Beiträge von Argus

    Im Online-Shop der Exchange AG werden die verfügbaren Stückzahlen für gängige Bullionmünzen angegeben. Das ist wesentlich überschaubarer, als ich es mir vorgestellt habe:


    Eagle: 8 Unzen
    Maple: 23 Unzen
    Phils: 108 Unzen
    Panda: -
    Britannia: 29 Unzen
    Koala: 20 Unzen
    Kookaburra: 20 Unzen
    ----------------------------
    in Summe: ganze 208 Unzen [size=6](Stand 03.05.11, 21:47 Uhr)[/size]


    http://www.gold-exchange.de/Si…nzen/Eagle:::3_29_31.html



    Wer da ordentlich nachkaufen will, angesichts der gefallenen Kurse, wird nicht weit kommen ... :whistling:

    Die Lagerung im Ausland ist insofern problematisch, da bei Ein- und Ausfuhr von EM die Zollbestimmungen zu beachten sind. Klar kann man sich auch sein Glück verlassen und einfach gar nichts angeben, aber wenn man doch auffällt, wird der Nachweis fällig, wo denn die Sachen herkommen und ob man auch rechtmäßiger Eigentümer sei.


    Damit hat sich dann aber auch die Anonymität gegenüber dem Finanzamt/Staat erledigt!

    Verzeiht, wenn ich zu blöd sein sollte, aber es erschließt sich mir nicht. Der Verfall des $ lässt den Goldpreis jubilieren, ich hingegen bekomme ja mein Gold (sollte ich es verkaufen) in € ausbezahlt. Sollte der jetzt stabil bleiben, immerhin ist der Goldkurs in diesem Jahr in € gesunken, profitieren wir €rianer wohl erstmal nicht am rasanten Anstieg. Um es klar zu sagen, ich halte physisches Gold als Absicherung, zum spekulieren habe ich Anderes, die Euphorie über steigende Goldkurse in $ verstehe ich allerdings nicht.


    Da hast du Recht: in Euro bewegt sich der POG nicht so stark. Aber da die westlichen Zentralbanken den USD als Reserve halten und die Schuldenproblematik in der Eurozone auf eine Umschuldung der PIGS-Staaten hinausläuft, wird der Euro m. E. nicht auf Dauer so stark gegenüber dem Dollar bleiben. Also: jetzt noch Gold kaufen, bevor der Euro im Wert nachgibt! Die EZB und v.a. das Fed-System haben sich für eine Inflationierung der Staatsschulden entschieden. Die Kaufkraft von Fiat wird daher weiter sinken.


    Ich glaube auch nicht, dass dieser Zusammenbruch der Fiat-Währungen zufällig passieren wird. Vielmehr werden die westlichen Großbanken sich entsprechend positionieren und versuchen davon maximal zu profitieren. Insbesondere die Fed-Eigentümerbanken sind hier im Vorteil. Am POG und POS kann man sehr gut sehen, dass wir uns in der Exponentialphase des jetzigen Fiat-Geldsystems befinden. Lange kann es m. E. daher nicht mehr weitergehen, bis wir das "Endgame" erleben werden. Ich bin auch davon überzeugt, dass das Fed-System alles daran setzen wird, den Euro noch vor dem Dollar kollabieren zu lassen. Davon könnten sie am meisten profitieren ...


    Eine Unsicherheit bleibt: sollte der Euro auseinanderfallen und es zur Bildung eines "Nord-Euro" oder sogar einer DM2 kommen, könnte der POG in der neuen Währung vielleicht sogar unter das jetzige Kaufkraftniveau zurückfallen. Ich halte das aber allenfalls für einen vorübergehenden Rückgang. Die wirtschaftlichen und finanziellen Verwerfungen wären voraussichtlich so groß, dass die Bundesregierung auch weiterhin Schulden aufnähme, um z. B. Beschäftigungsprogramme oder andere Subventionen finanzieren zu können. Langfristig bliebe die Kaufkraft in Gold dadurch wohl erhalten.


    Die Euphorie an steigenden EM-Preisen (Verlust an Fiat-Kaufkraft) und damit verbunden am kommenden Niedergang kann ich auch nicht nachvollziehen.


    Große Zahlen in Fiat sagen nichts aus - die Kaufkraft entscheidet. Torsten Schulte hat in seinem Buch "Silber, das bessere Gold" eine interessante Statistik veröffentlicht. Darin wurde der Goldpreis im Juni 1920 auf 100 RM indexiert. Im November 1923 betrug der Preis dann 5.603.927.038.627 oder eben 5,6 Billionen.


    Das ist im übrigen auch der Grund, warum ich Preisprognosen bei EM skeptisch gegenüber stehe. Man geht stillschweigend von einer gleichbleibenden Kaufkraft aus, wenn man von 1000, 1500 oder 5000 USD/Unze Au spricht und denkt: wow, dann bin ich fünfmal so reich! Quatsch. Die aktuelle Diskussion im Silber-Thread mit Alex läuft auf diesem Niveau: Silber bei 50 sei zu teuer geworden ... richtig wäre zu sagen, dass die Kaufkraft von Dollars bis auf 50 USD/Unze nachgegeben hat.


    Dann stellt sich nämlich nicht die Frage, ob Silber oder Gold bis auf diesen oder jenen Preis "steigen" könnte, sondern ob die Kaufkraft von Fiatgeld soweit nachgeben könnte. Und wie war das noch mal mit Voltaire und dem inneren Wert von Papiergeld?


    1 Billion USD/Unze sind daher nicht ausgeschlossen. Ich könnte mir aber denken, dass wir bis dahin eine neue Währung sehen und gar nicht mehr in Dollar rechnen. ;)

    Würde mal spontan sagen keine der Münzen hat einen Sammlerwert wenn sie unter Spot verkauft werden.
    Museumsinsel als Ausnahme.


    Einen Zehner "Museumsinsel" habe ich letztes Jahr als Rückläufer einsammeln können. Zustand ist eher mäßig (angelaufen und nicht mehr taufrisch). Sollte die Münze von Sammlern etwa über dem aktuellen Spot gehandelt werden?

    Die Diskussion dreht sich im Kreis, ohne dass wir uns gegenseitig überzeugen könnten. Vielleicht können sich alle Beteiligten ja auf diesen Kompromiss einigen und zum eigentlichen Thread-Thema zurückkehren: dem Silbermarkt?


    Zitat

    Lassen Sie sich von den angeblichen Experten nicht verunsichern, die die Bedeutung der Edelmetalle nie begreifen werden, wie im letzten Kommentar schon ausführlich besprochen. Richten Sie sich aber auf eine Korrektur ein, die jetzt bald ansteht. Dennoch wird es über Jahre weiter steigen, bis ein neues Geldsystem etabliert wurde. Aber aktuell ist es kurzfristig stark überkauft. Mehr als senkrecht geht nicht.


    Quelle: http://www.goldseitenblog.com/…011/04/20/muffensausen-ja

    Alex, dein Vergleich mit dem neuen Markt ist allein deshalb falsch, weil G+S nicht steigen, sondern das Fiat-Geld an Kaufkraft verliert!


    Die Geldmenge ist in den letzten 10 Jahren gestiegen, Silber wurde künstlich niedrig gehalten - jetzt holt es nach, was vorher nicht sein durfte: die verbliebene Kaufkraft des Fiat-Geldes passt sich an ...


    Niemand bestreitet, dass es Korrekturen geben könnte, viele warten sogar darauf, aber du irrst, wenn du glaubst, dass viele zu aktuellen Kursen noch mit viel Geld beginnen wollen, in den Markt einzusteigen. Die Meisten dürften bereits wesentlich günstiger in Silber investiert sein und freuen sich über die steigenden Kurse und die Bestätigung nach vielen Jahren, dass sie mit ihren Überlegungen recht gehabt haben. Ich stimme dir aber zu, dass Freude über den bevorstehenden Untergang meines Erachtens nicht angebracht ist. Eine Hymne zum weiteren Wertverlust von Fiat-Geld finde ich auch etwas befremdlich.


    Die Schuldenprobleme der westlichen Industrieländer werden aber leider nicht so einfach zu lösen sein, wie du es darstellst. Die Welt ist eine andere als vor 30 Jahren. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben - lies einfach ein bisschen mehr hier im Forum. ;)



    Libertad: warum so emotional und auf persönliche Angriffe auf Alex aus? Geht's nicht auch ohne das? Argumente und Standpunkte kann man auch austauschen, ohne sich anzugreifen. Alexs Standpunkt ist sogar auf gewisse Weise wichtig für das Forum: als Art Reality Check, ob wir uns nicht langsam im Kreis der eigenen Argumente drehen. Ein Andersdenkender ist wichtig, nicht dein "Feind"!

    Die Finanzelite hat das gegenwärtige System etabliert, weil es ihr die höchsten Gewinne mit dem geringsten Aufwand gewährt. Welchen Grund sollte sie haben, dieses System zu beenden? (...)


    Die amerikanischen Großbanken könnten schon ein Interesse daran haben, dass der Euro vor dem Dollar scheitert: dann hätten sie Gelegenheit, ihre Dollar in Europa günstig in Sachwerte (Grundstücke, Immobilien, Firmen etc.) zu investieren. Danach folgt die Abwicklung des Dollar und die Einführung einer neuen Währung. Anschließend wären einige Leute und/oder Finanzinstitute gut für das wieder von vorne beginnende Spiel aufgestellt. :whistling:


    Ich glaube, dass der Dollar sogar noch nach seinem Crash von seinem Status "Weltreservewährung" profitieren wird: viele westliche Staaten sind ähnlich hoch verschuldet wie die USA. Die Dollar-Abwicklung wird diese Staaten mit in den Strudel der Pleite reißen, da sie hohe Devisenreserven in Dollar führen. Nach einer gemeinsamen Entschuldung dieser Staaten würden die USA vermutlich noch nicht mal darunter leiden, von den Kapitalmärkten abgeschnitten zu sein (das was GR nach einer Umschuldung droht!). Die gemeinsam entschuldeten westlichen Staaten hätten keinen Grund, sich nicht wieder gegenseitig Geld zu leihen.

    Psychologie: Gustave LeBon, Psychologie der Massen. (Brandgefährlich)
    Wirtschaft: Dirk Müller, C(r)ashkurs. (War überrascht, dass Müller so ein Globalisierungsgegner ist.) Daneben gibt's bestimmt noch Dutzende andere, empfehlenswerte Bücher. Bruno Banulet, "Das geheime Wissen der Goldanleger" oder Olaf Henkel, "Die Abwracker" kommen mir spontan in den Sinn.

    Auf dem Land kann es aber sehr schnell ungemütlich werden, wie zum Beispiel während des Kartoffelkriegs 1923. Am besten finde ich den Hinweis, daß die Bahn noch Sonderzüge einsetzte um die Plünderer auf's Land zu kutschieren.


    Spannender Artikel! Besonders die bewaffneten Straßenschlachten zeigen, dass es auch schon in der "guten alten Zeit" ziemlich rau zuging ...


    Zitat

    Einige Overather Bürger und Bauern lieferten sich regelrechte Straßenschlachten mit den Ankommenden, weil sie sie am Verlassen des Bahnhofsgeländes hindern wollten. In der blutigen Auseinandersetzung wurden ein Kölner erschossen, ein Overather Landwirt erschlagen sowie zahlreiche weitere Beteiligte verletzt.


    Einen Tag später entbrannte abermals ein Kampf zwischen Hamsterern und Einheimischen. Diesmal siegten die Plünderer, besetzten den Bahnhof, enthoben den Bahnhofsvorsteher seiner Funktion und transportierten kurzerhand zehn Waggons mit geraubten Kartoffeln ab.


    Da kann man sich gut vorstellen, was in der Gegenwart loswäre. Und dass sich die Plünderer von heute nicht mehr bücken würden, um Kartoffeln zu klauen, glaub ich nicht: in der Not verändern sich Menschen ... natürlich nicht immer zum Positiven.

    Wer noch Fiat übrig hat, aber beim Silber zu kurz gekommen ist, sollte vielleicht in Kaffee investieren. Nein, nicht an der Börse, sondern beim Lebensmittelmarkt seines Vertrauens! Ich hatte am Samstag noch Dallmayr für 3,99 das Pfund bekommen. Der Kaffeepreis hat sich am Weltmarkt vervielfacht - das wird sich früher oder später auch auf den Ladenpreis niederschlagen. Daher: Sonderangebote nutzen und ein paar Pakete mehr einlagern!


    Kaffee wird bei einer Umschuldung Griechenlands und einem infolge schwächer werdenden Euro wahrscheinlich noch teurer. Außerdem ist er in der Krise ein gutes Tauschobjekt. ;)


    Das Wall Street Journal hat einen interessanten Artikel über das steigende Handelsvolumen in den letzten Tagen beim iShare Silver Trust veröffentlicht. Demzufolge haben jetzt verstärkt Daytrader Silber entdeckt und das Handelsvolumen am vergangenen Montag auf das Fünffache des üblichen Werts getrieben:



    Quelle

    Der Ausbruch aus dem Dreieck kann aber doch auch bedeuten, dass jetzt der Weg nach oben frei ist?


    Wieso erwartest du eine Dollar-Deflation? Das Fed-System druckt doch nahezu unbegrenzt Geld, und ein QE3 ist auch noch nicht vom Tisch.


    Dann würdest du aber nicht lange im Amt bleiben... ;)


    Wie recht du hast: gerade wurde meine Telefonleitung gekappt - mitten im Gespräch, und das ist kein Scherz! 8|


    Ich mein, ich habe noch eine Internetverbindung, daher gehe ich bislang von einer technischen Störung aus, aber falls ihr in den nächsten Tagen nichts mehr von mir hören solltet, wird's gruselig. Meine Telefongesellschaft misst jetzt die Leitung durch, mal sehen, ob sie den NSA als Ursache finden und das auch sagen dürfen. [smilie_happy]

    An der Farbe sollst Du sie erkennen. Ich unterscheide ein Silberstück von einer CuNi-Münze auf 1 Meter Entfernung.


    Klingt gut. Denn vergraben und ein minimaler Gewichtsunterschied werden in der Krise, wenn der 10er als Bargeldersatz dienen soll, kaum praktikabel sein, um den Unterschied zwischen alten und neuen Zehnern einem Laien zu verdeutlichen.

    [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy]


    Da müsste sie sich nackisch vor den Amis postieren. Das ist das einzige womit sie jemanden erschrecken kann. [smilie_happy]


    :D Ich hatte nicht geschrieben, dass es einfach wäre, aber es ist sicher möglich (falls das Gold überhaupt noch physisch vorhanden sein sollte).


    Ich mach dir einen Vorschlag: wählt mich zum Kanzler, dann hole ich das Gold zurück! Na, ist das mal ein Wahlversprechen?! :rolleyes:

    Wo bleiben eigentlich die erwarteten Verkaufsaufträge und Gewinnmitnahmen, die kurz vor oder bei 50 Dollar vermutet wurden? Müssten die nicht auch an einem Feiertag von Computerhandelsprogrammen automatisch ausgeführt werden? In einem engen Markt sollten wir da doch Korrekturen sehen - doch was ist?!