GOLD : Märkte und Informationen

  • Ich hätte überhaupt nichts gegen eine Korrektur auf 1000$ oder sogar darunter möglichst bei steigendem Euro. Dann wäre jedenfalls sofort glasklar, dass man nachkaufen muss. Das täte ich dann auch sofort, physisch und meine Minenpositionen, die dann auch (vermutlich ein letztes Mal) richtig billig werden würden.


    Allein, ich glaube nicht mehr recht daran, dass es so kommt, und wegen dem bisschen rumgezuppel jetzt gerade schon garnicht. bettel, Deine Posts machen definitiv nur sinn, wenn Du Daytrader bist.....

  • Ich hätte überhaupt nichts gegen eine Korrektur auf 1000$ oder sogar darunter möglichst bei steigendem Euro. Dann wäre jedenfalls sofort glasklar, dass man nachkaufen muss. Das täte ich dann auch sofort, physisch und meine Minenpositionen, die dann auch (vermutlich ein letztes Mal) richtig billig werden würden.


    Allein, ich glaube nicht mehr recht daran, dass es so kommt, und wegen dem bisschen rumgezuppel jetzt gerade schon garnicht. bettel, Deine Posts machen definitiv nur sinn, wenn Du Daytrader bist.....


    Heehee ray... aba nicht alles aufkaufen, will auch noch ma [smilie_happy] [smilie_happy]


    VG
    Lord

    "Der Staatsapparat ist ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat. Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe verhalten würden." Ludwig von Mises


    „In der Masse sinkt der Verstand mit der Anzahl der Versammelten“ Gustave le Bon


    :thumbsup:

  • Ich glaube, die EM Preise könnten langsam mal ein wenig Luft holen. Gold evtl. bis auf 1.032 USD. Wäre nur gesund.

    "Blinder Glaube an die Obrigkeit ist der schlimmste Feind der Wahrheit"
    Albert Einstein

    • Offizieller Beitrag


    Gaanz ruhig bleiben ! :)
    Was ist denn passiert ?? Gold momentan 712 € - 0,7 %. Fast nix. Sollen wir mal nachschauen, von wo an Du geklagt hast?
    Dieses Tagesrauschen ist wirklich absolut irrelevant; bei 20 -30 € am Stücke wäre ich schon etwas, aber nur ein wenig, beunruhigter.


    Zu Deiner Frage: Es strömt viel billiges Geld weiter, wohin? Wohin die Lemminge laufen :in Aktien.
    Und in den USA gibt es weitaus die meisten davon, medienge/-verstört, auch bei und ist frühzeitige Euphorie verbreitet.
    Selbst die seriösen Aden Sisters sehen wieder eine Aktienrallye vor uns, das hatte ich bereits kommentiert.
    Das verhindert nicht weiteren Goldpreisanstieg, dafür sorgt der verendende Dollar schon.


    Wer nicht gerade Daytrader ist-- schon erwähnt-- sollte den großen Trend nicht vergessen, aufwärts (mit gelegentlichen Dips)---noch einige Jahre. ^^


    Grüsse

  • ca. 13:00 hat das Währungspaar EURUSD deutlich korrigiert, allerding in einem Rahmen, den man noch charttechnisch erklären kann.


    Könnte aber auch sein, dass EZB oder BoE oder beide ein zu schnelles Anlaufen von 1,50 bremsen wollten.


    ob das Einfluß auf den POG hat, sieht vermutlich nicht jeder so wie ich. einfach nur mal als Zusatzinfo.


    greets

  • Die größte Bullsh.tmeldung des Tages kam ja wohl heute von der EZB (Wochenbericht):


    ..." Bestand an Gold und Goldforderungen der Banken der Eurozone binnen einer Woche um 2 Millionen ( 2.000.000 Euro 8| Boah , was für eine Zahl !) auf 238,2 Milliarden 238.200.000.000 Euro [smilie_happy] zurückgegangen. [smilie_happy] :thumbsup:


    Also entweder ist da jemandem das Komma verrutscht, oder die Jungs der EZB feiern jetzt schon einen Fliegenschiß als Misthaufen :wall: [smilie_happy]


    alle: Wer von Euch war das ? Wassergeist und Misantroph - rückt raus mit der Sprache ! :D Wer von Euch hat da schon wieder mit dem Buy-Button gespielt :D

    4 Mal editiert, zuletzt von appendix ()

    • Offizieller Beitrag

    Wieder einmal etwas, um das Tagesrauschen zu übersehen mit sehr sehenswerte Grafiken.
    Der Autor DeForest McDuff mit einigen Pro, aber auch Kontra Gold als Langzeitanlage. Aber bis zu einem eventuellen Ausstieg dauert es....


    Wunderbar aufgezeigt, daß der frühe Goldinvestor stets ein "Contrarian" sein muß(te). "Gold ist tot!!" :]
    Hier aufgezeigt am Beispiel des Dow : Gold
    Der ausführliche Teil des Artikels Dow : Gold paßt besser in andere Threads.
    Die Grafik von iTulip, rechte Anlage, könnte das Szenario beim Gold so in etwa abzeichnen....


    ".... It seems like you've adopted a fifteen-year length of the cycle approach....


    For cycle length, it begins with a recognition that bubbles occur over multi-year time frames. How long does it take for bubbles to recover? The Japanese Nikkei is currently 75% lower than its peak in 1989. The Nasdaq is nearly 60% lower than its peak in 2000. In other words, if you're not looking at a multi-year timeframe, you're missing the biggest price booms and busts...."


    http://www.deforestmcduff.com/Market/0910/0910.html


    Grüsse

  • Danke für den Artikel: der ist echt lesenwert: die vorsichtige und überlegte Art gefällt mir sehr gut.


    der autor meint, dass wir dem ende der goldhausse inzwischen näher sind, als dem Beginn:
    d'accord.
    (wobei bei jeder hausse die größten gewinne im letzten drittel passieren.)


    fundamental ist er für gold weniger optimistisch als 2004-2008.
    wobei er anmerkt, dass derzeit noch die klassischen Merkmale des "Peaks" fehlen:
    d.h., dass das Investment bei Taxifahrern und auf Cocktail Parties die Nr 1 ist,
    so wie es beim dot com bubble oder der immobilien Bubble war.


    in seinem chart meint er, dass die early majority schon seit 2 jahren "im Gold" ist.
    das glaube ich nicht.


    der zyklus der durchsetzung von technologie Innovationen (innovatoren, early adopter,
    early majority, late majority....) ist meiner meinung nach nicht 1:1 auf auf Finanzmärkte anwendbar.
    Da sehe ich lieber eine Abfolge von "innovatoren, smart money, big money, dump money" )


    Man kann diskutieren, ob der eine oder andere Investor heutzutage schon dem big money zuzurechnen ist,
    oder ob es sich immer noch um smart money handelt,
    aber dump money ist derzeit noch mit Riesterrenten, Immobilien, aktien und festgeld beschäftigt.


    hin und wieder taucht der begriff einer Gold bubble auf.
    es kann sein, das es diesmal anders ist, aber ein erkennungsmerkmal von bubbles sind die ausufernden Dimensionen. auf dem Höhepunkt der Japan Bubble waren die Immobilien von Tokio mehr wert als alle Immobilien der restlichen welt. und bei der nasdaq bubble war yahoo mehr weit mehr wert als daimler oder boing.


    und von sowas sind wir bei gold auch bei 2000 dollar / unze weit entfernt.


    das müsste schon sowas sein, dass südafrika mit seiner jährlichen goldminenprodultion alle dax-unternehmen kaufen könnte.


    den dow/gold chart kannte ich schon. während des gold peaks 1980 war es für ganz kurze zeit möglich, mit einer unze den dow, der bei 800 dollar stand zu kaufen. also müsste jetzt gold auf 9500 dollar steigen - oder der dow auf 1170 punkte fallen. (oder irgendwas in der mitte)


    ich bin mir aber bei allen dollar-basierten und dow basierten vergleichen unsicher:
    der dollar ist dermaßen volatil, die Inflation dermaßen hoch,
    und die Dow unternehmen sind auch nicht mehr, was sie mal waren
    (aus general electric ist ein immobilienbesitzer mit sowas wie 35.000 Immoblien geworden,
    eine Bank oder vielleicht ein Hedge fond sind sie schon set den 90ern:)
    wie soll man da noch vergleichen?


    Ich habe mir 2002 oder 2003 in spanien (mit etwas suchen) tolle schuhe für 30 euro gekauft (damals habe ich noch in 60 DM umgerechnet). ich habe mir mehrere paar gekeuaft und gelagert.
    jetzt bekommt man solche schuhe nur noch für 120 euro.


    das "investment" hat sich also in 6 bis 7 jahren vervierfacht:
    Oh Gott: die "Schuhpreise vervierfacht. Die Schuhblase ist kurz davor zu Platzen".


    irgendwann, wenn die hausse weitergeht, werde ich mal ausrechnen, wann gold hoch oder zu hoch zu anderen wertren bewertet ist.
    ich habe gelesen, dass der rennfahrer hans joachim stuck ende der 70er für ein autorenn 2000 dollar bekommen hat.
    das oberklasse modell von chrysler, der "chrysler new yorker" kostete 1980
    $10,459
    http://de.wikipedia.org/wiki/Chrysler_New_Yorker
    wenn ich einen goldpreis von 650 dollar nehme, dann konnte man also für 16 goldunzen
    das chrysler oberklasse modell kaufen.
    heute sind 16 unzen 11.000 euro wert.


    schwer zu sagen, ob heute ein chrysler new yorker eher sowas wie eine C-Klasse oder E-Klasse sein würde.
    aber nach diesen rechnungen, sind wie immer noch weit ab vom gold-peak.


    dow und dollar sind so manipuliert, dass ein dow/gold chart und ein gold/dollar chart wenig sagt:
    man müsste einen chart Gold zu einen Warenkorb machen, der zur hälfte aus consumer goods und zu andren hälft aus assets (immobilien, rohstoffe) besteht.
    wenn man dann auch noch den demografischen faktor hineinbekommt, hätte man VIELLEICHT ein tool,
    das einem zeigt, wo wir gerade in der goldhausse stehen.


    -----


    trotz afganistan, ölkrise und inflation: in den 80ern stand ein kollaps des papiergeld systems oder hyperinflation nicht auf der agenda. und egal ob sowas kommt oder nicht: wenn eine größere anzahl von papiergeldbesitzern sich ernsthaft mit dieser problematik auseinandersetzt und "diversifiziert", dann ist schlichtweg nicht genügend edelmetall da, um aus dem Giralgeld in counterpartfreies Edelmetallgeld zu tauschen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Dr_Meyer ()

  • "Wir gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass die Stelle, auf der wir stehen, fest ist und dass sich alle anderen Dinge um uns herum bewegen. Ein Mensch in einem Boot sieht, wie sich die Küste vor seinen Augen entfernt, und die Doktrin der ersten Philosophen war es, dass sich die Sonne um die Erde bewegte und nicht die Erde um die Sonne. Es ergeben sich in der Folge ähnliche Vorurteile: Wir gehen davon aus, dass die Währung, die sich in unser aller Händen befindet und mit der wir selbst in Verbindung gebracht werden, fest ist, der Preis des Metalls sich jedoch ändert; in Wirklichkeit ist es aber die Währung jeder Nation, die sich verändert und es ist das Metall, das eher festen Charakter hat."


    Henry Thornton (1760-1815), britischer Ökonom und Philanthrop
    in "An Enquiry into the Nature and Effects of the Paper Credit of Great Britain", 1802



    [Blockierte Grafik: http://www.realterm.de/images/EuroinGold_max.png]

    Gold, the canary in the coal mine.

    2 Mal editiert, zuletzt von Minos ()

  • Wird in der Grafik , bevor der € eingeführt wurde (seit 99 feste Wechselkurse), die DM angenommen, oder der Korb aus den Währungen, die jetzt beim € dabei sind - PI(I)GS eingeschlossen?

    "Die Goldanleger müssen immer wieder bestraft werden, denn wenn diese Inflationsspekulanten überhand nehmen sollten, wäre das ganze System vom Zusammenbruch bedroht." André Kostolany


    Gerechtigkeit ohne Barmherzigkeit ist Grausamkeit; Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit bedeutet Auflösung. Thomas von Aquin

  • schwer zu sagen, ob heute ein chrysler new yorker eher sowas wie eine C-Klasse oder E-Klasse sein würde.
    aber nach diesen rechnungen, sind wie immer noch weit ab vom gold-peak.

    @Dr Meyer
    wenn ich die Spitzenklasse von MB als Maßstab sehe...
    nun bitte nicht auf den letzten Tausender festnageln, ich mag gerade nicht gurgeln.
    Lange Zeit galt: 1 kg Gold für die Spitzenklasse von Benz, hieße heute ein Kilopreis ein Stückchen jenseits der 100.000 €!
    Da sind wir noch reichlich von entfernt.
    Interessant wird es allemal , wenn Silber-Zehner zur Schmelze gebracht werden, um das 1,5 fache das Nennwerts herauszubekommen, allerdings sind wir derzeit auch davon weit entfernt. Eine Blase beim Gold ? Sehe ich derzeit nicht, klar, es steigt und wird teurer... doch maßgeblich ist vermutlich ein anderer Hintergrund. Heute z.B. feiern viele wieder die 10.000 im Dow, doch wer denkt an solchem Tag an die Dollar-Verschuldung ? Tja, ein Stichwort: Was steigt schneller: die Verschuldung...oder der POG? Haben wir heile Welt ? Nun gut, die Börsen machen 50 % plus in schnellster Zeit, sollte da nicht normalerweise der POG fallen ? Ja.. doch er macht etwas anderes, er steigt ebenso... warum also?
    Vielleicht weil trotz allem "vorgesetzten Optimismus" kein einziges Problem der Finanzkrise gelöst wurde ! Das mag es wohl sein, sieht gerade alles nett aus... wenn man es oberflächlich betrachtet, doch das Allgemeinbild unter Berücksichtigung aller Tatsachen..nun ja, ich denke, es hat sich wesentlich verschlimmert nach nun 12 Monaten nach der Lehman-Pleite. Die Probleme sind noch größer geworden als vorhanden, allerdings sind sie heute netter verpackt, Banken können realitätsfern bilanzieren, Staaten sich in kaum geahnten Größen verschulden... wer glaubt, das dieses lange gut gehen wird... ich vermute der träumt gerade...alles wird bezahlt werden müssen...keine Verschuldung ist heute weg, sondern existiert in größerer Form auch noch heute, man kann gegen eine exponentielle Verschuldung nicht gewinnen ohne einschneidene Maßnahmen.
    Wünsche
    ...einen goldigen Tag
    Tut

    "Um klar zu sehen genügt oft schon eine geringe Veränderung des Blickwinkels"

  • Wird in der Grafik , bevor der € eingeführt wurde (seit 99 feste Wechselkurse), die DM angenommen, oder der Korb aus den Währungen, die jetzt beim € dabei sind - PI(I)GS eingeschlossen?


    Berechtigte Frage:
    Vor 1999 wurde die DM mit Umrechnungsfaktor 1,95583 herangezogen.


    Minos

    Gold, the canary in the coal mine.

  • WAZ - Westdeutsche Allgemeine Zeitung


    Heute großer Bericht über Gold als physische Anlage und per EFT.


    Dicker Goldbarren auf der ersten Seite mit Verweis auf den fast 1-seitigen Bericht später. Inhalt eigentlich neutral, ATH-Dollar, keine Zinsen, Wechselkursrisiko, Inflationsschutz / Wertsicherung, 10 % Diversifizierung, etc.. Auch der unvermeidliche Hinweis auf Pro Aurum fehlte nicht.


    Die Deutschen privat sollen weltweit die größten Goldanleger sein, ca. 100 t / Jahr.


    http://www.derwesten.de/nachri…ews-136976086/detail.html


    Wenn dass mal keine Milchmädchenhausse gibt. Erinnert mich Ende der 90er an den neuen Markt.


    Gruß


    Smithm

    „Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann, wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang."
    Carl J. Burckhardt

    Einmal editiert, zuletzt von Smithm ()

  • je mehr ich solche Artikel lese, desto mehr denke ich auch, daß die Hausse schon im Gang ist.


    Demzufolge sollte es bis zum Einstieg der Milkmaids noch hochgehen und dann ist es Zeit sich aus dem gelben Metall zu verabschieden.


    Nur wann?


    Haben wir schon die Bildschlagzeilen:


    Mit Gold sicher durch die Finanzkrise!


    glaube noch nicht.


    wie war das in den 80igern?


    weiss das jemand?

    wer es schafft seine Wünsche zu begrenzen hat es leichter

  • Wenn dass mal keine Milchmädchenhausse gibt.


    Zwischen solchen Berichten und Informationen die zugänglich gemacht werden und dem Handeln einzelner Personen besteht meiner Meinung nach noch immer ein riesieger Unterschied. Alle Berichte die ich bisher in dem Mainstream gelesen habe hatten für mich einen faden Beigeschmack. Wäre ich eine potentieller Neuinvestor der sich mit dem Thema bisher eher weniger Beschätfigt hat, hätte ich in den Berichten keinen einzigen Überzeugungsgrund gefunden der mich für ein Invest in Gold bewegen würde. Es wird immer wieder als extrem volatil bezeichent, wirft keine Erträge in Form von Zinsen und Dividenden ab und wird als hoch riskant eingestuft, es kann immer zu extremen Preisverfällen kommen. Das ist die meist geläufige Berichterstattung in den Mainstreammedien.


    Was eine Milchmädchenhausse betriftt kann ich aus eigenen Erfahrungen berichten. Bei der Internet Blase war ich dabei. Bei uns im Büro ging es ständig nur um Aktien. Es wurde ein Börsenclub gegründet der sich zweimal wöchentlich getroffen hat. Mein Büroinsasse hat mindesten 2-3 mal täglich mit dem Broker bei der Bank telefoniert und Geschäfte abgewickelt. Damals gab es einen Börsengang, ( ich glaub Infinion ) wo Aktien nach welchen Regeln auch immer zugeteilt wurden. Kaum zugeteilt waren schon 30 % Gewinn am gleich Tag drin. Einige haben da mehr als einen Monatslohn dran verdient. Alle waren so heiß gelaufen, da wurde die Arbeit mit Sicherheit um 50 % vernachlässigt. Wer arbeitet ist doch bescheuert, Aktien handeln ist total leicht verdientes Geld.


    Ich war damals gerade dabei mein Eigenheim zu bauen und hatte keine Kohle. Ich war dennoch fast soweit, 5000 DM die ich eigentlich gar nicht hatte bzw. für die Anlage des Aussengeländes verplant waren, in irgendeine Firma zu investieren, von er ich überhaupt keine Ahnung hatte. Generell hab ich nicht einmal gewusst was ein Depot ist. Hätte mich mein Frau nicht abgehalten, wär ich da voll reingetappt. Hätte ich damals nicht gerade gebaut, wäre garantiert ein großer Teile unseres bis dahin ansparten Kapitals verloren gegangen. Fast alle meine Kollegen sind damals voll auf die Schnauze gefallen. Einige wenige haben den Absprung geschafft, aber auch eher aus Zufall ( ebenfalls gebaut )


    Das ist in meinen Augen eine Milchmädchenhausse. Was wir beim bisher beim Gold gesehen haben ist doch gar nix. Diejenigen die eventuell darüber nachdenken, haben noch lange nicht investiert. Gold ist aus den Köpfen der Bevölkerung eigentlich verschwunden. Das hat mann über viele Jahrzehnte lang doch schön hinbekommen.

    Hier scheint nichts zu sein.

  • ninteno


    Ist schon richtig, deswegen spreche ich ja auch von der Zukunft, wenn ich schreibe "Wenn dass mal keine Milchmädchenhausse gibt".


    Fakt ist doch, dass noch nie soviel über Goldanlagen publiziert wurde, und dass durch die ganzen Berichte diese Anlageform erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorstellt wird. Wenn nur ein Bruchteil dieser Leute sich dann intensiver mit damit auseinander setzt, hat dies schon einmal einen gewissen Einfluss auf den Markt. Hier muss man natürlich die Entwicklung weltweit betrachten, nur weil deutsche Privatanleger ein paar Tonnen zusätzlich abnehmen wird das keinen Einfluss auf den POG haben. Kann die weltweite Tendenz nicht genau einschätzen, allerdings gibt es auch hier viele Hinweise, dass zusätzlich Nachfrage generiert wird. Siehe z.B. China.


    Wie gesagt, wir haben keine Blase, aber sicherlich stehen wir auch nicht mehr ganz am Anfang einer solchen.


    Gruß


    Smithm

    „Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann, wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang."
    Carl J. Burckhardt

  • Wenn jetzt in der Presse einige sehr ambivalente Artikel über Gold erscheinen kann man scheinbar damit manchen Zweifler hier nervös machen.


    Wenn EM mal in den Medien erscheint wird als erstes darauf hingewiesen dass der große Anstieg praktisch gelaufen sei (aufgrund von Investoren die derzeit auf Absicherung ausgerichtet sind), das Gold problematisch sicher zu lagern sei bzw. die Lagerung ja auch Geld kostet, Gold ein sehr spekulatives investment mit (aufgrund des bisherigen Anstiegs) erheblichem Rückschlagspotential wäre...


    Daraus zu schließen das Hinz und Kunz, die Uninformierten, die Dummzocker und meine Putzfrau sich jetzt alle auf Gold gestürzt hätten...
    Wenn ich sehe was so durch die Presse geistert fällt mir das schon schwer. Selbst unter denjenigen die unsere derzeitige Wirtschaftslage als extrem kritisch beurteilen und an der Stabilität unseres Geldsystems zweifeln hat nur ein recht überschaubarer Kreis EM für sich entdeckt. Der Rest starrt auf die Situation wie das Kaninchen auf die Schlange.


    Milchmädchenhausse? Pure BS !

    Einmal editiert, zuletzt von Fish ()

  • Fish


    Ist doch nicht schwer nachzuvollziehen, dass alleine durch diese Berichte viele Leute sich erstmals der Problematik Fiat-Money, Geldschöpfung und Staatsverschuldung bewusst werden und dann natürlich auch nach Möglichkeiten der Absicherung suchen.


    Bei mir im Bekanntenkreis ist dies jedenfalls bei immer mehr Leuten ein Thema und immer mehr Leute verstehen die Gefahren die unser aktuelles Finanzsystem in sich birgt. Klar, dass die sich dann auch absichern wollen, genauso wie Du und wie ich es ja in der Vergangenheit auch gemacht haben. Wir sind ja nun auch nicht mit dem Wissen um diese Problematik auf die Welt gekommen.


    Ich persönlich gehe davon aus, dass die Entwicklung des Goldpreise proportional mit den Haushaltslöchern wachsen wird, die Frage ist nur wie die stark die effektive Kaufkraftsteigerung sein wird. Auch hier bin ich zuversichtlich aber nicht unreflektiert optimistisch.


    Gruß


    Smithm

    „Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann, wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang."
    Carl J. Burckhardt

  • Selbst unter denjenigen die unsere derzeitige Wirtschaftslage als extrem kritisch beurteilen und an der Stabilität unseres Geldsystems zweifeln hat nur ein recht überschaubarer Kreis EM für sich entdeckt. Der Rest starrt auf die Situation wie das Kaninchen auf die Schlange.


    Vollste Zustimmung, erlebe es auch so.
    "Man" hört sich zwar die düsteren Prognosen an, wartet jedoch lieber erst einmal ab. Bis das Fiat-Geld weg ist; "konnte doch keiner ahnen, daß es auf einmal so schnell geht", wird dann in Zukunft überall postuliert.


    Ach ja und bei den hohen Lagerkosten von Gold, wie sollte ich denn damals die hohen Lagerkosten aufbringen :boese:

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