Beiträge von Mithras

    Wie schön, wenn dann der Stolze Germane[tm] fix mal für sich definiert, wer das "Lumpenpack" denn eigentlich ist, und daß dabei dann dessen "Nationalität" (auf die für sich selbst in Anspruch genommene "man" ja zugleich immer sooooo vordergründig stolz ist!) "plötzlich" nichts mehr zählt, auch wenn das sog. "Lumpenpack" schon seit Jahrhunderten hier in der Region wohnt... (Z.B. soll die Familie Kasner in der Uckermark sehr, sehr alteingesessen sein - um nur mal EIN Beispiel zu nennen!)

    Ähemmm, wie kommst Du denn darauf, Florian?!? :hae:


    BAREINZAHLUNGEN gehen eben nunmal wirklich NUR in der Bank. Zumindest meist, wenn man seine Zettel nicht unbedingt in so einen Shredder ;) schieben will, auf dem draufsteht: "Hier Bareinzahlungen auch außerhalb unserer Öffnungszeiten." Genau SOWAS ist für mich jedenfalls der EINZIGE Grund, mal live in einer Bankfiliale "rumzuhängen". Oder wenn ich mal fünfstellige Summen in bar und von unserem PRIVATkonto brauche. Dann muß ich wirklich erst über 'ne Stunde mit dem Zug fahren... kommt aber max. 1...2-mal pro Jahr vor. MAXIMAL! Der Rest geht online. Oder Beträge bis 10 k€ in jeder anderen VR-Filiale bzw. 2000,- €/Tag am "Scheinwerfer" um die Ecke.

    @ "?",


    der Onkel Mithras "outet" sich mal - ich habe auch ein kombiniertes Giro-/Sparkonto bei einer Bank der "VR-Gruppe" (traditionell bekomme ich dort Sonderkonditionen bzgl. "Zinsen schon ab dem ersten Euro": das hat mit meinem früheren Arbeitgeber zu tun, und deshalb lasse ich da auch immer ein bißchen "Guthaben" drauf stehen - sind in der heutigen Zeit wirklich extrem gute "Sparzinsen"... ;) ).


    "Mein Bankmensch" dort kennt mich auch schon ewig (zumindest in der Stammfiliale in Leipzig, wo ich offiziell bleiben muß, sonst sind die besagten Sonderkonditionen weg). Aber ansonsten ist es Fakt: Wie man auftritt, wird man auch behandelt. Unmd genau hier gibt es zwei gaaaanz unterschiedliche mögliche Sichtweisen:


    a) Der Yuppie-Banker in Schlips und Kragen, für den jeder, der so pennermäßig-abgerissen rumläuft wie der Onkel Mithras, sofort als "Gauner" durchgeht, und den "man" sich deshalb mal "genauer angucken" muß. Denn ein "normaler Deutscher" trägt für so einen Typ NATÜRLICH immer nur Maßanzüge, Luxusuhren und -brillen, und fährt mit dem Lamborghini vor. Alles andere (wie Leute in Freizeitkleidung, die mit dem ÖPNV anreisen...) sind per definitionem NATÜRLICH "Untermenschen" oder "wenigstens" krimineller Abschaum.


    b) Der legere Kundenberater, der sich insbesondere als Dienstleister und Partner auch für Menschen begreift, die's nicht sooooo dicke haben (in der besagten Bankfiliale der Westsachsen-Metropole ist das so ;) ). Der findet dann vielleicht den Kundentyp oben unter a) eher "bäh" und mal einer näheren Betrachtung wert.


    Für was ich den Sparda-Bänker von "?" jetzt halte, verrate ich nicht... :thumbup:

    Marbod: Rate mal, wofür das "COMOB" auf Deinen Goldbyzantinern steht?! ;) Der liebe Onkel Mithras hilft Dir mal: "COMes OBryziacum" - das war der Oberste Reichs-Feingehaltswächter. Solidi von Anastasius bis ins ausgehende 10. Jh. sind IMMER de facto Feingold. 8) Habe eben wieder zweie bei CID auf der WMF mit dem portablen RFA-Gerät testen lassen: 99,2% und 98,9% Feingehalt - eben genau die Grenze der antiken Technologie (doppelte Blei-Kupellation). :thumbup:


    PS: die "Goldmark" 2001 hatte dort nur 99,6% - allerdings logischerweise nur an der Oberfläche; das Gerät mißt ja alle "Sommersprossen" dieser "Meisterwerke Deutscher Wertarbeit" ;) mit....

    goldmartin: WÄHREND einer (Währungs-/Wirtschafts-/politischen/...) Krise hast Du 100%ig recht. Aber es gibt dann immer auch ein "danach". Ein Teil meiner privaten Münzsammlung stammt von einem Mann aus Brandenburg, dessen Vater 1945 einen Bauernhof hatte. Wie gesagt in Brandenburg - also direkt im "Speckgürtel" von Berlin. Der hat sich seine Speckseiten und Kartoffeln mit antiken Münzen bezahlen lassen (gab ja genug Leute in Berlin, die sowas noch hatten - aber nix zu fressen...). "Damals" wertlos - der von Dir kolportierte "Persertepppich im Kuhstall" halt. ;)


    Aber schon in den Endfünfzigern hat er das Zeug mit z.T. extremen Gewinnen an die wieder "nachwachsenden" Sammler veräußert. Und inzwischen ist eine ganz konkrete Münze, von der ich aus Erzählungen ihres Vorbeitzers sicher weiß, daß die im Winter 1945/46 für 1 kg Speck und ein paar Eier den Besitzer wechselte, ca. 50.000,- € wert ... Tendenz weiter steigend...


    Klar kann man "schnödes" (Anlage-/Barren-)Gold IN der Krise SCHNELLER UND UNMITTELBARER zu "Geld" (oder eben Tauschwaren) machen, keine Frage! Aber wenn man längerfristig denkt...

    Spengler: Es gibt auch alte, ungültige Geldscheine, die sehr, sehr wertvoll und entsprechend teuer sind. Nicht nur die Talerscheine, sondern auch andere, z.B. die großen Werte aus der ersten DM-Serie von 1948 oder gaaaanz alte Dollars (die ca. 100 Jahre alten Goldzertifikate, mit denen der Zettel-Unfug mal angefangen hat); speziell in gutem Zustand. Und sowas IST ein Beleg für die Währungs- und Wirtschaftsgeschichte, keine Frage. Nur daß eben z.B. ein seltener "Goldfuchs", ein gesuchter Sovereign oder ein dito. 20-Golddollarstück über den Sammlerwert hinaus immer auch noch einen INTRINSISCHEN Wert haben. :thumbup:

    Lukas: Du weißt aber schon, daß Dein Link nur 29 "Massenware"-Sovereigns aus Australien sind?!? Der erste ist 'ne KOMPLETTsammlung, inkl. der SEHR seltenen "Young Victoria"-Varianten. Sind aber beide zu teuer.... :(

    goldtrader: Ja, netter Werbeartikel für die Fa. Künker (gegen die ich nun ABSOLUT nix sagen will, immerhin beliefere ich die rege... ;) ), und die Grundaussagen sind schon 100%ig korrekt. Vor allem, was den Wiederverkauf von SAMMLERmünzen betrifft. Die Marge von 50% kommt schon hin, wenn man's über Auktionshäuser(!) macht: Der Zuschlagpreis ist ja nur der Mittelwert. Der Käufer zahlt 15% Auktionsgebühr ZUZÜGLICH SSchOIbles Märchensteuer - Brutto also mindestens 23% mehr. Und der Einlieferer bekommt den Zuschlag ABZÜGLICH 10-20% (je nach Auktionshaus), dazu noch (auch je nach Auktionshaus) eine ggf. saftige Bearbeitungsgebühr für jedes Los, Fotokosten für den Katalog, ... - und manchmal dauert's 2 Monate bis nach der Auktion, bis der Einlieferer dann die Fiat-Zahlen auf seinem "Kontoauszug" findet.


    Allerdings spricht Künker auch dezidiert von REINEN Sammlermünzen. Und nein, der liebe Onkel Mithras rechnet da z.B. die derzeit so "gehype-ten" Silberdrachen NICHT dazu (die sind erstmal einfach 1 oz Ag - feine Sache, das! 8) - aber deren "Sammlerwert" ist m.E. so zu sehen wie bei Ü-Eier-Figuren oder Telefonkarten... ;) ). Schon eher die im Artikel genannten Sachen: gute deutsche Münzen (Taler, seltenes Reichssilber, SELTEN(ST)ES Reichsgold, z.B. die KLeinstaaten wie Reuß etc.), Goldmünzen 16-18. Jh., gute antike Sachen. Und bei letzteren ist der "Glanz" im Markt derzeit alles andere als "getrübt". Allerdings sage sogar ich: Dieser Markt IST derzeit schon in der "Hochblasen-Phase". Jetzt noch einsteigen wollen geht nicht - schade für die (eh in der BRD immer weniger werdenden... :( ) Menschen, die sich historisch für diese Zeit interessieren. Ein durchschnittlicher Billon-Antoninian des 3. Jh. (Gordinaus III bis Valerian/Gallienus; also eher absolute Massenware...) kam Mitte der 90er Jahre vielleicht noch ca. 10-30 DM(!) - heute z.T. weit über 100,- € ... Das hat ein junger Mensch der "Generation Praktikum" nicht so schnell "in der Portokasse". Doie Sachen wandern von einem "Investor" zum nächsten, die auf weiteren gigantischen Wertzuwachs spekulieren. "Viel Spaß!" (Naja, solange ich dabei noch mitverdienen kann, ist ja alles okay, und ich will nicht meckern - mir ging's rein finanziell noch nie so gut wie gerade jetzt... :thumbup: )

    Danke, auratico: Solches Geplapper der Systemlinge nehme ich nämlich aus Prinzip "eigentlich" nie für voll und habe deshalb DIESEN Hintergrund nicht mal ansatzweise in Erwägung gezogen.


    Naja, habe gestern Mittag in Nürnberg noch ein paar Reichsgoldies nachgelegt - zurücklehnen und zugucken... :)

    Hut ab vor den Italienern! Die haben eben noch "Eier in der Hose". :thumbup:


    Was stört's mich, wenn's kein Obst und Gemüse (und zwar nur das aus Italien!!) in der BRD mehr gibt?! Muß deshalb hier jemand Hungers sterben?! Nein!? Eben...

    argyros: Nein, die Legierung ist es bestimmt nicht!! Soviel ich weiß, werden diese Teile erst geprägt - und zwar mit SEHR hohem Prägedruck, der dazu führt, daß das hochduktile Au in die Breite fließt, der Schrötling also größer im Durchmesser, dafür im Feld entspechend dünner wird. Diesen Effekt könnte man jetzt nur noch durch "Extrem-Rändelung" korrigieren, die dann jedoch den Randsteg EXTREM aufwulsten und die Münze somit "gefährlich dick" erscheinen lassen würde (siehe Dskussion oben im Thread und vgl. auch die "1925" Nachprägungen der Londoner Sovereigns, die genau daran zu erkennen sind!). Außerdem würde sich so ein Teil in der Hand dann extrem "gratig" und damit unangenehm anfühlen... Also läßt man's ein paar Zehntel mm größer ... muß ja nicht "automatentauglich" sein - siehe erste Stellungnahme von mir in diesem Teilthread, womit sich der Kreis argumentativ wieder schließt... 8)


    KROESUS: In deutschen Landen läuft realiter seit 1914 kein Echtgeld mehr um - in GB de facto seit 1917. Daß nun der NAME der Währung in GB seit damals unverändert ist, in D aber nicht, ist so gesehen Pillepalle. ;)