Beiträge von Oliver

    DZ Bank braucht Asche


    Kein Ding, einfach mal bei den klugen Sparern die sich Genossenschaftsanteile gesichert haben anklingeln und auf die (üblicherweise bestehende) Nachschußpflicht hinweisen.

    so für die nähere Zukunft wäre vielleicht eher die zweite Option, die in dem Artikel benannt wird, relevant: "... oder das Schrumpfen der Wirtschaftseinheiten ... welches mit aller Wahrscheinlichkeit zu einem neuen Merkantilismus führen würde."


    Für die nähere Zukunft ist meiner Ansicht nach entscheidend, was mit der 2. Hälfte des TARP Pakets passiert. Wird das genauso verballert wie die erste Hälfte oder hat man damit was bestimmtes vor? Wieso hat Obama Bush gebeten, die Kohle für ihn schonmal frei zu machen? Sogar für Paulson ist es von entscheidender Bedeutung, das spricht Bände. Wieviel Schrott kann eine Bad Bank mit 300+ Milliarden Eigenkapital aufkaufen (wenn man vorher noch hier und da abwertet)? Einziger Effekt wäre ein Zeitgewinn und genau dazu waren doch alle bisherigen Maßnahmen wo es um irrwitzige Beträge ging einzig und allein gut. Nur diesmal wären es total bescheuerte statt "nur" irrwitziger Summen.

    Kann Goldhamster nur beipflichten, nebenbei sollte natürlich auch noch ein gewisser Teil Bargeld vorhanden sein und da kann man jenachdem noch einiges in 10 Euro Gedenkmünzen umtauschen - was die lokalen Banken eben so hergeben.

    Unzen sind besser als kg Barren, es sei denn man hat richtig dickes Geld zur Verfügung. Der Grund ist simpel: Bei kleineren Stückelungen kannst Du dem aktuellen Bedarf entsprechend Gold eintauschen. Beim 1kg Barren mußt Du mit der Feile ran oder darfst erstmal jemand suchen, der Dir nach Wunsch umtauscht. In turbulenten Zeiten zählen Flexibilität und Liquidität. Wenn am Ende des Tages Gold über ist dann ist es halt so, ist noch Geld da kann man es ggf. direkt verbrennen - wobei ein warmer Popo auch was feines ist.


    Von den 400 Unzenbarren nehme ich zum genannten Preis eine Palette, pack soviel rauf wie geht.

    Gemeinden/Kommunen, Firmen, öffentliche Einrichtungen und was es sonst noch alles gibt dürften zumindest not amused sein über diesen Schritt. Die psychologischen Folgen, die daraus resultieren sollte man nicht unterschätzen - zumal die Briten schon deutlichere Auswirkungen zu spüren kriegen als wir hier in Deutschland. Das Pfund ist nicht unbedingt auf Erfolgskurs. Wie schnell aus einer Grenze von 20 Millionen 20 EUR / Tag werden können, kann sich ja jeder mal selber ausrechnen - der Bankrun als Risikofaktor dürfte zumindest flachfallen.

    Ich denke nicht, daß man die Sache so einfach mit unbegrenzter Haftung lösen kann. Haftung ist ein Versprechen, was das wert ist sieht man erst wenn es eventuell zu spät ist. Wenn ich gut dabei verdiene und man mir ein schickes Häuschen irgendwo wo es warm ist inkl. "Spesen" zusagt hafte ich gerne für 10 Billionen oder mehr, ist kein Problem.


    @Steinbrück: Schreib mir 'ne PN, wir werden uns bestimmt einig und komm bloß nicht mit 'ner Hütte auf Malle!


    Zitat


    ...aus dem Artikel der ftd...
    Die Bundeskanzlerin ist laut Amtseid auch gewählt worden, um Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. In der Krise wird diese Verpflichtung eingefordert. Mit der Gründung einer Bad Bank hätte die Regierung eine reale Chance.


    Jetzt wird sogar der Amtseid beschworen, das wirft natürlich die eventuell politisch unkorrekten Fragen auf, wie man das zwangsläufig selbstzerstörerische Zinseszins System überhaupt zulassen konnte und weshalb sich nie jemand um das, was die Banken treiben geschert hat. Daß durch eine Bad Bank das Übel nicht wie beschrieben an der Wurzel gepackt wird, sondern auch nur Symptome "kuriert" werden scheint der Schreiberling nicht zu bemerken. Ob man durch eine Bad Bank nun eher Schaden vom deutschen Volk oder von privaten Investoren abzuwenden versucht sei dahingestellt, ebenso die Frage, ob durch eine Bad Bank alles wieder gut wird.

    Schon möglich, wenn es ab Dienstag keinen US-Finanzminster als Kopf des PPT/Goldkartells gibt. Wie Ende 2002 - damals ist in einem solchen Interregnum der Goldpreis um über 10% gestiegen.


    Ich tippe mal eher auf fallenden Goldpreis, da Morgan die Short Positionen sonst den Hals brechen könnten. Wenn sich dann alle wundern, wie das möglich ist und einige in Panik verkaufen sackt Morgan den Gewinn ein und kauft das in Panik auf den Markt geworfene Gold billig auf. Danach gehen sie dann long und lachen sich in's Fäustchen. Ob nun schon nächste Woche oder erst später, im ersten Quartal müssen sie sich aller Wahrscheinlichkeit nach bewegen.

    Wie schaut es eigentlich mit denn 10? Münzen aus, lohnen die sich auch oder sind die mehr zum Sammeln


    Die Silberzehner sind der Rettungsschirm der kleinen Leute, ideal um seine Bargeldreserven abzusichern. Einerseits hast Du Silber, anderseits bis Du flüssig. Was besseres kann Dir in turbulenten Zeiten nicht passieren und das wird noch turbulent. Lies Dir am besten mal dieses Thema durch...naja überflieg es;). Hier ist allerdings die Rede von deutschen 10ern, die österreichischen sind glaube ich etwas leichter, oder?

    Clarius, ich habe lediglich etwas gesucht, wo der Geldmultiplikator beschrieben wird. Daher der Hinweis auf 9.1.3 in dem Link. Eine echte Regel, die Banken fixe Werte bezüglich der Verwendung von Einlagen vorgibt ist Basel II auch nicht. Ich würde mal eher sagen, daß man hier und da Regelungen die man mal ausdiskutieren kann verstreut hat. Ähnlich lasch aufgezogen, wie die Maßnahmen bei Unterschreitung der Mindestreserve, wenn es sich lohnt kann man das Spielchen ruhig spielen - geht es in die Hose hat man ein Problem, vorher nicht. OK, ich muß wohl einen Fehler in meinem ursprünglichen Beispiel einräumen oder vielmehr den Fehler, überhaupt ein praktisches Beispiel gebracht zu haben, statt direkt in die Theorie abzuschweifen. Praktisch ist natürlich immer die Frage, ob es Sinn macht, ob für einen Kredit ein Abnehmer da ist usw. usf. Allerdings gerade in der jetzigen Phase von seriöser Buchhaltung im Bezug auf das Bankenwesen zu sprechen ist mindestens gewagt.