Erstmal danke für die Erläuterungen zur Deflation und dem Verhalten von Gold in selbiger. Ich bin tatsächlich von einer anderen Deflationsdefinition ausgegangen, aber eure Argumentation hat mich überzeugt, das nur am Rande.
Interessant fand ich bei der neuen EU-Institution, dass Deutschland in dem vorgelegten Papier darauf besteht, dass die Stabilitätskriterien der DM als Leitmaßstab gelten müssten, quasi als Gegenleistung dafür, dass Deutschland den Stabilitätsanker innerhalb der Eurozone übernimmt.
Zum einen haben wir an der Aushebelung des Maastricht-Vertrags gesehen, was solche Kriterien im Krisenfall wert sind, nämlich nichts, zum anderen bedeutet das, dass die Bundesregierung tatsächlich den festen Willen hat, den Euroraum dauerhaft zu alimentieren.
Glaubt jemand wirklich, dass die Goldhinterlegungen und Unternehmensanleihen, die als Sicherheit für Kredite an bedürftige Staaten dienen sollen, im Falle einer Pleite tatsächlich eingezogen und an die kreditgebenden Staaten ausgegeben werden würden? Niemals.
Allenfalls wird dadurch die Halbwertzeit des Schuldensystems für einige Jahre verlängert. Mag sein, dass der Goldpreis erstmal zurückgeht (wie es aktuell der Fall ist). Langfristig holt uns die ganze Sache doch wieder ein.