@John Doe Silver das was du als "Pseudopreppen" bezeichnest, betrifft eigentlich den kompletten Perpperbereich!
Alles was man nicht in sein tägliches Leben eingebaut hat oder zumindest jetzt noch /soweit es geht) einbaut ist sinnlos. Und jeder Lebensmittelvorrat ist endlich. Hier bin ich vollkommen deiner Meinung.
Sicher wird es bereits zu Anfang einer Krise viele erwischen und viele Prepper werden ganz vorne dabei sein oder sich in der folgende Gruppe, ohne große Aussicht auf ein Überleben wiederfinden. Aber hier muss man es etwas differenziert sehen, denn die meisten Prepper werden auf ihren Vorräten verrecken und diese können dann evtl. übernommen werden und das eigene Leben sichern.
Auch wenn ich das schon so oft geschrieben habe, muss ich es immer wieder wiederholen: Ohne persönliches Konzept geht in einer Notsituation gar nichts.
Dieses Konzept ist auch nichts was man am Tag X aus der Schublade holt, sondern etwas, das man bereits lange Zeit vorher in sein Leben eingebaut hat. - Stichwort Autarkie!
Es geht nicht darum, dass jetzt jeder zu einem völligen Ausseigerleben über geht, sondern dass die Familie dort wo es geht eine möglichst weitgehende Autarkie lebt. Die Lücken müssen jedem bekannt sein und auch wie diese im Bedarfsfall geschlossen werden. Bis zum Tag X kann man auch ohne große Schwierigkeiten ein Leben etwas am Rand der Gesellschaft führen.
Es macht keine Sinn wenn jetzt jeder aufs Land zieht, denn ohne die dort notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse ist er nur zu einem noch schnelleren Scheitern verurteilt. Andererseits ist auch die Stadt kein Ort an dem na nicht mehr leben kann, nur die Anforderungen sind vollkommen andere!
Letztlich findet ein großer Teil der Vorbereitung im Kopf statt. Fitness, Gesundheit/Ernährung, Leistungsfähig und Belastbarkeit sind Dinge die erst im Kopf entstehen und dann ins eigene täglich Leben einfließen. Es geht auch nicht darum nun gleich ein großer Sportler zu werden, sondern die Dinge in ihrer Breite zu sehen.
Heute ist gesunde Ernährung eine machbare Aufgabe, doch in einer Krise muss all dies selbst produziert werden. Obst, Gemüse, Fleisch, usw. dafür braucht es nicht nur sehr umfangreiche Kenntnisse sondern auch praktische Erfahrung und schlachten sollte man auch können. Das ist nichts was man am Tag X aus dem Hut (Buch) zaubert.
Entweder hat man diese Dinge fest in sein Leben eingebaut oder man wird scheitern. Ob die Eigenversorgung nun 20, 40, oder 80% umfasst ist egal - Der Lerneffekt ist entscheidend.
Wenn man keine Möglichkeit für eigene eine Kleintierzucht hat, kann man evtl beim Bauern im Ort mit schlachten, Hühner rupfen, oder ähnliches. Der Körper benötigt tierisches Protein, als keine Ausrede dass man dann Veggie wird.
Aber man muss sich auch darüber klar werden, dass man viel Leid und Elend sehen wird und Nächstenliebe und Mitgefühl dann fehl am Platz sind. Nach einer gewissen Zeit wird man das Leid auch in der eigenen Familie miterleben müssen. Die psychische Belastung ist enorm hoch und ich kann das auch nicht mit Worten so richtig rüber bringen - sorry.
Nach jeder Krise geht es wieder bergauf, aber nach dem was vor uns liegt wird es sehr lange dauern, bis wieder ein organisiertes Leben eintritt. Das wird aber auch zum großen Teil daran liegen, dass die Überlebenden die Autarken und rational denkenden Menschen sind, die schon heute wenig Interesse an (politischen) Strukturen haben.