Es gibt hier im GSF Unterforen, die der Goldjunge Mithras einfach nicht liest (die mondmetall-orientierten nämlich
...), deshalb fand ich diese Umfrage erst jetzt.
Interessante Diskussion! 
Es ist natürlich absolut müßig, über verschiedene Zukunftsszenarien zu diskutieren und dafür dann "möglichst konkrete Modellrechnungen" anzustellen.
Für mich hat der "Anlage"-teil meines EM-Bestandes ganz eindeutig einen Charakter als "Notgroschen" - jedoch niemals in dem Sinne, wie es jetzt gerade diskutiert wird: als "VOLLversicherung" fürs Überleben in/nach der Krise/dem Wirtschafts-Crash, sondern allenfalls als Unterstützung für das Halten eines Lebensstandards "über dem untersten Gossenniveau" - wobei in meinem Falle dazu kommt, daß ich mich wegen meiner sehr schweren Körperbehinderung definitiv nicht als "Selbstversorger" betätigen kann. Ich müßte dann also "Schutzdienste" irgendwo einkaufen ... Und genau dazu scheinen mir EM sehr gut geeignet zu sein; auf jeden Fall eher als für den Einkauf "des täglichen Brotes" (dafür ist gerade Gold in den üblichen Stückelungen ungeeignet - auch 1/20 oz ist fürn belegtes Brötchen etwas überdimensioniert...
). Das hat ja die Geschichte gezeigt: übrigens auch meine Familiengeschichte, wie ich hier im GSF ja schon mal in dem Thread "Wie seid Ihr EM-Bugs geworden?" detailliert erläutert habe.
Mir kommt es besonders auf leichte Transportierbarkeit an - Silber mag zwar aus "Renditesicht" ideal sein ... es IST aber in meinem Fall nur eine Sonderform der IMMOBILIE im Wortsinne ("Isch 'abe gar gain Audo!" ... nichtmal einen Führerschein). Mein Silberbestand ist deshalb nur rein numismatischer Kram, mit jeweils deutlichem historischem bzw. Sammlerwert, also KEINE Schmelzware. Anlagesilber i.e.S. habe ich deshalb außer ein paar Unzen als Belegexemplare (ML, Libertad, Kookaburra, ...) sowie eine handvoll Silberzehner gar nicht im Bestand - jedoch als Ziel ein paar kg Au in kleinen Stückelungen (wer meine Beiträge hier im GSF aufmerksam gelesen hat weiß: ich bevorzuge Sovereigns, Reichsmark und LMU ... "richtige Anlageunzen" wie KR, ML, Eagle, Kangaroo, ... habe ich auch nur mehr oder weniger als bloße Belegstücke, die ich nur gekauft habe, wenn ich zwar viel "nutzlose" Fiatzettel hatte, es aber "draußen" gerade kein Handelsgold gab, wie exemplarisch im Herbst 2008, wo ich auch Unzen und sogar 250g-Barren mitnahm ... Hauptsache, überhaupt was Edles als stapelweise buntbedrucktes Brüsselpapier...
).
Ich habe jedoch trotz allem immer noch eine fünfstellige Summe €uronetten auf Tagesgeldkonten bzw. in bar, weil ich auch für unvorhergesehene größere Anschaffungen gewappnet sein will und es mein EHERNSTER Grundsatz ist, NIEMALS was auf Kredit zu kaufen. Und manchmal ist das so eilig, daß man nichtmal fix genug das Gold in Fiatzettel umgetauscht bekommt.
Aber die Zeiten, wo die Zahlen auf unseren Tagesgeldkonten noch sechsstellig waren, sind vorbei, seit ich a) selbständig und b) "so ein richtig fanatischer" Goldbug geworden bin (also seit ca. 2007).
