Beiträge von Deflationator

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    edit: die banken mögen negative renditen nach inflation einfahren. das
    interessiert die aber nicht, weil die dermaßen gehebelt sind, den
    negativen renditen nach inflation also auch negative zu zahlende zinsen
    gegenüber stehen. wer weit jenseits der 90% fremdfinanziert ist, denkt
    nominal und nicht real. [smilie_blume]

    da habe ich leider keine Infos - wie hoch diese gehebelt sein sollen...


    ein Kredit alleine ist soweit ich weiß -nicht gehebelt-
    aber durch die Masse an Krediten entsteht die Hebelung.

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    Wer in einer Zeit, wo Kreditzinsen niedriger sind als die Inflation keinen Kredit hat, dem ist nicht zu helfen.

    D.h. die Banken haben zu viel Geld und verschenken es quasi...
    Und fahren so negative Rendite ein...


    Junge... in Zeiten von KREDITKRISE und IMMOBILIENKRISE, DEPRESSION und womöglich DEFLATION.
    Da muß man echt schon SAUBLÖD sein, um einen Kredit aufzunehmen und zu bauen.


    Ausnahme wäre nur, wenn man wirklich garantiertes Einkommen hat oder so viel Vermögen hat, dass man den GANZEN Kredit mit einem Fingerwisch tilgen kann... D.h. man würde im letzten Fall einen Kredit nehmen - den man gar nicht braucht.

    alles nur Show... aber zusammenfassend:


    zunächst öffnen Amis die Liquiditäts-Tore und fluten die Märkte damit.
    Das Geld wandert mehr oder weniger direkt nach China.
    Das Fed hat sogar extra paar Billiönchen mehr Liquidität bereitgestellt.


    Nun wird dieses Tor geschlossen. QE3 wird wohl nicht kommen und
    Schuldengrenze von 0 auf 100 gibts auch noch...


    Wie das die Chinesen finden werden?

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    Ich kann es mir beim besten Willen nicht dauerhaft vorstellen und meine,
    dass die Deflation/Depression eher eine kurzfristige Erscheinung
    bleiben wird.

    Die letzte große Depression 1929 dauerte bis ca. 1945.


    Die jetzige Depression kann auch lange andauern...
    Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es kurz sein wird.
    Weil das Geld einfach zu virtuell geworden ist und nur durch Schulden gedeckt ist.


    Lange Depression ist erst wahrscheinlich, wenn man paradoxerweise
    beschliesst das Geld an etwas reales zu koppelt: etwa Gold.
    Es gibt gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, da nahezu alle Staaten immer noch auf Gold-Reserven
    sitzen und aus irgendeinem Grund diese nicht verkaufen :D


    Ich würde aus jetziger Sicht sagen: Wahrscheinlichkeit
    lange defl. Depression : kurze Deflation und dann Inflation etwa
    40:60

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    alles Käse! Wenn es zu einer dauerhaften Deflation/Depression käme, wäre ein Bankrott und eine Zahlungsunfähigkeit des Staates die Folge (und Unruhen sind dann sowieso vorprogrammiert.

    Umgekehrt ist richtig...
    Bei einer deflationären "Wirtschafts-Depression" ist eine Refinanzierung für den Staat einfacher.
    Da das Geld dann aus sonstigen Märkten in Staatsanleihen fliessen würde.
    Banken und Unternehmen würden dabei natürlich reihenweise umfallen...
    Das wiederum führt zu einer erhöhten Kreditnachfrage durch den Staat, da zu wenige Einnahmen.
    Vorausgesetzt, das dauert lange genug... gibt es dann auch für den Staat Probleme.
    Jedoch wird der Staat sich immer aus dieser Falle mit unerschöpflicher Liquidität lösen können...

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    Soros' Verkäufe ergäben Sinn, sagte Mark Luschini,
    Chef-Investmentstratege beim Finanzdienstleister Janney Montgomery Scott
    aus Pittsburgh. Denn der Hedgefondsmanager habe seine
    Gold-Investitionen mit der Furcht vor einer Deflation begründet.

    macht KEINEN Sinn...


    da wir nach wie vor keine Inflation haben (aber auch kaum/keine Deflation!)
    Rohstoffe inkl. Gold jedoch völlig abgehoben sind
    (nicht verwechseln Inflation mit Teuerung bitte!)


    D.h. es gibt eine gigantische Lücke zw. Realität und virtuellen Preisen,
    die wohl schon sehr bald - natürlich mit reichlich Überreaktion - korrigieren werden.


    Wenn Soros Angst vor Deflation hat, dann bleibt für ihn nur folgendes:
    1) US-Staatsanleihen
    2) Cash
    3) auf fallende Kurse setzten

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    die einfachste und am wenigsten widerstand erzeugende methode, die
    schulden zu pulverisieren, ist geld zu drucken. das wird der staat tun,
    da bin ich mir recht sicher.

    :wall:


    Verschuldung relativ zum BIP in DE seit 1990 fast VERDOPPELT!
    In vielen anderen ländern ähnlich...
    Was hat es gebracht? Die Staaten pfeifen aus dem letzten Loch...


    nüchtern betrachtet hat es die Schulden nicht entwertet - sondern aufgewertet...

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    Es könnte schon wie in den 70' ern ablaufen.Erstmal die Infla anheizen und dann mit exorbitanten Zinsen gegensteuern.Zur rechten Zeit natürlich.

    Damals wurde die Inflation tatsächlich künstlich erschaffen... Das Ziel war die Zerstörung der Sowjetunion.
    Die Amis waren immerhin schlau genug zu erkennen, dass ein Krieg mit Waffen das Ende für alle bedeuten würde.


    Dazu wurde die Ölproduktion gekappt und Ölpreise stark angehoben.
    Zusätzlich wurde die Inflation angeheizt
    und dann eines Tages hat man alle Blasen platzen lassen...


    Was wir jetzt erleben ist etwas viel größeres...
    Alleine die Dauer seit mehr als 10 Jahren...


    Im Gegensatz zu damals ist die Inflation viel zu gering...
    So, dass ich nicht sehe, wie das Platzen der Blasen überhaupt kompensiert werden kann...


    Deswegen gibt es nur eine Schlußfolgerung:
    eine kommende deflationäre Depression scheint geradezu erwünscht zu sein...

    Nahezu jedes Land der Welt ist pleite...

    Alleine durch die Tatsache, dass alte Schulden mit neuen refinanziert werden müssen...
    und das seit 30 Jahren!

    Dollar, Euro, Pfund, Yen... das ist alles das gleiche - nur andere Namen.
    Es hat aber 30 Jahre funktioniert, weil die Wirtschaft künstlich stimuliert werden konnte
    (abgesehen von paar kleinen Tiefs)


    Nun wackelt ein Land nach dem anderen, weil die Stimulation nicht dauerhaft hält - bzw überhaupt gar nicht mehr anspringt.
    (Man erinnere sich nur an die verzwefelten Abwrackprämien)

    Zitat

    Er begann in großem Stil Informationen über den amerikanischen Immobilienmarkt zusammenzutragen und kaufte Daten ein für rund zwei Millionen Dollar. Zunächst wollte er es nicht glauben, als er dabei entdeckte, "dass viele Banken so tief in risikoreichen Anlagen verstrickt sind, dass auch nur ein kleiner Rückgang ihres Wertes das Kapital auslöschen würde", so sagte er später. Paulson beschloss, gegen den Immobilienmarkt zu wetten. Er spekulierte darauf, dass es eine riesige Finanzkrise geben würde, so groß, dass sogar Wall-Street-Größen dabei untergehen würden. Doch es dauerte lange, bis die Wette zustande kam. Nur wenige Investoren, gaben ihm Geld. Und kaum jemand wollte die Wette organisieren. Niemand wollte glauben, dass die Banken ihre Risiken selbst nicht richtig einschätzten. Schließlich aber fand Paulson vor allem zwei Banken: Goldman Sachs - und die Deutsche Bank.
    Beide Institute konstruierten, teilweise nach Absprache mit Paulson, Wertpapiere, die verbunden waren mit faulen Hypotheken. Sie verkauften sie an Investoren weiter, die an deren stabilen Wert glaubten. Paulson auf der anderen Seite wettete gegen den Zusammenbruch genau dieser CDOs. Am Ende hatte Paulson seine große Wette laufen, ein hochkomplexes Geschäft mit Dutzenden von Finanzinstrumenten, die ihn schließlich auf einen Schlag zum erfolgreichsten Spekulanten der Finanzkrise machte.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,761089,00.html#ref=rss