Beiträge von Mithras

    <><><>
    Unsinn!
    Es kann zwar sein das mal jemand -sei es aus Unwissenheit oder Sammlerleidenschaft bei "seltenen" Stücken mal tatsächlich soviel für eine Unze gezahl hat aber das sagt nichts aus!
    Wie ich schon mal in einem anderen Thread geschrieben habe gibt es so gut wie keinen beachtenswerten "Goldmarkt" in GR . Weder offiziel noch inoffiziel.
    Was sind schon die 700 St. (175 oz) Goldsovereigns die die griech. Naionalbank als fast einzige Goldbezugsquelle im Land angeblich pro Tag verkauft??


    <><><>


    Hi Onkel_Paul,


    also, in der BRD gibt's auch keinen "Hanfmarkt". In unserem Nachbarland NL aber schon (Stichwort: CoffeeShop). Dennoch gibt's in der BRD THC-Konsumenten. In der BRD gibt's auch keinen "freien Markt" für scharfe Waffen. In den USA schon. Dennoch gibt's in der BRD genug Leute mit "illegalen" Schußwaffen. So wie auch Goldbugs in GR. Daß dieser Markt dort BISHER in der Tat sehr, sehr mickrig war ... keine Frage! Die Liberalisierung ist ja auch erst vor ein paar Jahren erfolgt, das schrieb ich doch schon. Und eine ERNSTHAFTE Nachfrage nach Gold ist dort auch ERST JETZT im Entstehen. Glaub's mir. Ich weiß, was da unten diesbezüglich läuft. :)


    Ja, EINE Filiale verkauft 700 Sovereigns am Tag(!). Sieh mal an! Wäre ich deren Inhaber: ich wäre REICH!!!!!!! ;)

    Leute, der Artikel ist für U$A-Bürger geschrieben. Die denken nur in Dollars. Da hat der Autor die Europreise einfach mal 1,23 multipliziert, und heraus kamen die völlig korrekten 409,- $ für 'nen Sovereign in Griechenlad. Ja, das kosten die dort (über 330,- €). Schrieb ich doch hier schon mal, wier das in GR mit dem Gold ist, und daß wir Goldbugs hier in der BRD demgegenüber fast wie im Schlaraffenland leben... Ja, 'nen Sovereign wie bei uns für weniger als 5% über Spot kaufen zu können, ist für einen Goldbug in Griechenland ein feuchter Traum... da sind's ca. 40% on top - Tendenz steigend...


    Oha, erst drohte ja mein Essen zu sagen: "Hicks, hier bin ich wieder!" ... aber dann kam ich an den Schluß:


    "Allerdings haben die privaten Goldver[(sic!): garantiert ein Freudscher Verschreiber, das "ver" muß wohl raus...]käufer auch prominente Unterstützung: Die Notenbanken weltweit sind inzwischen von Nettoverkäufern zu Nettokäufern des Edelmetalls mutiert. Im vergangenen August gaben die europäischen Notenbanken eine Drosselung ihrer Goldverkäufe bis 2014 bekannt, und im November griff Indiens Zentralbank beim Angebot des Internationalen Währungsfonds zu, 200 Tonnen Gold zu kaufen.
    Dann können die Kleinanleger doch nicht so schiefliegen. Denn wer sollte besser Bescheid wissen über Inflationsgefahren und Gold als die Notenbanken selbst."


    Eben(d). Sogar die FTD merkt was?! ;)

    Die preisliche GSR ist derzeit ca. 60:1 oder so (nein, ich rechne's jetzt nicht genau aus... ;) !). Als Verehrer des Gelbmetalls liegt auch meine "Besitzratio" Au : Ag irgendwo bei >50 : 1 (also gewichtsmäßig gesehen); d.h. ich habe nur ein paar "Belegstücke" von Silberunzen, also solche mittlerweile tiefschwarz angelaufenen Scheiben mit hellem Klang, jedenfalls sehr, sehr unansehnlich im Vergleich zu meinem gelbem Echtgeld, das nur "plopp" macht, wenn's auf den Tisch fällt. :) Bin eben ein ausgemachter Goldbug durch und durch!! :D 8)


    (Wobei ich natürlich meine antiken Sammlermünzen NICHT als zum Ag gehörig gezählt habe, ich bezog mich logischerweise auf "Anlagesilber".)

    Noch merke ich die Krise nicht. NOCH! Außer, daß ich für die Fiat-Zettel, die am Ende des Monats bei unserem sparsamen (okay, ich akzeptiere gern, wenn viele meiner Bekannten dazu sagen: "geizkragigen"... ;) ) Lebensstil übrig bleiben (und das werden derzeit nur sehr mäßig mehr, trotz gerade erfolgter Erhöhung meiner außertariflichen Vergütung als hochspezialisierter Consultant für ein exotisches Spezialthema), leider immer weniger ECHTES GELD bekomme. Aber noch(!) wächst wie von Zauberhand :) jeden Monat auf meinem Girokonto wieder soviel Fiat nach, daß wir mehr als ausreichend über die Runden kommen UND wie gesagt noch was zum Ansparen bzw. für meine geliebten antiken Münzen übrig bleibt (die werden übrigens derzeit auch nicht billiger - im Gegenteil: der Preisanstieg ist da sogar schlimmer als bei den EM...).


    Bin ich jetzt ein Krisengewinnler?

    Hallo akademischer Kollege, :)


    mir hat hierzuforum letztens noch einer "dümmliche Panikmache" vorgeworfen, als ich etwas ganz ähnliches über Gold in GR geschrieben habe (nämlich im Zusammenhang damit, daß mich ein Verwandter aus Athen gebeten hat, ihm in der BRD "Physisches" zu kaufen, soviel nur geht, wozu er mir ca. 20.000,- € in bar daließ. Das habe ich dann in mehreren kleinen Tranchen in diversen Wechselstuben in Berlin gemacht; dieses mal war ich zum Glück gänzlich ohne die "übliche" Polizeirazzia im Zug davongekommen - siehe Thread "Gewalt gegen Polizisten ...").


    Vorgeschmack auf das, was auch in der BRD bald kommen dürfte. EuroChange und Exchange-AG haben ja schon Unzenpreise ca. 100,- € über Spot (nur bei Handelsgold sind die DERZEIT NOCH weiterhin unschlagbar günstig).

    Iring:
    Lies nochmal genau(!) was ich oben schrieb: die 4g Silber langten im Alten Griechenland (Klassische Zeit, also während der Hochblüte Athens) für den Gesamt-Lebensunterhalt (inkl. Haus, Familie, ein paar Diener, das Schulgeld für die Kinder, ...) eines Tages - die Lebensmittel selbst waren für heutige Verhältnisse hypermegaspottbillig (1 Brot wenige mg Silber, dito ein Krug Wein). Edelmetalle, speziell Ag, hatten damals eine unvergleichlich viel höhere Kaufkraft als heute. (BTW: die Gold/Silber-Ratio lag in der Antike immer bei 12...15, nie mehr, vom 7. Jh. v.u.Z. bis in das frühe Mittelalter.)


    Für Veranschaulichungszwecke sage ich immer, eine Tetradrachme (4-Drachmen-Stück, ca. 17 g Silber) war ETWA sowas wie heute ein 500€-Schein. Also "eigentlich" ganz, ganz viel Geld. Daß es davon noch soviele gibt, hängt einfach damit zusammen, daß das Buch- und Papiergeld noch nicht erfunden war, so daß Superreiche (die heutigen "Millionäre und Milliardäre") truhenweise welche horteten. Deshalb kosten schlecht erhaltene Originale der Athener "Eulen" (auf dem 1-€-Stück abgebildet) heute z.T. weniger als 50 ... 100,- € (in besten Erhaltungen dann aber gleich vierstellig...).



    Gurdon:
    Du wirst lachen, genau diesen Text meinte ich mit dem "neoliberalen Zynismus". Und noch einen anderen, der allen Ernstes die "Biomasse" eines Menschen (ca. 80 kg oder so) nach "Rohstoff- und Fleischpreisen" bewertete. :wall: Nein, auf solchen Dreck verlinke ich aus Prinzip NICHT! Nicht mal zu reinen Informationszwecken... :(

    just_me:


    Du mußt das auch von mir gerade eben oben erwähnte "klassische" Vergleichsbeispiel jetzt nicht unbedingt auf die Blödeleiebene ziehen, denn faszinierenderweise ergibt sich aus dem Diokletianischen Höchstpreisedikt (Ende 3. Jh. u.Z.) "zufällig" auch recht genau dieser Wert in Goldäquivalent der dort verwendeten (inflationierten...) "Rechendenare" für einen guten Soldatenmantel, eine Tunika (Unterkleid) sowie ein paar Schuhe: ca. 30 g Feingold.


    Natürlich war eine Senatoren-Toga fast unbezahlbar (wegen des Purpurstreifens); und ein Buch (heute ein billiger Massenartikel) war ein Luxusgut der Spitzenklasse, das sich nur Superreiche leisten konnten (ein paar Sklaven waren jedenfalls billiger...). Vergleiche mit heute sind ergo unmöglich: Beziffere nur einmal den "Wert eines Menschen" in Goldäquivalent (bitte ohne jeden neoliberalen Zynismus)... ;(

    Solche Fragestellungen sind im Detail (d.h. anhand konkreter Einzelpreise) betrachtet ohnehin generell müßig. Auch das "berühmt-berüchtigte" Beispiel mit der Volleinkleidung eines "gutsituierten" Herren "im Stil der Zeit", die seit der Antike ca.(!!!!!!!!!!!!!) 1 oz Gold kostete, ist nur dafür geeignet, zu zeigen, daß Gold nie "wirklich" seinen Wert verlor - trotz all seiner kurz- und mittelfristigen Volatilität.


    Das grundsätzliche Problem bei all solchen Betrachtungen ist nämlich der generell völlig unterschiedliche "statistische Warenkorb". Und selbst die an sich noch relativ beste Betrachtungsweise auf der Basis des Monatseinkommens eines einfachen bzw. besser gestellten Menschen muß das berücksichtigen. Da brauchen wir gar keine Zeitreise an den Anfang des 20. Jh. oder noch weiter zurück zu machen - da genügt ein Vergleich eines Bauern in Somalia heute mit einem Hartz-IV-Empfänger in der BRD... Letzterer ist "reicher"!


    BTW: In der griech. Antike langten ca. 4 g Silber für einen Freien (also nach heutigen Maßstäben "gutsituierten" Handwerker, Lehrer, Künstler, ...) auf jeden Fall für 1 Tag zum Leben in relativem(!) Wohlstand aus; denn in Athen bekam man als Aufwandsentschädigung für die Teilnahme an der Volksversammlung genau diesen Betrag (1 Silberdrachme nämlich), und diese Einnahme mußte sich auch für "besser gestellte Kreise" gegenüber "richtiger" Arbeit noch lohnen - es ließ sich wohl auch mit der Hälfte davon noch "so la la" existieren...

    Rhönschaf: Ach was, Schwein mußte bloß haben!! ;) Gerade eben bei der EuroChange für 222,35 € 'nen Ludwig III von Hessen (1873) gekauft; kleiner(!) Randfehler, sonst ss. Und 'nen Ludwig II von Bayern in fss. 8) Ja, das sind so Tage, wo ich mich trotz des nicht gerade niedrigen POG so richtig freue. :D
    BTW: Es gab für 225,46 € auch 'nen Sovereign Victoria "AUSTRALIA"! Endlich(!) hab ich einen von dieser seltenen Variante <freu, freu, freu>! :D 8) Meine "Goldquellen-vor-Ort-Abklappern"-Tour war jedenfalls ein voller Erfolg!!


    harpagornis: Hausmann-Fälschungen sind schon wieder fast Kult! Ja, davon habe ich welche - zumeist noch zu der Zeit zum Spot(t)preis gekauft, wo so'n 20-RM-Stück max. 140,- € kam. Die Qualität der Teile ist schon beeindruckend! Und sie sind z.T. sogar aus BESSEREM Gold als die Originale (917er statt nur 900er). Aus Anlegersicht also kein Problem - im Gegenteil! :)

    Ich oller Super-Anglophiler meine da natürlich zuvörderst Sovereigns. :) Aber ich nehme auch gern Goldfüchse (also Reichsmark), LMU, Golddollar, mex. Pesos (der 20er - "Aztekenkalender" - ist optisch wunderschön!) etc. Hauptsache, mal echt als Geld gelaufen und heute nahe Spot(t)preis gehandelt. Damit liegt auch die Zeitschiene fest: Ende 19. bis Anfang 20. Jahrhundert halt. Bei Sovereigns bekommt man die mit der JUNGEN Queen Victoria und dem Wappen statt St. Georg auf der Rückseite (50er und 60er Jahre des 19. Jh.) kaum noch zum Spot(t)preis. Das sind dann schon "richtige Sammlermünzen". Davon habe ich auch nur einzelne Belegexemplare... (Hin und wieder findet man die trotzdem in Wechselstuben zum Feingoldpreis - dann kaufe ich die sofort weg und freue mich! :D )

    Hi harpagornis,


    letztlich sind aber auch solche "Hype"-Produkte wie Lunare etc. nur ANLAGEgold und im Krisenfalle ausschließlich ihren Feingehalt in Gold wert.


    Das ist bei "meinen" Handelsgoldmünzen genauso. Aber ich alter Pfennig- ... ähhh: Cent ;) fuchser achte eben beim regelmäßigen Nachkaufen auf bestes Preis-/Leistungsverhältnis. Und da machen ca. 7% Unterschied im phys. POG/oz (siehe meine Beispiele oben) schon was aus. Wenn ich 15 oz in Form von Anlagemünzen kaufe, bezahle ich roundabout soviel wie für 16 oz Feingehalt in Handelsgold!! :) Ja, da kommt der "Schwabe" in mir Ex-Sachsen zum Vorschein - in der Tat! Ich mache dann nämlich letzteres... ;) (Und Handelsgoldmünzen sind immerhin ORIGINALE Geschichtszeugnisse aus "Goldenen Zeiten[tm]" und keine moderne, sorry für den Klartext: Kommerzkacke. (Krügis mal als Grenzfall ausgenommen - genauso wie moderne Nachprägungen von Handelsgold; letztere kommen mir trotzdem definitiv nicht ins Haus - niemals! :( )

    Hmmm, also ich kaufe durchaus "kleine Goldstücke": nämlich Handelsgoldmünzen. Und gerade die gibt's oft ohne allzuviel Aufgeld auf den Spot(t)preis, im Unterschied zu den aktuell "gehypeten" Anlegerunzen a la Krügi, Phili, Eagle etc.


    Und wenn der POG wirklich mal sinkt: dann wird aber sofort deren Sammlerwert für Numismatiker wieder relevant. Merke: in den 70ern kostete ein "Goldfuchs" (20,- RM Willy) auch in relativ schlechten Erhaltungen fast das Doppelte wie der damalige POG - heute wird sowas aber nur noch zum Papier-POG plus wenige(!) Prozent Agio verramscht. Trader würden jetzt sagen: "Sammlermünzen performen auch in einer Deflation gut!" Recht hätten sie... ;)

    Ich mach es genauso, ohne meine Möglichkeiten einzuschränken, weil ich genau 20 Minuten Fußweg zum Goldhändler meines Vertrauens habe. Vielleich geht es Mithras ähnlich.


    Erraten! Obwohl's bei mir etwas weiter ist - 30 Minuten mit dem ÖPNV vom Büro bis zur nächsten Filiale der EuroChange mit immer recht gutem Angebot an Handelsgold. Herz, was willst du mehr?! ;)

    harpagornis,


    nööö, ich warte eben nicht, sondern kaufe auch für .... Momentchen mal, gerade ausgerechnet: umgerechnet 961,- €/oz das von mir eh fast zu 100% gehaltene Handelsgold nach. (Soeben wieder getan in Form von 10 Sovereigns mit von mir gewünschten Jahrgängen/Münzstätten und Erhaltungsgraden a 226,23 €, die ich mir bei der EuroChange aus einem größeren Posten ("Grabbelkiste") vor Ort ausgesucht habe.) Die fast genau 70,- € Aufschlag für diese komischen "geprägten Rundbarren" (die sog. "Anlagemünzen" ;) ) tue ich mir aus Prinzip nicht an. Und Handelsgold gibt's als Tafelgeschäft nirgends billiger als bei der genannten Quelle :) - Rundbarren kosten da wie gesagt aber gerade 1035,- €, und ergo ca. 100,- € über Papierpreis! ;(

    Äh, Harpagornis, interessante Sache! ;) Erzählst Du mir auch, wo es im Rahmen von TAFELGESCHÄFTEN bei Barzahlung Physisches "zum Aussuchen" für unter 1k €/oz gibt? (Ich kaufe aus Prinzip kein EM via Internet - auch nicht bei "anerkannt seriösen" Händlern - sondern nur, wenn ich's mir zuvor angucken und sofort gegen Zurücklassung von bunten EZB-Zetteln mitnehmen kann.)

    Lese diesen Thread erst jetzt: Ja in Speyer war, wie auf jeder "normalen" Münzbörse (wo also Anlage"münzen" nur ein Randthema sind), genug Physisches zu durchaus "zivilen" Preisen zu bekommen. Ich habe die mitgebrachten EZB-Zettel, die nicht für meine geliebten antiken Münzen draufgingen (und das waren einige - weil ich Dussel nicht bedacht hatte, daß parallel die Numismata Wien war), jedenfalls "gepflegt" in Echtgeld "umgerubelt" - und zwar im wortwörtlichen Sinne: Habe jede Menge 7,5- bzw. 10- und sogar ein 15-Rubelstück Zar Nikolaus II abgefischt: zu sehr spotpreisnahen Beträgen (also mit verglichen mit früher geradezu lächerlichen Sammleraufschlägen). So macht Gold anlegen Spaß: in Form von wirklich mal als Geld umgelaufenen historischen Goldmünzen...! 8)