Beiträge von Smithm

    Fish


    Ist doch nicht schwer nachzuvollziehen, dass alleine durch diese Berichte viele Leute sich erstmals der Problematik Fiat-Money, Geldschöpfung und Staatsverschuldung bewusst werden und dann natürlich auch nach Möglichkeiten der Absicherung suchen.


    Bei mir im Bekanntenkreis ist dies jedenfalls bei immer mehr Leuten ein Thema und immer mehr Leute verstehen die Gefahren die unser aktuelles Finanzsystem in sich birgt. Klar, dass die sich dann auch absichern wollen, genauso wie Du und wie ich es ja in der Vergangenheit auch gemacht haben. Wir sind ja nun auch nicht mit dem Wissen um diese Problematik auf die Welt gekommen.


    Ich persönlich gehe davon aus, dass die Entwicklung des Goldpreise proportional mit den Haushaltslöchern wachsen wird, die Frage ist nur wie die stark die effektive Kaufkraftsteigerung sein wird. Auch hier bin ich zuversichtlich aber nicht unreflektiert optimistisch.


    Gruß


    Smithm

    ninteno


    Ist schon richtig, deswegen spreche ich ja auch von der Zukunft, wenn ich schreibe "Wenn dass mal keine Milchmädchenhausse gibt".


    Fakt ist doch, dass noch nie soviel über Goldanlagen publiziert wurde, und dass durch die ganzen Berichte diese Anlageform erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorstellt wird. Wenn nur ein Bruchteil dieser Leute sich dann intensiver mit damit auseinander setzt, hat dies schon einmal einen gewissen Einfluss auf den Markt. Hier muss man natürlich die Entwicklung weltweit betrachten, nur weil deutsche Privatanleger ein paar Tonnen zusätzlich abnehmen wird das keinen Einfluss auf den POG haben. Kann die weltweite Tendenz nicht genau einschätzen, allerdings gibt es auch hier viele Hinweise, dass zusätzlich Nachfrage generiert wird. Siehe z.B. China.


    Wie gesagt, wir haben keine Blase, aber sicherlich stehen wir auch nicht mehr ganz am Anfang einer solchen.


    Gruß


    Smithm

    WAZ - Westdeutsche Allgemeine Zeitung


    Heute großer Bericht über Gold als physische Anlage und per EFT.


    Dicker Goldbarren auf der ersten Seite mit Verweis auf den fast 1-seitigen Bericht später. Inhalt eigentlich neutral, ATH-Dollar, keine Zinsen, Wechselkursrisiko, Inflationsschutz / Wertsicherung, 10 % Diversifizierung, etc.. Auch der unvermeidliche Hinweis auf Pro Aurum fehlte nicht.


    Die Deutschen privat sollen weltweit die größten Goldanleger sein, ca. 100 t / Jahr.


    http://www.derwesten.de/nachri…ews-136976086/detail.html


    Wenn dass mal keine Milchmädchenhausse gibt. Erinnert mich Ende der 90er an den neuen Markt.


    Gruß


    Smithm

    du meinst also, dass die juristisch verbürgte erlaubnis zum betrug freiheit sei? [smilie_happy]


    sorry, wenn ich das so drastisch ausdrücke, mit einfachen bilanzierungsvorschriften, die es den banken zur pflicht machen "hanseatisch" zu bilanzieren, einem wettbewerb im geldwesen und einem heraushalten des staates aus märkten, kann man denen gerne wieder alles erlauben, es wird nicht wieder passieren. das ganze war ein paradebeispiel dafür, was passiert, wenn sozialistische staatsintervention (staatliche förderung von eigenheim für kapitallose) mit staatlich sanktionierter lizenz zum betrug (bilanzierungsvorschriften) und monopolistischer wettbewerbsverzerrung (zinsdumping der zentralbanken) auf menschliche gier trifft (boni der banker).
    das war keine freiheit sondern in vielerlei hinsicht das exakte gegenteil. frei war nämlich allenfalls die minderheit der bonikassierenden banker. frei waren aber weder die konsumenten, noch die anleger und investoren. diese wurden nämlich an der nase herumgeführt. wenn man diese märkte hingegen wirklich frei gestaltet hätte, wäre es nie zu solchen auswüchsen gekommen.

    Sag ich doch, sinnvolle und erprobte Vorschriften, aber keine Über-/ oder Unterreglementierung und wir würden in der "besten aller möglichen Welten" leben.

    schön.


    es ist aber momentan so: Banken, Konzernen, Politikern und Prominenten werden die Freiheiten erhöht.


    Normalen Bürgern werden Freiheiten weggenommen.

    Habe ich so noch nicht feststellen können, Gegenbeispiele:
    - Reglementierung der Bankeneigenkapitalquote und Managerboni, G20 Gipfel
    - keine Betriebsgenehmigung für neue CO2 Pipeline der Bayer AG
    - Baustopp Kraftwerk Datteln


    Das sind natürlich Einzelbeispiele, aber Deine pauschale Stellungnahme kann ich so absolut nicht bestätigen.


    Gruß


    Smithm

    Die Frage ist doch offensichtlich, wieviel Freiheit verträgt der Markt. Dem Bankensektor wurde im Zuge der Globalisierung eben zuviel Freiheit eingeräumt. Das heißt doch, dass nicht kompletter Wirtschaftsliberalismus zum bestmöglichen Ergebnis führt, jedenfalls nicht langfristig, sondern die gute alte soziale Marktwirtschaft, mit Ihren bekannten Beschränkungen der absoluten Freiheiten der Unternehmen.
    Absolute Freiheit wird vom Markt missbraucht, historisch auch vielfach belegt.
    Die richtige Mischung ist entscheidend.

    ohne wirtschaftliches fundament kann man die freiheit nicht genießen, aber ohne freiheit keine gesunde wirtschaft. freiheit ist die bedingung für eine prosperierende wirtschaft und nicht umgekehrt.

    Das sieht in China aber anders aus, nicht das ich deren System dort als ertstrebenswert erachten würde ...
    Ging mir jetzt nur um den Zusammenhang zwischen Freiheit und prosperierender Wirtschaft.

    wir leben vergleichsweise frei, wobei ich in der näheren vergangenheit so etwas wie ein "peak freiheit" zu erkennen glaube.


    was die sicherheit angeht, kann ich ein solches peak noch nicht erkennen sondern ein plateau auf sehr hohem niveau.


    wen wir uns also unbedingt probleme bereiten wollen, dann ist es die freiheit nicht die sicherheit.

    Die Gewerkschaft der Polizei sieht das etwas anders. Zugegeben, die sind natürlich auch nur Interessenvertretung und in Ihrer Stellungnahme daher alles andere als unvoreingenommen. Kann man sich aber trotzdem mal zu Gemüte führen /Seite 2+4). Insofern hätten wir den Peak-Sicherheit dann bestimmt auch schon überschritten.
    http://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/…0908?open&l=DE&ccm=400020


    Das führt mich wieder zurück zu meiner Ausgangsaussage, dass ohne gesundes wirtschaftliches Fundament, auch die Freiheit nicht mehr lange zählt.


    Gruß


    Smithm

    Zitat

    ökonomische Kompetenz = Lobbyismus?
    Die Vertreter der anderen Parteien haben vielleicht eine "Parteimeinung" aber deswegen noch lange keine Kompetenz. Wie sonst hätte ein Herr Assmussen einen Schaden von 500 Milliarden Euro anrichten können?

    Lobbyismus ist eines der Grundübel heutzutage. Dieser ist natürlich bei den etablierten Parteien am stärksten ausgeprägt. Ein Grund sich für einen Wechsel einzusetzen. Übrigens, den Schaden von 500 Mrd. hätte Asmussen ohne Rückendeckung von oben wohl kaum anrichten können.

    das soll doch hoffentlich nicht bedeuten, dass wir uns überwachen lassen sollen, damit beispielsweise Otto Schily als Hersteller der Personalausweise mit chip ökonomischen Nutzen erwirtschaften kann


    Nein, habe ich das behauptet? Aber man sollte auch nicht vergessen, dass wir historisch gesehen in einer Gesellschaft leben, die uns vergleichsweise enorme Freiheiten bietet. Deshalb ist meine Anregung nur, sich auf die Kernprobleme zu konzentrieren, als da wären Wirtschaft und Finanzen. Aber man sollte natürlich das eine tun und das andere nicht lassen.
    Was meinst Du denn, wie es um Deine Freiheit bestellt ist, wenn nicht einmal mehr Geld in der Kasse ist um Polizisten und Ausrüstung bezahlen zu können und auf einmal wieder das Recht des stärkeren gilt.


    Gruß


    Smithm

    @darkend


    Das eine schließt das andere nicht aus, das hört sich ja so an, als ob alle anderen Parteien nur Knechtschaft im Sinn haben (es gibt nicht nur Schäubles). Zusätzlich bringt Freiheit nicht viel, wenn die ökonomische Kompetenz fehlt, die für diese schöne neue Welt erforderlichen Mittel zu erwirtschaften.


    Gruß


    Smithm

    Die BüSo ist eine sozialistische Politsekte... und ja, ich habe mir das Programm von denen genau durchgelesen, wurde diese Woche in der U-Bahn verteilt.


    BüSo fordert eine Planwirtschaft, bei der der Staat bestimmt, welche Unternehmen Kredite bekommen und was produziert werden soll.

    Da sind wir ja wieder einmal bei der bekannten Bewertung von BüSo, die einen behaupten die Partei wäre faschistisch, die nächsten behaupten sie wäre kommunistisch, wieder andere meinen sie wäre (außerdem) eine Sekte. Diese Vorwürfe liegen natürlich in den historischen Wurzeln aus Zusammenschluss zwischen den "Patrioten für Deutschland" und der "Europäischen Arbeiter Partei" begründet, eine einseitige Orientierung kann man der BüSo somit nach meiner Einschätzung nicht vorwerfen.


    Mich sprechen insbesondere an:
    - Abbau der Staatsverschuldung
    - Einführung eines neuen Bretton Woods Finanz-Systems
    - Wiedereinführung der DM
    - Ablehnung des Lissabon Vertrages


    Was Du meinst dürfte, der Programmpunkt "Produktive Kreditschöpfung" sein. Hier wird angeregt, dass der Staat über seine Landesbankensystem, die momentan von den privaten Banken nur unzureichend erfüllte Aufgabe der Versorgung der Wirtschaft mit Krediten übernimmt. Ob dies durch eine staatliche Organisation effektiver geschehen kann, lasse ich auch mal dahin gestellt.


    Generell gilt für mich durch die Wahl einer Nischenpartei den etablierten Druck zu machen, wenn der Stimmenanteil dieser Nischenpartei dann einmal Richtung 5 % gehen sollte, muss man sich natürlich noch einmal im Detail mit dem Parteiprogramm befassen, was ich in der Tiefe so auch noch nicht getan habe.


    Andererseits, fehlen mir aktuell auch die Alternativen und jetzt komm mir nicht mit den Piraten, es gibt ja wohl noch andere Themen als Internet und Überwachungsstaat.


    Gruß


    Smithm

    alibaba


    so abwegig ist das gar nicht, so behauptet z.B der Verschwörungsapostel "A. Ralph Epperson / Die unsichtbare Hand" (natürlich Kopp-Verlag :S), dass die USA von Kommunisten unterwandert seien. Historisch belegt ist, dass Stalin von Roosevelt hofiert wurde. Dem folgte eine starke wirtschaftliche Unterstützung von Chruschtschow, was sich auch nicht unbedingt in der allgemein verbreiteten Einschätzung der Geschichtsschreibung zu dieser Zeit widerspiegelt.


    Gruß


    Smithm

    [font=&quot]unter
    http://www.silber-investor.de/
    findet man eine aktuelle Preisübersicht der verschiedenen, gängigen, Edelmetallanlagen, ist allerdings nicht vollständig, gibt einem aber mal einen Eindruck, wie das Preisgefüge so ist.


    Der Vorteil an einem persönlichen Kauf ist, dass hier bei Anlage bis zu EUR 15.000 anonym erworben werden kann, was für viele hier im Forum ein wichtiger Aspekt - im Speziellen beim Kauf von Gold - ist, wegen eines befürchteten Goldverbotes für Privatanleger in der Zukunft. Kommt einem zunächst einmal albern vor, hat es aber so in den USA für einem Zeitraum von über 40 Jahren (1933-1974) so schon einmal gegeben. Diese potentielle Gefahr ist also zu berücksichtigen.


    Gruß


    Smithm
    [/font]

    ich rede gerade von straßen, die dazu führen, dass der staat angeblich finanziell schlechter dasteht als wenn er sie gar nicht gebaut hätte.
    und auch die pensionen sind zukünftige alimente und keine laufenden. die laufenden werden ja berücksichtigt. wenn die bank also meine alimente der nächsten jahre aufaddiert und daraus eine überschuldung konstruiert, fänd ich das merkwürdig. die bank macht aber etwas anderes. sie rechnet zu erwartende alimentezahlungen gegen zu erwartende einnahmen. q.e.d.

    Wenn die Bank jedoch wüsste, wie uns alle seriösen Prognosen bestätigen, dass die meine jetzt schon exorbitant hohe Verpflichtung in Zukunft dramatisch weiter ansteigt und das bei einer gleichzeitig wahrscheinlichen Verringerung meines Einkommens. :wacko:
    Aber ich glaube, dass Thema ist auch durch, egal ob aktuell 5 oder 7 Billionen Schulden, oder von mir aus auch 1,7 Billionen aktuell, dass Vater Staat die horrenden Verpflichtungen nur über die Notenpresse wird bedienen können, ist unumgänglich. Wie in der Historie ja schon so oft geschehen.


    Gruß


    Smithm

    Fakt ist doch, dass für die Verpflichtungen, welche die Bundes-/ und Länderregierungen und somit wir, für die Altersversorgung von ihren Beamten eingegangen ist, kaum Vorsorge getroffen wurde. Zusätzlich wird die Rentenkasse bereits heute durch Zuschüsse am Leben erhalten. Diese Verpflichtungen muss ich natürlich in die Verschuldung mit einrechnen.
    Habe kürzlich einen Bericht gelesen der auf aktuell 5 Billionen Gesamtverschuldung kam. Fakt ist auf jeden Fall, dass diese Lasten getragen werden müssen.
    Jeder weiß, dass den demnächst in Rente gehenden geburtenstarken Jahrgängen aufgrund demografischer Entwicklung eine immer geringer werdende Zahl an Beitragszahlern gegenübersteht. Wenn hier noch eine Wirtschaftkrise mit hoher Arbeitslosigkeit hinzukommt, welche in den Prognosen noch gar nicht enthalten war, kann man zumindest grob überschlagen, wo die Reise hin geht.


    Egal welche Ausbildung man durchlaufen hat ;)


    Gruß


    Smithm


    Henry
    Hat sich überschnitten, schöner Artikel, der kurz und prägnant die Fakten nennt