Beiträge von GOLD-BOB

    Wie viele hier bereits wissen und nutzen, erfolgt die Aktualisierung der beiden Bücher auf der Website http://www.goldbarsworldwide.com, deren Betreiber ja auch für das Video verantwortlich ist.
    The Industry Collection of Gold Bars Worldwide ist gewiss eine beeindruckende Sammlung. Hat jemand von Euch sie bereits einmal "live" gesehen? Sie war ja wohl 1994 in Deutschland und zwar in Karstadt-Kaufhäusern :!: in Hamburg, Nürnberg und München. Leider war ich damals noch kein Gold Bug. Weiß jemand, wann und wo die nächste Ausstellung sein wird?
    Gruß GOLD-BOB

    @ stargate:
    Du brauchst keine solche Beratung, ich auch nicht, aber es gibt immer noch viele Menschen, die nicht so informiert sind und sich auch nicht damit beschäftigen wollen. Ein hiesiger Goldhändler mit repräsentativem Ladenlokal berichtete mir, dass nicht selten ältere Damen oder Herren vorbeischauen und mehrere 10.000 EUR aus Sorge vor dem Wertverlust in Edelmetall umgetauscht haben wollen. Seine Beratung bestünde darin, das Geld auf Gold und Silber, Barren und Münzen verschiedener Stückelung zu verteilen. Niemand von denen würde auch nur eine Minute um den Unzenpreis feilschen; dafür loben sie das Ambiente mit Kaffee und Kuchen... Ich meine auch hier: Jedem das seine.
    Gruß GOLD-BOB

    @ Xray1:
    Wenn ich es recht sehe, würde man mit Versand gegenüber den billigsten Händlern derzeit 25 bis 30 EUR sparen - weder Grund zu Freudentänzen noch zur Klage.
    Ob eine Münze zu "Bullion-Preisen" bewertet wird oder nicht, entscheidet der Markt, auf dem sich sowohl Investoren wie auch Sammler tummeln. Und im Vergleich zum China-Panda oder zur Lunar-I-Serie sind die 5-oz-Libertads ja geradezu billig.
    GOLD-BOB

    Silvester 1752 verlässt die Bredenhof, ein etwa 40 m langer Dreimaster, den holländischen Hafen Rammekens. Kapitän Jan Nielson und seine Besatzung von etwa 250 Mann segelt im Auftrag der damals wohl mächtigsten Handelsgesellschaft, der niederländischen Vereenigde Oostindische Compagnie (VOC). Wie viele Handelsschiffe soll die Bredenhof auf ihrer dritten Fahrt unter anderem eine Kiste mit 5000 Golddukaten und 29 Kisten mit Barrensilber über Ceylon nach Bengali bringen, wo man aus dem Silber indische Rupien prägen will. Mitte April umsegelt die Bredenhof das südafrikanische Kap und liegt südlich der portugiesischen Kolonie Mozambique an der Ostküste Afrikas, als das Unglück geschieht: Nicht ein Sturm sondern widrige Strömungen lassen das Schiff am 6. Juni 1753 auf ein Riff 13 Meilen vor der Küste auflaufen. In seiner Not lässt der Kapitän Teile seiner Ladung abwerfen, am Ende auch die Kanonen. Schließlich wirft er sogar 14 der Kisten mit Silber in flaches Gewässer, aus dem er es später wieder bergen will. Fünf Tage später bricht das Schiff auseinander und sinkt. Einige Überlebende, darunter der Kapitän mit geretteten Golddukaten, schlagen sich an Land durch, manche fahren auf großen Umwegen nach Holland zurück und berichten vom Unglück. Die VOC veranlasst eine Suche, um das Silber wiederzufinden – ohne Erfolg. Man vermutet, dass die Position des Wracks zu ungenau bekannt ist oder aber andere schneller gewesen sind.
    233 Jahre später, im Juni 1986, findet eine Expedition von Schatzsuchern Überreste der Bredenhof und vor allem Teile der Ladung. Neben Tausenden von Kupfermünzen („duits“) birgt man einige Hundert Silberbarren, 542 Stück werden noch im gleichen Jahr vom Auktionshaus Christie’s versteigert. Ihr Zustand ist allerdings sehr unterschiedlich, einige sind verklumpt oder zerbrochen.
    Ein sehr gut erhaltenes Exemplar der Bredenhof habe ich nun ergattert. Es zeigt das „VOC“-Emblem in einer Variante der Kammer zu Zeeland in Middelburg („ZM“). Das Wappen daneben zeigt einen doppelköpfigen Adler mit den Buchstaben „GVD“ für Gerrit van Driel.
    Wie ich bereits bei meinem ersten Schiffswrack-Barren (von der Rooswijk, siehe weiter oben in diesem Thread) geschrieben habe, fasziniert mich deren besondere Geschichte. Und dass es eines Unglücks bedarf, um zu verhindern, dass ein Silberbarren wie dieser überhaupt erhalten bleibt und nicht Münzen aus ihm geprägt werden.
    Es grüßt Euch GOLD-BOB


    @ anwir:
    Über H&M habe auch ich mich aus dem gleichen Grund nur gewundert. Als ich noch überlegte, ob ich ihre ab einer Unze gegossenen Barren in Gold oder doch "nur" in Silber brauche, meinten sie, sie hätten sowieso nur Gestanztes dabei - sie hätten nicht mit Nachfrage gerechnet. Und warum preisen sie dann ihre Kollektion in der Auslage an? :wall:
    Gute Besserung wünscht Dir GOLD-BOB

    Ja, im Grunde kann ich den Eindruck von Markus und WdZ bestätigen. Was aber auch daran liegen mag, dass wir und andere GSForisten wohl nicht die Zielgruppe Nr. 1 sind. Aber wer ist die eigentliche Zielgruppe?
    Der Sammler, der hinter besonderen Münzen (oder Barren) her ist, findet hier nicht viel.
    Der Anleger, der möglichst billig Bullions einkaufen will, findet hier kaum Schnäppchen - zum Teil boten die vertretenen Händler in ihrem eigenen Internetshop ihre Münzen zur gleichen Zeit etwas günstiger an. Viele kaufen vor allem, weil sie nach einer mehr oder weniger langen Anreise nicht mit leeren Händen heimkehren wollen.
    Die Vorträge sind naturgemäß Jahr für Jahr im Kern recht ähnlich, und manche Redner versuchen die längst schon Gläubigen zum x-ten Mal zu missionieren.
    Die Minengesellschaften sind zahlreich vertreten, interessieren aber kaum einen der Besucher.
    Und diese kehren mit einer Tasche voller Prospekte, Stifte, Lesezeichen und sonstigen Give-aways heim. Insofern ist die Edelmetallmesse nicht viel anders als eine Hannovermesse, eine Cebit oder ähnliche Messen - Hauptsache dabeigewesen, wenn man auch nicht immer genau weiß, warum.
    Aber nein, ein paar nette Gespräche bleiben glücklicherweise dann doch. Apropros: Markus - zumindest einer der Rothschilde ("sind unverkäufliche Deko") hatte einen rückseitigen Stempel, aber keinen für uns neuen, sondern einen Samuel Montagu.
    Es grüßt GOLD-BOB

    @ Mephisto:
    Du hast natürlich recht: Im Angebotsthread hat dieser Kleinkrieg nichts zu suchen.
    Aber zur Sache: Jeder, der nicht dauernd Seiten blättern will, versteht die Kritik. Das gilt aber nicht nur für übergroße Fotos und Riesenschrift, sondern auch für die Unart in manchen Threads, einen langen Beitrag in Volltext zu zitieren, um darunter gerade noch einen Kurzkommentar hinzuzufügen. Einfach nur nervig!
    Gruß GOLD-BOB

    Das traurige an solchen Artikeln ist nicht die andere Meinung sondern die geringen Kenntnisse des Verfassers. Im Beitrag wimmelt es von unbegründeten oder offensichtlich falschen Schlüssen. Was der Vorwurf einer "typisch deutschen" Paranoia und des Erbsenzählens angeht, bräuchte er nur das allgemein verfügbare elektronische Archiv des SPIEGELs durchsehen. In den 1960er und 1970er Jahren gab es auch dort einige Artikel zum Goldstandard, zu seiner Aufkündigung und zur Haltung Frankreichs dazu (siehe z.B. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46169499.html) - nix typisch deutsch und nix antiquiert. Das nur als kleines Beispiel - auch der Rest des Artikels ist überwiegend Schrott.
    GOLD-BOB

    Im Artikel, auf den Twinson gerade hingewiesen hat, lese ich: "Bei den Partnernotenbanken lagern neben den Bundesbank-Barren allerdings auch Bestände anderer Zentralbanken. Einige Bundestagsabgeordnete sind daher misstrauisch und befürchten, dass es zu Verwechslungen kommen könnte." ?) - Oh, pardon, habe nur die Stapel verwechselt, kann ja mal vorkommen... [smilie_happy] - Die Abgeordneten haben hier aber sehr diplomatisch gesprochen.
    Gruß GOLD-BOB

    Staatlich organisierte "Hinrichtung" des Münzhandels also aufgeschoben... :hae:


    Was "Ihr" (bullion-orientierten Silberbugs) nur immer überseht: "Euer" bißchen Bullionkram interessiert das System doch nicht die Bohne - die Zielrichtung ist der Todesstoß gegenüber dem Kunst- und Antiquitätenhandel sowie "klassischer" Numismatik. Dort(!) werden die aus Sicht der Steuerräuber RELEVANTEN Umsätze generiert... :boese:


    Wirklich auch in der klassischen Numismatik? Den traditionellen Hobbymünzsammler meinst Du vermutlich nicht, denn auf den Flohmärkten sehen die Rentner mit ihren Alben und Kisten voll Münzen jedenfalls nicht viel glücklicher aus als die daneben mit den Briefmarken. Oder meinst Du mit "klassisch" die wirklich alten und meist seltenen Münzen? - Ob der damit erzielte Umsatz aber tatsächlich größer ist als der mit Tubes und Masterboxes voll Bullions? Ich weiß es nicht, wäre aber eher überrascht. Was ist Deine sicherlich fachkundigere Einschätzung?
    Gruß GOLD-BOB

    "(...) die bei ausländischen Notenbanken verwahrten Goldbestände in regelmäßigen Zeitabständen mittels geeigneter Stichproben körperlich aufzunehmen." :hae: - Vermutlich bestehen die Stichproben darin, dass zwei oder drei Barren vorgezeigt werden - warum auch mehr? Alle weiteren sehen ja genauso aus. [smilie_happy]
    Ernsthaft: Wenn man Inventur macht, will man doch gerade die Vollzähligkeit festellen. Und wenn alles noch da wäre, so doch wohl in schön geordnete Stapel an 400-Unzen-Standardbarren; das Abzählen geht dann recht leicht. Stichproben wären allerdings trotzdem angebracht - nämlich um Gewicht und Reinheit der Barren zu prüfen.
    GOLD-BOB

    @ bt: "Und selbst wenn... Wer hätte physisch dann abgegeben..?!" -
    Natürlich niemand, aber ein Zukauf physisch auf diesem Niveau... :thumbup: oder gar mit einem netten Call-OS auf die Korrektur zu warten... :thumbup: :thumbup: - aber vermutlich wäre der Kauf als Mistrade annuliert worden. :boese: Es war wohl ein Eingabe- oder Übertragungsfehler - und das ist auch besser so.
    Gruß GOLD-BOB

    Auf der GS-Hauptseite wird im Kasten oben rechts Platin mit Bid 36 USD (!) und Ask 1620 USD angegeben; wenn man daraus den Mittelkurs bildet - nur so ein Verdacht... Zumindest dort oder bei deren Quelle stimmt jedenfalls etwas nicht.
    GOLD-BOB
    PS: CARLOZ war ein paar Sekunden schneller.

    Für die meisten hier ist es selbstverständlich trivial, aber nach meiner Beobachtung vergessen die Medien und auch manche andere bei ihren POG-Analysen und -Prognosen häufig, dass der für die meisten von uns relevante Goldpreis in EUR zweierlei Schwankungen unterworfen ist, nämlich der Veränderung des weltweit primär in USD festgelegten Goldpreises und der des Devisenkurses USD/EUR. In den vergangenen Monaten hat die Entwicklung des Dollar/Euro-Kurses jedenfalls mehr zum Auf und Ab unseres Euro-Goldpreises beigetragen als die Veränderung des globalen Dollar-Goldpreises selbst. Der Anstieg in EUR in den letzten 12 Monaten ist auf einen "echten" POG-Anstieg und, sogar überwiegend, auf die Euro-Schwäche (bzw. Dollar-Stärke) zurückzuführen.
    Insofern ist eine Bewertung wohl nur sinnvoll, wenn sie auf USD-Basis durchgeführt und von einer USD/EUR-Analyse bzw. -Prognose ergänzt wird.
    Inwieweit in der heutigen Marktphase Gold- und Devisenpreise korreliert sind oder eher unababhängig voneinander laufen, weiß ich nicht. Man könnte den Verlauf dieses Zusammenhangs anhand täglicher Kurse etwas mühselig selbst berechnen - oder kennt jemand eine Internet-Quelle für eine solche Korrelationsfunktion, die positive Werte (gleichläufig), negative Werte (gegenläufig) oder Null (unabhängig) annehmen kann?
    GOLD-BOB

    Was früher gut, üblich und akzeptabel gewesen ist, ist es heute eben nicht mehr. Früher hat "man" eine Kapitallebensversicherung wie zum Beispiel auch mindestens einen Bausparvertrag abgeschlossen. Eine Diskussion über "hätte" und "würde" ist doch sinnlos. Ich finde immer Anlageformen, die im Nachhinein betrachtet besser - auch als Gold - abgeschnitten hätten. Und selbst, wenn einige meinen, dass man alles doch auch damals schon hätte wissen müssen, nutzt dies heute nichts mehr.
    Hilfreicher wäre eine Antwort auf die Frage: Was macht man am besten mit den bestehenden Verträgen? Ein Beispiel aus meinem Umfeld: Über mehr als zwanzig Jahre wurde brav eingezahlt, die Laufzeit endet (spätestens 8) ) in sechs Jahren. Ich weiß nicht, wie hoch die bisherige Rendite ist, aber die (steuerfreie) Auszahlung steigt wohl laut Plan ganz erheblich in den letzten drei Jahren der Vertragslaufzeit. Unter normalen Umständen würde man so kurz vor dem Ziel deshalb wohl zum Durchhalten raten. Aber aufgrund der Finanzkrise ist eben nichts mehr normal, nicht einmal, dass in ein paar Jahren überhaupt noch etwas ausgezahlt wird. Baldige Kündigung ist deshalb tatsächlich eine Option. Oder ein Verkauf der Versicherung, wobei ich einmal vermute, dass auch hier der Markt nicht mehr attraktiv ist.
    GOLD-BOB

    Ich stelle mir gerade vor, dass ein Neuling hier nur wegen der klar fragenden Überschrift "Wo kann man seine Münzen verstecken?" diesen Thread öffnet und bei den letzten Beiträgen zu lesen beginnt... :hae: :hae: :hae: Selbst ein Plaudern über das Wetter, den Fußball oder Ähnliches wird nach wenigen Beiträgen (etwa über die Stichworte "Chemtrails", "Brot und Spiele" usw.) zur Polemik mit persönlichen Beschimpfungen. Sagt das nicht sehr viel über den Zustand dieses Forums und ihrer Mitglieder?
    GOLD-BOB

    Das Konzept von Vermögensabgaben, "Reichensteuer" und Ähnlichem ist heimtückisch, weil man diese natürlich (zunächst) nur für eine kleine Minderheit der Bevölkerung auslegt. Die Mehrheit ist leicht dafür zu gewinnen, solange der finanzielle Abstand zur eigenen Situation groß genug ist. Aber es betrifft eben am Ende nicht nur einige Einkommensmillionäre und die wenigen Vermögensmilliardäre, die man gern als Extrembeispiele anführt, sondern viele mehr. Es wäre ehrlicher und fairer, dann auch das gern genannte "Oma ihr klein Häuschen", die Kapitallebensversicherung und den Bausparvertrag nicht auszunehmen. Und schon würden fast alle dagegen sein... Selbst wenn man meint, Steuern und Abgaben progressiv gestalten zu müssen, halte ich Freigrenzen ("nur oberhalb von ... EUR") immer für falsch.
    Ähnliches gilt für andere Bereiche: Aktien haben doch zu viele, auf Finanzderivate darf man hingegen beliebig einprügeln. Ob Gold auf der "bösen Seite" landet, wird auch davon abhängen, wieviele Mitmenschen solches besitzen. Ich hoffe, es werden noch viel mehr.
    GOLD-BOB