Beiträge von GOLD-BOB

    @ Pandadler: Als Stichtag der Bewertung gilt der letzte Freitag. Wer seine Aktien erst nächste Woche verkauft, müsste also nach jetzigem Stand der Dinge verschont bleiben. Spiel das mal mit einem Hausverkauf durch - das alles ist schon richtig krass.


    Wenn zum Beispiel ein FDP-Brüderle heute kommentiert, es sei "zu begrüßen, dass nun auch die Gläubiger mit nahezu einem Drittel an der Hilfe für Zypern beteiligt werden sollen", so müsste doch spätestens jetzt wirklich auch jeder Michel begreifen, dass er als Inhaber eines Girokontos oder Sparbuchs nicht etwa sein Geld einer Bank vor allem zum treuen Aufbewahren gibt, sondern deren "Gläubiger" ist. Aber man glaubt eben das, was man glauben möchte.


    Gruß GOLD-BOB

    Ein kleiner Blick auf die Stimmungslage in Deutschland: Zypern? Euro? Bank-Run? Panik? Unruhen? Revolution? - Nicht so ganz; auf WELT-Online findet man aktuell als
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    @ Spengler: Ja, es geht nur um Girokonten, Sparbücher, Festgelder. Verabschiedet das zypriotische Parlament das Gesetz nicht, gilt die europäische Zusage auch nicht. Diese muss ja auch der Bundestag noch bestätigen - was aber wäre, wenn der mal Nein sagen würde? Oder ein Parlament eines anderen Euro-Landes, oder werden die gar nicht mehr gefragt?


    Wie Argus und andere stelle auch ich mir vor allem die Frage, welche Pläne sich hinter dieser Enteignung verstecken.
    Will man Chaos und Ärger halbwegs vermeiden, stürzt man sich doch normalerweise auf eine Minderheit, die von der Mehrheit sowieso nicht gemocht wird - hier die mit großem Vermögen. "Normal" wäre also ein Freibetrag in einer Höhe gewesen, dass mindestens 90 % der Bevölkerung nicht betroffen sind. Außerdem würde man normalerweise Vermögen zu besteuern versuchen und nicht Bankguthaben - das Signal ist doch: Bargeld lieber unter das Kopfkissen als auf das Bankkonto zu legen. Eine größere Einladung zum Bank-Run gibt es doch kaum.
    Außerdem interessiert mich Näheres zum technischen Ablauf. Ist es nicht so, dass die Sparer zwangsweise mit Anteilscheinen "entschädigt" werden? Was macht man mit Firmen- oder Anderkonten? Und wie legalisiert man das Ganze zumindest halbwegs formal?
    Und schon wieder werden im Ausland Merkel und Schäuble als Drahtzieher ausgemacht: Um nicht vor allem mit deutschem Geld dubiose russische Anleger zu retten, wäre dieser rigorose Haircut Bedingung für die Garantie gewesen. Aber das hätte man wohl auch anders lösen können.
    Mein Zwischenfazit: Es geht nicht um das überschaubare Zypern, sondern um die Signalwirkung an alle anderen Länder, insbesondere nun Italien. Oder auch um den Test, was noch alles möglich ist, ohne eine Bürgerrevolte hervorzurufen. Oder es steckt noch mehr dahinter...
    Für mich ist jedenfalls dieses Wochenende kaum weniger bedeutsam als damals die Lehman-Pleite.
    GOLD-BOB

    Eine einschneidende Maßnahme, die vermutlich vor allem zeigen soll, was alles geht.
    Besonders erfreut werden die sein, die gerade ein Darlehen erhalten, aber noch nicht ausgegeben haben. Auch dieses Guthaben fällt nämlich unter die "Bankensteuer". Man kann also weniger ausgeben und darf aber 100 % plus Zinsen zurückzahlen.

    Ich hatte damals auch einige der argentinischen Anleihen, die ich dann zu um die 30 % verkauft habe. Klar, man freut sich nicht darüber ;( , aber wer zweistellige Zinszahlungen erwartet (und zunächst ja auch einstreicht :thumbup: ), sollte wissen, dass das Risiko groß ist und später nicht herumjammern. Der Verlust war jedenfalls nicht so groß, dass ich Lust hatte, schlechtem Geld auch noch gutes an Anwaltgruppen hinterherzuwerfen und dazu vor allem meine Zeit und Nerven für einen jahrelangen internationalen Rechtsstreit zu vergeuden.
    GOLD-BOB

    Es gibt gute Gründe gegen Studienbeiträge - aber auch dafür.
    Ihr Wegfall wird nicht vollständig und dauerhaft durch den Staat aus Steuern kompensiert werden - somit wird das Angebot für Studenten z.B. an Übungsgruppen, Praktika, Ausstattung und Öffnungszeiten der Bibliotheken usw. auch in Bayern wieder zurückgehen.
    Das Problem bei Volksbefragungen besteht darin, dass die Alternative nicht deutlich wird, also hier: anstelle der Gbeühren eine Senkung der Qualität (Angebote) oder der Quantität (Zulassungsbeschränkung) oder eine anderweitige Finanzierung (Steuererhöhung).
    Was spricht gegen Gebühren, die bei Bedarf als zinsloses Darlehen zur späteren Rückzahlung ab einem bestimmten Mindesteinkommen vergeben werden? Das hat doch beim BAFög über viele Jahre auch funktioniert; die meisten schmunzeln später im Beruf über die Rückzahlung. Zur Frage, wer eine solchen Arbeitsplatz garantiert: niemand. Aber wer von Beginn an nicht daran glaubt, dass ihn das Studium in einen adäquaten Beruf führt, sollte bitte auch nicht erwarten, dass der Steuerzahler seine Selbstverwirklichung zahlt. Insofern sehe ich in Studienbeiträgen auch eine Schutzgebühr.
    GOLD-BOB

    Wenn der Urheber dieser Abstimmung es möchte, gebe auch ich gern zu, dass ich auf der Liste PS-Coins angekreuzt habe und auch Flo gern angekreuzt hätte.
    Zu ps-c: Ein unterstützenswerter Familienbetrieb mit immer fairen und meist sogar sehr günstigen Preisen. Dass man auch mal kurz über das Befinden spricht, abends die Suppenschüssel hören kann und geradezu bei Mutter und Sohn daheim ist, stört mich nicht - im Gegenteil. Lieferzeiten sind meist normal, und wenn es mal länger dauert- na und? Der Kauf von physischem Gold und Silber ist für mich kein Intraday-Trading. Und Sorgen um mein Geld habe ich hier nicht im Geringsten.
    Zu Flo: Ja, der fehlt auf der Liste! Obwohl seine Internetseite verwaist ist, liefert er. Danke auch für Deine speziellen Botendienste, Flo. Beim nächsten Mal aber nicht auf dem Parkplatz, sondern bei einem Bier...
    Ja, manche Händler sind sehr speziell. Aber das Wichtigste: Auch viele andere Händler ohne Familienanschluss könnte ich empfehlen. Selbst bei eBay hatte ich noch kein wirkliches Problem.
    Aber die allerbesten Händler findet man - natürlich hier im Forum!
    Gruß GOLD-BOB

    Zunächst muss man feststellen, dass wir immer noch viele Produkte in alle Welt exportieren - und zwar zum großen Teil höchstwertige Technik.
    Ein in Deutschland ausgebildeter Ingenieur mit Diplom oder Master zählt im Durchschnitt immer noch weltweit zu den Besten.
    Unser Problem sind Großprojekte, die derzeit zu oft in die Hose gehen. Warum? -
    Die Mehrheit der Bevölkerung ist satt und will nur ihren Besitz wahren. Wenn jemand in einem Land ohne ausgiebige Sozialhilfe arbeitslos ist, wird er sich bei dem geplanten Bau eines Wolkenkratzers, einer Talsperre, eines Flughafens, eiern Autobahn oder was-auch-immer nur zu gern beteiligen - und nicht groß nach Sinn, Ethik und Nachhaltigkeit fragen oder eine Bürgeriniatitive dagegen gründen. Dies ist nicht meine zynische Forderung nach mehr Not und Abhängigkeit bei uns, sondern eine nüchterne Beschreibung der Folge unseres allgemeinen Wohlstands. Ich sage "allgemein", weil auch ohne Hungersnot größere soziale Unterschiede (z.B. Geld, Ansehen) ebenfalls eine Triebfeder sind. Sehr viele Ingenieure kommen aus einfachen Verhältnissen, wo die Kinder nicht Medizin oder Jura studieren. Aber wir haben das Ansehen eines Maschinenbauers oder Elektrotechnikers gegenüber einem smarten Manager oder selbst einem einfachen BWLer heruntergezogen.
    Eine weitere Triebfeder wäre das des Unternehmertums. Aber auch hier sind wir sehr verschämt. Wer stellt sich denn hin und sagt offen, dass er ein Projekt nicht etwa aus soziokulturellen Gründen möchte, sondern um mit seiner Idee Marktherrschaft zu erobern und Kohle zu verdienen, und zwar je mehr desto besser!?
    Bezeichnend ist auch, dass wir zwar immer noch große Maschinen exportieren, aber im Bereich der Elektronik alles - vom PC, über das Handy zum TV - importieren. Hier fehlt uns m.M. unter anderem die Verspieltheit und der Mut, bei Ideen statt eines "warum?", besser ein "warum nicht?" gelten zu lassen.
    Ich stelle mir gerade vor, wie eine Pathos-Rede à la JFK im Mai 1961 zur Raumfahrt ("... vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen zum Mond ...") heute in den deutschen Sesseln ankäme... Ich vermute etwa mit "Was sollen wir denn da?", "Ist das nicht zu gefährlich", "Wird der böse Mensch nicht den noch unbefleckten Mond verändern?" und natürlich "Was das kostet!"
    "Energie" wäre vielleicht heute ein ähnliches Mega-Thema, aber nur, wenn man es zugleich visionär und konkret proklamieren würde - aber selbst dieses Thema ist in kurzer Zeit verkommen zu Statistiktricks, Subventionsgerangel und Verwaltungsvorschriften.
    Na ja, ich räume auch ein - Merkel und Kennedy sind vielleicht vom Typus etwas anders. [smilie_happy]
    GOLD-BOB

    Nichts für ungut - aber ein bloßes Eintippen von "Stanislaus August 1770 Taler Warschau" gibt viele, viele Ergebnisse, Hintergründe, Händlerpreise... Warum also zunächst hier anfragen?
    Gruß GOLD-BOB

    @ elpollo:
    Unsere Tonne mit 1 t = 1000 kg heißt tatsächlich im Englischen international, also einschl. USA und Australien, "tonne", zur Unterscheidung auch "metric tonne" oder auch "metric ton". Im alten Imperial System mit "pounds", "ounces" usw. gibt es die "ton" oder "long ton" zu etwa 1016 kg und die "short ton" zu etwa 907 kg. Also von daher ist es kein Scherz.
    Ich werde wohl mal meinen Händler fragen, ob er mit einem Tafelgeschäft einverstanden ist. Die Haftung der DHL greift ja leider nicht und auch ein Wertversand ist mir nicht genügend diskret.
    Gruß GOLD-BOB

    Mal abgesehen davon, dass auch ich nur von guter Kauferfahrung und nettem Kontakt mit Edelmetallinvestor :thumbup: berichten kann, meine ich allgemeiner, dass hier der eine oder andere eine etwas seltsame Auffassung von "Handel" hat. :hae: Ein Preisangebot auch nur etwas über dem billigsten Händler gilt schon als versuchter Betrug - aber wehe, es ist unter dem höchsten Händlerankaufpreis, dann kann es ja nicht mit rechten Dingen zugehen...
    Warum schreibt die hiesige Preispolizei nicht gleich Mittelkurs (pro-aurum oder westgold) als allgemein verbindlich vor? Einfach nur absurdes Theater! [smilie_happy] Die Handelsregeln des Forums sind streng genug. Dass man hier versucht, unerfahrene Neulinge über den Tisch zu ziehen, sehe ich nicht, und die Hinweise "reserviert" und "erledigt" nach meist kurzer Zeit sind so zahlreich, dass sich niemand zu sorgen braucht, dass hier wegen überzogener Vorstellungen wie bei anderen Plattformen kein Handel zustande käme.
    Allen ein schönes neues Jahr, GOLD-BOB

    Gold ist der natürliche Gegenspieler zu Papiergeld, Zertifikaten und erst recht Hebelpapieren.
    Dass der Goldpreis nicht allein von der physischen Nachfrage, sondern sogar überwiegend von kaum durchschaubaren Tradingaktivitäten am Terminmarkt bestimmt wird, ist daher ein schlechter Witz. Im Grunde hat aber der Spotmarktpreis an der Börse mit dem Münzen- oder Barrenpreis beim Händler so wenig zu tun, wie der aktuelle Kurs des Schweinebauch-Terminkontrakts in Chicago mit dem Preis des Schnitzels im Restaurant um die Ecke. Ich frage mich, ob sich auch bei Gold und Silber die Preise für physisches, also wirkliches Edelmetall von denen des virtuellen Spotmarkts loslösen können - und damit meine ich nicht die Erhöhung der Handelsmarge um ein Prozent. Aber vielleicht sind wir schon so sehr an die Kopplung gewöhnt worden, dass wir uns gar nicht mehr wundern. Und so schauen wir auch bei Gold genau wie jedem anderen Wert gebannt auf die Kursverläufe, die innerhalb von Minuten von magischer oder teuflischer Hand bewegt zu werden scheinen.
    Gruß GOLD-BOB

    Pädagogisch ist es gut, wenn man zeigt, dass man Lebensmittel wertschätzt und nicht im Überfluss kauft und unnötig wegwirft. Vom Symbolwert abgesehen ist es für den Bedürftigen jedoch ohne Unterschied, ob ich den Hähnchenschlegel bis auf den Knochen abnage, die Pizza im Restaurant restlos aufesse oder nicht. Wir haben zumindest in unseren Gegenden keine Lebensmittelknappheit. Unser Nachbar braucht nicht zu hungern, wenn ich zuviel einkaufe.
    GOLD-BOB

    @ Knallsilber:
    Wenn der EURO von heute auf morgen (in diesem Fall: in Frankreich) für wertlos erklärt würde, dann hättest Du recht - aber dann würden sowieso die Hütten brennen und auf die paar Münzen käme es auch nicht mehr an. Selbst Pessimisten (= Realisten) haben in ihrem Geldbeutel und auf dem Konto noch ein paar EUROs - und diese werden bei solchen Münzen getauscht.
    GOLD-BOB

    An die vermutlich nicht all zu vielen Forenleser, die sich auch mit Schiffswrackbarren beschäftigen, habe ich zu meinem vorangehend vorgestellten Barren eine Frage:
    Hat einer den Katalog "The Bredenhof Bullion" des Auktionshauses Christie's von 1986?
    Ich finde derzeit im Internet nur ein hochpreisiges Exemplar in Südafrika, vor einiger Zeit ist vom Münzenhaus Diller aber auch eines in Deutschland verkauft worden. Vielleicht habe ich ja hier Glück, und ich kann den Katalog abkaufen oder einmal ausleihen.
    Für jede PN mit einem Hinweis bin ich dankbar.
    GOLD-BOB

    Die Diskussion zeigt doch nur, dass es nicht die eine beste Lösung für alle gibt.
    Erstens hängt es davon ab, wie handwerklich begabt man ist.
    Zweitens davon, wie gut man vernetzt ist und sein will: Ein Einheimischer in dritter Generation hat für jedes Gewerk einen Schwager, Nachbarn, Freund oder Bekannten; als gerade Zugereister hat man das nicht. Aber selbst wenn man reichlich Hilfe bekommen kann, sollte man daran denken, dass man dann auch mithelfen muss, wenn diese bauen. Es sei denn, man bezahlt sie wie Fremde, so dass man sich nicht mehr verpflichtet zu fühlen braucht.
    Drittens kommt es darauf an, wieviel Freizeit man dafür aufbringen und wann man einziehen will. Ich kenne Menschen, die über viele Jahre je nach Zeit, Geld und Mithelfer immer mal wieder ein paar Steinchen gesetzt haben; wenn man aber für eine Familie baut, muss man aufpassen, dass dann die Kinder und - bei dauerhaftem Urlaubsverzicht - auch die Frau zum Richtfest noch da sind.
    Viertens hängt es davon ab, ob man haupt- oder nebenberuflich nicht in gleicher Zeit mehr Geld verdienen kann, als man durch Eigenleistungen spart. Wenn mein Stundenlohn netto höher ist als der des Bauarbeiters brutto, ist die Sache entschieden.
    Sicher gibt es noch viele weitere Kriterien, z.B. die Lebensphase.
    Und dann kann man ja auch noch ein Haus kaufen - nicht immer ein Schnäppchen, aber man weiß, was man hat und kann sofort einziehen.
    Bei den heutigen Niedrigzinsen, die man sich ja über lange Zeit festschreiben lassen kann, würde mich ein vernüftig dimensioniertes Baudarlehen nicht sonderlich stören. Wenn man sich allerdings beruflich nicht halbwegs sicher fühlt, sollte man es sich sowieso dreimal überlegen. Ich meine damit nicht nur den Fall der Entlassung sondern auch eine mit einem Umzug verbundene Veränderung. Ich würde mir dann jedenfalls lieber eine großzügige Wohnung mieten - und öfter in Urlaub fahren.
    Aber wie gesagt: Jedem das seine!
    GOLD-BOB