Beiträge von GOLD-BOB

    @ Golden Mask: Ein schöner Barren - der Hasen-Freundeskreis gratuliert Dir zum Abschuss! [smilie_blume]


    Liebe Gussbarrenfreunde, bevor ich sehr bald auch wieder einmal einen eigenen Neuzugang präsentiere, möchte ich zunächst diesen Barren "im Auftrag" für einen Forenfreund vorstellen. Es wäre doch zu schade, auf das Foto und die gut recherchierten Informationen zu verzichten, die meinen früheren Beitrag Nr. 818 in diesem Thread deutlich ergänzen.



    3F steht für FFF und damit Franco und Filiberto Fraccari. Die Familie Fraccari betreibt heute mit der "Scuderia Gardesana" einen der erfolgreichsten Rennställe Italiens.
    Die Brüder Franco und Filiberto betrieben von 3. Oktober 1959 bis in die 1970er Jahre die "OREF. ARG. METALLI PREZIOSI E AFFINI di FRACCARI FRANCO & FILIBERTO Snc" in der Viale Cristoforo Colombo 105 in Verona.
    Der Barren zeit den Stempel <78 VR> und stammt somit aus der Zeit zwischen Gründung und 1968, als die aktuell gültige Stempelform in Italien eingeführt wurde.
    Siehe hierzu http://www.silvercollection.it/SILVERSMITHSVR.html sowie http://www.925-1000.com/Fitalian_marks_01.html
    Eine Verbindung zur gleichnamigen Schmelze Fraccari aus Valenza im Piemont konnte nicht festgestellt werden, http://www.fraccarivalenza.it/eng/company/company.html
    Weitere Quellen:
    http://www.gardesana.it/
    http://www.anact.it/uploads/riviste/2010-05-IlTrottatore.pdf (PDF enthält ein Foto von Filiberto Fraccari)
    http://www.anact.it/uploads/riviste/2009-05-IlTrottatore.pdf


    Es grüßt Euch GOLD-BOB

    Nur für den Fall, dass sich jemand für einen der vormals drei hier ... http://link.marktplaats.nl/548318061 ... angebotenen Barren interessiert, meine Warnung:
    Es handelt sich auf dem Foto um einen Barren vom Wrack der Rooswijk - wie hier unter anderem von mir bereits vorgestellt - und nicht etwa von der Bredenhof, wie der Anbieter schreibt. Da er zudem das Foto von einer früheren seriösen Auktion kopiert hat und auch auf meine Nachfrage weiter anbietet, darf man ihn wohl als Betrüger bezeichnen. :boese:
    GOLD-BOB

    @ manche hier:
    Auch wenn ich mich wiederhole: Ein Blick in das Grundgesetz zeigt, was ein Bundespräsident (BP) - ganz gleich, wie er heißt - darf und was nicht. Er ist nicht dazu da, Gesetze, die uns nicht passen, durch Verweigerung seiner Unterschrift zu verhindern! Es gibt wenige Ausnahmen: Ein paar mal hat ein BP das Gesetz aus formalen Gründen gestoppt, meist weil der Bundesrat übergangen wurde. Ganz selten, ich erinnere mich nur an von Weizsäcker und Köhler, hat ein BP ein Gesetz blockiert, weil er persönlcih dieses für verfassungswidrig hielt. Selbst, wenn er - was bei Juristen umstritten ist - dies dürfte, hält er es nur vorübergehend auf, denn das letzte Wort dazu hat das Bundesverfassungsgericht (BVG). Wenn ein BP so schnell prüfen und vor-urteilen kann, müsste man doch auch direkt vom BVG eine einstweilige Anordnung bekommen können, wenn der Verdacht auf Verfasungswidrigkeit besteht.
    Ich bleibe dabei: Das Problem ist unser Parlament, das allein für die Gesetzgebung zuständig ist, dessen zahlreiche Abgeordnete aber nicht mehr selbst denken und entscheiden.
    Gruß GOLD-BOB

    Ob man die Art des Herrn Gauck persönlich nun sympathisch findet oder nicht, ist Geschmacksache. Ob er ein guter Bundespräsident wird oder nicht, weiß noch niemand von uns. Wir sollten ihn beobachten, ihm eine Chance geben und ihn nach einiger Zeit bewerten.
    Man sollte sich aber darüber bewusst sein, in welchem engen Rahmen die verfassungsmäßigen Aufgaben eines Bundespräsidenten gesteckt sind.
    Er ist in erster Linie Repräsentant unseres Landes, soll sich parteipolitisch möglichst nicht einmischen und hat keineswegs das Recht, ihm selbst oder manchen von uns unliebsam erscheinende Gesetze als "Übervater" zu blockieren.
    Selbst die Frage, ob er die Verfassungsmäßigkeit des Inhalts eines Gesetzes selbst einschätzen darf oder nur die des formalen Zustandekommens wird von Verfassungsrechtlern durchaus unterschiedlich beurteilt. Wenn ich auch hoffe, dass Gauck seinen Spielraum eher großzügig nutzt, sollte doch niemand meinen, dass ein Bundespräsident politische Entscheidungen - etwa hinsichtlich der Europa-Finanzierung - korrigieren kann oder auch nur darf.
    Wir sollten also hier nicht einen Bundespräsidenten als "Abnicker" (denn das ist tatsächlich bei Gesetzen normalerweise seine Aufgabe) beschimpfen, sondern vor allem die gewählten Abgeordneten im Bundestag hinterfragen. Genau die sollen nämlich über die Gesetze entscheiden, haben sich aber längst zum willigen Stimmvieh ihrer Fraktion degradieren lassen.
    Wenn ich sehe, dass Kabinettsbeschlüsse nicht mehr als Gesetzesvorschläge an das Parlament aufgefasst werden, sondern de facto bereits als Gesetzeserlass (siehe zum Beispiel rückwirkende Terminsetzung der Anwendung), ist dies der eigentliche Skandal und nicht die Ohnmacht oder der Unwille eines Bundespräsidenten zur Korrektur.
    GOLD-BOB

    Sicherlich ist Wulff peinlich - aber die Diskussion über seinen Ehrensold nicht weniger. Es wäre ein versöhnlicher Zug von ihm gewesen, darauf ganz oder teilweise zu verzichten - aber wenn er diese Größe nicht hat, sollte man es auf sich beruhen lassen.
    Das Amt selbst wäre mir diese Summe mehr als wert. Vergleicht bitte den Bundespräsidenten nicht mit Paul am Fließband oder Erna an der Kasse, sondern mit den übrigen Staatsrepräsentanten. Sogar dieselben (vor allem Frauen), die sich stundenlang Hochzeiten irgendwelcher Prinzen und Prinzessinen im Fernsehen anschauen, jammern nun herum. Wir sind auch heute noch umgeben von Königshäusern, siehe Großbritannien, Schweden, Dänemark, Niederlande, Belgien u.a. Jedes davon kostet pro Jahr zwischen 40 und deutlich über 100 Mio. EUR. In fast allen Ländern darf man auf nahezu alles schimpfen, nur nicht auf König oder Königin - da bekommt man ziemlichen Ärger mit fast allen Bürgern, obwohl diese uns ansonsten ziemlich ähnlich und auch westliche Demokraten sind. In Deutschland wollen wir keine Monarchie, auch keine repräsentative; an ihre Stelle - grob verglichen - tritt bei uns das Amt des Bundespräsidenten. Und da sollte man nicht so herumfeilschen. Wulff hin oder her - fändet Ihr einen Prince Charles weniger peinlich?
    GOLD-BOB

    Auch wenn ich mir immer wieder vornehme, mich in diesem Forum nur noch zu Gold und Silber zu äußern, weil alles andere sowieso fruchtlos ist, überkommt es mich einmal mehr...
    @ Homm13: Wenn du zitierst, dass "Möchtegernliberale und Konservative" nur deshalb für Atomstrom seien, weil "Linke und Grüne" dagegen sind, magst du heute sogar recht haben, es ist für mich aber dennoch zum Schmunzeln: Gerade die Grünen tragen den Rest ihres Ursprungs noch im Namen. Sie waren bei ihrer Gründung aus der "Akw-Nee"-Bewegung das Paradebeispiel für eine Opposition gegen das Bürgerliche einschließlich deren Kleidung und Benehmen. Nur ein Gedankenspiel: Hätten CDU/CSU, SPD und FDP damals Sonnen- und Windenergie favorisiert, wären die Grünen vielleicht für "sauberen Atomstrom" eingetreten.
    Zum hin und her der Preis- und Kostenvergleiche: Das Entscheidende ist die Bilanzgrenze. Rein betriebswirtschaftlich kann für einen Einzelnen selbstverständlich etwas günstiger sein, was volkswirtschaftlich für die Gemeinschaft schlechter ist. Durch Steuern einerseits und Subventionen andererseits ist dies sogar eher der Normalfall. Und selbst wenn etwas für eine Volkswirtschaft gut ist, kann international und global das schlecht sein. Zu dem räumlichen kommt der zeitliche Horizont einer Betrachtung. Mir scheint, uns interessiert die Zukunft für etwa zwei Generationen (Kinder und Enkelkinder), eine mögliche Katastrophe in 500 Jahren eher nicht. Deshalb ist eine Diskussion über ct/kWh zwar interessant, führt aber nie zm Konsens. Wer innerlich entschlossen ist, sich PV aufs Dach zu setzen, rechnet dies nicht nüchtern durch. Notfalls werden Gegenrechnungen mit dem Hinweis vom Tisch gewischt, dass allein die Autarkie ja einiges wert sei und die mafiösen Energiekonzerne sowieso in den nächsten Jahren die Preise drastisch anheben würden.
    Die große Herausforderung der (auch der Energie-) Politik besteht für mich darin, etwas Vernünftiges der Mehrheit der Unvernünftigen schmackhaft zu machen.
    Gruß GOLD-BOB

    Hallo bt,
    schön, dass du mal wieder was in den von dir eröffneten Schiffswrack-Thread einstellst. Ein netter Zufall: Als ich deinen Beitrag lese, habe ich gerade meinen zuvor vorgestellten VOC-Barren von der Rooswijk in der Hand... Er gefällt mir nach wie vor sehr gut :rolleyes:
    Nachdem es für einen Atocha bei mir wohl nicht reicht, überlege ich schön länger an einem Cazador. Sehr teuer sind die Pieces of Eight ja nicht, und an Angebot mangelt es auch nicht. Die meisten scheinen versiegelt angeboten zu werden. Geht es dabei um die Zuordnung des Zertifikats oder um den weiteren Erhalt der Münzen? Eigentlich möchte ich sie ja nicht nur anschauen, sondern auch begrapschen.
    Gruß GOLD-BOB

    @ Homm13: Genau das ist das Problem. Man geht hier einer Frage nicht nach, um herauszubekommen, ob etwas so ist, sondern dass es so ist. Politikern könnte man das ja vielleicht noch verzeihen, aber Wissenschaftlern nicht. Auch hier gibt es jedoch inzwischen fast nur noch das eine (derzeit große) Lager mit Menschen, die innerlich und äußerlich sich immer besonders unkonventionell geben, die Überfluss- und Konsumgesellschaft geißeln, Steaks, Fast-Food und Autos verdammen und das andere (derzeit kleinere) Lager von Menschen, welche genauso unsachlich nur prinzipiell gegen die erste Gruppe eingestellt sind.
    Meine Einschätzung zur Klimafrage ist sehr klar, nämlich: Nichts ist klar! Es gibt Hinweise auf Veränderungen und Korrelationen, aber keine Beweise für Kausalitäten im Sinne einer Ursache mit Wirkung. Wer recht hat, lässt sich heute noch nicht entscheiden. Genau deshalb bräuchten wir eine Forschung, die ergebnisoffen herangeht.
    GOLD-BOB

    Tatsächlich wird im EEG nur indirekt auf "CO2" Bezug genommen, so beim Zweck des Gesetzes ("im Interesse des Klima- und Umweltschutzes") und bei Hinweisen auf ein "Treibhausgas-Minderungspotenzial". Schon insofern würde eine Klage wohl unmittelbar abgewiesen.
    Wenn ich auch die eine oder andere Skepsis zur Kausalität "durch Menschen zusätzlich freigesetztes CO2 verursacht globale Erewärmung" teile, sollten die "CO2-Zweifler" nicht denselben Fehler begehen wie die dogmatische Gegenseite.
    So entgegnete mir vor ein paar Tagen ein Öko-Wissenschaftler rigoros: "Zu einer Diskussionsrunde über globale Klimaveränderungen laden wir die letzten und nur noch PR-süchtigen Zweifler angesichts der inzwischen vorliegenden Beweise so wenig ein wie Holocaust-Leugner zu einer Diskussion über das Dritte Reich." Es lebe die kritische und selbstkritische Forschung...
    Gruß GOLD-BOB

    Wer sagt da noch etwas gegen Fingerfood? -



    Mein Johnson Matthey zu 100 g hat nun noch ein 10-Tola-Geschwisterchen bekommen. (Danke allen Mitwirkenden daran! [smilie_blume] )
    Ob aus den beiden Fingerbarren im Laufe der Jahre noch eine Hand wird?
    Gruß an alle von GOLD-BOB


    @ kischmisch: Glückwunsch zum Hobi auch von mir. Wie du weißt, beinahe... - Der nächste ist dann für mich.
    @ bubi: Nette Beute von deiner kleinen Börse.

    Ein Problem ist unser verkrampfter Umgang mit Einkommen und Vermögen. Während man in manchen anderen Ländern (nicht nur in den USA) stolz darauf ist, viel zu verdienen und zu besitzen, gibt es in Deutschland reflexartig die Umverteilungsforderung. Ich habe den Eindruck, dass hier mehr Menschen als in den meisten anderen Ländern den Sinn der Steuern nicht in erster Linie darin sehen, notwendige Ausgaben für die Gemeinschaft (Straßen, Schulen usw.) zu finanzieren, sondern ausdrücklich das Robin-Hood-Prinzip ("Er nimmt von den Reichen und gibt es den Armen") im Vordergrund steht. Viele hier gehen davon aus, dass größere Einkommens- und Besitzunterschiede prinzipiell ungerecht oder sogar unrecht sind und die Steuern diese Unterschiede abtragen sollen. Dass Gutverdiener mehr Steuern zahlen sollen als Geringverdiener, ist ja unbestritten, aber dies sollte kein Selbstzweck, sondern nur ein Mittel zur Finanzierung der Gemeinschaft sein. Auch aus meiner Sicht gibt es Menschen, die unverschämt viel verdienen - Steuern sind jedoch für mich ein schlechtes Instrument, um dies zu ändern.

    Was mich grundsätzlich an vermögensabhängigen Steuern stört, ist, dass der Staat hierzu das Vermögen erfasst. Um es deutlich zusagen: Es geht niemanden etwas an, ob und wie jemand sein ordnungsgemäß versteuertes Einkommen legal verprasst, anspart oder investiert. Wenn man Kapitalerträge überhaupt versteuern muss, dann bitte anonym durch eine pauschale Abgeltungssteuer.
    Das Thema GKV vs. PKV ist schwierig: Auf der einen Seite will man aus ethischen Gründen keine Patienten zweiter Klasse, auf der anderen Seite würde sich eine solche Trennung durch eine Einheitskasse wohl noch verstärken, weil man nicht umhin kommen wird, zu einer von allen finanzierten Grundversorgung für jeden auch noch Sonderleistungen für Zusatzversicherte anzubieten. Seltsam ist auch: Wer eine Auto-, Feuer-, Hausrat-, Unfall-, Lebens- oder sonstige Versicherung abschließt, zahlt seine Prämien abhängig von der versicherten Leistung, nicht aber von seinem Einkommen - ist die Krankenversicherung wirklich soooo etwas anderes?
    Gruß GOLD-BOB

    Was treibt ihr denn da für eine seltsame Diskussion?
    Erstens: Es ist richtig, dass es einen Spotpreis in USD/oz gibt. Somit wäre es egal, wo man kauft. Devisenumrechnungen bringen keinen Gewinn, sondern höchstens Kosten.
    Zweitens: Wir haben keine Mehrwert- oder sonstige Steuer auf Goldbarren und die meisten Goldmünzen. Von daher kann man bei Auswärtskauf keinen Steuergewinn machen.
    Drittens: Dennoch unterscheiden sich die Barren- und Münzenpreise in der Welt, weil man normalerweise nicht zum Spotpreis kauft, sondern der Händler auch verdienen will. Und da schlägt man in einem Land mehr, im anderen weniger auf.
    Viertens: Ein Einkauf im Ausland lohnt daher normalerweise nicht wegen vielleicht einem Prozent mehr oder weniger, wohl aber wenn man bestimmte Barren oder Münzen sammelt. Ein Degussabarren oder eine 10-DM-Münze sind hier Alltagsware, am anderen Ende der Welt seltener und teurer - und natürlich umgekehrt. Wer also südkoreanische Münzen sammelt, findet in Südkorea mehr und wohl auch billigere Stücke; ob man sie hier mit Gewinn wieder los wird, hängt von den Vorlieben der Sammler ab.
    Also: reiner Edelmetallpreis weltweit gleich, Sammler- oder Liebhaberwert weltweit verschieden. Was ist daran so schwierig?
    Gruß GOLD-BOB