Beiträge von Patou

    Und jede Adels- (pardon: Geldadels-)schicht zwackt ihren gerechten Anteil davon ab - während die Geplünderten aufeinander einschlagen nach dem Motto 'du bist an meiner Arbeitslosigkeit schuld'.


    Das ist ein interessanter Ansatz... Und auch der Ansatz des folgenden Artikels (Auszug) ist sehr interessant:


    Zitat

    Über die AWO Service GmbH Neumünster, einer Tochterfirma der Arbeiterwohlfahrt, wurde sie zu älteren, bedürftigen Menschen geschickt. Und so kam Marianne Kalus mit ihren Kunden ins Gespräch und erfuhr, dass die Senioren für die Arbeit acht Euro an die AWO zahlten. Die Hartz-IV-Empfängerin war überrascht und fühlte sich wie vor den Kopf gestoßen. "Ja, ich hätte das gerne weitergemacht. Wenn ich diese Kunden gehabt hätte und dann wahrscheinlich auch dadurch noch andere Kunden, dass ich dadurch irgendwann ganz von Hartz IV weggewesen wäre


    Quelle und vollständiger Artikel: http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/awo130.html


    ... fassen wir das kurz zusammen:


    1) die Rentnerin wird jahrelang Steuern gezahlt haben


    2) die Renterin zahlt 8 Euro für die Stunde "Betreuung"


    3) Ein-Euro-Jobber werden 30 Std. wöchentlich eingesetzt (6 Std. tägl. x 21 Arbeitstage) = 126 Std. monatlich x 8 Euro = 1.008 Euro pro EEJ


    4) + 200 Euro von der ArGe = 1.208 Euro pro EEJ


    5) davon an die Ein-Euro-Jobberin ausgeschüttet (157,50 Euro) aufgerundet: 160 Euro (pro EEJ)


    6) rund 1.050 Euro UMSATZ pro Ein-Euro-Jobber - rechnen wir großzügig 100 Euro Verwaltungskosten (inkl. Berufsgenossenschaft/Unfallversicherung) pro EEJ, bleibt ein Gewinn von 950 Euro - steuer- und sozialversicherungsfrei wohlgemerkt


    7) Macht bei 10 EEJ 9.500 Euro bei 20 19.000 Euro Gewinn pro Monat wohlgemerkt


    8 ) Auf diese Beträge werden keine Steuern gezahlt


    9 ) Mittel aus dem ESF und anderen Töpfen sind noch nicht enthalten


    10) die BA zahlt außer den 200 Euro für den Träger pro Monat und EEJ - hier AWO noch ca. 659 Euro an ALG II für die betreffende Person + 140 Euro Krankenversicherungsbeitrag und 40 Euro Rentenabsicherung = also rund 1000 Euro


    11 ) davon "erwirtschaften" die Rentner in diesem beispielhaften Fall (das ist kein Einzelphänomen!) 1008 Euro für die Dienstleistung


    12 ) würde die Frau 5 Euro die Stunde für die gleiche Dienstleistung verlangen, könnte sie sich fast selbst davon unterhalten, wäre versichert, die ArGe würde rund 200 Euro aufstocken... der Träger würde leer ausgehen.


    13 ) nun kann diese Ein-Euro-Jobberin - da sie zwar nicht den Rechten aber doch den Pflichten eines ganz regulären Arbeitsverhältnisses unterliegt, nicht beigehen und der AWO die Kunden abgreifen; hierfür könnte und würde sie in Regress genommen werden.


    14 ) Endeffekt... die AWO bezahlt aus dem Überschuss ihre Verwaltungsangestellten, weil diese sonst ggf. arbeitslos werden würden und vermutlich auch zum größten Teil arbeitslos blieben... als Träger darf sie keine Gewinne erwirtschaften!!!! Umverteilung einmal ganz anders... Der Arbeitslose sorgt über seine Arbeitslosigkeit für Beschäftigung


    15 ) Schlusspunkt - die arme Aufstockerin muss sich als verantwortlich beschimpfen lassen in ihrer Arbeitslosigkeit, damit andere, die nicht als arbeitslos gelten "beschäftigt" werden können...


    ... gleichzeitig werden Arbeitsplätze generiert, die offiziell nicht auf der Liste der offenen Stellen zu finden sind - der Steuerzahler zahlt drauf und regt sich auf, wenn nicht alle Arbeitslosen bereit zu "gemeinnütziger" Arbeit sind, weil natürlich der eine oder andere das perfide Spiel durchschaut.


    Und unsere Ein-Euro-Jobberin aus diesem Bericht (sie weiß es nur noch nicht) hat in den nächsten 3 Monaten rund 120 Euro weniger zum Leben (Sanktion wegen Abbruch der Maßnahme)... die hat sie auch, wenn sie erfolgreich das Sozialgericht bemüht, dass dann irgendwann in den nächsten 24 Monaten das entgangene Geld via Urteil zuspricht - sofern die Gegenseite - die ArGe nicht die nächste Instanz (Landessozialgericht) anruft, was sie kostenfrei - ähem... Tschuldigung auf Kosten des Steuerzahlers tun darf... auch die Revision vor dem BSG ist möglich (übernächste Instanz)... und dann heißt es wiederum, die Sozialgerichte wären so überlastet, damit dem Steuerzahler gleich medial eingeprügelt wird, es läge in der Verantwortung des "arbeitsscheuen Gesocks".


    ... und um jetzt noch einmal den Bogen zu Heinsohn, Sarrazin, Sloterdijk und wie sie nicht alle heißen... zu schlagen - hält es wirklich irgendjemand für Zufall, dass diese "Menschen" gerade jetzt aus ihrer medialen Bedeutungslosigkeit gleichsam herauskriechen und ein bisschen "anheizen".


    Also ich ziehe mir meine Hose nicht mit der Kneifzange an [smilie_love]

    Ein Kind, das aus einem Elternhaus stammt, das Transferleistungen bezieht, hätte schlechtere Chancen gehabt - trotz vielleicht besserer Leistungen.


    Hallo Fragezeichen,


    magst du das oben Zitierte bitte begründen? Einfach so - ohne nähere Erläuterung in den virtuellen Raum geschmissen, wird es a) überlesen und b) fehlen einfach konkrete Belege für diese - ich nenne sie derzeit (nicht wertend!) These.

    @jeronimus - kann es sein, dass du sehr oberflächlich liest?


    die anderen themen, die du angesprochen hast, die geistern genau in dieser art seit jahren so durch die medien. werbewirksam vertreten durch alle möglichen personen, die sich damit profilieren wollen. sei*s drum. klar, dass kinder "armut" bringen, wenn man der meinung ist, ständig in urlaub fahren zu müssen und sonst noch alle möglichen sonder- konsumwünsche zu haben. da würde ich aber sagen, dass der armutsbegriff ziemlich schwachsinnig gefaßt ist. in anderen ländern haben leute kinder. denen geht es längst nicht so gut wie den meisten in deutschland. übrigens auch nicht so gut, wie den meisten "armen" hier in deutschland. sie zeichnen sich jedoch durch eine sehr positive charaktereigenschaft aus: sie sind (bis zur krise) erheblich zufriedener und gucken nicht die ganze zeit, was vielleicht irgend jemand anderer MEHR HABEN könnte.


    ... damit reduzierst du den Kern sehr - in anderen Ländern muss man sich nicht schon rechtfertigen, wenn man weniger gut gekleidet ist, kein Auto hat und die Wohnung nicht tipp-topp-vorzeigefertig ist... in anderen Ländern sind auch Familien mit mehr Kindern gesellschaftlich gut angesehen, in anderen Ländern guckt niemand schief, wenn eine Frau "nur" Hausfrau ist... und in den ganz armen Ländern gibt es darüberhinaus einen starken Zusammenhalt.


    Armut in einem Land wie unserem hier - ist besonders beschämend... mit Urlaub und Luxusdenken hat das nichts zu tun - gleichwohl werden Menschen an dem gemessen, was sie können, was sie tatsächlich tun und was sie besitzen - es wird doch kaum noch geschaut, was hat mein Gegenüber für einen Charakter.


    Es geht nicht um Neid, sondern um existenzielle Belange.


    Zitat

    und hier, liebe patou, bei deinem "gerechtigkeitsthread" und was die "armen alles nicht haben-thread" da scheiden sich unsere geister dann wieder, weil ich in diese sachen nicht einstimmen werde.


    Nun, ich habe weder einen Gerechtigkeitsthread noch einen "was die armen alles nicht haben-Thread" eröffnet oder "betrieben" - ich erwehre mich - quasi stellvertretend - wenn es denn nötig ist, der Schmarotzer- und Neid-Diskussion... denn wenn das Leben der "Anderen" so erstrebenswert wäre - bitteschön, warum schließen sich dann nicht alle an (das ist eine rhetorische Frage).... man schließt sich nicht an, weil man die Nachteile bzw. den Preis für die Alimentierung nicht bezahlen will - und weil es einem ganz dunkel dünkt, dass es den Betreffenden vielleicht doch nicht so gut geht.


    Zitat

    ich gehe aber davon aus, dass wir in den nächsten jahren wirklichen grund zum klagen bekommen werden, dann können wir uns ja nochmal über ECHTE probleme unterhalten.


    Die "echten" Probleme gibt es bereits jetzt - es sind nur noch nicht genügend Menschen betroffen... das wird sich allerdings ganz sicher ändern.

    Weiß ich doch, Tut - aber ich wundere mich über die Hinnahmebereitschaft - und das ganz gewaltig... Übrigens muss ich gar nicht groß abwarten - die Anfänge sehe ich jetzt schon - im Kindergarten.

    @JB - hier der zweite Teil - ich musste leider splitten... Und jep - ich denke auch - für heute ist es gut...


    Zitat

    den du dann aber argumentativ doch für dich[/color] - in oberlehrerhaften rot gleich abgeändert, in bescheidenes blau :D - mich gleichsam zensierend - dennoch gern verwendest - denn die Argumentation staatliche Erziehung - (bei dir versus Eliteinternat es geht nicht um die "erziehung", es geht um die irren, völlig ungerechtfertigten kosten, dafür könnte man wer weiß was bekommen. - irgend etwas stimmt da STINKT DA im system! ) - die hatte ich schon einige Beiträge vorher verwendet... nur sehe ich eben die Familie als Hort der Erhaltung der gesellschaftlichen Entwicklung - und ja - ich nehme arme Familien nicht aus, diese gab es früher schon, da gab es solche Diskussionen eben auch nicht.


    Klar stinkt da was im System... der Staat bemächtigt sich der Erziehung - damit die Eltern, die es ja nicht können, noch mehr arbeiten gehen können.. und natürlich braucht der Staat auch keinen Elternführerschein - er beansprucht über ein vernetztes Trägersystem mit überwiegend finanziellen Interessen und dessen "Experten" ganz einfach mal, es besser zu können... schaut man sich dann an, was aus Heimkindern so wird - oder vielmehr nicht wird, ist man fast schon dankbar für den Bäckerazubi aus vermeintlich prekärer Familie... dummerweise braucht unsere Gesellschaft kaum noch Bäcker - das ist Teil des Problems - und wer nur in Elite-Dimensionen denkt, ja geradezu denken muss, in Sorge um die berufliche Zukunft seiner Kinder, verliert schnell den Blick für das Wesentliche... damit sind wir dann wieder bei den Werten.... die, die können, jagen schon die 5-jährigen in die Fremdsprachenkurse... ein Teil versucht von Zuhause aus, zu fördern... Hartzer haben dafür wenigstens noch Zeit... und der Rest fällt hinten runter...


    Bildung allein ist es also nicht - die Zukunftsaussichten sind es... was machen wir denn mit den vielen kleinen Spezialisten, die wir uns da heranzüchten... was ist denn mit deren menschlichen Werten... wenn sie nur auf Leistung getrimmt werden... wollen sie überhaupt die Karriere machen, die wir ihnen einzementieren, mit dem Wissen, das eigene Kind wird für etwa 3 Rentner arbeiten müssen, also muss es ja genug verdienen, gell?!


    Zitat

    Aber Heinsohn wird es schon richten... Anhänger hat er ja bereits.[/color] - lieber gott, der heinsohn ist mir völlig egal. den kenne ich nicht, habe eigentlich noch nie etwas von ihm gelesen, habe auch nicht die absicht, das zu tun. es geht um bestimmte THEMEN und wie man damit umgeht! und ich denke, dass es die gesellschaft zerstört, wenn über solche themen keine diskussion stattfindet. mit für und wieder. und das ich gegen arme familien wäre..... ****gggg***** ich stamme selbst aus einer armen familie und hätte jedem in den hintern getreten, der ES' GEWAGT HÄTTE, mich als "benachteiligt" zu betitulieren. Mein Vater hat IMMER gearbeitet, oft SEHR viel und mit nebenjob, meine Mutter war viel krank, wir waren viele Kinder. wir hatten oft geldprobleme, aber benachteiligt oder arm haben wir uns NIE gefühlt. DIESE dinge wurden neu erfunden um der sozialmafia einen gescheiten ansatz zum geldverdienen zu geben.


    ... Nun - es kann aber auch nicht sein, die frühere Sprachlosigkeit jetzt als Lebenssinn zurückholen zu wollen - ok, die Menschen damals hatten weniger Worte für ihre Situation - wir haben heutzutage mehr Etiketten - aber das ist auch ein Entwicklungsschritt - aussprechen zu können und zu dürfen, dass man aufgrund fehlender monitärer Substanz ein anderes Leben führt... und zu einer ehrlichen Diskussion über Für und Wider von Lebenslagen, gehört es auch die Andersartigkeit derer zu respektieren, die sich eben dieses Leben nicht unbedingt erwünscht oder ausgesucht haben.


    Zitat

    du wirst unterscheiden müssen zwischen menschen, die arbeiten wollen und keine jobs bekommen und menschen, die sich im sozialnetz einrichten


    [color=#000000]... du hast es nicht verstanden... wenn von 8 Millionen Menschen 7 Millionen hinten runter fallen, weil es keine Arbeit für sie gibt, wie willst du dann herausfiltern, wer von denen nicht "will" - woran willst du das festmachen? Welchen Sinn sollte es überhaupt haben? Solche Fragen stellen sich doch nur dann, wenn Arbeit für alle 8 Millionen Betroffenen da wäre, aber 1 Millionen weiterhin beschäftigungslos dahindümpelt.


    .... und btw. es wird bereits jetzt mindestens alle 3 Monate eine Vorlage der Eigenbemühungen um einen Arbeitsplatz verlangt, wird der Nachweis nicht geliefert, fallen 30 bis 100 % der Alimentierung weg.


    Ansonsten... wer sich nicht im System "einrichtet", was ja wohl gleichbedeutend mit "Hinnahme" einer Lebensbedingung ist, würde wohl am System kaputtgehen müssen... hast du auch nur den Hauch einer Ahnung wie viele der Arbeitslosen und prekär Beschäftigten depressiv ist, wie schlecht es diesen Menschen mental geht - und wie sie übrigens trotzdem - die meisten jedenfalls - jeden Tag aufstehen, für ihre Kinder, für ihren Haushalt sorgen, Haushaltsbücher führen, sparsam kochen lernen und sich selbst disziplinieren, obwohl sie niemand "will", sie gesellschaftlich nicht anerkannt sind, für dumm gehalten werden, für schlechte Eltern gehalten werden und nicht einmal über ihre Situation sprechen dürfen (Was kümmert uns eure Armut)... Hast du ein Gefühl dafür, was für ein Kraftakt das sein muss?


    ... Wertediskussion? JA, richtig gehört. allerdings identifiziere ich mich nicht mit heinson, habe seinen artikel noch nicht mal ganz gelesen.


    ... dann solltest du das ggf. mal tun. Und was die Identifikation angeht - Himmel - die wird von langer Hand seit Jahren vorbereitet - Menschen, wie Heinsohn sind da eher kontraproduktiv, weil ihre Thesen so heftig sind, dass selbst die Befürworter in´s Grübeln kommen...


    Zitat

    Der größte Wert, den eine Gesellschaft haben kann, ist die eigene Familie - wenn aber bestimmt werden soll [color=#00 00ff]wer will das denn bestimmen? wenn dieser mensch hetzt mit seiner ausdrucksweise ist das eine sache. eine völlig andere sache ist die tatsache, dass menschen, die kinder bekommen, auch für diese finanziell sorgen sollten. wenn der staat hingegen einen anreiz gibt, kinder zu bekommen, damit man weiter im "geldbezug" bleibt, dann ist das eine bedenklliche entwicklung! [/color].


    ... du hast wirklich überlesen, dass Kinder ein Armutsrisiko sind und zwar für eine Mehrheit der Bevölkerung - und nein, ich meine natürlich nicht unsere ehem. Familienministerin mit dem goldenen Löffel geboren und mit zig Kindermädchen ausgestattet als Vorzeigefrau Karriere machend... ich meinte schon die Friseurin, die nach der Elternzeit allenfalls noch auf 400 Euro-Basis eine Anstellung findet oder die weiter oben erwähnte Teilzeitanwältin, die ihre kranken Kinder eben nicht mit ins Büro nehmen kann...


    Klar, wenn beide Akademiker oder genauer gutverdienende Akademiker wären, kann man zeitweilig auf ihr Gehalt verzichten - das schließt aber locker 70% der Bevölkerung aus, die den Gehaltsverlust von ihr kaum auffangen können... und btw. die klassische Karrierefrau weiß eben, dass sie danach nur den langsamen Bummelzug nehmen kann, wenn ihr der ICE vor der Nase weggefahren ist, da dürfte sein Gehalt wenig tröstlich sein... gerade die "Oberschicht", ist ja besonders auf Emanzipation getrimmt worden, da ist Frau ungern abhängig vom Gattengehalt...


    ... und dieser Gatte... ja, der hat eine Karrierefrau geheiratet und kein Hausmütterchen.... Wertewandel... Vielleicht - auf jeden Fall ist die Bereitschaft - und das ganz unabhängig vom Einkommen - gesunken, sich auf eine Versorgungsehe einzulassen - die Scheidungsquoten sprechen hier doch Bände... warum ist das so - weil niemand mehr bereit ist, sich anzupassen... wir sind eben eine Konsumgesellschaft und das hat sich doch längst auf unser Privatleben verlagert - die letzten "Dinosaurier" in Form der glücklichen, wir gehen durch dick und dünn gemeinsam-Altehe sterben demnächst aus - der Rest ist schnelllebig und letztlich oberflächlich - im Arbeitsleben würde man es wohl "flexibel" nennen.


    Zitat

    wer eigentlich Familie haben darf und wenn wir dann weiter beleuchten, wie abserviert "Familie" in der heutigen Zeit gesehen wird, dann führen wir eine Pseudodiskussion... lieber gott, patou! wer serviert denn die familie ab? natürlich kannst du sagen, der staat zerstört die familie, weil er die alleinerziehenden (in den usa: social queen) alimentiert. wenn der staat das nicht tun würde, dann würden sich möglicherweise die paare eher wieder "arrangieren" - tja, so gesehen tatsächlich ein gewisses problem.


    Nein, der "Staat" zerstört die Familie, indem er das Ansehen der Familie torpediert - nehmen wir die klassische Hausfrauenehe - er arbeitet - sie ist zuhause und sorgt für die Kinder (bei den wenigen Familien, die sich das so überhaupt noch leisten können), schon lange kein anerkenntes Lebensmodell mehr - sie wird schon aus Ansehensgründen alsbald die Kinder fremdbetreuen lassen und arbeiten gehen, weil das so wichtig ist, wie das Statussymbol vor der Tür...


    Und natürlich torpediert der Staat dies auch über Gesetze, die uns zu einer reinen Leistungsgesellschaft verkommen lassen... so stehen auch längst nicht mehr die Großeltern zur Verfügung, weil man arbeitstechnisch weit weggezogen ist oder aber alle vier Großelternteile - noch Jahre weg von der Rente, selbst arbeiten... auch das war früher anders...


    ... und der Rest erfolgt über die Lebensplanung, die unmöglich wird, wenn man nicht weiß, ob man übermorgen noch bei Firma XYZ eine Anstellung hat... da baut man kein Haus, bekommt keine Kinder, bekommt nicht mal einen Kredit, weil dir keine Bank ein Darlehen gibt, wenn du einen befristeten Vertrag vorlegst ...


    Das sind alles kleine Indizien und (Neben)Effekte - die im Gesamtzusammenhang aber Familien - so wie ich sie verstehe - aushöhlen... wir versingeln uns... gut für Wohnungsbaugesellschaften und anspruchsvolle Unternehmer - schlecht für die eigene Zukunft, weil der Zusammenhalt verloren geht - der gleiche übrigens, der einen für arme Familienmitglieder beherzt sorgen lässt...


    Wir haben den Alten nichts mehr zu geben - und sie uns Jungen auch nichts... wir können nicht einmal die eigenen Eltern pflegen, ohne beruflichen Bruch - und wir können auch nicht von unseren Kindern erwarten, das sie einmal für uns da sind... und all das war einmal anders... vielleicht bin ich zu altmodisch - mag sein.

    Zitat

    ... und natürlich hängen die Chancen der jungen Generation am Geld. oh gott nein! sie hängen enben NICHT am geld! genau das sollte man in den letzten jahrzehnten gelernt haben! es wurde MASSENHAFT geld ausgegeben und nur MIST produziert! sie hängen am engagement der eltern, am engagement der gesellschaft und daran, ob man kinder nicht nur FÖRDERT, sondern auch FORDERT! - das GELD, das steht dabei GANZ WEIT HINTEN! - siehe schulbücher ex-ddr, die hatten dafür sehr viel weniger geld aber gute arbeitsgruppen und haben daher GUTE BÜCHER GEMACHT


    Das Bildungswesen der ehem. DDR war gut - keine Frage... allerdings habe ich das an keiner Stelle bestritten, warum also argumentierst du mir gegenüber damit? Allerdings hatte das System DDR auch seinen Preis - aber das lassen wir jetzt hier besser, sonst kommen wir von Stöckchen auf Hölzchen...


    Fakt ist - kleine Klassen, gute Lehrer und fundierte Bildungspläne und Förderungsinstrumente kosten Geld. Und natürlich nützt es nichts, wenn selbst gute Realschüler nach ihrer Schulzeit schon aus Verlegenheit noch zwei Jahre Handelsschule ranhängen müssen, weil sie keine Lehrstelle finden... und ja - da läuft etwas verkehrt - keine Frage.

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    Nur ist das Problem nicht neu - schon unter Kohl zeichnete sich das Dilemma ab - das ist 20 Jahre her - was ist denn seitdem in Richtung Förderung, Bildung etc. pp. passiert? - was passiert ist: ganz einfach! man bläst den jugendlichen alles mögliche in den hintern und forder NICHTS von ihnen. es ist alles umsonst! alles gratis! kein grund mehr, sich anzustrengen. - hör dir nur in den klassen den lärmpegel an. dann weißt du alles. arbeit ist da kaum mehr möglich. und so sind auch die ergebnisse!


    ... die Klassen müssten nicht so groß sein - gerade in Hinblick auf die 1,4 Kinder pro Frau (Ausländer eingeschlossen!) wird wohl an der falschen Stelle gespart... alles andere ist eine Frage der Motivation der Lehrkräfte... die aber nach 5 Jahren an bürokratischen und unzutreffenden Lehrplänen längst verzweifelt auch nur noch einen Job nach Plan B abliefern oder vorher den Schuldienst quittieren... die Kinder haben sich nicht wirklich verändert - die Prägung dieser Kinder ist anders geworden... aber wen wundert das, wenn in den Familien abends allenfalls noch schnell gemeinsam Abendbrot gegessen wird und niemand wirklich Zeit findet - neben seinen Job mit den weit gestiegenen Anforderungen - noch nach Feierabend mit den Kindern zu lernen... Und sorry - wenn ich es einmal anmerke - aber es ist Job der Schule, den Bildungskern zu befördern - Eltern können und sollen unterstützen - aber nur unterstützen - nicht unterrichten!

    Zitat

    ... aber lassen wir das - ich verbreite hier ja nur Müll, [color=#ff0000][color=#0000ff] ich nehme das zurücki! NICHT NUR MÜLL - aber immer wieder auch MÜLL, speziell dann, wenns um "die benachteiligten" geht.

    Zitat


    [color=#000000]... aus deiner Sicht mag das so sein - aus meiner Sicht ist der Müll einfach Realität - die kann man ausblenden - ist vielleicht auch bequemer oder nervenschonender - man muss es aber nicht... und natürlich sind Menschen, die ständig vergeblich arbeitssuchend sind, aus vielen Gründen benachteiligt, da beißt die Maus keinen Faden ab.[/color]

    Hammerharter Kommentar - mit böser, böser Wortwahl - aber wer das zuende liest, wird wissen, was gemeint ist:


    Zitat

    Oh, was für ein Segen, dass wir in manierlichen Zeiten leben! Oh, was für ein Glück, dass unsere Gesellschaft aus ihren Fehlern gelernt hat! Denn jetzt muß man keine Samenleiter mehr durchtrennen, Eierstöcke rausreißen oder Hoden entfernen - Schwachsinnige und Minderwertige können hormonell oder per Präservativ zu ihrer Kinderlosigkeit und zu unserem Glück gedrängt werden. Gezwungen? In keiner Weise! Alles freiwillig, alles ohne Zwang - wer aber hernach schwanger wird und sich mit fünf Bälgern quält, der soll nicht wimmern.


    Dabei weint sich diese Gesellschaft turnusmäßig die Augen aus dem Kopf, weil sie zu wenig Kinder hätte. Nicht mal anderthalb Lendenfrüchtchen pro Frauenleben. Anderthalb klassenübergreifend wohlgemerkt! Denn im gesellschaftlichen Droben, berichten sie, plärren noch weniger Kinder, gleichzeitig hienieden die Geburtenrate zu hoch läge. Lakonischer: Die falschen Leute bekommen Kinder! Da beklagen sie sich, heulen unaufhörlich, weil sie schrumpfen und dann halten sie eine bestimmte Sorte Kind für unwürdig, ihre schrumpelnde und vertrocknende Gemeinde aufzufüllen.


    Vollständiger Kommentar: http://ad-sinistram.blogspot.c…ckenden-unterschicht.html


    Im Gesamtkontext erhalten dann auch Meldungen, wie diese hier eine völlig neue Bedeutung:


    http://www.welt.de/politik/aus…en-der-Beamtenkinder.html


    ... und was unsere "Wertegesellschaft" angeht: http://www.krisis.org/2008/markt-oder-leben#more-2987

    ja, ich war sehr verärgert, als du von den "verhungernden menschen in deutschland" geschrieben hast. es hat mich angek....


    Gut... und mich kotzt an, dass von 8 Millionen Menschen, 7 Millionen hinten runter fallen, wenn sich eine halbe Millionen auf die offenen Stellen stürzt und die andere halbe Millionen in die Selbstständigkeit - aber nicht á la "Zwegat" - geht... was soll denn der "Rest" nach 5 Jahren machen? Baumrinde fressen oder wie jetzt?


    Und weil das jeder nachvollziehen können muss, der des logischen Denkens mächtig ist - so eben auch Heinsohn... wird doch ganz offen damit gespielt - mit den Optionen der eben gerade nicht vermeidbaren Armut. Ich würde dir rechtgeben, wenn die Armutsquote eben nur bei 2 % liegen würde und es genügend Jobs gäbe... aber genau das ist nicht der Fall und nachdem nun die Politik zig Jahre falsch reguliert hat, soll jetzt eine Selbstregulation erfolgen, die der Markt gar nicht hergibt... keine Ahnung, wie du das nennst - aber ich nenne das "Selektion"... und zwar auf eine ganz perfide Art und Weise.

    (ich denke, es geht um die gesellschaftliche entwicklung und eine werte diskussion, NICHT prinzipiell um geld! - und um chancen für die junge generation!


    ... Wertediskussion?


    Der größte Wert, den eine Gesellschaft haben kann, ist die eigene Familie - wenn aber bestimmt werden soll, wer eigentlich Familie haben darf und wenn wir dann weiter beleuchten, wie abserviert "Familie" in der heutigen Zeit gesehen wird, dann führen wir eine Pseudodiskussion...


    ... und natürlich hängen die Chancen der jungen Generation am Geld.


    Nur ist das Problem nicht neu - schon unter Kohl zeichnete sich das Dilemma ab - das ist 20 Jahre her - was ist denn seitdem in Richtung Förderung, Bildung etc. pp. passiert?


    ... aber lassen wir das - ich verbreite hier ja nur Müll, den du dann aber argumentativ doch für dich - in oberlehrerhaften rot - mich gleichsam zensierend - dennoch gern verwendest - denn die Argumentation staatliche Erziehung - (bei dir versus Eliteinternat) - die hatte ich schon einige Beiträge vorher verwendet... nur sehe ich eben die Familie als Hort der Erhaltung der gesellschaftlichen Entwicklung - und ja - ich nehme arme Familien nicht aus, diese gab es früher schon, da gab es solche Diskussionen eben auch nicht. Aber Heinsohn wird es schon richten... Anhänger hat er ja bereits.

    @ Patou
    Ich hätte mal eine allgemeine Frage an Dich, hätte aber gerne Deine persönliche Sicht als Antwort.


    Frage: Glaubst Du das euch (Frauen) Alice Schwarzer und die anderen Zerstörer der klassischen Familie mit der Emanzipation einen Gefallen getan hat?


    Kurze Antwort: Nein!

    @ JB,


    deine Antwort an mich ist ein einziger Rundumschlag - du behauptest einfach, ich würde hier nur jammern, bezichtigst mich, dass ich etwas gegen Milly hätte, lässt aber offen, um was es sich deiner Meinung nach handeln sollte (der geneigte Leser wird den Irrtum schon nicht bemerken), gehst auf meine Sachargumente gar nicht ein und bringst das Ganze auf eine persönliche Ebene, die ich weder herstellen wollte noch zur Diskussionsgrundlage mache... ich glaube aber schon, dass ich aus der Perspektive, aus der ich hier schreibe, beurteilen kann, wie es vielen Menschen mit irgendwann auch versiegendem Kampfgeist - allgemein geht... im Gegensatz zu dir bin ich mit den Nöten dieser Menschen tagtäglich konfrontiert.


    ... und am Ende bekomme ich gar eine Buchempfehlung - fragst du dich auch, wie motiviert ich bin, deinen Buchtipp anzunehmen, nachdem du mich vorher auf etwas reduzierst, was ich gar nicht bin? Das die Menschen aus der Mittelschicht gleichsam Opfer sind, habe ich zwar geschrieben, aber du hast es geflissentlich überlesen...


    Ich glaube nicht, dass du wirklich verstanden hast, was ich insgesamt meinte... du hast die Beiträge von vornherein mit einem inneren Widerstand gelesen, den du dir letztlich selbst nicht erklären kannst, mit dem Ziel... mit ein paar plakativen Sprüchen zu verhindern, dass ich hier weiter schreibe... und du hast gewonnen... Bevor jetzt hier allgemeingültige sozialistische Vorwürfe kommen, ziehe ich lieber die Reißleine...


    Sei stolz auf dich!


    Glaub weiter daran, dass 8 Millionen Menschen Ausschuss sind, die nur nicht kämpfen wollen und gut ist´s und lass dir weiter erzählen, dass sie alles umsonst bekommen... und vor allem - verbreite es weiter... die Heinsohns und andere wird es freuen... Auf jeden Fall befindest du dich in einem Umfeld, in dem ... was du schreibst Gefallen findet... es geht nicht um die Inhalte - es geht nur um Mehrheiten - was dahintersteckt - Ursache und Wirkung wird gleichsam verschwimmen, wenn nur erst einmal das Problem gegen noch ein schlimmeres Problem eingetauscht wurde.

    Man könnte Milly durchaus eine erfolgreiche Renovierung des Bankensektors zutrauen.
    Aber wenn er so herablassend wie Opus auftritt, kann man das gleich wieder vergessen.
    Wie soll kontrolliert werden, daß er aus dem ihm anvertrauten Bankensektor nicht sein neues, alles beherrschendes Machtimperium schafft?
    Anstatt mit Ackermann hätte man es mit Milly zu tun.


    ... ich kenne Milly zwar nicht... aber ein Gefühl sagt mir, dass er nicht so handeln würde, wie du es als Frage (leider ohne Fragezeichen) aufwirfst...

    Jeronismus Bosch, wir können gern über die Fakten diskutieren, aber ich möchte keine Fakten á la "die müssen keine Rundfunkgebühren zahlen" als Stellvertreter für einen guten Austausch zum Thema...


    zur zeit leiden wir unter den sogenannten "schwachen", die ihre schwäche zu einem unglaublichen machtmittel ausgearbeitet haben. natürlich unterstützt von denjenigen, die daran noch verdienen.


    Das soll was heißen? Als ich noch gearbeitet habe, habe ich auch Steuern gezahlt... mit denen Menschen alimentiert worden sind, die wahrscheinlich eher in das von dir aufgeführte Raster passen - als das jetzt der Fall ist. Auch ich hatte Tränen in den Augen, wenn der Rest vom Weihnachtsgeld netto gerade mal zur Deckung der Nebenkostenabrechnung und für die Versicherungsprämien gereicht hat... aber ich bin nicht auf die Idee gekommen, die "da unten" nun um den Press-Span-Schrank zu beneiden, den ich mir trotz alledem selbst kaufen konnte... theoretisch... praktisch habe ich natürlich Vollholz gewählt - also noch weniger Grund, andere um etwas zu beneiden, was ich ohne Bettelei und zig Antragsstellungen realisieren konnte.


    Zitat

    und der dumme michl, der muss zahlen. die sogenannte "mittelschicht", zu der ich jeden arbeiter zähle, denn er bringt sich ein, er unterstützt diesen staat und partizpiert nicht nur zum nulltarif daran. er bringt steuern und abgaben. viel geld zum zurücklegen hat der auch nicht, denn er muß eine ganze reihe von dingen zahlen, für die die sogenannten armen GRATIS sind. es gibt sehr viele in der sogenannten mittelschicht, die gerade mal schauen können, dass sie ihre ausgaben bestreiten. und die werden sauer! und zwar absolut zu recht!


    Ja, das ist so - es gibt im System Ungerechtigkeiten - aber es hilft auch nichts neidvoll nach unten zu schauen, weil die 10 Euro weniger für ihre Monatskarte zahlen müssen, denn btw. in ihrem Regelsatz ist für eine Monatskarte nicht einmal dieser Betrag faktisch vorgesehen. Ich glaube, wir kommen inhaltlich weiter, wenn wir von den Neiddiskussionen wegkommen könnten. Das was du ansprichst - ist eine steuerliche Ungerechtigkeit "kalte Progression" genannt... und so wie wir für 10 Euro mehr kämpfen müssen, so müsst ihr - der Mittelstand für mehr Steuergerechtigkeit kämpfen... aber es bringt nichts 29 Milliarden Euro als Ursache zu fixieren, wenn die Misswirtschaft an anderer Stelle eben ursächlich ist und da halt ganz andere Beträge "wegrauschen"... aber da wird nicht geschaut, weil das ja die "Zukunftsbringer", Arbeitgeber, Geldgeber und politische Beeinflusser sind...


    Zitat

    nur die verblödeten richter, die die gesetze machen, die setzen vermutlich ihr eigenes gehalt und ihre eigene arbeitszeit als maßstab an. nur dieser maßstab ist für die meisten mittelschichtler komplett illusorisch.


    Richter machen keine Gesetze - Richter achten nur auf die korrekte Anwendung von Gesetzen - und das ist auch gut so... noch haben wir ja ansatzweise so etwas wie Gewaltenteilung - wenn auch nicht in allen Belangen, die sich mit Recht und Ordnung beschäftigen. Der Gesetzgeber, den du meinst, ist im Grunde der Abgeordnete deines Wahlkreises... der ganz individuell dem Fraktionszwang erliegt... und das ist noch milde ausgedrückt... Schreib ihn an... wenn das alle vollzögen, wird man sich schwerlich entziehen können.

    Milly - ich habe lediglich die Gänsefüsschen bei "hart" vergessen... und was du von Heinsohn hältst, ist mir keineswegs entgangen...


    ...aber von Heinsohn weg - wird dessen Idee im Kern eben doch "beliebäugelt", wenn nicht von dir, dann eben von zu vielen anderen Menschen... mit Jammern hat es wenig zu tun, einmal dezent das Stopp-Schild hochzuhalten...


    Die Oben-Unten - und "rechts-mitte-links" Denkmuster sind ein Problem.. ja - auch wenn man sich diese Vorgänge im eigenen Denken bewusst macht - entscheidend ist am Ende ohnehin, wofür das steht, wofür man sich jeweils stark macht... und die Ausgrenzung ganzer Bevölkerungsteile haben nun einmal ein gewisses "Geschmäckle"... und auch wenn man die Assoziation zu gewissen Vorgängen in der Vergangenheit völlig ausblendet, was manchmal eben schwierig ist, bleibt etwas Unangenehmes, wahrscheinlich auch nicht wirklich Gewolltes übrig.


    Aber ob etwas gewollt ist oder nicht - da sind wir dann wieder bei den Tarnkleidern, die Opus zur Untermauerung seiner Thesen ebenfalls nutzt... wenn etwas Akzeptanz findet, denkt man nicht mehr weiter, wenn man nicht selbst betroffen wäre/ist - wozu auch...?

    Bisher habe ich jedoch keine Statistik gefunden, wo nachgewiesen ist, dass "intelligentere" Menschen weniger Kinder bekommen als "weniger intelligente" - dazu müsste man den Begriff der Intelligenz eindeutig (und vor allem messbar) definieren.


    Das wird auch anders gemacht... es wird geschaut, wie Menschen, die Kinder bekommen, finanziell dastehen und dann wird daraus ein Rückschluss auf ihre Intelligenz gezogen... natürlich verlieren Verkäufer, Friseurinnen und andere Realschulabschlussabsolventen bei dieser Theorie - denn sie verdienen wenig... aber weil das so ist, sind sie auch eher bereit vor dem 36. Lebensjahr Kinder in die Welt zu setzen, denn ihr persönlicher Absturz ist nicht ganz so hart... als Frau in einem hochqualifizierten Beruf verliert man aber ganz definitiv den Anschluss, wenn die 3 Jahre Elternzeit vorbei sind... und übrigens trotzdem nicht auf eine flächendeckende Kinderbetreuung zurückgreifen kann... Es ist schon ein paar Jahre her... Teilzeitrechtsanwältin - eine echte Kämpfertype... Kinder wurden aus dem Kindergarten nach Hause geschickt mit Fieber... Katastrophenalarm - sie hat sich die Finger wundtelefoniert nach Ersatz - ihr Chef war richtig begeistert.... ob sie den Job behalten hat, ist nicht bekannt... da es aber inzwischen genügend arbeitslose und vor allem risikolose, da männliche RA´s gibt, tendiere ich eher zu einem Nein.


    Wohl doch eine Frage der Intelligenz, sich darauf einzulassen - und btw. - Frauen, die wirklich voll arbeiten und Kinder haben, sind doch in unserer Gesellschaft auch nicht gut angesehen - Rabenmütter seien das... jawoll... und diejenigen, die Zuhause sind, ohne gut verdienenden Partner, sind eben schwubbdiwupp... faul und tragen ihren verwöhnten Bälgern alles hinterher.... sollen gefälligst arbeiten gehen... sie finden nichts... kein Kindergartenplatz - wie, Kinder krank?... alles dumme Ausreden... dabei kennen doch mindestens die Unternehmer die ganze Wahrheit... bei der ersten nicht impfbaren Kinderkrankheit können sich solche Frauen ihre Papiere abholen... wenn sie überhaupt je eingestellt werden...


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    Sollte man die Intelligenz anhand des Schulabschlusses bzw. akademischen Grades festlegen, und nachweisen, dass die Menschen mit dem akademisch höheren Grad (im Durchschnitt) tatsächlich weniger Kinder bekommen, dann wird an den Aussagen von Herr Heinsohn schon was Wahres dran sein.


    ... Intelligenz wird doch schon gemessen - IQ und EQ + Schulabschluss und stringente Linie in der persönlichen Laufbahn... Kinder sind da kein Faktor... und da Geld die Eigenschaft hat, Menschen in ihrer Lebensführung zu beeinflussen, sind doch gerade Akademiker und andere Karrieretypen eher geneigt, sich vom harten Arbeitsalltag lieber auf Bali zu erholen, als sich einen Bruch in der Biographie selbst zu zementieren... Gucci und Co helfen sicher auch bei der Kompensation der "Lücke" - ansonsten gibt es gute Therapeuten, die bei der Überwindung von Lebensdefiziten gern hilfreich zur Seite stehen... der Rest verzichtet auf unnütze Statussymbole, weil sie es auch gar nicht vermissen, denn das Geld hat dafür nie gereicht...


    ...die meisten Kinder werden von denjenigen produziert, die für sich das geringste Risiko eingehen - aber auch hier immer später und auch hier mit der Folge in eine unintelligente Gruppe gepackt zu werden - gleichsam anmutend den schubladenartigen Regularien z.B. der Schufa... du lebst in einem nicht so guten Wohnviertel - 2/3 die dort leben, sind nicht für einen Kredit gut, du gehörst jetzt dazu - basta.


    Letztlich ist es einfach - jeder, der ein Kind bekommt, muss "doof" sein, oder?


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    Wenn es nun wahr ist, so lässt sich heute kaum was daran ändern, denn nach heutigen Gesetzten ist das Familienleben jedermanns persönliche Sache, man kann keine bestimmten Menschen zwingen sich mehr oder weniger stark fortzupflanzen. Ein Politiker, der sowas laut aussprechen würde, wäre sofort eine politische Leiche .


    So plump wird das auch nicht vollzogen... deswegen bekommen jetzt Bevölkerungsteile wahrscheinlich die Gratispille - auch ein Vorstoß aus Bremen (Bundestagsinitiative) - Zufall? Tut mir leid, aber ich glaube daran nicht... und den Rest regelt man über obskure Kataloge zur Kindeswohlgefährdung... am Ende ist jedes Kind potentiell gefährdet... und besonders die, die bei alleinerziehenden Menschen (sind ja nicht nur Frauen betroffen!) aufwachsen, die auch noch arbeiten gehen... da fehlt es bestimmt an Förderung bzw. es liegt eine Überforderung vor... das politische Lösungen zur Vorbeugung gar nicht gewollt sind, merkt der gemeine Bürger doch gar nicht mehr... wenn Welt und Co über "böse" Einzelfälle berichten... Familie Privatsache? Das ich nicht lache... Der Staat mischt sich vielfältig in die Erziehung ein und praktischerweise braucht man da als Elternteil in der falschen Wohngegend lebend auch gar keine Wünsche an Schule, Lehrer etc. zu richten, da winkt dann kurzerhand der §8a SGB VIII, danach ist man still wie ein Mäusschen... ganz still...


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    Ich sehe da nur einen Ansatz: Man müsste diejenigen Menschen, die qualifizierte Arbeiter sind und Kinder haben gegenüber den Menschen, die qualifizierte Arbeiter sind und keine Kinder haben, steuerlich bevorteilen,


    Ha... genau das hat man probiert... kannst du dich an die Diskussion zu den Abgaben zur Pflegeversicherung erinnern... Kinderlose führen geringfügig mehr ab... bei Gutverdienern reden wir hier über um die 100 Euro Mehrbelastung jährlich, so sie denn kinderlos sind... und welche Stürme der Entrüstung sind da schon entbrannt... Der Zeitpunkt da etwas zu löten, ist längst vorbei und angesichts leerer Kassen haben wir dann neue, "lustige" "Feindschaften" - die der steuerzahlenden Familien gegen die "mehrsteuerzahlender" Kinderloser.


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    damit also ein Arbeitsgeber der Akademiker einstellt, möglichst denjenigen aussucht, wer Kinder hat - das wäre ein Anreiz für Akademiker mehr (bzw. überhaupt) Kinder zu bekommen. Genau genommen ist das aber auch schon eine form von Eugenik und damit politisch unaussprechlich.


    Dem Unternehmer sind die Steuerlasten seiner Mitarbeiter doch ehu... er sieht nur den vertraglich möglichen Ausschluss von Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle der Kinder seiner Angestellten und... das diese möglichst flexibel sind - und das sind Eltern nun einmal nicht, wenn die Schule um Punkt 13 Uhr die Pforten schließt, ein siebenjähriger aber aufgrund der Aufsichtspflichten eben mitnichten allein mit seinem Schlüssel um den Hals nach Hause geschickt werden kann... und das ist auch nur ein Beispiel... es gibt Arbeitgeber und Eltern, die das versuchen und auch irgendwie schaffen, so denn die Großeltern verfügbar sind... aber den meisten sieht man nach 5 Jahren bereits an, dass sie 20 Jahre Arbeit ohne Kinder besser überstanden hätten. In einer Leistungsgesellschaft, soweit wir nicht schon darüber hinaus sind, interessieren andere Attribute von Lebenserfüllung, so auch Kinder... die Waschfrau.


    Heinsohn weiß das... wer behauptet, dass Mütter mit vielen Kindern schuld seien, wenn Krieg geführt werden müsste... muss das wissen... Polemikmodus off...

    ich glaube, man kann menschen in zwei klassen einteilen:


    diejenigen, die sich auch unter widrigsten umständen arbeit schaffen, u.a. auch selbständige arbeit, sich selbst praktisch einen tritt in den hintern geben bei problemen und um ihre finanzielle existenz "kämpfen".


    Keine Frage - würde Heinsohns "Konzept" so umgesetzt, würden wir uns in mehrere Gruppen spalten...


    1) diejenigen, die auch unter Wegfall der Leistungen einfach nicht mehr können


    1b) diejenigen, die dann einfach verhungern
    1c) diejenigen, die sich "holen" was sie zum Leben brauchen (das sind auch Kämpfertypen!)


    2) die Kämpfertypen, die auch mit Null Eigenkapital, Familie, Leben etc. auf´s Spiel setzen um in einem abbröckelnen Binnenmarktsystem "die" Lücke zu finden


    2b) einige werden die Lücke finden
    2c) die Mehrheit wird mit Pauken und Trompeten untergehen und landet automatisch bei 1b und 1c...


    Zitat

    und diejenigen
    die darauf warten, dass man ihnen etwas zur verfügung stellt. u.a.
    - einen angemessenen arbeitsplatz
    - genügend geld
    - unterkunft
    - ein menschengerechtes leben (was auch immer das sein mag) etc. etc. etc.


    ... also - das menschengerechte Leben wurde kürzlich doch klar definiert, natürlich fällt dabei hinten runter, dass niemand in der Lage ist, die äußeren Faktoren dar- und herzustellen, die dafür nötig wären, eben nicht alimentiert zu werden... und wir wollen an dieser Stelle auch nicht vergessen, dass zunehmend mehr Menschen mit Arbeit und in Selbstständigkeit auch einer "Alimentierung" bedürfen... man kann diese Fakten natürlich auch einfach ausblenden und sich hinstellen und sagen, dass eben 1/3 der Bevölkerung Versager sein müssen... = selbst schuld! Klappe drauf - Affe tot. Wenn´s hilft - bitteschön - ich bin zwar nicht so hart, wie Milli, aber auch ich verliere irgendwann meinen Gleichmut, wenn die Wahrheit einfach nicht gesehen werden will.


    Letztlich hat jeder Staat seinen Prozentsatz an potentiellen Versagern, Hilfebedürftigen, kranken und Behinderten oder zu alten Menschen - und btw. es war nie ein Problem, diese Bevölkerungsgruppen zu versorgen, darüber wurde auch gar nicht groß gesprochen... Warum dann jetzt? Ganz einfach, weil sich diese Gruppe vermehrt... und sie vermehrt sich nicht, weil wie von Zauberhand das Versagerpotential gestiegen ist, sondern weil es zu wenig Arbeit gibt. Wir haben zur Zeit ca. eine halbe Millionen offener Stellen und 8 Millionen Menschen, die sich dahin kämpfen sollen... Klasse... und was ist mit dem Rest?


    ... der Mittelstand - also diejenigen, die nicht alimentiert werden (aber auch nicht genügend Geld zum Absetzen/Verweigern etc. haben), legt Geld zurück für schlechte Zeiten, verweigert in weiser Voraussicht jeden halbwegs überflüssigen Konsum und buckelt bei seinem Arbeitgeber... man weiß ja schließlich, dass da draußen eben nicht nur Versager herumdümpeln, die die gleiche Arbeit zum Sozialhilfesatz gefälligst zu verrichten haben, weil ansonsten das "Heinsohn-Konzept" bereits jetzt schon greift. Das diszipliniert natürlich...


    Zitat

    auf die idee, selbst etwas dazu beizutragen, etwas zu versuchen, zu wagen, kommen sie natürlich nicht. wieso auch. zur zeit reicht in d ja die anspruchshaltung und die mitteilung, dass das alles noch nicht reicht. noch rennt jeder um die "bedürftigen" zu speisen.


    Zu einfach... als Nobody bist du nicht kreditwürdig - zudem jeder weiß, dass die IT-Branche wie auch der Ebay-Bauchladen - finanziell-auskömmlich betrachtet - abgewirtschaftet haben... da scheitert demzufolge schon der Business-Plan, es sei denn man möchte Angestellte der Kreditanstalt für Wiederaufbau zum Lachen bringen, wo die doch auch nichts zum Lachen haben... sonst... und was Heinsohn eben auch verkennt - wir leben nicht in den USA, in der es ja nicht einmal eine Meldepflicht gibt und jeder mit seinem Wohnwagen überall mal eben einen Verkaufsstand einrichten kann... wir leben in Deutschland... bevor der erste Euro verdient ist, halten schon zig Institutionen die Hand auf, ohne etwas dafür zu tun... und wenn es nach einem Jahr nicht läuft, kommt das Finanzamt und macht dir den Laden mal eben zu - von wegen hobbyistische Tätigkeit und so...


    Aber... um noch einmal auf das Gefahrenpotential der Idee á la Heinsohn zurückzukommen... die Kriminalitätsrate in den USA steht in keinem Verhältnis zu den dort fälligen, recht heftigen Strafen... Ob das wohl mit der Not der Menschen zu tun hat? Wem das nicht reicht, kann ja mal den Blick nach Südafrika richten... die Reichen zäunen sich ein - und sie tun das, weil sie wissen, dass letztlich sie den Karren an die Wand gefahren haben.


    Nun könnte man aus den Erfahrungen anderer Staaten ja lernen - aber nicht doch... wir machen alles nach, seit wir die ersten Nylons und den Kaugummi willfährig entgegennahmen... denn wir sind ja besser... sind wir doch, oder?

    Und für Riester und ähnliche "Fürsorgeprojekte" macht sich, immer und immer wieder, die (Salon)Linke stark!


    -> Einsprüche?


    ... wie könntest du sie, also die Einsprüche lesen, wenn du jeden auf Ignore setzt, der dir widerspricht ?)


    Und nö... ich glaube nun wirklich nicht, das linke (oder "Sozialisten", wie du sie verstehst = wie eigentlich?), extreme Freunde von Riesterprodukten sind... :hae: Das "gemeine" Volk kann sich die Aliaskonstruktion einer ehemals regulären Rente ohnehin nicht leisten...


    Was sind überhaupt "Salonlinke" - und worüber reden wir hier? Über die Theorien Heinsohns (und da hat es ja nun ein paar mehr von :wacko: ), darüber - wie sich einige - eher nicht linke Politiker (Mehrheitsverhältnisse Bundestag und Bundesrat) eventuell schnell an krude Ideen = á la "schnelle Lösung" á la Heinsohn anschmiegen...?


    ... oder reden wir darüber, wie das gar nicht so kleine und längst nicht nur linke Bevölkerungsteile finden müssen, die "Alternativangebote" = ARBEIT vermissen... Und wenn wir schon einmal dabei sind... klar wird der "Mittelstand" die propagierte Lösung kurzsichtig begrüßen - es wurde ja nun lange darauf hin gearbeitet, mit asozialen, verschlampten Hausfrauen, die über Monate im TV präsentiert worden sind (und die dafür - ganz kapitalistisch - Geld bekommen haben)... der Boden ist doch längst bereitet... Die wirklich Betroffenen haben es irgendwann aufgegeben solche "Dokumentationen" überhaupt näher zu beleuchten...


    Nur verschweigt man euch die Folgen... oder ihr wollt sie nicht sehen... Sicher, für die Kinder des abgehängten Prekariats ist gesorgt - die Jugendämter reiten ja nun schon ein, wenn Alleinerziehend + arbeitslos als Status vorliegt... und nimmt die Kinder raus - für die dann der Staat (ach Nein, den gibt es ja nicht = Tschuldigung), also die Steuerzahler mit 5000 Euro monatlich für die Kinderheime pro Kind sorgen...


    ...man zettelt aber bescheuerte Alias-Diskussionen an und meint 215 bis 278 Euro pro Monat pro "prekarisiertes" Kind seien eine zu hohe Belastung für die Steuerzahler; gleichzeitig kommt man mit der Kindertagesbetreuung nicht in die Füße (dabei kostet diese deutlich weniger als die favorisierten Heimaufenthalte), nimmt also faktisch die Möglichkeit zur flexiblen Arbeitssuche, also der "Einnahme" der ohnehin nur noch in geringer Anzahl vorhandenen Arbeitsplätze... Der Rest wird über komplizierte Antragsprozedere geregelt, die jeden Menschen mit gesundem Menschenverstand in die Verzweiflung treiben müssen... da bewirbt es sich eben nicht mal eben von Schleswig nach Stuttgart bzw. der Job ist weg, bevor man den Umzug geregelt hat.


    ... dann schiebt man die Betroffenen in Ghettos - also dorthin, wo die Wohnungen "angemessen" sind, es gibt bereits wohnortnahen Schulzwang für die ersten Grundschulklassen, und wundert sich, dass bei einem Ausländeranteil von 80 % in diesen Klassen, die Kernbildung flöten geht... und klar - Mama oder Papa, die tagsüber "ehrenamtlicher" Ein-Euro-Betätigung nachgehen (weil ja das das ist, was man dem Steuerzahler präsentieren möchte, der da oftmals spricht... "das Gesocks lebt von meinem Geld, die sollen gefälligst arbeiten"), sind sowieso zu doof, ihren Kindern Förderung in Mathe und Deutsch zu verpassen... Da kann ja nichts Gutes bei herauskommen... Gott erhalte mir meine Vorurteile + schnelle "geistige" Befriedigung... Ach ja... und wenn die Eltern es versuchten, dann nimmt man ihnen die Kinder auch weg... passt halt - und was nicht passt, wird passend gemacht... ein paar Kühlschrank-Kevin-Bilder richten auch hier die Volksmeinung... wird schon alles seine Richtigkeit haben.


    Was zur Gänze fehlt, ist der Respekt denen gegenüber, die in diesen widrigen Zeiten, dazu noch unter mehr als üblen Bedingungen Kinder großziehen und das im Großen und Ganzen ganz gut vollziehen und zwar mehrheitlich... Die Versäumnisse der Schule - btw. wir haben in Deutschland einen Schulgebäudeanwesenheitszwang, werden schon gar nicht mehr beleuchtet - auch das hat man sehr gut "verkauft" in den letzten beiden Jahrzehnten... brauchte früher jemand "Förderunterreicht" oder Extremformen von Nachhilfe? Nein... das hat alles so funktioniert... aber da war der Anspruch auch ein anderer... die "Welt" brauchte Handwerker, einfache Angestellte, Dienstleister, wie Friseure, hat sie mit teils nur Hauptschulabschluss bereitwillig ausgebildet und übrigens sogar nach der Ausbildung übernommen...


    Heute geht doch unterhalb solcher künstlich akademisierter Berufe wie "Key-Account-Manager" gar nichts, das Prekariat hat sich längst zur Friseurin nebenan gleichsam verschoben... die für 12 Euro (von denen sie 4-6 Euro brutto sieht) von Strähnchen bis zum Pagenkopf alles Gewünschte in Akkordzeit produziert... und den Ausbildungsplatz ohne ihren erweiterten Realschulabschluss mit zwei Fremdsprachen inkl. übrigens gar nicht erhalten hätte... inzwischen im 4. Jahr ihres Berufslebens im 3. Discountsalon befristet und prekär arbeitet... und das ist auch nur ein Beispiel...


    Aufstockerin ist sie auch noch - zusammen mit ihrem Gatten... KfZ-Mechatroniker... aber erst seit das Kind da ist - vorher hat es gereicht... btw. Früher - und so lange ist das noch nicht her - konnte so ein Beispielpaar mit einem Kind locker von seinem Gehalt allein leben und damit es für Auto und Urlaub reicht, hat sie halt auf 624 DM-Basis ein bisschen dazugejobbt... damit ihnen die ArGe nicht im Nacken sitzt, sind sie in das Sowieso-Viertel in Bla-Blubb-Stadt gezogen, das Kind geht dort zur Schule, ist miesen Außeneinflüssen ausgesetzt - aber was schreibe ich hier - das Kind hätte ja gar nicht erst geboren werden dürfen... dabei ist die krude Rechnung mit Elterngeld und Co - zur Aktivierung der Akademiker-Eltern nicht wirklich aufgegangen... die wollen nämlich immer noch nicht für Nachwuchs sorgen, weil sie Rechtsanwältin genau weiß, sie kommt nicht in ihren Job zurück und das Elterngeld unterliegt ja ohnehin dem sog. "Progressionsvorbehalt"... lohnt also nicht.


    Also werden künftig noch weniger Kinder geboren - und somit - und hier schließt sich der Kreis... noch mehr "Riesterformen" dringend benötigt, damit uns in 2030 nicht die ganze Sch*** um die Ohren fliegt, wenn die Mehrheit der Wähler Ü 60 ist... Klasse... aber - ob nun liberal, Mitte-rosa-sozial, grün-konservativ oder rot-rot... man arbeitet eben nur für 4 Jahre, dann sind andere dran - sollen die es doch richten... und damit das funktioniert und das Wahlvieh (egal aus welcher Schicht) die Fr**** hält, wird halt medial inszeniert, demagogisiert usw., bis der Arzt kommt.


    ... die da unten - und macht euch nichts vor - ihr gehört längst dazu! - werden sich schon selbst gegenseitig zerfleischen...

    Puh... ich habe den Kommentar von Herrn Heinsohn gelesen - und sorry - für mich geht das, was er schreibt - gar nicht... er argumentiert, dass bei fehlender Alimentierung eventuell nur noch 2 % des abgehängten Prekariats für Nachwuchs sorgen.. vielleicht hat er recht - aber die Rechnung mit der restlichen Bevölkerung die dann fehlenden 18 % Kinder zu generieren, geht eben nicht auf. Gerade Frauen aus dem sog. Mittelstand warten heute schon viel zu lange mit dem ersten (und auch meist einzigen Kind); ohne gutverdienenen Partner bei der derzeitigen Betreuungssituation bedeutet ein Kind immer noch - wenn auch nicht gleich Hartz IV - so doch beruflichen Einbruch, Karriereknick, 2-3 Jahre Pause im Beruf...


    ...wenn es schlecht kommt, landen Frauen, die ja nun Mütter sind aus dem Arbeitsumfeld direkt in Hartz IV und zwar übergangslos - ohne Mutterschaftsgeld vom Arbeitgeber - zunehmende Befristungen (soll ja lt. von der Leyen noch weiter ausgebaut werden - Teilzeit- und Befristungsgesetz), schaffen schon einmal gar keine sichere Lebensplanung, die es für Familienplanung dringend braucht.


    ... und wenn wir gerade bei dem Thema sind - Befristung der Alimentierung - ohne Arbeitsplätze für derzeit insgesamt 7-8 Millionen Menschen zu schaffen, dürfte eher in Bürgerkriegsähnliche Zustände münden... und wenn man sich die anderen Projekte, Forschungen und Verlautbarungen von Heinsohn zu Gemüte führt - z.B. dies hier: http://www.raphael-lemkin.org/?page_id=14 oder auch das: http://www.fr-online.de/_em_cm…atur/&em_ivw=fr_literatur (alles Weitere bitte selbst ergooglen), dann ahnt man schon eher, wohin die Reise geht... das mag im Moment schlecht für die Hartz IV-Bezieher sein, das wird aber nicht so bleiben, denn Menschen, die nicht versorgt werden und zwar weder mit Arbeit noch mit dem entgangenen Geld aus nicht vorhandener Arbeit, die sind vogelfrei - und ich glaube, so eine Gesellschaft möchte schlussendlich niemand:
    http://ad-sinistram.blogspot.c…hen-wird-abgeschafft.html

    Liebesentzug halte ich für wesentlich grausamer


    5- 15 Minuten in´s eigene Zimmer gehen zum Nachdenken ist Liebesentzug? Nicht wirklich - mein Sohn, weiß, dass ich ihn lieb habe, aber er soll auch wissen, wann unerwünschtes Verhalten eben Konsequenzen hat; ansonsten bitte ich dich alle meine Beiträge hierzu in diesem Thread zu lesen; so - mit einem einzelnen Satz kannst du dir kein komplettes Bild machen. Der Gang in das Zimmer ist ein absolutes Stopp-Schild und ja - ich denke, Eltern sollten das Stoppschild schon hochhalten, wenn es nötig ist, weil ein Kind sonst nicht lernt, die Grenzen anderer Menschen zu beachten.


    Wenn mein Sohn aus seinem Zimmer kommt, sagt er mir von sich aus, was er falsch gemacht hat, dann sprechen wir darüber und knuddeln.


    ... und was Körperstrafen angeht, gegen die ich bin - die aber auch hierzulande verboten sind (!) - wie sollte ein Kind lernen, anders - also gewaltfrei - zu reagieren, wenn es selbst mit Gewalt aufwächst?