Diana: Wenn Du jetzt in Deinem Text noch "Volksgruppen" durch "regionale Menschengemeinschaften" ersetzt, die sich NATÜRLICH unterschiedlich entwickeln (das fängt von den Ursachen bei unterschiedlichen klimatischen und Bodenverhältnissen an und hört bei der Frage, ob, und wenn ja, wie und mit welchen anderen Gruppen sie Auseinandersetzungen haben, noch längst nicht auf...), dann hast Du auch aus meiner Sicht absolut recht.
Nur ist eben der HEUTIGE Begriff des "Volks" immer VIEL zu umfassend gewählt. Der alte (eigentlich urdeutsche!) Begriff "Stämme" beschreibt diese zahlenmäßig durchaus nicht unbedingt kleinen (aber insgesamt kulturell halt gleichartig/ähnlich geprägten und sich dadurch "mentalitätsmäßig" ähnlichen) Menschengruppen sehr viel besser. Nochmal: Ostfriesen und Oberbayern, oder Schwaben und Vorpommern sollen allesamt "Den Deutschen[tm]" zuzurechnen sein?!? Also, da habe ich als oller gebürtiger Sachse mit jedem Tschechen kulturell (und auch kulinarisch...
) mehr gemeinsam als z.B. mit einem Rheinländer... Trotzdem sind für Rassisten Tschechen "artfremden Bluts"... 
Und vor allem: Wenn jemand in eine bestehende Gruppe aufgenommen werden will, dann sollte er sich schon ANPASSEN. Bezogen auf sein Verhalten (sein Äußeres und andere unveränderliche Merkmale sind eben invariabel und sollten ergo akzeptiert werden, so wie sie sind.)
Wer sich nicht benehmen kann/will, sollte sich am besten neue Gastgeber suchen.
Um nicht mit bestimmten BRD-Paragraphen in Konflikt zu geraten, möchte ich das nicht allzusehr ins Detail gehend ausführen. Aber gibt's einen "Verhaltens-Rassismus"? Neeee, ich kenne eigentlich nur Rassisten, die Menschen nach Äußerlich- oder sonstigen Unveränderlichkeiten "bewerten": Ethnische Herkunft, Haut-, Haar- und Augenfarbe, Gesichtsschnitt, Behinderungen/körperliche Handicaps, sexuelle Orientierung, ...
Wenn "Religionszugehörigkeit" bemüht wird, erscheint das oftmals SEHR vorgeschoben: Menschen bestimmten Aussehens oder bestimmter Herkunft wird halt a priori erst mal eine bestimmte Religion "fest zugeordnet" und diese Menschen dann - unabhängig von individuellem Verhalten, bzw- Lebensweisen - danach "be-/verurteilt".
Deshalb habe ich noch keinen der (auch hiesigen) Vollblutrassisten so richti ernsthaft/glaubwürdig gegen z.B. den Herrn Biervogel vom Leder ziehen sehen ... neeee, klar: der ist ja "rassemäßig" ein 100%IG URARISCH TOITSCHER[tm] - dem seien seine "kleinen Eskapaden" mit einem "etwas kruden Weltbild" deshalb verziehen!!! Aber ein laizistischer, voll integrierter, hier fleißig arbeitender und Steuern zahlender, formell aber mohammedanischer Gemüsehändler aus der Türkei mit türkischem Namen und "typisch türkischem" Schnurrbart, wird als "böser Muselmann" gesehen, der am besten "gehen soll". Dieses zweierlei Maß ist es, was mich bei Rassisten so ankotzt! 