Beiträge von Oliver


    Der Ackermann sollte auch so eine Fussfessel bekommen. Viele der sog. Spitzenmanager haben sich nachweislich am Volk vergangen.


    Naja, die Schuldfrage war ja schon immer ein brisantes Thema. Banken, Medien und Politik ziehen an einem Strang. Die Leute haben sich halt (mal wieder) verarschen lassen und bekommen jetzt Stück für Stück die Rechnung präsentiert. Wer hätte denn in den 60/70ern zugehört, wenn man davon angefangen wäre? Niemand! Auch 2007 sah es nicht viel besser aus, vielleicht hätte der ein oder andere einem zugehört aber mangels Interesse das ganze schnell als Verschwörungstheorie abgetan. Was ist jetzt, 2009? Das gleiche, es interessiert unter'm Strich kein Schwein welche Sauereien die veranstalten. Man will sich einfach nicht eingestehen, daß alles nur eine Illusion ist. Wehe es wagt einer, die heile Welt des Einzelnen bzw. das was noch davon übrig ist anzugreifen. Wer es nicht glaubt kann sich ja auf der Seite von Bernd Senf mal das Interview mit Nicolas Hofer runterladen und es an Freunde und Bekannte weitergeben bzw. denen zeigen. Ich wüßte nicht, daß jemals zuvor das Basiswissen so einfach und verständlich erläutert wurde (es geht hier um eine laiengerechte Aufarbeitung!). Wer damit Erfolg hat(te) kann sich ja nochmal hier melden.


    Die sagen es wäre viel zu schwer mit physischen Gold zu handeln.


    Da haben die schon recht, ist einfach nicht genug da und die Preise sind auch über'm Spot. Außerdem sind nur die wenigsten so blöd physisches Gold wieder aus der Hand zu geben.


    wenn die Deutsche Bank kippt, wie man sagt ca. 1,5 Billionen Schrottpapiere kippt auch Deutschland.


    Bei einem Derivatevolumen von ~46 Billionen nur 1,5 Billionen an Schrott? Aber die Sache is etwas komplizierter, da braucht garnicht eine große kippen damit der Ofen aus ist. Da reicht schon eine ganz kleine, wenn man zu spät rettet oder die Situation falsch einschätzt. Recht anschaulich wird das in einem kleinen Beitrag von Plusminus erklärt. Gut, es geht "nur" um CDS aber gerade in dem Bereich brennt ja derzeit die Hütte ganz gewaltig.

    Eilmeldung

    Zitat


    Deutsche Bank rechnet mit Milliardenverlust


    Die Deutsche Bank erwartet für das vierte Quartal einen Verlust nach Steuern in Höhe von 4,8 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2008 geht das Institut von einem Konzernverlust nach Steuern von rund 3,9 Milliarden Euro aus.


    Na Jupp, wie hast Du das wieder gedreht?


    ein Kunde legt 1000€ bei der Bank ein, 2% (also 20€) hinterlegt die Bank nun bei der ZB (Mindestreserve) - so weit, so klar, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.
    Woher stammt aber die Behauptung, nun könne die Bank das 50-fache als Kredit vergeben? Das wären in diesem Beispiel immerhin 50000€. :hae: Und warum gerade das 50-fache? Wieso nicht das hundertfache? :hae:


    Die 1.000 EUR, die der Kunde dort anlegt werden als Mindestreserve hinterlegt und somit kann die Bank Kredite im Wert von 50.000 EUR vergeben. Wieso das 50 fache? Weil der Mindestresrvesatz bei 2% liegt und 1.000 EUR sind 2% von 50.000 (wie weit die Bank ihre Möglichkeiten ausschöpft ist was anderes). Würde die Bank - wie es einem immer so schön erklärt wird - das Geld des Kunden weiterverleihen bzw. mit dem Geld arbeiten wären sie schön doof. Echtes Geld ist was ziemlich seltenes und damit muß man sehr vorsichtig umgehen, zum weiterverleihen ist es definitiv zu schade. Vielleicht verstehst Du nicht, wieso so ein ausgemachter Blödsinn wie ich ihn da beschreibe möglich ist aber das tue ich auch nicht. Das ist das Wunder der Geldschöpfung und Wunder kann man nicht immer erklären.




    Glaubt noch wirklich jemand daran, die Deflation kann den Banken irgendwie schaden ?


    Scheiß auf die Banken, wichtig ist nur ob es deren Eigentümern schaden kann.

    für die Banken ist es aber eindeutig ein Verkaufsgeschäft...zumindest verbuchen die das so und deshalb nehmen einige Banken die auch nicht mehr an trotz gesetzl. Zahlungsmittel.


    Schriftlich geben lassen und Bankenaufsicht informieren. Wetten die Bankaffen kneifen?

    Ich finde der Vergleich mit der Japan-Krise aus den Neunzigern hinkt gewaltig.


    Einen recht guten Text hierzu habe ich heute auf ef-online gefunden, ist wirklich interessant das mal zu lesen.


    cano: Der Artikel geht übrigens auch kurz darauf ein, wie eine Hyperinflation in der derzeitigen Situation losgetreten werden KÖNNTE.



    Nur an die Laternenpfähle mag ich nicht glauben.Wenn der Deutsche zur Revolution fährt ,löst er eine Bahnsteigkarte. ;(


    Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.
    Stammt nicht von mir, das hat Henry Ford gesagt und der ist bereits 1947 gestorben. Du mußt versuchen Dir vorzustellen, was passiert wenn jemand, der bisher ein ganz "normales" Leben führte urplötzlich erkennt, daß das alles eine riesengroße Lüge ist. Wenn man sich auf die Suche nach den Fehlern im System macht kommt es häppchenweise, irgendwann erkennt man dann, daß das ganze System der eigentlich Fehler ist. Im weiteren Verlauf kommt die Entdeckung hinzu, daß es in Wirklichkeit garkein Fehler ist - nein, es ist so beabsichtigt. Bis man sich durch die Massen an Informationen gearbeitet hat vergeht eine Menge Zeit, dadurch wird man langsam von der Droge Geld / Konsum entwöhnt und realisiert Schritt für Schritt, daß die Realität anders sein muß, daß die Realität einen irgendwann einholen muß und vor allem: daß man sich mehr vor'm Geld als vor der Realität fürchten muß. Kriegt man das ganze jedoch nicht durch Eigeninitiative über Zeit, sondern geballt ohne es zu wollen vor die Mappe geklatscht weil es soweit ist, dann dürfte sich das Volk recht schnell wieder darauf besinnen, wozu Fackeln und Mistgabeln erfunden wurden. Guck Dir an was abgeht, wenn Saturn 'ne Kaffeemaschine für 10 Euro verhökert.

    Um es auch auf Seite 149 nochmal zu erwähnen: 10 Euro Gedenkmünzen bzw. Silberzehner kauft man nicht, die tauscht man oder läßt sie sich auszahlen. Das ist genauso Bargeld, wie ein 10 Euro Schein, 2 5er oder 5 2er.

    Genau dieser Trugschluß ist das Problem: Geldmassen die die nur in den Büchern existieren, die es eigentlich garnicht geben dürfte und die schonmal durch rein garnichts an realen Werten gedeckt sind, sind Bargeld gleichgestellt. Aus dem Teufelskreis kommt man an diesem Punkt aber ganz bestimmt nicht mehr raus, was allgemein bekannt ist. Also zieht man das Ding bis zum bitteren Ende durch, denn ab dem Punkt, wo man Klartext redet bekommt man ein Problem. Wie soll man diese "Krise" erklären und vor allem: wie soll man den Leuten erklären, daß man sie Jahrzehnte lang verarscht hat (bzw. eigentlich schon viel länger)? Schon bevor das Thema "Geldschöpfung durch Geschäftsbanken" abgeschlossen ist, hängen die ersten am Laternenpfahl. Wenn man diesen Quatsch weiterhin deckt und versucht alle Löcher so gut es geht zu stopfen, kann man die Spaßgesellschaft noch ein bisschen am Leben halten und profiliert sich als Politiker dadurch unheimlich positiv. Wenn man hingeht und die Tatsachen auf den Tisch packt ist man ein Schwarzmaler, der Buhmann der Nation ohne dessen negative Zwischenrufe alles garnicht so schlimm gekommen wäre.

    Naja, wie man diese Gegendarstellung von Steinbrücks Schergen deuten soll bleibt jedem selber überlassen. Daß die erwähnten Institute finanzielle Hilfe bitter nötig haben ist schon seit längerem klar bzw. wurde da auch schon fleißig reingepumpt. Was dran ist wird sich zeigen. Jenachdem bleibt dem Bund garkeine andere Wahl, als großflächig in's Bankgeschäft einzusteigen, denn nochmal kann die Hosenträgerin die Kohlen nicht mit unrealistischen Versprechungen aus dem Feuer holen. Gerade im Bezug auf die baldige Entschädigung der Lehmänner könnte da ggf. doch was dran sein, wo soll der Einlagensicherungsfond die knappen 15 Milliarden hernehmen?

    Es handelt sich nicht um Geld, sondern um Geldforderungen. Ein gewaltiger Unterschied, denn Geld hat man, Geld aus einer Forderung hat man nicht. Ist wie Gold und Papiergold :P
    Ein Großteil des "Vermögens" vieler Leute besteht aus solchen Pseudo-"Werten". Darum ist ist auch schnell mal weg. ;)


    In der Praxis wird vom Großteil der Bevölkerung derzeit nicht zwischen Bargeld und Buchgeld unterschieden bzw. macht es im laufenden System praktisch keinen Unterschied. Daß mit speziell diesem Geld da in der Finanzwirtschaft jedoch was faul ist schreibe ich im gleichen Satz. Im nächsten Satz erkläre ich es dann: "Diese Geldmassen existieren nur in den Büchern...". Also ist es Buchgeld und Geldforderungen = Buchgeld. Auch, daß es sich hier um "Pseudo-Werte" handelt, die schnell weg sein können steht da: "...die sind durch genau garnichts abgesichert...".



    Wenn als Beispiel eine Bank Reserven von $1000 Dollar hat, kann sie fuer $9000 Kredit ausgeben. Dieser Kredit ist zu 8/9 Geld, welches die Bank niemals hat, aber es braucht ja nur ein Check ausgestellt oder eine elektronische Ueberweisung getaetigt zu werden. So funktionieren eben unsere heutigen Geldsysteme.


    Ich weiß jetzt nicht, wie es in den USA ist aber in Euroland ist der Mindestreservesatz 2%, also das 50 fache des Eigenkapitals kann als Kredit raus. Allerdings bezieht sich die Mindestreserverpflicht nur auf Anlagen bis 2 Jahre (oder 3?), also ist es praktisch noch weit mehr, was die Banken da so aus der Luft zaubern können.

    Die nächsten Verstaatlichungswilligen stehen schon auf der Matte, siehe rp. Besonders bemerkenswert bei dem Artikel finde ich jedoch den Schwachsinn, den die Experten da in den letzten beiden Absätzen absondern. Können die nicht wie jeder andere auch einfach zum Klo gehen, wenn's drückt?

    Für Feingold (Münzen, Barren inkl. dem diversen 22k Zeug) zu wenig, für Schmuckgold (also den darin enthaltenen Feingoldanteil) ok. Für Schätzungen hat hier eigentlich noch nie jemand Geld genommen bzw. geboten. Mach gescheite Bilder von den Münzen bzw. Scan sie ein und stell sie in's Forum mit der Bitte um Schätzung, gibt genug Leute hier die da Ahnung haben. Nochwas:


    HÖR AUF MIT www. goldankauf123 .de, bitte.


    Das Gramm Feingold ist zur Zeit 20 Euro wert! Fliegende Händler kaufen meist zu 15€ oder schlechter ab.


    Eher schlechter. So Juli/August letzten Jahres hat ein Juwelier aus dem Nachbarort in einer ganzseitigen Anzeige als Ankäufer von Gold/Silber geworben. Silber war ihm wohl sehr wichtig und er führte u.a. alte Bestecke usw. an. Die Sau zahlte irgendwas um 45 EUR pro KG. Ich hab da angerufen um ganz sicherzugehen, ist alles so in Ordnung - Preis bezieht sich auf 1 KG Silber.


    Ich würde grundsätzlich von jeglichen reinen Ankäufern abraten, ob nun im Internet oder in der Näherei um die Ecke. Du könntest direkt an die Scheideanstalt verkaufen, siehe hier. Vor Ort bleiben nur Juweliere oder eventuell vorhandene 2. Hand Schmuckhändler, letztere dürften die besseren Preise bieten und falls man vom Bauchgefühl den jeweiligen für seriös hält, kann man auch mal schauen ob der nicht Interese hat die Schmuckstücke mal eine Zeit auf Kommission in's Angebot zu nehmen. Tendenziell würde ich Gold eher halten als verkaufen im Moment, wenn Du das Geld nicht dringend brauchst.


    Soweit ich mich erinnern kann, stand heute Mittag noch was von Kapitalerhöhung 5 Milliarden in den Nachrichten - darauf Kurseinbruch, weil wohl nur 1 - 2 Milliarden erwartet worden seien.
    Und jetzt ist von Teilverstaatlichung und zusätzlich 10 Milliarden aus dem Rettungstopf die Rede. 8|


    Heute wurde es noch doller, laut Handelsblatt will man im Ernstfall die Commerzbank ganz übernehmen um kein zweites Lehman Brothers zu riskieren. Na, wenn das kein Vertrauen schafft. Mal abwarten bis die Dresdner ihre Leichen aus dem Keller holt, das dürfte ziemlich übel werden. Was in dem ganzen Trubel aber irgendwie - zumindest bisher - untergegangen ist, ist der erste große Fehlkauf der Commerzbank, die Eurohypo. Mal sehen, was die neue Volksbank da noch zu beichten hat.

    Vogelgrippenmahnmal ist mal echt eine kreative Wortneuschöpfung. Aber ich glaube kaum, daß die Vogelgrippe alleine so verheerend sein kann. Wenn es nach mir ginge wäre die Nummer 3 der Sieger. Einmal hat der Adler was klassisches, sieht einfach gut aus und die Gräfin als Teil eines Kunstwerks finde ich deutlich ansprechender, als einfach nur die Fratze hinpatschen - das kann jeder.

    Da liegst Du richtig mit. Allerdings mußt Du Finanz- und Realwirtschaft trennen, in letzterer sind derzeit eher deflationäre Tendenzen auszumachen. In der Finanzwirtschaft ist das richtig dicke Geld, was es bloß eigentlich garnicht gibt / geben dürfte. Diese Geldmassen existieren nur in den Büchern, die sind durch genau garnichts abgesichert aber dazu verdammt immer mehr Erträge zu erzielen. Man versucht immer neue Sicherheiten zu erfinden, das Geld strömt dann dorthin bis sich rausstellt, daß die Sicherheiten nur vorgegaukelt sind, dann platzt mal wieder eine Blase. Auf geht es zur nächsten, bisher war es nie ein Problem Sicherheiten für neue und zwangsläufig größere Blasen zu erfinden bzw. Risiken zu vertuschen (Rating um nur ein Stichwort zu nennen), aber mit Staatsanleihen ist so langsam das Ende der Fahnenstange erreicht, da zeigen sich ja schon bevor die Blase auch nur eine halbwegs kritische Masse erreicht hat erste Zersetzungserscheinungen. Die Maßnahmen der FED und die Garantien der Staaten dienen nur dazu, das Geld möglichst lange von der Realwirtschaft fernzuhalten. Sobald das nämlich dort ankommt hat man eine Hyperinflation da war 1922/23 ein Scheißdreck gegen. Wohlgemerkt, die nötige Geldmenge für den Fall ist längst vorhanden - FED und Co. legen nur noch Kohle nach und je mehr Kohle man reinschmeißt umso schneller fährt der Zug...wenn die Bremse gelöst wird. Man darf gespannt sein, welche manipulativen Kunstgriffe denen noch einfallen. Wir leben in sehr interessanten und vor allem lehrreichen Zeiten aber wie Gandhi schon sagte: Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt.

    Pleite sein heißt nicht Pleite machen - gilt besonders für Banken. Das einzige, was JP Morgan in die Knie zwingen könnte sind sind meiner Ansicht nach die Derivate. Bloß wenn die Bank untergeht, ist der Ofen aus und das kann man derzeit eigentlich getrost ausschließen. Zumal die nicht erst seit gestern auf schmalem Grat wandern, das geht schon ein paar Jährchen so.

    Wie sollten sich Banken auch auf einen Bank Run vorbereiten, es gibt garnicht genug Geld. Derzeit sind im Euroraum über'n Daumen so 750 Milliarden unterwegs.


    Nachtrag: Der Spiegel liefert eine schöne Erklärung für das Phänomen der Ruhe in der Bevölkerung, zeigt sich aber ob des ausbleibenden Bank Runs überrascht:


    ...Und der Anschein von "business as usual" wirkt. Die Leute reagieren besorgt, aber nicht panisch. Dass sie ihr Geld auf der Sparkasse lassen, bringt ein überraschendes Systemvertrauen zum Ausdruck, und trotz der täglich einlaufenden Horrormeldungen aus der Global Economy scheinen die Bürgerinnen und Bürger nur mäßig aufgeregt...

    Na und wie die Preise sich unterscheiden. Es gibt da Organisationen die lächerliche Preise zahlen, meistens haben die kleine Geschäfte als Annahmestellen (bei uns Näherei und Quelle Shop). Dann gibt es noch die klassischen Ankäufer wie Juweliere, die meist niedrige Preise zahlen - es sei denn man kauft was und will verrechnen (Araber zahlen gemeinhin am besten). Oder so 2. Hand Läden die halt Schmuck u.ä. oftmals auf Kommission verhökern und nebenbei auch zum Materialwert ankaufen - deren Preise sind meistens auch OK. Der effektiv bei der Scheideanstalt erzielbare Preis hängt von der Menge und der Reinheit ab. Direkt an die Scheideanstalt verkaufen ist kein Ding, kannst Dich hier mal zum Altmetallankauf durchklicken, da sind direkt Telefonnummern.