Beiträge von Argus

    Für Sammler mit dem passenden Budget sicher interessant. Und auch wenn es fast 5000 DM mehr sind, in Prozent gerechnet ist das Sammlerstück gar nicht mal überteuert. Bei PA kostet der Kilobarren derzeit 36.380 EUR (100 %); der Rothschildbarren 38.500 EUR = 5,8 % mehr. Für einen Sammler kein großer Aufschlag, zumal die Kilobarren nicht so verbreitet sind.


    Alles eine Frage der Perspektive: hängt vor eurem geistigen Auge eine Null an euer monatliches Einkommen, dann relativiert sich so was schnell. Die Sammler, die sich für die Kiloklasse interessieren, denken wohl weniger an 5,8 % Aufschlag ... ;)

    Da hier alle so positiv sind und mit einer Lösung rechnen, nehme ich mal die Gegenposition ein:


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    ^^

    Vermutlich hast du Recht. Trotzdem ein riskantes Spiel. Auch die Fed-Banken können nicht mit letzter Sicherheit voraussagen, wie internationale Banken reagieren werden. Die Finanzmärkte sind derzeit nervös. Wäre blöd, wenn jemand bei dem Spiel die Nerven verliert.


    Dass die Börse in Japan bislang so ruhig geblieben ist, spricht aber dafür, dass es noch eine Einigung geben wird. Ist schon auffällig: in einer Woche droht theoretisch ein Großereignis an den Märkten, aber bislang sind die Reaktionen sehr verhalten. Entweder rechnet wirklich niemand mit einem Zahlungsausfall, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, oder die Fed-Banken haben ihren Spezies längst intern Bescheid gegeben, dass alles nur Show ist.

    Ich glaube zwar immer noch an eine Einigung in letzter Minute, aber die Märkte beginnen seit heute Morgen mit ihrer Reaktion: EUR/USD = 1,45! Und damit über der magischen Grenze von 1,4440. Auch Rohstoffe und US-Anleihen legen zu. Bin gespannt, was der Tag bringt. Langsam läuft den US-Politikern die Zeit davon ...

    Der Sondergipfel von vergangener Woche hat nur kurzfristig geholfen: der Schweizer Franken wertet derweil wieder munter auf. Tiefstand heute 1,152; aktuell 1,1584 http://www.comdirect.de/inf/wa….html?ID_NOTATION=8362186


    10jährige spanische Anleihen haben die magische Grenze von 6 % überschritten und liegen bei 6,03 %. Italien folgt mit 5,66 % auf dem Fuße. In Deutschland und Finnland gehen die Renditen dagegen um 4,1 bzw. 4,3 % zurück auf 1,33 % (D) bzw. 1,45 % (FN) für zweijährige Anleihen.


    http://www.pigbonds.info/


    Die Titanic sinkt also weiter, nur vielleicht etwas langsamer. :whistling:

    hmmmm


    wars die kaufkraft des silbers? oder hatte man sich einfach darauf geeinigt, daß auf der münze ein rappen zu stehen hatte und für den rappen gabs halt dies und das? man hätte ja auch 10 rappen draufprägen können. dann hätte ne henne 1,2 münzen gekostet und die kaufkraft des silbers hätte sich mit einem schlag verzehnfacht. Oder ist das zu einfach gedacht?


    Ehrlich gesagt, kann ich's nicht sicher beantworten. Aber stattdessen eine Gegenfrage: wurde das teilgedeckte Geld nicht erst später "erfunden"? Ich bin davon ausgegangen, dass im 15. Jhd. der Silberwert den Wert der Münze bestimmte und nicht was als Nominal aufgestanzt wurde. :hae:

    Danke für den Link. In den USA machen sie es genauso spannend wie zuvor in Europa, wo fast die ganze Presse vor dem drohenden Währungszerfall des Euro gewarnt hatte und dann konnte man sich doch noch "überraschend" auf einen Kompromiss einigen. Ich rechne auch in den USA noch mit einer "Last Minute"-Lösung im Laufe des Wochenendes oder am kommenden Montag. Falls nicht, wird's turbulent. Die Märkte werden das Scheitern vorwegnehmen und nicht bis zum 02.08. warten, oder? If there's a panic, panic first.

    Ein Tipp zu einem Goldputztuch würde mich auch interessieren. Bislang habe ich die nur für Silber gefunden.


    Die Silberunzen "Cook Island" entwickeln übrigens auch Milchflecken ... gerade gesehen. Ich hatte mir eine davon besorgt, da ich die verschiedenen Bullionmünzen gerne alle mal in Echt sehen möchte. Da die Flecken über die Krone der Queen verlaufen, sind sie vermutlich nur schwer zu entfernen. Besonders betroffen ist auch der geriffelte Rand.


    Damit ist das nicht nur ein isoliertes Problem der Canadian Mint, sondern eher ein generelles beim Herstellungsprozess von Silbermünzen?! :(


    ---

    An sich habe ich auch gerade eine psychologische Kaufhemmung angesichts des POG. Aber bei diesem Sammlerstück konnte ich nicht nein sagen, zumal der Preis nur 5 % über dem von Standard-100g-Barren lag. Gekauft aus einer Erbschaft (nicht bei Westgold). [smilie_love]


    Ich stell mir gerade auch die Frage ob ich Silber jetzt kaufen soll, oder noch etwas warten. (Bis die USA ihre Schuldenobergrenze erhöht hat. Davon bin ich überzeugt).


    Wenn die USA die Schuldenobergrenze erweitern (davon gehe ich aus) und ein neues Programm zur Geldmengenausweitung (QE3) auflegen, werden Gold und Silber bald noch mehr kosten. Nur wenn die Schuldenobergrenze nicht ausgeweitet werden sollte und die USA zahlungsunfähig werden sollten, könnte Silber im Zuge der erwarteten Einbrüche an den Finanzmärkten vielleicht noch mal nachgeben.


    Wenn du also davon ausgehst, dass die Schuldenobergrenze erhöht wird, solltest du den Kauf nicht zu lange verschieben. Oder in zwei Positionen kaufen: die Hälfte jetzt und die andere Hälfte nach dem 2. August, wenn klar ist, wohin die Reise geht. ;)

    Sommerzeit ist Urlaubszeit und da wollte ich euch meine Urlaubsfotos nicht vorenthalten ... :D


    Folgenden "Kollegen" habe ich überraschend bei einem Ausflug entdeckt und mir gedacht: "der kommt dir doch bekannt vor!"


    Das Original:


    Bei einem Rundgang durch das ehemals größte Silberbergwerk Süddeutschlands wurde auch der Silberrappen vorgestellt. Eine lokale Silberwährung, die vor mehr als 600 Jahren in Freiburg, Basel und Umgebung genutzt wurde. Spannend war auch die Kaufkraft von Silber: der Rappen hatte einen Feingehalt von etwa 510/1000, also kein Vergleich zu den fast reinen Silberanlagemünzen heutiger Zeit. Das Gewicht betrug 0,324 g - weit weg von einer Unze!


    Dafür bekam man 1498 aber 1 kg Roggen; für 4 Rappen ein Pfund Butter oder für 12 Rappen eine Henne. Die Kaufkraft von Silber war demnach noch viel größer als heute - da geht noch was ... 8)


    Argus - Das müsste doch aber dann wiederum bedeuten, dass Deutschland noch (viel) mehr Schulden machen muss!


    Aber ...


    1. Was ist das mit der gesetzlich verankerten Schuldengrenze?


    Gute Frage! Ich kann mir nur vorstellen, dass die zusätzlichen Schulden über einen Trick aus dem Bundeshaushalt ausgelagert werden (so wie bei den Bad Banks) oder dass man die Schuldenobergrenze ändert/abschafft. Die Maastricht-Kriterien hat man ja auch schnell entsorgt, als es in GR eng wurde (und bereits zuvor missachtet, als D und F die Latte gerissen haben).


    Sie ist aus meiner Sicht daher kein Hinderungsgrund.



    2. Und müsste das dann wiederum nicht auch gleichbedeutend dafür sein, dass wir dann die Griechen von morgen sind?


    Ja, jedenfalls die Bevölkerung in weiten Teilen. Großkonzerne und Banken werden wohl weiter profitieren.



    3. Müsste die nicht auch dann wiederum für uns bedeuten, dass unsere Steuern und Abgaben (was nichts anderes als Steuern sind) noch höher steigen?


    Ja! Das müssten sie ohnehin, da der Bundeshaushalt nicht ausgeglichen ist. Oder man müsste Leistungen kürzen - das halte ich für kaum durchsetzbar. Mit den zusätzlichen Schulden kommen zusätzliche Steuern.



    4. Und zu guter Letzt, würde das doch zur Folge haben, dass noch mehr Menschen in Deutschland in die Armut gleiten?


    Ja. Die Reallöhne der unteren Einkommensklassen sind in den letzten zehn Jahren gesunken, das wird sich beschleunigen und auch zunehmend die Mittelschicht treffen.



    Ich weiß auch nicht, was man da machen kann. Auswandern ist für mich keine Alternative. Auf einer Demo war ich schon, da waren 50 Leute ... Die restlichen 79.999.950 Staatsbürgen waren an dem Samstag shoppen oder sonst was.


    Gerade eine Eilmeldung gesehen: das neue Schuldenpaket für GR ist durch!

    Wenn man nicht nur einen Tag in Köln ist, sodern dort lebt, lohnt sich vielleicht auch der Weg nach Düsseldorf: Exchange AG gegenüber vom Hbf in der Touristeninfo. Oder Münzen Ritter, eine Straße weiter. Wobei Ritter den Schwerpunkt auf Numismatik gelegt hat, soweit ich das mitbekommen habe.


    Gemessen an der Bevölkerungsdichte gibt es im Ruhrgebiet, Düsseldorf und Köln erstaunlich wenige Händler. Ist noch eine echte Marktlücke! Selbst in einer so pulsierenden Metrolpole wie Erndtebrück nahe Siegen ist das Angebot um Längen besser. Und das Ruhrgebiet hat doch ein paar mehr Einwohner ... :)


    Falls also noch andere Tipps zusammenkommen, würde mich das auch interessieren!

    Ich hatte gestern und heute Gelegenheit, mich länger mit einem Edelmetallhändler in Süddeutschland zu unterhalten, der bereits seit Jahrzehnten im Geschäft ist. Er berichtete, dass er momentan kaum noch neue Ware bekommt, und wenn, dann nicht die bestellten Mengen, sondern nur noch einzelne Münzen oder Barren. Wenn er genügend Ware vorrätig hätte, könnte er ein Mehrfaches verkaufen, als aktuell lieferbar ist.


    Die Nachfrage muss enorm sein. Er verfügt über zahlreiche Kontakte zu Lieferanten und Händlern, aber nirgendwo sind die gewünschten Mengen kurzfristig lieferbar. Er geht von einem weiter steigenden Gold- und Silberpreis aus, während ich ein Korrekturpotenzial sehe, sobald die europäische und amerikanische Schuldenproblematik kurzfristig entschärft sein wird. Mal sehen, wie sich die Reise entwickelt.

    Allein dass Sarkozy zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit nach Berlin kommt, anstatt dass die Bundeskanzlerin den Besuch in Paris erwidert, zeigt für mich, dass Frankreich die Kanzlerin umgarnen und zu weitergehenden Zugeständnissen bewegen will. Die Wahl des Ortes verheißt nichts Gutes. So nach dem Motto, wir sind euch entgegengekommen, jetzt können wir ebenfalls mit Entgegenkommen rechnen.