Beiträge von Mithras

    Hallo "Cheffe",
    FAST richtig vermutet - ich bin primär tatsächlich eher von der Schnalle her auf meinen Altersansatz gekommen. Und natürlich KANN durchaus was älteres umgearbeitet worden sein, aber genau das sieht man nur "live", z.B. an Details der Lötung und so. Keine Angst, ist genau mein Spezialgebiet, und mein Taschenmikroskop hab' ich stets dabei! :)


    Bitte laß Deinen Kulturchauvinismus stecken! :wall: Obwohl ich aufgrund meiner Besseren Hälfte schon extrem graecophil bin, bleibt wahr was wahr ist: Dieser Stil ist REGIONS- und NICHT religionsspezifisch. Eben osmanisch, die das Erbe(!) der Rhomaier ("Byzantiner") angetreten und in vielen Details durchaus bis ins 19.(!!!) Jahrhundert weitergeführt haben.


    BTW: und laß das Daran-Herumpolieren sein! Damit zerstörst Du die Goldpatina und heraus kommt letztlich wirklich nur noch reine Schmelzware... :wall: !


    Ich komme auch öfters in Leipzig durch. Oder WMF 28.-30.01. In Berlin. Telefonnummer gibt's per PN.

    Ich wollte mich zu dem Thema eigentlich zurückhalten, weil ich Expertisen immer nur nach PERSÖNLICHER Inaugenscheinnahme abgebe, aber mein Bauchgefühl :) sagt:


    Osmanisch, Wende 18./19. Jh. (keinesfalls deutlich älter), wohl Türken-Rotgold (ca. 22k), das im Laufe der Zeit je nach Lagerung z.T. eine braunrote Goldpatina entwickelt.


    Wert max.(!) ca. 1/3 über Schmelzwert.

    Exchange & EuroChange Berlin: Unzen zur Genüge. Barren reichlich. Kleinmünzen: weitgehend Fehlanzeige. Privater Kommentar einer Verkäuferin:; "Sie sind ja nicht der einzige, der sein Weihnachtsgeld zu Gold machen will..." ;)

    habe mal bei einer münzboerse eine handvoll preussen 20 an 2 selbst ernannte spezis zur ueberpruefung und beurteilung gegeben. unabhaengig von einander wurden ca 12 stueck als falsch aussortiert (waren uebrigens alle von einem wiesbadener haendler), habe alle mit einem filzstift als fraglich gekennzeichnet, zu hause auf 900 gold getestet, war nicht erfolgreich, und am ende in meiner verzweiflung mit einer mikrometerschraube ausgemessen. alle als gut befundenen stuecke hatten 1,32 bis 1,37mm gemessen ueber der backe, links vom schnurrbart. alle falschen stueck. hatten eine staerke, wieder gemessen ueber der backe von mehr als 1,5mm, bis zu 1,7mm hoehe. das gewicht hat mehr oder weniger gestimmt, soweit wie eine 2 stellige china waage fuer weniger als 10 euro eine reproduzierbare wiegegenauigkeit und wiegewiederholung bei der zweiten stelle haben kann. klar, das minderwertige gold muss durch eine groessere hoehe ausgeglichen werden, sonst haben wir das falsche gewicht.


    das sagt paul aus frankfurt am maaaaa


    Hi Paul, Deine Methode mit Dicke "über der Wange" gemessen ist wenig sinnvoll. Genauso, wie es nicht zielführend ist, über Randstab zu messen ("Gesamtdicke" der Münze mit Schieblehre messen...), denn das sind alles Stellen, die nicht nur der zirkulationsbedingten Abnutzung unterliegen, sondern auch herstellungsabhängig sind (vor allem die Höhe "über Randstab" - da gibt's gerade bei Sovereigns SEHR große Differenzen, wobei bei denen allerdings das Rändeln auch nach der eigentlichen Prägung kam und dann der Rand ggf. BESONDERS hoch rausgedrückt wurde) . Wennschon, dann Dickemessung nur "über Feld" (wobei es natürlich schwer ist, eine Stelle zu finden, wo bei Av UND Rv Feld ist). Und da sind auch Güsse aus 900er Gold z.T. bis 0,2 mm dicker, stimmt. Das ist normal!


    Aus Deiner Aussage mit dem "900er Gold nicht erfolgreich geprüft" werde ich leider nicht recht klar. Was meinst Du? Chemisch? Dichte per Tauchwägung? Oder wie? ;(


    Hinweis: Die von Dir besagten Falsa kenne ich gut. Das sind KEINE (richtig geprägten) "Hausmänner" i.e.S., sondern nur "normale" Schleudergüsse - und die sind materialmäßig schon okay (durchaus 900er Gold in der Legierung!): deren höhere Dicke resultiert aus dem GUSS. Vereinfacht gesprochen: da sind "Luftblasen" drin, deshalb ist die Dichte zu niedrig. Genauer: Durch echte Maschinenprägung wird selbst vorgewalztes Gold (was schon dichter als gegossenes ist) nochmal EXTREM im Kristallgitter "nachkomprimiert", so daß nur diese Münzen die volle Dichte haben. Goldguß ist IMMER < 19,3 g/cm³ ... Auch antike Münzen, die materialmäßig 99% Au fein sind (z.B. frühbyzantinische Solidi), liegen in der Dichte bei z.T. nur knapp 19 g/cm³ - einfach, weil die "Vorverdichtung" des Schrötlings mit der Technologie der Antike nicht optimal war.

    Gute Frage, mastermatze: Ich habe dazu mal mit einem "Goldbug der ersten Stunde" ;) über die Gute Alte Zeit[tm] gesprochen (der hat schon in den 50er Jahren Goldmünzen gesammelt :D ...), und der hat mir das auch so erzählt, daß Ende der 70er (nach diesem Artikel aber in Wirklichkeit wohl erst 1980) auf AnlageMÜNZEN generell die volle MWSt eingeführt wurde, während für Sammlermünzen nur der ermäßigte Satz galt (vglb. heute: Sammlermünzen waren definiert durch Verkaufspreis über 2,5-faches ihres reinen Materialwertes oder so). Die Begründung war wohl: Die Dinger (Krügis, Tscherwonzen, etc.) sind in der BRD keine gesetzlichen Zahlungsmittel, sondern "künstlerisch gestaltete Industrieprodukte".


    Soweit ich diesen heute schon fast 90jährigen(!) Mann verstanden habe, galt das für Au UND Ag, nicht aber für Barren (bei Ag wäre das also genau umgedreht gewesen wie heute), nur daß man die nicht MWSt-pflichtigen BARREN als Privatkunde de facto nirgends mehr bekam und die Leute deshalb(!) sogar die MWSt-belasteten MÜNZEN wie verrückt kauften. So klingt das auch in dem Spiegelartikel. Vglb. hier im Forum Silberbugs, die allen Ernstes Barren mit 19% kaufen, obwohl's ja Münzen mit "nur" 7% gibt...


    Aber vielleicht hat der gute Mann das auch falsch in Erinnerung. Solche Details vergißt man schnell: False memory syndrome.

    Der Farbton hängt nicht nur vom Umlauf ab (wiewohl der o.g. Tip mit Salzsäure schon gut ist, um "unansehnlich" scheinende moderne Goldmünzen etwas "aufzumöbeln", wenn ein Ultraschallbad in Seifenlauge nix mehr nützt. (Die Münze 3...5 Stunden in 25%ige solche legen, bis diese "Brühe" sich ganz leicht uringelb verfärbt - ACHTUNG: NICHT mit wirklich superwertvollen Sammlermünzen machen - Sammler raufen sich ob solcher "Bleichbäder" gern die Haare ... Kenner erkennen diese Behandlung nämlich SOFORT - allerdings sehen die Münzen hinterher herrlich gelbgolden und gleich viel "wertvoller" aus! ;) ) - er hängt VOR ALLEM auch von der Herstellung der Ronden ab (Walzung und Ausglühen) ...


    Allerdings scheinen mir die 50 fehlenden mg beim Willy I etwas heftig für diese(!) Erhaltung. Denn sooooo abgenutzt ist der gar nicht (siehe Brustschild des Adlers) - hat die Münze ggf. Randfeilstellen? Ansonsten: "Hausmänner" sind beide nicht - die sind nämlich eher ÜBERgewichtig. 7,98 g oder so bei meinem Willy I 1888 A (sehr gesucht und recht oft falsch, wenn nur im "Altgoldhandel" und nicht beim dezidierten Fachnumismatiker gekauft; aber der Feingehalt der "Hausmänner" ist immer voll korrekt; bei Güssen ist sogar der eher zu hoch, damit die Abmessungen wieder stimmen).

    In den USA ist unter den Freunden des gelben Metalls die Sorge über ein möglicherweise kommendes Goldverbot (historische Erfahrung macht ja bekanntlich wachsam) weit verbreitet. Auch in Kanada wird dies immer wieder diskutiert, wie auch der jüngste Beitrag des Members "bullionbulls" unterstreicht.
    So verwundert es nicht, dass die Anleger in Nordamerika auf der Suche nach einer konfiskationssicheren und damit vermeintlich werterhaltenden Alternative zu Bulliongold auch immer öfter zu Sammlermünzen mit z.T. deutlichen Aufpreisen greifen.


    Peter Schiff rückt die Dinge in einem Artikel auf FinancialSense wieder zurecht:


    Numismatics Are Fool's Gold


    Schön, schön ... natürlich wird kaum jemand ECHTE SAMMLERmünzen i.S.v. Superraritäten als "Anlage" sammeln, ohne einen echten Bezug dazu zu haben. Ich kenne zwar Leute, die vorrangig ersteres tun, aber die wissen dann zumindest schon so etwa, was die geschichtlichen Hintergründe sind (sonst wären sie ja nicht von der kommenden Wertsteigerung überzeugt; so wie wir hier im GSF ja auch verstanden haben, was "Fiat" ist - ich meine jetzt nicht die Automarke! ;) - und weshalb EM deshalb gut sind).


    Selbstverständlich sind im TOTALCRASH "collectibles" ALLER Art de facto wertlos (Schiff erwähnt das auch: der Materialwert bleibt aber auf jeden Fall!) - aber nach jedem Crah kam bisher noch immer der Boom, und dann zieht der Sammlerwert (also der Aufschlag auf den Materialwert bei historischen EM-Münzen gemäß aktuellem Spot) wieder HEFTIG an - heftiger als der Spotpreis des Feingehaltes. Sammlermünzen sind deshalb nur die NOCH langfristiger gedachte sicher Geldanlage als "bloße" EM-Barren als "alternative Lebensversicherung".


    Das Problem ist hier eher ein anderes: Ein Goldverbot kann natürlich auch alle oder nur bestimmte Sammlermünzen betreffen (siehe deren krude MWSt-Sätze: bei Au erst 0%, dann ab 180% Metallwert 19%, dann ab 2,5-fachem Metallwert wieder nur 7% :boese: ... vielleicht gilt dann alles mit 0 und 19% MWSt als "Bullion" ... oder sonst irgendeine beliebige Festlegung der Systemlings-Bürokraten :wall: ) - Sammlermünzen sind jedoch von nicht minder kruden "Kulturgüterschutz"-Vorschriften bedroht, sobald sie älter als 100 Jahre sind (und das sind in wenigen Jahren schon ALLE Reichsgoldmünzen...).


    Fazit: "Wie man's macht - man macht's verkehrt!" ;(


    Münzsammeln ist Liebhaberei. Soweit hat Schiff schon recht. Ja, und der Onkel Mithras freut sich dennoch, daß er Anfang der 90er Jahre byzantinische "Massenware"-Solidi für 170,- DM/Stück gekauft hat, die heute allein vom Goldwert her bei je ca. 150,- € liegen .... und deren Gesamtwert stärker gestiegen ist, als wenn ich seinerzeit für dasselbe Fiatzeugs Gold gekauft hätte. Oder gar T-Aktien... ;)

    goony & rfan:
    Nun streitet Euch nicht - Ihr habt nämlich BEIDE recht! :) Wenn der POG endlich wieder mal richtig nachgibt (BTW: schon unter 900,- € sehen wir glaube ich nie wieder; geschweige denn <700,- €!) gibt's wohl in der Tat sofort kein ANLAGEGOLD a la KR, ML, Eagles, ... zum Spotpreis mehr.


    Allerdings gibt's dann bestimmt immer noch genug "Numismatisches" - wie LMU, Reichsgold, Sovereigns, auch "gehypete" moderne Chinesen/Russen etc. - allerdings mit entsprechenden, deutlich höheren als heute noch üblichen Aufschlägen! Wohl dem, der dann sowas und nicht nur "normale Anlageunzen" im Portfolio hat! :)

    Hallo Armer Ossi, ;)


    bei Goldhändlern kannste die Preise genausowenig "verhandeln" wie die von Büchern, Zeitschriften und Zigaretten am Kiosk. ;) Die Margen sind nämlich selbst bei "teuren" Händlern ein Witz (max. 10% über Spot), und davon leisten sich die "Großen" ein z.T. sauteures Interieur inkl. Personal nur zur Begrüßung der Kunden (und ggf. zum Abwimmen von solchen Typen wie mir).


    Ich kaufe eh fast nur Handelsgold, und DABEI kann man oftmals bei privaten "Flohmarkthändlern" ;) auf Münzbörsen hier und da 2, 3 oder ggf. sogar mal 5% Skonto vom Brutto rausfeilschen, wenn die gerade dringend Geld brauchen und man gleich größere Mengen nimmt. Ich habe durchaus schon mal 30 Sovereigns für gerade mal 2% über Spot gekauft - allerdings in einer Zeit, wo gerade ein merklicher Kursanstieg gewesen und eine baldige Korrektur absehbar war: Sichere Gewinnmitnahme bezogen auf den Einkauf seitens dieses Händlers, mache ich auch so! :)

    Heute entwickelt sich der POG endlich wieder mal in die richtige Richtung - nämlich dorthin, wo die kleinen Finger bei diesem Smiley zeigen: :thumbsup: :)


    Sinclair sollte sich also warm anziehen ... Und ich "volksfremder Emporkömmling" ;) warte mal auf einen guten Zeitpunkt fürs Nachbunkern... morgen früh evtl. schon?? ;)

    Adramelec: Lies noch mal GENAU, was ich schrieb. ;) Wir haben in der BRD derzeit eher das Gegenteil von ECHTEM Multikulti: nämlich nur allzuoft verfeindete und in permanenter Konfrontation lebende PARALLELGESELLSCHAFTEN.


    Ich kann da aufgrund sowohl meines Haupt- als auch Nebenwohnortes gut mitreden: beide sind in ausgemachten urbanen Ballungsräumen gelegen, wo es das eben genannte Phänomen in Reinkultur gibt. Die "Gutmenschen" verschließen vor dieser REALITÄT leider die Augen - und überlassen damit in der Folge den Schlechtmenschen das Feld, die sich ob soviel Doofheit der selbsterklärten (Meinungsbildungs-)"Eliten" ins Fäustchen lachen und gar keinen Grund sehen, ihren entsprechenden "Lebensstil" zu verändern. Stattdessen wird "gefordert" und "gefordert" und "gefordert" - und wenn nicht bei jedem auch noch so abstrusen Wunsch "gespurt" wird (wie z.B. "Schariagerichte auch in der BRD", keine bildlichen Darstellungen eines arabischen Karawanenräubers von um Anno 600 herum, etc. pp ...), ist "man" gleich höchstgradig "beleidigt"... :wall:

    RohstoffBulle: "Christlich-jüdisch" in einem Atemzuge zu nennen ist IMHO Ausdruck von ganz schön viel Chuzpe und ein nachträglicher Schlag ins Gesicht jedes der ca. 6 Mio. von CHRISTLICH geprägten Menschen während "Deutschlands Großer Zeit[tm]" vergasten/erschossenen/sonstwie ermordeten Juden (oder halt Leuten, die als solche "definiert" wurden). :wall:


    Es gibt natürlich durchaus einen GEWISSEN Einfluß, den auch Menschen jüdischen Glaubens in deutschen Landen vor allem in der Zeit nach der Aufklärung gehabt haben (durften...); PRÄGEND aber für alles, was "typisch deutsch" ist, war stets das Christentum allein (und für Christen gilt ja verbindlich, was in deren heiligem Buch steht: Juden seien demnach die "Synagoge Satans" oder hätten "den Teufel zum Vater", wie es "Jesus Christus" SELBER als "Herrenwort" gesagt haben soll).


    Ansonsten hat's auch in deutschen Landen SCHON IMMER sowas wie "Multikulti" gegeben; Stichworte: Hugenotten in Preußen, schlesische Bergleute im Ruhrpott, ... "Multikulti" heißt für mich einfach: Mit Menschen anderer Kultur und Lebensweise FRIEDLICH und geordnet/harmonisch zusammenzuleben ohne allzuviel Eigenes aufzugeben. Das Problem sind diejenigen, die sich da quer stellen - also die Monokultis, die ihre Lebensweise als die per definitionem einzig richtige betrachten und diese dann anderen gegen deren Willen aufdrängen wollen, statt den anderen in seinem Anderssein zu akzeptieren und dazu auch selber mal etwas zurückzustecken...


    So gesehen sind die missionarischen Monotheisten aller Art leider ausgemachte Monokultis: also Christen UND Mohammedaner. Die KÖNNEN aus den eben genannten Gründen gar nicht auf Dauer friedlich zusammenleben (auch wenn sie hin und wieder mal <TLOB-Modus ;) > "vereint kämpfen gegen den gemeinsamen Feind" </>, die Juden/"Zionisten" und/oder die Anhänger der Aufklärung, des Laizismus/Humanismus, ...).

    Hi goldcore,


    erkläre den bösebösen[tm] Asiaten doch fix den (Währungs-)Krieg! ;)


    So, und jetzt im Ernst: War das nicht der NY-Nachmittagshandel? Aber erstaunlich bzw. symptomatisch für diese bewegten Zeiten ist das schon, keine Frage...


    Ach so: "Een JESUNDET NEUET[tm] allaseits!" wünsche ich in die Ali-freie GSF-Runde!


    Hier schnell noch ein paar Soli-Smileys: :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D .... :P ;)

    @Teddy:


    Ich glaube, wir würden dann einen verdammt ähnlichen "Lebensstandard" pflegen, denn genau das meinte ich doch mit "ETWAS über UNTERSTEM Gossenniveau": das beruhigende Gefühl, "doch noch was in der Hinterhand zu haben" - aber genau DANN sollte man mit EM gerade NICHT allzusehr "angeben"...


    Ich sehe, wir verstehen uns. :)

    Es gibt hier im GSF Unterforen, die der Goldjunge Mithras einfach nicht liest (die mondmetall-orientierten nämlich ;) ...), deshalb fand ich diese Umfrage erst jetzt.


    Interessante Diskussion! :)


    Es ist natürlich absolut müßig, über verschiedene Zukunftsszenarien zu diskutieren und dafür dann "möglichst konkrete Modellrechnungen" anzustellen.


    Für mich hat der "Anlage"-teil meines EM-Bestandes ganz eindeutig einen Charakter als "Notgroschen" - jedoch niemals in dem Sinne, wie es jetzt gerade diskutiert wird: als "VOLLversicherung" fürs Überleben in/nach der Krise/dem Wirtschafts-Crash, sondern allenfalls als Unterstützung für das Halten eines Lebensstandards "über dem untersten Gossenniveau" - wobei in meinem Falle dazu kommt, daß ich mich wegen meiner sehr schweren Körperbehinderung definitiv nicht als "Selbstversorger" betätigen kann. Ich müßte dann also "Schutzdienste" irgendwo einkaufen ... Und genau dazu scheinen mir EM sehr gut geeignet zu sein; auf jeden Fall eher als für den Einkauf "des täglichen Brotes" (dafür ist gerade Gold in den üblichen Stückelungen ungeeignet - auch 1/20 oz ist fürn belegtes Brötchen etwas überdimensioniert... ;) ). Das hat ja die Geschichte gezeigt: übrigens auch meine Familiengeschichte, wie ich hier im GSF ja schon mal in dem Thread "Wie seid Ihr EM-Bugs geworden?" detailliert erläutert habe.


    Mir kommt es besonders auf leichte Transportierbarkeit an - Silber mag zwar aus "Renditesicht" ideal sein ... es IST aber in meinem Fall nur eine Sonderform der IMMOBILIE im Wortsinne ("Isch 'abe gar gain Audo!" ... nichtmal einen Führerschein). Mein Silberbestand ist deshalb nur rein numismatischer Kram, mit jeweils deutlichem historischem bzw. Sammlerwert, also KEINE Schmelzware. Anlagesilber i.e.S. habe ich deshalb außer ein paar Unzen als Belegexemplare (ML, Libertad, Kookaburra, ...) sowie eine handvoll Silberzehner gar nicht im Bestand - jedoch als Ziel ein paar kg Au in kleinen Stückelungen (wer meine Beiträge hier im GSF aufmerksam gelesen hat weiß: ich bevorzuge Sovereigns, Reichsmark und LMU ... "richtige Anlageunzen" wie KR, ML, Eagle, Kangaroo, ... habe ich auch nur mehr oder weniger als bloße Belegstücke, die ich nur gekauft habe, wenn ich zwar viel "nutzlose" Fiatzettel hatte, es aber "draußen" gerade kein Handelsgold gab, wie exemplarisch im Herbst 2008, wo ich auch Unzen und sogar 250g-Barren mitnahm ... Hauptsache, überhaupt was Edles als stapelweise buntbedrucktes Brüsselpapier... :) ).


    Ich habe jedoch trotz allem immer noch eine fünfstellige Summe €uronetten auf Tagesgeldkonten bzw. in bar, weil ich auch für unvorhergesehene größere Anschaffungen gewappnet sein will und es mein EHERNSTER Grundsatz ist, NIEMALS was auf Kredit zu kaufen. Und manchmal ist das so eilig, daß man nichtmal fix genug das Gold in Fiatzettel umgetauscht bekommt.


    Aber die Zeiten, wo die Zahlen auf unseren Tagesgeldkonten noch sechsstellig waren, sind vorbei, seit ich a) selbständig und b) "so ein richtig fanatischer" Goldbug geworden bin (also seit ca. 2007). :) :)

    BillytheKid:


    Das macht mir auch wahnsinnig angst! Vor allem auch die dahinterstehenden Euro-Sprünge (nach unten).


    Es scheint wohl doch schon in dritte Phase einzusteigen... :wall:


    Eigentlich hatte ich mit einem ganz verhaltenen Nachweihnachtsgeschäft gerechnet und damit auf gepflegte Nachkaufkurse gehofft (siehe den "Glaskugel"-Thread ... ;) )


    PS: Denkt an den historischen Verlauf von Rhodium mit mal ca. 10.000,- $/oz und dem folgenden STEILEN Absturz innerhalb KÜRZESTER Zeit auf ca. 1/10 ... Okay, das ist nicht wirklich mit Au vergleichbar, weil Rd eine reine Commodity ist und es offenbar eine massive Spekulation darauf gab.

    Auch aus meiner Warte:


    Achim5555 hat VOLLKOMMEN recht! :thumbsup: ABER: Als junger Mensch ist es wirklich eher normal, daß man "das Leben genießen" will - und das heißt heutzutage eben nunmal, sich irgendwelchen Plastik-/Elektronik-in-2iJahren-nur-noch-Sondermüll-Kram ;( a la "Ei-Pätt" oder "Ei-Phouuun" bzw. 'ne benzinsaufende Blechkarre zu kaufen oder es mit "Wein, Weib und Gesang" zu verjuxen. ;) Wenn die Frage des OP nicht nur Trollerei war (dafür diskutiert er aber zu ernsthaft mit - diese Vermutung also wieder streichen! ;) ), können "wir" ihm wirklich nur sagen, daß es SEHR wahrscheinlich ist, daß er nach gar nicht mal allzulanger Zeit diese Umwandlung von Echtgeld in bunte Zettel MASSIV bedauern/bereuen wird.


    Ich bin jedenfalls allen Göttern dankbar, daß ich schon als 18jähriger angefangen habe, "bleibende Werte" zu sammeln (in meinem Fall altrömische Münzen). Dafür habe ich de facto jeden freien Pfennig ausgegeben und ergo auf sonstigen "Konsum" weitestgehend verzichtet. Meine "Kumpels" haben mir damals immer einen Vogel gezeigt, mich also für einen Vollidioten gehalten und mich ausgelacht. HEUTE lachen dieselben Leute nicht mehr, sondern sind grün vor Neid, "wie weit ich's gebracht habe"... ;)


    @Tannengruen bzgl. Quittungen: GOLD IST GELD! Eine Devise eben. Die "härteste" der Welt überhaupt!! :) Hast Du für jeden Deiner Geldscheine eine individuelle "Herkunftsquittung"?? Siehste! :thumbsup: Soll heißen: Da man DEVISEN frei ineinander umtauschen kann (Wechselstuben geben Dir für Deine Unzen bei Bedarf auch gleich türkische Lira oder polnische Zloty... ;) ), braucht man die Quittungen nicht wirklich.