Beiträge von Mithras

    Interessante Dinge liest man hier: Wie kann man denn Gold (oder sonstige EM) anders HABEN als in PHYSISCHER Form?!? Das habe ich nie verstanden... ;)


    Nach diesem Wahnsinnstag heute lehne ich mich erst mal zurück. Das Physische blinkt in meinen Kästchen. Prima! Okay, ich hätte sicher gern noch etwas nachgekauft - mein Abendurin ;) sagt aber gerade, daß da definitiv noch mal ein kleiner Rücksetzer kommt. Dann muß ich meine Fiat-Restbestände nun aber wirklich mal fast komplett in die einzig wahre Echtdevise konvertieren.


    Dies wäre dann zwar eine EM-Quote von beinahe 90% meiner Vermögenswerte, was "eigentlich" gegen jede "normale Anlegerlogik" wäre. Aber gerade der heutige Tag hat mir gezeigt, daß meine bisherige Diversifizierung nicht wirklich eine gute Idee war. Bin eben in Vermögensanlagefragen viel zu konservativ. Ich hatte echt noch heftige Stapel von EZB-Zetteln auf "Tagesgeld"-Konten und so, obwohl gerade ich's doch "eigentlich" schon längst besser wußte.


    Ich Narr!! :wall: :(


    Los prügelt mich - ich hab's verdient! ;(

    Hihi: "Nie war billiges Gold so selten wie heute!" :D


    Ich weiß, ich kenne sie noch, die Gute Alte Zeit[tm], als ich mich tierisch aufgeregt habe, daß 'ne physische Unze plötzlich über 500,- € kam. :) Das war übrigens der Zeitpunkt, wo ich angefangen hatte, lieber kleingestückelte Handelsgoldmünzen zu kaufen, da die in "meinen" Wechselstuben damals wie heute mit nur ganz geringem Agio gehandelt wurden (vom Preis des 100g Barrens milligrammgenau auf den Feingehalt umgerechnet, was viele Wochen lang noch gerade unter dieser "magischen Schmerzgrenze" lag; deren Aufschläge auf Anlageunzen waren damals mit 7%sogar höher als heute mit "nur noch" 5% - bei Barren und Handelsgoldmünzen nehmen die damals wie heute bloß 2...3% über Spot(t)preis...)

    Hallo Laus,


    da siehste wieder mal, WIE verschieden die Geschmäcker sind: Ich mag nun wieder mehr das von Dir korrekt so beschriebene "Barocke" bei antiken Münzen. Wenn ich Dir jetzt noch verrate, daß mein erstes "großes" Sammelgebiet Kaiser Hadrian war und mein zweites die sog. römischen "Soldatenkaiser" (von Maximinus Thrax bis Carinus, also 235-285 u.Z. - die Blütezeit hypernaturalistischer Porträtkunst) und aktuell wie gesagt Kushana (siehe mein Avatar) sowie indische Guptadynastie (gerade letztere sind stilistisch einfach nur purer "Barock" zur Potenz ;) !), dürfte Dich das nicht wundern. :)


    Archaische griechische Kunst ist sicher total faszinierend, gefällt mir aber persönlich einfach weniger... Du weißt schon: "De gustibus..." ;)

    Hi Scheffe ;) -


    naja, das hängt auch sehr vom Spezialgebiet ab. Münzen aus natürlichem Elektron sind eher eine Sache der allerfrühesten griechischen (genauer: kleinasiatischen) Numismatik. Und gerade hier gibt's die gefährlichsten "Umpräge"-Fälschungen - und dann nützt auch die hochpräzise Gammaspektrometrie nichts mehr: zweifelsfrei echt antikes Material! (Sogar aus der "richtigen" Mine...) Hier hat mir mal ein Experte erklärt, daß die allerletzte Sicherheit bzgl. des Schrötlings allenfalls noch die C14-Methode bringe, sofern oberflächliche Fundauflagerungen vorhanden sind, die Reste organischen Materials enthalten, was logischerweise fast nie der Fall ist. Und perfekte moderne Überprägungen fallen so auch nicht auf...


    "Normale" antike Münzen (Hellenismus bis Spätantike) sind jedoch immer aus kupelliertem (also geläutertem) Gold von selbst für heutige Maßstäbe extrem(!) hoher Reinheit (> 99,5%). Nur die Reste noch edlerer Metalle (Platin, Palladium, Indium, etc.) lassen dann noch Schlüsse auf die Herkunft zu. Deren relative Häufigkeit im "Rest" ist der "Fingerabdruck" der jeweiligen Mine und ändert sich auch beim bloßen Umschmelzen nicht - wohl aber, wenn alles mögliche Gold aus einem großen Posten verschiedenster Herkunft zusammenlegiert wird.


    Genau das ist aber bei Kushana/Indien immer(!) der Fall. Denn die benutzten das Gold der Römer, die ihrerseits auch schon alles zusammenlegiert und aufgereinigt haben, was sie nur kriegen (genauer: erobern) konnten. ;)


    Die Legierungszusätze bei den antiken indischen Prägungen sind absichtlich zur Erhöhung der Härte der Münzen zugesetzt worden. Erst unter den Kidariten (5. bis 7. Jh. - guckstu Wiki) gab's ne interessante "Goldmünzeninflation": Das Material wurde gezielt immer mehr mit Ag und Cu gestreckt, bis es zuletzt unter dem lag, was wir heute gern flapsig "Edelmessing" nennen ("333er Gold" - also 8 kt). Über recht lange Zeit haben die eine absolut raffinierte Mischunng benutzt: 3 Teile Gold : 5 Teile Silber : 3 Teile Kupfer. Das sind zwar nur unter 28% Feingehalt, dennoch sieht die Legierung noch herrlich gelbgolden aus, korrodiert aber fix. Und von genau diesen Dingern habe ich noch nie moderne Fälschungen gesehen. Die sind wegen ihrer eigenartigen Patina auch recht schwer zu machen; außerdem gibt's für diese "häßlichen Entlein" unter den antiken Goldmünzen derzeit kaum einen echten Markt - z.T. kann man die in großen Posten sogar unter Schmelzwert kaufen. Erst nach fachmännischer Reinigung erkennt der Experte den unverwechselbaren Goldglanz. ;) Später verfielen sie dann in Kaschmir erst zu reinen Silber- und dann - ab etwa 8. Jh. - zu bloßen Kupfermünzen.


    Merke: (Währungs-)Geschichte neigt zu Wiederholungen... Deshalb befaßt der Goldjunge Mithras sich damit auch so intensiv - Motto: "Aus der Geschichte lernen"... :)

    Was die Korrosion von 80%-Gold betrifft: Wenn mir jemand genau zeigt, worauf da geachtet wird, dann faellt mir auch ein, wie man es _gut_ imitieren kann ... :thumbup:
    ==> Wahrscheinlich handelt es sich um Korrosion an sog. Korngrenzen ...
    ==> solche Korngrenzen sind anders ausgepraegt, wenn die Muenze im Original-Verfahren gestempelt wird (im Gegensatz zum schnoeden Pressen), weil sich die strukturelle Auspraegung mit dem ErkaltungsVorgang ergibt ...
    ===> ... allgemein bekannt sind die unterschiedlichen chemischen Eigenschaften unterschiedlicher KristallOrientierungen ... :D , sogar bei ansonsten gleicher chemischer Zusammensetzung ...


    ... ... braucht man nur alles mit Know-How zu beruecksichtigen, und schon sehen die KorosionsSpuren "echt" aus ... ; jahrtausende brauchts dafuer nicht, vielleicht Stunden oder Tage ...


    Weiß ich natürlich alles; ich wollte das hier bewußt nicht zu sehr ausbauen. Aber ich find's toll, daß Du auch gut bescheid weißt. :thumbup: Dennoch sind mir noch keine WIRKLICH gut gemachten Versuche begegnet, sowas nachzuahmen. Kurzes Stichwort nur: Kristallbildung von Goldkomplexverbindungen gerade bei den ANTIKEN Legierungen, speziell dann, wenn sie in Afghanistan/Pakistan in überdüngten (sehr chlorat- und phosphathaltigen), jetzt aber versteppten Böden gefunden werden. Zu erkennen besonders gut im UV-Licht unter einem Auflicht-Stereomikroskop, 200...500-fache Vergrößerung.


    Richtig gefährlich wird's erst, wenn jemand anfängt, moderne Replikate aus antikem Gold der gleichen Zeit und aus dem gleichen Raum zu fabrizieren - sprich: aus schlecht erhaltenen Originalschrötlingen gut erhaltene (und damit für Sammler deutlich wertvollere) Münzen desselben Sammelgebietes macht. Sowas kenne ich in bemerkenswert guter Qualität für die an sich durchaus häufigen halb-skyphaten Golddinare des Vasudeva II. Ich bin schon selber mal auf sowas reingefallen - habe also das besagte Lehrgeld bezahlt. ;( Das Original wird wohl ein total "abgelatschter" Vasudeva I oder Kanishka II gewesen sein. Die sind z.T. extrem lange zirkuliert und entsprechend abgegriffen. Bis vor wenigen Jahren bekam man sowas noch für kaum mehr als den Goldpreis (200,- € oder so; in "vorzüglich" ist das das drei- bis vierfache wert...).


    BTW: Genau diese zirkulationsbedingte Abnutzung kann man zwar durchaus auch ganz ordentlich modern nachmachen, aber genau das dürfte relativ selten passieren, weil eben die Fälscher daran interessiert sind, möglichst hohe Preise zu erzielen - sprich: Die Erhaltungsgrade müssen mindestens "sehr schön" bis prägefrisch sein. Des weiteren: Auch wenn der Göbl "Münzprägung des Kushanreiches" schon über 35 Jahre alt ist und natürlich hin und wieder mal ein Stempel dort noch nicht erfaßt wurde: Wenn am Markt Münzen auftauchen, deren Vorder- UND Rückseitenstempel nicht "im Göbl stehen", kannste mit ca. 99%iger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß die falsch sind. (Bei CNG sind in den letzten Jahren massig prägefrische DOPPELdinare des Vima Kadphises versteigert worden - Originalbeschreibung: "unlisted dies" - die würde ich nur zum Bullionpreis +20% "für die Arbeit mit der Prägung in der Fälscherwerkstatt" nehmen, aber keine ca. 25.000,- ... 30.000,- $ dafür hinblättern...)


    PS: Mein Avatar ist übrigens avers- und revers-stempelgleich mit G 52/1.

    chefboss: Wirkliche Experten erkennen aber selbst sehr gut gemachte Falsifikate recht leicht. Auch aus Gold, selbst wenn das dort bekanntlich nicht so trivial ist wie bei unedlem Metallen (inkl. Silber). Aber dazu braucht man ein Extremmaß an Erfahrungen; Neulinge bezahlen hier oft und gern (viel) "Lehrgeld". :(


    Merke: auch GOLD korrodiert und patiniert im Laufe vieler Jahrhunderte, vor allem dann, wenn es - wie bei den Kelten und im antiken Indien üblich - nur ca. 80% Feingehalt hat. Und selbst wenn solche Münzen von irgendwelchen Trotteln "geputzt" worden sind, erkennt man echte Goldpatina oder typische Korrosionsstrukturen unter dem Mikroskop durchaus noch (siehe mein Avatar - diese Münze hat auch so ein doofer Bauer in Pakistan "zu Tode geputzt", ehe sie 1982 in den Handel gelangte). Und es gibt noch keine Tricks, diese Echtheitszeichen GUT zu imitieren. Dazu kommen noch sog. Verdrängungslinien, wie sie nur bei Handprägung auftreten - moderne Fälschungen sind oft nur gepreßt und nicht "richtig" nach dem antiken Verfahren mit dem Hammer geprägt.


    Aber eine Bemerkung am Rande: DOPPELdinare der Kuschana - das sind eigentlich wunderschöne, medaillonartige Goldmünzen von ca. 16 g (also etwa 1/2 oz) Gewicht - würde ich heute nicht mehr kaufen. Da habe ich auch auf großen internationalen Auktionen seit Jahren kein einziges Original mehr gesehen - nur zumeist aber absolut hervorragend gemachte moderne Fälschungen! :( :(

    Jeronimus Bosch:


    Hier im GSF ist eigentlich nicht wirklich der richtige Ort, das von mir nur als Parenthese angesprochene Thema zu vertiefen - dafür gibt's z.B. http://www.numismatikforum.de - aber ein relativ SEHR guter Einstieg ist z.B. dieser Artikel der englischen Wikipedia (das deutsche Pendant dazu kannste allerdings voll vergessen...):
    http://en.wikipedia.org/wiki/Kushans


    Dort erst mal einlesen (es sind schon mehr als genug Münzfotos drin, weil die Münzen hier de facto die wichtigste Geschichtsquelle überhaupt sind) und dann den Links unten folgen (Kushan and Indian coins).


    Ich gebe es zu, ich bin da etwas arrogant; aber gerade bei dem Thema sind auch heute noch "richtige Fachbücher" unverzichtbar (Du weißt schon, diese "altmodischen" Dinger mit den bedruckten Seiten aus Papier zum Umblättern ;) ...). Im Web steht dazu wenig Tiefschürfendes (und leider auch viel Falsches und Überholtes). Obwohl z.B. der österreichische Spitzennumismatiker Robert Goebl schon in den 70er Jahren die "Spätdatierungsthese" BEWIESEN hat, stehen in der Wikipedia immer noch die "klassischen" Datierungsansätze, die ca. 1 Jh. zu früh sind. Hier spielen Eitelkeiten von "Gelehrtenschulen" eine Rolle, über die man nur noch den Kopf schütteln kann... :(


    (Wobei aber ein wichtiger Teil dieses Beweises hier im GSF jedoch sogar in gewisser Weise on topic ist: Das hat nämlich mit der schon in der Antike geltenden Bewegung des physischen Goldes von West nach Ost zu tun, und die Kushana mußten objektiv erst dann ihre Goldprägung für den Seidenstraßenhandel starten, als das bisher dafür benutzte Goldgeld der Römer ab dem 2. Drittel des 3. Jahrhunderts zunehmend in einem inflationären Kollaps versank - Stichwort "Soldatenkaiserzeit" im Römerreich. Das ist auch der Grund, warum die Münzen der Kushana so "typisch römisch" wirken: die haben für ihr Gold, das sie als Händlervolk im Überfluß hatten, offenbar fähige Stempelschneider und sonstige Münzarbeiter aus dem römischen Alexandria abgeworben...)

    Noma: Dein Hinweis ist an sich durchaus gerechtfertigt, betrifft jedoch derzeit noch(!) primär solche "Quellen" wie iBäh bzw. Sondengänger.


    Den "legendären" übereifrigen Bullizei-Oberkommissar L. aus Gießen hat im übrigen sein oberster Dienstherr (der ist in der FDP!) offensichtlich "etwas zurückgepfiffen" - die von diesem wegen des Einkaufs von "römischem Kleinmünzschrott" z.B. In Feldberg vor Gericht gezerrten Kleinsammler sind sogar auf Antrag der Staatsanwaltschaft(!!!) Mit Pauken und Trompeten freigesprochen worden.


    Allerdings hast Du insofern recht: Nur Megatrottel kaufen antike Münzen "im Internet" - richtige Saalauktionen etablierter (deutscher oder internationaler) Münzhändler sind eine deutlich sicherere/seriösere Quelle. Allerdings natürlich auch nicht gerade die "billigste" ... ;)


    Und wer Einkaufquittungen wegschmeißt, ist selber schuld. Ich habe für fast jede meiner Münzen noch eine individuelle Rechnung, bis zurück in die 70er Jahre (als sowas noch ca. 1/3 in DM wie heute in € kostete ... aber das ist ja mit Anlagegold nicht viel anders... ;) !). Mir sind aus der BRD auch keine Fälle bekannt, daß man Münzen/Antiquitäten aus großen Auktionen als illegal betrachtet hätte. Wenn allerdings "Geiz und Gier frißt Hirn" beim Sammler zum Tragen kommt und er sich dann mit Hehler- und Raubgräberware aus iBäh oder von dubiosen "Kofferhändlern" in dunklen Ecken auf Münzbörsen eindeckt, der muß eben damit rechnen, daß ihn die Staatsbüttel ggf. mal "befragen" ...

    Hallo Gator,


    auch wenn natürlich immer die Gefahr besteht, daß Du hier bloß ein wenig trollen willst (Hinweis: Verlinkung auf Angebote KONKRETER Händler hat hier im Forum immer ein "G'schmäckle", wie die Schwaben jetzt sagen würden - es gibt nämlich auch noch NEUTRALE Websiten/Suchmaschinen zur antiken Numismatik, und darunter eben auch keltischen Münzen), finde ich es trotzdem schön, wenn Du Dich für die Verwendung von Edelmetallen als Zahlungsmittel in alten Zeiten und Kulturen interessierst. 8)


    Das tue ich übrigens auch, und zwar schon seit über 30 Jahren. Allerdings habe ich mich mehr mit den VORBILDERN der von Dir gepriesenen Münzen befaßt, also zunächst mal Altes Griechenland und Rom. Seit ca. 10 Jahren sind meine Interessen noch "exotischer" geworden und ich sammle praktisch nur noch Kushanreich bzw. Antikes bis frühmittelalterliches Indien, d.h. befasse mich mit der Geld-, Wirtschafts- und Währungsgeschichte Mittelasiens etwa vom 3. Jh. v.u.Z. bis ca. 9. Jh. u.Z. am originalen Objekt. Und da die Goldaffinität der indischen Völker keine "Erfindung" der Neuzeit ist, sondern denen geradezu "im Blut liegt", geht es dabei auch vorwiegend um mein geliebtes Gelbmetall (siehe mein Avatar hier: Rückseite einer Goldmünze des Kushankaisers Kanishka I., Mitte 3. Jh. u.Z., mit einer Darstellung des altpersischen Sonnengottes Mithras, dem das GOLD heilig war ... wie auch mir! ;) ).


    Im übrigen sind die Keltenmünzen sicher für uns Mitteleuropäer regionalgeschichtlich sehr interessant; aber es sind wirklich nur stilistisch primitive NACHAHMUNGEN griechischer und z.T. römischer Vorbilder. Vor allem aber waren sie eines NICHT: "Vorläufer des Euros", wenn du den als "Weltwährung" siehst, denn diese Keltenmünzen hatten nur ein sehr eingeschränktes Zirkulationsgebiet. "Richtiges Welthandelsgeld" der Antike waren aber die Goldstatere von Alexander d.Gr. und seiner Nachfolger, die Aurei der Römer und dann die Golddinare der Kushana und der Guptadynastie in Indien, die über ca. 1 JahrTAUSEND hinweg sogar einer einheitlichen Gewichtsnorm unterlagen: nämlich ca. 8 g Gold. Wie gesagt: von der Iberischen Halbinsel biis nach Indien!! DAS waren dann ""antike Euros". ;) :D


    PS: Laß Dir die Freude an Zeugnissen der Geschichte nicht von Meckerern und Nörglern sowie ähnlichen Kulturbanausen vermiesen. Muttu einfach überlesen, solche "Kommentare"... :(

    Also, ich gehe jetzt erstmal zum meiner Wechselstube - da lag gestern noch so'n Kangaroo, das mir optisch sehr gefiel. Hätte nie gedacht, daß mir der vor wenigen Minuten im Netz eingestellt Preis von 886,- € mal als "günstig" erscheinen würde. ;)


    Und wenn's noch weiter fällt: Tja, das ist eben das Risiko. 8)


    Bin dann mal weg... :)

    Ich warte nun erst mal aufs Sommerloch....wehe das fällt wieder aus wie letztes Jahr...


    :hae: ?) :?:


    Wenn nicht im Hochsommer 2009 der wunderschöne Dip beim Eurogold gewesen wäre (ca. 660...680,- € die Unze) sähe es bei mir recht schlecht aus. Nur kündigte der sich Anno 2009 schon im Frühjahr an. Das ist in 2010 bisher anders, stimmt!

    :D ,, nie war Gold so billig wie Gestern ,der Euro ist pleite rette sich wer kann ,, :D


    Gruss


    alibaba :D


    Der Dollar aber auch.


    Irgendwann vermute ich mal, daß der Preis des Dollars in mg Au wieder STÄRKER fällt, als es derzeit der des Teuro noch tut - oder für "Alltagsmenschen" formuliert: Der € gegenüber dem $ wieder steigt. Bei dem DANN zu erwartenden (kurzen!) Dip des "POG in €" (also unter Nutzung dieser verqueren Sichtweise einer Verabsolutierung der Fiatzettel als Wertmaßstab: "wieviel € kostet ein Gramm Gold", statt umgedreht, wie's korrekt wäre: Peak des "PO€ in Au"... :D ) heißt es jetzt: NICHTS WIE KAUFEN!!!! [smilie_love]

    Hallo aravid,


    WILLKOMMEN! [smilie_blume]


    Du schreibst zwar, Du "mußt" nicht verkaufen ... scheinst aber doch Fiat-Zettel zu brauchen. Dann MUSST Du eben doch verkaufen. Ich weiß nicht, was das für verarbeitetes Gold speziell ist. "Altschmuck" kann vieles sein, und hat z.T. Liebhaberwerte weit jenseits des Goldpreises - für (natürlich echten - ich bin da Kenner!) Goldschmuck der Antike (speziell Römerreich und frühes Indien) zahle ich Dir locker bis 100,- €/g, je nach künstlerischem Wert... Aber Du meinst sicher irgendwelches "Bruchgold". Da klingt der genannte Preis wirklich SEHR gut - ich täte das (wenn's wie gesagt wirklich nur GoldSCHROTT ohne sonstigen Wert ist) verkaufen und die Fiatzettel der EZB sofort in Barrengold oder Münzen umwandeln, denn die kriegt man IMMER los, im Unterschied zu Bruchgold, das erst noch umgeschmolzen werden muß. Hab' ich auch schon mal gemacht, vor ein paar Jahren.


    wie würdest du interne Verzisnung beschreiben, oder was würdest du darunter verstehen. Vielleicht bin ich ja am falschen Dampfer aber für mich hat eine interne Verzinsung schon Relevanz. Lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen bzw bin immer für neue Sichtweisen offen. :)


    Interne Verzinsung ist wie das Ansteigen von Aktienkursen (wenn sie fallen, dann ist die Verzinsung eben negativ).


    Ich weigere mich, solche "Zahlen auf dem Papier" als ECHTEN Wertzuwachs (oder eben -verlust) zu sehen. Deshalb sprach ich oben auch von "ausgezahlten Zinsen" (aka Gewinne - oder eben auch Verluste bei negativen "Zinsen"), die sich erst über ECHTE Marktaktivitäten (Kaufen/Verkaufen) "rechnerisch" ergeben.


    Im übrigen bin ich als ausgemachter Goldbug ein absoluter "Hardliner", indem ich nicht sage: "1 g Gold kostet soundsoviel € bzw. $" sondern stattdessen "1,- € bzw. 1.- $ Fiatzettel kostet derzeit soundsoviel Milligramm Gold" - d.h. für mich ist nur das Metall der REALE Wertmaßstab. Der Preis für die Zettel fällt derzeit übrigens rapide. Schlecht, wenn man statt Echtgeld nur immer diese bunten Zettel bekommt... :(


    Hängt mit meiner "persönlichen Annäherung" an den immer obsessiveren Goldbug zusammen. Ich komme nämlich originär aus der Welt der "seriösen Numismatik", sammle seit über 30 Jahren antike (also ca. 2000 Jahre alte) Münzen, und dies speziell unter dem Aspekt als Zeugnisse der Währungs- und Wirtschaftsgeschichte. Und da gibt's 'ne eindeutige Kurzfassung (sozusagen der Extrakt "Der Geschichte[tm]" schlechthin): JEDES längerfristig stabil funktionierende Geldsystem der Vergangenheit - vom Alten Ägypten über Mesopotamien, Griechenland und Rom bis nach Innerasien und Indien (letzteres sind übrigens meine aktuellen Schwerpunkte, siehe mein Avatar: eine Münze des Kushankaisers Kanishka I, Mitte 3. Jh. n.Chr.) bis hin zum Anfang des 20. Jh. - beruhte IMMER auf Edelmetalldeckung und Emission von Geldzeichen, die auch einen INNEREN Wert hatten, so daß SIE SELBST als Schatzbildner fungieren konnten.


    Sicher sind Abenteuergeschichten etc. keine Quellen i.e.S. - aber warum such(t)en wohl die Abenteurer/Räuber/etc. aller Zeiten immer nur nach "Gold und Edelsteinen" und nicht etwa nach verbuddelten, vergilbten Schuldverschreibungen oder Geldscheinbündeln?! <träller> Warum nur, wa-ha-ruummmm...?! </> Okay, diese Frage war rhetorisch. :D