Beiträge von Argus

    [smilie_blume] Vielen Dank für die Links! Ich klick mich mal durch und schau, ob ich daraus schlau werde. Erfahrungen habe ich damit noch nicht. Aber falls es zu unverständlich für mich ist, lass ich auch die Finger davon. War halt eine Trading-Idee, weil der Kurs von JPM noch nicht besonders stark gefallen ist und ich für die nächsten Monate weiteren Druck auf v.a. amerikanische Finanzwerte erwarte.


    Sorry noch mal für den falschen Thread - bin jetzt still. :)

    "Nachruf auf eine gemeinsame Währung" macht !!!


    vgl.: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,ausg-4929,00.html


    Die enorme Erschütterung des Kartenhauses wird zunehmend auch in den Mainstream Medien klar beschrieben, die Gefahren, die davon ausgehen auch.
    Mainstream kommt so langsam da an, wo dieses Forum vor ca 3 Jahren war ;)


    Hab gerade das E-Paper des Spiegels gelesen und kann dir nur zustimmen. Inhaltlich liefert der Artikel nichts Neues, was hier im Forum nicht bereits lang und breit diskutiert worden wäre. Er ist im Wesentlichen eine Aufzählung gebrochener Versprechen und immer neuer Kreditpakete.


    Dann werden zwei Szenarien näher vorgestellt: Umschuldung und Transferunion. Dass Letztere auch mit einer erzwungenen politischen Union (Stichwort gemeinsames Finanzministerium, wie es Trichet vorschlug) nicht funktionieren wird, zeige laut Spiegel-Artikel ein Blick auf die deutsch-deutsche Vereinigung, wo genau das durchgeführt wurde. Ich ergänze: und das unter wesentlich besseren innenpolitischen Voraussetzungen, da man von einem "gemeinsamen Deutschland" schwärmen konnte. Dieser patriotische Verweis dürfte bei Europa nicht zünden ...


    Worin der Spiegel-Artikel zu kurz greift, ist der mangelnde Hinweis auf ein drittes Szenario: unkontrollierter Bankrott GR durch den Widerstand der Bevölkerung. Und auf ein viertes Szenario, das m. E. noch viel zu wenig öffentlich diskutiert wird: Austritt Deutschlands aus der Währungsunion und ggf. Bildung einer neuen Währungsgemeinschaft mit wirtschaftlich homogeneren Staaten.


    Vorteil: GR könnte den Euro behalten, die Schuldenverpflichtungen lauten dann weiterhin in Euro und vervielfachen sich aufgrund einer Einführung einer nationalen Währung nicht durch Abwertung. Trotzdem könnte GR seine nominalen Schulden einfacher zurückzahlen, da der Euro mit den verbliebenen Weichwährungsstaaten schwächer gegenüber anderen Starkwährungen ausfallen würde.


    Löst der Artikel in der nächsten Woche einen Bank-Run aus? Nein, glaub ich nicht. Dazu blendet er die Folgen der beiden besprochenen Szenarien völlig aus. Kein Hinweis auf die schleichende Geldentwertung durch die erzwungene Transferunion. Kein Hinweis auf die Folgen weiterer Bankenzusammenbrüche für den "kleinen Sparer", falls es doch zu einer Umschuldung GR kommen sollte.


    Vielleicht kommt es nächste Woche doch zu einem Bankensturm, aber dann sicher nicht aufgrund dieses Artikels ... :)

    Ich bin nicht sicher, ob ich den richtigen Thread für meine Frage gefunden habe. Falls nicht, seht es mir bitte nach. Ich würde gerne auf einen Rückgang des Aktienkurses von JP Morgan setzen. Welche Papiere kämen dafür in Frage - könnt ihr mir dazu einen Tipp geben? Ich habe noch nicht auf fallende Kurse gesetzt, kenne mich damit also nicht besonders aus.

    Aktuelles Interview mit Jim Sinclair bei WorldKingNews, allein schon die schriftlichen Auszüge absolut lesenswert !!


    Eric King bezeichnet dieses Interview mit Sinclair als das bedeutendste, das er je bei KWN gegeben habe....
    (...)
    http://kingworldnews.com/kingw…Sell_Gold_Assets_Now.html


    Danke für den Hinweis auf den Link. Das Interview ist dramatisch - insbesondere für US-Amerikaner, aber auch für den Rest der (Finanz-)Welt. Bei jedem anderen Interviewpartner hätte ich abgewunken und von übertriebener Panikmache gesprochen. Aber Jim Sinclair muss sich keinen Namen mehr machen. Er hat es nicht nötig, auf den Putz zu hauen und Krisenszenarien zu übertreiben, um Aufmersamkeit zu bekommen.


    Das Bild, das er entwirft, ist eindringlich: nicht nur das mögliche Preisniveau von Gold ist interessant, sondern (aus meiner Sicht) vor allem der Hinweis, dass die lange vor uns hergeschobenen Schuldenprobleme in den USA kurz davor stehen zu explodieren. Er rechnet täglich mit einem Dollarkollaps. Alles hinge davon ab, wann das Vertrauen an den Märkten verloren ginge. Er vergleicht die Lage in den USA mit der Weimarer Republik und warnt davor, dass die Mittelklasse - wenn sie keine Vorsorge getroffen hat - verarmen wird.


    Die nächste Runde künstlicher Geldschöpfung ("quantitative easing") werde kommen, da ansonsten die Aktienmärkte als erstes zusammenbrechen werden, gefolgt von den Staatsanleihemärkten. In den USA gibt es eine Altersvorsorge (401k Plan), die Sinclair besonders bedroht sieht. Er könne sich vorstellen, dass vorgeschrieben werde, dass die Altersvorsorge nur noch in US-Staatsanleihen getätigt werden dürfe und dass bestehende Accounts zwangsweise umgestellt werden. Im Grunde wäre das nichts anderes als ein Ausrauben der 401(k)-Pensionspläne.


    Dramatisches Interview. Sinclair beschwört eindringlich, keine Zeit mehr zu verlieren und sich nach Kräften abzusichern. Er glaubt auch nicht daran, dass die im Sommer übliche Schwäche des POG eintreten werde. Der Zug fährt nach seiner Aussage gerade ab ...


    "You haven't seen anything. Because you haven't seen a loss of confidence yet. And we have enough problems between the Euro and the Dollar to produce a collapse of all western currencies. And that's a phenomena, this world is not strong enough to witness at this time. (...) We are today hanging by our fingernails."

    Ich hab heute "Inventur" gemacht und meine Vorratsliste aktualisiert. Vielleicht kann ja jemand die Excel-Liste als Vorlage gebrauchen. Inhaltlich muss man sie natürlich auf seine Gewohnheiten und Vorlieben anpassen. ;) Normale Verbrauchsgüter mit einer hohen Umschlagrate und kurzen Lagerzeit (wie z. B. Getränke, Hygieneartikel oder alles was gekühlt werden muss etc.) führe ich bis auf wenige Ausnahmen nicht auf der Liste: Vorratsübersicht.zip


    Hallo Argus,
    bin mir nicht ganz sicher, aber 16 - 65 arbeitsfähig zweifele ich an. Ab 62+ stecken sich dich in eine Maßnahmezuweisung oder in Bürgerarbeit. Vielleich^t Tüten klebenoderLaubsägearbeiten, hauptsache weg aus der Arbeitslosenstatistik.


    Ja, stimmt. Zwischen theoretischer und faktischer Arbeitsfähigkeit (besser: Vermittelbarkeit) klafft eine riesige Lücke. Bis 67 arbeiten, wenn man mit Mitte/Ende 40 schon nicht mehr an eine neue Stelle kommt? Lächerlich. Insbesondere vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung.


    Was ich meinte, war die theoretische Berechnungsgrundlage für die Arbeitslosenstatistik. Sie bezieht sich m. W. nicht auf die Gesamtbevölkerung.

    wenn es heisst die arbeitslosenquote beträgt 11 % - bedeutet es dann das 11 von 100 die arbeiten können keine arbeit haben oder das 11% der gesammtbevölkerung kiene arbeit haben ?


    11% der arbeitsfähigen Bevölkerung. Also 16 bis 65 (? ) Jahre. Wobei mit den Zahlen getrickst wird: Arbeitslose in D, die in Qualifizierungsmaßnahmen sind, gelten nicht als arbeitslos und werden z. B. nicht mitgezählt. Das Ganze ist ähnlich undurchsichtig wie der CDS-Markt. :)



    @Tut: 26 % von 50 Mrd. wäre dann der Anteil von D. Ist ja geradezu ein Schnäppchen bei dem was jüngst an Kreditrettungspaketen durch den Blätterwald rauscht ... LOL

    Männers, warum macht ihr Euch über den längst ausdiskutierten Derivate-Kram auf einmal so eine Birne?


    Weil sie in direktem Zusammenhang mit dem Thema dieses Threads stehen: GR darf nicht zahlungsunfähig werden, weil sonst die CDS zum Tragen kommen und möglicherweise die Bankenlandschaft verwüsten.


    Ich hätte halt gerne mehr zu diesem Kram gewusst, denn wie Königswasser in seiner Signatur schreibt: "wer nichts weiß, muss alles glauben" - den Zustand möchte ich für mich ändern. Schade, dass die Diskussion so schnell ins Polemische abgleitet. Aber vielleicht sind Internetforen nicht der richtige Ort, um sich sachlich über diese Dinge auszutauschen. :(


    Spontan hätte ich gesagt: den Aktionären - also Streubesitz bzw. große Verteilung und nicht einige Wenige. Aber die größten Anteile werden nicht von Kleinaktionären gehalten. Stimmt schon.



    Zum Handel mit CDS gibt es keine genauen Angaben. Sie werden in der Regel außerbörslich oder gleich in Dark Pools gehandelt. Es gibt einige Firmen die versuchen das ganze irgendwie Statistisch aufzubereiten. Die sind aber dabei immer auf die freiwilligen Angaben der beteiligten Handelshäuser angewiesen. So ne Firma die da versucht Daten zu erheben wäre DTCC. Aber wie gesagt, wenn man nicht weiß wer da handelt und mit wem er handelt, ist auf Mitarbeit angewiesen. Ach ja, da hätten wir ja schon wieder einen Fall von Anonymität. Immer mal drüber nachdenken, wenn ihr mit 20.000 Euro ein Tafelgeschäft macht, dann müsst ihr euch per Gesetz identifizieren lassen. Runiere ich hingegen ganze Staaten, reicht es wenn man absolut nichts über dich weiss. Erstaunlich oder? Keine Regulierung, keine Identifizierung. Probiert mal ein Konto, nur ein beschissenes Girokonto ohne Ausweis zu eröffnen. Wenn Du mal ein paar Zahlen zum CDS handel anschauen willst...


    bitte :thumbup:


    http://www.kamakuraco.com/Blog…ealer-Trading-Volume.aspx


    [smilie_blume] Danke für den Link - das Volumen ist in der Tat erschreckend. Kranke Welt.


    Warum das nicht geregelt wird, ist in der Tat verblüffend.


    Das völlige Ausblenden dieser Möglichkeit macht mich mehr als stutzig. Ein CDS ist kein Naturgesetz wie die Schwerkraft. Jederzeit kann hier regulatorisch eingegriffen werden. WENN MAN WOLLTE! Gemessen aber an der Tatsache das hier lieber ganze Staaten über die Klippe gestoßen werden sind es wohl im Anonymen verbleibende Machtmenschen die hier ein ganz großes Rad drehen. Hier schauen mir alle viel zu gebannt aufs Feuer das im Haus ausgebrochen ist, anstatt mal zu fragen wer das Feuer legt und profitiert. Analog zu dem Hausbeispiel weiter oben. Die Situation ist so, als ob ein Fremder zu einer Internet Versicherung gegangen ist, euer Haus zum 5fachen des Wertes versichert hat und nächste Woche brennt zufällig eure Hütte. Es ist eine Sache dass das Haus brennt...aber wer profitiert?


    (...)


    Lasst Euch also nicht in die Irre führen. Hier gibt es ein paar Player die profitieren massiv von dieser Situation :thumbdown:


    Das ist hochinteressant, Tomster! Vielen Dank für das ausführliche Posting. Weißt du, wie und wo man mehr dazu erfahren kann?


    Mich würde z. B. interessieren, ob diese Hintermänner auch bei einer jahrelangen wirtschaftlichen Depression und den zu erwartenden gesellschaftlichen Unruhen ihr Leben weiterführen können. Klar, Geld spielt in diesen Kreisen keine Rolle und die Welt ist groß. Aber einen gewissen Lebensstandard und eine medizinische Versorgung bekommt man eben nur in den Industrieländern dieser Erde. Außerdem dürfte es sich wohl kaum um Privatpersonen, sondern um Banken, Fonds oder Gesellschaften handeln. Inwieweit wären sie noch in der Lage, ihrem Geschäft nachzugehen, wenn in Europa nach einer Griechenlandpleite mehrere Banken die Türen schließen, das wirtschaftliche Leben nur noch den Weg nach unten kennt, wie wir es 2008/09 (in Ansätzen) erlebt haben?


    Ich habe auch die drei weiter oben von dir verlinkten Postings zum Volumen der CDS-Geschäfte gelesen. Gibt es dazu noch eine andere Quelle? Auch wenn sich Banken nicht in die Karten schauen lassen - gibt es irgendwo eine Möglichkeit festzustellen, wie hoch z. B. das Handelsvolmen mit diesen Papieren ist? Oder werden sie gar nicht über die Börse gehandelt?

    An diesem Punkt der Überlegung bin ich schon lange angelangt. Mir fehlen allerdings die Daten und Fakten um das ferner(er) genauer zu prognostizieren. Schön ausgedrückt mit (er).


    Die Daten lassen sich, glaube ich, nicht genau bestimmen. Zu viel hängt mittlerweile vom Vertrauen der Marktteilnehmer ab, und das lässt sich schwer berechnen. Finanziell sind die meisten europäischen Staaten in einem Maße überschuldet, dass kaum noch jemand damit rechnet, dass dieses Geld jemals wieder zurückgezahlt werden kann. Aber solange das Problem mit der Neuverschuldung auf die Zukunft verschoben werden *und* mit dieser Lösung Geld in Form von Zinsen verdient werden kann, wird es weiter laufen.


    Aus meiner Sicht sind aktuell zwei Entwicklungen realistisch:


    1) wie ziemer oben bereits geschrieben hat, werden Euro-Bonds ausgegeben und eine Transfer-Union etabliert, die den Zusammenbruch einige Jahre in die Zukunft verschiebt, bis auch die Nettozahler an den Kapitalmärkten an die Grenzen ihrer Re-Finanzierbarkeit stoßen. Dann knallt's richtig, falls nicht die Chinesen oder eine andere Seite beschließt, dass Europa "too big too fail" sei. (Letzteres glaube ich nicht.) Ob die Transfer-Union faktisch kommt - auch wenn man sie noch nicht so nennen wird - erfahren wir morgen nach dem Gespräch zwischen Sarkozy und Merkel. Frankreich steht finanziell auch nicht gülden da ... welche Interessen also Sarkozy vertreten wird?! ;)


    2) die Situation entwickelt eine Eigendynamik, die sich der Kontrolle der Regierenden zunehmend entzieht. Das sieht man an den Protesten in GR und E sowie an der Positionierung der Banken und Versicherungen - aber auch der wenigen "kleinen Leute", die ihr Vermögen in Gold und Silber in Sicherheit zu bringen versuchen. Ich war letztes Jahr im Mai sehr überrascht, welche Gesellschaftsschicht bei Pro Aurum in der Schlange stand, um Edelmetalle zu kaufen: nicht die Verschwörungstheoretiker und Foren-Nerds, sondern die Mittelschicht. So blöd und unwissend sind weite Teile der Bevölkerung nicht, wie sie häufig dargestellt werden - jedenfalls nicht die Schicht, die etwas zu verlieren hat. Die Unvermögenden (im doppelten Sinne) betrifft die Krise direkt nicht, warum sollten sie EM horten?


    Hinzu kommt, dass GR kein isolierter Fall ist, wie du richtig gesagt hast. Ich denke bei diesen Entwicklungen immer auch an die USA: dort positionieren sich die Wallstreet-Banken jetzt schon für eine mögliche (aber unwahrscheinliche) Staatspleite und schaffen damit Fakten - lange bevor die letzte Frist abgelaufen ist, innerhalb derer sich Republikaner und Demokraten einigen müssen.



    Aber Griechenland steht nur im Brennpunkt, weil die Frist zur Umschuldung abgelaufen ist. Wie der Threadtitel beschreibt P.I.G.S.! Weiß jemand wann der nächste an die Reihe kommt? Für mich steht aus Frage, daß es einen wirtschaftlichen Zusammenbruch geben muß. Die Zusammenbruch wird immer heftiger werden, weil durch die Rettungspakete in allen Systemen größere Energie angespeichert wird.


    Sobald in GR der Zahlungsausfall amtlich ist, werden die CDS fällig. Weiter oben hatte jemand geschrieben, dass das Volumen der CDS auf griechische Anleihen ein Vielfaches der Anleihen selbst betrage. Ich würde dazu gerne eine valide Quelle sehen. Das Verhalten der Eurokraten spricht aber Bände und bestätigt das: bloß keinen Zwang, sondern eine freiwillige Umschuldung. Bloß kein Kreditereignis.


    Daher glaube ich nicht, dass sich nach einem Bankrott Griechenlands die Frage nach dem nächsten PII-Staat stellt, sondern dann könnten mehrere Großbanken in Zahlungsschwierigkeiten geraten, gegen die die Lehman-Krise nur ein kleines Vorspiel gewesen ist. Nicht wegen der paar Hundert Milliarden Staatsanleihen, sondern wegen der Finanzinstrumente, die man drumherum verkauft hat ... :wall:



    Wenn das nächste Faß ohne Boden geöffnet wird, wird's bedeutend lustiger.


    Edit: Es reicht mit der Lustigkeit

    Das ist alles völlig absurd. Die EU zeigt immer deutlicher ihre Janusgesichter. Sind die Äußerungen von Papandreou wirklich authentisch.


    Eigendynamik - das sind für mich die letzten verzweifelten Versuche, die Pleite doch noch abzuwenden.


    Aber die Regierungschefs der Eurozone werden GR um jeden Preis zu retten versuchen. Notfalls auch ohne IWF-Gelder. Wir werden es erleben und dafür zahlen müssen.

    Da ich mir nicht ernsthaft vorstellen kann, dass alle Politiker so dumm bzw. naiv sind, zu galuben, diese Rettungen würden gelingen, frage ich mich, was dann damit bezweckt werden soll. Bekanntlich kommt es zu keinem politischen Ereignis, das nicht so gewollt/beabsichtigt war. Somit stellt sich mir die Frage, wer profitiert hier langfristig und wie profitieren unsere Regierungen, dass sie das tun, was sie gerade tun. Die Protagonisten in dieser griechischen Tragödie sind ja hinlänglich bekannt, es sind die Bürger Europas. Viel interessanter wäre für mich zu wissen, wer letzlich der wirkliche Antagonist ist. Denn dort laufen die Fäden zusammen.


    Ich bin mittlerweile überzeugt, dass Schäuble und Co. lieber den Status quo mit weiteren Kreditpaketen versuchen zu sichern - und zwar um jeden Preis (!), als dass sie das Risiko eingehen, eine unkontrollierte Umschuldung bzw. einen Staatsbankrott zu riskieren. Die darauf folgende Situation könnte sich aus Sicht der Entscheidungsträger als nicht mehr kontrollierbar und nicht vorhersehbar entwickeln. Vor nichts haben die Regierenden aber mehr Angst als vor dieser Eigendynamik!


    Wenn die Sache einmal ins Rutschen kommt und die Schuldenlawine talwärts stürmt, reißt sie alles mit sich. Die Regierenden sind dann genau wie die Bevölkerung auch nur noch Passagiere auf dem Weg in den Abgrund. Daher wählt man das kleinere Übel und hofft, dass das Kartenhaus in ferner(er) Zukunft zusammenbrechen möge.


    Dass es keine gute Lösung gibt, dürfte den Allermeisten klar sein. Schäubles Bedingung, dass man die privaten Gläubiger beteiligen müsse, war reine Taktik, um die Abgeordneten zur Zustimmung im Bundestag zu bewegen. Aber möglicherweise hat er jetzt überreizt! Die Märkte verlieren die Geduld. Besonders nachdem gestern beim EU-Treffen keine substanzielle Lösung herausgekommen ist.


    Außerem verliert die griechische Bevölkerung die Zurückhaltung - die gewaltsamen Ausschreitungen in Athen könnten ein Vorgeschmack auf einen heißen Sommer sein. Papandreou versucht als eine der letzten Möglichkeiten die Regierung umzubilden und seine unpopulären Maßnahmen auf eine breite Basis zu stellen.


    Wenn das scheitert, gehen in GR noch in diesem Jahr die Lichter aus ... und danach kommt die Schuldenlawine ins Rutschen. Wenn die bundesdeutsche Bevölkerung schon bei der HRE-Krise angefangen hat, die Konten leerzuräumen - und zwar in einem Ausmaß, dass sich Merkel und Steinbrück zu ihrer historischen Garantieerklärung genötigt sahen -, dann richtet euch auf echte Bankruns ein. Got Gold and Silver?


    Die Rating-Agenturen haben angekündigt, drei frz. Großbanken wg. ihres Griechenland-Engagements schlechter einstufen zu wollen. ... Finanzkrise reloaded kündigt sich an.

    Interessante Idee mit den Reissäcken. Hört sich auch ganz praktisch an, wenn man keinen eigenen Garten hat. Ist denn die zu erwartende Menge realistisch: eine Kartoffel ergibt ca. 1 kg erntefähige Kartoffeln? Hat da jemand Erfahrungen?


    Die Ausschusssitzung ist so interessant, dass wir die entscheidende Stelle hier auch noch mal direkt verlinken sollten:


    [tube]

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    [/tube]


    Ab 9:45 Min. wird's spannend:


    Frage von Ron Paul: Gab es während der Finanzkrise Gold-Swap-Geschäfte durch die Fed oder das Finanzministerium?
    Antwort vom Anwalt der Fed: Die Fed besitzt überhaupt kein Gold. Wir besitzen seit 1934 kein Gold mehr, daher haben wir (= Fed) keine Gold-Swap-Geschäfte durchgeführt.


    Frage: In der Bilanz steht aber doch, dass die Fed Gold besitzt?
    Antwort: In der Bilanz sind Gold-Zertifikate ausgewiesen. Diese wurden 1934 im Gegenzug für die Abgabe des Goldes an das Finanzministerium aufgenommen.


    Frage: Das Finanzministerium - im Besitz des Goldes - könnte rechtlich solche Geschäfte durchführen. Wäre es daran gehindert, weil die Fed im Grunde Eigentümer des Goldes ist?
    Antwort: Nein, wir haben gar kein Interesse an dem Gold, das im Besitz des Finanzministeriums ist. Wir haben im Grunde nur einen Beleg, der Gold-Zertifikat genannt wird und der für einen bestimmten Betrag steht, mit dem das abgegebene Gold bewertet wurde. [42 USD/Unze]


    Frage: Wäre es eine gute Idee, das Gold an die Bevölkerung zurückzugeben, wenn es nicht für einen Goldstandard geeignet wäre? Sollen wir das Gold für einen Goldstandard zurückhalten oder nicht?
    Antwort: Ich habe überhaupt keine Position [=Meinung] dazu. Das ist eine Frage für das Finanzministerium.


    Frage [an den zweiten Zeugen]: Haben Sie eine Meinung dazu?
    Antwort: Meine Meinung ist, dass ich mit dem Anwalt der Fed übereinstimme.


    *sprachlos*


    Das Gold ist nach Ansicht von Ron Paul längst an Staaten "verliehen" worden, die Handelsüberschüsse mit den USA haben.


    Außerdem das offizielle Eingeständnis, dass die Fed gar kein Gold besitze und auch gar kein Interesse daran habe, was das Finanzministerium damit mache. --> Der Dollar ist substantiell noch weniger wert, als bislang offiziell immer behauptet wurde. Eine Goldreserve steht jedenfalls kaum noch dahinter, oder?


    VT haben das schon immer behauptet, aber als offizielle Bestätigung durch die Fed ... 8o Ob die Aussage ihren Weg in die Finanzmärkte findet?

    Erkläre es doch bitte? Was tust du gegen den (bei mir schon) nach zwei Tagen auftretenden Bauchkoller/Bauchschmerzen/Unwohlsein? Oder warum tritt dies bei dir nicht ein?


    Google mal nach "Heilfasten". Wenn du deinen Verdauungstrakt aufs Fasten vorbereitest, dann bleiben die von dir geschilderten Symptome aus. Ich hab das mal vor vielen Jahren ausprobiert, bin aber über eine Woche nicht hinausgegangen. HaraldKies Beschreibung, dass man langsamer und ruhiger wird, kann ich bestätigen; die Bewusstseinsveränderung (bei mir) nicht.


    Der Körper schaltet nach den ersten Tagen auf den Verbrauch der eingelagerten Reserven um. Evolutionär ist das völlig normal - jedenfalls weitaus normaler als die Überversorgung, der wir uns seit 50 Jahren in Deutschland gegenüber sehen. Dass die Blutwerte danach wieder besser werden, kann ich mir gut vorstellen. Schließlich werden allerhand Giftstoffe u.ä. aus dem Körper ausgeschwemmt - deswegen auch der Begriff "Heilfasten".


    Aber 100 Tage und dann nur wenig abnehmen? Hmm, das wird den allermeisten wohl nicht ohne fernöstliche Meditation gelingen, oder? :whistling:


    Interessante Info, da weiß man, warum es immer heißt: alternativlos! Nach den Zombie-Banken bekommen wir jetzt wohl auf Dauer auch Zombie-Staaten!


    Mal sehen, ob die griechische Bevölkerung da auf Dauer mitspielen wird. Die Berichte über gewaltsame Auseinandersetzungen nehmen jedenfalls zu. In Deutschland rührt sich ja leider immer noch nichts. Selbst friedliche Proteste sind Fehlanzeige.


    Deswegen hatte ich weiter oben auf die Videos und Einschätzungen von Fairewinds verwiesen. In dem von mir angesprochenen Video sind tatsächlich zerstörte Brennstäbe zu sehen. Außerdem sprechen die detektierten Radionukleide dafür, dass im Kern weiter Zerfallsprozesse stattgefunden haben, die durch das fehlende Kühlwasser an die Luft gelangt sind.


    Aber Lupus will das nicht wahrhaben. Dann halt nicht. Ist mit ehrlich gesagt auch herzlich egal. Ich bin nicht auf der Welt, andere von ihrem Irrglauben abzubringen. Meist wird man dafür - wie bei Lupus geschehen - auch nur beleidigt. Dafür ist mir meine Zeit zu schade.


    Hartkeks: wollte nur ergänzen, dass es die Aufnahmen bereits gibt. Auch wenn du Recht hast, dass man sie nicht wirklich bräuchte, da andere Indizien zweifelsfrei auf eine Kernschmelze hindeuten - und das in mehreren Rekatoren.

    Und wegen "alter Ossimentalität" wurden daraus dann gleich drei :thumbup: ("Ersatzbevorratung" ... typisch "Ossi" eben ;) ). Die waren ja auch zuuuuu billig: 85,- DM/Stück (mit Personalrabatt bei Conrad, wo der Mineraliensammler als Verkäufer arbeitete: normal kamen die den "üblichen Schwellenpreis" von 99,- DM).


    1993 habe ich dann noch den Vorgängertyp des hier verlinkten "Gamma-Scout" gekauft (damals Listenpreis 249,- DM) ... und SOFORT wieder verkauft: Was für ein Schrotteil!!! :thumbdown: :wall: Typisch "Westelektronik-Sondermüll": Ganz viel "Knöppe" zum draufdrücken und "viel Display" ... Aber die Meßgenauigkeit: Kein Vergleich zu dem zwar total primitiv WIRKENDEN aber technisch sehr funktionalen Russendingern... 8) Bin froh, daß ich die habe...


    Ich hab auch noch ein altes russisches Gerät hier, das Conrad vor 15 (? ) Jahren verkauft hat. Über Jumper auf der Unterseite kann man die zu messende Strahlenart einstellen. Etwas umständlich, aber besser als nichts. Das Problem ist nur, dass das Gerät in die Jahre gekommen ist und sich Wackelkontakte an den Schiebeschaltern mehren.


    Daher wollte ich schon Anfang des Jahres Ersatz beschaffen, aber mir waren die Gamma Scouts VIEL zu teuer. Das russische Gerät hatte damals ca. 100 DM gekostet, daher finde ich umgerechnet 500-600 DM unverschämt und hatte den Kauf immer wieder verschoben - bis dann Fukushima passierte. Da hatte ich bei Voelkner bestellt, war auch als lieferbar gekennzeichnet, aber nach ein paar Wochen wurde die Bestellung dann annulliert. Angeblich zu viele Bestellungen und zu wenig Ware. :(


    1000 EUR für ein Profi-Gerät sind mir zu viel. 200 - 300 finde ich angesichts der Preise, die mal die russischen Pendants gekostet haben, auch schon zu viel. Was mich halt wundert, ist, dass es diese nicht mehr gibt, sondern nur noch die von der einen Firma. Die Globalisierug scheint hier schon wieder vorbei zu sein ... :)

    Hab gerade gesehen, dass Radioaktivitätsmessgeräte in Deutschland erst wieder in einem Jahr, ab April 2012, erhältlich sein werden. Conrad hatte nach dem ersten Ausverkauf eine Belieferung für Juni in Aussicht gestellt, nun wird daraus April nächsten Jahres. Voelkner führt sie gar nicht mehr im Sortiment.


    Was ist so schwierig daran, die Produktion hochzufahren oder Alternativprodukte einzuführen? Scheint ja eine echte Marktlücke zu sein, oder? Oder kennt ihr - außer EBay noch andere Bezugsquellen?


    http://www.conrad.de/ce/de/ove…ioaktivitaets-Messgeraete