Den Überblick, über das was man bereits hat, sollte man schon behalten. Ob man da jetzt aber ein solches System für braucht muss jeder für sich entscheiden.
Ich habe eine Excel-Tabelle in die ich jeden Einkauf eintrage (das ist immer eine Sache weniger Minuten) und die ich nach Verfalldatum markiere.
Was im gleichen Jahr abläuft hat eine rote Markierung, was nächstes Jahr abläuft eine gelbe und alles was länger hält eine grüne.
So hat man mit relativ wenig Aufwand einen Gesamtüberblick (der, wenn man immer nur Einkauft und das Regal voll stopft, schon mal verloren gehen kann).
Worauf man aufpassen muss sind die (wie Weltpräsident es beschrieb) "nutzlosen" Dinge für den Geschmack. Man darf nicht unterschätzen wie sich das, gerade in einer Krisensituation, auf die Moral auswirken kann.
Ich habe früher, vor allem bei Konserven, den Fehler gemacht hauptsächlich nach Preis ein zu kaufen. Mache ich inzwischen nicht mehr, es kommen nur noch Sachen in den Vorrat die ich mir auch so kaufen würde.
Wenn man mal (aus welchen Gründen auch immer) für 10 Tage die Wohnung nicht verlassen kann, noch Leute dabei hat die mit dieser Situation an sich schon psychisch überfordert sind und dann noch Zeug essen muss das besch... eiden schmeckt, das ist gar nicht gut.
Mit dem Essen steht und fällt die Moral, nicht umsonst heisst es z.B. auf U-Booten das der Koch gleich nach dem Kapitän der wichtigste Mann ist.
Wer mal über längere Zeit hauptsächlich Reis, Nudeln und Kartoffeln essen muss, wird irgendwann selbst die Maggi Instant-Soße zu schätzen wissen.
Wo ich drauf verzichten würde ist Zucker, vor allem wenn man nicht wie sonst gewohnt Zahnpflege betreiben kann.
Zucker macht nachweislich die Zähne kaputt und Zahnschmerzen sind schon so schlimm genug, in einer Ausnahmesituation sicher das letzte was man braucht.
Was man zu den Vorräten nicht vergessen darf ist weitere Ausrüstung wie Taschenlampen, Lithiumbatterien (die lassen sich länger lagern und ertragen Kälte besser als normale Batterien), ein Radio, Kerzen bzw. Teelichter (aber hier peinlichst auf den Brandschutz achten) und Schmerzmittel (neben Medikamenten die man vielleicht ohnehin braucht).
Und zwar ein gut verträgliches, dass nicht auf den Magen geht (z.B. Paracetamol).
Wer nach einer OP oder ähnlichem ein starkes, verschreibungspflichtiges Schmerzmittel bekam, sollte die Reste nicht entsorgen, sondern ebenfalls dem Vorrat beifügen.
Frage am Rande: Wie viele Vitamine sind eigentlich noch in Dosenobst?