Beiträge von Mithras

    Rhönschaf: Dieser Markt ist schwerstens manipuliert. Wissen wir doch alle.... Und bei der ersten "positiven" Nachricht für das Fiatsystem/die Zettelwichser GEHT m.E. das Gelbe nochmal rapide Richtung Süden. Das ist dann genauso eine Situation wie heute bei den Axtien: Nachkaufkurse!!


    Ja, ich gebe die Hoffnung eben nicht auf... ;)


    Und nein: bei den derzeitigen Kursen ist bei mir Nachkaufstop angesagt. Irgendwann ist einfach mal Schluß!! (Ausnahmen sind wirklich seltene numismatische Angebote - also wenn hier sagen wir mal ein sovereign von Georg III oder ein LMU Murat von Sizilien in "meiner" Wechselstube läge, spielte der Tageskurs genau gar keine Rolle mehr... ;) Aber 'nen drögen "Willy II 19xx A" für über 600,- DM?!? Nööööö... :wall:

    Tilo: Naja, MANCHMAL gibt's die ja auch mit Schatulle nebst aufgedrucktem Pleitegeier.... ;)


    @all: Naja, ich weiß aus guter Quelle, daß die (zumindest in Karlsruhe) nicht "alles" einschmelzen, was angeliefert wird. Die sind schon "angehalten", daß keine KULTURGÜTER vernichtet werden. Die gehen da aber sehr "beamtenmäßig" vor, also ganz pauschal nach Vorschrift. Und die besagt: ein "Kulturgut" ist alles, was älter ist als 100 Jahre. Und genau so suchen die die Münzen raus: Prägedatum vor 1911 ----> erstmal noch nicht einschmelzen!! Reichsgold (und neuerdings auch LMU und z.T. Sovereigns) ganz pauschal auch ohne Berücksichtigung des Prägejahrs; guckt mal auf deren website: sowas verkaufen die recht spotnah im 100er Pack.


    Den Gutachter Numismatik kenne ich, der da drüber schaut und m.W. als einziger das Recht hat, diese Sachen dann auch per Sofortzahlung von dort zu übernehmen. Und keine Angst, auch was nur ANSATZWEISE "numismatisch" ist, nimmt der mit: "Kleinvieh macht auch Mist." ;) Jedoch fliegt der ganze moderne Bullionkram in der Tat in den Ofen: inkl. der Massenware wie z.B. US-$ in Durchschnittserhaltungen, Mexiko, Chile, Dukaten, die Euro-Pseudomünzen aller Länder (genaugenommen sind das ja alles nur Medaillen; da kein reales Umlaufgeld). Dito alles was schlecht erhalten ist (also wo mehr als ca. 1% vom Rauhgewicht fehlt).


    "Richtig alte" Sachen werden aber NIE eingeschmolzen. Und ja, es GIBT Leute, die schaffen altgriechische Goldstatere, für die Sammler ein VIELFACHES des Goldwertes bezahlen, in der Tat in die Schmelze, wenn sie sie z.B. im Nachlaß eines Sammlers finden... Die bleiben selbstverständlich der Menschheit erhalten. Zumindest in der BRD. In mohammedanischen Ländern wird dieser "heidnische Dreck" aber "natürlich" genauso behandelt wie exemplarisch die Buddhastatuen von Bamiyan... :wall:

    Fr0stbeule:


    a) Was Du da zitierst, ist die "Banalversion". Der "richtige" Vergleich bezieht sich auf eine KOMPLETTE Einkleidung eines Herren "im Stil der Zeit/Region". Davon ist heutzutage der gern bemühte "Anzug" nur EIN Teil - dazu kommen neben der Unterwäsche (preismäßig natürlich eher vernachlässigbar ;) ) auch noch ein gutes Hemd, gute Schuhe und ein Mantel für den Winter sowie 'ne Kopfbedeckung.


    b) Und es geht nur um eine UNGEFÄHRE GRÖSZENORDNUNG - natürlich gibt's da ERHEBLICHE Marktpreisschwankungen.


    c) Mittlerweile wird genau das Beispiel aber wirklich obsolet: Weil es nämlich NICHT auf ein Fiat-Geldsystem wie aktuell "gemünzt" (<--- wie doppelsinnig ;) ) ist. Es stimmte aber noch 1919-1923 - weil da via Dollarkurs zur Papiermark im Hintergrund eine GOLDDECKUNG existierte. Jetzt ist's nur noch "Schein"-Geld. :wall: Und wir haben Globalisierung/Automatisierung auch in diesem Bereich (zumindest was die RohSTOFFE betrifft)! Eine "Mittelklasse"-Volleinkleidung kostet derzeit (also seit ca. 3 Jahren) in der Tat MERKLICH unter 1 oz.

    Bisher ist noch immer der Ausgabepreis recht schnell vom POG eingeholt worden - aber dennoch: Diese Dinger kaufe ich nur schmelzpreisnah.


    Guckt mal bei der Exchange AG, zu welchem Preis die die Teile ankaufen - vor allem im direkten Vergleich zu Anleger-Halbunzen... Klar, das Zeug liegt dort fast immer als ausgemachter Ladenhüter rum... :(

    Ooooooch, ich würde das nicht allzu verbissen sehen wollen.


    Vielleicht wird man dermaleinst erkennen, daß das mit den Energiesparlampen ein großer Unsinn war und wird "back to the roots" gehen: "the good ol' light bulb" nämlich. Und dann wird man sich glücklich schätzen, wenn da ein ganzes Fort voll mit (vergoldetem) WOLFRAM ist. Für die Glühfäden... ;)

    Was'n gerade los? Hat Mutti was dummes gesagt? Oder die Trichine? ;)


    Mist, ich hätte am Montag Mittag nicht derart zögerlich nachbunkern sollen... Jetzt kost' 'n Sovereign schon wieder über 300 Ocken, bis ich an der Wechselstube bin... :wall:

    Pauli, ich glaub' Dir ja, daß Du eine Quelle hast, die besagt, daß du dir per Barzahlung ein paar neue PCs und 'nen Plasma-TV im "Ich-bin-Blöd"-Markt zusammenkaufen kannst, auch wenn der Krempel über 'nen Tausi kostet. Dito eine neue Schrankwand Sven-Ingmar ;) aus einem schwedischen Möbelhaus.


    Aber daß der physische Erwerb der EINZIG WAHREN Währung (weil nicht nur von einem Zahlungsversprechen gedeckt, sondern von einer bereits erbrachten Leistung) gegenüber der staatlichen Beschnüffelung von Transaktionen a la Umtausch "buntbedruckter Baumwollappen der Notenbank A" gegen irgendwelche Flußwechsel auf irgendwelchen Magnetbändern in "Bank B" (mehr ist das ja nicht, was sich "auf Konten" realiter befindet...) durch explizite Herausnahme aus dieser Beschnüffelung BEVORZUGT werden soll, das glaubste doch wohl selber nicht!?!?! Na, wir werden sehen. :hae:

    :hae: Du hast doch GENAU DIE Frage oben schon beantwortet: Unregelmäßiger Perlkreis. Und die Verzierungen in den Bändern an der Krone sind ebenfalls sehr unsauber - dito das Kreuz vorn in der Krone. Dafür ist die Rändelung absolut top gleichmäßig: "Erst geprägt, dann gerändelt." Rauhgewicht: 7,98 g.


    Das Stück ist offenbar aus der "Frühphase" von Schmidt/Hausmann, wo sie noch "geübt" haben... ;)

    Also, rein vom Foto sieht der Willy ganz gut aus ...


    ABER: 3,90 g?! Wirklich?? Wie ist denn die Auflösung der Waage? 0,05 g oder 0,01 g? (Nur bei letzerer darf man guten Gewissens zwei Nachkommastellen angeben.) Ich vermute mal rotzfrech ;) ersteres: Dann ist das "Echtgewicht" der Münze vielleicht doch noch 3,93 g - und das wäre jetzt aber TROTZ des (eh geringen) Abriebs bzw. der Putzerei schon die UNTERSTE Grenze! Wieg die noch mal GENAU...! (Hint: 20-Mark-Stücke unter 7,9 g rauh sind dann schon immer MASSIV abgenutzt - macht beim Zehnerle 3,95 g ...)

    Ersatzkasse: Das "letzte" Inlandsporto im Nov. 1923 war 100 MILLIARDEN Papiermark - nach der Umstellung auf Rentenmark (die formal wieder der alten Goldmark entsprechen sollte) waren das die "altgewohnten" 10 Pfennige. Und der von Dir erwähnte 100-Billionen-Schein waren dann 100 Rentenmark. Deswegen sind alle Inflationsgeldscheine > 1 Bio. heute selten und gesucht, weil die dann gegen "neues Geld" direkt eingetauscht worden sind. (Ein MILLIARDEN-Mark-Schein war aber nur noch 0,1 Pfennig - das lohnte genaugenommen noch zum Umtauschen. Verbrannt wurden dann die Millionen- und Tausender Scheine, deren Heizwert nun in der Tat größer als ihr neuer Nennwert war...) Also, soooooooooooooooooo wörtlich muß man den Ausspruch von Voltaire in meiner Signatur auch nicht nehmen - es gibt schon bestimmte GeldSCHEINE, die richtig wertvoll sind. Für spleenige Sammler! ;) Der 100 Bio. Schein ist heute in gutem Zustand kaum unter 500,- € zu bekommen...


    Zorro2: Dochdoch, diese Phantasiejahrgänge sind AUCH "Hausmann". Der hatte mal so eine Phase, wo er "Auftragsprägungen" herstellte, also mit von den Kunden gewünschten Jahrgängen. Wenn also damals jemand seiner Mutter (wir nehmen mal an: geb. 1911 in Hamburg) eine Freude machen wollte, so konnte er für sie bei der Fa. Schmidt/Hausmann eine Münze "Hamburg 1911" bestellen: "Hier Mutti, zu DEinem Wiegenfeste eine Goldmünze aus Deinem Geburtsjahr und Deiner Heimatstadt!" "Das ist aber lieb von Dir, mein Junge ... damit hast Du mir eine groooße Freude gemacht!" ;)

    Goldelefant: Wenn Du wüßtest wie gute (fast perfekte!!) Fälschungen es mittlerweile von antiken Münzen gibt... :wall:


    Und ja, ich geb's ehrlich zu: Bin auch schon auf welche reingefallen... :(


    Der Wettlauf zwischen Fälschern und Sammlern ist wie der zwischen Hase und igel: "Ich bin allhier...", so sagen die professionellen Fälscher... ;( Klar geht's hier NUR um den SAMMLERwert. Auch bei den Goldfälschungen.


    Das Thema ist aber im GSF definitiv OT ----> hier geht's richtig lang ;) : http://www.numismatikforum.de (da gibt's in jeder Antikenrubrik einen gut besuchten Dauerthread über Fälschungen nebst Links zu amerikan. Foren, die zu dem Thema NOCH spezialisierter sind...).

    ziemer: Man merkt deutlich, Du warst "drüben" (also nicht nur wie anscheinend mancher hier allenfalls mal mit dem Finger auf der Landkarte ;) ...).


    Jepp, die Cops sind NOCH nerviger als in der BRD ... aber die einfachen Menschen sind schon zumeist top! Ich kenne leider nur NY, SF und Philadelphia (und die auch nur aus jeweils wenigen Wochen; NY dabei nur beruflich, lediglich in SF war ich "richtig" touristisch). In SF kann man's sicher schon aushalten, finde ich. Aber "richtig" dort wohnen möchte ich aus genau den von Dir genannten Gründen absolut nicht. :( Dann kann ich auch in der BRD bleiben oder würde eher den KOMPLETTEN "Big Cultural Jump" ;) in Richtung zweier Staaten machen, die mit "I" anfangen (Indien bzw. Israel) - die würden mir trotzdem letztlich emotional noch näher liegen, als der unmenschliche Turbo-Kapitalismus im Polizeistaat U$A...