http://www.dorfling.de/images/…gerter_kernbrennstoff.htm
Wenn man runterscrollt kommt der Vergleich mit Chernobyl.
Ergebnis:
Fukushima Gesamtmenge, Füllmasse in Tonnen: 2524
Chernobyl Gesamtmenge, Füllmasse in Tonnen: 190,2
Gruß,
gutso
23. August 2026, 03:06
http://www.dorfling.de/images/…gerter_kernbrennstoff.htm
Wenn man runterscrollt kommt der Vergleich mit Chernobyl.
Ergebnis:
Fukushima Gesamtmenge, Füllmasse in Tonnen: 2524
Chernobyl Gesamtmenge, Füllmasse in Tonnen: 190,2
Gruß,
gutso
Zuviel für Zitate
http://www.sueddeutsche.de/pol…verlorenes-land-1.1084492
[quote]Die hohe Verstrahlung der ersten Woche rührte von Jod-131 her, Jod-131 hat eine Halbwertszeit von acht Tagen. Die Nuklearbehörden beruhigten deshalb die Öffentlichkeit, die Jod-131-Strahlung klinge binnen weniger Monate ab. Das stimmt. Doch erst jüngst räumten die Behörden dann ein, dass auch 80 Prozent der Strahlung von Cäsium-Isotopen mit Halbwertszeiten von zwei bis dreißig Jahren stammten. Die gegenwärtige Strahlendosis wird somit über lange Zeit ziemlich konstant bleiben. Was bedeutet: Eine Rückkehr in die evakuierten Dörfer ist für viele Menschen in ihrem Leben nicht mehr möglich.
Aus dem Wiki der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit
http://wiki.grs.de/index.php/Naturreaktor_Oklo
ZitatVor zwei Milliarden Jahren: der „Reaktorbetrieb“
Der Anteil des Uranisotops Uran-235 in Oklo betrug vor zwei Milliarden Jahren noch rund 3 % im Uranisotopengemisch. Mit diesem Anteil des spaltbaren Uran-235 und bei vorhandenem Wasser (Grund-/Regenwasser) als Moderator (zur Abbremsung der Spaltneutronen auf ‚thermische‘ Energie) konnte sich eine selbst erhaltende Kettenreaktion entwickeln. Wenn das Wasser verdampft war, stoppte die Kettenreaktion, um bei wieder vorhandenem Wasser erneut zu starten (Geysir-Effekt). So lief der Reaktor mit einer abgeschätzten Leistung von 100 Kilowatt im „Pulsbetrieb“ rund 150 000 Jahre. Nach heutigen Berechnungen waren es insgesamt rund 5 Tonnen Uran-235, die im Laufe der Jahrtausende gespalten wurden.
(...)
Theorie des pulsierenden Reaktorbetriebs, der vergleichbar einem Geysir etwa eine halbe Stunde in Betrieb war und dann für ca. 2,5 Stunden abkühlte, bevor die Kettenreaktion wieder
in Gang kam (Quelle: Washington University St. Louis).
Hier ist es etwas tiefgreifender erklärt - so dass mans auch versteht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Naturreaktor_Oklo
ZitatNeue Untersuchungen zeigen, dass dieser natürliche Reaktor durch Zufluss von (Grund-)Wasser moderiert wurde, was eine zyklische Aktivität nach sich zog: Etwa 30 Minuten lang bremste das Wasser die Neutronen auf die erforderliche Geschwindigkeit für die Kernspaltung ab. Dabei erhitzte es sich und verdampfte. Ohne Wasser waren die Neutronen zu schnell für eine Kettenreaktion, was zur Folge hatte, dass diese zeitweilig zum Erliegen kam. In dieser Zeit – etwa 2 bis 2,5 Stunden – lief Wasser nach, bis wieder genügend für die Kettenreaktion vorhanden war und der Zyklus erneut begann.
______________
Sieht es denn nun nicht ganz so aus, als würden ganz ähnliche Effekte in Fukushima eine Rolle spielen?
Je nach Grad der Kühlung bremste man dann die Aktivität auf ein Niveau, das Kernspaltungen begünstigt! Wo die Kühlung aussetzt ist die Aktivität hoch, aber weniger für Kernspaltung geeignet.
Und das kann - wie heisst es da? - 150.000 Jahre lang so weiter gehen ... bei 5 Tonnen beteiligtem Uran-235 !!
Na dankeschön. Wenn das so stimmen würde, weshalb kippt man dann Wasser rein - wo es doch die Kernspaltung begünstigt? Also kanns in diesem Fall so nicht sein.
Allerdings, mit einer Einschränkung ... : Im Fall der UR- und Pu-Oxide denke ich zwar siehts etwas anders aus, als in Oklo, aber man bekommt schon eine Ahnung von der Zähigkeit der hier angesprochenen Vorgänge ... . Und: sollte durch Redoxreaktionen elementares Pu und Ur entstanden sein - und evtl. sogar aktuell noch entstehen - ... dann gelten eindeutig dieselben Grundlagen für Vorgänge wie im Naturreaktor von Oklo!
Aber - is eh alles nur Natur, alles "Bio", dieser "Naturreaktor von Oklo" ... So wie Fukushima halt auch: alles Natur!
Eine Wellness-Oase sozusagen, überreich an butterweicher Alphastrahlung ... hach diese privilegierten Afrikaner und Japaner, ahnten sie ihr Glück nur mal ... .
[Blockierte Grafik: http://www.nagra.ch/images/database/%24default/wiefotos/1000/oklo_naturreaktor.jpg]
Gruß,
gutso
Der Mann im Anzug ist schon ganz weiß im Gesicht
Jetzt wo dus sagst! ... Aber das wird gleich besser auf dem nächsten Bild ... ist ja gaanz weiche Alphastrahlung! Das heilt den, wirst sehen! ![]()
(...)
deutsche bananen aus niederbayern frisch
vom gurkenflieger.
Ne.
Aber eben auch kein libyscher Thunfisch!
Ich frage mich warum aktuell die FAZ das schreibt, was ich als Jugendlicher in der taz schon lesen konnte ...
http://www.faz.net/s/Rub117C53…Tpl~Ecommon~Scontent.html
ZitatDie Sicherheit von Kernkraftwerken wird politisch definiert, nicht in rationaler Abwägung, sondern als Maß des Schutzaufwandes, der das Risiko gefühlt erträglich macht. Niemand spielt in diesem Roulette ehrlich.
Nichtsdestotrotz ein ganz guter Artikel. Nur halt eben - 25 Jahre zu spät ... um noch konservativ* zu sein!
Gruß,
gutso
PPS: * Bewahrend
PPPS: Doch auch dafür gilt nicht mal, dass man es als selbstverständlich ansehen muss. In Japan ist man da noch immer nicht - noch lange nicht - angekommen.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,756602,00.html
Zitat
Japans seltsame Atom-Show
Von Jens Witte
AKW-Desaster Fukushima: Kein Ende in Sicht
(...)Japan bewertet die Atomkatastrophe in Fukushima jetzt mit der höchsten Gefahrenstufe - das entspricht Tschernobyl-Niveau. Trotzdem versucht die Regierung, mit plumpen PR-Aktionen Optimismus zu verbreiten: Sprecher Edano beißt beherzt in Erdbeeren und Tomaten aus der verstrahlten Region.
[Blockierte Grafik: http://www.spiegel.de/images/image-202548-panoV9-kria.jpg]
Wer nach dem GAU zum Tiefstand in die Tepco-Aktie ist, hatte heute morgen einen Gewinn von über 50%.
Börse hat schon lange nichts mehr mit Fundamentaldaten zu tun, aber ich finde diese Entwicklung interessant.
http://www.ftd.de/politik/inte…hung-tepcos/60038094.html
Zitat+++ Japan prüft Teilverstaatlichung Tepcos +++
(...)
14:29 Die japanische Regierung prüft die Aufspaltung und teilweise Verstaatlichung des Betreibers des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima. Eine abgetrennte Sparte des Energiekonzerns Tepco könnte das AKW weiter betreuen und mit staatlichen Mitteln finanziert werden, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji. Zu ihren Aufgaben würden der weitere Kampf gegen die Atom-Katastrophe sowie die Leistung von Entschädigungszahlungen gehören. Entsprechende Pläne würden derzeit geprüft. Der übrige Teil von Tepco bliebe an der Börse notiert.
Gruß,
gutso
http://www.welt.de/print/die_w…hiff-aus-Japan-kommt.html
ZitatNach AKW-Unfall: Schiff aus Japan kommt
Bisher keine erhöhte Strahlung gemessen
Der SPD-Senat steht vor seiner ersten Bewährungsprobe in Sachen Bevölkerungsschutz. Wenn am heutigen Dienstag das erste möglicherweise kontaminierte Schiff aus Japan den Hafen anläuft, zeigt sich, ob die Vorkehrungen ausreichen. Die "MOL Majesty" sei bereits in Rotterdam abgefertigt worden, sagte der deutsche Geschäftsführer der Reederei, Jan Holst, am Montag. Bei den Messungen auf radioaktive Strahlung habe es keine Auffälligkeiten gegeben. Konkrete Messergebnisse nannte Holst nicht. Laut Hamburger Innenbehörde besteht keine Gefahr. "Die Ankunft ist völlig unproblematisch", sagte Sprecher Frank Reschreiter.
Gruß,
gutso
PPS: Ja, natürlich ist regionale Ware wo es geht besser.
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1139880
ZitatWarum stuft Japan den Unfall erst jetzt auf Stufe 7 hoch? Experten in Deutschland hatten schon wenige Tage nach dem Tsunami von einem zweiten Tschernobyl gesprochen.
Ist doch wenigstens teilweise beruhigend, in einem Land zu leben, das zumindest in manchen Bereichen eine realistischere Sicht auf die Welt zulässt, als anderswo.
Man sollte das in Zukunft mit Selbstbewusstsein in Erinnerung behalten!
Realismus ist besser als Hoffnung. Solange man in der Lage ist, die Realität auszuhalten. ...
[Blockierte Grafik: http://www.faz.net/m/%7BC145EA9C-1B4C-430B-967D-E7E346FE262D%7DPicture.jpg]
Gruß,
gutso
PPS: Hier, aktueller Spott aus Polen ...
http://www.zeit.de/gesellschaf…hen/2011-04/akw-bau-polen
ZitatPolen spottet über deutsche "Atom-Panik"
Polen plant den Bau des ersten Atomkraftwerks. Die deutsche Atomangst wird belächelt. Spötter schlagen vor, das AKW "Erika Steinbach" zu nennen. Von U. Krökel, Warschau
Und auch die Franzosen sind uns natürlich nicht wohlgesonnen. Aber: EGAL!
http://www.ftd.de/politik/inte…hung-tepcos/60038094.html
Zitat14:57 Deutschlands Schwenk in der Atompolitik stößt in Frankreich auf Kritik. "Wir können die Entscheidung unserer deutschen Partner natürlich nachvollziehen, aber es wirft eine Vielzahl von Problemen auf der europäischen Ebene auf und könnte die Beziehungen zu Frankreich belasten", sagte der französische Abgeordnete Philippe Marini. Nach der Reaktorkatastrophe in Japan habe die Bundesregierung sich ohne Konsultierung ihrer Partner für das Atommoratorium entschieden. "Wir respektieren das. Aber es wird nicht ohne Konsequenzen für Frankreich bleiben und sollte auf einer breiteren Basis diskutiert werden", sagte Marini. Ein deutscher Alleingang in der Atompolitik widerspreche auch den Bemühungen innerhalb der Europäischen Union, zu einer stärkeren Angleichung der Fiskalpolitik zu gelangen.
PPPS: Wobei die Auswirkung auf die internationale Wirtschaft - das eigentliche Thema dieses Threads - immer noch sehr unklar bleibt. Und das 4 Wochen nach dem Beginn der Havarie ... .
http://www.tagesspiegel.de/ber…zaehler-aus-/4048666.html
ZitatRadioaktive Gefahren in Wannsee? Diskussion mit Betreibern und Senatsvertretern am Dienstag, 12. April, 19 Uhr im Bildungszentrum Koblanckstraße 10.
Gruß,
gutso
PPS: Bericht wäre schön, wenn jemand von euch hin geht!
PPPS: Süß.
Zitat
Für den größten anzunehmenden Unfall gilt ein Evakuierungsradius von 2,5 Kilometern.
... so richtig beliebt sind auch die gerade nicht! Da gehts Lupus hier im Thread sogar noch vergleichsweise gut! ![]()
http://www.swissnuclear.ch/de/…AE986F997594E32F90B8D7A95
ZitatAlles anzeigen
Paketbombe bei swissnuclear explodiert
Am Sitz der swissnuclear in Olten ist heute Morgen eine Paketbombe explodiert. Zwei Mitarbeitende von swissnuclear wurden dabei verletzt, eine leicht und eine mittelschwer, und mussten zur ärztlichen Behandlung ins Spital gebracht werden. In den Büroräumlichkeiten von swissnuclear entstand Sachschaden.
Zur Unterstützung der Mitarbeitenden von swissnuclear wurde eine Care-Person zur Verfügung gestellt. Wir wünschen unseren beiden verletzten Kolleginnen gute Besserung.
Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Untersuchungsergebnisse bleiben abzuwarten.
Swissnuclear ist schockiert über die Ereignisse und verurteilt die kriminelle Aktion aufs Schärfste.
Gruß,
gutso
(...) Unsere ganzen Atombefürworter sind alle in den Löchern verschwunden. Bis auf Lupus.
Ja genau. Wir sollten ihn besser pflegen, und ganz besonders nett sein, weil sonst der Thread zu langweilig wird. ![]()
Gruß,
gutso
PPS: Das hier ist bezüglich der Informationsdichte eine der bisher besten Stellen im Thread. Ich poste daher auch nochmal den Link auf das Interview mit dem Strahlenbiologen Jablokov, das passt hier her auch nochmal sehr gut ... .
Aus gegebenem Anlass: Wie wirkt sich ein atomarer GAU auf die internationale Wirtschaft aus?
ZitatWie sieht die Situation in den verstrahlten Gebieten heute aus? Ist die lokale Bevölkerung nach wie vor Gefahren ausgesetzt?
Alle Prognosen gingen davon aus, dass die Ökosysteme sich innerhalb weniger Jahre von den Radionukliden selbst reinigen würden – wegen der Halbwertszeit der Radionuklide und weil man dachte, die langlebigen Radionuklide würden in tiefere Bodenschichten einsickern. Doch hat sich gezeigt, dass die Radionuklide beim Absinken in den Boden in tiefere Wurzelschichten eindringen und durch das Pflanzenwachstum erneut an die Bodenoberfläche getragen werden. Bis heute bleibt die Konzentration von Radionukliden im Fleisch von Elchen in Schweden etwa auf dem gleichen Niveau wie vor 20 Jahren.
http://www.ftd.de/wissen/natur…lenschaeden/60037547.html
Wobei die Unterüberschrift - FTD hin oder her - falsch ist.
Denn Cäsium aus dem Körper zu bekommen ist keine Alternative zu Iodtabletten, - Iod ist ein anderes Element im Periodensystem.
Eine interessante Ergänzung ist es dagegen schon! Vor allem, weil radioaktives Cäsium aus Fukushima mit seiner langen Halbwertszeit weltweit eine viel größere Rolle spielen wird, als Iod.
ZitatAlles anzeigen12.04.2011, 12:40
Alternative zu Jodtabletten
Mit Preußischblau gegen Strahlenschäden
April 1986, der Kirschbaum im Garten eines Karlsruher Forschungsinstituts steht in voller Blüte. Wenige Tage vorher ist in Tschernobyl ein Reaktor explodiert. Ein paar Monaten später sind die Kirschen reif - und für die anwesenden Chemiker bietet sich eine unwiderstehliche Gelegenheit.
Sie machen einen Selbstversuch. Eine Gruppe isst nur belastete Kirschen, die andere nimmt zusätzlich Preußischblau ein - ein Farbstoff, der das radioaktive Cäsium bindet. Und tatsächlich: Die Ausscheidungen der Preußischblau-Gruppe sind nicht nur blau gefärbt, sie haben auch hohe Cäsiumwerte. Der Farbstoff hat die radioaktive Substanz gebunden und weitgehend aus dem Körper geschwemmt.
"Im Institutsgarten fand die erste testweise und freiwillige Anwendung unseres Präparats an gesunden Menschen statt", sagt Eduard Heyl. Der 75-Jährige ist Chef des gleichnamigen Chemie- und Pharmaunternehmens und hat sich auf Spezialwirkstoffe für einen vermeintlichen Nischenmarkt spezialisiert. Heyl verkauft Medikamente, die Giftstoffe aus dem Körper entfernen: Quecksilber, Blei, aber auch radioaktive Stoffe wie Plutonium 239 und Cäsium 137. Damit macht der Berliner Familienbetrieb rund 20 Mio. Euro Umsatz jährlich.
Was Heyl seit den 60er-Jahren als "eine Art Liebhaberprojekt" betreibt, ist heute sehr gefragt: Preußischblau, eine Substanz mit der im 18. Jahrhundert preußische Militäruniformen gefärbt wurden und die Heyl gemeinsam mit den Karlsruher Forschern zu einem Wirkstoff weiterentwickelt hat, der Cäsium bindet. Unter dem Namen Radiogardase vermarktet das Unternehmen das Präparat. Seit Oktober 2010 besitzt Heyl neben der deutschen und US-amerikanischen auch eine japanische Zulassung.
(...)
Auch Wolfgang Söhngen sucht finanzielle Unterstützung. Schon seit 2009.
(...)
Nach der Katastrophe in Fukushima versuchten Söhngen und Heyl es nochmal in Berlin. Heyl schrieb sogar ans Kanzleramt. Keine Reaktion.
Die Zukunft sieht Heyl in den USA. Er wolle dort wohl auch produzieren - beim Heimatschutz gelte in den USA "Buy American". Bis zu 18 Mio. Euro bekommt Heyl schon heute aus dem US-Topf, um Preußischblau für Kinder bis zu zwei Jahren zu entwickeln. Auch Söhngen will abwandern.
Hier der direkte Link zu der Firma:
http://www.heyl-berlin.de/index.php?details=heyl/chemie/
http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Blau
Zitat
In der Medizin wird Berliner Blau bei einigen Vergiftungen – insbesondere mit metallischem Caesium und Thallium – als Mittel zur Bindung des Giftes verwendet, welches dann zusammen mit dem Farbstoff ausgeschieden wird. Es wurde beispielsweise nach der Katastrophe von Tschernobyl eingesetzt, um Tiere zu dekontaminieren, die radioaktives Caesium-137 aufgenommen hatten. Berliner Blau wird als echtes Farbmittel zu Füllhaltertinten benutzt.
[Blockierte Grafik: http://www.scinexx.de/redaktion/wissen_aktuell/bild4/preussischblaum.jpg]
[Blockierte Grafik: http://www.netzwelt.de/images/articles/essbaretinte.gif]
Aber mal im Ernst: Das ist doch wieder mal schöne Standortpolitik der CSU/FDP-Regierung Merkel in Sachen Wissenschaft und Wirtschaft: Doktorarbeitsbetrügern in den eigenen Reihen den Rücken stärken und wahre Innovationen bei Deutschen Unternehmern mit Esprit verhindern.
Na, wie dem auch sei: Bald laufen wir hier in Deutschland vielleicht rum wie die Blue Man Group! ![]()
[tube]
... Wollte immer schon mal blau pinkeln.
Gruß,
gutso
solange das im gegenseitigen Einverständnis geschieht .......
Ja genau, das ok-Gefühl gibt die Richtung an. ![]()
(...)
wer nicht nach zwei sekunden nachdenken die antwort auf diese frage selbst findet, hat schwer einen an der waffel.
Und wer einen an der Waffel hat, braucht einen Waffelschein.
Gruß,
gutso
http://www.welt.de/print/die_w…fuer-nukleare-Fragen.html
Zitat
Der Mann für nukleare Fragen
Sebastian Pflugbeil kämpft seit DDR-Zeiten gegen die Atomkraft. (...)
Der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz hat als einer von wenigen den Sarkophag von Tschernobyl von innen gesehen.
(...)
"Es ist seltsam, so in Mode zu sein", sagt Pflugbeil. "Eigentlich sollten sich andere Institutionen äußern, aber die gehen auf Tauchstation." Die anderen - das sind die Gesellschaft für Reaktorsicherheit, das Bundesamt für Strahlenschutz, der Umweltminister. Sie alle hielten sich bedeckt. "Und bei mir klingelt's alle drei Minuten." Dazu Hunderte E-Mails. Täglich. Auch von besorgten Müttern, deren Töchter nach Asien reisen. Manchmal kommt auch der Forscher auf seine Kosten. Wenn frische Messdaten aus Fukushima im Mail-Fach landen. "Es gibt einen guten Gedankenaustausch zwischen wachen Leuten."
Und jetzt muss man ja sagen, wir sind in Deutschland ja noch gut informiert, was sollen da erst die Japaner sagen ... .
Gruß,
gutso
Auch der gestern von Dir verlinkte Artikel von Stiglitz ist ausgezeichnet. Er stellt ja beide Vorkommnisse, die Finanzkrise und den Reaktorunfall in Fuku in einen Zusammenhang. Denn in beiden Fälle ist etwas eingetreten, von dem die hochbezahlten Experten behauptet hatten, dass es nicht eintreten könne. Nämlich das Restrisiko, wurde zu klein gerechnet. Ein Schaden der nur alle paar tausend Jahre auftreten dürfte, trat in beiden Fällen binnen Jahrzehnten ein. Und dessen Wirkung ist so verherrend, dass er jeglichen vermeitlichen Nutzen ausradiert.
Einen Nutzen haben nur die hochbezahlten Experten und die jeweiligen Anbieter der Papiere oder Kraftwerke. Denn sie können das Risiko abwälzen. Sie richten riesige Schäden an und ziehen dann mit gefüllten Taschen weiter. Um Fukushima, braucht von denen keiner zu wohnen und Ihre Familie sitzt wahrscheinlich schon auf Hawaii. Den Schaden hat die Allgemeinheit. Also die Volkswirtschaft. Komischerweise scheinen sie - die Volkswirte - das in Ihrer Wirtschaftsweisheit immer noch nicht verstehen zu wollen.
Stiglitz ist ein kleiner Lichtblick.
Ja, was die machen ist im Prinzip Wanderrodungsfeldbau. Nur an verschiedenen Schauplätzen.
Danke dir für die Erinnerung, da kann man für alle die den Artikel verpasst haben, nochmal einen Link drauf legen:
Aus gegebenem Anlass: Wie wirkt sich ein atomarer GAU auf die internationale Wirtschaft aus?
Gruß,
gutso
http://www.spiegel.de/wissensc…nik/0,1518,756422,00.html
ZitatEin Zehntel Tschernobyl
Doch schon jetzt, das steht inzwischen fest, hat das AKW Fukushima einen beachtlichen Teil seiner Radioaktivität, die man sicher in ummantelten Behältnissen wähnte, nach Außen abgegeben. Ein Zehntel des Strahlenmaterials, davon gehen verschiedene Nuklearbehörden aus, das 1986 in Tschernobyl freigesetzt wurde, sei inzwischen auch in Japan in der Umwelt gelandet.
Schätzungen dieser Größenordnung galten zu Beginn des Unglücks noch als stark übertrieben. Doch die neuesten Ereignisse in Fukushima lassen erahnen, dass es vielleicht sogar noch schlimmer ist: Seit Dienstag läuft das nukleare Desaster offiziell unter der Kategorie "katastrophaler Unfall" - Stufe 7. Das ist der höchste Wert auf der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (Ines).
http://www.focus.de/wissen/wis…s-zum-gau_aid_609353.html
[Blockierte Grafik: http://p4.focus.de/img/gen/x/K/HBxKUdq5_Pxgen_r_1100xA.jpg]
Und die ersten zugegebenen Auswirkungen auf die Indikatoren - Beispiel ZEW-Barometer:
http://de.reuters.com/article/…ews/idDEBEE73B0A220110412
ZitatAlles anzeigenZEW-Barometer gibt überraschend deutlich nach
Dienstag, 12. April 2011, 11:22 Uhr
Mannheim (Reuters) - Die deutsche Wirtschaft verliert nach Einschätzung von Finanzmarkexperten in den kommenden Monaten merklich an Schwung.
Das Barometer für die Konjunkturerwartungen fiel von 14,1 auf 7,6 Punkte, teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner Umfrage unter rund 300 Anlegern und Analysten mit. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 11,0 Zähler gerechnet. Die Lage wurde dagegen etwas besser bewertet: Dieses Barometer kletterte um 1,7 auf 87,1 Punkte.
"Trotz der erfreulichen Konjunkturentwicklung ergeben sich Risiken derzeit vor allem aus den steigenden Rohstoffpreisen", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Das könne die Europäische Zentralbank (EZB) dazu veranlassen, die Zinsen weiter zu erhöhen. Die Währungshüter hatten ihren Leitzins am Donnerstag zum ersten Mal seit knapp drei Jahren angehoben. Damit verteuern sich Kredite für Unternehmen und Verbraucher. Risiken ergeben sich dem ZEW zufolge auch durch die Japan-Krise und die Unruhen im arabischen Raum.
Gruß,
gutso
Dieses Gleichsetzen von Abschaffung einer Technik mit Abschaffung einer Gesamtnation kenne ich doch woher ... Mitten im Beginn der Finanzkrise hatte ich diverse scharfe Diskussionen mit nem Banker, der mich immer als Weltuntergangspropheten hingestellt hat.
Dabei hab ich nur gesagt, dass die Banken im Zweifel unsicherer sind, als persönlich gehaltene Edelmetallbestände.
Das Problem war, er hatte recht! Denn - seine Welt stand ja tatsächlich vor dem Untergang ... .
Vergleicht das mal hiermit ... .
Gruß,
gutso