Beiträge von Mithras

    Gold ist Geld.


    Geld ALS SOLCHES bringt keine Zinsen. Das ist nämlich nur Wertmaßstab und Schatzbildner sowie Tauschäquivalent.


    Verleihen oder auch Verkaufen von Geld kann natürlich Zinsen bzw. Gewinne (sozusagen "ausgezahlte Zinsen") bringen. Das ist dann aber dem Marktgeschehen geschuldet, nicht dem Geld ALS SOLCHEM.


    That was easy. :)


    PS: Fiat-Zettel sind übrigens nicht wirklich Geld. Ihnen fehlt die Möglichkeit zur DAUERHAFTEN Schatzbildnerfunktion. Man kann sie aber in richtiges Geld umtauschen/wechseln. Der Onkel Mithras macht das oft und gern. Dazu besucht er dann logischerweise Wechselstuben. Da kann er das Echtgeld sogar nach Schönheit und so direkt vor Ort auswählen und nicht nur den uns Hominiden genetisch eingepflanzten Jagd- sondern auch den Sammeltrieb befriedigen... :D (Ihr wißt doch: Urmenschen als "Jäger und Sammler" ... die Evolution macht eben keine Sprünge...)


    Schiet; Edith sagt: Otoshi war 1 Minute schneller!!!!!!!!!11111elfeins

    Da gabs auch 5 und 7,5 Rubel 70er und 80er Jahre des 19. Jahrhunderts zum quasi Spottpreis !


    NEID!!!!!!!!! :thumbup:


    Okay, ich bin ausgemacht anglophil und habe deshalb bis ca. 2007/2008 fast nur auf die Sovereigns geachtet (und eben auf das mir als "Piefke" halt doch besonders nahe liegende deutsche Reichsgold). Als ich mitbekam, daß es eigentlich wunderschöne altrussische Goldmünzen gab, waren die im Handel schon weit jenseits des Spot(t)preises. Ich bin ja happy, überhaupt 'nen 10 Rubel von Nikolaus II 1911 zu haben - Freundschaftspreis eines Münzhändlers: nur 20,- € über Spot(t) vor ca. 1 Jahr... 5 bzw. 7,5 oder 15 Rubel hätte ich auch noch gern... [smilie_love] Stattdessen mußte ich mich mit Tscherwonzen-Neuprägungen als "Ersatzhandlung" begnügen... :P und bin dann auf die Mexikaner verfallen (wobei ich immer noch der Meinung bin: das 20-Peso-Stück mit dem Aztekenkalender ist alles in allem die ästhetisch wohl schönste Umlaufgoldmünze, die's gibt - aber die Geschmäcker sind eben verschieden...).

    pelopidas: Das isser! :)


    Ich komme ja aus der Ecke der Echtmünzensammler (aua, Ihr Anleger, nicht hauen!!!!!!!!!!111111elfeins :D ) - d.h. ich hatte bis 2008 bei modernen Münzen ausschließlich Sovereigns (bis Georg V - also keine Neuprägungen mit der Elizabeth II), LMU (auch da nur "echt gelaufene" Jahrgänge), Dollars und vor allem diverses Reichsgold zum Tageskurs gekauft. Meine ersten "richtigen Anlage-Unzen" waren 3 Krügis und 2 Britannias Anno 2001, die ich bloß aus Jux gekauft hatte, damit ich abgehobenes Bargeld, das ich auf der Münzbörse nicht für meine geliebten Antiken ausgeben konnte (die Münze, für die der Papierpacken eigentlich gedacht war, stellte sich dann als Fälschung heraus...), nicht "sinnlos" wieder mit nach Hause schleppen mußte. Heute eine weise Entscheidung! Wie gesagt: je nur ca. 550,- DM(!). ;)


    Das mit dem Nugget war ein heißer Tip meines Kumpels. Wir waren zusammen in der Wechselstube zum "Gold gucken", der Typ war gerade fiat-pleite und deshalb gab er mir den Tip: "Mensch Mithras, siehste nicht den Nugget da?! Schweineselten - erstes Prägejahr! Kauf den! Sofort! Oder ich rede nicht mehr mit Dir..." ;) Damals wollte ich "eigentlich" gar keine ganze Unze nachkaufen, weil über meiner damaligen "magischen Schwelle" von 800,- €. Ich habe mich diesem Kumpel gegenüber dann symbolisch revanchiert, indem ich ihm einen 1981er(!) Tscherwonez besorgt habe. Die hatten dort gleich einen ganzen Schwung seltenste Jahrgänge davon...

    Natürlich ist Gold eine LANGFRISTIGE Anlage und ich habe noch keine Unze wirklich(!) bereut. Zumindest nicht lange. Auch nicht, als ich im Feb. 2009 kurz vorm damaligen AZH/€ über 800,- € für 'ne phys. Unze hingeblättert habe (Papierpreis damals 770,- € oder so) und dann wenig später der POG auf deutlich unter 700,- € "crashte".


    Dann hat mich getröstet, daß das eben ein besonders seltener Nugget war (1986, also erstes Prägejahr). Und inzwischen ist der selbst aus reiner Anlegersicht schon ein Schnäppchen. :) Und meine ersten Unzen von Anno 2001 erst: damals ca. 550,- DM(!) je Krügi bzw. Britannia. :D Ich Knallkopp hatte da leider bloß 5 Stck. gekauft - ich hätte viel mehr zuschlagen sollen. :wall: Hinterher ist man immer schlauer. Damals war im POG genau null Bewegung, und wenn, dann tendenziell eher bergab. Dennoch wollte ich schon gern auch mal ein bißchen mehr ECHTGELD haben als nur die paar Reichsgoldmünzen, die ich vor 2000 "aus Jux und Dollerei" mal zum Goldpreis gekauft habe. Ich hab's NIE als Kurzfristanlage oder Zockerei gesehen. NIE!

    Interessante Sichtweise in Deiner Überschrift, Tut.


    Sag mir, wo Du um 850,- €uronettis herum JETZT SOFORT 'ne physische Unze kaufen kannst. :D


    Meine Lieblingsquelle sagt gerade:


    "Letzte Aktualisierung: 06.04.2010 15:24
    Krügerrand Menge Ankauf Verkauf
    1/1 Unze 850.00 € 890.00 €"


    ... macht also nur noch 110,- € bis zur "magischen Schwelle" ... :)

    <träller> "Ich wär so gern ein Bär - denn ich will KAUFEN immer mehr ...." :thumbup: </>


    Den erwarteten Frühjahrsrücksetzer werd' ich dieses Jahr wohl knicken können. :wall: ;(


    Obwohl: 2009 war der ja erst im Juni/Juli, also im Sommer ... vielleicht wird's dieses Jahr wieder so?


    So'n Schiet aber auch! Hier flattern gerade jetzt jede Menge solche bunten Baumwollzettel der EZB rum und warten auf ihren allfälligen Umtausch in Echtgeld... (Kann mein Arbeitgeber mir nicht das - diesmal richtig "leckere" - Jahreszielentgelt 2009 nicht gleich in Unzen auszahlen; am besten zum Jahresmittelkurs 2009 ;) ? Wäre doch echt mal 'ne Motivationsidee für die Mitarbeiter... 8) )

    Hallo Datenreisender! :)


    Auch von mir (mit etwas Verspätung ;) ) noch ein herzliches Willkommen hier. [smilie_blume]


    Dein Handle erinnert mich an das drittwichtigste Hobby in meinem Leben: Nach dem Sammeln von ca. 2000 Jahre alten Münzen (wie exemplarisch eine in meinem Avatar zu sehen ist) sowie natürlich von gelbmetalligem ECHTGELD (zumeist in Form von neuzeitlichen Handelsgoldmünzen wie Sovereigns, Goldmark und Mexikanischen Goldpesos; hin und wieder auch mal ein paar Kangaroos, die mir einfach von der Gestaltung her sehr gefallen), ist das "Datenreisen" nicht zu vergessen (bin seit ca. 20 Jahren im CCC und jetzt bei den Piraten aktiv, vielleicht kennen wir uns von dort her sogar IRL?! 8) )


    Ansonsten prangt just Dein Geldschein (er ist übrigens von 2008, war aber erst Anfang 2009 im richtigen Umlauf...) auf einem meiner selbst gestalteten T-Shirts, zusammen mit dem Motto aus meiner Signatur. Da werde ich oft auf der Straße drauf angesprochen und es ergeben sich nette Diskussionen... :)

    Und ich glaubte, € 440 wären billig gewesen ! ! ! ;( mfG.


    Mein erstes 50-Peso-Stück hab'ch für über 500,- T€uronettis gekauft. Vorher kannte ich die noch gar nicht "wirklich". Mein erster Mexikaner war übrigens ein 20er, ein paar Tage vorher in "meiner" Wechselstube gesehen. Und diese Münze hat mir - trotz meiner "Sovereign-Lastigkeit" - sofort gefallen, also mußten auch die anderen Nominale nach und nach noch her. ;)


    Aus heutiger Sicht war mein Einkauf ein Schnäppchen. Deiner damit natürlich erst recht. So what?! "Nie war billiges Gold so selten wie heute!" :D


    Zur Originalfrage: 50 Pesos waren 25 Golddollar. Noch Fragen?! Kaufkraft im "Billiglohnland" Mexiko natürlich eher etwas höher als dunnemals in den U$A. Im übrigen waren die schon so eine Art "Anlagemünze", denn die Mexikaner haben's richtig gemacht, und nicht so sehr auf Papierfetzen gebaut, sondern sich lieber Echtgeld zum Werte-Aufbewahren hingelegt, sobald das möglich war. (Und ich habe jetzt eben hier im Thread gelernt, daß das heute noch so ist - Respekt! Die steigen immer mehr in meiner Achtung 8) !!) Deshalb gibt's auch noch soviele von den "echten" Jahrgängen - obwohl natürlich die meisten Goldpesos Nachprägungen sind (50 Pesos: Jahrgang 1947), und die waren dann definitiv Anlagemünzen "im alten Design", für Nostalgiker. ;)


    So, als würde die BRD heute 20,- RM Willi nachprägen statt komisches Fitzelgold mit Baumzweiglein drauf... :wall:

    Abgesehen von den Sovereigns Elizabeth II - die in meinen Augen noch nichtmal "echte Nachprägungen", sondern reine (Gold)Medaillen sind (die Sovereigns bis Georg V SIND natürlich echtes Handelsgeld oder wenigstens KORREKTE NPs wie die 1925er aus London) - sind auch die meisten der von mir sehr geliebten Mexikanischen Pesos NPs. Aber sie sehen wenigstens wie Goldmünzen aus, die's echt mal im Umlauf gegeben hat. :)


    BTW: Mir war das von Anfang an klar, daß der Aufschlag auf diesen BRD-Winzigstmedaillen-Goldschrott MINDESTENS 25,- €/Stk. betragen wird. SSchOIble wil doch auch leben. Ich hatte sogar mit mehr als für die Halbunzen-Goldmedaillen der BRD gerechnet... Es ist also DERSELBE Aufschlag - aha! Naja: Beamten"denke"... ;)

    ... kürzer und prägnanter läßt sich das nicht sagen. :) "Gilt" hier bezogen auf die bekannten Geldeigenschaften: Maßstab der Preise, Wertaufbewahrungsmittel, Schatzbildner, weltweites (Handels)äquivalent.


    Seit ca. 5000 Jahren haben sich da Edelmetalle aufgrund ihrer bekannten Eigenschaften Haltbarkeit, Seltenheit, Nichtvermehrbarkeit BESTENS bewährt. Mit diesem Thema kennt sich der liebe Onkel Mithras übrigens bestens aus - der interessiert sich nämlich für Geld-, Währungs- und Wirtschaftsgeschichte der Antike (6. Jh. v.u.Z. bis frühes Mittelalter).


    "Geld" können in ABGEGRENZTEN kulturellen/wirtschaftlichen Räumen aber auch Zigaretten, bedruckte Baumwollzettel, Kaurimuscheln, ... sein. Solange die DORT jeweils "gelten", also in den genannten Funktionen allgemein akzeptiert werden. Hierzulande gelten derzeit die Papierzettel... Ich finde das übrigens durchaus faszinierend, daß dieser Beschiß schon derart lange klappt... :( :hae:

    Obwohl hier fast alles schon gesagt wurde, auch noch mein "Senf" dazu:


    Vom Goldhandel bei/mit/von Bankstern halte ich aus Prinzip absolut nichts (hängt mit meiner generellen Banken-Allergie zusammen...) - Gold kaufe ich deshalb nur in Wechselstuben bzw. bei Münzhändlern, die auf Handelsgoldmünzen zum Tageskurs spezialisiert sind.


    Und gerade bei letzteren haben gerade Sovereigns oft das beste Preis-/Leistungsverhältnis; einfach, weil die in der BRD nicht so gut "gehen" wie Goldfüchse oder Vrenelis. Meist gilt dort der gleiche Preis für den Sovereign und 'nen Goldfuchs. Das sind schon mal nominell ca. 160mg Gold pro Münze "geschenkt". :) Und dieser "Gewinn" wird noch höher, wenn man berücksichtigt, daß man bei Münzhändlern natürlich nur den "Schrott" ohne eigentlichen Sammlerwert zum TP bekommt.


    Bei einem vergleichsweise stark abgenutztem Goldfuchs hat dieser dann wegen der flacheren Prägung einen deutlich höheren Rauhgewichtsverlust als ein dito Sovereign (wegen derem hohem Rand sind die besser vor Abrieb gefeit). Also so ein "Willy" in "schön" (d.h. die typische Anlage-Goldmark) wiegt dann durchaus auch mal rauh mehr als 50mg unter Norm (Stücke unter 7,9g kommen gar nicht mal selten vor!!). Selbst höchstgradig abgenutzte Soverigns wiegen immer noch 7,96 g - also allenfalls 30 mg unter Norm (und das sind dann auch fast nur die frühen Victorias, die dann trotzdem noch einen gewissen (minimalen) Sammlerwert haben, der das wieder relativiert).


    Im übrigen bin ich krankhaft ;) anglophil :) und habe beruflich viel mit Indien zu tun und möchte meine alten Tage mal in Down Under verbringen. Ratet mal, in welcher Form ich über 80% meines EM habe?!? Richtig: Sovereigns und wenn Unzen, dann vor allem Kangaroos und Britannias (weil ich die einfach superhübsch finde). :)


    PS: In Indien gelten Sovereigns auch heute noch fast überall sofort als Geld. Goldmark et. al. lehnen die ab: "Was der Bauer nicht kennt..." ;) Dort gilt: Wenn auf der Münze aus Gelbmetall hinten der Georg mit dem Drachen drauf ist, ist alles im Grünen Bereich :D - sonst eher nicht! Kurze Gewichtskontrolle noch, und gut ist's. :)

    würde ich viel eher vermuten, daß die Käufer auf einen Rücksetzer hoffen und entsprechend Kaufzurückhaltung üben. Okay, ich gehe hier primär von mir persönlich aus, kenne aber noch genug andere Leute, die genau wie ich schlicht und ergreifend sagen, daß über 850,- € für 'ne physische Unze einfach zu heftig ist... :wall:


    Es wird Frühling - da sollten doch die Preise bald mal etwas nachgeben?! Dumm nur, wenn's dann nicht so kommt ... und meine Glaskugel sagt momentan genau das! Ich bin mit meiner Kaufzurückhaltung wohl mein bester Kontraindikator.. ;)

    Der POG ist extrem anfällig für deflationäre Schocks, weil dann haufenweise kreditfinanziertes Gold (für den COMEX-Preis ist ja egal, ob physisch oder Papier) auf den Markt MUSS. Diese Korrekturen haben in den letzten Jahren aber nie lang gehalten..


    Eben, mal sehen, wie lange diese ganz aktuelle Drückerei jetzt vorhält (die Käufer in NY sind wohl gerade zu Tisch ;) !):


    Nachkaufen?!? ;)

    Einige hier sollten lieber in Derivate und Aktien investieren, evtl. können sie dann besser schlafen als mit EM ?


    Ausserdem hies es doch, es wäre gut, wenn POG runterginge zum Nachkaufen, stattdessen Panik bei 2-3% Rückgang [smilie_happy]


    Genauso ist das. Das wundert mich auch, wie hier bei jeder kleinen Korrektur manche Leute gleich anfangen zu zittern. EM ist eine LANGFRISTIGE Anlage zur Vermögenssicherung und nix zum Spekulieren. Und bis jetzt bin ich noch über JEDE Unze später froh gewesen, die ich aus der jeweiligen zeitlichen Situation heraus schon als "eigentlich bereits zu teuer eingekauft" betrachtet hatte. Rückschauend und langfristig gesehen war es das nicht. Auch nicht meine bis vor kurzem noch teuerst gekaufte Unze: Ein Buffalo, den ich voriges Frühjahr für 806,- € gekauft habe. Stimmt, 1/4 Jahr später war's dann nochmal billiger (bis ca. 660,- € ... DAS waren noch Zeiten :D !), aber inzwischen haben wir schon seit Spätherbst 2009 keine physischen Preise für geprägte Unzen unter dem o.g. Niveau von 800,- € mehr.


    Ich jedenfalls habe "es" gerade gestern wieder getan. Gegen 15:30 Uhr, als der kleine Dip war, 10 schöne Sovereigns für je 199,- € (fast "echt marktwirtschaftlich", dieser "Schwellenpreis" ;) ...)


    Und wenn der POG wirklich in den Keller gehen sollte: Ich LIEBE Gold, seinen Glanz, seine Schwere ... okay, ich höre schon auf mit meinen Liebhaber-Ergüssen ... ;) Außerdem werden echte alte Handelsgoldmünzen immer noch zusätzlich einen gewissen historischen und damit Sammlerwert haben (egal ob Sovereigns, LMU, Goldmarkstücke). Aus diesem Grund kaufe ich seit 1 Jahr nur noch diese (der o.g. Buffalo ist also auch heute noch meine teuerste "richtige" Anlage-Unze geblieben). Außerdem haben Handelsgoldmünzen bei "meiner" Quelle das beste Preis-/Leistungsverhältnis (also Grammpreis bezogen auf den Feingehalt), da die die Tagespreise der Handelsgoldmünzen jeweils anhand der BARRENpreise kalkulieren, also nur 2...3% Agio auf den Spot haben - im Gegensatz zu Anlageunzen wie Krügis etc. mit je ca. 5% Aufpreis "für die Prägung". Und wenn man dann noch Reichsgoldseltenheiten findet, wie 20 Mark Friedrich I von Baden 1872, dann freut man sich, auch wenn's mit 197,- € doch nicht soooo billig war wie "früher" noch. Jaja, uch weiß ... ich hätte vorigen Sommer viel mehr nachkaufen sollen (aber da gab's bloß nicht so DIE Auswahl...)

    @Edel: Der Soldat mußte sich damals seine Ausrüstung und Uniform übrigens SELBER kaufen. Okay, seinen Sold (*) bekam er natürlich aus Steuergeldern - dennoch hatte das besagte Prinzip eine interessante "Nebenwirkung": Er ging dann pfleglicher mit SEINEN Sachen um und es gab freie Konkurrenz unter den Heereslieferanten ... :)


    So, genug der Mithras'schen Geschichtsstunde. ;)


    (*) "Was steckt im Begriff 'Soldat'? Ruhm? Ehre? Vaterland? Der SOLD steckt darin!" - Karlheinz Deschner (aus dem Gedächtnis zitiert)

    was noch fehlte: Ab 250% Goldpreis ist's wieder eine SAMMLERmünze, für die dann noch(!) der ermäßigte Steuersatz von 7% gilt. Verrückt?!? Nein: die ... ähhh: "Logik" von Beamten! :wall:


    Meine frisch geputzte Glaskugel sagt mir übrigens, daß die eben erwähnte "Subventionierung" von reinen Sammlermünzen noch während dieser Legislaturperiode fallen dürfte. Auf die wird dann auch der volle Steuersatz fällig, was dem Sammlermarkt einen herben Schlag versetzen wird; speziell "richtigen" Auktionshäusern, denn der Einlieferer erhält ja nur den Zuschlagpreis abzüglich meist 10 bis 20% Auktionsspesen, während der Käufer diesen Zuschlagpreis PLUS 15% Aufgeld und DARAUF dann die MWSt bezahlen muß. Damit bekommt der Einlieferer nur noch etwas über die Hälfte von dem, was der Käufer bezahlt (derzeit bei 7% MWSt wenigstens noch ca. 2/3). Wer soll dann noch was bei "echten" Auktionshäusern einliefern?!? :wall:

    wie hier soeben anhand des Beispiels mit dem Maßanzug nochmal erwähnt:


    Diese Regel gilt NACHWEISLICH so schon seit der Antike. :!:


    Nimmt man das Höchstpreis-Edikt von Kaiser Diokletian (Wende 3. zum 4. Jh. u.Z.) her, kostete eine komplette Herren- (okay: damals "in Stil der Zeit" ganz konkret Soldaten-)bekleidung recht präzise den Gegenwert von <tätää!!> ca. 30 g Gold in den spätantiken (nach heutigem Wording bereits heftigst inflationierten) "Rechendenaren", in denen die Preise in diesem Edikt ausgewiesen sind.


    Q.e.d. :)