Beiträge von Argus

    Mal ketzerisch in die Runde gefragt: wenn der Euro vor dem Dollar zusammenbrechen wird, wäre dann eine kurzfristige Anlage in USD nicht sinnvoll? Zumindest solange, bis sich der Pulverdampf und die Staubwolken von den zusammengebrochenen Banken und Unternehmen in Europa verzogen hätten? Bar natürlich oder meinetwegen als Traveller Cheque, nicht auf irgendwelchen Konten ...


    Der USD ist sicher nichts für eine langfristige Anlage, aber aus Sicht von uns Eurobesitzern vielleicht neben EM eine Möglichkeit der Diversifikation, nachdem der CHF ausgeschieden ist. :hae:

    Wut gegen Troja Troika wächst: Es wird Blut fliessen


    http://www.teleboerse.de/nachr…echst-article4432906.html


    Na hoffentlich! Ohne massive Aufstände und Krawall wird sich in Sichenland nichts ändern.


    Das ist auch keine Lösung. Wenn GR kein Geld mehr erhält UND im Euro bliebe, würden die Staatsbediensteten gar kein Gehalt mehr erhalten. Austritt aus dem Euro? Klar, aber mit der abgewerteten Neo-Drachme wertet auch der Lebensstandard ab.


    Dass die Griechen so sehr gegen die Sparauflagen demonstrieren, kann ich bei denjenigen nachvollziehen, die persönlich betroffen sind. Aber haben sie auch ein Konzept, wie sie aus dem Schlamassel rauskommen wollen? Für was sind sie? Weitere Hilfsgelder ohne Sparmaßnahmen? Sorry, aber die werde ich nicht mittragen.

    Interessante Artikel, die du zusammengetragen hast, Homm. Aber die meisten spekulieren nur bzw. überbewerten einzelne Aussagen (z. B. die vom PIMCO CEO). Dass etwas mit der Kapitalisierung der frz. Banken nicht stimmt, sehe ich ja noch ein. Aber die EZB versorgt die europ. Banken mit unbegrenzter Liquidität. (!)


    Es wird in der Eurozone (in den Kernländern) keine Bankenzusammenbrüche geben, da man sie nicht zulassen wird. GR kann mit neuen Milliardenhilfen rechnen - ich glaube nicht daran, dass die Troika ein anderes Urteil fällen wird, ja, dass sie überhaupt ein anderes Urteil fällen kann!


    Eine Währungsreform erwarte ich frühestens Anfang November. Am 9. November um genau zu sein. Der Tag hat sich in den letzten 200 Jahren der deutschen Geschichte schon immer als schicksalsträchtig erwiesen ... :whistling: ;)

    Die Frau mag ja gute Kontakte in die Finanzkreise haben, aber sie hat keine Ahnung von deutscher Innenpolitik. Heute hat der Arbeitgeberverband erst wieder darauf bestanden, dass der Euro gefälligst gerettet werde. Die Deutsche Bank ist der gleichen Meinung. Ebenso die dt. Großkonzerne mit Interessen in ganz Europa.


    Wer bestimmt wohl die Richtlinien der Politik?!


    Richtig: Frau Merkel. Und hinter ihr stehen einflussreiche Kreise ...


    Deshalb wird es nichts mit einer Wiedereinführung der DM. Die kann nur das Volk selbst einführen, indem sie das Geld aus dem System abzieht und un Werthaltiges umtauscht. Abstimmung mit den Füßen. Oder Revolution. Alles andere wird nicht passieren.

    Unfaßbare Zahlen, die die Weltmärkte offensichtlich glattweg ignorieren, einfach nicht mehr nachvollziehbar......


    Klasse Artikel! Dass die Märkte diese Zahlen ignorieren, liegt meiner Meinung nach daran, dass sie keine wirklichen Alternativen haben. Welches Investitionsfeld eröffnet sich den institutionellen Anlegern denn als Alternative zum Dollar? Der Euro doch erst, nachdem Griechenland pleite ist die Pleite endlich eingestehen darf und die davon betroffenen Banken endlich wissen, wer nach der Marktbereinigung noch steht und wer die Türen schließen musste.


    Erst wenn diese Unsicherheit nachlässt, wird man den Euro wieder anfassen - und genau das verstehen die USA bislang meisterhaft zu verhindern. Wobei ... die offene Kritik an Obamas Kritik finde ich schon erstaunlich. Der Forbes-Artikel reiht sich hier ein. Vielleicht ein frühes Zeichen, dass die Propaganda doch endlich an Wirksamkeit verliert?


    Ohne Alternativen zum Dollar allerdings, kann die Dollarstärke m. E. noch anhalten. Diese jahrzehntelang geübte, reflexhafte Flucht in den Dollar und in US-Staatsanleihen, wenn es wirtschaftlich oder politisch auf der Welt schwierig wird, ist für mich nicht (mehr) nachvollziehbar. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier - vielleicht liegt es daran.


    Zitat von noideaforanick


    Argus:
    Das Video hier müsste das von dir angesprochene sein:
    http://www.youtube.com/watch?v=419aPXb7U…player_embedded


    Ja, das Video enthält auch die Erläuterung. Das was ich meinte ist diese Aufzeichnung von einem Vortrag, in dem Michael Maloney seine Thesen gebündelt zusammengefasst hat. Dauert insgesamt knapp anderthalb Stunden, die sich aber lohnen!


    Die Charts zur Geldmengenentwicklung kommen ab Minute 31:55 --> http://www.youtube.com/watch?v=tj2s6vzErqY&t=31m55s



    Aber wie gesagt, das gesamte Video ist sehenswert:


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    Haben die Amerikaner da etwa im Jahre 2005 aufgehört die Geldmenge M3 zu veröffentlichen um eine etwaige Interpretation der Kurve als Exponentialfunktion zu vertuschen?
    Gut, dass M2 das heute auch schon sehr deutlich anzeigt. ;)


    Ja, das haben sie tatsächlich. Angeblich mit der Begründung, dass man so Geld einsparen könne und M3 ohnehin nicht aussagekräftig sei. ^^ Michael Maloney hat in einem seiner Voträge (auch auf YouTube abrufbar) vorgerechnet, wie hoch M3 mittlerweile gestiegen ist. Er wies auch darauf hin, dass man M3 bis auf wenige Prozentpunkte genau ausrechnen könne, wenn man die von der Fed veröffentlichten Zahlen auswertet. Wenn ich am Wochenende dazu komme, suche ich das Video mit ihm mal raus. Interessant war bei seinen Berechnungen, dass M3 nach 2008 tatsächlich erstmals wieder gesunken sei, was auf deflationäre Tendenzen hindeute, die durch den Kreditausfall in großem Stil nach dem Zusammenbruch Lehmans und des US-Immobilienmarktes verursacht worden sein sollen.


    Da das System ohne neue Schulden aber nicht funktioniert, wird eben massiv Geld hineingepumpt!

    Innerhalb eines Jahres ist es möglich. Soweit kann ich es anhand der bisherigen Münzen eingrenzen. Ich vermute, dass die Verunreinigung schon bei Produktion entstanden ist. An sich müsste man die Flecken unter einem hellen Licht auch in Ansätzen schon sehr früh erkennen. Wahrscheinlich traut sich nur niemand, genau hinzusehen ... ;)

    Heute Artikel im Handelsblatt, passend zu hier wird von steigenden Privatkäufen berichtet. Für Silber sind die "Experten" wegen der schlechten Konjunkturaussichten eher pessimistisch
    http://www.handelsblatt.com/fi…-abwaertssog/4660286.html


    Die so genannten Experten denken eben auch in typischen Anlagezyklen, wie sie bei Aktien vorkommen. Natürlich könnte Silber in einer ausgewachsenen wirtschaftlichen Depression weiter fallen. Aber auf Sicht von zehn oder zwanzig Jahren wird Silber aufgrund der zunehmenden Knappheit ein gesuchter Rohstoff werden. Man sollte bei diesem Anlagehorizont aber nur Geld umschichten, das man lange nicht braucht! Alles andere wäre zocken. ;)


    Wunderbarer Artikel! Herzlichen Dank dafür - besonders laut lachen musste ich über folgendes Zitat:


    Zitat

    IWF-Chefin Christine Lagarde sagte, die derzeitigen Ausleihemittel in Höhe von 400 Mrd. Dollar „verblassen im Vergleich zu den möglichen Finanzierungsbedürfnissen“.


    Nee, ist klar!? Vielleicht sollte Frau Lagarde den Tatsachen ins Auge blicken und die Politik der unbegrenzten Monetarisierung von Staatsschulden als gescheitert erkennen. Immer neues Geld in ein gescheitertes System zu pumpen, bläst die Schuldenblase immer weiter auf. Das könnte ein Kind erkennen. Statt also nun erstaunt zu Protokoll zu geben, dass die Risiken im vergangenen Jahr durch die vielen neuen Kredite enorm angewachsen sind und nun angeblich erst Recht nicht platzen dürfen, ist es höchste Zeit, den Kurs zu ändern!


    Oder stehen vielleicht die französischen Banken in besonderer Weise im Feuer, Frau Lagarde? :evil:


    alter schwede. geht es hier um geldanlage oder sind hier schon die zeugen jehovas am werk?


    :D Gold (und Silber) ist weit mehr als schnöde Geldanlage, es ist ein mythologisch besetztes Metall, dass die Menschen schon seit Jahrtausenden in den Bann zieht. In unserer Zeit ist es zugleich eine Kampfansage an das Geldsystem und eine Unabhänggkeitserklärung von dem Steuerstaat, in dem wir leben.


    Das Geld, das du dir verdient hast, wurde bereits versteuert. Willst du in Zukunft noch mehr Steuern und Abgaben darauf zahlen? Warum? Weil du in der Gruppe der zwei Wölfe das Schaf bist, wenn demokratisch abgestimmt wird, was es zu essen gibt? Gold in dem Volumen, wie es Misan vielleicht besitzt, schafft dir im Beispiel eine goldene Rüstung, an der sich die Wölfe die Zähne ausbeißen werden! ;)

    "Neuanfang"...sowas wie die Vereinigten Staaten von Europa? Das wäre eine wirkliche Änderung.


    Ich dachte weniger an eine Änderung des politischen Systems, sondern eher an die Wiedereinführung eines stabilen Geldsystems. Vielleicht Abschaffung des Zinseszins', Verbot von Leerverkäufen ohne das Underlying zu besitzen, Transparenz oder gleich Verbot für das Schattenbankensystem, Transparenz bei Derivaten, strikte Trennung von Investment- und Geschäftsbanken, Rückkehr zum marktwirtschaftlichen Prinzip von Risiko und Haftung bzw. Verantwortung, Lösung des Problems "too big to fail", Änderung der Eigenkapitalregeln, vielleicht sogar eine Rückkehr zu einer Art von Edelmetalldeckung.


    Keine Ahnung - Ideen gibt's seit 2008/09 ja genug. Nur konsequent umsetzen müsste sie jemand - auch wenn bei vielen dieser Ideen mit massiven Widerständen der etablierten Finanzkreise zu rechnen ist.


    Ob das dann im Rahmen der Eurozone (= status quo), in Nationalstaaten oder in den Vereinigten Staaten von Europa passiert, ist erstmal zweitrangig. Wichtiger wäre aus meiner Sicht, dass die Finanzwirtschaft wieder auf ihre eigentliche volkswirtschaftliche Bedeutung zurückgeführt wird: der Kapitalversorgung der Wirtschaft. Gold könnte und müsste in einem neuen System eine zentrale Rolle spielen, da es der Gier der Menschen nach unendlichen Gewinnen und Renditen Grenzen setzt.

    In diesem jahr ist es noch "Spass", in 2012 werden wir die Katastrophe live miterleben die alles je dagewesene in den Schatten stellen wird. Wir koennen nur hoffen das der Mob friedlich bleibt und die sozialen Spannungen nicht in Mord und Totschlag enden!


    Die Hoffnung stirbt zuletzt! :whistling:


    Falls sich nun der Zusammenbruch des Finanzsystems ankündigt, der 2008/09 mit Unsummen noch mal verschoben werden konnte, dann gehen wir einer wirtschaftlichen Depression entgegen, die 1929 in den Schatten stellen wird. Vielleicht ist es auch wirklich geplant und gewollt. Für den kleinen Mann auf der Straße dürfte das unerheblich sein. Der Verlauf bedeutet Massenarbeitslosigkeit, Verarmung und steigende Kriminalität. Das wäre der positive Verlauf der Krise aus meiner Sicht. Ich möchte in einem negativen Szenario einen großen Krieg nicht ausschließen. Historisch sind solche Umbruchzeiten immer auch ein Nährboden für Kriege gewesen. Sei es aus dem Kalkül der Ablenkung von Unruhen nach außen oder sei es aus nationalistischer Überschätzung.


    Die zurückgelegten EM können in beiden Szenarien mit etwas Glück manche Härten abfedern. Ungeschoren wird niemand von uns davonkommen. Dazu müsste man die westlichen Industrieländer verlassen und anderswo sein Glück suchen.


    Klingt pessimistisch? Wir werden sehen. Maximal fünf Jahre gebe ich dem jetzigen System noch, dann wird das Ende der Verschuldungsfahnenstange erreicht sein. Besser wäre es, wenn die Regierenden jetzt aus einer Position der Handlungsfähigkeit agierten und jetzt schon einen Neuanfang wagen würden. Aber in der Natur des Menschen liegt es, am Gewohnten und Bewährtem festzuhalten, auch wenn es für die Zukunft nicht mehr trägt. Es muss und wird noch schlimmer kommen, bevor die Menschen zu wirklichen Änderungen bereit sein werden.

    Anscheinend wiederholt sich 2008...dh, dass Gold und Silber in den nächsten Monaten wie ein nasser Sack weiter fallen werden...


    Ja, danach sieht es zurzeit aus. Allerdings würde ich trotzdem kein physisches EM verkaufen. Die Situation ist wie das Kinderspiel Reise nach Jerusalem, wo es einen Stuhl zu wenig gibt. Nur dass in der Finanzwelt viel zu wenig verlässliche Anlagemöglichkeiten vorhanden sind, auf die man sein Geld setzen kann - insbesondere als institutioneller Anleger.


    Jetzt verkaufen um später günstiger nachzulegen, birgt ein großes Risiko, dass man am Ende mit wertlosen Zetteln dasteht. Ich stimme dir ja zu, dass die Zettel in einer Deflation wertvoller werden (im Sinne von Kaufkraftzuwachs), aber vergiss nicht, dass das Geldsystem auf dauerhaften Schuldenzuwachs aufgebaut ist. Wenn der länger ausbleibt, bricht das System zusammen - auch das hatten wir 2008 schon mal!


    Und es wird diesmal keine Rettungsaktionen durch den Staat geben können. Der ist schon am Limit ...

    Interessanter Kommentar mit Hintergrundinfos von Zero Hedge(Hervorhebungen von mir):




    Das bedeutet doch, dass die Nachfrage aus Asien bzw. Die physische Nachfrage nach Silber weiter intakt ist. Nur der Zettelhandel mit Silber wirkt sich derzeit so massiv auf den POS aus! Also aufpassen und den Wendepunkt nicht verpassen. Das gibt noch mla gute Gelegenheiten, um günstig nachzulegen!


    jozsi: Marginerhöhung bedeutet, dass Händler, die Silber in Papierform auf KREDIT handeln, ihre Sicherheitsleistungen bei der COMEX erhöhen müssen. Alternativ können sie ihre gehebelten Positionen auch auflösen, was dann durch einen Nachfrageausfall nach Papiersilber den Preis für Silber unter Druck bringt. Das Top von knapp 50 USD in diesem Jahr wurde durch mehrfache Marginerhöhung auf diese Weise zu Fall gebracht.


    Warum man in einem fallenden Markt allerdings eine Marginerhöhung durchfürt, erschließt sich mir auch nicht. Es sei denn, man will den Preis bewusst noch weiter herunterdrücken. JPM?

    das war ja heute eher ein GOLD---RUN! [smilie_happy]


    Wer zuletzt lacht ... der Absturz bei Gold & Silber hat damit zu tun, dass alles in Liquidität verwandelt wird, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Warum wohl? Weil die Banken knapp bei Kasse sind, würde ich vermuten, richtig? Warum könnten die Banken knapp bei Kasse sein? :hae:


    Tipp: ein Blick auf das Thread-Thema hilft. ;)


    Von Inflation keine Spur.


    Mal den Teufel nicht an die Wand. ;) Einige Ökonomen haben schon Inflationsraten für mehrere Jahre von 4, 6 oder 8 % für die USA und die Eurozone gefordert, um die Überschuldung in den Griff zu bekommen.


    Und Inflation haben wir schon: die Geldmenge wurde in den letzten Jahren massiv aufgebläht:



    Was viele sich auch nicht klar machen, ist, dass sich die Hyperinflation in Deutschland innerhalb von nur 3 Monaten (die exponentielle Phase) bis maximal 6 Monaten (wenn an die Anlaufphase dazu rechnet) abgespielt hat. Für die Eurozone rechne ich derzeit aber nicht mit einer solchen Entwicklung.

    Mein Abendurin ;) sagte gerade, daß das zwar auch nächste Woche durchaus noch etwas so weitergehen kann; aber ich gehe dann recht wahrscheinlich von einer EXTREM HEFTIGEN "plötzlichen" Trendumkehr aus, die dazu führt, daß man den "richtigen Dip" fürs Nachlegen gar nicht exakt treffen KANN. Ich werde also morgen schon mal gucken, was es lokal so zu kaufen gibt... ;)


    Das sehe ich genauso. Lange wurde von Nachkaufkursen geträumt, aber sobald die Wünsche wahr werden, wird trotzdem gejammert. ^^ Ob es unbedingt schon dieses Wochenende sein muss, weiß ich nicht. Ich habe heute morgen etwas Silber nachgelegt - das war rückblickend betrachtet doch noch zu früh. Bei Gold sehe ich drei mögliche Umkehrpunkte: beim Schnittpunkt zur 100-Tagelinie, die wir bald erreicht haben; oder bei knapp unter 1600 USD (langfristiger Trendkanal); oder erst bei ca. 1475 USD (unterer Trendkanal). Es bleibt spannend.