Beiträge von Mithras

    Zweifler0815: Deine Frage bzgl. der von mir lediglich im Rahmen einer Anmerkung erwähnten, besonders wertvollen Münze ist hier im GOLDseitenforum ziemlich off topic (dafür gibt's z.B. http://www.numismatikforum.de ;) ).


    Aber wenn's Dich interessiert: Es handelt sich um eine Prägung der Königin Zenobia von Palmyra (guckstu bei Bedarf in der Wikipedia ;) ...) aus dem Jahr 271 u.Z. - historisch höchstgradig interessant und vor allem in dieser Erhaltung sehr gesucht. Hab' ich 1995 zum damaligen Marktwert von ca. 6000,- DM auf einer internat. Auktion gegen diverse Mitbieter (Händler bzw. Beauftragte von öffentlichen Sammlungen) ersteigert. Ist heute etwa das Doppelte oder mehr in T€uronettis wert. Sowas haben wie gesagt teilweise nicht mal große Museumssammlungen im Bestand... 8)
    (Ist halt ein ausgemachtes Spezialgebiet von mir - rein historisches Interesse; hat nix mit meinem "EM-Tick" zu tun: den pflege ich nur, um mir vielleicht auch später noch solche Sachen für dieses, mein EIGENTLICHES Hobby leisten zu können - ganz viel Fiat als Tagesgeld auf der Bank bringt's mittlerweile, im Unterschied zu den "goldenen DM-Zeiten", bekanntlich nicht mehr...)

    Hier auch noch mein "Senf" dazu:


    Goldelefant hat es schon korrekt erkannt: Diese Bullion-"Hype"-Zwitter aus Anlagegold und "Möchtegern"-Sammlermünzen sind unter dem Aspekt des Werterhalts ein SEHR fragwürdiges Thema. Letztlich haben diese "Dinger" nur den reinen Materialwert. Und eine Unze ist eine Unze ist eine Unze. Egal, ob da der Onkel Paul ;) drauf ist, oder ein Ahornblatt, ein Sinfonieorchester oder ein chin. Sternzeichen oder ein Känguruh... Für "Echtnumismatiker" sind das Medaillen - auch wenn da ein (eh fiktiver) Nennwert draufsteht. In gewisser Weise gilt das sogar für Gold-Euros (aller Euroländer, wohlgemerkt).


    BTW: Das in meinen Augen mit riesigem Abstand Widerlichste steht "uns" mit diesem komischem BRD-Baumzweiggefitzel ins Haus... :wall: (Aber zu dieser Edel-Abzocke von Rolli-Wolli sage ich jetzt lieber gar nichts...)


    Man kann hier nur an den Hype mit der Goldmark erinnern: Die wurde 2003/2004 mit mehrfachem Metallwert gehandelt (400,- € und mehr) ... Inzwischen schmeißen die einen mit diesen DM-Gedächtnis-Medaillen (nur echt mit vielen braunroten "Sommersprossen" ;) ...) in Wechselstuben zum Spotpreis zu... (Okay, der ist inzwischen auch bald in den eben genannten Regionen ... aber darum geht's ja nicht wirklich...)


    Nur "echte Geldmünzen" haben auf Dauer einen eigenständigen Sammlerwert. Und wie die Erfahrungen zeigen, haben die den auch über Krisenzeiten hinweg behalten. 8) Er ist jedoch mindestens genauso volatil wie aktuell der POG. Das ca. 1800 Jahre alte Münzlein aus meinem Avatar hat jedenfalls einen Sammlerwert, der ca. 1 Größenordnung über dem reinen Materialwert liegt (ca. 8g Gold) - Tendenz trotz Krise steigend! :) Das Material spielt dann für den Sammler nur noch eine untergeordnete Rolle: Ästhetik, Korrosionsbeständigkeit, ...


    (PS: Die wertvollste Münze meiner Sammlung besteht aus ganzen 3g Kupfer und kostet trotzdem irgendwas fünfstelliges in den bunten EZB-Zetteln, also den Gegenwert von über 10 oz Au.)

    Obwohl ich schon spätestens seit 2001 "eigentlich richtig dabei" bin, komme ich overall auf immerhin umgerechnet ca. 640,- €/oz, was damit zusammenhängt, daß ich so richtig megaintensiv erst seit 2007 und vor allem 2008 zugekauft habe. Ach, hätte ich doch gleich 2001 mein ganzes DM-Fiat in Echtgeld "umgerubelt" - aber hinterher ist man immer schlauer... :wall:


    PS: Mein erster "Großeinkauf" waren Anno 1993 drei 100g-Barren auf meiner Spaßkasse vor Ort für je ca. 980,- €... :D - mein letzter Nachkauf waren ein Schwung Sovereigns für umgerechnet etwa diese Zahl in €/oz... also roundabout zum dreifachen Preis/g! ;(


    Edith sagt: <kreiiiiiisch!!!!! ;) > Wenn ich schon wie wild Fiatzettel-Einheiten hin und her umrechne, dann natürlich auch richtig! ;) Au weia: die 100g-Barren Mitte 1993 kamen natürlich SCHON UMGERECHNET 980,- EURO und nicht DM! :wall: In dieser Einheit waren's gem. meiner Quittung 1914,- DM. Die 305,- €/oz für meine o.g. Durchschnittsrechnung waren für diese ca. 9,6 oz aber schon richtig. Na immerhin... ;) ;)

    Magellan:
    Was Du meinst sind Profi-Versender. Die haben sowohl in den USA als auch in der EU(dSSR) spezielle Versicherungen, die nix mit dem Versanddienstleister selbst zu tun haben. Und DIE versichern dann auch Gold oder sonstige "Valoren" (wie Bargeld, Aktien in Papierform u.ä.) in Postpaketen. Für Private gibt's sowas leider nicht. Und das scheint hier das Problem des kleinen eBay-Händlers zu sein...


    @All:
    Das Thema Zoll ist - um mit Fontane zu sprechen - "ein weites Feld". :( Meine antiken Sammlermünzen sind bis jetzt zumeist problemlos aus den USA durchgekommen, wenn die als "ancient metals (over 100 years old) without commercial value for research purposes only" deklariert wurden und der Versand nicht als dediziertes Wertpaket sondern nur "registered" erfolgte (also als Einschreiben). Das kann sich aber auch wieder nur ein "großer" Händler so leisten - denn ansonsten spielt die Versicherung nicht mit. Oder es ist wirklich nur "Billigschrott" mit zweistelligem Wert in $ oder €... (Von "Großen" der Branche habe ich aber auch Sachen von > 2000,- € Wert derart "falschdeklariert" bekommen - das Mehr an Versandkosten ist immer noch DEUTLICH niedriger als was dann als BRD-Zoll drauf käme; die machen das auf Anfrage als Kundendienst...)


    Ansonsten enthalte ich mich zum Thema BRD-Zoll hier lieber jedes Kommentars - wäre nicht gut für meinen Blutdruck... ;(

    Hi, Dachs,


    ja, halte uns auf jeden Fall auf dem Laufenden! :)


    Also, so wie das jetzt klingt, erscheint es schon mal deutlich seriöser zu sein. Dann deutet es nämlich nicht auf Zollbestimmungen hin (nein, in den Staaten gibt's keine, die den Versand von Bullion nach .de verbieten oder auch nur limitieren würden; wie hier ja schon geschrieben wurde), sondern auf Probleme mit der Versandversicherung, die in den U$A in der Tat ähnlich sind wie hierzulande. "Rein formal" darfst du nämlich auch in einem DHL-Paket im Inland GAR KEINE "Valoren" versenden - wenn ich das richtig im Kopf habe, nicht mal, wenn's unter 500,- EZB-Papierfetzen wert ist (was eh weniger als 'ne halbe Unze wäre...). "An sich" ist so'n Paket zwar bis 500,- T€uronettis "versichert" und es gibt auch ein "Postgeheimnis" - aber "im Fall der Fälle" mußt du dann bzgl. des Inhaltes "die Hosen runterlassen", z.B. indem die Rechnungen und so sehen wollen. Und selbst wenn der Absender mitspielt und eine mit "Nichtvaloren" für Dich fingiert - im Falle von Nachforschungsaufträgen dürfen die reingucken und kriegen einen dann wegen Betruges oder zumindest Verstoßes gegen die AGB am Allerwertesten... :wall:


    Ich habe das schon mit antiken - also seit 2000 Jahren schon ungültigen - Sammlermünzen(!) in einem Wertpaket(!!!) durch - die Gauner wollten glatt damit argumentieren, daß die auch "Valoren" seien ("Zahlungsmittel"). Da mußte erst mein Anwalt ran und da ein Machtwort sprechen... :wall: :wall:


    Wenn der Absender in den U$A den "kleinteiligen" Versand auf seine Kosten macht, wäre das durchaus nachvollziehbar und klänge halbwegs plausibel.


    PS: Das ganze Thema hier ist übrigens der Hauptgrund, warum ich aus Prinzip NUR Tafelgeschäfte mache oder mir "Fernkäufe" in persona vor Ort abhole. Ist einfach streßfreier... 8)

    Zu Deiner .sig: Geld anlegen sollte auch das SCHÖNE mit dem Nützlichen verbinden. Statt Silber könnte ich ja eigentlich auch Chrom sammeln. Letzteres läuft wenigstens nicht nach ein paar Tagen an... :D


    PS: eine andere SCHÖNE Geldanlage sind z.B. mechanische Qualitätsarmbanduhren ;) ! Oder eben meine geliebten, ca. 2000 Jahre alten Münzen: DIE dürfen dann ausnahmsweise auch mal aus dem Arme-Leute-EM Silber sien... :P :D :rolleyes:

    Hallo Rhönschaf,


    ja, das ist schon interessant, wie billig die bunten EZB-Zettel (aber auch die grünen FED-Zettel) mittlerweile werden. Jetzt kriegt man für 'ne Unze schon zwei bräunlichviolette EZB-Lappen. Naja, ist eben nur bedrucktes Papier... ^^

    denn dann kann ich mir Sachen vorher "live" angucken, sie "befummeln", Handelsgoldmünzen genau bzgl. Erhaltungsgrad, Jahrgang, Prägestätte und so begutachten...


    Aber auch bei diesen Sachen, die's gerade auch in Wechselstuben wie EuroChange oder Exchange-AG selbst in den letzten Tagen noch mehr als reichlich gab, ist jetzt der Markt verdammt leergefegt. Ja, es ist bereits SCHLIMMER als im Herbst 2008 - denn da habe ich zwar nicht mehr sooooooooooooo die Auswahl gehabt, aber "irgendwas" gab's immer. Z.T. bin ich seinerzeit eben auf 50-Peso-Stücke Mexiko ausgewichen (das sind die "Echtmünzen" zur modernen Libertad), wenn die keine Sovereigns oder Reichsmark mehr im Angebot hatten (wie mir ein Kassenbon von "dunnemals" hier gerade zeigt: z.B. 688,- € für 37,5 g Feingold [smilie_blume] ), aber völlig unverrichteter Dinge bin ich erst gestern dort gewesen... Nein, ich kaufe keine nachgeprägten Ösi-Münzen. Mehr war da nicht... :wall:

    Hi Ping, es sind auch Websites "mitohne" ;) jeden EM-Bezug betroffen. Rein technischer Kram und so... also bitte keine VTs. Die von Eichelbug langen... ;)


    Ansonsten wird's jetzt sogar bei den "Kleinkrautern" in meinem Umfeld wirklich eng. Obwohl die z.T. für phys. Unzen im ANkauf 50,- € ÜBER Papier €-POG zahlen, um überhaupt noch was reinzubekommen. In meiner liebsten Wechselstube ist jetzt selbst das bei Sammlern und Freunden des gepflegten Handelsgoldes immer so populäre "Wundertütchen" mit den (z.T. nur sehr schlecht erhalten gewesenen...) Sovereigns leer, aus dem ich mich im Auftrag meines griech. Verwandten letztens noch so rege bedienen konnte. Nicht mal mehr diese ulkigen Dinger von Elizabeth II gibt's da (die unterliegen "eigentlich" bei mir einem Boykott, weil ich nur Handelsgold nehme, das mal wirklich ALS ECHTGELD GELAUFEN ist, und keine modern im alten Design nachgebauten Anlagemünzen). Oha, das gab's noch nie... :whistling:


    Wie sieht's bei der ansonsten immer so gut bestückten Haspa aus? Ich könnte ja am Freitag mal nach Hamburg fahren...

    ... zumindest auf absehbare ;) Zeit hin... :)


    Es werden sich dann nur die Details ändern:


    a) Zuerst waren nur (manche) phys. Verkaufspreise über 1000,- € (gesuchte Sammlerunzen).


    b) Dann wren auch die Krügis und Phillis und so Kram im Verkauf über 1000,- €.


    c) Jetzt ist der Ankauf schon über 1000,- €.


    d) Bald ist auch Papiergold über 1000,- € ...
    ... dann wird eben diskutiert: "Welche Gauner bezahlen im Ankauf eigentlich noch weniger als 1000,- € für die Unze?" ... ;)

    Hi Benny1988,


    auch wenn Dich, wie hier schon gesagt, Deine Erinnerung bzgl. des historischen Goldpreises offenbar trügt, hast Du es insgesamt natürlich GOLDrichtig gemacht. :)


    Der gute Onkel Mithras ist zwar über 30 Jahre älter als Du, wurde aber nicht mit dem sprichwörtlichen "goldenen Löffel im Pöter" ;) geboren, wie Du recht offenschtlich es bist. :)


    Ich stamme aus den allererdenklichst ärmlichen Verhältnissen und habe mich nur mit sehr viel Anstrengung in den letzten ca. 15 Jahren durch Bildungseifer und mit viel Fleiß aus der Gosse hochgearbeitet. Als ich so alt war wie Du jetzt, war Gold nur ein schöner Traum von mir, aber ich HABE ihn schon damals geträumt (suche hier mal den Thread "Wie seid ihr EM-Bugs geworden?" oder so ähnlich - da habe ich das sehr detailliert geschildert). Erfüllen konnte ich ihn mir dann erst ab etwa 2000 herum - und inzwischen bin ich recht gut in ECHTgeld investiert; speziell historischen Handelsgoldmünzen, die ich allerdings mehr als Anlage als als Sammlung i.e.S. sehe (im Unterschied zu meinen geliebten fast 2000 Jahre alten Münzen a la Avatar). :) Aber dennoch gefallen mir echt mal als Geld zirkulierte Objekte aus jener Zeit, als man "Geld" noch mit "o" schrieb, natürlich sehr viel mehr als "sterile" Barren oder moderne Anlageunzen. 8)


    Fazit: Du machst das schon richtig! :thumbup:

    Stimmt, da war nicht mal ansatzweise sowas wie ein Dip. :( Der €-POG steht wieder etwa dort, wo er am Freitag schon war - nur das Physische ist seither TEURER geworden. :wall:


    Diese Abkopplung vom Papierpreis ist wirklich sehr beachtlich und erinnert nicht nur mich heftig an den Herbst 2008...

    Hi Edel,


    ich habe das auf http://www.goldprice.org schon lange nicht mehr "so ganz normal per Anklicken" gemacht, deshalb kannte ich die vielen Optionen nicht mehr. Deshalb danke, manchmal bin ich echt zum ScheiXXen zu blöd. ;(


    Ich meinte aber schon einen DIREKTlink zu einem INDIVIDUELLEN Chart. Z.B. lautet meine Browser-Startseite so: http://goldprice.org/NewCharts…mages/gold_3d_b_o_EUR.png - das ist der DIREKTlink auf den 3-Tages-Chart in Euronettis, ohne über das Menü gehen zu müssen. Den holt sich der rechneraffine ;) Goldbug aus dem Quelltext der Seite, die dann angezeigt wird. Ich habe - weil ich viel von unterwegs aus mit dem Smartphone im Internet arbeite - gern solche festen, direkten Links; ist dann deutlich bequemer via der Favoritenliste drauf zu zu greifen (und spart Datenverbrauch im Mobilfunk - dann bleibt mehr für das Gelbmetall übrig ;) ...).


    Die Mehrjahrescharts werden aber bei http://www.goldprice.org "operativ" (auf Anfrage) berechnet - da gibt's keinen solchen Direktlink wie auf die "üblichen" Charts wie den eben von mir genannten.


    Edith meint übrigens, auch dieser Chart sei immer wieder sehr hübsch: http://www.kitconet.com/charts…ld/2a-euro-us-d-Large.gif - man sieht hier wundervoll die relative "Stärke"verteilung zwischen Teuro und Tollar: wenn die blaue Eurolinie unter der roten Dollarlinie ist: "starker" Euro - und umgedreht.

    Danke, Edel, für den Chart.


    Hattu mal 'nen Direktlink dazu? Mich interessiert der nämlich für 5 Jahre oder nur 2 Jahre.


    Aber auch in dieser Auflösung sehr hübsch zu sehen: die "Sommerlöcher" in 2007, 2008 und 2009. Ich hatte ja noch so'ne Hoffnung, daß es ein solches auch 2010 gibt ... sieht aber derzeit eher noch nicht wirklich danach aus (oder es wird gleich besonders heftig ;) !).