An diesem Punkt der Überlegung bin ich schon lange angelangt. Mir fehlen allerdings die Daten und Fakten um das ferner(er) genauer zu prognostizieren. Schön ausgedrückt mit (er).
Die Daten lassen sich, glaube ich, nicht genau bestimmen. Zu viel hängt mittlerweile vom Vertrauen der Marktteilnehmer ab, und das lässt sich schwer berechnen. Finanziell sind die meisten europäischen Staaten in einem Maße überschuldet, dass kaum noch jemand damit rechnet, dass dieses Geld jemals wieder zurückgezahlt werden kann. Aber solange das Problem mit der Neuverschuldung auf die Zukunft verschoben werden *und* mit dieser Lösung Geld in Form von Zinsen verdient werden kann, wird es weiter laufen.
Aus meiner Sicht sind aktuell zwei Entwicklungen realistisch:
1) wie ziemer oben bereits geschrieben hat, werden Euro-Bonds ausgegeben und eine Transfer-Union etabliert, die den Zusammenbruch einige Jahre in die Zukunft verschiebt, bis auch die Nettozahler an den Kapitalmärkten an die Grenzen ihrer Re-Finanzierbarkeit stoßen. Dann knallt's richtig, falls nicht die Chinesen oder eine andere Seite beschließt, dass Europa "too big too fail" sei. (Letzteres glaube ich nicht.) Ob die Transfer-Union faktisch kommt - auch wenn man sie noch nicht so nennen wird - erfahren wir morgen nach dem Gespräch zwischen Sarkozy und Merkel. Frankreich steht finanziell auch nicht gülden da ... welche Interessen also Sarkozy vertreten wird?! 
2) die Situation entwickelt eine Eigendynamik, die sich der Kontrolle der Regierenden zunehmend entzieht. Das sieht man an den Protesten in GR und E sowie an der Positionierung der Banken und Versicherungen - aber auch der wenigen "kleinen Leute", die ihr Vermögen in Gold und Silber in Sicherheit zu bringen versuchen. Ich war letztes Jahr im Mai sehr überrascht, welche Gesellschaftsschicht bei Pro Aurum in der Schlange stand, um Edelmetalle zu kaufen: nicht die Verschwörungstheoretiker und Foren-Nerds, sondern die Mittelschicht. So blöd und unwissend sind weite Teile der Bevölkerung nicht, wie sie häufig dargestellt werden - jedenfalls nicht die Schicht, die etwas zu verlieren hat. Die Unvermögenden (im doppelten Sinne) betrifft die Krise direkt nicht, warum sollten sie EM horten?
Hinzu kommt, dass GR kein isolierter Fall ist, wie du richtig gesagt hast. Ich denke bei diesen Entwicklungen immer auch an die USA: dort positionieren sich die Wallstreet-Banken jetzt schon für eine mögliche (aber unwahrscheinliche) Staatspleite und schaffen damit Fakten - lange bevor die letzte Frist abgelaufen ist, innerhalb derer sich Republikaner und Demokraten einigen müssen.
Aber Griechenland steht nur im Brennpunkt, weil die Frist zur Umschuldung abgelaufen ist. Wie der Threadtitel beschreibt P.I.G.S.! Weiß jemand wann der nächste an die Reihe kommt? Für mich steht aus Frage, daß es einen wirtschaftlichen Zusammenbruch geben muß. Die Zusammenbruch wird immer heftiger werden, weil durch die Rettungspakete in allen Systemen größere Energie angespeichert wird.
Sobald in GR der Zahlungsausfall amtlich ist, werden die CDS fällig. Weiter oben hatte jemand geschrieben, dass das Volumen der CDS auf griechische Anleihen ein Vielfaches der Anleihen selbst betrage. Ich würde dazu gerne eine valide Quelle sehen. Das Verhalten der Eurokraten spricht aber Bände und bestätigt das: bloß keinen Zwang, sondern eine freiwillige Umschuldung. Bloß kein Kreditereignis.
Daher glaube ich nicht, dass sich nach einem Bankrott Griechenlands die Frage nach dem nächsten PII-Staat stellt, sondern dann könnten mehrere Großbanken in Zahlungsschwierigkeiten geraten, gegen die die Lehman-Krise nur ein kleines Vorspiel gewesen ist. Nicht wegen der paar Hundert Milliarden Staatsanleihen, sondern wegen der Finanzinstrumente, die man drumherum verkauft hat ... 
Wenn das nächste Faß ohne Boden geöffnet wird, wird's bedeutend lustiger.
Edit: Es reicht mit der Lustigkeit
Das ist alles völlig absurd. Die EU zeigt immer deutlicher ihre Janusgesichter. Sind die Äußerungen von Papandreou wirklich authentisch.
Eigendynamik - das sind für mich die letzten verzweifelten Versuche, die Pleite doch noch abzuwenden.
Aber die Regierungschefs der Eurozone werden GR um jeden Preis zu retten versuchen. Notfalls auch ohne IWF-Gelder. Wir werden es erleben und dafür zahlen müssen.