So Leute, ich "oute" mich jetzt mal: Ich HABE schon mal Gold im Leihhaus verpfändet.
Allerdings unter anderen Prämissen wie durran sie beschrieb.
Hintergrund: Ich HASSE Banken und vor allem ist es ein eherner Grundsatz von mir, von "denen" keinen Kredit in Anspruch zu nehmen (ich bin ja schon mental absolut fertig, daß ich vor 5 Jahren mein Girokonto mal für zwei Tage um ca. 30,- € überzogen habe
!). Außerdem würde ich eh keinen kriegen - ich habe nämlich eine saumiese Schufa: einfach, weil ich noch nie einen Kredit "bedient" habe (den Grund dafür habe ich eben genannt), ich des weiteren in einem "sozialen Brennpunkt" wohne (direkt am Hbf. einer Großstadt: "Rotlicht- und Ganovenviertel" ---> ganz mieser "Scorewert") und zum dritten mir "typische (anzugtragende) Bankster" wegen meines üblichen ausgeflippt-schäbigen Äußeren eh die Tür vor der Nase zuknallen würden ("Was willst Du speckiger Althippie hier? Hau ab!").
Nun hatte ich Ende 2008 die Chance, einen tollen Deal zu machen, der nur klappen konnte, wenn ich einen sechsstelligen Betrag auf einem Haufen in €-Cash zur Verfügung hätte. Renditechance dabei locker 50% in 3 Wochen! Ich hätte jetzt zwar mein GESAMTES EM verkaufen können, dann hätte ich das Geld in bar da gehabt. ABER: "Zeitschiene" beachten: just zu dem Zeitpunkt war gerade der erste Riesensprung im POG zugange! Ich hätte die Kilos dann später nur SEHR VIEL TEURER zurückkaufen können.
So habe ich nur das lächerliche 1% für den einen Monat Pfandleihgebühr bezahlt, wo mein Gelbmetall im Tresor des Leihhauses lag (und währenddem wie erwartet ca. 10% an Buchwert GEWANN!!).
Am Ende hatte ich dann vor allem EXAKT MEINE (z.T. numismatisch durchaus interessanten) Goldmünzen wieder, und mit dem Gewinn in etwa der genannten Größenordnung konnte ich dann Ende 2008 noch heftig im Kilogrammbereich nachkaufen. So "vermehrt" man Gold wirklich!!!

Und wie gesagt: Mein ehernstes Grundprinzip wurde nicht verletzt: "Keine Bankster-Kredite! NIE!!!!" Wenn der Deal nicht geklappt hätte, hätte ich eben teilweise auf mein EM verzichten müssen, wenn ich's nur partiell wieder auslösen könnte. Dieses Restrisiko war zu tragen. Ich hätte dann aber definitiv keine Schulden gehabt. Und das ist mir als alleroberste Lebensmaxime extrem wichtig! Denn das Gold, mit dem ich das Geschäft finanziert habe, war ja KOMPLETT MEINES - die ganze Zeit lang...
Ach so: Die Beleihung war 70% des Tages-POG am Abgabetag. Die besagte Pfandleihe ist auch zugleich "meine" Goldquelle - die kennen mich dort seit Jahren und stören sich deshalb nicht mehr an meinem "Bettelmann"-Äußeren... 