Unrealistische Erwartungen bezüglich Hausverkäufen sehe ich hier am Ort sowohl auf Verkäufer, als auch auf Käuferseite.
Die Verkäufer, entweder Erben oder alte Leute die nicht mehr fit genug sind um ihr Einfamilienhaus halten zu können, haben noch die Höchstpreise von vor ein paar Jahren im Kopf.
Die Zeit ist aber vorbei und wird wohl auch nicht wieder kommen.
Käufer wollen die Bude entweder geschenkt (Ausländer) oder erwarten 2000er Innenarchitektur und Haustechnik in einem Einfamilienhaus von 1976 (Käufer der Kategorie jung, dynamisch, deutsch).
Mit Sanieren ist das so eine Sache. Klar soll man das regelmäßig machen, aber wer die letzten etwa 4 Jahre was saniert hat, tat dies bezüglich Handwerker- und Materialpreisen quasi zu einem ATH.
Mein Nachbar will "demnächst verkaufen" und hat letztes Jahr in vorauseilender Panik völlig unnötig eine noch gut funktionierende Gasheizung rausgerissen.
Hat jetzt dazu noch einen überteuerten Biogas-Tarif des Versorgers, den hätte er aber auch mit der alten Heizung gekriegt - wenn er glaubt den unbedingt brauchen zu müssen.
So geht das hier gerade landauf landab. Beide Seiten, also Käufer und Verkäufer werden ihre Ansprüche an die Realität anpassen müssen, und die liegt einige Stockwerke unter dem, was sie aktuell noch im Kopf haben.