verkauft. Somit ist dieser September der zweitbeste nach 1986.


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    Es geht hier wie gesagt nicht um Quartalszahlen o.ä.,
    sondern um die Zahlen für September!!!


    Und habt Ihr mal gesehen, wie es bei der US Mint aussieht?
    Keine Gold Eagles:
    http://catalog.usmint.gov/weba…=10191&top_category=10191


    Currently, all available 22-karat gold blanks are being allocated to the American Eagle Gold Bullion Coin Program, as the United States Mint is required by Public Law 99-185 to produce these coins “in quantities sufficient to meet public demand . . . .”The United States Mint will resume the American Eagle Gold Proof and Uncirculated Coin Programs once sufficient inventories of gold bullion blanks can be acquired to meet market demand for all three American Eagle Gold Coin products. Additionally, as a result of the recent numismatic product portfolio analysis, fractional sizes of American Eagle Gold Uncirculated Coins will no longer be produced.
    auch keine unzirkulierten Gold Eagles:
    http://catalog.usmint.gov/weba…=10191&top_category=10191


    und auch keine Buffalo Gold Coins:
    http://catalog.usmint.gov/weba…gId=10001&identifier=0500


    auch keine Silver Eagles:
    http://catalog.usmint.gov/weba…=10191&top_category=10191


    American Eagle Silver Proof Coins [Blockierte Grafik: http://catalog.usmint.gov/wcsstore/ConsumerDirect//images/catalog/en_US/bluedot.gif] Production of United States Mint American Eagle Silver Proof and Uncirculated Coins has been temporarily suspended because of unprecedented demand for American Eagle Silver Bullion Coins. Currently, all available silver bullion blanks are being allocated to the American Eagle Silver Bullion Coin Program, as the United States Mint is required by Public Law 99-61 to produce these coins “in quantities sufficient to meet public demand . . . .”
    The United States Mint will resume the American Eagle Silver Proof and Uncirculated Coin Programs once sufficient inventories of silver bullion blanks can be acquired to meet market demand for all three American Eagle Silver Coin products.


    Und auch keine Platin Coins:
    http://catalog.usmint.gov/weba…=10191&top_category=10191
    Hier allerdings ohne Ausrede.
    Dass es kein Gold, kein Silber und auch kein Platin mehr in den USA gibt, war dem Schreiber wohl zu peinlich.




    Seit Juli oder August ist der Shop der US Mint leer: es gibt nur Sammler Münzen aus Stahl und Nickel und den Ultra High Relief Eagle,
    der ein paar Hundert Dollar über dem Gold Spot Preis verkauft wird:


    bei allen anderen Silber und Goldmünzen wird behauptet, dass die US Mint nicht genügend Rohlinge bekommen kann.
    d.h.: seit 2-3 Monaten gibt es für amerikanische Kleinanleger keine Anlagemünzen zu kaufen.


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    Es liegt auf der Hand: eine der beiden Meldungen ist falsch.
    Wie kann die US Mint im September Absatzrekorde feiern, wenn sie zeitgleich den Käufern auf der website mitteilt,
    dass der Verkauf und die Produktion mangels Ware eingestellt ist.


    Vermutlich stimmt der September Bericht und die US Mint verkauft erfolgreich Münzen: an ausländische Großhändler.
    Aber offensichtlich nicht an Amerikaner, denen seit vielen Wochen unter falschen Angaben Gold und Silbermünzen vorenthalten werden.
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    selten sieht man zwei 100% widersprüchliche Meldungen so dicht beieinander und selten kann man auch als Laie erkennen.
    Man muß nicht Eichelburg heißen, um hier zu erkennen, dass etwas oberfaul ist.

    der double dip beginnt:


    http://www.reuters.com/article…tRpt/idUSLP51529420090925


    Scharfer "unerwarteter" Rückgang der Bestellung von "durable goods" in der amerikanischen Industrie.
    Die Anlaysten hatten nach mehreren Monaten Stabilisierung hatten die Analysten ein leichtes Wachstum erwartet, statt dessen kam im August im Vergleich zum Vormonat ein scharfer Einbruch.


    New orders for long-lasting U.S. manufactured goods fell unexpectedly in August, dropping by their biggest margin in seven months, following a plunge in commercial aircraft orders.


    "The market was hoping for a positive number and we have seen quite a weak number, which is perhaps going in the face of the fact that maybe the recession is over," said Mark Priest, a senior trader at ETX Capital.



    Heute sind die Aktienpreise zurückgegangen. Es wird extrem spannend, ob die liquiditätsgetriebene Hausse in den kommenden Monaten die schlechten Zahlen ignorieren wird, oder ob die Märkte unter dem Eindruck schlechter Zahlen einknicken.


    Eine vergleichbare Situation wie in den kommenden Monaten (extrem große Liquidität, aber extrem schlechte Zahlen) gab es meiner Kenntnis nach noch nie.

    Hat die FED die Euro Swaps verfrühstückt?


    Was ein Swap ist, wussten früher weniger Leute, bis ein amerikanischer Kongressabgeordneter Ben Bernenke zu den Swap-Geschäften grillte:
    die FED hat während der Herbst-Krise im letzten Jahr Swap-Geschäfte mit allen Notenbanken gemacht:


    die ausländischen Notenbanken bekamen Dollar, die Amerikaner bekamen Euro, Yen, Schweizer Franken.
    Pro Notenbank wurden Beträge um 300 Mrd Dollar getauscht.


    Die Neuseeländische Notenbank bekam so viele Dollars, dass die pro Landeskind über 3000 Dollar hatte.


    Wenig später startete eine Dollar Rally.


    Zwar stieg die Nachfrage nach Dollars, da viele Banken faule Dollar-Papiere abschreiben mussten und dazu Dollar brauchten (siehe Hellmeier Interview),
    aber es wurde schon immer vermutet, dass die gigantischen Swap geschäfte vor allem genutt wurden, um den Dollar zu stabilisieren:
    d.h. die FED leiht die von der EZB bekommenen Euros an amerikanische Banken und diese werfen sie auf den Markt um den Kurs zu drücken oder euro-Kredite abzuzahlen.



    Jetzt hätte eigentlich der Dollar-Swap zwischen EZB und FED auslaufen müssen.


    Vor 1-2 Wochen habe ich irgendwo in Le Monde gelesen, dass irgend jemand von der EZB meinte, die Wirtschaft würde sich toll erholen,
    viele Instrumente der Stabilisierung würden nicht mehr gebraucht, z.B. hätte seit langer Zeit niemand bei bei der EZB Dollars nachgefragt.


    http://bourse.lalibre.be/actua…&ticker=&pays=&source=afp
    http://www.finanznachrichten.d…-januar-2010-fort-015.htm


    Und obwohl die EZB aktuell nochmals bekannt gibt, dass es keine Nachfrage nach Dollar-Repo-Geschäften gibt,
    hat sie den Dollar/Euro swap mit der FED bis Jan 2010 verlängert.


    Klarer Fall: die FED kann die geborgten Euros derzeit nicht bereitsstellen -bzw. kann sie nicht bereitsstellen ohne den Dollar noch mehr unter Druck zu setzen.


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    http://www.bild.de/BILD/news/t…r,rendertext=9873416.html


    Nach einem Bericht von Süddeutscher Zeitung und Bild plant das Innenministerium für
    die Koalitionsverhandlungen nach der wahl den Aufbau des Verfassungsschzutzes zu eine neuen Superbehörde,
    die neben geheimdienstlichen auch zahlreiche polizeiliche Kompetenzen enthält.


    wenn ich alles richtig verstanden habe, ist die Trennung von Polizei und Geheimdienst ein Kern der deutschen
    Verfassung. Die Verschmelzung von Polizei und Geheimdienst war die Gestapo.


    Gruselig.


    Ich glaube zwar, dass unsere Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen organisierte Kriminalität zu schlecht ausgestattet sind, aber bei grundsätzlichen Verhänderungen in der Verfassung und den organen des Staates muss man immer berücksichtigen, was passieren würde, wenn so eine mächtige Super-Behörde in den Händen einer Gysi-Regierung oder einer NPD-Regierung wäre.


    Im Geschäftsleben habe ich es oft erlebt, dass man Verträge mit befreundeten Firmen abschließt, deren Management im Laufe der Zeit komplett ausgetauscht wird.
    Und dann hat man es auf einmal mit gegnerischen Anwälten zu tun, die jede passage aus dem Vetrrag zitieren.
    Von daher war es ein Anliegen der Staatsgründer, die deutschen Staatsorgane so anzulegen, dass sie auch in falschen Händen keinen oder nicht zu großen Schaden anrichten könnten.
    Hitler wurde in freien und geheimen Wahlen gewählt. In seiner ersten Koalitions-Regierung gab es nur an den Schlüsselstellen Nazis.

    Da das wahrscheinlich nicht in den deutschen Zeitungen gedruckt werden wird:
    Brasiliens Präsident Lula hat bei seiner Rede vor der Uno sich sichtbar von den USA abgesetzt:
    Berichterstattung in der führenden spanischen Zeitung "El Pais":
    http://www.elpais.com/articulo…/20090923elpepuint_11/Tes


    "Die aktuelle Krise ist mehr als eine Krise der großen Banken, es ist eine Systemkrise."
    "más que una crisis de grandes bancos, una crisis de dogmas". (dogma = Theorie, Grundsatz, ich würde es aber hier als systemische Krise übersetzen und nicht mit Krise der Theorien)

    El control de la crisis y el cambio del curso de la economía mundial "no puede dejarse sólo en manos de unos pocos.
    Die Kontrolle der Krise und der Kurswechsel der Weltwirtschaft darf sich nicht in den Händen einiger weniger abspielen.


    Lula señaló que su país se dirige hacia ese mundo multipolar,
    Lula sagt, dass sich sein Land in Richtung einer multipolaren Welt bewegt.


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    starker Toback.
    Hallmeyer meinte in diesem Fernsehinterview, dass Brasilien und Chinesen das System stützen, weil sie noch einen Grenznutzen haben,
    zumindest bis 2012
    Für mich sieht es eher aus, als ob die Braslianer ewarten, dass jetzt sehr schnell ein multipolares System eingeführt wird und ein schnell ein Abschied von der anglo amerikanischen
    Finanzdominanz erfolgen muss.

    Ich mache mal keinen eigen Thread zum Pfund auf. Viele Beobachter wie Jim Rogers gehen davon aus, dass die Kette an ihrem schwächsten Glied bricht:
    und dass ist das Pfund.


    Wie der Telegraph meldet, hat die Bank of England unter Eindruck des schwächelnden Pfunds in einer nie zuvor dagewesenen Aktion
    ein Krisenmeeting aller führenden britischen Ökonomen einberufen, dass nächste Woche stattfinded.


    Jede Notenbank der Welt legt üblicherweise auf Diskreation größten Wert, es gibt keine Informationen über Entscheidungsprozesse,
    keine offene Diskussion mit Externen.



    Bank calls 'crisis' meeting for experts
    The Bank of England has summoned the City's leading economists to an unprecedented meeting in Threadneedle Street, as the pound plunges amid growing confusion over its radical Quantitative Easing (QE) policy.



    http://www.telegraph.co.uk/fin…-meeting-for-experts.html

    In der führenden franzöischen Zeitung « Le Monde » führt Jean-Marc Daniel, Ökonom, und Professir der Ecole supérieure de commerce de Paris (ESCP) heute aus, in welchen historischen Dimensionen sich die französische Verschuldung befinden. Der Maßstab ist aber auch für andere verschuldete Staaten anwendbar.


    1815 GB
    Nach 20 Jahren Krieg auf den Schlachtfeldern gegen Napolean und die USA auf den Schlachtfeldern Europas und Amerikas, hatte GB die höchste je gemessene Staatsschuld, nämlich 300% vom GDP.


    1871 Frankreich
    Nach einer Ära von Kriegen Napolean III, der Niederlage gegen Deutschland und dem Zahlen von Kriegskosten an Preußen, hatte Frankreich 1871 Schulden in Höhe von 90% des GDP.
    (Folge: Bei den Staatsanleihen wurde der ZinsCoupon willkürlich von 5% auf 3% gesenkt)


    Ende des 18. Jh., Frankreich
    Nach dem Ende des 7jährigen Kriegs, der die Finanzkrise herbeiführte, die letztlich zur Französischen Revolution führte, hatte Frankreich Schulden in Höhe von 70% des GDP.


    Folge: Französische Revolution, Hyperinflation


    http://www.lemonde.fr/web/impr…1101386,50-1244071,0.html


    Anmerkung:
    Auch wenn derzeit von interessierter Seite immer wieder debattiert wird, die derzeitige Schuldenhöhe sei ok, merkt man an den Vergleichen:


    Die derzeitige Staatsverschuldung ist die höchste, je zu Friedenszeiten erreichte Verschuldung.


    Es gibt nur zwei bekannte Fälle, dass die Schulden durch Wachstum abgetragen wurden: nach dem US Bürgerkrieg.


    Was wohl ein Sonderfall sein dürfte, den um 1870 gab es für Amerika einen unerforschten Kontinent voller Acklerland und ungehobener Bodenschätze
    und ständig hereinströmende optimistische aufstiegswillige Neu-Bürger.


    Und das Abtragen der britischen Schulden nach 1815 war für das aufstrebende Empire mit seinen reichen Kolonien zu Beginn des Victorianischesn Zeitalters leicht.



    In allen anderen Fällen gab es Staatsbankrotte, Inflationen, Revolutionen, Währungsreformen.
    Ein kurzer Blick auf die öknomische Landkarte verrät, dass die verschuldeten Nationen in schlechterer Verfassung sind, als das britische Empire um 1815 und die USA um 1870.
    Dass Staaten in schlechter ökonomischer Verfassung Staatsschulden von 70-100% des GDP zurückzahlen, wäre ein unwahrscheinliches Szenario, dass es in den letzten 500 Jahren noch nie gegeben hat.
    Wer derzeit also Staatsanleihen kauft oder sein Geld in Lebensversicherungen investiert, die in Staatsanleihen investiert sind,
    setzt auf ein Szenario, dass es in den letzten 500 Jahren niemals gab, nämlich das Zurückzahlen von Staatsschulden.

    Wer seine Lebensleistung in Werte umsetzt, die vor dem Zugriff eines vor dem Bankrott stehenden Staates sicher sind,
    und die Inflation und/oder Währungsreform und/oder Staatsbankrott überstehen,
    setzt auf ein Szenario, dass es in den letzten 500 Jahren hunderte mal gab.


    Kein Mensch weis, welche Anlageformen bei Staatsbankrott/Währungsreform/Inflation besonders gut abschneiden werden
    um Lebensleistung zu retten.
    Aber für Deutschland lässt sich wohl sagen,
    dass jeder frei verfügbare Sachwert im Keller, selbst wenn es sich um haltbares Hundefutter handeln sollte,
    besser performen dürfte als Lebensversicherungen, Giralgeld, Risterrenten etc.

    das heißt für mich nichts anderes, als daß er mit diesem Systemversagen rechnet, es uns möglicherweise sogar kurz bevorsteht?

    ich denke eher nicht: so offen sind einflussreiche Leute erst, wenn die Gefahr mit größerem Abstand gesehen wird.


    er sagt eher, dass es z.z. einfach kein "runterfahren" von Banken gibt, sondern dass alles auf das Sozialisieren der Verlust hinausläuft.
    Das war die letzten Jahre immer so: aber die Dimensionen sind für die Staaten zu groß geworden.

    Die große Frage ist, ob während der Goldmanie in den 70er und 80er Jahren viel Gold gehortet wurde.


    In Frankreich gab es früher alte Familienschätze, die von Generation zu Generation vererbt wurden und nie auf den Markt kamen.


    Wegen der moderneren Fördermethoden sind die Goldmengen, die ab 1950 gefördert wurden so groß, dass die "alten" Goldmengen vergleichsweise klein aussahen.


    Haben Deutsche in den 70er und 80ern massiv gehamstert? oder nur ein paar Unzen gekauf? Ich weis es nicht.
    Hat jemand Infos?

    Die führende spanische Tageszeitung El Pais berichtet über eine Studie der EZB zur Kreditklemme, dabei wurden 505 small and medium Enterprises befragt.


    Dabei stellt sich heraus, dass der Zugang zu Krediten zwar deutlich erwert ist, dass der Schuh aber am meisten wo anders drückt:
    nämlich dass Firmen in Spanien, Italien, Deutschland und Frankreich aber vor allem darunter leiden, das sie schlichtweg zu wenig Kunden finden:
    in allen Ländern gaben 30% der Firmen das als das schlimmste Problem an.


    http://www.elpais.com/articulo…o/20090922elpepieco_3/Tes

    den Fehler hatte der Irak auch gemacht - mit bekanntem Ergebnis ...

    oder aber eine willkommene Ablenkung von den internen Problemen der USA ...
    Dafür war Krieg doch schon immer gut. Und das bewährte Argument mit den Massenvernichtungswaffen ist da sogar noch glaubwürdiger.
    Außerden könnte eine überforderte USA Unterstützung bekommen von einem nicht ausgelasteten Partner: Israel
    :boese:

    aber russland und China stellen sich dagegen.
    Der israelische MP war vor einiger Zeit zu einem Geheimbesuch in Moskau.
    Russland hat den Iran massiv mit modernen Luftverteidigungssystemen beliefert.


    Überleg mal, was für eine Situation 2002 war: da war der russische Staatsbankrott gerade 4 Jahre her.
    Heute sind Russland und China viele selbstbewusster als 2002.

    Neee, das liegt doch daran, dass es der Wirtschaft jetzt überall wieder vieeeel besser geht und das scheue Kapitalreh jetzt wieder enorme Risiken einzugehen bereit ist, sprich den super-sicheren Wald namens Dollar nun wieder verlassen mag und auf der unsicheren Wiese namens andere Währungen und Märkte äsen will......;)

    ich habe einem Bekannten empfohlen, der Gold kaufen wollte, auf günstige Preise vor dem G20 Gipfel zu achten.
    Nichts anderes haben wahrscheinlich Dollar-Besitzer gemacht, die im Vorfeld des G20 Gipfels auf einen netten Discount gehofft haben, um aus dem Dollar in andere Währungen zu kommen.
    Dass war dann wohl so massiv, dass nicht mal der Vorrat der Notenbanken ausgereicht hat, um die Flut einzudämmen.


    Ich denke mal bis 1,60 gibt es einen gemanagten Rückgang.
    Ab 1,60 wird es spannend, wieviel importierte Inflation es der EZB wert ist, um den Dollar zu halten.

    Da darf man mit einem konsequenten JEIN antworten.


    Was oft übersehen wird: Ja, zu einem Handelsbilanzungleichgewicht bedarf es zweier Seiten.
    Und wir fokussieren uns auf die hässliche Seite: den amerikanischen Schuldenmacher.
    Aber es ist natürlich richtig: es kann nicht funktionieren, wenn manche Länder immer nur exportieren.


    Kern der Frage ist aber ein anderer: wie kann das passieren?


    Zu Zeiten des Goldstandards häufte Exportweltmeister Deutschland Gold an: bzw. Fremdwährungen und Dollar, die dann im Rahmen des internationalen Zahlungsausgleich teils in Gold konvertiert wurden.
    aber in regelmäßigen Abständen wurde die DM aufgewertet: die DM verteuerte sich und das exportieren wurde erschwert.


    Länder, die zu erfolgreich sind, werden im Goldstandard dadurch ausgebremst, dass ihre Währung immer wertvoller wird.
    Und auch wenn Mercedes und deuschten Maschinen 100% besser als die ausländische Konkurrenz sind: irgendwann pegeln sich die Währungen wo ein, dass Im und Exporte in Balance sind.


    wmit wir beim eigentlichen Verbrechen sind:
    woran liegt es, dass Deutschland, aber auch Frankreich so sehr auf Exporte setzen:
    weil das die einzige Möglichkeit ist, Wachstum zu erzeugen.
    Die Mittelschicht leidet seit Jahren unter Reallohnverlust.
    Der Steuerstaat würgt die Binnenkonjuntur ab, Löhne und Ersparnisse werden durch die Inflation zerrieben.
    Mit Gerede über internationale Wettbewerbsfähigkeit und gefälschten Inflationsstatistiken
    wurde das Bewusstsein über den reallohnverlust nicht zugelassen. aber viele Menschen
    haben - jeder für sich - liebgewordenene Teile des Konsums aufgeben müssen:
    kein Urlaub mit Flugreise, Aldi statt Feinkost, französisches oder koreanisches Auto statt VW Passat


    Der letzte Aufschwung hat erst in den allerletzten Monaten steigende Bruttolöhne erzeugt.
    Als Frau Merkel meinte, dass der Aufschwung bei den Menschen ankommt, hörte ich bei NTV das erste mal
    was von einer Subprime-Krise.


    Stephen Roach sagte bei seinem letzten Besuch in Deutschland mal ganz locker in die kamera der AD Börsensendung, dass deutschland jetzt eine Binnennachfrage schaffen muss,
    wenn es wieder genesen will.
    der von amerikanischen Cosumer Krediten befeuerte Aufschwung sei vorbei.


    wie konnten denn die Unternehmen wettbewerbsfähig sein in den früheren Jahren und die hohen Löhne zahlen:
    ja: es gab keine Konkurrenz in China und der Slowakei.


    Aber der zweite Teil wird verschwiegen: die D-Mark war so stabil und begehrt, dass Deutschland niedrigere Zinsen haben konnte, als andere Länder.
    D.h. deutsche Unternehmen konnten zinsgünstige kredite aufnehmen.


    Was ein Zinsplus von 4-6% für Auswirkungen haben kann, darüer muss man heute nicht mehr reden: das klingt nach wenig, bewirkt aber sehr viel.


    Um zum Anfang zurückzukommen: man darf darauf gespannt sein, was der IWF vorschlägt, damit deutschland seinen Exportüberschuss zurückfährt.


    Für China ist die Sache einfach: die Chinesen werden nicht umhinkommen, ihre Währung aufzuwerten.
    Im Falle von Deutschland bedeutet die einfachste Lösung: Wiedereinführung der D-Mark.


    Da das nicht passieren wird, wird die deutsche Binnenkonjunktur nicht anspringen.
    Da es in deutschland weniger Schwarzarbeit als in Süddeutschland und auf dem Balkan gibt,
    gehe ich davon aus, dass Steuererhöhungen gepaart mit Arbeitslosigkeit und Inflation den deutschen
    Binnenmarkt in die Knie zwingen werden.


    By the way: die Amerikanischen Cosumer hatten ebenfalls seit den 80ern Reallohnverluste.
    Dort wurden die reallohnverluste komplett durch Kreditaufnahme kompensiert.

    Der einzige Fall von echter gnadenloser Deflation, den ich kenne habe ich im Telepgraph über das Baltikum gelesen:
    Immobilien -59% in den letzten 18 MOnaten.
    Schulden sind in Euro nominiert und gleich hoch geblieben.
    Klassische Deflationsfalle.