Wichtige Infos aus KI rausgepresst:
Umicore berichtet aktuell von Liquiditätsproblemen und Verwerfungen auf dem Silbermarkt, weshalb heute keine Kurse für Silber von Umicore gestellt wurden. Hintergrund dazu sind Engpässe und ein strukturelles Defizit auf dem Silbermarkt, das seit mehreren Jahren besteht und sich auf die verfügbare Silbermenge in Lagern wie in London drastisch auswirkt. Marktexperten beobachten, dass das frei verfügbare Silber an der London Bullion Market Association (LBMA) gegenwärtig nur noch für etwa vier Monate ausreicht, was zu starker Knappheit führt. Diese Knappheit treibt die Leasing-Raten und Kosten für Silber in die Höhe und sorgt für erhebliche Marktfriktionen.
Zudem haben Terminmärkte wie Futures und Optionen eine Rolle bei den Preisverwerfungen gespielt. Beim Verfall von Silber-Futures kommt es oft zu einer „Sättigung“ der Kontrakte und gleichzeitigem physischem Kaufdruck, was die Commercial Banks, die als Gegenparteien fungieren, unter Druck setzt, Silber kurzfristig zu beschaffen. Das führt zu Liquiditätsengpässen und hoher Volatilität im Silberhandel.
Für Umicore, als wichtigem Akteur im Metallmarkt, sind diese Entwicklungen kritisch, da das Unternehmen aktuell mit einer belasteten Finanzlage kämpft und auf Kostendisziplin setzt, wie aus der Unternehmenslage 2025 hervorgeht. Diese Liquiditätsprobleme im Silbermarkt und die Unsicherheiten über physische Verfügbarkeit und Preisentwicklung führen bei Umicore offenbar dazu, vorübergehend keine Silberkurse zu stellen, um riskante Handelsaktivitäten zu vermeiden.
Zusammenfassend gibt es also sowohl fundamentale Versorgungsengpässe und ein langanhaltendes Angebotsdefizit im Silbermarkt als auch erhebliche Marktmechanismen in den Future- und Optionskontrakten, die derzeit hohe Volatilität und Liquiditätsprobleme verursachen. Diese Faktoren spiegeln sich in der Handlung von Umicore wider.
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Umicore befindet sich 2025 in einer insgesamt soliden finanziellen Lage, trotz Herausforderungen. Im ersten Halbjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Konzernumsatz von 1,8 Milliarden Euro, auf Vorjahresniveau, und konnte das bereinigte EBIT um 25% auf 302 Millionen Euro steigern. Das bereinigte EBITDA stieg ebenfalls um 10% auf 433 Millionen Euro. Diese Wachstumstrends basieren auf anhaltender Nachfrage, Effizienzsteigerungen und einem günstigen Metallpreisumfeld, das die negativen Effekte von Kostensteigerungen und Währungsschwankungen ausglich.
Die Prognose für 2025 bestätigt Umicore für das bereinigte EBITDA eine Bandbreite von 790 bis 840 Millionen Euro, was eine Steigerung gegenüber den vorherigen Erwartungen darstellt. Trotz der positiven Geschäftsentwicklung meldet Umicore einen negativen freien operativen Cashflow von 54 Millionen Euro und eine Nettoverschuldung von etwa 1,8 Milliarden Euro. Diese hohe Nettoverschuldung könnte Liquiditätsherausforderungen implizieren, insbesondere wenn volatile Situationen im Metallmarkt wie beim Silber dazukommen.
Das bedeutet, dass Umicore zwar wirtschaftlich robust aufgestellt ist, aber wegen der Nettoverschuldung und der angespannten Marktsituation bei Silber vorsichtig agiert. Dies erklärt, warum das Unternehmen aktuell keine Silberkurse stellt — um Risiken und Liquiditätsengpässe in diesem volatilen Umfeld zu vermeiden.