Beiträge von blackpearl

    Klein,

    Dachte ich bisher auch immer. Nur muss ich jetzt feststellen, dass mein 30l Daypack schon bei Minimalausstattung fast aus allen Nähten platzt.
    Dazu kommt, dass man die Ausrüstung penibelst zusammen falten muss und außerdem den schwarzen Gürtel in Tetris braucht, um da alles rein zu kriegen.


    Daher aus meiner Sicht ein großer Rucksack. ABER: Er darf nicht dazu verleiten zu viel ein zu packen. Das Gepäck muss leicht bleiben!
    Der Vorteil des großen Rucksacks besteht darin, dass ich meine Sachen auch mal schnell wild durcheinander da rein schmeissen kann, wenn ich zügig einpacken muss.

    Bei Schlafsäcken muss auch bedacht werden, das der vom Hersteller angegebene "Extrembereich" (z.B. "-25°C) die Temperatur ist, bei der man noch eine Nacht überleben kann. An Schlaf ist da aber nicht mehr zu denken.


    Wer übrigens eine Schlafsackhülle sucht: Hüllen aus Gore-Tex kosten schnell mal einiges über 100 Euro.


    Bei ASMC gibt es aktuell die Gore-Tex Hülle der US Army neuwertig für 69,99 €. Leider nur in woodland-tarn, aber bei dem Preis habe ich mir eine bestellt, in der Hoffnung das sie für meinen Schlafsack passt. Wenn sie da ist, stell ich mal die Abmessungen hier rein.


    http://www.asmc.de/de/Camping/…woodland-neuwertig-p.html



    Bezüglich Poncholiner: Habe letzte Nacht mal den Test gemacht bei gekipptem Fenster nur mit T-Shirt und einer dünnen Jogginghose mit einem Liner als Decke zu schlafen. War bei gemessenen 8°C im Zimmer grenzwertig, wobei der Liner dafür auch nicht gemacht ist, bzw. als Decke gedacht ist, wenn man dickere Klamotten trägt.
    Es dauert eine Weile bis sich die Luftschicht unter dem Liner erwärmt, aber wenn es mal warm ist, dann hält die wärme auch - so lange man eingewickelt bleibt und sich im Schlaf nicht aufdeckt.
    Alles in allem ein Notbehelf (bei sehr geringem Gewicht und etwa 30% des Packmaßes, dass ein Sommerschlafsack hat, aber nach wie vor eine Alternative für mich), bei dem man aber eine gute Isomatte und dickere Kleidung braucht, um in kühlen Nächten schlafen zu können.

    Dei pudrige Schicht ist harmlos und wurde aufgetragen, damit der Poncho bei längerer Lagezeit nicht verklebt (wenn noch viele andere Ponchos auf ihm drauf liegen).


    Bei gebrauchten Militärsachen darf man manchmal nicht zimperlich sein. Ab in den Garten und mit dem Schlauch drauf halten sollte möglich sein, daher nicht im Winter bestellen :D


    Manche Sachen kriegt man leider nur noch gebraucht, wie den Poncho zum Beispiel.



    Hier mal ein Video zum Tarp


    [tube]

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    [/tube]

    Krise muss nicht unbedingt bedeuten, dass GPS nicht mehr funktioniert. Wenn man in der Region um den Wohnort unterwegs ist, reichen Karte und Kompas, aber wer irgendwann irgendwo sein Auto stehen lassen muss, der wird kaum gutes Kartenmaterial dieser Gegend haben (der ADAC Autoatlas hilft da nicht viel).


    Es macht einen Unterschied, ob man sich mal kurz mit dem Auto verfährt, oder in einer Krise mehrere Kilometer falsch läuft und dann umkehren muss oder einen riesen Umweg läuft.


    Ein Fernglas halte ich für nicht verkehrt, es schadet sicher nicht wenn man mal ein Ortschild oder einen Wegweise lesen kann, ohne sich direkt davor stellen zu müssen.


    Aber das ist dann Luxus. Pflicht ist Nahrung und Wasser (oder die Möglichkeit das zu beschaffen/auf zu bereiten) sowie Wärme und Wetterschutz (Klamotten, Decke/Schlafsack, Feuer machen usw.)


    Fernglas, GPS usw. ist dann nice to have.

    Ein Wohnwagen ist m.E. sehr gefährdet gegenüber Diebstahl und Vadnalismus. Von Überfällen während einer Krise ganz zu schweigen. Nähere Gedanken habe ich mir darüber noch nicht gemacht.


    Ich hatte ja geschrieben, dass ich für solche Szenarien nichts von Tarnklamotten halte. Für die Unterkunft gilt das nicht! Die würde ich so wählen das sie unbewohnt/unbewohnbar aussieht oder wirklich "unsichtbar" ist. Bei einem Zelt geht das, mit dem Wohnwagen wird es schwierig.


    Wer einen Schlafsack für den Gebrauch in Gebäuden (kalt, aber windgeschützt und einigermaßen trocken) sucht, wird aktuell bei Raer fündig:


    http://www.raeer.com/shopexd.asp?page=&id=14463?var=00000




    Wobei ich vor einer Bestellung nachfragen würde ob der wirklich "A", also neu ist. Wenn, dann ist das ein guter Preis.


    Man muss aber ganz klar sagen, dass auch dieser Schlafsack der alten Doktrin des kalten Krieges entspricht, wonach Schütze Ar.... hauptsächlich in Bunkern oder Turnhallen pennt und nur selten wirklich im Freien.


    Es ist ein Sommerschlafsack, bzw. einer für den Winter in Wohnungen ohne Heizung (wenn man im Bett liegt und vielleicht noch zusätzlich Decken hat).

    Thema Regenbekleidung: Man hat hier die Wahl zwischen Poncho und Überbekleidung (Jacke/Hose), wobei ich persönlich den Poncho vorziehe.


    In Überbekleidung die nicht atmungsaktiv ist, wird man von innen und von aussen nass und selbst bei Hosen und Jacken mit Membrane habe ich noch nichts gefunden, das mich wirklich überzeugt.


    Ein Poncho ist preiswert, angenehm zu tragen und man kann ihn auch als Schlafunterlage nehmen. Obwohl der relativ schwer ist, finde ich den alten olivgrünen Bundeswehrponcho am besten. Absolut dicht, geräuscharm, mit vernünftigem Schnitt und sehr robust (im Gegensatz zum aktuellen BW-Poncho).
    er ist außerdem groß genug, um ihn auch über einem Rucksack tragen zu können.


    Man schwitzt zwar auch, aber die Luft unter dem Poncho zirkuliert besser als bei einer Überjacke.



    Was ich für Wanderungen im Regen sehr empfehlen kann sind übrigens Gamaschen. Mit denen bleiben auch bei starkem Regen die Füsse länger trocken (und ich habe bisher keine Trekkingschuhe gehabt, die wirklich über Stunden dicht hielten - auch nicht von Lowa oder Meindl).


    Was in manchen Foren empfohlen wird ist der schweizer Armeeponcho. Den gibt es zwar (wie auch den von der Bundeswehr) für wenige Euros im Internet und er ist auch schön leicht und wasserdicht, aber m.E. völlig unpassend geschnitten und einen Rucksack kriegt man auch nicht mit drunter.


    Das schweizer "Tarnmuster" tarnt auch nicht wirklich, es sei denn es ist Herbst oder der Wald brennt.

    Dem Thema Fluchtgepäck habe ich mich gewidmet, als meine Vorbereitungen für zu Hause abgeschlossen waren. In den eigenen Vier Wänden lässt es sich, selbst bei Stromausfall oder halb eingestürzter Bude immer noch besser leben als draussen.


    Aber man muss mit Situationen rechnen, in denen man die "sichere Burg" verlassen muss, und wenn man noch so gut vorbereitet ist.
    Daher kam mir die Idee mit dem "Fluchtrucksack light", der das Leben in Notunterkünften zumindest angenehmer macht (siehe den Erfahrungsbericht über das Hochwasser).


    Die dritte Stufe, an der ich momentan arbeite, ist der "Fluchtgepäck schwer", dass (je nach Jahreszeit) für ein mehrwöchiges Überleben abseits der Zivilisation dienen soll (eine Variante nur für zu Fuss und eine Variante für eine Reise im PKW). Wobei ich mich nicht der Ilussion hin gebe, mit Frau und kleiner Tochter wochenlang (oder gar für Monate) im Wald leben zu können. Jedenfalls nicht ohne das über kurz oder lang massive gesundheitliche Probleme auftreten.
    Die letzte Stufe wäre dann der Alptraum, sich alleine durchschlagen zu müssen, weil man nur noch alleine ist.
    Da sind dann alerdings auch Ausrüstungsgegenstände dabei, über die ich hier nicht schreiben möchte.

    Ein Poncholiner ist eine sehr leichte, dünne Kunstfaserdecke, die für ihre geringe Materialstärke aber gut wärmt und vor allem schnell trocknet, wenn sie mal nass wird.


    Am TARP scheiden sich die Geister. Nachteile hat es ganz klar bei Regen mit böigem Wind aus wechselnden Richtungen.
    Die Wahl des Lagerplatzes ist wesentlich wichiger als beim Zelt. Ich stelle heute Abend mal ein paar Videos rein.


    Was mir beim TARP gefällt sind die vielen möglichen Varianten die man aufbauen kann. Drei Tage Regenwetter in einem Zelt, in dem man gerade mal so sitzen oder liegen kann sind schrecklich.
    Ein TARP kann ich auch als Hochdach aufbauen, es ist besser durchlüftet (kaum Schwitzwasser an der Innenseite) und ich kann die Umgebung besser beobachten.


    Das Sicherheitsgefühl, welches ein Zelt bietet, ist in unseren Breitengraden eher subjektiv. In Gegenden mit wirklich gefährlichen Tieren ist das was anderes, aber bei uns... ich hatte da bisher keine Probleme und früher war ich oft mit Zelt oder TARP unterwegs

    übernachtung im freien - genügt da ein poncho ?


    Hängt stark vom Wetter und dem persönlichen Kälteempfinden ab. Am besten man probiert es selbst mal aus. Wer keine Garten hat, kann es auch gut auf dem Balkon oder in der Wohnung bei offenen Fenstern testen.


    Zu meiner BW-Zeit hatten wir noch den alten Schlafsack mit Ärmeln. Der war m.W. ursprünglich nur dafür ausgelegt in Gebäuden zu übernachten. Manche haben sich im Biwak den Ar... abgefroren, für andere war es kein Problem.


    Es hängt auch extrem von der Wahl des Lagerplatzes und Untergundes ab. Die meiste Wärme geht über den Boden verloren, auch weil da Schlafsack oder Decke naturgemäß zusammen gedrückt werden, und sich kein isolierendes Luftpolster bilden kann.

    Die Frage klingt nach Ausrüstung für unterwegs.


    Zitat

    Was noch?



    Ein guter Rucksack (als low budget variante ein gebrauchter PLCE der britischen Armee).
    Eine Isomatte (für den Sommer reicht die Faltmatte der BW).
    Ein Zelt oder ein TARP, wobei ich eher ein Fan des TARP bin.
    Ein Poncholiner oder ein Schlafsack (je nach Jahreszeit)
    Etwas zum Feuer machen.
    Klamotten (Hut oder Mütze nicht vergessen)

    Es ist schade, wie jetzt auch dieses interessante und wichgtige Thema wieder komplett zugemüllt wird.
    Meine Ignoreliste hat hier im GSF inzwischen einen Umfang erreicht, mit dem ich bei meiner Anmeldung hier nie gerechnet hätte.


    Übrigens ist es in der Tat richtig, dass es vor allem Frauen sind, die sich (schon als Mädchen) für Pferde interessieren. Das hat einen sexualpsychologischen Hintergrund.
    So wie auch Emanzen durch das pathologische Aufkochen im Grunde nicht vorhandener Probleme oft ihre eigene sexuelle Frustration kompensieren müssen - wofür sie natürlich wieder den Männern die Schuld geben.
    Frau Schwarzer ist da so ein Beispiel, ich denke der hat einfach im richtigen Moment der passende Kerl gefehlt.

    Was soll eigentlich dieses ständige "hüstel" und der ganze "innen"-Quatsch, der hier im Forum langsam Einzug hält?
    Das Frauen die besseren Menschen sind wissen wir doch längst, hat man uns in den letzten 30 Jahren erfolgreich ins Hirn gewaschen.


    Die besten Beispiele sind ja Merkel, Roth und Künast [smilie_happy]


    Ich denke der Einwand mit den Pferden geht in die Richtung, das der Mob die Tiere längst aufgefressen haben wird, bevor ihm einfällt, dass er sie auch mal anderweitig brauchen könnte. Da spielt dann die gleiche Intelligenz mit rein, die auch dafür Verantwortlich ist das in Drittweltländern erst einmal im Wasserloch mit viel Shampoo die Haare gewaschen werden, man dann noch mal kräftig rein scheisst und anschließend den Wasserkanister füllt um Trinkwasser in die Hütten zu tragen.
    Das soll kein Drittweltbashing sein, hier werden viele genau so blöd sein.



    Zitat

    sollten möglichst in Minitascherl an Wade, Bauch, Brust UNTER der Kleidung getragen werden...gegen Diebstahl.


    Diebstahl heisst in einem Crashzenario Raub - und da ist es relativ egal wo man das Zeug trägt.
    Trotzdem macht es durchaus Sinn, sein Equipment über den Körper verteilt zu tragen.


    Stichtwort SMOCK! Eine groß geschnittene, parkaähnliche Jacke mit übergroßen Taschen (auch Rückentaschen), in denen man Decken, Poncholiner usw. unterbringen kann.
    Getreu dem alten (Infanteristen)Grundsatz "Kämpfen vom Koppel, leben aus dem Rucksack, ÜBERLEBEN aus der Jacke (und Hose).


    Wobei ich in Krisenszenarien allgemein auf Kleidung in Tarnfarben verzichten würde. Viele Smocks gibt es auch in unauffälligerem grün, braun, schwarz oder beige.

    Es müssen gar nicht immer Atomkraftwerke in die Luft fliegen. 2002, beim Muldehochwasser, lag die Vorwarnzeit für die Flutwelle in einigen Gemeinden bei wenigen Minuten.
    Ich habe im Forum Waffen-Online den Erlebnisbericht eines Feuerwehrmanns gefunden, der als Katastrophenhelfer eingesetzt war. Aufgrund dieser Erfahrung habe ich schon vor Jahren für jedes Familienmitglied einen Fluchtrucksack erstellt, der weniger Hardcore-Survivalkram enthält, sondern eher ganz banale Dinge wie Wäsche, je einen Poncholiner (warme Decke aus Kunstfaser, die aus dem Militärbereich stammt), Hygieneartikel und etwas Bargeld.


    Der Survivalbereich bei WO ist nur für angemeldete Benutzer zugänglich, aber so wie ich die Jungs von WO kenne, haben die nichts dagegen wenn ich den Bericht als Zitat rein stelle. Einige Passagen wurden von mit hervor gehoben:



    Geschrieben von "chief wiggum" auf Waffen-Online.de

    Die Wasserversorgung für Unterwegs ist ein Problem, wobei das in unseren Breitengraden nicht ganz so schlimm ist. Bin viel in der Natur unterwegs und Wasser findet man eigentlich immer irgendwie, nur natürlich nicht immer in trinkbarem Zustand. Aber Brennmaterial zum Abkochen ist auch kein Problem und die Filter wurden ja schon angesprochen.


    Wasser in größeren Mengen mitnehmen empfiehlt sich wegen des Gewichts m.E. nicht, es sei denn man ist sehr gut trainiert und hat eine gute Tragemöglichkeit.


    Was die Wasserflaschen angeht, gibt es ja die Methode der Wasserentkeimung durch Sonnenlicht in PVC Flaschen. Unter Laborbedingungen funktioniert das ausgezeichnet (wird von der WHO auch empfohlen), ein Feldversuch in Bolivien brachte hinsichtlich der Wirksamkeit aber keine eindeutige Klarheit:


    http://idw-online.de/pages/de/news330238


    Wobei durchaus sein kann das die Bolivianer schlicht zu blöd waren und das Wasser nicht lange genug der UV Strahlung ausgesetzt haben.


    Was ein Fluchtgepäck für zu Fuss angeht würde ich auch nicht über 10 kg gehen. Nach einigen Tagen auf den Beinen wiegt jedes Kilo irgendwann gefühlt das doppelte.
    Gute Schuhe und ein guter Rucksack (mit breitem Hüftgurt!) sind dabei das A und O.

    Bei der AKW Dichte in Europa ist es sicher nicht verkehrt, sich mal Gedanken um Fluchtziele in verschiedene Himmelsrichtungen zu machen aber wegen Japan...


    Ich bin mal gespannt wie viele Leute sich jetzt mit Jodtabletten eine Überdosis verpassen und wie viele der neuen Nuklearspezialisten mit ihren bei Conrad gekauften Billiggeräten irgend einen Scheiss zusammen messen und dann wegen nichts und wieder nichts Alarm schlagen.

    Ich bin bezüglich E10 momentan sehr gespalten und die ganze Debatte zeigt mal wieder, dass man KEINER Seite mehr glauben kann.


    Auf die Panikmache bezüglich möglicher Schäden bin ich zuerst auch rein gefallen. Die Industrie behauptet, es gäbe keine Langzeiterfahrung mit E10.
    Das ist gelogen, in den USA ist E10 offenbar schon seit Jahren standard, ebenso in Skandinavien. Da fahren die Autos (auch deutsche) rum ohne kaputt zu gehen. Und ich denke nicht das die für den Weltmarkt produzierenden Firmen bei allen Teilen, die mit Kraftstoff in Berührung kommen, zweigleisig fahren.


    Die Politik lügt natürlich, wenn sie behauptet das E10 dem Klimaschutz dient. Den wahren Grund für E10 (und wohl noch kommende schrittweise Erhöhungen auf E15 usw.) will man wohl aus politischen Gründen nicht nennen: Etwas mehr unabhängigkeit von Erdöl, das wir zum Teil aus instabilen, uns feindlich gesonnenen Staaten importieren müssen.
    Nur sollte man das dann auch sagen anstatt die Leute vonwegen Klima zu verarschen. Die merken inzwischen nämlich meistens, wann sie belogen werden.


    Die zweite Interessengruppe ist natürlich die Mineralölmafia, die momentan das Geschäft ihres Lebens macht, mit gegenwärtig offenbar über 70% Superplus-Anteil am verkauften Benzin.
    Außerdem weiss man in den Chefetagen von ARAL, Shell und Co. jetzt, dass die Autofahrer auch noch tanken wenn der Liter Sprit 1,65 kostet. Feldversuch gelungen.


    Und jetzt meldet sich noch die Autoindustrie zu wort und will die Ölwechselintervalle verkürzen :whistling:


    Unter diesen Gesichtspunkten kann ich nicht sagen, ob es wirklich klug ist E10 zu boykottieren.


    Momentan tendiere ich dazu, dass die Industrie ein von der Politik (wie gewohnt) handwerklich äußerst schlecht gemachtes Projekt mit einer äußerst geschickten Kampagne zum eigenen Vorteil torpediert.
    Woran man sieht, dass die in ihren Marketingabteilungen weit bessere Leute haben als wir im Bundestag.


    Wirklich klar ist für mich momentan nur eins: Das Vertrauen der Verbraucher in Politik und Industrie liegt bei 0 (in Worten: Null), wobei diese sich daran gar nicht groß zu stören scheinen.
    Könnte irgendwann ein böses Erwachen geben, wenn das Maß voll ist. Und beim Deutschen Michel hört der Spass bekanntlich beim Auto auf.

    Röttgen kann als Umweltminister im Grunde nichts für E10. Die Suppe verdanken wir der EU und angestoßen wurde das Projekt, wenn ich mich richtig erinnere, von der damaligen schwarz-roten Regierung mit einem Umweltminister Sigmar Gabriel.


    Kein Wunder, dass aus der Ecke zu diesem Thema nichts kommt (wo rot-grün doch sonst jede noch so kleine Gelegenheit nutzen, um der Regierungskoalition ans Bein zu pinkeln).


    Wie dem auch sei. Die seit einiger Zeit gültige Prämisse, den Schaden für das Deutsche Volk zu mehren und seinen Lobbygruppen zu dienen, hat die Politik so oder so wieder einmal erfüllt :thumbup:


    Aber ist ja auch nicht schwer, bei dieser Bevölkerung. In Mannheim (kurpfälzische Provinzstadt) haben an diesem Wochenende 300.000 Menschen einen Karnevalsumzug besucht. Wie viele sind noch mal gegen den Euro, die Bankenrettung oder E10 auf die Straße gegangen?

    Wasser im Öl dürfte doch sehr schnell verdunsten (ausser bei extremen Kurzstreckenbetrieb). Probleme mit Ölverdünnung hat man doch eher bei Dieselfahrzeugen, wenn dort Kraftstoff ins Öl kommt!?


    Wobei irgendwo klar ist, dass an der Verunsicherung wegen des E10 Sprits jetzt alle möglichen Lobbygruppen mitverdienen wollen.

    Ich denke nicht das der Teutone mir E10 überfordert ist - im Gegenteil. Die Tatsache, dass diese minderwertige Plörre nicht getankt wird (obwohl es die meisten Fahrzeuge angeblich vertragen) macht doch Hoffnung darauf, dass die Masse nicht totalverblödet ist.
    Erstens steigt bei E10 der Verbrauch (was den Mehrpreis von Superplus zumindest teilweise wieder wett macht) und zweites wäre es ja nicht das erste Mal, dass es dann doch "unvorhersehbare technische Probleme" mit dem E10 gibt. Wenn dann nicht gleich etwas kaputt geht, sondern erst nach x tausend km... "konnte ja keiner wissen" und schwupps verdienen nicht nur Gierstaat und Mineralölindustrie, sondern auch Werkstätten und Ersatzteilindustrie kräftig mit.