Und jede Adels- (pardon: Geldadels-)schicht zwackt ihren gerechten Anteil davon ab - während die Geplünderten aufeinander einschlagen nach dem Motto 'du bist an meiner Arbeitslosigkeit schuld'.
Das ist ein interessanter Ansatz... Und auch der Ansatz des folgenden Artikels (Auszug) ist sehr interessant:
ZitatÜber die AWO Service GmbH Neumünster, einer Tochterfirma der Arbeiterwohlfahrt, wurde sie zu älteren, bedürftigen Menschen geschickt. Und so kam Marianne Kalus mit ihren Kunden ins Gespräch und erfuhr, dass die Senioren für die Arbeit acht Euro an die AWO zahlten. Die Hartz-IV-Empfängerin war überrascht und fühlte sich wie vor den Kopf gestoßen. "Ja, ich hätte das gerne weitergemacht. Wenn ich diese Kunden gehabt hätte und dann wahrscheinlich auch dadurch noch andere Kunden, dass ich dadurch irgendwann ganz von Hartz IV weggewesen wäre
Quelle und vollständiger Artikel: http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/awo130.html
... fassen wir das kurz zusammen:
1) die Rentnerin wird jahrelang Steuern gezahlt haben
2) die Renterin zahlt 8 Euro für die Stunde "Betreuung"
3) Ein-Euro-Jobber werden 30 Std. wöchentlich eingesetzt (6 Std. tägl. x 21 Arbeitstage) = 126 Std. monatlich x 8 Euro = 1.008 Euro pro EEJ
4) + 200 Euro von der ArGe = 1.208 Euro pro EEJ
5) davon an die Ein-Euro-Jobberin ausgeschüttet (157,50 Euro) aufgerundet: 160 Euro (pro EEJ)
6) rund 1.050 Euro UMSATZ pro Ein-Euro-Jobber - rechnen wir großzügig 100 Euro Verwaltungskosten (inkl. Berufsgenossenschaft/Unfallversicherung) pro EEJ, bleibt ein Gewinn von 950 Euro - steuer- und sozialversicherungsfrei wohlgemerkt
7) Macht bei 10 EEJ 9.500 Euro bei 20 19.000 Euro Gewinn pro Monat wohlgemerkt
8 ) Auf diese Beträge werden keine Steuern gezahlt
9 ) Mittel aus dem ESF und anderen Töpfen sind noch nicht enthalten
10) die BA zahlt außer den 200 Euro für den Träger pro Monat und EEJ - hier AWO noch ca. 659 Euro an ALG II für die betreffende Person + 140 Euro Krankenversicherungsbeitrag und 40 Euro Rentenabsicherung = also rund 1000 Euro
11 ) davon "erwirtschaften" die Rentner in diesem beispielhaften Fall (das ist kein Einzelphänomen!) 1008 Euro für die Dienstleistung
12 ) würde die Frau 5 Euro die Stunde für die gleiche Dienstleistung verlangen, könnte sie sich fast selbst davon unterhalten, wäre versichert, die ArGe würde rund 200 Euro aufstocken... der Träger würde leer ausgehen.
13 ) nun kann diese Ein-Euro-Jobberin - da sie zwar nicht den Rechten aber doch den Pflichten eines ganz regulären Arbeitsverhältnisses unterliegt, nicht beigehen und der AWO die Kunden abgreifen; hierfür könnte und würde sie in Regress genommen werden.
14 ) Endeffekt... die AWO bezahlt aus dem Überschuss ihre Verwaltungsangestellten, weil diese sonst ggf. arbeitslos werden würden und vermutlich auch zum größten Teil arbeitslos blieben... als Träger darf sie keine Gewinne erwirtschaften!!!! Umverteilung einmal ganz anders... Der Arbeitslose sorgt über seine Arbeitslosigkeit für Beschäftigung
15 ) Schlusspunkt - die arme Aufstockerin muss sich als verantwortlich beschimpfen lassen in ihrer Arbeitslosigkeit, damit andere, die nicht als arbeitslos gelten "beschäftigt" werden können...
... gleichzeitig werden Arbeitsplätze generiert, die offiziell nicht auf der Liste der offenen Stellen zu finden sind - der Steuerzahler zahlt drauf und regt sich auf, wenn nicht alle Arbeitslosen bereit zu "gemeinnütziger" Arbeit sind, weil natürlich der eine oder andere das perfide Spiel durchschaut.
Und unsere Ein-Euro-Jobberin aus diesem Bericht (sie weiß es nur noch nicht) hat in den nächsten 3 Monaten rund 120 Euro weniger zum Leben (Sanktion wegen Abbruch der Maßnahme)... die hat sie auch, wenn sie erfolgreich das Sozialgericht bemüht, dass dann irgendwann in den nächsten 24 Monaten das entgangene Geld via Urteil zuspricht - sofern die Gegenseite - die ArGe nicht die nächste Instanz (Landessozialgericht) anruft, was sie kostenfrei - ähem... Tschuldigung auf Kosten des Steuerzahlers tun darf... auch die Revision vor dem BSG ist möglich (übernächste Instanz)... und dann heißt es wiederum, die Sozialgerichte wären so überlastet, damit dem Steuerzahler gleich medial eingeprügelt wird, es läge in der Verantwortung des "arbeitsscheuen Gesocks".
... und um jetzt noch einmal den Bogen zu Heinsohn, Sarrazin, Sloterdijk und wie sie nicht alle heißen... zu schlagen - hält es wirklich irgendjemand für Zufall, dass diese "Menschen" gerade jetzt aus ihrer medialen Bedeutungslosigkeit gleichsam herauskriechen und ein bisschen "anheizen".
Also ich ziehe mir meine Hose nicht mit der Kneifzange an ![]()