Beiträge von Dr_Meyer

    Das Problem ist das folgende:


    Stell Dir ein solides Steinhaus vor: Da kannst Du niesen oder mit dem Hammer gegenklopfen, es hält.


    Das derzeituge Finanzsystem ist ein Kartenhaus.


    Wenn da einmal etwas wirklich zufälliges, absurdes passiert, dann bricht alles zusammen.


    Der Riesensturm in den 90ern in der Karibikl hat dazu geführt, dass in England eine Menge Lords, die als Rückversicherer bei Llodys bürgen, alles bis auf das letzte Hemd verloren haben.


    Heutzutage sind durch die CDS- die Kreditausfallversicherungen, diverse Risiken weltweit breit gestreut.
    Selbst die Österreichische Bundesbahn hält CDS Papiere und müsste ein paar Milliarden zahlen, falls
    das Kreditrisiko eintritt.


    Die Summe aller weltweit gehandelten CDS ist fünfmal größer als die Gesamtheit der weltweiten Geldmenge M3.
    (so ähnlich wurde das mal bei ARTE gesagt, dieSendung ist immer noch auf Youtube)


    Mann darf sich nicht verrückt machen lassen, sollte seine Arbeit tun und auch nicht komplett aus Aktien aussteigen.


    Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein kleines Ereignis zu einem Systemcrash führt, die sonst bei vielleicht 0,0001 % liegt, liegt derzeit mindestens bei 10-20%.


    Fakt ist, dass es immer Kettenreaktionen gibt,
    und man sollte bezüglich des Dollarcrashs in den kommenden Monaten wirklich vorsichtig sein.
    (Dollarcrash heisst, dass keiner mehr Dollar annimmt und man für Dollar vielleicht in Texas noch einen 79er Chevy kaufen kann, aber kein Gold, kein Öl,
    - im extremfall kann das auch heißen, dass Uncle Sam einen Flugzeugräger nach Saudi-Arabien schickt, um mit vorgehaltener Pistole die Araber zwingt,
    Öl zum einem "fairen" Preis von 200-500 Dollar pro Barrel zu kaufen, während an den Weltmärkten alles schockgefroren ist und niemand mehr Dollar akzeptieren will.)


    Täglich exportiert Uncle Sam 3 Mrd Dollar Buchgeld und importiert Öl, BMWs, Flachbildschirme.


    Wenn das kippt und die Dollars zurück in EUR, Gold, Franken und yen wollen, sind Szenarien denkbar.


    Es gab schon oft schwierige Zeiten und Leute, die auf den Tag genau einen Dow-Jones von 756 Punkten vorhergesagt haben.
    alles Quatch.
    Die Charts zeigen, dass die Marktteilnehmer nervös und richtungslos sind.


    Jeder, der einen extremen Dollar und System crash für möglich hält, sollte vorsorgen. Ob sowas in 1 Woche oder 6 Monaten eintritt,
    das kann keiner sagen. Und wenn man es in den Charts sehen kann, dann ist es zu spät...

    So in der Art hab ich das übrigens auch meinem "Kurzen" beigebracht, er hat es sofort kapiert


    Ja, ja, die lieben Kleinen - meiner ist mit seinen paar Jahren auch schon äußerst skeptisch gegenüber Banken - unsere örtliche Bank hat ja auch immer so Kinderspartage mit Sparbuchaktionen etc. - da stellt es schon dem Kurzen die Haare auf, seit ich ihm einmal kindgerecht das Wort Inflation erklärt habe. Seitdem sammelt er 10 Euro Münzen und pfeift auf die Billigcomics der Banken :D Dafür freut er sich seit ein paar Wochen umso mehr über seinen 1 kg Silber-Ochsen (wollte er unbedingt haben) - um das ganze kindgerecht zu gestalten, bekommt er von mir eine "Kapitalgarantie" eingebaut - falls er das Geld mal etwas früher als erwrtet braucht, und der Preis wider erwarten tiefer als heute steht (das Risiko halte ich auf 10 Jahre gesehen für äußerst überschaubar - die Renditechancen jedoch für einzigartig) bekommt er von mir den Kaufpreis zzgl. Inflationsausgleich ;)


    Der Ochse hat bereits gut 50 Euro Buchgewinne erwirtschaftet - und der Kleine freut sich jedesmal wie ein Schnitzel, wenn er "die Kurse checkt" :D

    Ist ja lustig: fast genau so mache ich das auch. Ich habe meinen Kindern im Dezember Depots eingerichtet: nur Rohstofftitel und Sachen, die man sich wirklich auch als Kind gut vorstellen kann.
    Obwohl ganz andere Aktien in den Depots sind, sind sie derzeit 30% im Plus. Und von den Dividenden werden australische Silber-Münzen gekauft.
    Kindersparbuch ist Verarsche. Und die Kinder sind ganz stolz, wenn sie Dividenden und Einladungen zur Hauptversammlung bekommen.


    Aber für Aktien werden ich meinen Vater kaum begeistern können, mit 5% EM wäre ich schon froh.
    Danke für die Tipps.

    Mein Vater ist Rentner.
    Er hat sehr viel gearbeitet - und als alles teurer wurde, war seine Reaktion darauf, dass er noch mehr gespart hat.


    Er hält - wie viele, die nicht wissen, was die Geldmenge ist - die Inflation für ein zeitlich begrenztes Phänomen:
    der böse Bäcker hat die Brötchen teurer gemacht, dann kaufe ich Brötchen halt nur noch beim Aldi.
    Das Heizöl ist teurer geworden, dann wird halt weniger geheizt.


    Er hält das geld im Grunde für stabil. Preissteigerungen versteht er als einzel-aktionen -
    und freut sich lieber darüber, dass die laptops jetzt so billig sind.


    Ich habe versucht, ihm den großen Zusammenhang zu erklären.
    Und wenigstens 5% seines Geldes in EM anzulegen.


    Er hört mir zu, versteht vieles, aber obwohl er zwei Währungsreformen mitgemacht hat,
    kommt ihnm Gold zu exotisch vor.
    Anders als Westdeutsche, hat er als Ossi halt ein Leben lang noch nie Gold in der hand gehabt.
    Und während mein toter Opa als Kind und Jugendlicher noch Gold-Geld kannte, ist mein Vater mit Sparbuch und Papiergeld aufgewachsen.


    Er hat eine abgezahlte Immobilie: von daher ist er schon mal fein raus. Der rest ist aber 100% in Tagesgeld.
    Definitiv zu viel Papiergeld.


    Ich habe schon alles mögliche versucht.
    Hat irgend jemand ein wirklich gutes Argument, wie man ihn aus seinem Papiergeld-Glauben retten kann?

    @Doc
    Du bist auf dem richtigen Weg nur....es wird auch "intendiert" das man, wenns soweit ist, schnell und bequem in physisches Gold und Silber umschichten kann...
    Genau das kann man dann nicht mehr ;)

    Ich bin kein Stopp-Loss-Affe. Und auch bei der Börse merkt man, dass man , wenn alles rutscht,
    nicht mehr rauskommt. Mir ist klar, dass man schon reagieren muss, bevor die Masse reagiert.


    Ich habe in verschiedenen Ländern gelebt, politische Umstürze erlebt,
    mit meinen Opa über Krieg und Inflation gesprochen: um es kurz zu machen: ich habe selbständlich auch physisches Gold -
    und sogar Lebensmittelvorräte, die hinter den Wintereifen versteckt sind.
    Braucht meine Frau nicht zu wissen.
    Im Gegensaztz zu manchen Pessimisten glaube ich, dass man mit sehr guten Aktien auch extrem-situationen gut überstehen kann.
    (langfristig, meine ich, Zeithorizont 10-20 Jahre)
    (Thyssen und Krupp Aktien hatten vor und nach dem II. Weltkrieg wert...).
    Bei einem Systemcrash ist das Aktienvermögen sicherlich für 10 Jahren quasi festgefroren - naja.
    Und falls die Party weitergeht, versuche ich mit Aktien und Rohstoffen wenigstens die Inflation zu schlagen.
    h

    http://www.ftd.de/boersen_maer…er-Fed/524239.html?p=4#a1


    Mal wieder eine der kleinen Bemerkungen in Nebensätzen, denen ich Bedeutung beimesse:


    Financial Times von heute:


    "Derzeit saugt die Fed zudem überschüssige Reserven dadurch auf, dass das Finanzministerium mehr Schulden aufnimmt als nötig. Dieser Liquiditätsschamm trägt den Namen Supplemental Financing Programme (SPF). Es wird bei der Fed hinterlegt und nicht ausgeben."


    Dass man mehr Anleihen ausgibt, als man Geld braucht, kennt man sonst vor allem von Unternehmen, die langfristig um ihre Bonität fürchten:
    Von GM war bekannt, dass die immer auf einem so großen Sack Geld saßen, dass jegliche Diskussionen über Zahlungsausfälle im Keim erstickt wurden.


    Man darf sich natürlich nicht verrückt machen lassen; ich habe nochmal bei Kostolany nachgelesen: auch in den 70ern und 80ern gab es Angst wegen der hohen Schuldenlast der USA,
    und ich bin gegenüber allen Crashpropheten skeptisch.


    http://www.calculatedriskblog.…unwind-supplementary.html
    The Treasury said the balance in its so-called supplementary financing account will decrease in coming weeks as bills in the program mature.
    ...
    The special financing program was created two months ago. The Treasury said it would issue bills separate from its regular borrowing program to help the Federal Reserve manage the impact of its efforts to pump extra money into the financial system, such as by lending money to broker-dealers.


    The program, which peaked at $559 billion, effectively drained cash from the financial system, offsetting some of the Fed's efforts to pump more money into markets. An offsetting mechanism was necessary for the Fed to keep its effective fed funds target rate from slipping to 0%.
    ...
    The need for the Treasury's special financing program waned after the Fed started paying interest on bank reserves, which also took money from the financial markets, analysts said.


    Ich gebe zu, dass ich dass mit dem Programm nicht ganz verstehe,
    aber ich vermute, dass das genau intendiert ist:


    Mein Instinkt aus der Dot Com zeit sagt mir:
    wenn plötzlich bestimmte Bewertungsmasstäbe nichts mehr gelten, wenn neue Abkürzungen erfunden werden, ist immer Vorsicht geboten.


    Meine Finanzaktien habe ich teils verkauft, teils untergewichtet. Falls die Party weitergeht, bin ich mit Rohstofftiteln, Blue Chips mit dabei.
    Falls was schlimmes passiert: bei den Mini-Zinsen fällt es nicht schwer, Gold und Silber überzugewichten.



    Imm

    Einzelhandel in D-Land ordert vorsichter und bestellt lieber mal nach.


    Zahlungsmoral im B2B Bereich war in meiner Branche schon immer schlecht, Prozesse zwischen Geschäftspartnern sind üblich.
    Ein mir bekannter Unternehmer hat vor allem Probleme, Geld von Geschäftspartnern aus Polen und Rußland reinzubekommen.


    In Rußland hat er Außenstände bei einer Firma, die als Nr 2 der Branche in Rußland gilt, und die zahlen einfach nicht.
    In Polen bekommt er Geld von einer Firma, die in Polen, Tschechien die Nr 1 der Branche ist und
    die wollten erst zahlen, wenn er ihnen 20% Sonderrabatt gibt. Hat er gemacht.Bekommt aber trotzdem kein Geld.


    Es ist eindeutig spürbar, dass wichtigen Playern der Branche der Kredithahn zugedreht wurde.
    Endkonsum beim Kunden läuft anscheinend noch ohne Veränderungen.



    Stand Mai 2009

    aja es gibt bei Asiaten keinen billigen Schnaps 8o , das sind harte Händlernaturen - alle...)
    an ( schurkische :D eeh...ämm diktatorische und/oder korrupte ) Staaten in Afrika zB. liegt ja auf der Hand .
    Die " Beschenkten" lösen damit einfach einige ihrer Dollarschulden beim IWF , der Weltbank oder sonstwo ab.


    Aber wie werten die Chinesen den Hauptteil ihrer $-Anleihen

    Gesetzt den Fall, die Chinesen hätten sich derzeit schon von einem Drittel ihrer US treasuries getrennt.
    Und die einzigen, die es wüssten, wären die US administration und ein handverlesener Zirkel von Depotbanken:
    würden sie irgendetwas sagen?


    Wie kam es eigentlich, dass der Chef der größten US Pensionkasse Pymco sagte, dass er niemandem empfehle,
    auch nur eine US Staatsanleihe zu halten.
    Und zwei Wochen später relativierte er in einem Interview, dass ein absinken der Bonität der USA zwar möglich sei, aber auf sehr sehr langre Zeit noch undenkbar sei.
    Von wem hat er da zwischendurch einen Anruf bekommen?


    Wie heist es bei Brechts Galileo Galilei: Zeigt ihm die Werkzeuge! und er wird seine ketzerische Meinung widerrufen...

    Kostolany schrieb mal, dass man die entscheiden Nachrichten nur auf den hinteren Seiten der Zeitungen finden. Und dass ihnen meistens keine besondere Bedeutung beigemessen wird.


    Vor drei oder vier Tagen stand in der Financial Times Deutschland, dass China seine April-Importe für Aluminium verfünfundreißigfacht hat -gegenüber dem Vorjahr. (www.ftd.de)


    Steigerung gegenüber dem Vorjahresmonat also 3.500 %.
    Kein Tippfehler: Nicht 35%, nicht 350%, sondern 3.500%


    Die Kupferimporte stiegen um 900%, ich glaube beim Zink war es so was wie 2.500%
    Die genauen Zahlen kann man unter ftd.de googeln.


    Ein Experte der Commerzbank nannte die Zahlen schockierend, danach war der artikel zu ende.


    Ein Blick auf den Spotmarkt zeigt:
    http://isht.comdirect.de/html/detail/main.html?sTab=chart&hist=6m&sCat=IND&sSym=I1%3aG15\Y.CMI
    Chinas Einkaufstour ist komplett am Spotmarkt und an der Comex vorbei gegangen.


    Direkt nach der Veröffentlichung regten sich meine Alcoa-Aktien dass erste Mal seit langer Zeit wieder im Depot.


    Soweit, so gut. Ich denke mal, Alcoa könnte jetzt einen guten Run haben. Jetzt gibt es erstmal genug Dummköpfe, die die Alcoa-Aktien haben wollen.
    (alcoa ist sicher ne gute Firma, aber die Leute, die den Kursen hinterherlaufen, sind natürlich Dummköpfe).


    Dass China sich eindeckt, wenn Rohstoffpreise niedrig sind, scheint ok zu sein. Aber die Masse an Einkäufen ist beunruhigend.
    Die kaufen als gäbe es kein Morgen.


    Viele unabhängige Beobachter schreiben, dass China in der Dollar-Falle steckt.
    China hat eine Unmenge an US Staatsanleihen. Die genauen Zahlen variieren etwas. Fest steht, dass der Löwenanteil des chinesischen Exportüberschusses in Dollar und US treasuries gehalten wird.


    China will raus aus der Dollar-Falle.


    Egal, was die Chinesen machen werden: an der Comex werden wir es nicht sehen.


    Seit dem Porsche einstieg bei VW hat auch jeder Nicht-Spezialist gesehen, wie leiste ein Invester sich Aktien kaufen kann. Mit tausenden Optionskontrakten, verteilt auf verschiedene banken wird zu niedrigen Kursen eingekauft. Erst dann kommt die presse-Mitteilung, dass Porsche bei VW einsteigt und die VW-Aktien steigen.


    Niemand weis genau, was die Chinesen machen. An machen Stellen steht, dass sie afrikanischen Staaten mit Dollar schulden sogar US Treasuries schenken.
    Ich weis nicht ob die Quelle glaubwürdig ist, aber ich denke, dass sich die Chinesen auf sehr sehr leisen Sohlen aus der Dollarfalle rausschleichen.


    US Finanzminister Geitner war jetzt in China. Hat jemand irgendeine Information, was der zweck der Reise war?
    Vor der Reise sagte er der Presse, die Chinesen hätten ihm gesagt, dass sie an die amerikanische Wirtschafzt glauben, und dass die amerikanische Wirtschaft robust und widerstandsfähig ist.
    Irgendwie muß ich dabei an ex-DDR-Chef Ulbricht denken „Niemand hat vor, eine Mauer zu bauen…“


    Erinnert sich noch jemand daran, wie die Hong-Kong-chinesische Firma Hutchison-Whampoa bei der Deutschen telekom ausgestiegen ist?
    Hutchison hatte aus einem Deal ein bedeutenden telekom-Aktien-Paket geerbt. Sie hatten aber einer Sperrfrist, in der sie das Paket nicht verkaufen durften.
    Mitten in dieser Sperrfrist haben die Chinesen das gesamte Aktienpaket an einem Tag auf den Markt gehauen. Es gab einen ordentlichen Kursrutsch. Die Telekom kündigte an, Hutchison wegen des Bruchs der Sperrfrist zu verklagen.
    Fakt ist, dass die telekom aktie ab damals nur noch südwärts ging. Vielleicht musste Hutchison Millionen für Anwälte ausgeben, der rechtzeitige Verkauf hat jedoch Millarden-Verluste erspart.
    Diese Konsequenz und er Pragmatismus der Chinesen sind mir im Kopf geblieben. Das ganze war damals übrigens noch mitten in einer recht guten Börsenphase.


    Es sieht so aus, als würden die Chinesen derzeit alles kaufen, was man derzeit für Dollar bekommen können.
    Ja, vielleicht nutzen die Chinesen einfach nur ganz pragmatisch günstige Kurse um sich zu bevorraten.
    Aber die extrem Höhe der Bevorratung finde ich aufrüttelnd.


    Aluminium ist besonders interessant.
    So wie Gold besonders viel gespeicherte Arbeit enthält, enthält Aluminium besonders viel gespeicherte Engergie.
    Früher im ost-block war Energie sehr knapp. Das in Ungarn geförderte Bauxit wurde extra nach Sibirien transportiert. Mit der Energie von Wasserkraftwerrken wurde dann dort Aluminium hergestellt.
    Im Zweiten Weltkrieg war Aluminium ein strategischer Rohstoff.
    Ein berühmtes englischen Flugzeug – ich glaube die Spitfire – konnte auch deswegen so günstig hergestellt werden, weil sie zum großen Teil nicht aus Aluminium sondern aus Birkenholz war.


    Niemand nimmt einem unabhängigen Privatinvestor das Denken ab.
    Manchmal zieht man Schlussfolgerungen. Aber es ist immer sehr schwer, aus den Schlussfolgerungen auch eine Kaufentscheidung für eine Aktie oder einen Rohstoff zu machen.


    Möglichkeit 1: ich sehe Gespenster. China nutzt halt die Gunst der Stunde.
    Warum soll ein Staat, der genug devisen hat über Kapitalbindung nachdenken.
    Aluminium und Kupfer werden immer gebraucht, also kaufen.


    Möglichkeit 2: Hier bringt jemand seine Dollar unter die Leute, so lange die Leute noch Dollar nehmen. Und hier baut jemand strategische reserven auf, um für 1-2 jahre autark vom Weltmarkt agieren zu können.
    Nein, China bereitet keinen Krieg vor. Die Chinesen wissen zu gut, dass sie dasss, was ihnen zusteht ohne einen Schuss bekommen können.


    Viele von uns tun das gleiche mit Gold.
    Und seit Gold so herrlich volatil ist, mischen wahrscheinlich tausende daytrader beim comex-gold mit, die gar keine Gold-Anleger sind.


    Alles, was an der Comex-passiert, ist ein kleineres Gefecht.
    Goldkartell gegen Gold-Anleger. In El Alamein waren mehr Kriegsberichterstatter mit dabei, aber die wahre Schlacht wurde zeitgleich in Stalingrad geschlagen.


    Ich könnte mir vorstellen, dass die Chinesen sich derzeit alle über alle möglichen Kanäle mit Gold eindecken. Und mit Aluminium, Kupfer, Reis, Öl… allem.


    Vielleicht haben die Chinesen ja einen Weg gefunden, sich ohne Krach aus der Dollar-falle zu befreien.
    Es könnte aber auch sein, dass irgendein zufälliges Ereignis einen Krach auslöst, der Dollar und US treasuries gewaltig fallen lässt.
    Märkte übertreiben immer.
    Von daher ist praktisch alles denkbar.


    Instinktiv gehe ich total zu Value-aktien, Rohstoff-Aktien, Gold, Cash und Immobilien.


    Doch auch Überlegungen, die sich bewahrheiten, führen manchmal zu Fehlspekulationen.


    2003 investierte ich in Alstom. Ich ging davon aus, dass die französische Regierung die Indsustrie-Perle nicht bankrott gehen lassen würde.
    Das stimmte. Aber meine Spekulation ging anders auf als gedacht: Alle Alt-Aktionäre wurden durch einen Kapitalschnitt enteignet.
    Der französische Staat wurd neuer Großaktionär.


    Bei Tele Atlas (weltmarktführer für digitale Landkarten) nahm ich an, dass irgendwann alle Leute ein Navi haben wollen.
    Also sei es nur eine Frage der zeit, dass die Gesellschaft endlich ordentliche Gewinne erwirtschaftet. Bei 5 eur stieg ich ein, bei 2 euro kaufte ich nach. Aber die gewinne wollten sich nicht einstellen.


    Es dauerte übee 2 jahre, bis die Aktie bei 8 eur stand. Ich freute mich, als mein Kursziel von 12 eur nach 3 Janren erreicht wurde.
    Bei 17 eur wunderte ich mich. Dann stieg die Aktie auf 25 eur und fiel wieder auf 18.
    Da verkaufte ich.
    Eine Woche nach meinem Verkauf machte TomTom ein übernahme angebot für so was wie 30 oder 35 eruo, glaube ich. Damals macht TeleAtlas übrigens immer noch keine gewinne….


    Mein Learning war: wenn der Staat mitmischt, ist die gefahr, dass aus einer richtigen Spekulation dennoch ein finanzieller Fehlschlag wird, recht groß.
    Gold ist politisches geld und ein schlimmer Feind der Notenbanken.


    Vieles deutet darauf hin, dass es in den kommenden Monaten zum Showdown beim Dollar kommt. Dank der ruhigen chinesischen Politik und dank des Gold-Kartells haben wir sehr viel zeit, uns alle Investments noch mal zu durchdenken.
    Was an der Comex mit dem Gold passiert, ist erstmal egal. Falls es ruchbar wird, dass sie Chinesen massiv aus dem Dollar rausgehen – oder ein anderer zufälliger Schock entsteht – schmiert das Comex system ohnehin ab. Ob Gold bei 2.600 Dollar oder 5.000 Dollar steht ist eigentlich egal, da dann niemand Gold liefern kann – und niemand Dollar haben will.


    Bei einem extremen Schock würde sich die Weltwirtschaft erst langsam wieder einjustieren. Und da werden anfangs Tauschgeschäfte eine große Rolle spielen.
    (Das gibt es auch heute, besonders im Rüstungsbereich. „Wir kaufen nur dann den Panzer leopard, wenn Ihr mindesten 500.000 Flaschen österreichischen wein abnehmt“ – gab es wirklich.)


    Ich persönlich denke, dass es falsch ist, aus Aktien komplett rauszugehen. Gerade bei einem Inflationsszenario könnte ich mir vorstellen, dass Aktien eine gute Möglichkeit sind, aus dem Fiat-Money rauszugehen, in echte Firmen halt.


    In jedem Fall kann ich sagen: ich verfolge seit 20 jahren die Wirtschaft, bin seit 10 jahren investiert. Aber so ungewiss wie heute, war die Situation noch nie.

    Ich bin seit 10 Jahr im Aktienmarkt: Prognosen auf einen Horizont von 2-3 Jahren sind unmöglich


    Wenn wir mitten in einer Hausse sind, dann kann gehört natürlich nicht viel dazu, für eine gutgehende Firme
    eine Prognose von Heute + X aufzustellen.


    Die gleichen Leute, die im Sommer 2007 schrieben, MAN sei ein "Pflichtkauf", setzten MAN im Dez 2008 auf die "Sell" Liste,
    obwohl die Aktie schon unter Buchwert war.


    Fakt ist, dass der derteitige Aktiemarkt durch Liquidität getrieben wird.
    Mit einer Bundesanleihe bekommt man auf 2 Jahre 1,5 %.


    Dass man besser fährt, wenn man geld in ein Gemisch aus Aktien, Rohstoffen und Gold steckt, ist recht wahrscheinlich.


    Ein großer Teil der Marktteilnrehmer ist aber hochnervös.
    Derzeit kann praktisch jeden Tag ein erheblicher Kurssturz kommen.


    Und falls irgendjemand plötzlich ruft "Die Konjunkur springt an", könnte es sein dass unterinvestierte Markteilnehmer wie Pensionsfonds,
    Versicherungen etc. wieder einsteigen (müssen).
    Auch dass thema einer Angsthausse ist zu bedenken.


    Wenn sich in einer breiteren Öffentlichkeit der Eindruck durchsetzt, dass eine Flucht aus dem geld in Sachwerte sinnvoll ist,
    dann KANN es sein, dass auch soldide Aktien, von Firmen die bekannte Namen, viel Know How und fabriken haben, als Sachwerte wahrgenommen werden.


    Da diesmal möglichweise keine normale Konjunkturdelle ist, sondern wir vor der Auflösung der Weltwährung und Staatsbankrotten stehen,
    sind Prognosen heikel.


    Diversifikation ist alles. Ich würde derzeit nur noch Aktien dazukaufen, wenn ich schon Gold und Immobilien habe. Und ich würde nur Aktien kaufen, bei denen man davon ausgehen kann, dass die Firmen jeden Sturm überstehen.


    bei allen anderen Aktien würde man viel zu sehr zittern, wenn es zwischendurch runtergeht.
    da man nie den besten Kurs erwischt, würde ich über 12 Monate alle 2 Monate eine kleine Position dazukaufen.
    Und ich würde keine Aktien nehmen, die in irgendwelchen zeitschriften oder Börsenbriefen empfohlen werden.
    Oder die Empfehlungen dürfen nur als Anhaltspunkt dienen, um eigene Überlegungen anzustellen.

    Kommt drauf an, von welchem Szenario Du ausgehst:
    Zur Zeit bekommt Herr Steinbrück sein defizit auf Dauer von 2 Jahren noch für 1,5 % finanziert,
    wenn erstmal das Wort einer Staatspleite im Raum steht oder ein paar Staatsbankrotte die Anleihe-Szene lehmanisiert haben,
    wird auch der deutsche Staat Anleihen nur noch zu Junk Bon Zinzen von 20% bekommen.


    Klar, jeder der einen Tachenrechner merkt dann, dass es leichter ist, Steuern zu erhöhen.
    Selbst in GB haben sie wegen der Flaute an den Anleihemärkten glaube ich schon Steuern erhöht.


    Mehrwertsteuer auf Gold düfte eine der ersten Sachen sein.
    Auf Kaffe gibt es seit 1993 eine Steuer von ca. 2,50 Pro Kilo.
    Wer jetzt bei Aldi ein Pfund für 2.99 kauft, der zahlt 19% MWst und 50% Kaffeesteuer.


    ich gehe mal aus, dass in einem harten Krisenszenario die Goldbesítzer, die gut durch die Krise gekommen sind,
    keine tolle Lobby haben werden.


    Eine MWst ist wohl das mindeste, wenn nicht noch eine Strafsteuer oder Luxussteuer.
    Deswegen ist es m.M nach auch gefährlich, zu sehr auf Gold zu gehen, andere (physische) Diversifikationen sind ebenfalls richtig und wichtig.


    Habe mir schon mal überlegt, die Garage voller Kupfer zu stellen, aber da ich nicht im Schrotthandel bin, lässt sich das kaum realisieren,
    verlust zwischen an und Verkauf wäre wohl zu groß.


    wer andere ideen hat: her damit :)

    Ist für mich auch kein Freudentag.
    Bin bin auch noch nicht besonders stark in EM investiert, aber die Preissteigerungen beim Gold aus den letzten Jahren kann ich ganz gut durch erfolgreiche Börsenspekulationen abdecken.


    Ein echter Freudentag sind die 1000 Dollar nicht:
    es gibt an der Börse Signale, die jeder versteht:
    wenn yahoo plötzliche gute Nachrichten bringt, und die Aktie trotzdem nicht steigt ... so oder ähnlich begann der dot com crash.


    Und Gold über 1000 Dollar geht, kann das für für viele Marktteilnehmer bedeuten, jetzt aus US treasuries und dem Dollar rauszugehen.


    Und so bei beim Kino, wenn plötzlich das Licht angeht, wollen alle das Gleiche: nur raus.


    ich könnte mir gut vorstellen, dass auf einen Crash von US Dollar und US treasuries die CDS crashen,
    und deren Sprengwirkung beschrieb Waren Buffet mal als "Massenvernichtungswaffen der Finanzmärkte".


    Von daher: auch wenn es hier einige Vorausgesagt haben, ist es kein Freudentag, wenn Gold explodiert, Dollar abstürzt und US Staatsanleihen wohl auch.


    Ich kaufe Gold und bete, dass ich es nie brauchen werde.

    Mit seiner April-Prognose lag er falsch. Aber ganz ehrlich:
    Um bei Börners Vergleich zu bleiben:
    was hätte der Kapitän auf der Titanic nicht alles getan,
    um die Leute der dritten Klasse möglichst lange bei laune zu halten:
    gratis Schnittchen für alle, kostenlose Gutscheine für den Bordshop (heute nennt man das Abwrackprämie).


    Das er sich vertan hat, liegt wahrscheinlich daran, dass es zwei sehr mächtige gegenspieler gibt, die den Krisen-Peak (Dollarcrash) aufhalten wollen: die Fed und China:
    China versucht Zeit zu gewinnen, um aus der Dollarfalle zu kommen.
    Wenn nur die Hälfte stimmt von dem, was man hört, kaufen die Chinesen für Dollar alles was nach Rohstoff aussieht, vor allem in Afrika, wo es keiner so richtug merkt. Und bei den Versteigerungen der US treasuries achten die Chinesen darauf, dass niemand den Eindruck gewinnt,
    dass China aussteigt.


    Und die Fed versucht jeden Trick, um die Kurse der US staatsanleihen zu stützen.


    Ich nehme mal an, das wir die Wahrheit darüber in 100 Jahren in den geschichtsbüchern sehen.


    Für jeden, der noch nicht perfekt aufgestellt ist, ist das eine Atempause, um sich besser zu positionieren.


    Es kann sein, dass es erst in 3 oder 7 Jahren Staatsbankrott und Dollarcrash gibt, aber die grundlegenden Positionen im Krisen-Framework stimmen nach wie vor.


    Lebensversicherungen schließt man ab, obwohl die Chance, dass man einen Unfall hat vielleicht nur bei 0,001 liegt.
    Dagegen ist die Chance eines beschriebenen Systemcrash ziemlich hoch
    (vielleicht 20-30 %). Ich persönlich hoffe ebenfalls, dass wir mit einem blauen Auge und 10 Jahren 10% Inflation weggkommen.


    Ich erinnere mich allerdings auch noch gut, wie die letzten Tage der DDR waren; noch wenige Tage vor dem Sturz des SED Regimes hielt die dünne Schicht von 5% Machthabern und Eliten das land gut im Griff.


    Manchmal geht es mir so, als ob ich diese Windstille, die ich 1989 kurz vor dem totalen Zusammenbruch spürte, auch heute spüre.
    Das ist ein Bauchgefühl, aber sowas soll ja manchmal besser sein als jede Analyse.

    Der Mann hat möglicherweise recht.


    Er macht allerdings den Fehler, dass er zu sehr auf ganz konkrete Termine setzt,
    damit diskreditiert er seine Aussagen, falls ein konkretes Ereignis mal nicht eintrifft.


    Derzeit werden seitens der Politik - um in seinem Krisenframework zu bleiben -
    sehr viele Entscheidungen getroffen, die die Krise vergrößeren, dafür den Peak aber weiter nach hinten schieben.


    Diverse Bankencrashs wurden verhindert, dafür wird die Kreditwürdigkeit der Staaten, der Wirtschaft und der Währungen aufs Spiel
    gesetzt. Der systematische Ansatz gefällt mir ganz gut, er hilft, das Problem zu strukturieren und eigene Lösungsansätze zu finden.

    Kostolany sagte mal sinngemäß;
    "Es übersteigt die Phantasie eines jeden Spekulanten, vorherzusagen, bis zu welcher Höhe die gierige Meute eine Aktie treiben kann"




    Das gleiche gilt allerdings auch bei fallenden Aktien - und im Prinzip auch für Edelmetalle.


    Man sollte genug Edelmetall haben, um ruhig schlafen zu können.


    Und wenig genug, damit man nicht darüber nachdenken muss, was die Edelmetalle heute in Papiergeld wert wären.
    Im Gegensatz zu Aktien, kann man beim Gold auch mal einen niedrigen Preis aussitzen! Gold wird auch in 200 Jahren werthaltig sein.
    Vermache das Gold Deinen Enkeln!
    Mein Opa hat in den 80er und 90er Jahren Gold gekauft, den Wiederaufstieg des Goldes hat er nie erlebt.
    Und die Talerchen hätte uns die böse Schwiegeroma nie vermacht, wenn sie ihnen Wert beigemessen hätte.


    Wenn Du das Geld wirklich zurückgelegt hast und für lange Zeit nicht brauchst, dann kannst Du auch 100 % in EM investieren.
    Aber man muß immer genug Papiergeld haben, um alle denkbaren Papiergeldforderungen begleichen zu können.


    Ich habe im Keller zwei Packungen Tamiflu: vor 8 Wochen hätte man sie auf dem Schwarzmarkt sicher für 100 oder 200 eur verkaufen können,
    jetzt würde ich wohl weniger als den Listenpreis dafür bekommen. Wertverlust in 8 Wochen von 80% !!!


    Ich brauche Tamiflu für den Fall einer Pandemie, die meine Familie bedroht. Das ist eine Versicherung, kein Spekulationsobjekt.


    Diversifizieren ist ok, da es Goldverbot, Handelsbeschränkungen etc geben könnte.


    von daher würde ich neben Gold noch ein paar gute Tauschgegenstände bunkern: Schnaps, Zigaretten, Rohstoffaktien aus Ländern gutem Rechtssystem,
    Und falls keine Krise kommt, kann man in 30 Jahren 50 Jahre alten Whisky verkaufen. Wie lange halten sich eigentlich Zigaretten?


    Ansonsten gilt: nicht zu viel drüber reden:


    das ist wie in dem Film "die Matrix": wenn man den Menchen, die in der Papier-Geld-Matrix leben erzählt, dass sie in einer Scheinwelt leben,
    die jederzeit enden kann, erntet man nur ärgerliche Kommentare.


    Eine Währungsreform gibt es erst, wenn die Währung VÖLLIG ruiniert ist.
    Und davon sind wie noch weit entfernt. Vielleicht fährt man noch 10 Jahre lang mit Rohstoffaktien, Kupfer und Öl-ETCs besser als mit Gold.
    Vielleicht crash das System noch dieses Jahr. keiner weis das.


    So lange wir "moderate" Inflationsraten von 10% haben, kann es sein, dass Rohstoffaktien, Kupfer und Öl
    die Wertentwicklung des Goldes schlagen.


    Falls Du in einer Stadt wohnst, die keine so überteuerten Immobilien hat, kann auch eine Preiswerte selbstgenutze Immobilie
    ok sein, - die ich zu 70 % mit einem Kredit in Papiergeld finanzieren würde,

    Hat jemand einen Link, wo man sehen kann, wieviel physisches Gold / und oder Kontrakte heute gehandelt wurden?
    Ich hatte vermutet, dass irgendwo bei 970 dollar ein massiver Widerstand kommt und richtig was auch den Markt geworfen wird, aber der Goldkurs stieg munter weiter.


    Vor einiger Zeit konnte man richtig sehen, wie die Marke von 925 "verteidigt" wurde. Damit hatte ich auch bei 980 Dollar gerechnet.


    Statt des üblichen Einklickens um 16 uhr ging es aber eher noch höher.


    Rein taktisch ist es natürlich egal, ob 1050 oder 980 dollar verteidigt wird, aber spätestens wenn in den Abendnachrichten
    die Meldung kommt, dass Gold über 1000 Dollar ist, merkt jeder ami, dass der Dollar Wert verloren hat.

    Ich glaube, dass die Anlagestrategie 100% davon abhängt, wer man ist, welche Ausbildung man hat, wie alt man ist.

    Ein 28jähriger fertig ausgebildeter Kinderarzt, der vielleicht sogar noch eine Eigentumwohnung von seinen Eltern geerbt hat, braucht eigentlich keinen Cent Edelmetall:
    Selbst in einem Extrem-Szenario wird er gut leben können: jede Mutter würde sprichwörtlich ihr letztes Hemd hergeben, wenn ihre Kinder krank sind.
    (Meine Oma hat Ende 45 einem Arzt für eine Behandlung ihrer Kinder einen Brillantring gegeben.)

    Ein Rentner, der von der Rente und den Wohlwollen des Staates abhängig ist, kann schon mit 70% in Edelmetalle gehen.
    Ich glaube, Silbermünzen sind nur in einem Extrem-Szenario liquide: dann würde man nämlich mit ihnen „einkaufen“ gehen. So lange man damit rechnen muß, dass man sie zur Bank oder zum Händler bringen muß, ist der Spread zu groß.

    Ich habe auch ein paar Silbermünzen, damit man in einem Extrem-Szenario nicht gleich die Krügerrands für ein Stück Brot ausgeben müsste.

    Ich habe noch ein bisschen Platin, aber in einem ETF. In einem soften Inflationscenario ohne Enteignungen, Umbrüche und staatliche Zwangsmaßnahmen ist das sicher ne gute Anlage. Mein Platin performt etwa wie eine Aktie – kann aber nicht (bzw nur sehr sehr schwer) pleite gehen.

    Wie schon in einem anderen Posting geschrieben, halte ich es für gefährlich, zu sehr in Gold zu gehen, da es Goldverbote, Handelsbeschränkungen etc. kommen können.
    Gab es schon sehr sehr oft in der Geschichte.

    In einem Inflationsszenario ohne Enteignungen und staatliche Zwangsmaßnahmen, spielen auch ETC und ETFs von Öl, Kupfer etc. meiner Meinung nach eine Rolle – und Aktien.

    Fakt ist, dass die Geldmenge M3 größer ist als der Bestand an Waren, Rohstoffen und Dienstleistungen.
    Ob beim Ausgleich zwischen Papiergeld und Realbestand dann Gold, Silber, Platin, Aktien, Immobilien, Ackerland, Wald oder Antiquitäten am besten wegkommen: das weis kein Mensch vorher.

    Wichtig ist nicht, was man selber gut findet, sondern wichtig ist, was in 5-15 Jahren von den Leuten gut gefunden wird, die Papiergeld in Werte umtauschen wollen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass in 5 Jahren die Aktien von Substanz-Unternehmen, die Fabriken, Know How und Schürfrechte habe, gerne gekauft werden, um Papiergeld in echte Werte umzuschichten.

    Rein emotional, gibt es Tage, da würde ich am liebsten das Depot und die Festgeld Konten räumen und alles in Gold anlegen, (ist auch viel hübscher), aber Diversifikation ist alles.

    einen serh guten Beitrag zum Thema habe ich von einem Forum Teilnehmer in wiwo.de gesehen:
    Zitat


    von Mark_o_Polo am 28.05.2009 10:40 Uhr auf wiwo.de


    " Auch hier wird das Wort Inflationserwartung gebraucht. Es ist erstaunlich wie konsequent dies in den Medien falsch dargestellt wird. Inflation ist die Geldmengenausweitung minus das Wirtschaftswachstum, d.h. nicht erarbeitete Geldschöpfung. Eine weitere Inflationserwartung gibt es zwar auch, aber gemeint ist die Teuerungserwartung, die auf die Inflation folgt. Mit dem falschen Gebrauch dieses Wortes wird immer wieder impliziert, dass ev. die auf die Inflation folgende Teuerung umgangen werden könnte. Die Zentralbanken und Politiker geben sich zwar enorme Mühe, mit Markt- und Statistikmanipulation die ausgewiesenen Teuerungsraten zu fälschen, aber auf lange Sicht wird sich jede Inflation in Teuerung niederschlagen. Insofern besteht im Moment eine gewaltige gestaute Teuerungserwartung.


    Dass oft die Wahrscheinlichkeit einer Hyperinflation als gering angesehen wird basiert auf der falschen Annahme dass 50% Inflation nur 50% Teuerung entspricht. Hier wird die Rechnung ohne die steigende Umlaufgeschwindigkeit gemacht. Steigen die Teuerungsraten markant, wird alles gesparte Geld auf den Markt geflutet. Dies wird den crack up boom auslösen.


    Der Goldpreis wird in dem Moment wo dieser ganze Betrug (die gigantische Geldschöpfung ohne zugrunde liegende Arbeit) auffliegt explodieren. Ganz einfach weil Gold historisch nicht vermehrbares (echtes) Geld darstellt. Gold hat dazu die besten Eigenschaften. Wenn das Vertrauen in die Papierwährungen schwindet, wird Gold wieder Geld, ob das nun den Gutmenschen die mit Schulden (fiat money Schöpfung) Sozialdienste aufrechterhalten wollen passt oder nicht. Setzt man die bestehenden Papiergeldwerte in Relation zur bestehenden Goldmenge ist der Preis etwa 50x zu tief. Dabei ist es egal wie hoch oder tief die Explorationskosten sind.


    Persönlich hätte ich gerne ein anderes Geldsystem, aber die Schuldenwirtschaft wurde übertrieben, und leider glauben die meisten Leute fälschlicherweise sie würden von Zinsen profitieren."

    Ich habe mich auch jahrelang über niedrige Inflation gefreut: bis ich dann mal selbst nachgerechnet habe:
    die offiziellen Inflationsraten sind schlicht falsch berechnet.


    Gesetzt der Fall, vor 20 Jahren kostete ein gutes, in Deutschland hergestelltes Fahrrad Marke Herkules 500 DM.
    Inzwischen gibt es aber gar keine in Deutschland hergestellten Fahrräder mehr.
    Statt dessen werden Fahrräder in irgendeinem asiatischen Staat durch Häftlinge hergestellt.
    Bei einem Materialpreis von 20€ und Transportkosten von ca. 5€ bleibt es dann dem Vertrieb überlassen, ob er das Fahrrad in Deutschland für 120€,
    250€ oder 500€ verkauft.


    Für die Festellung des besten Preises gibt es spezialisierte Unternehmensberater: Weltmarktführer ist die Bonner Unternehmensberatung Simon Kucher & Partners. Der Gründer, Prof Hermann Simon hat mal das Buch "Power Pricing" geschrieben,
    Hier geht es darum - völlig losgelöst vom Herstellungspreis - den preis zu ermitteln, den der Kunde bereit ist zu zahlen.
    Mittels mathematischer Formeln und Preisabsatzfunktionen wird dann der - aus Sicht des Herstellers optimale Preis ermittelt.


    Viele kennen aus den 70ern noch den Begriff der "importierten Inflation".
    In gleicher Weise gibt es aber auch eine "importiere Pseude-Preisstabilität".
    Mit Hilfe von Waren, die in China durch Häftlinge hergestellt werden, lässt sich praktisch jeder Preis realisieren.


    Wenn es Biliglohnländer nicht gäbe und alle Waren am gleichen Ort wie vor 20 Jahren produziert würden,
    dann wäre die Inflationsrate drei mal höher als die offizielle.


    Wenn irgendwann alles Know how und viele Arbeitskräfte nach China abgeflossen sind, werten die Chinesen ihre Währung auf und wir haben eine Mega-Inflation.
    Wer einen Eindruck von den Inflationsraten haben will, muß sich nur die reinen Rohstoffpreise ansehen.