Beiträge von Mithras

    Mithras, diesen niedrigen Preis anno 70 kann ich auch nicht glauben; der Kiloverkaufspreis schwankte zw. 5075 DM( 1957) und 4850 DM (1963). Preise für 20er waren 1955= 43,- DM und 73,50 DM Jahresschluss 1962 ! Also ganz gegen den Trend. Meine günstigste Doppelkrone habe ich Mitte der 90er Jahre für DM 149 gekauft. Bei MDM ! :) So was gab es also auch einmal. mfG.


    Ich habe den mittlerweile auch schon 80jährigen Mann soeben angerufen: Das mit dem "doppelten Nennwert in DM" meinte er in der Tat bezogen auf die Zeit gleich nach der Währungsreform. :) "In den Siebzigern kamen die häufigen 20-Markstücke dann schon um 100,- DM herum." - was sich exakt mit Edels Tabelle deckt.


    Er bestätigte auch, daß Reichsgold damals ein teures Hobby war und diese Stücke seinerzeit IMMER numismatisch betrachtet wurden, also der Sammlerwert einen erheblichen(!) Teil des Verkaufspreises ausmachte, auch bei "ganz ordinären Willys". Das war ja auch die Zeit der "Hausmann-Fälschungen". (Das sind supergut gemachte Echtgold-Replikate seltener Reichsgoldprägungen bzw. Nominale, gedacht als "Belegstücke" für Sammler, die sich die Raritäten in echt nicht leisten konnten/wollten. In "meiner" Wechselstube werden die z.T. heute noch verkauft und sind schon wieder fast kulturgeschichtlich interessant - wenn man die zum Spot(t)preis kaufen kann, macht man als Goldbug eh nix falsch, weil der Feingoldgehalt eher HÖHER ist: z.T. aus Sovereign-Legierung geprägt, statt nur mit 900er Au.)


    Und noch was anderes sagte er, BEVOR Edel hier seine Tabelle reinstellte: "Leute, die 'nur das Gold' interessierte, kauften damals am besten Dollars oder 'Exoten' wie Mexikanische Pesos, die hatten nämlich keinerlei Sammleraufschläge." Und siehe Edels Tabelle: 1972 hätte so'n 20-Dollar-Stück rein vom Feingehalt her ca. 400,- DM kosten müssen, wenn der "Goldfuchs" mit 100,- DM gehandelt wurde.


    Danke Euch beiden.


    Man soll eben konkrete Aussagen nicht nur "über drei Ecken" wiedergeben. ;)


    Und Edith sagt noch folgendes, denn diese Anmerkung von Onkel Hans fand ich auch ein sehr interessantes Zeitzeugnis: "Letztlich war je nach individueller Lebenssituation so ein 'Goldfuchs' damals real gar nicht so viel billiger, sondern sogar für manche Leute eher teurer als heute, denn man darf nicht das seinerzeitige Lohnniveau vergessen." Und stimmt: Bei meinem betont sparsamen Lebensstil gelingt es mir als "mittlerem Angestellten" locker, pro Monat immer noch 5 Sovereigns oder "Willys" von dem Geld zu kaufen, das am Monatsende übrig bleibt. Wer aber hätte Anfang der 70er pro Monat 500,- DM sparen können?! Diese prosperierenden Zeiten kamen in der BRD erst später...

    der Onkel sagte seine Goldanlage war die beste Geldanlage
    so um 1970 sagte er kostet 1 Kilogramm Gold 4000.- DM
    heute kostet ein 1 Kilogramm 25.000.- Euro


    Der letzte Preis ist von der Realität schon überholt. Es waren sogar gaaanz kurzfristig schonmal über 30.000,- € ... ;(


    Das mit den 4000,- DM um 1970 möchte ich jetzt mal hinterfragen. Die Unze kam damals 35 ... 40,- $, das Kilo also ca. 1200,- $ (nur ganz größenordnungsmäßig gerechnet). Aber war der Dollar damals nicht schon deutlich(!) unter 3,- DM?


    Aber stimmt, mein alter Münzsammlerfreund erzählte mir immer, daß so ein "Goldfuchs" (20,- RM Wilhelm II) zu dieser "goldenen Zeit" im Handel nur ca. 40,- DM kam. Da war der Goldpreis möglicherweise wirklich nur mit unter 30,- DM dabei, der "Rest" war dann Marge (und diese prozentual sehr viel höher als heute für "Massenware"/Anlegermünzen üblich). DAS waren noch Zeiten, stimmt... :D


    Nun halte mal die Bälle flach! Natürlich klingt das Posting auf jeden Fall zunächst nur nach der "üblichen" Trollerei.


    Andererseits: Wenn mir nachher ein Stein auf den Kopf fällt, und meine Erben sich nun effektiv mit dem Gelbmetall befassen müssen, das sie dann haben, dann würde ich denen eine durchaus ähnliche Verhaltensweise wie dem OP zutrauen: Natürlich wissen die schon, wo es (auch für Verkäufer!) günstige Absatzmöglichkeiten gibt ("meine" Wechselstube ist in der Bullionpage gerade beim Ankaufpreis immer unter den mit Abstand besten...); trotzdem würden sie versuchen, zuvor auch noch andere Infos/Angebote einzuholen - also z.B. hier im Forum fragen. :) Vielleicht geht's ja noch besser als mit der "einfachsten" Lösung über die Wechselstube hier in der Stadt?! 8) Und dann würden sie (selbst wenn sie vielleicht gerade wirklich mal etwas fiat-geil wären...) natürlich schreiben, daß sie nicht verkaufen MÜSSEN, sondern sich erst mal bloß umhören wollen. Hintergrund dafür: BESTE Angebote "rauskitzeln" - denn wer erkennen läßt, daß er "verkaufen muß", der bekommt natürlich nur schlechtere Angebote... :wall:

    Kann mir jmnd. (als relativer Neuling) erzählen, was da passiert ist?


    Oder sind das die üblichen Manipulationen, die mal kurz gewirkt haben?


    Gruss
    BS


    Hallo Neuling, [smilie_blume]


    Du beantwortest Dir Deine Frage doch selber. 8) Es ist ca. 10 Uhr in NY. Das Breakfast hat gemundet, das dünne und bittere Gesöff, das die dort allen Ernstes "Kaffee" nennen, blubbert noch im Magen - Zeit also für "Die Drückerkolonnen[tm]", mal wieder ein paar Leerverkäufe zu plazieren. Hält aber meist nicht lange vor, weil sofort Realinteressenten die Nachkaufchance wittern, und der Preis rappelt sich wieder hoch:


    Hi Plattcold,


    zwei "Dumme" (aka "Goldbugs" ;) ) - ein Gedanke!


    Was sagt uns das Gold? "Im Westen nichts Neues." (Aber auch sonstwo in der Welt nicht wirklich ;( ...) Weißt Du, was uns das sagt? Dem Papiergeld geht's schlecht. Sehr, sehr schlecht... Weiter nix. Eben: Nix Neues also (zumindest für uns)! ;)

    Was sagt "meine" Wechselstube gerade?


    Guckt Ihr:
    Letzte Aktualisierung: 03.05.2010 16:06
    Krügerrand Ankauf Verkauf
    1/1 Unze 910.00 € 950.00 €


    Und wenn das so weitergeht, ist heute auch in Papier die 900-€-Marke fällig, was meint Ihr?!


    Sogar bei "meiner Leib- und Magenquelle" sind jetzt erstmals die Krügis wieder teurer als die anderen Anlage-Unzen (wenn auch nur 2,- €) und der ANkauf 15,- € über Spot. Dennoch haben'se noch genug da. Sogar wieder "Kleinvieh" im Angebot. Eben habe ich 'nen netten Halbsovereign von Victoria erwischt - sowas gibt's sonst nur mit 10,- € Sammleraufschlag.

    Vielleicht habe ich's beim bloßen Überfliegen dieses Threads überlesen, wenn ja, dann sorry, daß ich etwas schon Gesagtes^WGeschriebenes ;) nur wiederhole:


    Diese Dinger waren doch Anno 2001 allgegenwärtig. Z.B. bei Conrad oder Karstadt u.ä. bekam man bei einem Kauf ab 50,- DM (oder so) solch eine vergoldete Umlauf-DM geschenkt. (Bei Einkauf ab 10,- DM oder so konnte man sich eine 1:1 gegen eine "normale" DM-Münze an der Kasse eintauschen.) Ich habe hier noch drei von den Dingern zu liegen. Die Vergoldung ist ganz dünn - 2 µm oder so, die Münzen sind normale Umlauf-DM und entsprechend abgenutzt. Heutiger Wert als "Gag": 1,- €.

    ... also, davon habe ich jetzt gerade auf der Münzenbörse Hannover nicht wirklich was gemerkt. :)


    Aber auffällig war schon, daß diejenigen Händler, wo man bisher gerade in Zeiten tendenziell eher steigender Kurse mit ein bißchen "Verhalten nach Schwabenart" (aka Feilschen ;) ) gerade beim Krügi locker 10 ... 15,- € Rabatt rausschinden konnte, so daß der für max. 30,- € über Spot(t) zu haben war, es mittlerweile so ist, daß das eher bei Kangaroos, Eagles und ML so war. Letztere hätte ich 10,- € unterm aktuellen Krügi-Preis von 930,- € haben können - habe dann aber doch wieder "nur" bei meinen geliebten Sovereigns für je 213,- € zugeschlagen (und das, wo meine "magische Schwelle" mal 200,- € waren, die ich "eigentlich" niemals überschreiten wollte ;) ...).


    BTW: ein paar Gold in Massen kaufende Russen fragten in der Tat immer nur gezielt nach Krügis...

    Hannover ist mehr was fùr "reine Numismatiker" - es gibt aber diverse Händler, die Handelsgoldmünzen (Goldmark, Sovereign, LMU, Rußland,...) zu ausgesprochen spotnahen Preisen anbieten (je nach Marktlage kann man auch etwas feilschen ;) ... derzeit wohl eher nicht gerade so :D ...).


    Immer einen Blick wert sind die Sammlertische oben auf der Empore. Dort habe ich letzens 'nen Buffalo zu nur 20,- € über Spot gekauft, nachem mein Kumpel bei diesem Sammler die 1/2 oz internationales Balltretertreffen BRD 2006 für ebenfalls nur 20,- über Spot "geschunken gekrochen" hat. ;)


    Ich bin als "Echtnumismatiker" natürlich da. :)

    ... der liebe Onkel Mithras wartet vor dem Nachkauf "größerer Mengen" (dank der aktuellen Preislage ab 1/2 oz ;) ...) lieber noch auf den sicher zu erwartenden kleinen Zwischen-Rücksetzer. Den sagt mir zumindest meine Glaskugel voraus - leider ist die zurzeit etwas verschmiert... ;)

    Es stimmt, Leute: Ich war heute gegen 15 Uhr zu dem kleinen Intraday-Dip in meiner Quelle "gründeln". Eigentlich hatte ich wegen der rapide steigenden Preise ja eher vermutet, daß eine massive Verkaufsneigung besteht ("Gewinnmitnahmen") und dann gibt's oftmals auch numismatisch interessante Handelsgoldmünzen zum Spot(t)preis. Aber wie ich guckte: Bis auf'n paar Krügis und Phillis: Gähnende Leere! :wall: Aha, da horten wohl wirklich welche alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wie mir auch der Verkäufer unter der Hand zuflüsterte...

    Der Bankster hat doch recht!?! Also, ich habe eben die Probe aufs Exempel gemacht und zwei Dinge getan:


    1) Meinen 100 g Barren gewogen: Der wiegt auch heute noch genau 100 g. Nix von wegen "Goldblase" - der will und will einfach nicht schwerer werden!!!!!!!!!!!!!!!11111111elf :wall: ;( :D


    2) Im Internet auf mein "Tagesgeld online" Konto geschaut. Das brachte auch gestern 1,6/360 % echte ZINSEN, ist also ein paar Euro mehr geworden! Gut, daß ich das in Zeiten wie diesen noch habe... ;) ;)

    :D


    Gruss


    alibaba :D


    Jetzt, wo Du's sagst... ;)


    Stimmt: Ich habe im Dez. 2009 auf der Münzbörse Hannover nach viel Feilschen (ich oller Hobbyschwabe kann das gut) drei 10-Rubel-Stücke Nikolaus II für je 220,- € gekauft (die gefallen mir einfach sehr). Feingewicht fast exakt 1/4 oz: BINGO!! :D

    @Connor:


    Vergleichsaussagen wie "der beste" beziehen sich bei Sachverhalten, wo es um die Bewertung eines Eigenschaftsmixes geht, zwar fast immer nur auf die persönliche Einschätzung bzw. Priorisierung des Beurteilenden selbst, aber stimmt: Die Wechselstuben, die ich "mal schnell nach der Arbeit" (oder in der verlängerten Mittagspause...) ansteuern kann, sind als Quellen fürs Physische geradezu ideal:


    * Sehr gute Preise, die mehrmals täglich an den Spot angepaßt werden (---> man kann sogar Intraday-Dips mitnehmen).


    * Man kann sich die Ware beim Kauf "live" begucken (Jahrgänge bzw. Erhaltungsgrade auswàhlen).


    * "No questions asked.." - also vollanonymer Einkauf möglich: Ware gegen bunte EZB-Zettel.


    * freundlich und kompetent (immer wieder nette persönliche Gespräche so von Goldbug zu Goldbug :D ...)


    Ist schon vorteilhaft, mitten in der Großstadt zu wohnen bzw. zu arbeiten... :thumbup: